DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
WiWi-NewsAußenhandel

AHK-Weltkonjunkturbericht 2011: Deutscher Außenhandel wächst auch 2012 kräftig

Dass die deutschen Exporte im kommenden Jahr um 9 Prozent zulegen werden, erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf Grundlage seines aktuellen AHK-Weltkonjunkturberichts.

Der Ausschnitt einer Weltkugel.

AHK-Weltkonjunkturbericht 2011: Deutscher Außenhandel wächst auch 2012 kräftig
Die Umfrage, die der DIHK seit 1982 regelmäßig durchführt, erfasst die Rückmeldungen aller Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegiertenbüros und Repräsentanzen in 80 Ländern zu den erwarteten Export- und Importzahlen sowie den Wachstumsaussichten der jeweiligen Standorte.

Wegen der jüngsten Verwerfungen an den Weltfinanzmärkten wurde die aktuelle Erhebung von Juli 2011 um die Ergebnisse einer Blitzumfrage ergänzt, in die im August 22 AHKs an Standorten mit besonderer Bedeutung für die Weltwirtschaft einbezogen waren.

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Weltwirtschaft auf moderatem Wachstumskurs bleibt. Auf Grundlage der AHK-Schätzungen erwartet der DIHK für 2011 ein Weltwirtschaftswachstum, das mit 3,9 Prozent deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 3,4 Prozent liegt.

"Damit kann das Expansionstempo aus dem Jahr 2010 zwar nicht gehalten werden", sagte DIHK-Außenwirtschafts-Chef Volker Treier, der die Studie heute in Berlin vorstellte, ein Rückfall in eine Rezession sei jedoch nicht zu erwarten. Vielmehr dürfte sich das Wachstum der globalen Wirtschaft 2012 mit 4,1 Prozent wieder etwas beschleunigen.

Für Deutschland geht der DIHK davon aus, dass die Exporte im laufenden Jahr um 11 Prozent und im Jahr 2012 noch einmal um 9 Prozent zulegen werden. Mit dieser Entwicklung wird der Exportwert aus dem Rekordjahr 2008 deutlich übertroffen und der Exportwert von einer Billion Euro geknackt. Damit habe die deutsche Exportwirtschaft "das Krisental durchschritten", so Treier.

Darüber hinaus rechnet der DIHK damit, dass die robuste deutsche Binnenkonjunktur Deutschland in den Jahren 2011 und 2012 eine Steigerung der Importe von jeweils 11 Prozent bescheren wird.

Weitere Kernergebnisse der Erhebung: China behält seine Spitzenposition als Warenlieferant für Deutschland bei und wird 2012 die USA in ihrer Rolle als bedeutendster Absatzmarkt außerhalb der Europäischen Union ablösen.

Und: Umwelttechnik und Medizintechnik sind aktuell die Branchen mit den größten Absatzchancen auf den Weltmärkten. Asien und Lateinamerika zeigen dabei die größte Dynamik.

Download [PDF, 33 Seiten, 250 KB]
"Der deutsche Außenhandel 2011|2012" – AHK-Weltkonjunkturbericht des DIHK

Im Forum zu Außenhandel

7 Kommentare

Re: Die Theorie des Homo Oeconomicus richtig erklärt für Laien

WiWi Gast

da ja Menschen niemals nur nach monetärer Nutzenmaximierung handeln sondern auch Prestige, Selbstwertgefühl und Gewissen etc. mit in Entscheidungen einbeziehen. Nachtrag: warum bloß "monetär" ? ...

5 Kommentare

Gute Dokumentationen über Finanzwelt und Wirtschaft

WiWi Gast

PanamaPapers ? Im Schattenreich der Offshorefirmen

14 Kommentare

Ende der Hausse - wann?

WiWi Gast

In der Tat sollte man das Geschehen nie aus den Augen verlieren. Ich investiere zwar auch schon seit Jahren monatlichen in ETFs, allerdings ist davon nur ein geringer Anteil für die Rente vorgesehen. ...

1 Kommentare

Wachstumsmodell

WiWi Gast

Liebe VWL-Begeisterte, ich möchte fragen, ob jemand eine Idee hat, wie man selber ein makroökonomisches Wachstumsmodell oder Totalmodell basteln kann. Es sollte deutlich über das normale Solow-Modell ...

3 Kommentare

Grenzrate der technischen Substitution

WiWi Gast

Ich meinte natürlich das Grenzprodukt MP entschuldigung.

12 Kommentare

Trump neuer Präsident - Auswirkungen auf uns?!

WiWi Gast

Alles Humbug und ich verabscheue die Medien und Politiker Tag für Tag mehr, dass sie so eine Panikmache verursachen. Natürlich stellt sich ein Juncker hin und faselt was von Verhandlungen etc., aber d ...

1 Kommentare

Was Ökonomen von Hirnforschern lernen

WiWi Gast

ich fands ganz interessant... falls es jemand lesen will LINK

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Außenhandel

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2016/17 »Zeit für Reformen« vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2016/17 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Zeit für Reformen«. Das neue Jahresgutachten hat drei Schwerpunktthemen: die Bewältigung der Flüchtlingsmigration, die Stärkung der Architektur der Europäischen Währungsunion und die Schaffung von Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland.

Ein Fenster mit einem Aufkleber: Made in Germany.

Herbstprojektion 2016 der Bundesregierung - Deutsche Wirtschaft wächst solide

In der aktuellen Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,8 Prozent im Jahr 2016, im Jahr 2017 um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wächst solide weiter, etwas weniger, als noch im Frühjahr angenommen. Der niedrige Ölpreis, der Wechselkurs und die Anstrengungen zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms haben dazu beigetragen.

Weiteres zum Thema WiWi-News

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2018/19 vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2018/19 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Vor wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen«. Das neue Jahresgutachten hat vier Schwerpunktthemen: Globalisierung und Protektionismus, Europa und der Brexit, Handlungsbedarf beim demografischen Wandel und die Digitalisierung.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen: Weltwirtschaftsboom beflügelt deutsche Wirtschaft

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hebt seine Wachstumsprognose für das Jahr 2018 leicht an. Die "Wirtschaftsweisen" erwarten für die Jahre 2018 und 2019 Wachstumsraten des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 Prozent und 1,8 Prozent. Zur Anhebung der Prognose trägt vor allem das verbesserte außenwirtschaftliche Umfeld bei. Die Weltwirtschaft erlebt derzeit den ersten synchronen Wirtschaftsaufschwung seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007.

Hinweisschilder mit der Aufschrift "Way out" symbolisieren den Brexit.

Brexit kommt deutsche Industrie teuer zu stehen

Ein neuer Report der internationalen Strategieberatung Oliver Wyman beziffert die direkten Kosten des Brexit auf 69 Milliarden Euro pro Jahr für Unternehmen in der EU27 und UK. Die deutsche Industrie ist besonders betroffen. Neun Milliarden Euro entfallen auf deutsche Unternehmen, 80 Prozent davon auf die Branchen Automobil, Chemie, sonstige Fertigung, Lebensmittel/Getränke und Konsumgüter. 70 Prozent der in Deutschland anfallenden Kosten entstehen in nur vier der 16 Bundesländer – Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen.

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen wird 200 Jahre alt.

Wirtschaftswissenschaft der Universität Tübingen wird 200 Jahre

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Tübingen wurde 1817 vor nahezu 200 Jahren als Staatswirtschaftliche Fakultät gegründet. Sie ist die älteste durchgehend bestehende wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in Deutschland. Internationalität sowie die Einheit von Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre zeichnen sie heute aus.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen: Sachverständigenrat korrigiert »Konjunkturprognose 2017/2018«

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein »Konjunkturprognose 2017/2018« korrigiert. Die Wachstumsaussichten für das Jahr 2017 wurden leicht nach oben revidiert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Einschätzung des Rates um 1,4 Prozent im Jahr 2017 und 1,6 Prozent im Jahr 2018 wachsen.

Übernahme-Poker: Computermilliardär Dell unterliegt Finanzinvestor KKR bei GfK-Deal

Die GfK - Gesellschaft für Konsumforschung wird neu regiert: Der amerikanische Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) übernimmt 18,54 Prozent der Aktien. Zusammen mit dem größten Anteilseigner GfK Verein, der 56,46 Prozent hält, kommen beide auf 75 Prozent des Grundkapitals. Die Übernahme erfordert allerdings noch die Zustimmung der Fusionskontrollbehörden.

Eine wehende Deutschlandflagge mit Bundesadler vor blauem Himmel.

Statistik: Bruttoinlandsprodukt 2016 – Deutsche Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs

Für das Jahr 2016 blickt Deutschland auf ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 fiel laut dem Statistischen Bundesamt um 1,9 Prozent höher aus als im Vorjahr. Bereits in den beiden Vorjahren war das BIP gewachsen: 2015 um 1,7 Prozent und 2014 um 1,6 Prozent. Um 0,2 Prozent war das Bruttoinlandsprodukt damit höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,4 Prozent.

Beliebtes zum Thema News

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2018/19 vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2018/19 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Vor wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen«. Das neue Jahresgutachten hat vier Schwerpunktthemen: Globalisierung und Protektionismus, Europa und der Brexit, Handlungsbedarf beim demografischen Wandel und die Digitalisierung.

Karriere-Brunch Consulting von e-fellows: Das Bild zeigt im Fokus einen Unternehmensberater als Symbol der beruflichen Betrachtung.

e-fellows Events: »Karriere-Brunch Consulting« für Professionals

Das Karrierenetzwerk e-fellows lädt zum Karriere-Brunch "Consulting" ein. Talentierte Young Professionals und Professionals treffen hier verschiedene Beratungen. Die exklusive Eventreihe von e-fellows bietet beim Brunchen Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre die Karrieremöglichkeiten in der Beratung ausloten. Der Karriere-Brunch Consulting findet im Oktober und November 2018 in München, Frankfurt und Hamburg statt. Das Event in Frankfurt richtet sich speziell an Frauen.

Cover: Die Unternehmensberatung: Von der strategischen Konzeption zur praktischen Umsetzung

Die Unternehmensberatung

Der Beratungsbranche boomt durch die Digitalisierung. Welche Anforderungen stellt die Digitalisierung an die Beratungsbranche? Was fasziniert so viele Absolventen der Wirtschaftswissenschaften an der Unternehmensberatung? Berater-Flüsterer Dirk Lippold zeigt in der am 20. April 2018 erschienen dritten Auflage seines Consulting-Klassikers »Die Unternehmensberatung«, wie sich die Beratung zukünftig verändern wird.

BDU-Studie Consultingbranche 2018: Ein Unternhemensberater arbeitet an einem Notebook an einem Businessplan.

Consultingbranche im Höhenflug: Perfekte Jobaussichten für Beratertalente in 2018

Im Beratermarkt ist der Branchenumsatz im Jahr 2017 um 8,5 Prozent auf 31,5 Milliarden Euro gestiegen. Auch 2018 soll die Consultingbranche ähnlich stark wachsen, so lautet die Prognose der Branchenstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2018“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU). Die Jobaussichten für Beratertalente sind aktuell entsprechend ausgezeichnet. 80 Prozent der größeren und Zweidrittel der mittelgroßen Unternehmensberatungen planen, in 2018 zusätzliche Juniorberater und Seniorberater einzustellen.

Der Ausschnitt einer Computertastatur zeigt die Buchstaben CDO für Chief Digital Officer.

Chief Digital Officer: Digitalchefs definieren Rolle selbst

Bis 2025 muss jede Führungskraft ein digitales Verständnis mitbringen. Verantwortlich für die Digitalstrategie und den digitalen Wandel von Unternehmen ist der Chief Digital Officer (CDO). Die Digitalchefs definieren ihre Rolle und ihre Aufgaben dabei meist selbst. Zentrale Aufgaben sind das Trendscouting, das Formulieren einer Digitalstrategie und und die Digitalisierung interner Prozesse. Die wichtigsten Kompetenzen des CDO sind Innovationskraft, Veränderungswillen und die Fähigkeit zur Kollaboration. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Kienbaum zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen des CDO.

Ein Kompass symbolisiert die Digitalstrategien von Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung.

3,4 Millionen Jobs von Digitalisierung bedroht

Jedes vierte deutsche Unternehmen sieht seine Existenz durch die Digitalisierung gefährdet und 60 Prozent sehen sich bei der Digitalisierung als Nachzügler. 85 Prozent der Unternehmen erwarten von der Bundesregierung eine klare Digitalstrategie und dass die Digitalisierung zum Top-Thema gemacht wird. So lauten die Ergebnisse einer Studie vom Digitalverband Bitkom. "Die Digitalisierung wartet nicht auf Deutschland.", warnt Bitkom-Präsident Berg.

IW-Verbandsumfrage 2018: Wirtschaftsverbände optimistisch

Die Wirtschaftsverbände sehen die deutsche Wirtschaft zum Jahreswechsel größtenteils in bester Verfassung. Das zeigt die neue Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, für die das IW 48 Branchenverbände zu ihrer aktuellen Lage und zu ihren Erwartungen für 2018 befragt hat. Allerdings werden fehlende Fachkräfte immer häufiger zum Problem.