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Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Hallo,

ich habe mich seit einigen Tagen auf der Arbeit hier im Forum etwas eingelesen.
Ich komme zwar noch nicht mit allen Abkürzungen parat, aber das kommt bestimmt mit der Zeit.
Es wird bestimmt wie ein 0815 Thread, die es wie Sand am Meer gibt, aber möchte es trotzdem ansprechen.

Ich werde kommenden Juni meine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen abschließen und damit mein Fachabitur mit 2,5 haben, womit ich an einer FH in Köln Wirtschaftsrecht studieren möchte.

Mein vorhaben war es in die Unternehmensberatung zu kommen, bevor ich mich über Wirtschaftsrecht informiert habe.. Habe auch schon einige Themen zum Wirtschaftsrecht durchgelesen, die waren aber sehr alt und keine wirkliche Hilfe, da meistens nur schwammige Aussagen getroffen wurden. Langfristig gesehen würde ich gerne ein Platz in der Unternehmensberatung finden, von t1 oder ähnlichem erst mal abgesehen, da ich davon auch keine wirkliche Vorstellung habe und mein Profil bisher keineswegs dem eines T1,2,3 Unternehmen zusagen würde.

Möchte definitiv im Bereich Wirtschaft mein Studium machen, also BWL/Wirtschaftsrecht ... was wäre sinnvoll um später geschmeidig in die Unternehmensberatung zu kommen?

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Um später in die Unternehmensberatung zu kommen, wäre es sinnvoll, nicht an einer FH zu studieren :)

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Unternehmensberatung ist ein extrem dehnbarer Begriff. Was willst du genau? Rechtsberatung, Steuerberatung, Strategieberatung, allround-Unternehmensberatung, Finance-Beratung?

Das, was in diesem Forum üblicherweise mit Unternehmensberatung (oder UB) gemeint ist, sind Strategieberatungen. Und da lautet die Antwort ganz ehrlich: nein.
Geschmeidig kommst du da schonmal überhaupt nicht rein, sondern nur mit harter Arbeit, top-Noten, Auslandserfahrung und Praktika. Sicher nicht mit nem FH-Abschluss in Wirtschaftsrecht. Wenn du das willst, dann mach auf irgendnem Abendgymnasium dein Abi nach. Das dauert i.d.R. nicht lange und du bekommst die Note hinterhergeworfen (verglichen mit einem normalen Gymnasium). Wenn du gut genug bist, reicht es für einen Studienplatz an der Uni Köln (statt FH Köln) und wenn du dich da vernünftig anstellst, sieht die Sache schon wieder anders aus.

Hängt letztlich alles von deinem persönlichen Ehrgeiz ab. Aber die Trauben hängen hoch in dem Bereich.

Lounge Gast schrieb:

Hallo,

ich habe mich seit einigen Tagen auf der Arbeit hier im Forum
etwas eingelesen.
Ich komme zwar noch nicht mit allen Abkürzungen parat, aber
das kommt bestimmt mit der Zeit.
Es wird bestimmt wie ein 0815 Thread, die es wie Sand am Meer
gibt, aber möchte es trotzdem ansprechen.

Ich werde kommenden Juni meine Ausbildung zum Kaufmann für
Versicherungen abschließen und damit mein Fachabitur mit 2,5
haben, womit ich an einer FH in Köln Wirtschaftsrecht
studieren möchte.

Mein vorhaben war es in die Unternehmensberatung zu kommen,
bevor ich mich über Wirtschaftsrecht informiert habe.. Habe
auch schon einige Themen zum Wirtschaftsrecht durchgelesen,
die waren aber sehr alt und keine wirkliche Hilfe, da
meistens nur schwammige Aussagen getroffen wurden.
Langfristig gesehen würde ich gerne ein Platz in der
Unternehmensberatung finden, von t1 oder ähnlichem erst mal
abgesehen, da ich davon auch keine wirkliche Vorstellung habe
und mein Profil bisher keineswegs dem eines T1,2,3
Unternehmen zusagen würde.

Möchte definitiv im Bereich Wirtschaft mein Studium machen,
also BWL/Wirtschaftsrecht ... was wäre sinnvoll um später
geschmeidig in die Unternehmensberatung zu kommen?

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Das mit dem Abitur nachholen habe ich mir auch schon überlegt.

Hat denn hier jemand Wirtschaftsrecht studiert und kann Informationen zum Arbeitsleben danach geben?
Im BWL Studium kann man sich in den späteren Semestern auch etwas im Recht vertiefen, wäre es da nicht sogar besser es zu tun als Wirtschaftsrecht an sich zu studieren

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Mir war es immer ein Rätsel was Absolventen in Wirtschaftsrecht machen. Es gibt mehr als genug Volljuristen die sich für Wirtschafts interessieren und sich darauf spezialisieren. Wenn dich das aber wirklich interessiert, wirst du sicherlich einiges dazu im Internet finden.
Das mit der Unternehmensberatung solltest du dir übrigens aus dem Kopf schlagen. Hast wahrscheinlich von dem Geld und dem Prestige gelesen und das jetzt als Ziel auserkoren, ohne überhaupt zu wissen was das überhaupt genau ist und was die Anforderungen sind.

Mein Tipp: Wenn du wirklich meinst studieren zu müssen, geh an die FH Köln und studier BWL mit der Versicherungvertiefung und steig dann wieder in deinen Ausbildungsbetrieb ein. Es gibt sicherlich die Möglichkeit an der FH interdisziplinäre Module in Recht zu belegen, um dein Interesse zu befriedigen.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Wirtschaftsrechtler arbeiten vor allem in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Gerade ersteres ist nicht wirklich für Juristen geeignet. Bei letzterem konkurrieren die Wirtschaftsrechtler dann eher mit den BWLern. Wobei Führungskräfte/Partner dort dann eher Juristen als BWLer sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Kenne zwei Leute die WiRe studiert haben.
Einer ist nach dem Studium zu einer Big4 (hatte dort auch Praktika) und hat dann dort im Bereich Bankberatung Compliance gemacht. Als er dann Frau/Kind und keine Lust mehr auf den UB Lifestyle hatte ist er dann "Compliancebeauftragter" (also Chief Compliance Officer in Newspeak) einer der Größten 5 Sparkassen DEs (gemessen an Kundeneinlagen) geworden - eine der wenigen in Deutschland die nicht nur von BuBa/BaFin sondern auch von EZB geprüft wird.
Was ich von ihm gehört habe lässt sich so Zusammenfassen: Du musst wirklich Lust auf Juristerei und die ganzen Regularien von Bafin/BuBa bzw EZB/EBA haben und dich da durch die Tausenden (wirklich Tausende) von Seiten wälzen.

Der andere hat einen ziemlich schlechten Bachelor gemacht (2,8 oder so), keinen Job gefunden und hat vor zwei Jahren dann aus Perspektivlosigkeit eine 08/15 Bankausbildung angefangen um überhaupt irgendwas zu haben.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Ich sehe Wirtschaftsrecht auch kritisch. Der Studiengang produziert letztlich Absolventen am Arbeitsmarkt vorbei. Die Unternehmen brauchen Leute, die sie vertreten dürfen. Du wirst (da du kein Volljurist bist) nie im Leben Vertretungsbefugnis (zB in Prozessen), sondern immer jemanden vor der Nase sitzen haben, der ein Berufsexamen hat. Letztlich bleibt man damit ein Zuarbeiter. Es sei denn du gehst ins Steuerrecht und machst den Steuerberater/Wirtschaftsprüfer.

Studier lieber normale BWL oder Voll-Jura. Mit Wirtschaftsrecht tust du dir mMn keinen Gefallen.

Lounge Gast schrieb:

Das mit dem Abitur nachholen habe ich mir auch schon überlegt.

Hat denn hier jemand Wirtschaftsrecht studiert und kann
Informationen zum Arbeitsleben danach geben?
Im BWL Studium kann man sich in den späteren Semestern auch
etwas im Recht vertiefen, wäre es da nicht sogar besser es zu
tun als Wirtschaftsrecht an sich zu studieren

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

Lounge Gast schrieb:

Wirtschaftsrechtler arbeiten vor allem in der
Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Gerade ersteres ist
nicht wirklich für Juristen geeignet. Bei letzterem
konkurrieren die Wirtschaftsrechtler dann eher mit den
BWLern. Wobei Führungskräfte/Partner dort dann eher Juristen
als BWLer sind.

Das stimmt so nicht! Juristen haben von Steuerrecht keinen Plan, es sei denn sie sind selber Steuerberater. Mit dem passenden BWL-Master kannst du dich richtig dick auf Steuern spezialisieren, bei Wirtschaftsrecht möglicherweise auch, bei "normalem" Jura geht das nicht so einfach (außer in Bayern, da ist es Pflichtfach)... dementsprechend haben die BWLer beim Steuerberater/Wirtschaftsprüfer die deutlich höhere Bestehensquote und in der Führungsetage von den Big4 kommt es einzig und allein auf diese beiden Titel an.

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WiWi Gast

Re: Wirtschaftsrecht vs. BWL studieren

WiWi Gast schrieb am 13.02.2017:

Um später in die Unternehmensberatung zu kommen, wäre es sinnvoll, nicht an einer FH zu studieren :)

Komisch, ich kenne erfolgreiche Unternehmensberater, die nicht an der Uni waren.

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Dann kann es aber schon zu spät sein. Würde direkt auswählen was mir gefällt da ein VWL-Bachelor schon DEUTLICH spezialisierter is ...

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