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Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

Hallo,
ich(19) studiere zurzeit dual Verwaltungsmanagement an der HS Bund im 3. Semester und bin dementsprechend Anwärter für den gehobenen Dienst.
Im Laufe des Studiums habe ich gemerkt, dass mir die Wirtschaftsthemen und vor allem das Privatrecht Spaß machen.
Leider ist bei meinem Studiengang das öffentliche Recht im Fokus.
Ich habe vor das Studium abzuschließen um anschließend Wirtschaftsrecht berufsbegleitend zu studieren. Nach meinem Studium bin ich 5 Jahre verpflichtet beim Bund zu arbeiten. In dieser Zeit würde ich gerne meinen Bachelor in Wirtschaftsrecht und anschließend meinen Master in Insolvenzrecht machen.

Am liebsten würde ich später als Insolvenzverwalter arbeiten, aber ich bin mir natürlich bewusst dass das Gericht den Insolvenzverwalter für ein bestimmtes Insolvenzverfahren ernennt.
Was für Berufe gibt es sonst noch, welche ich im Bereich Insolvenzrecht ausüben kann?
Unternehmensberatung im Bereich Insolvenz?
Ich würde mich am liebsten später selbständig machen, aber Selbständigkeit als Anwalt kommt aufgrund des Wirtschaftsrechtstudiums nicht infrage.
Bei Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung habe ich meine Bedenken, dass die beiden Bereiche eine der ersten sein werden, die automatisiert werden.

Vielen Dank für eure Antworten und Anregungen

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

Warum sollte ein Steuerberater automatusert werden können, aber ein Anwalt oder Insolvenzverwalter nicht?

Bis Jahresabachluss und Steuererklärung, das Brot des Steueeberaters, automatisiert sind, sind auch alle anderen Berufe im Rechts- und Rechnungswesen automatisiert.

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Warum sollte ein Steuerberater automatusert werden können, aber ein Anwalt oder Insolvenzverwalter nicht?

Bis Jahresabachluss und Steuererklärung, das Brot des Steueeberaters, automatisiert sind, sind auch alle anderen Berufe im Rechts- und Rechnungswesen automatisiert.

Als Steuerberater muss man "lediglich" Gesetze anwenden um am Ende das beste Ergebnis für den Mandanten zu erzielen.
Als bspw. Insolvenzverwalter muss man mit den Mitarbeitern des Insolvenzen Unternehmen kommunizieren, Investoren finden, Restrukturierungs- oder Sanierungsmaßnahmen suchen, etc.
Das ist deutlich vielseitiger als der Beruf des Steuerberaters. Kann natürlich sein, dass ich falsch liege, da ich die Situation nur als Außenstehender betrachte

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Warum sollte ein Steuerberater automatusert werden können, aber ein Anwalt oder Insolvenzverwalter nicht?

Bis Jahresabachluss und Steuererklärung, das Brot des Steueeberaters, automatisiert sind, sind auch alle anderen Berufe im Rechts- und Rechnungswesen automatisiert.

Beim Anwalt völlig unrealistisch. Die Hauptaufgabe des Anwaltes im Zivilrecht ist es, dem Mandanten den Sachverhalt aus der Nase zu ziehen. Die Aufgabe des Strafverteidigers ist beinahe 100% human-to-human Interaktion. Oder wird demnächst ein Computer die Gespräche führen?

Und genau mit oben genannten Sachen verdienen 99% aller Anwälte ihr Brot

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Warum sollte ein Steuerberater automatusert werden können, aber ein Anwalt oder Insolvenzverwalter nicht?

Bis Jahresabachluss und Steuererklärung, das Brot des Steueeberaters, automatisiert sind, sind auch alle anderen Berufe im Rechts- und Rechnungswesen automatisiert.

Für mich als Außenstehender ist das sicherlich nicht einfach zu beurteilen, aber so wie ich das sehe ist wendet ein Steuerberater "lediglich" Gesetze an, um für seinen Mandanten das beste Ergebnis zu erzielen.
Ein Insolvenzverwalter auf der anderen Seite hat viele und diverse Entscheidungen immer variierend von Insolvenzverfahren zu Insolvenzverfahren hinsichtlich Restrukturierungs- oder Sanierungsmaßnahmen etc. zu treffen. Außerdem muss er noch bspw. mit den Arbeitnehmern des insolventen Unternehmen kommunizieren und ggf. Investoren finden.

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

Bis juristische Subsumtion (RA/StB) digitalisiert ist, gibt´s die meisten anderen BWL-Berufe schon nicht mehr - also keine Sorge,

Im Bereich Insolvenz hast du sehr viele Optionen:

  • (spezialisierte) Kanzleien als RA mit Schwerpunkt Insolvenzrecht
  • Unternehmensberatungen mit Schwerpunkt Restrukturierung / Distressed M&A etc.
  • später notleidende Unternehmen als (Interim) CEO/CFO z.B. zum Turnaround
  • natürlich selbständig als RA, falls du willst
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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Bis juristische Subsumtion (RA/StB) digitalisiert ist, gibt´s die meisten anderen BWL-Berufe schon nicht mehr - also keine Sorge,
Im Bereich Insolvenz hast du sehr viele Optionen:

  • (spezialisierte) Kanzleien als RA mit Schwerpunkt Insolvenzrecht
  • Unternehmensberatungen mit Schwerpunkt Restrukturierung / Distressed M&A etc.
  • später notleidende Unternehmen als (Interim) CEO/CFO z.B. zum Turnaround
  • natürlich selbständig als RA, falls du willst

Rechtsanwalt selbst Fachanwalt für Insolvenzrecht kann ich mit einem master in Wirtschaftsrecht (leider) nicht werden, da man für diese Tätigkeit das 2. Staatsexamen haben muss

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Warum sollte ein Steuerberater automatusert werden können, aber ein Anwalt oder Insolvenzverwalter nicht?

Bis Jahresabachluss und Steuererklärung, das Brot des Steueeberaters, automatisiert sind, sind auch alle anderen Berufe im Rechts- und Rechnungswesen automatisiert.

Beim Anwalt völlig unrealistisch. Die Hauptaufgabe des Anwaltes im Zivilrecht ist es, dem Mandanten den Sachverhalt aus der Nase zu ziehen. Die Aufgabe des Strafverteidigers ist beinahe 100% human-to-human Interaktion. Oder wird demnächst ein Computer die Gespräche führen?

Und genau mit oben genannten Sachen verdienen 99% aller Anwälte ihr Brot

Soso 99% aller Anwälte verdienen also mit Strafverteidigung Brot...hahaha ich lach mich tot, da hat wohl wer zu viele Serien gesehen.

Als Anwalt bist du zu 90% vorm PC und liest Verträge, recherchierst rechtliche Fragestellungen etc. also im Grunde dieselbe Tätigkeit wie beim Steuerberater nur, dass beim Stb auch noch JA hinzukommt.

Die aller wenigsten Anwälte sind Strafverteidiger.

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Warum sollte ein Steuerberater automatusert werden können, aber ein Anwalt oder Insolvenzverwalter nicht?

Bis Jahresabachluss und Steuererklärung, das Brot des Steueeberaters, automatisiert sind, sind auch alle anderen Berufe im Rechts- und Rechnungswesen automatisiert.

Beim Anwalt völlig unrealistisch. Die Hauptaufgabe des Anwaltes im Zivilrecht ist es, dem Mandanten den Sachverhalt aus der Nase zu ziehen. Die Aufgabe des Strafverteidigers ist beinahe 100% human-to-human Interaktion. Oder wird demnächst ein Computer die Gespräche führen?

Und genau mit oben genannten Sachen verdienen 99% aller Anwälte ihr Brot

Soso 99% aller Anwälte verdienen also mit Strafverteidigung Brot...hahaha ich lach mich tot, da hat wohl wer zu viele Serien gesehen.

Als Anwalt bist du zu 90% vorm PC und liest Verträge, recherchierst rechtliche Fragestellungen etc. also im Grunde dieselbe Tätigkeit wie beim Steuerberater nur, dass beim Stb auch noch JA hinzukommt.

Die aller wenigsten Anwälte sind Strafverteidiger.

Ich kann mit wirtschaftsrecht nicht Anwalt werden!

Und bei der Automatisierung denke ich eher an die Berufe Steuerberater und Wirtschaftsprüfer...

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

Ich wiederhole es gerne zum 4. mal. Ein Amwalt ist genauso (nicht) gefährdet von der Automatisierung wie ein Steuerberater. Wie in aller Welt kommst du drauf, dass ein Stb leicht wegrationalisiert werden kann. Argumentier doch mal. Das Steuerrecht iat hoch komplex und die lebendigste und sich am häufigsten ändernde Rechtsnorm von allen. Wenn der Stb wegfällt, fallen auch alle anderen WiWi/Wirtschaftsrecht Jobs weg.

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

Also ich habe selbst die genannten erforderlichen Qualifikationen erworben, die hier angeblich durch die "Automatisierung" wegfallen sollen. Trotz gegenläufiger Meinung hier im WiWi-Treff, blicke ich zuversichtlich in die Zukunft. Als "digital native" empfinde ich die zunehmende Digitalisierung eher als Chance, Prozesse effizienter zu gestalten und somit mehr Zeit für den eigentlichen Kernbereich, die (steuer-)rechtliche Beratung, zu haben. Auch als WP helfen mir digitale Tools eher, um ein Unternehmen und sein Rechenwerk zu verstehen und zu prüfen.

Aber jetzt back2topic:
Aktuell ist es leider sehr schwierig für nicht-Juristen als Insolvenzverwalter bestellt zu werden. lt. jüngster Rechtsprechung ist nicht mal ein Steuerberater mit langjähriger Erfahrung notwendigerweise hierzu "geeignet", sondern primär Volljuristen. Als Wirtschaftsrechtler bieten sich dennoch oftmals Chancen, als Absolvent bei einem solchen (größeren) Insolvenzverwalter (z. B. Schultze&Braun, White&Case, PLUTA) einzusteigen.
Es gibt jedoch eine interessante Entwicklung in diesem Bereich: So ist es aktuell angedacht, für "Insolvenzverwalter" ein eigenes Berufsrecht zu schaffen, inkl. Berufsaufsicht, geschützter Berufsbezeichnung, Zutrittsbarriere in Form eines Examens - also vergleichbar mit den Berufen des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers.
Um dieses Examen abzulegen muss man vermutlich kein Volljurist sein, die Zugangsvoraussetzungen werden wohl den o. g. Berufen ähneln. Dies könnte deine Chance sein.
Ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen.
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 15.11.2018:

Also ich habe selbst die genannten erforderlichen Qualifikationen erworben, die hier angeblich durch die "Automatisierung" wegfallen sollen. Trotz gegenläufiger Meinung hier im WiWi-Treff, blicke ich zuversichtlich in die Zukunft. Als "digital native" empfinde ich die zunehmende Digitalisierung eher als Chance, Prozesse effizienter zu gestalten und somit mehr Zeit für den eigentlichen Kernbereich, die (steuer-)rechtliche Beratung, zu haben. Auch als WP helfen mir digitale Tools eher, um ein Unternehmen und sein Rechenwerk zu verstehen und zu prüfen.

Aber jetzt back2topic:
Aktuell ist es leider sehr schwierig für nicht-Juristen als Insolvenzverwalter bestellt zu werden. lt. jüngster Rechtsprechung ist nicht mal ein Steuerberater mit langjähriger Erfahrung notwendigerweise hierzu "geeignet", sondern primär Volljuristen. Als Wirtschaftsrechtler bieten sich dennoch oftmals Chancen, als Absolvent bei einem solchen (größeren) Insolvenzverwalter (z. B. Schultze&Braun, White&Case, PLUTA) einzusteigen.
Es gibt jedoch eine interessante Entwicklung in diesem Bereich: So ist es aktuell angedacht, für "Insolvenzverwalter" ein eigenes Berufsrecht zu schaffen, inkl. Berufsaufsicht, geschützter Berufsbezeichnung, Zutrittsbarriere in Form eines Examens - also vergleichbar mit den Berufen des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers.
Um dieses Examen abzulegen muss man vermutlich kein Volljurist sein, die Zugangsvoraussetzungen werden wohl den o. g. Berufen ähneln. Dies könnte deine Chance sein.
Ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen.
Liebe Grüße

Danke für die ausführliche Antwort.
Gibt es zu den Ausführungen im 2. Abschnitt Quellen?
Ein eigenes Berufsrecht hört sich auf jeden Fall spannend an.

antworten
WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 15.11.2018:

Danke für die ausführliche Antwort.
Gibt es zu den Ausführungen im 2. Abschnitt Quellen?
Ein eigenes Berufsrecht hört sich auf jeden Fall spannend an.

Siehe hierzu insb. den Artikel in der DStR 42/2018 S. 2218 mit weiteren Nachweisen. Außerdem zu der Schaffung eines eigenen Berufsrechts diverse Meldungen in "Der Betrieb" in jüngerer Vergangenheit. Diese Beruhen auf der gemeinsamen Aufforderung des BAKinso e.V., NIVD e.V. und VID e. V. (alles Zusammenschlüsse im Bereich des InsR) an den Gesetzgeber, ein eben solches zu schaffen - auch bedingt durch die "jüngeren" (2016) EuGH-Urteile zur Regulierung des "Sanierungsmarkts"

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 15.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 15.11.2018:

Danke für die ausführliche Antwort.
Gibt es zu den Ausführungen im 2. Abschnitt Quellen?
Ein eigenes Berufsrecht hört sich auf jeden Fall spannend an.

Siehe hierzu insb. den Artikel in der DStR 42/2018 S. 2218 mit weiteren Nachweisen. Außerdem zu der Schaffung eines eigenen Berufsrechts diverse Meldungen in "Der Betrieb" in jüngerer Vergangenheit. Diese Beruhen auf der gemeinsamen Aufforderung des BAKinso e.V., NIVD e.V. und VID e. V. (alles Zusammenschlüsse im Bereich des InsR) an den Gesetzgeber, ein eben solches zu schaffen - auch bedingt durch die "jüngeren" (2016) EuGH-Urteile zur Regulierung des "Sanierungsmarkts"

Wenn ich als master speziell Unternehmensrestrukturierung und Sanierung studiere, habe ich dann bessere Chancen als LL.M zum Insolvenzverwalter bestellt zu werden als ein Rechtsanwalt?

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WiWi Gast

Wirtschaftsrecht Insolvenzrecht

WiWi Gast schrieb am 20.11.2018:

Wenn ich als master speziell Unternehmensrestrukturierung und Sanierung studiere, habe ich dann bessere Chancen als LL.M zum Insolvenzverwalter bestellt zu werden als ein Rechtsanwalt?

Ganz einfach: Nein. Als frischer Absolvent wirst du ohnehin niemals bestellt werden.

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