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Center for Economic Studies ehrt französische Entwicklungsökonomin Esther Duflo

Das CES ehrt einmal im Jahr einen international herausragenden Ökonomen als "Distinguished CES Fellow". Die Ökonomie-Professorin Esther Duflo erhält den Preis für ihre bahnbrechenden Methoden auf dem Gebiet der Armutsforschung.

Center for Economic Studies ehrt französische Entwicklungsökonomin Esther Duflo
München, 12.11.2012 (ces) - Das Center for Economic Studies (CES), ein Institut an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München unter der Leitung von Professor Hans-Werner Sinn, ernennt Professor Esther Duflo, Abdul Latif Jameel Professor of Poverty Alleviation and Development Economics am MIT und Director of the Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab (J-PAL), zum "Distinguished CES Fellow". Esther Duflo erhält den Preis für ihre bahnbrechenden Methoden auf dem Gebiet der Armutsforschung, mit denen sie die Entwicklungsökonomie revolutioniert hat. Mittlerweile rangiert sie laut dem Time-Magazin bereits unter den 100 einfluss-reichsten Menschen der Welt. Zur Würdigung ihrer wissenschaftlichen Leistungen wurde sie bereits mit zahlreichen internationalen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, darunter die John Bates Clark Medal im Jahr 2010 (der sogenannte Mini- Nobelpreis für Ökonomen unter 40 Jahren) und 2011 die CNRS Médaille de L’Innovation. Ihr im letzten Jahr erschienenes Buch (zusammen mit Abhijit Baner-jee) “Poor Economics: A Radical Rethinking of the Way to Fight Global Poverty” hat nicht nur in der Fachwelt große Beachtung gefunden, sondern 2011 auch den Financial Times/Goldman Sachs Business Book of the Year Award gewonnen.

Die Preisübergabe findet am Dienstag, 13. November 2012, um 18:00 Uhr in der Großen Aula der LMU München statt. Anschließend wird Esther Duflo den ersten von drei Teilen ihrer „Munich Lectures in Economics 2012“ halten. Diese Vortragsreihe ist traditionell mit der Ernennung zum Distinguished CES Fellow verbunden. Die Vorlesungen in diesem Jahr haben den Titel "Gender Equality and Development“. Die von Munich Re unterstützte Vortragsreihe wird anschließend als Buch bei MIT Press veröffentlicht.

Über Esther Duflo
Esther Duflo, 1972 in Paris geboren, hat sich als Tochter einer Kinderärztin, die sich in Hilfsprojekten in El Savador und Ruanda engagierte, bereits früh für Armutsthemen interessiert. Doch erst nach ihrem Geschichts- und Volkswirtschaftsstudium in Paris, promovierte sie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu entwicklungsökonomischen Fragen. Hier widerlegte sie anhand von zufallsbasierten Tests zahlreiche Paradigmen der Armutshilfe und gründete im Jahr 2003 zusammen mit ihrem Partner Abhijit Banerjee das „Poverty Action Lab“, ein Netzwerk von mehr als 70 Wissenschaftlern, die mit Zufallsexperimenten arbeiten. The Economist zählte sie 2008 zu den acht einflussreichsten Ökonomen der Welt.

Weitere Informationen zu Esther Duflo
http://economics.mit.edu/faculty/eduflo

Neben zahlreichen wissenschaftlichen Ehrungen ist Esther Duflo Herausgeberin und Gründerin des American Economic Journal: Applied Economics sowie Mitherausgeberin des Annual Review of Economics; sie veröffentlicht regelmäßig in den führenden Fachzeitschriften.

Über das CES
Das Center for Economic Studies (CES), ist ein eigenständiges Institut an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU München. Das Hauptziel des CES ist es, den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Seit seiner Grün-dung waren rund 600 Wissenschaftler am CES zu Gast. Der wissenschaftliche Hö-hepunkt des akademischen Kalenders am CES ist die jährliche Preisverleihung zum "Distinguished CES Fellow".

Preisträger der Vorjahre
Sir Partha Dasgupta (2011), Richard Blundell (2010), Robin Boadway (2009), Olivi-er Blanchard (2008), Philippe Aghion (2007), Alberto Alesina (2006), Bruno Frey (2005), Andrei Shleifer (2004), James Poterba (2003), Nicholas H. Stern (2002), Oliver Hart (2001), Peter A. Diamond (2000, Nobelpreisträger 2010), Guido Tabel-lini (1999), Rudiger Dornbusch (1998), Paul Krugman (1997, Nobelpreisträger 2008), Jean Tirole (1996), Sir Anthony B. Atkinson (1995), Avinash K. Dixit (1994).

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