DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Wirtschafts-NewsBrexit

Brexit drosselt deutsches Wirtschaftswachstum 2017 um halbes Prozent

Noch sind die Auswirkungen des Brexit in der deutschen Wirtschaft kaum zu spüren. Im Jahr 2017 ändert sich jedoch die Lage, sodass der Ausstieg Großbritanniens das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfen lässt. Der private Konsum bleibt stabil, dafür wird die Investitionsdynamik stark geschwächt. Zu diesen Ergebnissen gelangt die aktuelle Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Straße in London, über die britische Nationalflaggen hängen und auf der ein typischer roter London-Bus entlang fährt.

Brexit drosselt deutsches Wirtschaftswachstum 2017 um halbes Prozent
Düsseldorf, 15.07.2016 (imk) - Der Brexit kostet die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur wenig Wachstum. 2017 verschärfen sich die Auswirkungen dann aber deutlich – das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt um einen halben Prozentpunkt weniger zu als es ohne das britische Votum für einen EU-Austritt der Fall wäre. Dadurch erhält der moderate Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen empfindlichen Dämpfer, der sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Während der private Konsum als derzeit zentrale Säule des Wachstums recht stabil bleibt, bricht die Investitionsdynamik abrupt wieder ab. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Danach wächst das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 um 1,6 Prozent und 2017 um 1,3 Prozent. Vor einem Jahr war das Institut in seiner Prognose für das Jahr 2016 noch von 1,8 Prozent Wachstum ausgegangen.

Gegenüber seiner Vorhersage vom April erhöht das IMK die Wachstumsprognose für 2016 minimal um 0,1 Prozentpunkte und reduziert sie für 2017 um 0,2 Prozentpunkte. Ohne Brexit-Votum hätte das Institut die Vorhersage für 2016 aber um 0,2 und für das kommende Jahr um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt wirkt sich die Eintrübung in diesem Jahr geringfügig, 2017 dann aber spürbar aus: Trotz Zuwanderung sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2016 noch einmal leicht um 60.000 Personen. 2017 nimmt sie bei weiter steigender Beschäftigung wegen des wachsenden Arbeitsangebots und der wirtschaftlichen Abkühlung um rund 290.000 Personen zu und liegt dann im Jahresdurchschnitt wieder knapp über drei Millionen.

„Die kurzfristigen Auswirkungen des Brexit sind in Deutschland nicht katastrophal, aber doch schmerzlich genug“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Die deutlich gewachsene Unsicherheit trifft uns an einem ganz empfindlichen Punkt: Gerade sah es so aus als ob die Unternehmen ihre hartnäckige Zurückhaltung bei den Investitionen langsam aufgeben würden. Das dürfte sich jetzt erledigt haben.“

Für 2017 prognostizieren die Ökonomen, dass die Ausrüstungsinvestitionen nur noch um 0,8 Prozent zulegen, nach bereits mäßigen 4 Prozent in diesem Jahr.

„Außerdem bleibt ein relevantes Risiko, dass sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht in nächster Zeit beruhigen, sondern sich bis 2018 fortsetzen. Dann könnte das deutsche Wachstum im kommenden Jahr sogar knapp unter ein Prozent rutschen“, erklärt Horn das „Risikoszenario“ in der Prognose.

Das IMK plädiert in dieser Situation dafür, dass der Staat in Deutschland und anderen Euro-Ländern den Stau bei den öffentlichen Investitionen beschleunigt auflöst. Damit könne er auch den Unternehmensinvestitionen dringend benötigte Impulse verleihen.

Privater Konsum Wachstumsmotor, doch Dynamik nimmt ab
Das wäre laut IMK in der Bundesrepublik auch ohne Brexit schon durchaus sinnvoll gewesen: Die Forscher sehen den privaten Konsum zwar weiterhin als zentralen Träger der Aufwärtsentwicklung in Deutschland. Allerdings nehme dessen Dynamik 2017 ab, wenn durch einen Anstieg der Inflation auf 1,2 Prozent die Reallohnentwicklung gebremst wird. Gleichzeitig bleibe die Nachfrage aus dem Ausland nach deutschen Waren und Dienstleistungen verhalten – auch wenn sich im Zeichen wieder steigender Ölpreise die Lage in vielen großen Schwellenländern stabilisiere und die Konjunktur in den USA leicht an Fahrt gewinne. Kräftige wirtschaftliche Einbußen in Großbritannien, die als Folge des Brexit wahrscheinlich seien, beeinträchtigten die deutschen Exportperspektiven zusätzlich. Der Außenhandel dämpft nach der IMK-Prognose das Wirtschaftswachstum also unter dem Strich, obwohl die deutsche Exportwirtschaft preislich sehr wettbewerbsfähig und Rahmenbedingungen wie Eurokurs und Energiepreise günstig seien.

Dass die Importe weiterhin kräftig wachsen, hat aber auch eine gute Seite, betont das IMK. Die Wirtschaft in vielen anderen Euro-Ländern erhalte wichtige Impulse aus der Bundesrepublik und der hohe deutsche Leistungsbilanzüberschuss, der wesentlich zur Krise im Euroraum beigetragen hat und 2015 bei enormen 8,5 Prozent des BIPs lag, sinke in der Tendenz etwas. Die binnenwirtschaftlich fundierte deutsche Konjunktur sei „damit robuster und in dem Sinne nachhaltiger als sie nicht zu einer Verschärfung der bestehenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte beiträgt“, schreiben die Forscher. Das sei in einer Phase deutlich erhöhter Unsicherheit durch den Brexit besonders wichtig.

Eine vertiefte Nachfrageschwäche aus dem Ausland halte aber viele deutsche Unternehmen von eigentlich notwendigen zusätzlichen Investitionen ab, die Voraussetzung für einen selbsttragenden, dynamischen Aufschwung und eine produktivitätssteigernde Modernisierung des Maschinenparks seien, warnen die Forscher. Hier könne der Staat unterstützen, indem er ohnehin dringend notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Energieeffizienz forciere.

„Die Bedingungen für höhere öffentliche Investitionen sind denkbar günstig“, unterstreicht das IMK. Schließlich müsse der deutsche Staat selbst für Kredite mit langen Laufzeiten derzeit praktisch keine Zinsen zahlen. Auch diese Tendenz könne sich durch den Brexit noch verstärken, weil viele Kapitalanleger deutsche Anleihen als „sicheren Hafen“ sähen.

Kerndaten der Prognose

Arbeitsmarkt
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nimmt 2016 und 2017 weiter zu – um 1,2 Prozent bzw. 0,8 Prozent im Jahresdurchschnitt. Da durch die starke Zuwanderung gleichzeitig die Zahl der Erwerbspersonen noch stärker steigt, entwickelt sich die Arbeitslosigkeit aber zunehmend gegenläufig: 2016 erwarten die Forscher noch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 60.000 Personen, so dass im Jahresdurchschnitt rund 2,73 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Für 2017 erwartet das IMK ein Wachstum der Arbeitslosenzahl um jahresdurchschnittlich 290.000 auf rund 3,02 Millionen Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt in diesem Jahr 6,2 und im kommenden Jahr 7,0 Prozent.

Außenhandel
Der Außenhandel leistet 2016 und 2017 einen negativen Beitrag zum BIP-Wachstum und dämpft den Aufschwung. Die deutschen Ausfuhren wachsen im Jahresdurchschnitt 2016 lediglich um 2,2 Prozent. 2017 hellen sich die Aussichten nur geringfügig auf, der Export legt um 2,6 Prozent im Jahresmittel zu. Die Importe wachsen infolge der stärkeren deutschen Binnennachfrage in beiden Jahren kräftiger: jahresdurchschnittlich um 4,3 und 4,7 Prozent. Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss sinkt also etwas, bleibt aber weiterhin hoch.

Investitionen
Trotz historisch niedriger Zinsen und einer hohen Kapazitätsauslastung vieler Unternehmen entwickeln sich die Ausrüstungsinvestitionen zunächst verhalten, dann brechen sie ein: 2016 dürften die Unternehmen ihre Ausrüstungsinvestitionen um 4,0 Prozent und 2017 um nur noch 0,8 Prozent ausweiten. Die Bauinvestitionen, die 2015 nur um 0,3 Prozent zugenommen hatten, entwickeln sich besser, allerdings auch mit schwächerer Tendenz: 2016 legen sie um 4,5 Prozent zu, 2017 noch um 3,5 Prozent, weil der Wirtschaftsbau an Dynamik verliert.

Einkommen und Konsum
Der private Konsum bleibt Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, sein Zuwachs wird sich 2017 aber leicht abschwächen. Grund dafür ist, dass die Inflation nicht mehr ganz so niedrig sein wird wie 2016. Die verfügbaren Einkommen steigen 2016 nominal um durchschnittlich 3,2 Prozent und real um 2,4 Prozent. 2017 legen die verfügbaren Einkommen nominal um 3,5 Prozent zu, real allerdings nur um 1,9 Prozent. Bei leicht steigender Sparquote wachsen die realen privaten Konsumausgaben 2016 um 2,1 Prozent, 2017 um 1,8 Prozent.

Inflation und öffentliche Finanzen
Die allgemeine Preisentwicklung in Deutschland ist in diesem Jahr extrem schwach und wird auch 2017 noch deutlich unter dem EZB-Inflationsziel bleiben. Im Jahresdurchschnitt 2016 liegt die Teuerungsrate laut IMK bei nur 0,3 Prozent. 2017 dann bei 1,2 Prozent.

Vom moderaten Wirtschaftswachstum profitiert auch die öffentliche Hand. Das Staatsbudget wird 2016 einen Überschuss von 0,3 Prozent und 2017 von 0,2 Prozent des BIP aufweisen. Simulationsrechnungen des IMK machen deutlich, dass den öffentlichen Finanzen auch die stärker binnenwirtschaftliche Fundierung des Aufschwungs zu Gute kommt. So steigen etwa durch den kräftigen inländischen Konsum die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, was bei Exporten nicht der Fall wäre.

Videostatement: Prof. Dr. Gustav A. Horn zur Konjunktur 2016/2017


Download "Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2016" [PDF, 22 Seiten - 1,6 MB]
http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_115_2016.pdf

Im Forum zu Brexit

12 Kommentare

Brexit - Chance fuer den deutschen Bankensektor?

WiWi Gast

Also Nightlife kann ich auch nicht unterschreiben. Aber lebenswert ist die Stadt allemal und sie wird in der allgemeinen Wahrnehmung arg unterschätzt. Gibt so viele geile Ecken und der Taunuskreis um ...

9 Kommentare

Brexit bleibt Brexit?

WiWi Gast

Jetzt die Rolle rückwärts? Petition: Drei Millionen wollen neues Referendum zum Brexit LINK Brexit: Finanzmarktexperten halten EU-Austritt für ungewiss Trotz des Brexit-Votums im Referendum bleibt ...

25 Kommentare

BREXIT und britische Unis

WiWi Gast

Naja so lax läuft es mit der Schweiz auch nicht, insbesondere mit der Obergrenze

44 Kommentare

Re: FDPexit

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 22.11.2017: Zur Rentenreform mit Solidarrente wird die SPD kaum nein sagen.

1 Kommentare

Literaturempfehlung Rentensysteme (Altersarmut)

WiWi Gast

Hey, Ich suche (wie oben beschrieben) nach Literatur in der verschiedene Rentensysteme v.a. das deutsche Rentensystem beschrieben werden. Alles im Rahmen einer Wissenschaftlichen Arbeit.

5 Kommentare

Die Wahlprogramme in Kurzform

WiWi Gast

der ist allerdings erst ab dem 30. August mit den ganzen Parteiprogrammen "gefüttert" LINK

1 Kommentare

Quantitative Easing

kuve

Hat jemand Literaturempfehlungen zum Thema Quantitative Easing als Instrument der Geldpolitik?

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Brexit

Aufgespannter Regenschirm mit der britischen Flagge darauf.

ZEW-Konjunkturerwartungen stürzen im Sog des Brexit ab

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Juli 2016 auf dem niedrigsten Stand seit November 2012 gefallen. Der Konjunkturindex verliert gegenüber dem Vormonat 26,0 Punkte und steht jetzt bei minus 6,8 Punkten. Der langfristige Mittelwert beträgt 24,3 Punkte. Maßgeblich für die aktuell schwachen Konjunkturerwartungen sind die ungewissen Folgen des Brexit für die deutsche Volkswirtschaft.

Zwei Tassen mit einer Englandflagge und einer Uhr, die fünf vor zwölf anzeigt.

Brexit: Finanzmarktexperten halten EU-Austritt für ungewiss

Trotz des Brexit-Votums im Referendum bleibt der Status Großbritanniens in der Europäischen Union unklar. Zwar denken 58,5 Prozent der Finanzmarktexperten, dass das Brexit-Votum tatsächlich zu einem EU-Austritt führt. Zwei von fünf Experten erwarten dagegen, dass die Brexit-Entscheidung korrigiert wird. So lauten die Ergebnisse einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter gut 200 Finanzmarktexperten.

Die Queen aus Kunststoff mit blauen Kleid und winkender Hand.

EU-Austritt: Brexit bremst britisches BIP

Am 23. Juni 2016 stimmen die Briten darüber ab, ob Großbritannien in der Europäischen Union (EU) bleibt oder nicht. Über mögliche ökonomische Folgen eines Brexit wird viel spekuliert, selbst wissenschaftliche Untersuchungen liefern oft keine klaren Ergebnisse. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Metastudie zeigt, sollten die Auswirkungen eines Austritts nicht unterschätzt werden. Ein Ausstieg von Großbritannien aus der EU könnte für die Engländer dramatischer werden, als häufig angenommen.

Weiteres zum Thema Wirtschafts-News

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2016/17 »Zeit für Reformen« vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2016/17 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Zeit für Reformen«. Das neue Jahresgutachten hat drei Schwerpunktthemen: die Bewältigung der Flüchtlingsmigration, die Stärkung der Architektur der Europäischen Währungsunion und die Schaffung von Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland.

Ein Fenster mit einem Aufkleber: Made in Germany.

Herbstprojektion 2016 der Bundesregierung - Deutsche Wirtschaft wächst solide

In der aktuellen Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,8 Prozent im Jahr 2016, im Jahr 2017 um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wächst solide weiter, etwas weniger, als noch im Frühjahr angenommen. Der niedrige Ölpreis, der Wechselkurs und die Anstrengungen zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms haben dazu beigetragen.

Screenshot Homepage w-wie-wachstum.de

w-wie-wachstum.de - Portal zum Thema Wirtschaftswachstum

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland seit 1991 zwar langsamer gestiegen als im Schnitt der Industrieländer. Doch in mancherlei Hinsicht war und ist das deutsche Wachstum nachhaltiger - zum Beispiel, weil viel Geld in die Forschung fließt. Zu den Schwachstellen zählen die eher niedrige Investitionsquote und der hohe Energieverbrauch. Fakten, Analysen, Grafiken und Videos zum Thema Wachstum bietet ein neues Portal des Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Beliebtes zum Thema News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Drei übereinander gestapelte Pakete von adidas,amazon und outletcity.

Unternehmensranking 2016: Die Top 100 deutschen E-Commerce-Händler

Im Bereich E-Commerce ist Amazon weiterhin der umsatzstärkste Onlinehändler in Deutschland. Mit 7,8 Mrd. Euro Umsatz befindet sich der Internet-Gigant weit vor Otto.de mit 2,3 Mrd. Euro und Zalando.de mit 1 Mrd. Euro Umsatz. Alle Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten 2015 zusammen einen Jahrsumsatz von 24,4 Mrd. Euro und eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Das geht aus der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2016" hervor.

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Beraterhonorare: Tagessätze von Unternehmensberatern gestiegen

Deutsche Unternehmensberater verzeichneten 2015 und 2016 einen Anstieg ihrer Honorare von durchschnittlich 1,3 Prozent. Für 2017 wird von einer ähnlichen Erhöhung der Tagessätze ausgegangen. In der Strategieberatung variiert der Tagessatz für einen Projektleiter der Hierarchiestufe Manager und Senior Manager über alle Größenklassen gesehen von 1.150 bis 2.275 Euro. Vergleichbare Tagessätze in der IT-Beratung liegen zwischen 950 und 1.800 Euro, wie die Studie "Honorare in der Unternehmensberatung 2015/2016" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Viele deutsche Unternehmen ohne Strategie

Neun von zehn deutschen Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance. Aber nur jedes fünfte Unternehmen hat eine Strategie und Verantwortlichkeiten für die Industrie 4.0 definiert. 44 Prozent können zudem keine Fortschritte beim Thema verzeichnen. Vorreiter investieren im Schnitt 18 Prozent ihres Forschungs- und Entwicklungsbudgets im Bereich Industrie 4.0, wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt.

Feedback +/-

Feedback