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ifo Konjunkturprognose 2008: Konjunktur verliert an Fahrt

Die Weltwirtschaft hat in diesem Jahr mit 5,2% erneut sehr kräftig expandiert. Allerdings sind die Risiken für die Konjunktur im Gefolge der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten inzwischen merklich gestiegen.

Ein großer Felsen im Meer mit Sternenhimmel.

ifo Konjunkturprognose 2008: Konjunktur verliert an Fahrt
München, 18.12.2007 (ifo) - Die Weltwirtschaft hat in diesem Jahr mit 5,2 % erneut sehr kräftig expandiert. Allerdings sind die Risiken für die Konjunktur im Gefolge der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten inzwischen merklich gestiegen. So hat sich das vom ifo Institut erhobene Weltwirtschaftsklima im vierten Quartal 2007 deutlich verschlechtert. Sowohl die Einschätzungen der derzeitigen wirtschaftlichen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate wurden nach unten revidiert. Die Verschlechterung des ifo Wirtschaftsklimas betrifft alle drei großen Weltregionen, also Westeuropa, Nordamerika und Asien. Dabei ist der stärkste Rückgang des Klimaindikators in Nordamerika, und dort in erster Linie in den USA zu verzeichnen. Diese Datenkonstellation deutet daraufhin, dass sich das Tempo der Weltkonjunktur merklich verlangsamen wird.

Auslöser für die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten waren massive Zahlungsausfälle im Subprime-Bereich auf dem US-amerikanischen Hypothekenkreditmarkt, die im Zusammenhang mit der dortigen Immobilienkrise zugenommen haben. Da sich durch die zunehmende Verbriefung der Hypothekenkredite der internationale Handel mit Kreditrisiken in den vergangenen Jahren rasant ausgedehnt hatte, übertrugen sich diese Zahlungsausfälle weltweit auf die Finanzinstitutionen, die daraufhin hohe Abschreibungen vornahmen und damit teilweise erhebliche Rückgänge ihrer Gewinne hinnehmen mussten. Die Federal Reserve hat ihren geldpolitischen Kurs mit dem Einsetzen der Turbulenzen zunehmend expansiv ausgerichtet. Sie hat den Leitzins - gemessen an der Zielrate der Federal Funds - seit September inzwischen um 100 Basispunkte auf 4,25 % gesenkt. Die EZB, die ihren Leitzins zuletzt im Juni auf 4,0 % angehoben hatte, verzichtete im September auf einen weiteren Zinsschritt, obwohl dieser von den Märkten erwartet worden war. Zudem versorgte sie die Banken mit zusätzlicher Liquidität in Form von Schnelltendern. Auch die Bank of Japan hat ihren geldpolitischen Zins seit der Erhöhung im Februar auf 0,5 % unverändert belassen.

In den Vereinigten Staaten ist eine weitere Verringerung der Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts zu erwarten. Der Konsum dürfte infolge der nachlassenden Immobilienpreise sowie einer höheren Zinsbelastung nur noch verhalten expandieren. Die Investitionen werden sich erst allmählich im weiteren Verlauf des kommenden Jahres und im Jahr 2009 erholen. Besonders stark dämpfend wirken die Wohnungsbauinvestitionen, die sich im freien Fall befinden. Die wirtschaftliche Entwicklung in Japan wird weiterhin solide bleiben. Im Euroraum wird sich der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts verlangsamen. Zum einen dürfte der Konsum bei einer höheren Inflation nur verhalten steigen; zum anderen dürften die Investitionen schwächer expandieren, insbesondere weil der Höhepunkt des Investitionszyklus bereits überschritten zu sein scheint. In den Schwellenländern wird sich die wirtschaftliche Entwicklung im Prognosezeitraum etwas abkühlen. In China dürfte der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwar schwungvoll bleiben, er wird sich jedoch, nicht zuletzt aufgrund einer nachlassenden Exportdynamik, etwas abflachen. Auch in den übrigen Ländern Ostasiens, ebenso wie in Indien und Lateinamerika, ist damit zu rechnen, dass die Konjunktur an Dynamik verliert.

Die deutsche Konjunktur ist zum Jahresende 2007 weiter aufwärts gerichtet, wenn auch mit nachlassender Kraft. Die Dynamik hatte im vergangenen Winter einen Höhepunkt erreicht und lässt inzwischen wieder deutlich nach. Wie das ifo Institut im Dezember 2006 zutreffend erwartet hatte, hat sich der seit 2005 laufende Aufschwung trotz der massiven Erhöhung der Mehrwertsteuer fortgesetzt. Die Auftriebskräfte aus dem In- und Ausland waren kräftig genug, um die restriktiven Wirkungen der Finanzpolitik zu verkraften. Konjunkturmotor war weiterhin die Auslandsnachfrage, die trotz der massiven Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar aufgrund der dynamischen Weltkonjunktur kräftig blieb. Im Jahresdurchschnitt 2007 expandierte das reale Bruttoinlandsprodukt um 2,5 %, nach 2,9 % im Vorjahr. Allerdings gab es in diesem Jahr erneut eine etwas geringere Zahl von Arbeitstagen als 2006. Nach Ausschaltung dieser Kalenderschwankung ist die Zuwachsrate der Produktion auf 2,6 % zu veranschlagen, was knapp unter dem Durchschnitt der alten EU-Länder liegt.

Der Exportanstieg war 2007 mit 8 % nicht mehr ganz so hoch wie im Jahr 2006 (+12,5 %). Der Wachstumsbeitrag des Außenbeitrags dürfte im Jahresdurchschnitt 2007 mit reichlich 1 Prozentpunkt aber ähnlich groß wie 2006 gewesen sein. Auch die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wurden im laufenden Jahr weiter zügig ausgeweitet, hier ist mit Zuwachsraten von 2,3 % bzw. 7,8 % zu rechnen. Der private Konsum, mit einem Anteil von 57 % am nominalen BIP die gewichtigste Verwendungskomponente, dürfte im laufenden Jahr allerdings gesunken sein (-0,2 %). Zyklisch wäre bei diesem Aggregat 2007 bei zunehmender Beschäftigung und höheren Nominallöhnen durchaus ein kräftiger Anstieg angelegt gewesen. Doch die massive Anhebung der Mehrwertsteuer, die Verteuerung von wichtigen Grundnahrungsmitteln und zuletzt der neuerliche Höhenflug der Rohölpreise schmälerten in erheblichem Umfang die Kaufkraft und damit die Konsummöglichkeiten. Die Bereitschaft der Verbraucher, größere Anschaffungen zu tätigen, ist nach der Mehrwertsteueranhebung massiv eingebrochen; in der zweiten Jahreshälfte hat sie sich bei anziehenden Inflationsraten nochmals deutlich reduziert. Die Sparquote ist im Jahresdurchschnitt 2007 höher als ein Jahr zuvor. Dieser Aufschwung fand ohne den privaten Konsum statt.

Im kommenden Jahr dürfte sich das Expansionstempo der gesamtwirtschaftlichen Produktion zunächst noch weiter abschwächen, weil die Investitionstätigkeit aufgrund des Vorziehens von Projekten auf das Jahr 2007 zunächst gedrückt wird. Die bislang wichtigste Stütze der Binnennachfrage wird dadurch erheblich geschwächt. Danach wird aber eine Rückkehr zum Potentialwachstum erwartet, weil die wachsende Beschäftigung und der damit einhergehende Zuwachs an Kaufkraft bei den privaten Haushalten den Konsum stimulieren wird. Das ifo Institut erwartet einen Konsumanstieg von 1,5 %, der u.a. wegen der leicht anziehenden Inflation etwas geringer als im Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute veranschlagt wird. Alles in allem wird das reale Bruttoinlandsprodukt um 1,8% expandieren. Aufgrund der größeren Zahl von Arbeitstagen beläuft sich der Zuwachs kalenderbereinigt allerdings nur auf 1,5 %. Die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - wird im Jahresdurchschnitt 2008 auf 2,3 % steigen, nachdem sie im Jahr 2007 bei 2,1 % lag. Die Erwerbstätigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt um 290 000 auf rund 40 Mill. ansteigen. Die Arbeitslosenquote wird dann 8,0 % betragen. Das staatliche Budget wird voraussichtlich ein leichtes Defizit aufweisen, weil sich die staatliche Einnahmensituation nicht weiter verbessert. Im Jahr 2009 dürfte der gesamtwirtschaftliche Auslastungsgrad stagnieren. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird dann nach einer ersten Schätzung um 1,5 % zunehmen, kalenderbereinigt um 1,6 %.

Die vorgelegte Prognose ist mit sehr hohen Risiken behaftet. Ihr liegt die Annahme zugrunde, dass der Preis für Rohöl der Sorte Brent bei etwa 90 US-Dollar je Barrel liegen wird und dass der Wechselkurs des Euro um die 1,45 US-Dollar schwankt. Beide Größen können nur angenommen werden und lassen sich wegen ihres spekulativen Charakters prinzipiell nicht prognostizieren. Für die wirtschaftliche Expansion in den Vereinigten Staaten liegt das größte Risiko in einer weiteren Verschärfung der Immobilienkrise, was zu einem weiteren Einbruch der Hauspreise führen könnte. Dies dürfte den Konsum der privaten Haushalte erheblich dämpfen, weil zum einen der negative Vermögenseffekt deutlich kräftiger ausfallen und zum anderen die Zinsbelastung empfindlich steigen würde. Zudem dürften auch die Investitionen negativ betroffen sein, da die Erträge der Unternehmen gedrosselt werden und die Finanzierungsbedingungen sich nachhaltig verschärfen würden. Dies hätte auch negative Auswirkungen für den Arbeitsmarkt, mit der Folge, dass die Zunahme der Beschäftigung bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit verhaltener ausfallen würde. Sollte die Geldpolitik in diesem Risikoszenario mit einem expansiven Kurs reagieren, bestünde zusätzlich die Gefahr, dass der US-Dollar infolge von massiveren Zinssenkungen stärker abwertet. Infolgedessen könnten sich die konjunkturellen Perspektiven auch in anderen Regionen, wie z.B. im Euroraum, erheblich eintrüben.    

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