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Deutsche Wirtschaft wächst 2012 um 0,7 und 2013 um 0,8 Prozent

Der strikte Sparkurs und die Rezession bei vielen Handelspartnern im Euroraum schädigen die Konjunktur in Deutschland stark. Der private Konsum und der Export nach Osteuropa, Asien und Amerika sind aber kräftig genug, um die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr leicht wachsen zu lassen.

Der Ausschnitt einer Wendeltreppe.

Deutsche Wirtschaft wächst 2012 um 0,7 und 2013 um 0,8 Prozent
Düsseldorf, 07.01.2013 (hbs) - Der strikte Sparkurs und die Rezession bei vielen Handelspartnern im Euroraum schädigen die Konjunktur in Deutschland stark. Der private Konsum und der Export nach Osteuropa, Asien und Amerika sind aber kräftig genug, um die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr leicht wachsen zu lassen. 2012 nimmt das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 Prozent zu, 2013 wird es um 0,8 Prozent zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung in seiner neuen Konjunkturprognose. Sie wird heute als IMK Report 78 veröffentlicht und auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

"Die Konjunktur in Deutschland befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen dem Sog nach unten aus den Krisenländern und einem stabilen weltwirtschaftlichen Umfeld", schreiben die Wissenschaftler. Der Euroraum findet bis Ende 2013 nicht aus der Rezession. Das BIP der Euroländer wird nach der IMK-Prognose 2012 um durchschnittlich 0,4 und 2013 um 0,5 Prozent zurückgehen. "Ein Riss geht durch den Euroraum", konstatiert das IMK. "Auf der einen Seite eine steigende Anzahl von EU-Ländern, die durch die Krise in eine Rezession oder gar in eine tiefe Depression geraten sind. Auf der anderen Seite einzelne Volkswirtschaften wie Deutschland, denen es bislang gelungen ist, sich der Krise halbwegs zu entziehen."

Für Deutschland setzt das IMK daher gegenüber seiner Prognose vom Oktober die Vorhersage für die BIP-Entwicklung im Jahr 2012 geringfügig um 0,1 Prozentpunkte und für 2013 um 0,4 Prozentpunkte herauf. Das begründen die Forscher vor allem mit besseren Perspektiven für die deutsche Exportwirtschaft. Sie profitiere insbesondere vom als Folge der Rezession in der Währungsunion relativ niedrigen Eurokurs und von besseren wirtschaftlichen Perspektiven nach der Präsidentenwahl in den USA. Das IMK hält es nunmehr für wahrscheinlich, dass Demokraten und Republikaner in Washington mit einem Haushaltskompromiss doch noch einen wirtschaftlichen Absturz über das "fiscal cliff" und eine durch staatliche Austerität verursachte Rezession in den Vereinigten Staaten verhindern. Zudem rechnet das IMK damit, dass der kontraproduktive Austeritätskurs in den Euro-Krisenstaaten nicht weiter verschärft wird und die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, gegebenenfalls auf dem Sekundärmarkt für Staatsanleihen zu intervenieren, weiterhin positiv wirkt.

"Wir gehen in unserer Prognose also davon aus, dass sich die ökonomische Lage weder in den USA noch in Europa im kommenden Jahr deutlich verschlechtert", sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK. "Wir halten diese Annahme für tragfähig, sie ist allerdings auch recht optimistisch. Die Situation bleibt fragil, die Unternehmen sind skeptisch. Das sieht man sehr deutlich an der ausgeprägten Investitionsschwäche." In einem Risikoszenario hat das Institut daher auch durchgerechnet, was passieren würde, wenn in den USA die bislang noch drohende Kombination aus Steuererhöhungen und massiven Budgetkürzungen wirklich in Kraft gesetzt würde und sich die Krise im Euroraum wieder zuspitzt. Für diesen Fall kalkulieren die Forscher mit einem Einbruch des deutschen Außenhandels und einem Rückgang des deutschen BIP um 0,7 Prozent im kommenden Jahr.

Konjunkturindikator bestätigt leichte Besserung
Dass sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft aber tatsächlich etwas aufhellen, bestätigen auch die neuen Werte des IMK-Konjunkturindikators, die ebenfalls heute veröffentlicht werden: Das Risiko, dass die deutsche Industrieproduktion in eine Rezession rutscht, ist gesunken - zum ersten Mal seit Monaten. Auf Basis der neuesten Daten von Anfang Dezember weist der Indikator für den laufenden Monat eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 43,1 Prozent aus. Im November hatte der Indikator für Dezember noch eine Rezessionsgefahr von 57,1 Prozent angezeigt. Die Rezessionsprognose für den Januar ist noch stärker gesunken - von 58,6 auf 36,2 Prozent. Für den Februar signalisiert der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von knapp 18 Prozent. Die günstigeren Indikatorwerte beruhen vor allem darauf, dass die Auftragseingänge aus Ländern außerhalb des Euroraums zuletzt gestiegen sind. Sie sollten zwar "noch nicht als Entwarnung für die Konjunktur in Deutschland interpretiert werden", so das IMK, "aber sie können als ein erster Hoffnungsschimmer gelten".

Doch auch wenn das deutsche BIP wie prognostiziert etwas wächst: Die insgesamt schwache wirtschaftliche Entwicklung setzt 2013 dem Rückgang der Arbeitslosigkeit ein Ende, ohne dass es zu einem drastischen Anstieg kommt.

Kerndaten der Prognose:

Arbeitsmarkt
Die Entwicklung bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit trübt sich ein. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland nimmt 2012 noch um durchschnittlich etwa 400.000 Personen zu. 2013 wird sie nur noch schwach steigen - um 56.000 Personen im Jahresmittel. Zudem wird der positive Wert für 2013 wesentlich von statistischen Überhängen aus diesem Jahr verursacht. Ungünstiger entwickelt sich die Zahl der Arbeitslosen. In diesem Jahr sinkt sie um 80.000 Personen auf rund 2,9 Millionen im Jahresdurchschnitt. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent. 2013 geht dieser kleine Fortschritt wieder verloren: Die Arbeitslosigkeit steigt im Jahresmittel um 95.000 auf 2,99 Millionen (Quote: 7,0 Prozent).

Außenhandel
2012 legt der deutsche Export kräftig zu, bei einer regional sehr unterschiedlichen Entwicklung. Während die Lieferungen in den Euroraum deutlich sinken, ist die Nachfrage aus Asien, Russland und den USA rege. Im Jahresdurchschnitt nehmen die Ausfuhren um 4,3 Prozent zu. 2013 verlangsamt sich der Zuwachs auf jahresdurchschnittlich 3,5 Prozent. Die Importe wachsen 2012 im Jahresmittel um 2,6 Prozent, 2013 um 3,6 Prozent.

Investitionen
Angesichts der konjunkturellen Schwäche verzichten viele Unternehmen auf Ausrüstungsinvestitionen: 2012 sinken diese drastisch um durchschnittlich -5,1 Prozent. 2013 belebt sich die Investitionstätigkeit geringfügig, bleibt aber mit -2 Prozent im negativen Bereich.

Einkommen und Konsum
Höhere Lohnabschlüsse und eine sinkende Inflation lassen für 2012 und 2013 leichte Reallohnsteigerungen erwarten. Die Gewinn- und Vermögenseinkommen expandieren verhalten. Die realen privaten Konsumausgaben sind die tragende Säule der Binnennachfrage. Sie nehmen 2012 um 0,6 Prozent zu. 2013 werden sie um 0,7 Prozent wachsen.

Inflation und öffentliche Defizite
Das IMK rechnet mit einer Beruhigung bei der Preisentwicklung. Nach 2,1 Prozent in diesem Jahr wird die Inflationsrate 2013 bei 1,7 Prozent liegen, und damit unter dem Inflationsziel der EZB. Die deutschen Staatsfinanzen entwickeln sich infolge höherer Steuereinnahmen und geringerer Aufwendungen für Zinsen in diesem Jahr positiv. Das Staatsdefizit sinkt auf 0,1 Prozent des BIP. 2013 werden die öffentlichen Haushalte ausgeglichen sein.

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