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GfK-Konsumklima Juli 2015 - Einkommensaussichten stützen Konsumklima

Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Juli stabilisiert. Das Konsumklima bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert. Für August prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte. Die Einkommenserwartung verbessert ihren Rekordwert aus dem Vormonat ein weiteres Mal, während die Konjunkturerwartung deutliche und die Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen müssen.

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GfK-Konsumklima Juni 2015 - Einkommensaussichten stützen Konsumklima
Nürnberg, 30.07.2015 (gfk) - Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Juli stabilisiert. Das Konsumklima bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert. Für August prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte. Die Einkommenserwartung verbessert ihren Rekordwert aus dem Vormonat ein weiteres Mal, während die Konjunkturerwartung deutliche und die Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen müssen.

Grafik zeigt Entwicklung des GfK-Konsumklima-Index von 2 Punkten in 2008 auf 10,2 Punkte bis zum Juli 2015.

Das lange und zähe Ringen um eine Lösung der Schuldenkrise in Griechenland hat vorerst eine Pleite des Landes verhindert. Die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher beflügelt das jedoch nicht. Vielmehr muss der Indikator zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen. Auch die Anschaffungsneigung verliert leicht an Wert. Das Niveau ist jedoch nach wie vor sehr hoch. Bei den Einkommensaussichten der Konsumenten spielen vor allem die stabilen inländischen Rahmenbedingungen eine Rolle. Dieser Indikator übertrifft seinen im Vormonat erreichten Höchstwert seit der Wiedervereinigung sogar noch einmal. Er ist damit eine wichtige Stütze des Konsumklimas.

Die Tabelle zeigt die Daten für Konjunkturerwartung, Einkommenserwartungen, Anschaffungsneigung und Konsumklima im Vergleich von Juni und Juli 2015 und Juli im Vorjahr 2014.Konjunkturerwartungen verlieren an Boden
Seit nunmehr zwei Monaten verlieren die Konjunkturaussichten der deutschen Verbraucher deutlich an Boden. Im Juli büßt der Indikator 6,5 Zähler ein und sinkt damit auf einen Wert von 18,4 Punkten. Damit hat der Konjunkturindikator binnen zwei Monaten knapp 20 Punkte verloren. Er liegt dennoch klar im positiven Bereich, also über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Das bedeutet, die Bürger rechnen weiterhin damit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wachsen wird – wenngleich nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Wochen angenommen.

Die deutschen Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass die mühsam errungene Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland negative Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur haben wird. Möglicherweise dämpfen aber auch die anderen internationale Krisen in der Ukraine und Russland sowie im Nahen und Mittleren Osten die Konjunkturaussichten. Im Gegensatz zu den Verbrauchern sehen die deutschen Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten aktuell wieder etwas optimistischer, wie der Anstieg des ifo-Geschäftsklimas im Juli dieses Jahres beweist.

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