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Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

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WirtschaftsR3cht

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

Hey,

ich habe seit einiger Zeit vor, Wirtschaftsrecht zu studieren. Ich habe aber schon mehrmals gelesen, dass es nicht zu empfehlen ist und man damit keine Jobaussichten hat. Mir ist auch klar, dass es kein vollwertiges Jura-Studium ist. Ich erwarte auch keine Top-Gehälter wie Juristen in Großkanzleien.

Mir wäre es nur wichtig, dass man nach dem Studium gute Berufsaussichten hat (Einstieg so 40k) und kein hoffnungsloser Fall wird. Ich könnte mir vorstellen, im Bereich Unternehmensberatung oder auch in öffentlichen Verwaltung zu arbeiten.

Jemand Erfahrungen mit dem Studiengang?

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

Moin,

ein paar Punkte:

  • Da Unternehmensberatung so vielfältig ist, hast du mit jedem Studiengang (also auch Wirtschaftsrecht) eine Chance, solange deine Noten und Praktika etc stimmen
  • Bzgl. öffentliche Verwaltung ist zu sagen, dass vor allem Finanzverwaltungen auch bachelor of laws Absolventen suchen, ob diese aber eine Chance auf Verbeamtung haben (so wie die dualen Studenten für den gehobenen Dienst) kann ich dir aber nicht sagen.

Generell ist zu sagen, dass es selbstverständlich auch für Wirtschaftsrechtler einen Arbeitsmarkt gibt. Steuern, Arbeitsrecht, compliance, contractmanagement, HR, Insolvenzverwaltung - das sind neben UB/Verwaltung die Klassiker.

Du wirst von einigen Menschen die gegenüber Wirtschaftsrecht abgeneigt sind zu hören bekommen, dass diese ja mit besser qualifizierten Volljuristen konkurrieren und es von eben diesen ja mehr als genug gibt - das stimmt aber nicht. Du hast als Wirtschaftsjurist/rechtler 2 "Vorteile":

  1. Du bist für deinen Arbeitgeber deutlich günstiger (Ja, für 40k bekommt der Arbeitgeber auch einen 4 Punkte Volljuristen, hier gilt aber dass ein guter Wirtschaftsrechtler lieber genommen wird als ein "schlechter" Volljurist)
  2. Interdisziplinarität - erklärt sich von selbst. Und auch wenn es hier gerne einmal heißt, dass sich Berufsgruppe XY die paar BWL Sachen ja sehr einfach selbst beibringen kann - die Realität zeigt dass das selten passiert.

40-50k zum Einstieg (je nach Bundesland, Branche, llb oder llm) sind durchaus realistisch.

Damit mein Post aber nicht nur wie Werbung für den Studiengang aussieht hier noch 2 eher negative Punkte:

  1. Wenn du in den öffentlichen Dienst willst kannst du dir nahezu 100%ig sicher sein dass es nicht der höhere Dienst wird. Wenn du aber keinen typischen wiwi-treff Anspruch hast was dein Lebensstandard angeht kannst du auch mit der Besoldung des gehobenen Dienstes ein schönes Leben führen :)
  2. Du "musst" schnell zum Spezialisten werden, ähnlich wie in BWL solltest du dein Studium + Praktika so wählen, dass daraus erkennbar ist wo du hin möchtest. Das Privileg sehr breit/generalistisch ausgebildet zu werden und dementsprechend nach dem Studium nahezu überall einsetzbar zu sein ist den Volljuristen vorenthalten.

So, ich hoffe das hilft dir ein wenig.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 13.10.2020:

Moin,

ein paar Punkte:

  • Da Unternehmensberatung so vielfältig ist, hast du mit jedem Studiengang (also auch Wirtschaftsrecht) eine Chance, solange deine Noten und Praktika etc stimmen
  • Bzgl. öffentliche Verwaltung ist zu sagen, dass vor allem Finanzverwaltungen auch bachelor of laws Absolventen suchen, ob diese aber eine Chance auf Verbeamtung haben (so wie die dualen Studenten für den gehobenen Dienst) kann ich dir aber nicht sagen.

Generell ist zu sagen, dass es selbstverständlich auch für Wirtschaftsrechtler einen Arbeitsmarkt gibt. Steuern, Arbeitsrecht, compliance, contractmanagement, HR, Insolvenzverwaltung - das sind neben UB/Verwaltung die Klassiker.

Du wirst von einigen Menschen die gegenüber Wirtschaftsrecht abgeneigt sind zu hören bekommen, dass diese ja mit besser qualifizierten Volljuristen konkurrieren und es von eben diesen ja mehr als genug gibt - das stimmt aber nicht. Du hast als Wirtschaftsjurist/rechtler 2 "Vorteile":

  1. Du bist für deinen Arbeitgeber deutlich günstiger (Ja, für 40k bekommt der Arbeitgeber auch einen 4 Punkte Volljuristen, hier gilt aber dass ein guter Wirtschaftsrechtler lieber genommen wird als ein "schlechter" Volljurist)
  2. Interdisziplinarität - erklärt sich von selbst. Und auch wenn es hier gerne einmal heißt, dass sich Berufsgruppe XY die paar BWL Sachen ja sehr einfach selbst beibringen kann - die Realität zeigt dass das selten passiert.

40-50k zum Einstieg (je nach Bundesland, Branche, llb oder llm) sind durchaus realistisch.

Damit mein Post aber nicht nur wie Werbung für den Studiengang aussieht hier noch 2 eher negative Punkte:

  1. Wenn du in den öffentlichen Dienst willst kannst du dir nahezu 100%ig sicher sein dass es nicht der höhere Dienst wird. Wenn du aber keinen typischen wiwi-treff Anspruch hast was dein Lebensstandard angeht kannst du auch mit der Besoldung des gehobenen Dienstes ein schönes Leben führen :)
  2. Du "musst" schnell zum Spezialisten werden, ähnlich wie in BWL solltest du dein Studium + Praktika so wählen, dass daraus erkennbar ist wo du hin möchtest. Das Privileg sehr breit/generalistisch ausgebildet zu werden und dementsprechend nach dem Studium nahezu überall einsetzbar zu sein ist den Volljuristen vorenthalten.

So, ich hoffe das hilft dir ein wenig.

Kompenter Kommentar! Zu den „klassischen“ Arbeitsfeldern würde ich noch die WP zählen und Steuern(Steuerrecht) nochmal besonders vorheben, da du hier, bei guten Leistungen, der perfekte Kandidat bist für den StB.

Noch breiter aufstellen, kannst du dich mit einem LL.B und einem MSc BWL/WiWi danach, was je nach Zulassungsordnung durchaus möglich ist (und natürlich noch einen LL.M.) dazu.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

Hier ein Kommentar aus der Praxis:
Ich bin gerade mit meinem Bachelor fertig und bin in die Steuerberatung bei einem Mittelständler eingestiegen. Mein Einstiegsgehalt liegt bei 43k

Vorab kann ich dir nur raten statt an eine Uni an eine FH zu gehen. Ich kenne durch einen Wechsel beides und muss sagen, dass die FH deutlich direkter und praxisrelevanter arbeitet als die Uni. Zumindest hatte ich das Gefühl an der Uni eher sehr schmalspurig ausgebildet zu werden. Beispiel Fach Steuern: an der Uni mussten wir teilweise lernen warum das BundesVerfG so oder so entschieden hat. Die reine Berechnung war aber relativ egal. Auf der FH wurde uns gezeigt wie X oder Y auszurechnen sei, und und und... am Ende muss aber jeder selber entscheiden und es gibt bestimmt auch leute die das anders sehen. So zurück zum Thema.

Ich bin wie gesagt in der Steuerberatung/ Wirtschaftsprüfung eingestiegen. Mein Studium habe ich mit der Wahl meiner Schwerpunkte auch dahingehend ausgelegt. Wenn das Interesse da ist, bekommt man auch mit nicht so super Noten gute stellen. (Meine Abschlussnote 2,7). In der Steuerberatung / WP kannst du denk ich keinen besseren Studiengang vorher studiert haben. Klar lernst du auch vieles total unnötiges aber du nimmst halt neben dem Schwerpunkt-Studium auch die und vorallem die juristische Arbeitsweisen mit.

Ich habe während meines Studiums 2 Praktika (einmal big4 und einmal bei dem jetzigen Mittelständler) gemacht und wurde jedes Mal wenn es darum ging irgendwelche steuerlichen Sachverhalte darzustellen für meine sehr strukturierte Arbeitsweise gelobt. Gutachtenstil lässt grüßen

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 13.10.2020:

Hier ein Kommentar aus der Praxis:
Ich bin gerade mit meinem Bachelor fertig und bin in die Steuerberatung bei einem Mittelständler eingestiegen. Mein Einstiegsgehalt liegt bei 43k

Vorab kann ich dir nur raten statt an eine Uni an eine FH zu gehen. Ich kenne durch einen Wechsel beides und muss sagen, dass die FH deutlich direkter und praxisrelevanter arbeitet als die Uni. Zumindest hatte ich das Gefühl an der Uni eher sehr schmalspurig ausgebildet zu werden. Beispiel Fach Steuern: an der Uni mussten wir teilweise lernen warum das BundesVerfG so oder so entschieden hat. Die reine Berechnung war aber relativ egal. Auf der FH wurde uns gezeigt wie X oder Y auszurechnen sei, und und und... am Ende muss aber jeder selber entscheiden und es gibt bestimmt auch leute die das anders sehen. So zurück zum Thema.

Ich bin wie gesagt in der Steuerberatung/ Wirtschaftsprüfung eingestiegen. Mein Studium habe ich mit der Wahl meiner Schwerpunkte auch dahingehend ausgelegt. Wenn das Interesse da ist, bekommt man auch mit nicht so super Noten gute stellen. (Meine Abschlussnote 2,7). In der Steuerberatung / WP kannst du denk ich keinen besseren Studiengang vorher studiert haben. Klar lernst du auch vieles total unnötiges aber du nimmst halt neben dem Schwerpunkt-Studium auch die und vorallem die juristische Arbeitsweisen mit.

Ich habe während meines Studiums 2 Praktika (einmal big4 und einmal bei dem jetzigen Mittelständler) gemacht und wurde jedes Mal wenn es darum ging irgendwelche steuerlichen Sachverhalte darzustellen für meine sehr strukturierte Arbeitsweise gelobt. Gutachtenstil lässt grüßen

Die Hälfte meiner Antwort ist weg. War wohl zu lang.
Wenn du noch Fragen zum Studium hast, kannst du dich gerne melden

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 13.10.2020:

Du wirst von einigen Menschen die gegenüber Wirtschaftsrecht abgeneigt sind zu hören bekommen, dass diese ja mit besser qualifizierten Volljuristen konkurrieren und es von eben diesen ja mehr als genug gibt - das stimmt aber nicht. Du hast als Wirtschaftsjurist/rechtler 2 "Vorteile":

  1. Du bist für deinen Arbeitgeber deutlich günstiger (Ja, für 40k bekommt der Arbeitgeber auch einen 4 Punkte Volljuristen, hier gilt aber dass ein guter Wirtschaftsrechtler lieber genommen wird als ein "schlechter" Volljurist)
  2. Interdisziplinarität - erklärt sich von selbst. Und auch wenn es hier gerne einmal heißt, dass sich Berufsgruppe XY die paar BWL Sachen ja sehr einfach selbst beibringen kann - die Realität zeigt dass das selten passiert.

Punkt 2 kann ich gelten lassen, allerdings muss man dann auch einen Job finden, wo es genau auf diese Interdisziplinarität ankommt. Dabei geht es nicht darum, dass man hauptsächlich in einem der beiden Bereiche (BWL/Jura) arbeitet und noch ein wenig aus dem anderen jeweils einbringen kann, sondern es sollte eine echte Schnittstellenfunktion sein. Und die sind in dem Bereich ziemlich selten, zumindest wenn man einen "normalen" Job in einem Unternehmen anstrebt und nichts wie z.B. StB machen möchte.

Punkt 1 stimmt für mich so nicht. Es gibt einen entscheidenden Punkt, warum man an vielen stellen ggü. einen Volljuristen das Nachsehen hat: Man kann die Firma nicht vor Gericht vertreten und das ist für viele Unternehmen unabdingbar. Wenn ich jedes mal einen externen Anwalt einschalten muss und nicht den eigenen Juristen nehmen kann, dann kann ich auf den eigenen oftmals schlicht verzichten.
Ich arbeite in einem großen internationalen Konzern, wir hatten innerhalb Deutschlands sehr lange keinen einzigen Juristen. Dieses Jahr wurde einer eingestellt, aber eben ein Volljurist. Da er nun wie gesagt der einzige ist, war natürlich jemand mit Berufserfahrung nötig, trotzdem liegt sein Gehalt bei etwa 65k p.a. So teuer sind die also nicht. ;-)
In größeren Bereichen mit richtigen Rechtsabteilung gibt es dann sicherlich gute Aufgaben für Wirtschaftsjuristen. Die Frage ist dann da aber auch immer, ob man neben den Volljuristen nicht trotzdem als 2. Klasse angesehen wird und karrieretechnisch das Nachsehen hat.

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

Es ist ja letztendlich immer die Frage was man will. Mit "richtigem" Juraexamen stehen einem deutlich mehr Berufsfelder offen. Rechtsanwalt, Richter etc. scheiden nunmal aus mit WiRe.

Entscheidend gegen WiRe spricht aus meiner Sicht (ich bin Volljurist), dass Du damit zwar gute Chancen hast, irgendwo im "Mittelbau" einzusteigen, dort aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auch stecken bleibst. Irgendwo über Dir in der Hierarchie steht dann immer doch ein Volljurist. Ob sich das so schnell ändern wird?

Aber der Post des TE klingt jetzt auch nicht nach wahnsinnigen Karriereambitionen..

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WirtschaftsR3cht

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 13.10.2020:

WiWi Gast schrieb am 13.10.2020:

Hier ein Kommentar aus der Praxis:
Ich bin gerade mit meinem Bachelor fertig und bin in die Steuerberatung bei einem Mittelständler eingestiegen. Mein Einstiegsgehalt liegt bei 43k

Vorab kann ich dir nur raten statt an eine Uni an eine FH zu gehen. Ich kenne durch einen Wechsel beides und muss sagen, dass die FH deutlich direkter und praxisrelevanter arbeitet als die Uni. Zumindest hatte ich das Gefühl an der Uni eher sehr schmalspurig ausgebildet zu werden. Beispiel Fach Steuern: an der Uni mussten wir teilweise lernen warum das BundesVerfG so oder so entschieden hat. Die reine Berechnung war aber relativ egal. Auf der FH wurde uns gezeigt wie X oder Y auszurechnen sei, und und und... am Ende muss aber jeder selber entscheiden und es gibt bestimmt auch leute die das anders sehen. So zurück zum Thema.

Ich bin wie gesagt in der Steuerberatung/ Wirtschaftsprüfung eingestiegen. Mein Studium habe ich mit der Wahl meiner Schwerpunkte auch dahingehend ausgelegt. Wenn das Interesse da ist, bekommt man auch mit nicht so super Noten gute stellen. (Meine Abschlussnote 2,7). In der Steuerberatung / WP kannst du denk ich keinen besseren Studiengang vorher studiert haben. Klar lernst du auch vieles total unnötiges aber du nimmst halt neben dem Schwerpunkt-Studium auch die und vorallem die juristische Arbeitsweisen mit.

Ich habe während meines Studiums 2 Praktika (einmal big4 und einmal bei dem jetzigen Mittelständler) gemacht und wurde jedes Mal wenn es darum ging irgendwelche steuerlichen Sachverhalte darzustellen für meine sehr strukturierte Arbeitsweise gelobt. Gutachtenstil lässt grüßen

Die Hälfte meiner Antwort ist weg. War wohl zu lang.
Wenn du noch Fragen zum Studium hast, kannst du dich gerne melden

Danke erstmal für deine ausführliche Erfahrungen. Ich möchte auch an einer FH studieren und könnte mir ebenfalls vorstellen, im Bereich Steuern mein Schwerpunkt zu setzen. Dein Beitrag macht mir Mut, diesen Weg einzuschlagen.

antworten
WirtschaftsR3cht

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 13.10.2020:

Es ist ja letztendlich immer die Frage was man will. Mit "richtigem" Juraexamen stehen einem deutlich mehr Berufsfelder offen. Rechtsanwalt, Richter etc. scheiden nunmal aus mit WiRe.

Entscheidend gegen WiRe spricht aus meiner Sicht (ich bin Volljurist), dass Du damit zwar gute Chancen hast, irgendwo im "Mittelbau" einzusteigen, dort aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auch stecken bleibst. Irgendwo über Dir in der Hierarchie steht dann immer doch ein Volljurist. Ob sich das so schnell ändern wird?

Aber der Post des TE klingt jetzt auch nicht nach wahnsinnigen Karriereambitionen..

Ich muss jedoch erwähnen, dass ich bereits einige Semester Jura studiert habe und einen Wechsel in Wirtschaftsrecht anstrebe. Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass mir gewisse betriebswirtschaftliche Fächer fehlen und ich als Anwalt nicht arbeiten möchte. Mir ist bewusst, dass ein Volljurist in den meisten Bereichen bevorzugt wird. Ich möchte gar nicht mit Volljuristen konkurrieren. Letztendlich ist es mir gar nicht so wichtig, dass ich mit Wirtschaftsrecht karrieremäßig nicht so weit kommen kann wie ein Volljurist, ich möchte eigentlich nur einen guten Job im mittleren Segment. Ich könnte auch einfach meine beiden Examen in Jura machen und dann einen Schwerpunkt bzw. L.L.M in Steuern o.ä. machen - jedoch wird das viel Zeit in Anspruch nehmen und für mich persönlich ist es keine gute Alternative, da ich mich sowieso nicht Anwalt sehe und stattdessen lieber in Verwaltungen, Steuerbüros oder rechtliche Abteilungen in Unternehmen arbeiten möchte. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass mir bewusst ist als Volljurist bessere Chancen zu haben und Gehaltsmäßig auch vieeeel besser verdienen kann. Ich möchte eigentlich nur wissen, dass ich mit Wirtschaftsrecht Chancen habe, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und doch nicht ohne einen Job dastehe.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

Wie gut bzw. fachlich ist man mit dem LLB aufgestellt um nach dem Studium den StB Lehrgang zu beginnen, den StB zu bestehen?

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 14.10.2020:

Wie gut bzw. fachlich ist man mit dem LLB aufgestellt um nach dem Studium den StB Lehrgang zu beginnen, den StB zu bestehen?

Hier wieder derjenige, der gerade in der Praxis angefangen hat.
Grundsätzlich fängt man meines Wissens bei Kain und Abel in den Lehrgängen an. Das was du im Studium lernst ist leider nicht ganz so umfangreich wie man zu Beginn glaubt. Das meiste lernt man wirklich erst im Job also keine Bange. Auch hab ich mir sagen lassen, dass die reine StB Prüfung nicht ganz so viel mit der Realität zu tun hat. Von daher gar nicht schlimm. Grundsätzlich bist du aber denk ich ganz gut vorbereitet. Zum einen lernst du den Umgang mit Paragraphen und zum anderen den Gutachtenstil. Diesen brauchst du auch im Examen und laut dem Forum tuen sich die BWLer meistens etwas schwierig damit.

Das Bestehen hängt ganz individuell von deiner Vorbereitung ab. Du hast dir im Studium angeeignet komplizierte Sachverhalte weitesgehend selbst beizubringen und strukturiert zu arbeiten, das ist auch schon die halbe Miete. Das können Wiwis aber auch. Vielleicht nur nicht ganz so strukturiert, da der Gutachtenstil schon sehr kleinspurig ist.

Aber andere haben dazu bestimmt auch noch eine Meinung.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

Es ist Zeitverschwendung. Im Jurastudium wird auch das Bachelorgrad vergeben.

Mit dem BWL-Studium kann man sich auch in Steuern vertiefen und Personal.

Bei der Suche eines passenden Masters bist du nicht so eingeschränkt, wenn du BWL studierst.

Es ist verantwortungslos so einen Studiengang in die Welt zu setzen, wenn die Juristenausbildung an Universitäten stattfindet.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 03.07.2021:

Es ist Zeitverschwendung. Im Jurastudium wird auch das Bachelorgrad vergeben.

Mit dem BWL-Studium kann man sich auch in Steuern vertiefen und Personal.

Bei der Suche eines passenden Masters bist du nicht so eingeschränkt, wenn du BWL studierst.

Es ist verantwortungslos so einen Studiengang in die Welt zu setzen, wenn die Juristenausbildung an Universitäten stattfindet.

Kann ich mittlerweile so unterschreiben, lohnt nicht mehr, kannst lieber Volljura machen und wenns dir nicht liegt mit dem Bachelor noch einen entsprechenden Wirtschaftsrecht Master machen.

Oder andersrum erst BWL Bachelor und dann Wirtschaftsrecht Master.

Wenn du in den ÖD möchtest dann fang direkt da an.

Aber Wirtschaftsrecht ist eigentlich immer unnütz, zumindest im Bachelor.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht: Zeitverschwendung oder doch gut?

WiWi Gast schrieb am 03.07.2021:

Es ist Zeitverschwendung. Im Jurastudium wird auch das Bachelorgrad vergeben.

Mit dem BWL-Studium kann man sich auch in Steuern vertiefen und Personal.

Bei der Suche eines passenden Masters bist du nicht so eingeschränkt, wenn du BWL studierst.

Es ist verantwortungslos so einen Studiengang in die Welt zu setzen, wenn die Juristenausbildung an Universitäten stattfindet.

Du kannst dich auch mit LLB im Steuerrecht vertiefen oder gleich StB machen.

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