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Jura oder Informatik

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Was lohnt sich aktuell und auf die nächsten Jahre gesehen mehr? Schwanke grade zwischen den beiden Studiengängen.

  • Wie seht ihr die Jobaussichten der Studiengänge in den nächsten Jahren und wie unterscheiden sind die Studiengänge vom Anspruch her?
  • Etwa ähnlich oder ist ein Studiengang merkbar anspruchsvoller als der andere?

Erfahrungsberichte wären auch nicht schlecht :)
Jura wäre in Bayreuth und Informatik am KIT.

Wäre dankbar für Antworten

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Wer sich zwischen Jura und Informatik aufgrund von Zukunftsaussichten und Anspruch entscheiden will, der kann beides gleich vergessen.

Für beide Fächer muss man das notwendige Interesse mitbringen, um das durchzustehen.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Die Anforderungen sind derart unterschiedlich. Da musst du doch eine Präferenz haben. Geh halt mal zur Uni und schau dir die Leute beide an, dann wird dir dein Gefühl schon sagen mit welchen Kollegen du dich in Studium und Job wohler fühlen wirst.

Informatik ist ansonsten gefragt wie nie und das wird weiter so bleiben.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Eine langfristige Prognose dürfte auf Grund der aktuellen ungewissen Lage völlig unmöglich sein.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 19.03.2020:

Eine langfristige Prognose dürfte auf Grund der aktuellen ungewissen Lage völlig unmöglich sein.

Mach Bachelor in Informatik und komplettes Jurastudium - hervorragende fachliche Kombination und bist sehr flexibel.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 19.03.2020:

Eine langfristige Prognose dürfte auf Grund der aktuellen ungewissen Lage völlig unmöglich sein.

Mach Bachelor in Informatik und komplettes Jurastudium - hervorragende fachliche Kombination und bist sehr flexibel.

Wofür soll diese Kombination denn gut sein? Das ist doch nichts halbes und nichts ganzes.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

KIT >>> Jura bude

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Ich würde von beidem abraten und BWL empfehlen

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 19.03.2020:

Eine langfristige Prognose dürfte auf Grund der aktuellen ungewissen Lage völlig unmöglich sein.

Mach Bachelor in Informatik und komplettes Jurastudium - hervorragende fachliche Kombination und bist sehr flexibel.

Wofür soll diese Kombination denn gut sein? Das ist doch nichts halbes und nichts ganzes.

Natürlich wäre das etwas "ganzes", ist ja ein komplettes Jurastudium. Trotzdem ist die Idee schwachsinning, wenn du nach 7 Jahren Jura denkst "ich habe noch keinen Bock zu arbeiten" mach einen llm oder promoviere, aber als Volljurist zusätzlich Informatik zu studieren (oder andersrum als M.SC. Informatiker nochmal einen llb oder sowas) ist Quatsch.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Volljura plus Bachelor ist kein Quatsch, da man viele Rechtsgebiete hat, bei denen IT-Kenntnisse wünschenswert sind (Datenschutzgesetze, gewerbl. Rechtsschutz, IT-Konzernrechtsabteilung). Man kann dann als Freiberufler seine 400 Euro abrechnen und landet dann bei 180k - 400k als Einzelkämpfer - je nach Auslastung. Das ist dann ein Profil für Freiberuflichkeit und Boutiquen im IT, IP und Datenschutzsektor. Mit Dr. plus Prädikat hat man es eventuell in einer grossen Kanzlei etwas einfacher und kann dann 7stelllig verdienen, allerdings ist das eher unwahrscheinlich.
Umgekehrt bringt das weniger.
Man verdient damit aber nicht siebenstellig. Diese Denke, 6 Wochen da Praktikum, Note 1,8 statt 2,0 plus 7 Wochen Praktikum da ist BWLer-Denke - damit landet man eventuell mit einer geringen Wahrscheinlichkeit in der Finanzbranche und verdient 7stellig oder mit hoher Wahrscheinlichkeit bei 80k im Jahr.
Volljura (Note egal) plus Bachelor Informatik: 200 bis 400k in Boutiguen,
Volljurist (gute Noten) plus Bachelor Informatik: GK-Karriere möglich
Nur Info: Konzern, eventuell SAP-Berater (letzteres kann auch gut bezahlt sein):
80k pro Jahr sind mit beiden Studiengängen natürlich drin.

WiWi Gast schrieb am 19.03.2020:

Eine langfristige Prognose dürfte auf Grund der aktuellen ungewissen Lage völlig unmöglich sein.

Mach Bachelor in Informatik und komplettes Jurastudium - hervorragende fachliche Kombination und bist sehr flexibel.

Wofür soll diese Kombination denn gut sein? Das ist doch nichts halbes und nichts ganzes.

Natürlich wäre das etwas "ganzes", ist ja ein komplettes Jurastudium. Trotzdem ist die Idee schwachsinning, wenn du nach 7 Jahren Jura denkst "ich habe noch keinen Bock zu arbeiten" mach einen llm oder promoviere, aber als Volljurist zusätzlich Informatik zu studieren (oder andersrum als M.SC. Informatiker nochmal einen llb oder sowas) ist Quatsch.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Jura

Weil wer nur nach der Berufsaussicht geht sollte bestimmt nicht Informatik studieren.

Ich setze darauf, dass du nicht eine Programmiersprache kannst?

Ich kenne einige die Informatik im Blut hatten und es Ihnen doch noch schwer fiel wirklich gute Noten zu schreiben

Als Jurist in öffentlichen Dienst wieso nicht

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Alleine deine Schreibweise von "Boutique" sagt mir alles, was ich über dich wissen muss, Troll.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Info mann. Digitalisierung. KI. Das ist die Zukunft. Jura ist überlaufen. Einfach die Anzahl der Rechtsanwälte googeln

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 19.03.2020:

Info mann. Digitalisierung. KI. Das ist die Zukunft. Jura ist überlaufen. Einfach die Anzahl der Rechtsanwälte googeln

Immer schön den Trend mitgehen. Die kleinen Lemminge... irgendwann kommt die Klippe.

Rückblickend betrachtet finde ich es teilweise echt anstrengend mit manchen U28 jährigen/jährige zu sprechen.

Wie kann man eines der härtesten Fächer als allg. Rat mitgeben es zu studieren?

Das fängt schon am Threadersteller an. Mir fällt nicht eine Korrelation ein die ein Studium der Rechtswissenschaften und der Informatik gleich haben. Vielleicht Logik noch aber das ist wie ich will irgendwas mit Sport machen.

Informatik und dann gerade IT nur aus dem Trendgedanken zu studieren, entweder Langzeitstudent oder Exmatrikulation. Würde ich drauf wetten.

Dann mach wenigstens Wirtschaftsinformatik damit da wenigstens etwas bei rum kommt.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Hey,

ich stand damals auch vor der Entscheidung und habe mich für Jura entschieden, bereue die Entscheidung allerdings sehr, da mich Jura nur noch langweilt. Bin gerade kurz vor Abschluss meines zweiten Examens, also knapp 30 Jahre alt.

Hab auf'm Gymnasium und in meiner Freizeit viel gezockt, mich mit Hardware beschäftigt und bisschen die Programmierung gelernt. Zwei Schul-Praktika in IT-Häusern haben mich aber vom Programmierer-Beruf abgeschreckt, war damals aber auch sehr anders in einer Kleinstadt, als es heutzutage bei Google, Startups etc. abgeht. Auch hatte ich in der Verwandtschaft nur Juristen und keine Informatiker.

Hab dann tatsächlich in Bayreuth angefangen Jura zu studieren wegen der Wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzausbildung (WiWiZ). Die Uni war top für den Studienstart, kleine Gruppen und schon früh Kontakt zu den Professoren. Es war ziemlich familiär, nur die Stadt selber ist nach ein paar Jahren ausgelutscht, bin dann irgendwann gewechselt.

Ich würde nicht noch einmal Jura studieren, weil die gesamte Ausbildung extrem viel Nerven kostet und die späteren Jobs mir nicht gefallen. Zwar kann man die ersten paar Jahre im Studium eigentlich chillen - so gut wie niemand scheitert an der Zwischenprüfung oder den großen Übungen -, aber die Vorbereitung auf das erste Staatsexamen ist extrem hart. Mindestens ein Jahr konzentriertes Lernen zur Vorbereitung auf sechs Klausuren à 5 Stunden in 2 Wochen aus allen Rechtsgebieten, in denen einfach alles dran kommen kann. Häufig wird gesagt, dass Jura nur auswendig lernen ist, das würde ich so aber nicht unterschrieben. Es geht darum in den verschiedensten Rechtsgebieten Wissen (im Sinne von Zusammenhängen) anzusammeln und damit neue Sachverhalte "richtig" (d.h. vertretbar) zu lösen. Die Bewertung ist dabei sehr subjektiv (vllt. vergleichbar mit Deutsch-Aufsätzen in der Schule). Reines Auswendiglernen bringt einen aber nicht in die obersten Punktebereiche, sondern man muss das ganze System verstanden haben. Zwar kann man etwaige Schnitzer mit Schwerpunkt- und mündlicher Prüfung ausgleichen, aber die magischen 9 Punkte (Vollbefriedigend) zu erreichen ist schon sehr fordernd. Ich habe "nur" ein gutes Befriedigend im ersten Examen, war danach dann auch komplett im Eimer und wollte Jura hinter mir lassen.

Allerdings hatte ich schon mehr als 5 Jahre (Regelstudienzeit sind glaube ich 8 oder 9 Semester, aber inklusive der staatlichen Prüfung brauchen die meisten mindestens 5 Jahre) in die Ausbildung gesteckt, und das Referendariat dauert ja "nur" zwei weitere Jahre. Dieses endet allerdings mit einer noch viel umfangreicheren Prüfung (zweites Staatsexamen), in der man neben dem materiellen Recht auch das Prozessrecht können muss. Man kann sich auch nicht aufs Lernen konzentrieren, da man den Großteil der zwei Jahre verschiedene Stationen durchläuft und dabei miserabel vom jeweiligen Bundesland bezahlt wird (knapp 1.100 € netto). Während also deine BWL/Informatik-Kollegen mit abgeschlossenem Master sich zum ersten Mal wohnungstechnisch verbessern und schöne Urlaube unternehmen, lebst du bis fast Ende 30 (häufig muss man auch noch auf einen Referendariatsplatz warten) wie ein Student.

Finanziell kann man dann natürlich einiges wieder aufholen, wenn man die entsprechenden Noten hat und sich für einen Job in einer Großkanzlei entscheidet. Hier werden momentan Gehälter von 100k-145k im Jahr aufgerufen, je nach Kanzlei (die amerikanischen zahlen am meisten). Allerdings arbeitet man bei den meisten Großkanzleien auch mindestens seine 60-Stunden-Woche (häufig unter der Woche von 09:00-22:00 Uhr und je nach Transaktionslage auch länger und am Wochenende). Einem muss Jura auf lange Sicht also sehr viel Spaß machen, um in der freien Wirtschaft glücklich zu werden, denn es gibt wenige 9-5 Jobs in dem Bereich, die gut bezahlen. Auch in einer mittelständischen Kanzlei wird hart gearbeitet (als Anwalt ist man in erster Linie immer Dienstleister, der Mandant ist König!). Konzernjobs mit guter Bezahlung gibt es zwar, aber die verlangen in der Regel einige Jahre Großkanzlei-Erfahrung und einen sehr guten Lebenslauf. Viele Volljuristen wechseln möglichst bald in den Staatsdienst (Richter, Staatsanwalt oder Behörde/Ministerium). Hier ist Jura tatsächlich sehr vorteilhaft, da viele Stellen des öffentlichen Dienstes auf Volljuristen zugeschnitten sind (Bezahlung ab R1 bzw. A13). Das hat mich allerdings nie gereizt und mich im Referendariat auch sehr abgeschreckt.

Inhaltlich finde ich die Position eines Juristen in der freien Wirtschaft sehr wenig erfüllend. Du bist grundsätzlich in einer beratenden Tätigkeit, das heißt ein Mandant (bzw. jemand aus deinem Unternehmen) kommt mit einem Problem auf dich zu, das du anhand der Gesetzeslage lösen musst. Das kann spannend sein, ist häufig aber eher Standard-Arbeit anhand von Formularen bzw. Handbüchern. "Wirtschaftsrecht" klingt häufig so, als würde man selbst an den großen Hebeln sitzen, aber Wirtschaftsanwälte setzen in der Regel nur um, was die eigentlichen Entscheider (Manager, Investmentbanker, Investoren, Verkäufer oder Produktteams) schon vorab ausgearbeitet haben. Wenn zum Beispiel ein Private Equity Fonds plant, ein Unternehmen zu kaufen, steht die eigentliche Kaufentscheidung regelmäßig schon fest, die Juristen werden dazu eingesetzt, die Risiken einzustufen (Due Diligence) und die ganze Transaktion vertraglich festzuhalten. Das heißt, ein M&A-Anwalt schaut entweder im virtuellen Datenraum Hunderte Dokumente auf rechtliche Probleme durch oder setzt die Vertragsdokumentation auf/überarbeitet den Entwurf der Gegenseite ("Paper Monkey"). Die Vertragsdokumentation ist meist auf Englisch und gerne mal pro Dokument 100 Seiten lang mit allen möglichen Definitionen, wo man tunlichst keine Rechtschreibfehler drin haben darf; ich schlaf da gerne mal bei ein, ich vergleiche es mit lebenslang Hausaufgaben machen zu müssen. Es gibt auch Prozessanwälte (Litigation), die tatsächlich mehr juristisch arbeiten, allerdings muss man dafür ein dickes Fell haben, da sich die Parteien dann gerne auf Übelste streiten (der Ton ist sehr rau) und die Prozesse sich häufig über mehrere Jahre ziehen (fand ich langweilig). Für mich wirkt es so, als seien nur Menschen, die ein hohes Geltungsbedürfnis (Stichwort "insecure overachiever" wie bei McKinsey) glücklich als Anwalt.

Aktuell arbeitet ich im Bereich Datenschutz- und IT-Recht, quasi die Mischung aus Informatik und Jura. Hier gibt es viele spannende Rechtsfragen, da noch so viel ungeklärt ist. Allerdings ist man, wenn man nicht im klassischen Transaktionsgeschäft ist, noch viel mehr "Nein"-Sager, als es Anwälte eh schon sind. Wirklich keinen interessiert es, wie die Datenschutzerklärung oder AGB ausgestaltet ist, du arbeitest also stundenlang an Dokumenten, die sich niemand je wieder angucken wird und für die Dir auch niemand dankbar ist. Bei Transaktionen gibt es wenigstens irgendwann ein Closing/Signing und alle Transaktionsparteien sind froh, dass es geschafft ist. Dass die Mandanten im Bereich Datenschutz-/IT-Recht dir mal dankbar sind, ist sehr sehr selten, du bist eher notwendiges Übel wegen der europäischen Gesetzeslage.

Vielleicht noch konkret zu deinen Fragen:

Wie seht ihr die Jobaussichten der Studiengänge in den nächsten Jahren und wie unterscheiden sind die Studiengänge vom Anspruch her?

Ich kann nur zu Jura etwas sagen. Zwar ist es richtig, dass die Zahl der Rechtsanwälte rasant gestiegen ist in den letzten Jahren (im Jahr 1950 gab es 12.844, 2019 schon 165.104), allerdings ist das Recht auch immer komplexer geworden (neue Rechtsprechung vom BGH/BVerfG; Internationalisierung des Rechts, insbesondere EU-Recht). Gerade ist die Bewerberlage (abseits von Covid-19) sehr gut, auch mit zwei mal Befriedigend in den Examina kommt man gut bei Großkanzleien unter und auch die Noten für den Staatsdienst werden vielerorts abgesenkt auf nur noch ein Vollbefriedigend. Das liegt daran, dass in den letzten zwei, drei Jahren es weniger neue Volljuristen gab, der Markt aber angesichts vom Diesel-Skandal und der eigentlich guten wirtschaftlichen Lage viele Juristen brauchte, zusätzlich gehen viele Juristen im Staatsdienst in diesen und den nächsten paar Jahren in die Rente (Baby-Boomer) und es fehlen junge Nachfolger. Wie die Lage in 10 Jahren (also dann, wenn du vermutlich fertig wärst) aussieht, ist schwer zu sagen. Ich denke aufgrund der Monopol-Stellung der Volljuristen (Anwälte, Staatsanwälte und Richter brauchen beide Examina) und der doch weitgehend noch Bearbeitung von juristischen Sachverhalten auf Deutsch ist man als guter Jurist auch in der Zukunft gut aufgestellt (insbesondere in Zukunftsfeldern wie Energierecht, IT-Recht, Datenschutzrecht etc.). Etwaige LegalTech-Angebote, die die Juristen arbeitslos machen wollen anhand von KI, sind bisher eher enttäuschend. Die klassische verhandelnde und subsumierende Juristen-Arbeit bietet sich auch nicht offensichtlich für eine Automatisierung an, wenn auch einige Aufgaben (z.B. Due Diligence) immer häufiger wegfallen werden. Abraten würde ich dir von Zwitterstudiengängen wie Wirtschaftsrecht oder IT-Recht, damit allein wirst du kein Volljurist und auf dem Arbeitsmarkt gerne zerquetscht.

Etwa ähnlich oder ist ein Studiengang merkbar anspruchsvoller als der andere?

Ich glaube, die Studiengänge sind gänzlich verschieden. Jura studiert eher der, der gerne liest/schreibt und gesellschaftlich/politisch interessiert ist, Informatik eher derjenige, der gerne mit Technologie zu tun hat und gut in Mathe ist. Einer meiner besten Kollegen ist Informatiker und hat sehr viel gelernt für seine Prüfungen, es wirkte schon sehr anspruchsvoll, wobei es glaube ich gar nicht in die Richtung auswendig lernen geht, sondern hier noch viel mehr Verständnis gefragt ist. Bachelor und Master schaffen aus Juristen-Sicht dem Informatik-Studenten mehr Sicherheit, da jede Leistung zählt, während Juristen sehr abhängig von den Klausuren am Ende ihrer Ausbildung sind (wenn man da ein paar schlechte Wochen hat, ist alles davor egal, man hat verkackt). Auch solltest du dir angucken, was Informatik als Studiengang eigentlich beinhaltet, es ist jedenfalls nicht die Programmierung mit aktuellen Programmiersprachen oder die Befassung mit aktueller Hardware.

Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich mit meinem heutigen Wissen einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik machen (Informatik wäre mir zu trocken), für einen Master ins Ausland gehen und dann in einem der vielen spannenden Tätigkeitsbereiche mit Tech-Bezug arbeiten (Informatik lässt einem hier alle Branchen offen, sei es als Coder oder als Produktmanager). Interessanterweise zeigt sich auch im juristischen (bzw. Compliance-) Bereich, dass Tech-Lösungen häufig sinnvoller sind als juristische Werkzeuge. Zurückkommend auf die Datenschutzerklärung oder Cookie-Banner, die niemand liest, ist es deutlich besser für die Nutzer, wenn Datenschutz schon in die Software eingebaut wird (wie es manche Browser oder Apple machen).

Mach nicht meinen Fehler, sich nur vom Geld und dem vermeintlichen Ansehen des Anwaltsberufs leiten zu lassen, am wichtigsten ist, dass die eigentliche Arbeit einem Spaß macht, unabhängig von Jura/Informatik. Vielleicht schaust du dir mal Vorlesungen der jeweiligen Studiengänge an oder begleitest einen Anwalt/Softwareentwickler mal für einen Tag/eine Woche im Alltag.

Ich glaube jedenfalls, um für die Zukunft gerüstet zu sein, bietet einem Informatik heutzutage die bessere Grundlage.

Hoffe, meine Darstellung von Jura war nicht zu düster, gibt durchaus Leuten, denen das Spaß macht und die in ihrem Job glücklich sind (eher Richter/Staatsanwälte als Anwälte). Kenne allerdings auch viele, die sich aufgrund von Depressionen im Rahmen der Ausbildung in Behandlung geben mussten (interessanterweise einige davon mit extrem guten Noten), weil der (selbstgemachte) Druck sehr hoch ist.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Wer glaubt Info sei schwerer als Jura, der sollte einfach nichts mehr schreiben. Witz des Jahres. Einfach mal Abschlussnoten googeln.

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Elite weil BWLer

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 20.03.2020:

Hey,

ich stand damals auch vor der Entscheidung und habe mich für Jura entschieden, bereue die Entscheidung allerdings sehr, da mich Jura nur noch langweilt. Bin gerade kurz vor Abschluss meines zweiten Examens, also knapp 30 Jahre alt.

Hab auf'm Gymnasium und in meiner Freizeit viel gezockt, mich mit Hardware beschäftigt und bisschen die Programmierung gelernt. Zwei Schul-Praktika in IT-Häusern haben mich aber vom Programmierer-Beruf abgeschreckt, war damals aber auch sehr anders in einer Kleinstadt, als es heutzutage bei Google, Startups etc. abgeht. Auch hatte ich in der Verwandtschaft nur Juristen und keine Informatiker.

Hab dann tatsächlich in Bayreuth angefangen Jura zu studieren wegen der Wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzausbildung (WiWiZ). Die Uni war top für den Studienstart, kleine Gruppen und schon früh Kontakt zu den Professoren. Es war ziemlich familiär, nur die Stadt selber ist nach ein paar Jahren ausgelutscht, bin dann irgendwann gewechselt.

Ich würde nicht noch einmal Jura studieren, weil die gesamte Ausbildung extrem viel Nerven kostet und die späteren Jobs mir nicht gefallen. Zwar kann man die ersten paar Jahre im Studium eigentlich chillen - so gut wie niemand scheitert an der Zwischenprüfung oder den großen Übungen -, aber die Vorbereitung auf das erste Staatsexamen ist extrem hart. Mindestens ein Jahr konzentriertes Lernen zur Vorbereitung auf sechs Klausuren à 5 Stunden in 2 Wochen aus allen Rechtsgebieten, in denen einfach alles dran kommen kann. Häufig wird gesagt, dass Jura nur auswendig lernen ist, das würde ich so aber nicht unterschrieben. Es geht darum in den verschiedensten Rechtsgebieten Wissen (im Sinne von Zusammenhängen) anzusammeln und damit neue Sachverhalte "richtig" (d.h. vertretbar) zu lösen. Die Bewertung ist dabei sehr subjektiv (vllt. vergleichbar mit Deutsch-Aufsätzen in der Schule). Reines Auswendiglernen bringt einen aber nicht in die obersten Punktebereiche, sondern man muss das ganze System verstanden haben. Zwar kann man etwaige Schnitzer mit Schwerpunkt- und mündlicher Prüfung ausgleichen, aber die magischen 9 Punkte (Vollbefriedigend) zu erreichen ist schon sehr fordernd. Ich habe "nur" ein gutes Befriedigend im ersten Examen, war danach dann auch komplett im Eimer und wollte Jura hinter mir lassen.

Allerdings hatte ich schon mehr als 5 Jahre (Regelstudienzeit sind glaube ich 8 oder 9 Semester, aber inklusive der staatlichen Prüfung brauchen die meisten mindestens 5 Jahre) in die Ausbildung gesteckt, und das Referendariat dauert ja "nur" zwei weitere Jahre. Dieses endet allerdings mit einer noch viel umfangreicheren Prüfung (zweites Staatsexamen), in der man neben dem materiellen Recht auch das Prozessrecht können muss. Man kann sich auch nicht aufs Lernen konzentrieren, da man den Großteil der zwei Jahre verschiedene Stationen durchläuft und dabei miserabel vom jeweiligen Bundesland bezahlt wird (knapp 1.100 € netto). Während also deine BWL/Informatik-Kollegen mit abgeschlossenem Master sich zum ersten Mal wohnungstechnisch verbessern und schöne Urlaube unternehmen, lebst du bis fast Ende 30 (häufig muss man auch noch auf einen Referendariatsplatz warten) wie ein Student.

Finanziell kann man dann natürlich einiges wieder aufholen, wenn man die entsprechenden Noten hat und sich für einen Job in einer Großkanzlei entscheidet. Hier werden momentan Gehälter von 100k-145k im Jahr aufgerufen, je nach Kanzlei (die amerikanischen zahlen am meisten). Allerdings arbeitet man bei den meisten Großkanzleien auch mindestens seine 60-Stunden-Woche (häufig unter der Woche von 09:00-22:00 Uhr und je nach Transaktionslage auch länger und am Wochenende). Einem muss Jura auf lange Sicht also sehr viel Spaß machen, um in der freien Wirtschaft glücklich zu werden, denn es gibt wenige 9-5 Jobs in dem Bereich, die gut bezahlen. Auch in einer mittelständischen Kanzlei wird hart gearbeitet (als Anwalt ist man in erster Linie immer Dienstleister, der Mandant ist König!). Konzernjobs mit guter Bezahlung gibt es zwar, aber die verlangen in der Regel einige Jahre Großkanzlei-Erfahrung und einen sehr guten Lebenslauf. Viele Volljuristen wechseln möglichst bald in den Staatsdienst (Richter, Staatsanwalt oder Behörde/Ministerium). Hier ist Jura tatsächlich sehr vorteilhaft, da viele Stellen des öffentlichen Dienstes auf Volljuristen zugeschnitten sind (Bezahlung ab R1 bzw. A13). Das hat mich allerdings nie gereizt und mich im Referendariat auch sehr abgeschreckt.

Inhaltlich finde ich die Position eines Juristen in der freien Wirtschaft sehr wenig erfüllend. Du bist grundsätzlich in einer beratenden Tätigkeit, das heißt ein Mandant (bzw. jemand aus deinem Unternehmen) kommt mit einem Problem auf dich zu, das du anhand der Gesetzeslage lösen musst. Das kann spannend sein, ist häufig aber eher Standard-Arbeit anhand von Formularen bzw. Handbüchern. "Wirtschaftsrecht" klingt häufig so, als würde man selbst an den großen Hebeln sitzen, aber Wirtschaftsanwälte setzen in der Regel nur um, was die eigentlichen Entscheider (Manager, Investmentbanker, Investoren, Verkäufer oder Produktteams) schon vorab ausgearbeitet haben. Wenn zum Beispiel ein Private Equity Fonds plant, ein Unternehmen zu kaufen, steht die eigentliche Kaufentscheidung regelmäßig schon fest, die Juristen werden dazu eingesetzt, die Risiken einzustufen (Due Diligence) und die ganze Transaktion vertraglich festzuhalten. Das heißt, ein M&A-Anwalt schaut entweder im virtuellen Datenraum Hunderte Dokumente auf rechtliche Probleme durch oder setzt die Vertragsdokumentation auf/überarbeitet den Entwurf der Gegenseite ("Paper Monkey"). Die Vertragsdokumentation ist meist auf Englisch und gerne mal pro Dokument 100 Seiten lang mit allen möglichen Definitionen, wo man tunlichst keine Rechtschreibfehler drin haben darf; ich schlaf da gerne mal bei ein, ich vergleiche es mit lebenslang Hausaufgaben machen zu müssen. Es gibt auch Prozessanwälte (Litigation), die tatsächlich mehr juristisch arbeiten, allerdings muss man dafür ein dickes Fell haben, da sich die Parteien dann gerne auf Übelste streiten (der Ton ist sehr rau) und die Prozesse sich häufig über mehrere Jahre ziehen (fand ich langweilig). Für mich wirkt es so, als seien nur Menschen, die ein hohes Geltungsbedürfnis (Stichwort "insecure overachiever" wie bei McKinsey) glücklich als Anwalt.

Aktuell arbeitet ich im Bereich Datenschutz- und IT-Recht, quasi die Mischung aus Informatik und Jura. Hier gibt es viele spannende Rechtsfragen, da noch so viel ungeklärt ist. Allerdings ist man, wenn man nicht im klassischen Transaktionsgeschäft ist, noch viel mehr "Nein"-Sager, als es Anwälte eh schon sind. Wirklich keinen interessiert es, wie die Datenschutzerklärung oder AGB ausgestaltet ist, du arbeitest also stundenlang an Dokumenten, die sich niemand je wieder angucken wird und für die Dir auch niemand dankbar ist. Bei Transaktionen gibt es wenigstens irgendwann ein Closing/Signing und alle Transaktionsparteien sind froh, dass es geschafft ist. Dass die Mandanten im Bereich Datenschutz-/IT-Recht dir mal dankbar sind, ist sehr sehr selten, du bist eher notwendiges Übel wegen der europäischen Gesetzeslage.

Vielleicht noch konkret zu deinen Fragen:

Wie seht ihr die Jobaussichten der Studiengänge in den nächsten Jahren und wie unterscheiden sind die Studiengänge vom Anspruch her?

Ich kann nur zu Jura etwas sagen. Zwar ist es richtig, dass die Zahl der Rechtsanwälte rasant gestiegen ist in den letzten Jahren (im Jahr 1950 gab es 12.844, 2019 schon 165.104), allerdings ist das Recht auch immer komplexer geworden (neue Rechtsprechung vom BGH/BVerfG; Internationalisierung des Rechts, insbesondere EU-Recht). Gerade ist die Bewerberlage (abseits von Covid-19) sehr gut, auch mit zwei mal Befriedigend in den Examina kommt man gut bei Großkanzleien unter und auch die Noten für den Staatsdienst werden vielerorts abgesenkt auf nur noch ein Vollbefriedigend. Das liegt daran, dass in den letzten zwei, drei Jahren es weniger neue Volljuristen gab, der Markt aber angesichts vom Diesel-Skandal und der eigentlich guten wirtschaftlichen Lage viele Juristen brauchte, zusätzlich gehen viele Juristen im Staatsdienst in diesen und den nächsten paar Jahren in die Rente (Baby-Boomer) und es fehlen junge Nachfolger. Wie die Lage in 10 Jahren (also dann, wenn du vermutlich fertig wärst) aussieht, ist schwer zu sagen. Ich denke aufgrund der Monopol-Stellung der Volljuristen (Anwälte, Staatsanwälte und Richter brauchen beide Examina) und der doch weitgehend noch Bearbeitung von juristischen Sachverhalten auf Deutsch ist man als guter Jurist auch in der Zukunft gut aufgestellt (insbesondere in Zukunftsfeldern wie Energierecht, IT-Recht, Datenschutzrecht etc.). Etwaige LegalTech-Angebote, die die Juristen arbeitslos machen wollen anhand von KI, sind bisher eher enttäuschend. Die klassische verhandelnde und subsumierende Juristen-Arbeit bietet sich auch nicht offensichtlich für eine Automatisierung an, wenn auch einige Aufgaben (z.B. Due Diligence) immer häufiger wegfallen werden. Abraten würde ich dir von Zwitterstudiengängen wie Wirtschaftsrecht oder IT-Recht, damit allein wirst du kein Volljurist und auf dem Arbeitsmarkt gerne zerquetscht.

Etwa ähnlich oder ist ein Studiengang merkbar anspruchsvoller als der andere?

Ich glaube, die Studiengänge sind gänzlich verschieden. Jura studiert eher der, der gerne liest/schreibt und gesellschaftlich/politisch interessiert ist, Informatik eher derjenige, der gerne mit Technologie zu tun hat und gut in Mathe ist. Einer meiner besten Kollegen ist Informatiker und hat sehr viel gelernt für seine Prüfungen, es wirkte schon sehr anspruchsvoll, wobei es glaube ich gar nicht in die Richtung auswendig lernen geht, sondern hier noch viel mehr Verständnis gefragt ist. Bachelor und Master schaffen aus Juristen-Sicht dem Informatik-Studenten mehr Sicherheit, da jede Leistung zählt, während Juristen sehr abhängig von den Klausuren am Ende ihrer Ausbildung sind (wenn man da ein paar schlechte Wochen hat, ist alles davor egal, man hat verkackt). Auch solltest du dir angucken, was Informatik als Studiengang eigentlich beinhaltet, es ist jedenfalls nicht die Programmierung mit aktuellen Programmiersprachen oder die Befassung mit aktueller Hardware.

Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich mit meinem heutigen Wissen einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik machen (Informatik wäre mir zu trocken), für einen Master ins Ausland gehen und dann in einem der vielen spannenden Tätigkeitsbereiche mit Tech-Bezug arbeiten (Informatik lässt einem hier alle Branchen offen, sei es als Coder oder als Produktmanager). Interessanterweise zeigt sich auch im juristischen (bzw. Compliance-) Bereich, dass Tech-Lösungen häufig sinnvoller sind als juristische Werkzeuge. Zurückkommend auf die Datenschutzerklärung oder Cookie-Banner, die niemand liest, ist es deutlich besser für die Nutzer, wenn Datenschutz schon in die Software eingebaut wird (wie es manche Browser oder Apple machen).

Mach nicht meinen Fehler, sich nur vom Geld und dem vermeintlichen Ansehen des Anwaltsberufs leiten zu lassen, am wichtigsten ist, dass die eigentliche Arbeit einem Spaß macht, unabhängig von Jura/Informatik. Vielleicht schaust du dir mal Vorlesungen der jeweiligen Studiengänge an oder begleitest einen Anwalt/Softwareentwickler mal für einen Tag/eine Woche im Alltag.

Ich glaube jedenfalls, um für die Zukunft gerüstet zu sein, bietet einem Informatik heutzutage die bessere Grundlage.

Hoffe, meine Darstellung von Jura war nicht zu düster, gibt durchaus Leuten, denen das Spaß macht und die in ihrem Job glücklich sind (eher Richter/Staatsanwälte als Anwälte). Kenne allerdings auch viele, die sich aufgrund von Depressionen im Rahmen der Ausbildung in Behandlung geben mussten (interessanterweise einige davon mit extrem guten Noten), weil der (selbstgemachte) Druck sehr hoch ist.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 19.03.2020:

Jura

Weil wer nur nach der Berufsaussicht geht sollte bestimmt nicht Informatik studieren.

Ich setze darauf, dass du nicht eine Programmiersprache kannst?

Ich kenne einige die Informatik im Blut hatten und es Ihnen doch noch schwer fiel wirklich gute Noten zu schreiben

Als Jurist in öffentlichen Dienst wieso nicht

TE hier: Ich bin schon ganz okay mit Python, kann kleinere Anwendungen schreiben. Mich interessiert beides sehr wobei ich mir Jura eher vorstellen kann. Was mich an der Sache stört ist die subjektive und teils willkürliche Notengebung sowie das Konkurrenzdenken der Kommilitonen wo man häufig mitbekommt das Bücher demoliert oder versteckt werden und mit Absicht falsche Informationen weitergegeben werden um seine Jura Kollegen zu sabotieren. Wie das in Bayreuth ist kann ich leider nicht beurteilen muss der Uni wohl mal nen Besuch abstatten.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

WiWi Gast schrieb am 20.03.2020:

Hey,

ich stand damals auch vor der Entscheidung und habe mich für Jura entschieden, bereue die Entscheidung allerdings sehr, da mich Jura nur noch langweilt. Bin gerade kurz vor Abschluss meines zweiten Examens, also knapp 30 Jahre alt.

Hab auf'm Gymnasium und in meiner Freizeit viel gezockt, mich mit Hardware beschäftigt und bisschen die Programmierung gelernt. Zwei Schul-Praktika in IT-Häusern haben mich aber vom Programmierer-Beruf abgeschreckt, war damals aber auch sehr anders in einer Kleinstadt, als es heutzutage bei Google, Startups etc. abgeht. Auch hatte ich in der Verwandtschaft nur Juristen und keine Informatiker.

Hab dann tatsächlich in Bayreuth angefangen Jura zu studieren wegen der Wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzausbildung (WiWiZ). Die Uni war top für den Studienstart, kleine Gruppen und schon früh Kontakt zu den Professoren. Es war ziemlich familiär, nur die Stadt selber ist nach ein paar Jahren ausgelutscht, bin dann irgendwann gewechselt.

Ich würde nicht noch einmal Jura studieren, weil die gesamte Ausbildung extrem viel Nerven kostet und die späteren Jobs mir nicht gefallen. Zwar kann man die ersten paar Jahre im Studium eigentlich chillen - so gut wie niemand scheitert an der Zwischenprüfung oder den großen Übungen -, aber die Vorbereitung auf das erste Staatsexamen ist extrem hart. Mindestens ein Jahr konzentriertes Lernen zur Vorbereitung auf sechs Klausuren à 5 Stunden in 2 Wochen aus allen Rechtsgebieten, in denen einfach alles dran kommen kann. Häufig wird gesagt, dass Jura nur auswendig lernen ist, das würde ich so aber nicht unterschrieben. Es geht darum in den verschiedensten Rechtsgebieten Wissen (im Sinne von Zusammenhängen) anzusammeln und damit neue Sachverhalte "richtig" (d.h. vertretbar) zu lösen. Die Bewertung ist dabei sehr subjektiv (vllt. vergleichbar mit Deutsch-Aufsätzen in der Schule). Reines Auswendiglernen bringt einen aber nicht in die obersten Punktebereiche, sondern man muss das ganze System verstanden haben. Zwar kann man etwaige Schnitzer mit Schwerpunkt- und mündlicher Prüfung ausgleichen, aber die magischen 9 Punkte (Vollbefriedigend) zu erreichen ist schon sehr fordernd. Ich habe "nur" ein gutes Befriedigend im ersten Examen, war danach dann auch komplett im Eimer und wollte Jura hinter mir lassen.

Allerdings hatte ich schon mehr als 5 Jahre (Regelstudienzeit sind glaube ich 8 oder 9 Semester, aber inklusive der staatlichen Prüfung brauchen die meisten mindestens 5 Jahre) in die Ausbildung gesteckt, und das Referendariat dauert ja "nur" zwei weitere Jahre. Dieses endet allerdings mit einer noch viel umfangreicheren Prüfung (zweites Staatsexamen), in der man neben dem materiellen Recht auch das Prozessrecht können muss. Man kann sich auch nicht aufs Lernen konzentrieren, da man den Großteil der zwei Jahre verschiedene Stationen durchläuft und dabei miserabel vom jeweiligen Bundesland bezahlt wird (knapp 1.100 € netto). Während also deine BWL/Informatik-Kollegen mit abgeschlossenem Master sich zum ersten Mal wohnungstechnisch verbessern und schöne Urlaube unternehmen, lebst du bis fast Ende 30 (häufig muss man auch noch auf einen Referendariatsplatz warten) wie ein Student.

Finanziell kann man dann natürlich einiges wieder aufholen, wenn man die entsprechenden Noten hat und sich für einen Job in einer Großkanzlei entscheidet. Hier werden momentan Gehälter von 100k-145k im Jahr aufgerufen, je nach Kanzlei (die amerikanischen zahlen am meisten). Allerdings arbeitet man bei den meisten Großkanzleien auch mindestens seine 60-Stunden-Woche (häufig unter der Woche von 09:00-22:00 Uhr und je nach Transaktionslage auch länger und am Wochenende). Einem muss Jura auf lange Sicht also sehr viel Spaß machen, um in der freien Wirtschaft glücklich zu werden, denn es gibt wenige 9-5 Jobs in dem Bereich, die gut bezahlen. Auch in einer mittelständischen Kanzlei wird hart gearbeitet (als Anwalt ist man in erster Linie immer Dienstleister, der Mandant ist König!). Konzernjobs mit guter Bezahlung gibt es zwar, aber die verlangen in der Regel einige Jahre Großkanzlei-Erfahrung und einen sehr guten Lebenslauf. Viele Volljuristen wechseln möglichst bald in den Staatsdienst (Richter, Staatsanwalt oder Behörde/Ministerium). Hier ist Jura tatsächlich sehr vorteilhaft, da viele Stellen des öffentlichen Dienstes auf Volljuristen zugeschnitten sind (Bezahlung ab R1 bzw. A13). Das hat mich allerdings nie gereizt und mich im Referendariat auch sehr abgeschreckt.

Inhaltlich finde ich die Position eines Juristen in der freien Wirtschaft sehr wenig erfüllend. Du bist grundsätzlich in einer beratenden Tätigkeit, das heißt ein Mandant (bzw. jemand aus deinem Unternehmen) kommt mit einem Problem auf dich zu, das du anhand der Gesetzeslage lösen musst. Das kann spannend sein, ist häufig aber eher Standard-Arbeit anhand von Formularen bzw. Handbüchern. "Wirtschaftsrecht" klingt häufig so, als würde man selbst an den großen Hebeln sitzen, aber Wirtschaftsanwälte setzen in der Regel nur um, was die eigentlichen Entscheider (Manager, Investmentbanker, Investoren, Verkäufer oder Produktteams) schon vorab ausgearbeitet haben. Wenn zum Beispiel ein Private Equity Fonds plant, ein Unternehmen zu kaufen, steht die eigentliche Kaufentscheidung regelmäßig schon fest, die Juristen werden dazu eingesetzt, die Risiken einzustufen (Due Diligence) und die ganze Transaktion vertraglich festzuhalten. Das heißt, ein M&A-Anwalt schaut entweder im virtuellen Datenraum Hunderte Dokumente auf rechtliche Probleme durch oder setzt die Vertragsdokumentation auf/überarbeitet den Entwurf der Gegenseite ("Paper Monkey"). Die Vertragsdokumentation ist meist auf Englisch und gerne mal pro Dokument 100 Seiten lang mit allen möglichen Definitionen, wo man tunlichst keine Rechtschreibfehler drin haben darf; ich schlaf da gerne mal bei ein, ich vergleiche es mit lebenslang Hausaufgaben machen zu müssen. Es gibt auch Prozessanwälte (Litigation), die tatsächlich mehr juristisch arbeiten, allerdings muss man dafür ein dickes Fell haben, da sich die Parteien dann gerne auf Übelste streiten (der Ton ist sehr rau) und die Prozesse sich häufig über mehrere Jahre ziehen (fand ich langweilig). Für mich wirkt es so, als seien nur Menschen, die ein hohes Geltungsbedürfnis (Stichwort "insecure overachiever" wie bei McKinsey) glücklich als Anwalt.

Aktuell arbeitet ich im Bereich Datenschutz- und IT-Recht, quasi die Mischung aus Informatik und Jura. Hier gibt es viele spannende Rechtsfragen, da noch so viel ungeklärt ist. Allerdings ist man, wenn man nicht im klassischen Transaktionsgeschäft ist, noch viel mehr "Nein"-Sager, als es Anwälte eh schon sind. Wirklich keinen interessiert es, wie die Datenschutzerklärung oder AGB ausgestaltet ist, du arbeitest also stundenlang an Dokumenten, die sich niemand je wieder angucken wird und für die Dir auch niemand dankbar ist. Bei Transaktionen gibt es wenigstens irgendwann ein Closing/Signing und alle Transaktionsparteien sind froh, dass es geschafft ist. Dass die Mandanten im Bereich Datenschutz-/IT-Recht dir mal dankbar sind, ist sehr sehr selten, du bist eher notwendiges Übel wegen der europäischen Gesetzeslage.

Vielleicht noch konkret zu deinen Fragen:

Wie seht ihr die Jobaussichten der Studiengänge in den nächsten Jahren und wie unterscheiden sind die Studiengänge vom Anspruch her?

Ich kann nur zu Jura etwas sagen. Zwar ist es richtig, dass die Zahl der Rechtsanwälte rasant gestiegen ist in den letzten Jahren (im Jahr 1950 gab es 12.844, 2019 schon 165.104), allerdings ist das Recht auch immer komplexer geworden (neue Rechtsprechung vom BGH/BVerfG; Internationalisierung des Rechts, insbesondere EU-Recht). Gerade ist die Bewerberlage (abseits von Covid-19) sehr gut, auch mit zwei mal Befriedigend in den Examina kommt man gut bei Großkanzleien unter und auch die Noten für den Staatsdienst werden vielerorts abgesenkt auf nur noch ein Vollbefriedigend. Das liegt daran, dass in den letzten zwei, drei Jahren es weniger neue Volljuristen gab, der Markt aber angesichts vom Diesel-Skandal und der eigentlich guten wirtschaftlichen Lage viele Juristen brauchte, zusätzlich gehen viele Juristen im Staatsdienst in diesen und den nächsten paar Jahren in die Rente (Baby-Boomer) und es fehlen junge Nachfolger. Wie die Lage in 10 Jahren (also dann, wenn du vermutlich fertig wärst) aussieht, ist schwer zu sagen. Ich denke aufgrund der Monopol-Stellung der Volljuristen (Anwälte, Staatsanwälte und Richter brauchen beide Examina) und der doch weitgehend noch Bearbeitung von juristischen Sachverhalten auf Deutsch ist man als guter Jurist auch in der Zukunft gut aufgestellt (insbesondere in Zukunftsfeldern wie Energierecht, IT-Recht, Datenschutzrecht etc.). Etwaige LegalTech-Angebote, die die Juristen arbeitslos machen wollen anhand von KI, sind bisher eher enttäuschend. Die klassische verhandelnde und subsumierende Juristen-Arbeit bietet sich auch nicht offensichtlich für eine Automatisierung an, wenn auch einige Aufgaben (z.B. Due Diligence) immer häufiger wegfallen werden. Abraten würde ich dir von Zwitterstudiengängen wie Wirtschaftsrecht oder IT-Recht, damit allein wirst du kein Volljurist und auf dem Arbeitsmarkt gerne zerquetscht.

Etwa ähnlich oder ist ein Studiengang merkbar anspruchsvoller als der andere?

Ich glaube, die Studiengänge sind gänzlich verschieden. Jura studiert eher der, der gerne liest/schreibt und gesellschaftlich/politisch interessiert ist, Informatik eher derjenige, der gerne mit Technologie zu tun hat und gut in Mathe ist. Einer meiner besten Kollegen ist Informatiker und hat sehr viel gelernt für seine Prüfungen, es wirkte schon sehr anspruchsvoll, wobei es glaube ich gar nicht in die Richtung auswendig lernen geht, sondern hier noch viel mehr Verständnis gefragt ist. Bachelor und Master schaffen aus Juristen-Sicht dem Informatik-Studenten mehr Sicherheit, da jede Leistung zählt, während Juristen sehr abhängig von den Klausuren am Ende ihrer Ausbildung sind (wenn man da ein paar schlechte Wochen hat, ist alles davor egal, man hat verkackt). Auch solltest du dir angucken, was Informatik als Studiengang eigentlich beinhaltet, es ist jedenfalls nicht die Programmierung mit aktuellen Programmiersprachen oder die Befassung mit aktueller Hardware.

Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich mit meinem heutigen Wissen einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik machen (Informatik wäre mir zu trocken), für einen Master ins Ausland gehen und dann in einem der vielen spannenden Tätigkeitsbereiche mit Tech-Bezug arbeiten (Informatik lässt einem hier alle Branchen offen, sei es als Coder oder als Produktmanager). Interessanterweise zeigt sich auch im juristischen (bzw. Compliance-) Bereich, dass Tech-Lösungen häufig sinnvoller sind als juristische Werkzeuge. Zurückkommend auf die Datenschutzerklärung oder Cookie-Banner, die niemand liest, ist es deutlich besser für die Nutzer, wenn Datenschutz schon in die Software eingebaut wird (wie es manche Browser oder Apple machen).

Mach nicht meinen Fehler, sich nur vom Geld und dem vermeintlichen Ansehen des Anwaltsberufs leiten zu lassen, am wichtigsten ist, dass die eigentliche Arbeit einem Spaß macht, unabhängig von Jura/Informatik. Vielleicht schaust du dir mal Vorlesungen der jeweiligen Studiengänge an oder begleitest einen Anwalt/Softwareentwickler mal für einen Tag/eine Woche im Alltag.

Ich glaube jedenfalls, um für die Zukunft gerüstet zu sein, bietet einem Informatik heutzutage die bessere Grundlage.

Hoffe, meine Darstellung von Jura war nicht zu düster, gibt durchaus Leuten, denen das Spaß macht und die in ihrem Job glücklich sind (eher Richter/Staatsanwälte als Anwälte). Kenne allerdings auch viele, die sich aufgrund von Depressionen im Rahmen der Ausbildung in Behandlung geben mussten (interessanterweise einige davon mit extrem guten Noten), weil der (selbstgemachte) Druck sehr hoch ist.

TE hier: Vielen Dank für den äußerst hilfreichen und ausführlichen Post.

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WiWi Gast

Jura oder Informatik

Was hat der Schnitt der Abschlussnoten mit dem Schwierigsgkeitsrad des Studiums zu tun - achtung, es handelt sich hier eindeutig um einen intellektuellen Tiefflieger, da kriegt man ja Kopfschmerzen.

  1. Schwierigkeitsgrad des Studiums: Es geht vornehmlich um die Frage, ob und wie man zum Examen und dadurch kommt; vor dem Examen gibt es viele Hürden, die man meinetwegen bei Info nicht schafft, obwohl man einen Mathe-LK gehabt haben könnte.

2.Schwierigkeit des Examens: -vielleicht ist das in Jura die einzige Hürde - dann geht es auch beim Examen wiederum um 2 Fragestellungen: schaffen oder gut schaffen, um für den Arbeitsmarkt interessant zu sein. Für die Leute, die nur erben, ist die Examensnote doch ohnehin unwichtig, weil sie nicht arbeiten gehen müssen.

  1. Gibt es irgendwo einen Ausschuss, der kontrolliert, dass alle Studiengänge gleich schwer sind oder bewusst nich gleich schwer sind, so dass (vorausgesetzt alle Studentengruppe der Fakultäten sind gleich begabt) Rückschlüsse von der Examensnote.

  2. Schon mal darüber nachgedacht, dass dieser Wirbel um juristische Examen eine Pseudoelite (wie von einer Eliteuni) vortäuscht, so dass man Stundensätze von 500 Euro eher vertreten kann. Kein Mensch mit Verstand würde eine Examensnote als wirklich ideal betrachten, um Aussage über Leistungen von Studenten zu vergleichen, die 4 Jahre studiert haben - ein Klausurenschnitt über 4 Jahre wäre sicherlich geeigneter.

WiWi Gast schrieb am 20.03.2020:

Wer glaubt Info sei schwerer als Jura, der sollte einfach nichts mehr schreiben. Witz des Jahres. Einfach mal Abschlussnoten googeln.

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