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GfK-Konsumklima Oktober 2015 - Konsumoptimismus lässt nach

Die Verbraucherstimmung in Deutschland schwächt sich weiter ab. Das Konsumklima geht zum dritten Mal in Folge leicht zurück. Für November prognostiziert der Gesamtindikator 9,4 Punkte nach 9,6 Zählern im Oktober. Zwar kann die Einkommenserwartung ihren Wert aus dem Vormonat bestätigen, die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung müssen jedoch Einbußen hinnehmen.

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GfK-Konsumklima Oktober 2015 - Einkommensaussichten stützen Konsumklima
Nürnberg, 29.10.2015 (gfk) - Die Verbraucherstimmung in Deutschland schwächt sich weiter ab. Das Konsumklima geht zum dritten Mal in Folge leicht zurück. Für November prognostiziert der Gesamtindikator 9,4 Punkte nach 9,6 Zählern im Oktober. Zwar kann die Einkommenserwartung ihren Wert aus dem Vormonat bestätigen, die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung müssen jedoch Einbußen hinnehmen.

Grafik zeigt Entwicklung des GfK-Konsumklima-Index von 2 Punkten in 2008 auf 9,6 Punkte bis zum Oktober 2015.

Bei den deutschen Verbrauchern lässt die gute Stimmung der vergangenen Monate langsam nach. Die Konjunkturerwartung geht – wie bereits im Vormonat – deutlich zurück. Offenbar steht dieser Indikator besonders unter dem Eindruck der anhaltenden Flüchtlingskrise. Dagegen sinkt die Anschaffungsneigung nur leicht. Die Einkommenserwartung bestätigt ihren Wert aus dem Vormonat.

Die Tabelle zeigt die Daten für Konjunkturerwartung, Einkommenserwartungen, Anschaffungsneigung und Konsumklima im Vergleich von September und Oktober 2015 und Oktober im Vorjahr 2014.Konjunkturerwartung mit fünftem Rückgang in Folge

Die Konjunktursorgen der Bundesbürger sind im Oktober gewachsen. Der Indikator verliert zum fünften Mal in Folge. Zwar fällt das Minus mit 9,3 Punkten etwas weniger stark aus als im Vormonat (-10,2 Punkte). Die Konjunkturerwartung rutscht aber zum ersten Mal seit Mai 2013 mit -2,9 Zählern unter die Nulllinie, also unter ihren langjährigen Durchschnittswert.

Der kontinuierliche Rückgang der Konjunkturaussichten geht einher mit der Befürchtung vieler Bundesbürger, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten verschlechtern wird. So geben im Oktober etwa 44 Prozent der Befragten an, dass sie davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stark steigen bzw. steigen wird. Noch im Juli lag dieser Anteil nur bei 22 Prozent. Dagegen erwarten nur noch 10 Prozent eine sinkende Arbeitslosigkeit (Juli 2015: 25 Prozent).

Diese zuletzt stark gestiegene Sorge vor mehr Arbeitslosen hat GfK zum Anlass genommen, etwas genauer nach den Gründen zu fragen. Und hier ist der Befund aus Sicht der Befragten eindeutig. 70 Prozent derjenigen, die davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten ansteigen wird, sehen die wesentliche Ursache in der Flüchtlingskrise, also dem anhaltend starken und teilweise unkontrollierten Zustrom von Asylbewerbern. Hinter diesen Zahlen spiegelt sich natürlich auch die große Präsenz des Themas in den Medien wieder. Dabei sind die Unterschiede zwischen West und Ost nicht sehr groß. Im Osten nennen 67 Prozent, im Westen 71 Prozent die Flüchtlingsthematik als Grund für pessimistischere Beschäftigungsaussichten. Dagegen spielen eine sich verschlechternde Wirtschaftslage und Saisoneffekte, wie die Witterung, die vor allem die Außenberufe in den Wintermonaten regelmäßig trifft, mit jeweils 15 Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Vom VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen scheint nach Einschätzung der deutschen Verbraucher aus heutiger Sicht dagegen kaum ein Risiko für den Arbeitsmarkt auszugehen. Nur 8 Prozent sehen dies als Grund für eine erwartete Eintrübung bei der Beschäftigung.

Arbeitsmarktrisiken: Flüchtlingssituation 70%, Wirtschaftslage 15 %, Witterung 15 %, VW Skandal 8 %

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