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Wirtschaftsnobelpreisträger fordert individuelle Frühförderung

James J. Heckman, Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2000, beschreibt im aktuellen CESifo DICE Report den Zufall der sozialen Herkunft als eine der größten Quellen der Ungleichheit.

Heiße Quelle.

Wirtschaftsnobelpreisträger fordert individuelle Frühförderung
München, 14.08.2008 (idw) - Das familiäre Umfeld eines Kindes spielt eine sehr große Rolle für dessen späteren Erfolg im Leben. James J. Heckman, Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2000, beschreibt im aktuellen CESifo DICE Report den Zufall der sozialen Herkunft als eine der größten Quellen der Ungleichheit. Er zeigt, dass in der US-amerikanischen Gesellschaft über die Hälfte der Ungleichheit der Lebenseinkommen auf Faktoren zurückzuführen ist, die in den ersten 18 Lebensjahren festgelegt werden. Zudem weist er darauf hin, dass immer mehr Kinder in den USA in benachteiligte Familien hineingeboren werden. In diesen Familien wird weniger in die Kinder und damit in deren Zukunft investiert. Diese Ungleichheit kann aber durch die gezielte Unterstützung der benachteiligten Familien reduziert werden. Damit kann die spätere Produktivität der Kinder und damit letztlich ihr Beitrag zum Wirtschaftswachstum erhöht werden.

Heckman unterstreicht, dass die Verbesserung des familiären Umfelds sowohl die kognitiven als auch die nicht-kognitiven Fähigkeiten, wie Persönlichkeit oder Motivation der Kinder positiv beeinflusst. Eine frühe Förderung ist darüber hinaus wesentlich effektiver als eine Förderung der Erwachsenen durch bspw. Arbeitsmarktprogramme. Je länger die Gesellschaft mit der Förderung wartet, desto teurer wird sie. Allerdings müssen die Förderprogramme die Familie als soziales Gefüge respektieren, insbesondere wenn es um kulturelle Hintergründe und soziale Werte geht. Die Umsetzung solcher Förderprogramme kann aus Sicht Heckmans mit Hilfe der privaten Wirtschaft geschehen. Den Eltern bleibt die Wahl der passenden Förderung überlassen.

Download
»Early childhood education and care« [PDF, 6 Seiten 441 KB]
http://www.cesifo-group.de/DocCIDL/dicereport208-forum1.pdf

Website von Prof. Heckman, University of Chicago
http://jenni.uchicago.edu

 

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