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Unternehmen verspielen Chancen in Mittelamerika

Eine Studie der Universität Witten/Herdecke zeigt Möglichkeiten auf, wie deutsche Unternehmen auf dem Zukunftsmarkt Mittelamerika Fuß fassen können und kritisiert die einseitige Fixierung auf Asien und Osteuropa.

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Unternehmen verspielen Chancen in Mittelamerika
Witten/Herdecke, 20.07.2005 (idw) - Für viele deutsche Unternehmen ist Mittelamerika, trotz seiner einzigartigen geostrategischen Lage, noch immer ein weißer Fleck auf der weltweiten Standorte-Landkarte. Das war nicht immer so. Neben den USA hat insbesondere Deutschland in der Vergangenheit starken Einfluss auf den mittelamerikanischen Raum ausgeübt. Im Zuge des Kaffeeanbaus im Hochland Guatemalas schufen beispielsweise deutsche Unternehmer die erste funktionierende Infrastruktur des Landes. Als Folge dieser Aktivitäten existieren noch heute zahlreiche deutschstämmige Unternehmen in Mittelamerika, die in den unterschiedlichsten Branchen angesiedelt sind. Obwohl diese teilweise seit Jahrzehnten aktiven deutschen Unternehmerfamilien über reichhaltige Erfahrungsschätze verfügen, die man sich zu nutze machen könnte, blieben Investitionen in den vergangenen Jahren weitestgehend aus.

»Derzeit richtet sich der Blick vieler deutscher Unternehmen ganz einseitig nur nach Osten«, beklagt der Wirtschaftswissenschaftler Nils Dreyer, der eine aktuelle Studie zu den wirtschaftspolitischen Perspektiven und unternehmerischen Potentialen in den Länder Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama erarbeitet hat. Ursachen für diese einseitige Orientierung sieht Dreyer nicht nur im Effizienzstreben der Chefetagen, sondern neuerdings auch in einer einseitigen Fixierung der Medien und Literatur. Dreyer fordert deutsche Unternehmen auf, ihre Aufmerksamkeit auch wieder in die andere Richtung zu lenken. »Es wäre fatal, wenn sich unternehmerische Blicke lediglich nach Asien und Osteuropa richten würden. Chancen liegen auch in anderen Himmelsrichtungen.« Seine Studie verdeutlicht dies anhand von konkreten Praxisbeispielen. Vom bayrischen Automobilzulieferer in Honduras über einen Hannoveraner Webdesigner in El Salvador bis zum Kölner Spediteur in Panama sind zahlreiche Branchen vertreten.

Neben den wichtigsten Kennzahlen ist die Studie prall gefüllt mit Kontaktdaten von vor Ort aktiven Unternehmern, die für die ersten Schritte in die »vergessene Welt« Mittelamerika kostenlos ihre Hilfe anbieten.

Grundlage der Studie bilden mehr als 70 Interviews, welche im Rahmen eines siebenmonatigen Forschungsaufenthalts in Zentralamerika mit deutschen Unternehmen, Handelskammern und Botschaften geführt wurden. Dreyer sieht den Mehrwert seiner Arbeit darin, dass sie den Erfahrungsschatz von Unternehmen vor Ort kondensiere und damit deutschen Unternehmern die Investitionsentscheidung erleichtere.

Kontakt
Nils Dreyer
Tel.: 0160/757-6843 oder 02302/932201
E-Mail: Nils.Dreyer@uni-wh.de

Downloa der Studie [pdf, 1 MB]
Chancen Deutscher Unternehmer im zentralamerikanischen WirtschaftsraumMittelamerika

Im Forum zu Mittelamerika

1 Kommentare

offene Volkswirtschaft (Kreditmarkt, Nettokapitalabfluss, Devisenmarkt)

oliverhh

Hi, Ich habe Ansatzschwierigkeiten, welche Kurven sich in den folgenden Fällen verschieben: 1. Anhaltende Budgetdefizit im Ausland, Realzinsen im Ausland steigen, Reaktion im Inland: Mein Ansatz: ...

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Welche Ausgestaltung der Mehrwertsteuer benachteiligt Geringverdiener nicht?

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WiWi Gast schrieb am 28.05.2018: Klar tue ich das ich verstehe nur nicht was daran nicht fair ist. - i) das wäre aber wettbewerbsverzerrend unter den Branchen - ii) siehe meine punkte ...

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Fachlich gehört das Buch auch oft in das erste, oder zweite Semester eines Politikstudenten... Nach Weber gibt es schon neben dem Berufspolitiker, den nebenberuflich ehrenamtlich engagierten Politiker ...

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Alles klar! Vielen Dank für die Antworten, damit wäre die Frage geklärt.

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push pls

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Wo habt ihr denn alle BWL studiert, dass ihr so viel auswendig lernen musstet? Kenne das von meiner Uni gar nicht so.

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