DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
WirtschaftsnobelpreiseVerhaltensökonomie

Leibniz-Preis für Bonner Wirtschaftswissenschaftler Armin Falk

Der Bonner Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Armin Falk (40) erhält für seine herausragenden Forschungsleistungen den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der mit 2,5 Millionen Euro dotiert ist. Er beschäftigt sich mit den Faktoren, die menschliches Sozialverhalten und Entscheidungen beeinflussen.

Prof. Dr. Armin Falk erhält den Gossen-Preis

Leibniz-Preis für Bonner Wirtschaftswissenschaftler Armin Falk
Bonn, 04.12.2008 (idw) - Armin Falk wird für seine Arbeiten ausgezeichnet, mit denen er in der verhaltenswissenschaftlichen Wirtschaftsforschung und in den Wirtschaftswissenschaften insgesamt Maßstäbe gesetzt hat. Im Kern geht es Falk um eine bessere psychologische Fundierung des ökonomischen Entscheidungsmodells. Dazu nutzt er beispielsweise Experimente, in denen die Versuchspersonen verschiedene Strategien einschlagen können. Auf diese Weise lässt sich unter kontrollierten Laborbedingungen messen, wie sich Menschen verhalten und von welchen Bedingungen das abhängt. Falk nutzt daneben repräsentative Befragungen und neuroökonomische Methoden wie die funktionelle Magnetresonanztomographie. Obwohl Der Bonner Wissenschaftler sich der Grundlagenforschung verschrieben hat, sind viele seiner Erkenntnisse von hoher Praxisrelevanz.

Falks zentrale Forschungsinteressen sind soziale Präferenzen wie Fairness, Vertrauen und soziale Vergleiche. Seine Erkenntnisse erlauben grundlegende Rückschlüsse auf das ökonomische Verhalten von Menschen im Allgemeinen und die Funktionsweise von Arbeitsmärkten und Organisationen im Besonderen. Zudem beschäftigt sich Falk mit zentralen Präferenzen und Einflussfaktoren, die das Verhalten von Menschen bestimmen, etwa der Risikobereitschaft bestimmter Personengruppen, und den Konsequenzen beispielsweise für ihr Migrationsverhalten oder die Ausbildungs- und Berufswahl.

Mit 35 Jahren Professor in Bonn geworden
Köln, Zürich und Bonn sind die Stationen in Armin Falks wissenschaftlichem Werdegang. In Köln studierte er Volkswirtschaftslehre, in Zürich promovierte und habilitierte er sich. Mit 35 Jahren wurde er 2003 Professor an der Universität Bonn. Daneben ist er als Programmdirektor am Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), als Fellow am Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London und am Center for Economic Studies/ifo Institut für Wirtschaftsforschung (CESifo) München sowie als Forschungsprofessor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung tätig.

Professor Falk lebt in Bonn, ist verheiratet und Vater zweier Töchter und eines Sohns. 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ehrt in ihrem Leibniz-Programm außerdem drei Wissenschaftlerinnen und sieben weitere Wissenschaftler. Der Leibniz-Preis ist die höchstdotierte Auszeichnung, die in Deutschland regelmäßig an Wissenschaftler vergeben wird - eine Art "deutscher Nobelpreis". Das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro ist für Forschungsarbeiten in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren vorgesehen. Bei der Verwendung der Mittel werden den Preisträgern größtmögliche Freiheiten eingeräumt. Die Preisverleihung findet am 30. März 2009 in Berlin statt.

Im Forum zu Verhaltensökonomie

10 Kommentare

Verhaltensökonomik

WiWi Gast

Hallo, ich Dipl. Wirtschaftsinformatiker und habe letztens einen interessanten Artikel über das Wissenschaftsgebiet "Verhaltsensökonomik" (Behavioral economics) im Focus gelesen. Ich war so faszinier ...

1 Kommentare

Literaturempfehlung Rentensysteme (Altersarmut)

WiWi Gast

Hey, Ich suche (wie oben beschrieben) nach Literatur in der verschiedene Rentensysteme v.a. das deutsche Rentensystem beschrieben werden. Alles im Rahmen einer Wissenschaftlichen Arbeit.

5 Kommentare

Die Wahlprogramme in Kurzform

WiWi Gast

Bitte senden sie mir die wahlprogramme in kurzform.

1 Kommentare

Quantitative Easing

kuve

Hat jemand Literaturempfehlungen zum Thema Quantitative Easing als Instrument der Geldpolitik?

1 Kommentare

Sinn und Zweck des Begriffs "Geldnachfrage" in der VWL?

Cangrande

Eine Frage an studierte oder studierende Volkswirte: Was versteht eigentlich die "offizielle" VWL unter "Geldnachfrage"? Diese Frage treibt mich deshalb um, weil ich in denjen ...

4 Kommentare

Diskussion von Merkel & Obama beim Kirchentag

WiWi Gast

Hat hier noch jemand die Diskussion von Merkel & Obama beim Kirchentag vorhin gesehen? Das war schon eine sehr persönliche Seite von den beiden. Wahnsinn, dass Angi so einen Mann überhaupt hierher ...

2 Kommentare

Ricardo Theorem der Komparativen Kosten

WiWi Gast

Hallo, betreffend einer Vorlesung habe ich eine Rückfrage, da diese relativ allgemein war. In der Vorlesung wurde folgendes gesagt: Betrachte ich ein Modell mit zwei Gütern X und Y und zwei Ländern A ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Verhaltensökonomie

Weltwirtschaftlicher Preis 2014

Weltwirtschaftlicher Preis 2016 für Mario Monti, Friede Springer und Oliver E. Williamson

Das Institut für Weltwirtschaft Kiel hat die Preisträger des zwölften Weltwirtschaftlichen Preises 2016 bekannt gegeben. Der italienische Wirtschaftswissenschaftler und Ministerpräsident Mario Monti, die deutsche Verlegerin Friede Springer und der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Oliver E. Williamson werden als Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft mit dem Weltwirtschaftlichen Preises 2016 geehrt.

IZA-Preis 2015 Jan-Svejnar

Markt statt Plan: IZA-Preis 2015 geht an den tschechischen Ökonomen Jan Svejnar

Der mit 50.000 Euro dotierte IZA Prize in Labor Economics wird in diesem Jahr an den Wirtschaftswissenschaftler Jan Svejnar verliehen. Der US-amerikanisch, tschechische Ökonom hat mit seinen Analysen des Übergangs sozialistischer Planwirtschaften zu marktwirtschaftlichen Strukturen die Forschung geprägt und der Politik wertvolle Handlungshinweise gegeben.

Deutsche-Bank-Prize Financial-Economics 2015

Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2015 geht an Stephen A. Ross

Professor Stephen A. Ross erhält den vom Stiftungsfonds Deutsche Bank geförderten und mit 50.000 Euro dotierten Preis für seine grundlegenden und prägenden Beiträge zur analytischen Entwicklung der Finanzökonomie. Er entwickelte die Arbitragepreistheorie, heute ein Eckpfeiler der Asset Pricing Theorie und hat die Basis für die Prinzipal-Agenten-Theorie geschaffen.

Weiteres zum Thema Wirtschaftsnobelpreise

Wirtschaftsnobelpreis 2016

Wirtschaftsnobelpreis 2016: Oliver Hart und Bengt Holmström für Vertragstheorie geehrt

Der Wirtschaftsnobelpreis 2016 geht an den Briten Oliver Hart und den Finnen Bengt Holmström. Die beiden Wirtschaftswissenschaftler werden für ihre Kontrakttheorie ausgezeichnet, die sich mit den Funktionsweisen von Verträgen in vielen Themen unterschiedlicher Bereiche befasst. Der mit rund 830.000 Euro dotierte Wirtschaftsnobelpreis wird am 10. Dezember 2016 gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen verliehen.

Nobelpreisträger Wirtschaft 2015

Nobelpreisträger für Wirtschaft 2015 ist der britische Ökonom Angus Deaton

Um eine Wirtschaftspolitik zu entwickeln, welche die Wohlfahrt fördert und die Armut reduziert, müssen zuerst individuelle Konsumentscheidungen verstanden werden. Die Forschungen des aktuellen Wirtschaftsnobelpreisträgers Angus Deaton waren dazu wegweisend. Durch die Zusammenführung detaillierter individueller Entscheidungen zu aggregierten Ergebnissen hat seine Forschung die Felder der Mikroökonomie, Makroökonomie und Entwicklungsökonomie wesentlich geprägt.

Beliebtes zum Thema Wissen

Regal mit Lehrbücher und Lexika der Wirtschaftswissenschaften.

Die professionelle WiWi-Literaturrecherche - Teil 1: Datenbank finden

WiWi-TReFF liefert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) exklusive Profi-Tipps für die erfolgreiche Literaturrecherche in den Wirtschaftswissenschaften. Der erste Teil der Serie zeigt die wissenschaftliche Recherche in Datenbanken und Katalogen. Eine Liste der wichtigsten WiWi-Datenbanken liefert bewährte Recherche-Quellen.

Statistik: Datenkarte Deutschland 2016

Das Wichtigste im Taschenformat: Die Hans Böckler Stiftung hat wieder eine kostenlose Datenkarte mit einer Reihe wichtiger Daten zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2016 herausgegeben. Darüber hinaus stehen auch für alle Bundesländer entsprechende Datenblätter und eine englische Datenkarte für Deutschland zum Download bereit.

Feedback +/-

Feedback