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Bruttoinlandsprodukt 2010 - Rasanter Aufschwung nach der Krise

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2010 wieder kräftig gewachsen. Mit + 3,6 Prozent stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Eine wehende Deutschlandflagge mit Bundesadler vor blauem Himmel.

Bruttoinlandsprodukt 2010 - Rasanter Aufschwung nach der Krise
Wiesbaden, 17.01.2010 (destatis) - Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2010 wieder kräftig gewachsen. Mit + 3,6 Prozent stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Die wirtschaftliche Erholung fand hauptsächlich im Frühjahr und Sommer 2010 statt. Im Vorjahr hatte Deutschland noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt: Das preisbereinigte BIP brach 2009 um – 4,7 Prozent ein. In den Jahren 2007 (+ 2,7 Prozent) und 2008 (+ 1,0 Prozent) hatte es dagegen Zuwächse gegeben.

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Nach Bereinigung um Kalendereffekte ergibt sich eine etwas niedrigere Wachstumsrate des BIP von + 3,5 Prozent, da im Jahr 2010 geringfügig mehr Arbeitstage zur Verfügung standen als im Jahr 2009. Bei kalenderbereinigter Betrachtung ist das BIP zuletzt im Jahr 2006 stärker gewachsen als 2010.

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Die Wirtschaftsleistung wurde im Durchschnitt des Jahres 2010 von rund 40,5 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht; das waren 212 000 Personen oder 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit erreichte die Erwerbstätigenzahl einen neuen Höchststand. Die Zahl der Erwerbslosen (internationale Abgrenzung) ging nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung um 297 000 Personen (– 9,2 Prozent) auf 2,9 Millionen zurück.

Wenngleich die Zahl der Erwerbstätigen im Inland insgesamt zunahm, kam es 2010 im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) dennoch erneut zu einem deutlichen Personalabbau. Dieser fiel mit – 1,7 Prozent aber geringer aus als im Krisenjahr 2009. Auch im Handel, Gastgewerbe und Verkehr war die Anzahl der Erwerbstätigen im Jahr 2010 mit – 0,2 Prozent leicht rückläufig. Dagegen hatten die anderen Dienstleistungsbereiche (Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister: + 2,4 Prozent, Öffentliche und private Dienstleister: + 1,5 Prozent) sowie das Baugewerbe (+ 1,4 Prozent) kräftige Personalzuwächse. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Personalzuwächse entfiel dabei auf die unternehmensnahen Dienstleistungen, zu denen auch die Zeitarbeitsbranche gehört.

Die Zahl der Arbeitsstunden, die jeder Erwerbstätige durchschnittlich leistete, erhöhte sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Gesamtwirtschaftlich nahmen die geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Besonders auffällig ist dabei der Anstieg im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), wo jeder Erwerbstätige 2010 im Durchschnitt 5,7 Prozent mehr arbeitete als im Jahr zuvor. Im Krisenjahr 2009 waren die Arbeitsstunden in diesem Bereich besonders stark rückläufig gewesen
(– 6,8 Prozent). Offensichtlich wurden Arbeitszeit vermindernde Maßnahmen, die 2009 als Reaktion auf die Wirtschaftskrise eingeführt worden waren, mit Einsetzen der wirtschaftlichen Erholung zurückgefahren. Insbesondere waren 2010 die Rückkehr zu tarifvertraglich geregelten normalen Wochenarbeitszeiten, der Aufbau von Überstunden und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie die Rückführung der Kurzarbeit zu beobachten.

Die Entwicklung der Arbeitsproduktivitäten bestätigt dieses Bild: Das preisbereinigte BIP je Erwerbstätigen ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent gestiegen; je Erwerbstätigenstunde betrug der Anstieg lediglich 1,0 Prozent, weil die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen sehr viel stärker zugenommen haben als die Anzahl der Erwerbstätigen.

Die Entstehungsseite des BIP war im Jahr 2010 vor allem durch Aufholeffekte nach der Wirtschaftskrise geprägt, die sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen positiv auswirkten. Im besonders krisengeplagten Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), wo es 2009 noch Rückgänge der Wirtschaftsleistung im zweistelligen Bereich gegeben hatte, ging es 2010 wieder steil aufwärts: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg um 10,3 Prozent. Auch im Bereich Handel, Gast­gewerbe und Verkehr war die Trendwende deutlich sichtbar: Die Wirtschaftsleistung nahm 2010 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, nachdem es 2009 noch einen kräftigen Rückgang gegeben hatte. Die weiteren Dienstleistungsbereiche erzielten ebenfalls Zuwächse: Die öffentlichen und privaten Dienstleister steigerten ihre Bruttowertschöpfung preisbereinigt um 2,1 Prozent, der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister um 1,9 Prozent. Im Baugewerbe ist die Wirtschaftsleistung sogar erstmals seit über 10 Jahren gewachsen: Im Vergleich zum Vorjahr ist sie 2010 um 1,8 Prozent gestiegen. Lediglich in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Berichtsjahr leicht zurück (– 0,3 Prozent). Insgesamt stieg die preis­bereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2010 um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und machte damit einen Großteil des Rückgangs aus dem Krisenjahr 2009 wieder wett.

Die Verwendungsseite des BIP war im Jahr 2010 durch positive Impulse aus dem In- und Ausland gekennzeichnet. Der Außenhandel war bereits in vielen früheren Jahren vor der Krise ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft gewesen. Nach den negativen Wachstumsraten in den vergangenen zwei Jahren erwies er sich 2010 wieder als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung: Die Exporte stiegen preisbereinigt um 14,2 Prozent, die Importe etwas weniger stark um 13,0 Prozent. Der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, steuerte dadurch im Jahr 2010 einen positiven Wachstumsbeitrag von 1,1 Prozentpunkten zum BIP bei (2009: – 2,9 Prozentpunkte).

Zudem wurde im Jahr 2010 deutlich mehr investiert als im Vorjahr: Die Bruttoinvestitionen, die sich aus den Bruttoanlageinvestitionen – das sind im Wesentlichen Ausrüstungsinvestitionen und Bauinvestitionen – sowie den Vorratsveränderungen zusammensetzen, stiegen preisbereinigt um 10,7 Prozent. Maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen haben die Ausrüstungsinvestitionen, die mit einem Plus von 9,4 Prozent zumindest einen Teil der Rückgänge aus dem Krisenjahr 2009 wieder aufholen konnten. Die Bauinvestitionen erhöhten sich um 2,8 Prozent, was in erster Linie einem kräftigen Zuwachs bei den Wohnbauten (+ 4,4 Prozent) zuzuschreiben ist. Daneben lieferten auch die Vorratsveränderungen mit + 0,8 Prozentpunkten einen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum.

Im Jahr 2010 wurde auch wieder mehr konsumiert als ein Jahr zuvor: Sowohl die staatlichen Konsumausgaben (+ 2,2 Prozent) als auch die privaten Konsumausgaben (+ 0,5 Prozent) stiegen preisbereinigt an. Bei einer Differenzierung der Konsumausgaben privater Haushalte im Inland nach Verwendungszwecken zeigt sich, dass lediglich für Verkehr und Nachrichtenübermittlung deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (– 4,2 Prozent). Hierzu zählen auch die privaten Kraftfahrzeugkäufe, die 2009 durch die sogenannte Abwrackprämie kräftig gestiegen und in der Folge im Jahr 2010 stark rückläufig waren. Die Ausgaben für fast alle anderen Verwendungszwecke waren dagegen höher als in 2009. Am stärksten nahmen die Konsumausgaben der privaten Haushalte für Bekleidung und Schuhe (+ 3,2 Prozent) zu.

In jeweiligen Preisen erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2010 auf 2 498 Milliarden Euro (+ 4,2 Prozent). Das Bruttonationaleinkommen verzeichnete einen ähnlich starken Zuwachs (+ 4,0 Prozent) auf 2 527 Milliarden Euro.

Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt und den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, ist 2010 um 6,0 Prozent auf 1 899 Milliarden Euro gestiegen. Das war der größte Zuwachs seit 1992. Im Krisenjahr 2009 war das Volkseinkommen erstmals rückläufig gewesen (– 4,2 Prozent). Im Jahr 2010 entfielen vom Volkseinkommen 1 258 Milliarden Euro auf das Arbeitnehmerentgelt der Inländer, das somit gegenüber 2009 mit + 2,6 Prozent deutlich anstieg. Im Jahr 2009 hatte es nahezu stagniert (+ 0,2 Prozent). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen, die 2009 noch stark zurückgegangen waren (– 12,6 Prozent), legten 2010 wieder kräftig zu: um 13,2 Prozent auf 641 Milliarden Euro. Die Lohnquote, die den Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen misst, ging demzufolge gegenüber dem Jahr 2009 um 2,1 Prozentpunkte zurück auf nunmehr 66,3 Prozent.

Die Bruttolöhne und -gehälter erhöhten sich 2010 um 2,7 Prozent und beliefen sich auf 1 019 Milliarden Euro. In dieser Zunahme spiegeln sich der massive Abbau der Kurzarbeit, tarifliche Lohnerhöhungen, die in zahlreichen Fällen als Einmalzahlungen gewährt wurden, sowie eine höhere Arbeitnehmerzahl (+ 0,5 Prozent) wider. Die von den Arbeitnehmern abgeführte Lohnsteuer ist dagegen aufgrund von umfangreichen Steuersenkungen um 2,3 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer um 3,5 Prozent gestiegen. Dies ist insbesondere auf die Zunahme der Bruttolöhne und -gehälter sowie auf die Einführung von Zusatzbeiträgen zur Krankenversicherung zurückzuführen. Im Ergebnis aller Faktoren sind die Nettolöhne und -gehälter rechnerisch um 3,9 Prozent auf 664 Milliarden Euro gestiegen und damit deutlich stärker als die Bruttolöhne und -gehälter.
Die durchschnittlichen Löhne und Gehälter je Arbeitnehmer nahmen brutto um 2,2 Prozent und netto um 3,4 Prozent zu.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich 2010 um 2,6 Prozent zu und belief sich auf 1 595 Milliarden Euro. Der Anstieg der in jeweiligen Preisen berechneten Konsumausgaben der privaten Haushalte fiel mit + 2,4 Prozent etwas niedriger aus. In 2009 waren beide Größen erstmals seit der Wiedervereinigung leicht zurückgegangen. Die Sparquote der privaten Haushalte war 2010 mit 11,4 Prozent noch etwas höher als 2009 (11,1 Prozent).

In den Staatshaushalten machten sich im Jahr 2010 die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise nochmals deutlich bemerkbar: Der Staatssektor wies nach noch vorläufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 88,6 Milliarden Euro aus. Das war der höchste jemals gemessene Wert. Die Ausgaben sind mit + 2,2 Prozent stärker gestiegen als die Einnahmen mit + 0,9  Prozent. Während Bund, Länder und Gemeinden ihr Defizit aus dem Vorjahr in 2010 zum Teil nochmals deutlich erhöhten, erwirtschafteten die Sozialversicherungen einen kleinen Überschuss. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat eine Defizitquote von 3,5 Prozent. Nach leichten Überschüssen in den Jahren 2007 (+ 0,3 Prozent) und 2008 (+ 0,1 Prozent) sowie einer Defizitquote von 3,0 Prozent im Jahr 2009 würde – nach vorläufigen Berechnungen – der im Maastricht-Vertrag genannte Referenzwert von 3 Prozent für das Verhältnis zwischen dem öffentlichen Defizit und dem Bruttoin­landsprodukt damit im Jahr 2010 erstmals seit fünf Jahren wieder überschritten.

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Im Forum zu BIP

2 Kommentare

BIP Analyse mit Basisjahr - wozu ist das nützlich?

WiWi Gast

wiwi_fuchs schrieb am 10.11.2021: Mal ein paar Überlegungen: 1. Wie willst du denn die prozentuale Entwicklung des BIP analysieren, wenn du nicht einen Startpunkt hast? 2. Periodenspe ...

2 Kommentare

Volkseinkommen und BIP

WiWi Gast

Hey ich glaube du musst dir nochmals die Definitionen der beiden Größen durchlesen :). Das BIP beruht auf dem Inlandskonzept, misst also die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit im Inland in einem Jahr. ...

1 Kommentare

Nominale BIP ins reale BIP umrechnen

Samba94

Hallo , ich schreibe zur Zeit an einer Seminararbeit und stehe gerade auf dem Schlauch, auch wenn es vllt ein einfaches Thema ist. Ich habe eine Zeitreihe des nominalen BIPs für Deutschland und bra ...

6 Kommentare

VWL Frage

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 19.01.2020: Vielleicht wenn das Preisniveau 1 ist? Da laut Quantitätsgleichung: Preisniveau * BIP(real) = BIP(nominal) ...

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BIP Bereinigung / Kettenindex

WiWi Gast

Nicht die Inflationsraten verwenden, sondern den BIP-Deflator.

2 Kommentare

BIP niedrig, BWS hoch ? Interpretation?

WiWi Gast

Na, überleg doch mal, was im BIP so alles registriert wird, was in der BWS nicht drin ist und du hast die Antwort.

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BIP Währung umrechnen

WiWi Gast

Kurs vom 31.12.2012 nehmen

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