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Wirtschafts-NewsKonjunktur

Deutsche Wirtschaft wächst 2011 um 2,7 Prozent

Drei Institute aus Düsseldorf, Paris und Wien legen als europäisches "Makro-Konsortium" erstmals ihre gemeinsame Konjunkturprognose und Analyse der Wirtschaftspolitik vor. Gegenüber der IMK-Prognose vom Dezember setzen die Forscher die Erwartung für die deutsche BIP-Entwicklung 2011 um 0,2 Prozentpunkte herauf.

Eine Treppe voll mit Moos überwachsen.

Deutsche Wirtschaft wächst 2011 um 2,7 Prozent
Düsseldorf, 10.04.2011 (hbs) - Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich 2011 fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt um 2,7 Prozent im Jahresdurchschnitt zu. 2012 wird das Wachstum dagegen deutlich gebremst und erreicht nur noch jahresdurchschnittlich 1,7 Prozent. Dämpfend wirken höhere Rohstoffpreise, das Sparpaket der Bundesregierung, höhere Sozialabgaben und insbesondere der forcierte Konsolidierungskurs in vielen Mitgliedstaaten der EU. Die Eurozone steht weiterhin unter großem Druck, weil sich ihre wirtschaftliche Zweiteilung noch verstärkt. Im Durchschnitt wachsen die Länder der Währungsunion in diesem und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent. Doch während Deutschland und die übrigen Euroländer nördlich der Alpen zum Teil deutlich stärker zulegen, schrumpft die Wirtschaft in Griechenland und Irland zunächst weiter, Spanien erlebt in diesem wie im kommenden Jahr eine Stagnation. Dazu tragen die strengen Konsolidierungsprogramme wesentlich bei. Zu diesem Ergebnis kommen das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, das Observatoire Français des Conjonctures Économiques (OFCE) und das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) in ihrer neuen Konjunkturprognose.

Die drei Institute aus Düsseldorf, Paris und Wien legen als europäisches "Makro-Konsortium" erstmals ihre gemeinsame Konjunkturprognose und Analyse der Wirtschaftspolitik vor. Sie wird als IMK Report 61 veröffentlicht. Gegenüber der IMK-Prognose vom Dezember setzen die Forscher die Erwartung für die deutsche BIP-Entwicklung 2011 um 0,2 Prozentpunkte herauf. Für 2012 hatte das IMK noch keine Prognose abgegeben.

Puffer für Schuldenbremse nötig
Angesichts der erheblichen Risiken, zu denen noch die schwer absehbaren Folgen der Atomkatastrophe in Japan kommen, empfehlen die Forscher, fiskalpolitische Vorsorge zu treffen. Nur so lasse sich vermeiden, dass mittelfristig noch zusätzliche konjunkturelle Restriktionen durch die "Schuldenbremse" entstehen. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler wird der Bund in den Jahren 2012 bis 2014 jeweils rund 10 Milliarden Euro weniger Kredite aufnehmen müssen, als nach den neuen Verschuldungsregeln im Grundgesetz erlaubt wären. Diese Beträge sollten auf dem dafür vorgesehenen Kontrollkonto verbucht werden, um in konjunkturell schwächeren Phasen mehr finanzielle Bewegungsfreiheit zu erhalten. "Der Spielraum, der sich jetzt auftut, darf nicht für konjunkturell wenig effektive Steuersenkungen verschwendet werden; er sollte als Sicherheitsabstand im Rahmen der Schuldenbremse genutzt werden", sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. "Die Politik muss darauf vorbereitet sein, dass es im Übergangzeitraum bis 2016 zu einem erneuten Konjunktureinbruch kommen kann. Wenn es keine Puffer gibt, wird die rigide Schuldenbremse eine effektive Stabilisierungspolitik unmöglich machen."

Simulationsrechnungen: Niedrigzinsstrategie stärkt Wachstum
Auf mittlere Sicht können EZB und europäische Regierungen das Wachstum in der Eurozone durch geld- und fiskalpolitische Entscheidungen deutlich bremsen oder stimulieren, zeigen die Forscher. In ihrer Prognose bis 2015 haben sie dazu mit Hilfe des mittelfristigen Weltmodells von Oxford Economics verschiedene Szenarien durchgerechnet. Die Basisvariante, nach Einschätzung der Institute aus heutiger Sicht am wahrscheinlichsten, wenn auch eher optimistisch, prognostiziert zwischen 2011 und 2015 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 1,8 Prozent im Euroraum und von 2,1 Prozent in Deutschland. Würden die Euroländer hingegen einen verschärften Sparkurs auflegen, beispielsweise als Folge von Einnahmeverlusten nach einer Abschwächung der Konjunktur, und ihre Staatsausgaben für Konsum und Investitionen um einen Prozentpunkt senken, verlören die Volkswirtschaften der Eurozone bis 2015 kumuliert 3,3 Prozentpunkte Wachstum, in Deutschland betrüge der Wachstumsverlust drei Prozentpunkte.
Sehr positiv würde sich hingegen eine kontrollierte Niedrigzinsstrategie auswirken. Wenn die EZB bis 2015 den Leitzins bei 1,5 Prozent beließe und der durchschnittliche Zinssatz für Staatsanleihen von Euro-Staaten durch die Ausgabe von Eurobonds bei drei Prozent gehalten werden könnte, fiele das Wachstum in der Eurozone kumuliert um 5 und in Deutschland um 3,5 Prozentpunkte höher aus als im Basisszenario. Die Kombination von niedrigeren Anleihezinsen und höherem Wachstum würde es den Krisenstaaten erleichtern, ihr Schuldenproblem in den Griff zu bekommen. Dadurch würden Umschuldungen weniger wahrscheinlich, die den Krisenstaaten deutlich steigende Zinsen bringen und das Bankensystem in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien schwer erschüttern könnten.   
     
Kritik an "Pakt für den Euro"
"Die Krise der Eurozone stellt nach Analyse der drei Institute weiterhin das größte Risiko für die wirtschaftliche Erholung in Europa dar", sagt IMK-Direktor Horn. "Und wir könnten dieses Risiko durch die richtige Wirtschaftspolitik positiv beeinflussen - anders als die Entwicklung des Ölpreises oder die Ereignisse in Japan. Leider geht der `Pakt für den Euro´ zum Teil in die falsche Richtung. Wir haben jetzt zwar einen dauerhaften Krisenmechanismus, der auch über 2013 hinaus Staatspleiten im Euroraum sehr unwahrscheinlich macht. Ebenso wichtig wäre es nun, Maßnahmen zu treffen, die verhindern, dass Mitgliedsländer des Euroraums überhaupt in die Nähe eines Bankrotts geraten. Aber der wirtschaftspolitische Kurs, den die EU-Kommission und die meisten Mitgliedstaaten verfolgen wollen, kann nicht zum Ziel führen. Ein Politik-Mix, der Krisenstaaten undifferenzierte Sparprogramme und eine Kopie der einseitigen deutschen Exportorientierung verordnet, wird die Euroländer nicht stärken, sondern schwächen. Getrieben von dem Wunsch, um jeden Preis Entschlossenheit zu zeigen, hat die Politik untaugliche Mittel gewählt", so Horn.

Notwendig sei ein Europäischer Währungsfonds, der präventiv verhindert, dass die Leistungsbilanzen der Euroländer wie in den vergangenen Jahren auseinander laufen, und damit auch begrenzend auf die Staatsverschuldung wirkt. Das könne nur gelingen, wenn sich auch Länder wie Deutschland, die Niederlande oder Österreich, die chronische Leistungsbilanzüberschüsse aufweisen, an einer Überwindung der Ungleichgewichte beteiligen, indem sie ihre Binnennachfrage stärken.  

Weitere zentrale Daten der Prognose für Deutschland:

Prognosedaten Deutschland: Arbeitsmarkt
Die Entwicklung bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit ist weiter positiv, schwächt sich aber 2012 im Gefolge der Konjunktur ab. Die Erwerbstätigkeit im Inland nimmt 2011 um durchschnittlich 380.000 Personen zu, 2011 um weitere 220.000. Die Arbeitslosenzahl wird 2011 unter drei Millionen sinken - im Jahresdurchschnitt sind 2,94 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent. 2012 sinkt die Arbeitslosigkeit erneut auf dann 2,76 Millionen im Jahresdurchschnitt (Quote: 6,5 Prozent).

Außenhandel
Die starke Nachfrage aus den großen Schwellenländern sorgt dafür, dass sich der deutsche Export auch 2011 und 2012 positiv entwickelt. Allerdings werden wegen der schleppenden Erholung in den USA und der relativ schwachen Entwicklung in Europa die Steigerungsraten aus dem Vorjahr nicht mehr erreicht. 2011 wachsen die deutschen Ausfuhren im Jahresdurchschnitt um 10,2 Prozent, wobei jedoch auch ein statistischer Überhangeffekt eine Rolle spielt. 2012 steigen die Exporte um durchschnittlich 6,5 Prozent.

Investitionen
Auch bei den Investitionen setzt sich der Boom aus dem Jahr 2010 nicht fort. In diesem Jahr legen die Ausrüstungsinvestitionen noch einmal  kräftig zu. Bei weiterhin guter Gewinnsituation der Unternehmen werden sie um 8,7 Prozent expandieren. 2012 halbiert sich die Wachstumsrate allerdings auf 4,4 Prozent.

Konsum
Der private Konsum belebt sich 2011 und 2012, weil die Effektivverdienste etwas stärker steigen als in den Vorjahren und die Beschäftigung zunimmt. Allerdings ist der Zuwachs moderat. In diesem Jahr nehmen die privaten Konsumausgaben um 1,1 Prozent zu, im kommenden Jahr um 0,9 Prozent.

Inflation und öffentliche Defizite
Die starken Preisausschläge bei (Energie-)Rohstoffen und Lebensmitteln führen dazu, dass die Preissteigerung in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2011 mit 2,0 Prozent geringfügig über dem Inflationsziel der EZB liegt. Für 2012 rechnen die Institute mit einer Beruhigung. Mit 1,5 Prozent wird die Inflationsrate das EZB-Ziel wieder unterschreiten. Die deutschen Staatsfinanzen entwickeln sich infolge geringerer Arbeitslosigkeit und höherer Steuereinnahmen relativ positiv. Das Staatsdefizit sinkt 2011 auf 2,0 Prozent und 2012 auf 1,2 Prozent.

Prognosedaten Europa: BIP
Für die EU-27 prognostizieren die Institute für 2011 ein Wachstum von 1,7 Prozent im Jahresdurchschnitt, das sich 2012 geringfügig auf 1,8 Prozent beschleunigt. Die französische Wirtschaft wird 2011 um 1,4 und 2012 um 1,7 Prozent wachsen. Für Großbritannien rechnen die Forscher in diesem Jahr mit einem Wachstum von 1,4 Prozent und 2012 von 1,5 Prozent. Das Wachstum in Italien fällt mit jeweils 1,0 Prozent schwach aus. In Spanien wird die Wirtschaftsentwicklung mit plus 0,3 und plus 0,8 Prozent in diesem und im folgenden Jahr nahezu stagnieren. Die griechische Wirtschaft schrumpft 2011 und 2012 um -3,8 bzw. -0,5 Prozent. Auch in Irland und Portugal geht das BIP in diesem Jahr zurück (Irland: -2,8 Prozent, Portugal: -0,7 Prozent). Im kommenden Jahr erleben beide Staaten mit 0,5 Prozent Wachstum eine stagnative Entwicklung (Daten zur Entwicklung von Arbeitslosigkeit, Preisen und Budgetsalden in Europa in den Tabellen 5 bis 7 auf S. 8 ff im IMK Report).

Download IMK Report [PDF, 40 Seiten, 800 KB]
Der Euroraum im Umbruch. Erste gemeinsame Diagnose des Makro-Konsortiums

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