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Finanzökonom Kenneth Rogoff erhält Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2011

Der US-amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff hat in Frankfurt den mit 50.000 Euro dotierten Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2011 er- halten.

Deutsche-Bank Prize Financial-Economics

Finanzökonom Kenneth Rogoff erhält Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2011
Frankfurt, 29.09.2011 (sv) - Der US-amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff hat in Frankfurt den mit 50.000 Euro dotierten Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2011 erhalten. Führende Finanzökonomen, darunter der Gouverneur der israelischen Zentralbank Stanley Fischer und CFS Präsident Otmar Issing, diskutieren aus diesem Anlass im Rahmen des Symposiums "Global Perspective on the Financial Crisis" die Arbeiten von Kenneth Rogoff und deren aktuelle politische und wirtschaftliche Relevanz für die globale Finanz- und Schuldenkrise.

"Professor Rogoffs Analysen zeigen die Folgen der gegenwärtigen Krise im Finanzsystem auf: Weniger liberale Finanzmärkte (national wie international), Umschuldungen bei Staaten und privaten Haushalten sowie ganz neue monetäre und fiskalische Arrangements. Die Analysen machen zudem deutlich, dass diese Jahrhundertkrise einen umfassenden Lösungsansatz erfordert, der in einem langsamen und mühevollen Prozess zurück zu einer tragfähigen Verschuldung führt", sagte Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, bei der Übergabe des Preises im Rahmen des Symposiums.

Die empirischen, theoretischen und wirtschaftshistorischen Arbeiten von Kenneth Rogoff umfassen u.a. Forschungen zu Wechselkursen, Glaubwürdigkeit der Geldpolitik und Unabhängigkeit von Zentralbanken, Umschuldung von Staaten sowie die Historie von Finanzkrisen. Rogoff ist derzeitig der führende Vertreter der internationalen Makroökonomik, die er durch seine Arbeiten in ihrer ganzen Themenbreite abdeckt.

Rogoffs Erkenntnisse haben sowohl die Wirtschaftspolitik als auch die wissenschaftliche Forschung nachhaltig beeinflusst. Dies gilt nicht nur für seine jüngsten Arbeiten mit Carmen Reinhart zur Finanzkrise, sondern auch für seine frühen Studien zur Unabhängigkeit von Zentralbanken, zu Wechselkursentwicklungen und Staatsschuldenkrisen.

Zur Person
Kenneth Rogoff ist Professor für Economics und Thomas D. Cabot Professor für Public Policy an der Harvard University in Cambridge, USA. Zuvor hatte er Professuren für Economics u.a. an der Princeton University und der University of California, Berkeley inne. Rogoff ist seit 2008 Mitglied der Group of Thirty (G30), einem internationalen Gremium dreißig gegenwärtiger und vormaliger politischer Entscheidungsträger sowie führender Personen des Finanzwesens und der Wissenschaft. Seit 2004 ist er Mitglied des Council on
Foreign Relations (CFR), welches einen bedeutenden Einfluss im Formulierungsprozess außenpolitischer Strategien der USA hat.


Die Auszeichnung
Der vom Stiftungsfonds Deutsche Bank geförderte Wissenschaftspreis wird vom CFS gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt alle zwei Jahre vergeben. Der Deutsche Bank Prize in Financial Economics ehrt international renommierte Wirtschaftswissenschaftler, deren Arbeit die Forschung zu finanz- und makroökonomischen Fragen entscheidend beeinflusst und zu wesentlichen Beiträgen für Wissenschaft und Praxis geführt hat.

Der erste Deutsche Bank Prize in Financial Economics wurde 2005 an Eugene F. Fama, Professor für Finanzen an der Universität Chicago, für die Entwicklung und Erforschung des Konzepts der Markteffizienz verliehen. Im Jahr 2007 erhielt Michael Woodford, Professor für Politische Ökonomie an der Columbia University in New York, den Preis für seine Forschungsarbeiten zur Theorie der monetären Makroökonomie. Im Jahr 2009 wurde Robert J. Shiller für seine grundlegenden Forschungsbeiträge auf dem Gebiet der Finanzökonomie und u.a. seinen entscheidenden Beitrag zum Verständnis von Preisschwankungen in den Märkten sowie zur Entwicklung von Finanzinstrumenten zur Absicherung makroökonomischer Risiken ausgezeichnet.

 

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32 Kommentare

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Bei dem mickrigen aufkommen siehst du doch schon, dass die Steuer brutalst ineffektiv ist und ständig umgangen wird.

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