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Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2006 geht an US-Ökonom Phelps

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird im Jahr 2006 an den Arbeitsmarktforscher Edmund Phelps verliehen. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotierte.

Nobelpreisträger

Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2006 geht an US-Ökonom Phelps
Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften des Jahres 2006 hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften dem Arbeitsmarktforscher Edmund Phelps verliehen. »Die Arbeit von Edmund Phelps hat unser Verständnis der Beziehungen zwischen den kurzfristigen und langfristigen Effekten von Wirtschaftspolitik vertieft«, begründete die Akademie die ihre Entscheidung.

Die Beiträge von Phelps haben eine entscheidende Auswirkung auf die Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik gehabt. Niedrige Arbeitslosigkeit und niedrige Inflation sind zentrale Ziele der Politik. Während der 50er und 60er Jahre ging die Forschung von einem festen Tradeoff zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit, der sogenannten Phillips-Kurve aus. Dem Modell der Phillips-Kurve zufolge, würde eine einmalige Erhöhung der Inflationsrate die Arbeitslosigkeit verringern.

Phelps untersuchte die Einflussfaktoren der Lohn- und Preisentwicklung und widerlegte dieses Modell. Er berücksichtigte in diesem Zusammenhang erstmals das Problem unvollkommener Informationen in der Wirtschaft. Aufgrund von unvollkommenen Informationen sind Marktteilnehmer gezwungen, Annahmen über das Verhalten andere zu treffen und dementsprechend ihre Entscheidungen zu fällen. Phelps formulierte die Hypothese einer um diese Erwartungen verstärkten Phillips-Kurve, entsprechend der Arbeitslosigkeit und Inflation durch diese Erwartungen beeinflusst werden. Als Folge dessen, kann die langfristige Arbeitslosenquote durch die Inflation nicht beeinflusst werden. Entscheidend ist dafür alleine ein intakter Arbeitsmarkt.

Edmund Phelps ist 73 Jahre alt und Professesor für Ökonomie an der Columbia-Universität in New York.

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