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Unternehmensjurist Uni Mannheim

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WiWi Gast

Unternehmensjurist Uni Mannheim

Hallo,

ich bin vor einiger Zeit auf den Studiengang Unternehmesjurist der Uni Mannheim gestoßen. Im großen und ganzen hat dich das überzeugt und ich finde das auch interessant.
Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem Studiengang? Kann vielleicht jemand was dazu sagen? Wie seht ihr die Berufschanchen nach dem Studium?

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Also ich finde die Studiengänge aus dem Bereich "Wirtschatfsrecht" auch sehr interessant, habe aber das Gefühl, dass dies als alleiniges Studium problematisch bei den Berufschancen ist.

So ist meine Wahrnehmung, dass die Unternehmen sagen "für die Stelle nehmen wir nen BWLer" oder "für die Stelle nehmen wir nen Juristen"...

Vielleicht ändert sich das ja noch (was ich begrüßen würde, weil es aus meiner Sicht ne Reihe an Positionen gibt wo nen Wirtschaftsjurist im Allgemeinen besser geeignet ist als nen BWLer und nen Jurist), aber im Moment schwierig...

Als Zusatzqualifikation wie in nem Zweitstudium kann man aber aus meiner Sicht heute schon damit sehr punkten...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Also auf der Homepage der Studiengangs steht: Hervorragende berufliche Perspektiven
;)

Grundsätzlich die ist Qualifikation sehr gefragt. Manche Unternehmen haben allerdings noch den Tick, dass sie nur Volljuristen nehmen. Falls du Richtung Steuerberatung willst, dürfte der Studiengang sehr gut sein. Auch bei /Versicherungenoder Insolvenzverwaltungen passt das sicher gut. Personalabteilung ist sicher auch nicht verkehrt.

Und falls du merkst, dass du doch lieber Anwalt werden willst, kannst du ja den Aufbaustudiengang machen, der dich aufs Examen vorbereitet. Durch die wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse bist du dan sicherlich sehr gefragt.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Also da gibt mega-lecker Weiber in dem Studiengang.
Berufschancen gibt es bestimmt, weiß nur nicht, welche. Vielleicht in die WP oder StB gehen?

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Manchmal wirkt die Uni Mannheim schon fast albern...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

man kann später in einer anwaltskanzlei arbeiten oder stb werden, also schlecht ist der studiengang wirklich nicht, heutzutage kann man nicht genug recht-wissen haben. eine bekannte von mir hat in einer "waldundwiesen-FH"(wie es leider gern in diesem forum bezeichnet wird) wi-recht studiert und arbeitet jetzt mit einem rechtsanwalt in münchen zusammen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich (Threadstarter) würde dann noch ein Master in Management machen und dann eventuell in die Unternehmensberatung. Ich hab halt die Befürchtung beim Master in Management nicht so richtig mitzukommen, weil beim Bachelor Unternehmensjurist nur 1/3 des Studiengangs BWL enthält.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Das kommt auf Deine Schwerpunkte an. Es gibt da auch Fächer, auf die Du Dich im Rahmen der Management-Ausbildung spezialisieren kannst, in denen Du kau Vorwissen brauchst, z. B. "Management" (so etwas wie Unternehmensführung) oder Industriebetriebslehre, Marketing oder Internationales Management. Finanzierung, Wirtschaftsprüfung, Controlling oder Logistik werden dann eher so etwas wie "unmöglich".

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

würde an deiner Stelle es andersrum machen...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Gibt es ein Master-Programm zum Wirtschaftsrecht?

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

gibt da so einige... z.B. von der TU Kaiserslautern...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Mehr als genug =)

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Dann studiere besser BWL. Bei allem Verständnis für Dein Interesse am Wirtschaftsrecht. Diese Wirtschaftsrechtsstudiengänge nimmt in Juristenkreisen niemand wirklich ernst.

Das Studium qualifiziert Dich nicht für die klassischen juristischen Berufe und kratzt verglichen mit einem "normalen" Jurastudium nur an der Oberfläche. Für eine spätere juristische Tätigkeit ist das zu wenig. Also entweder ganz Jura studieren oder die Finger davon lassen!

Sinn machen solche Studiengänge nach meiner Einschätzung nur als Zusatzqualifikation z.B. zu einer BWL-Ausbildung (weil man zusätzlich einen gewissen juristischen Background bekommt) oder wenn man anschließend das Steuerberaterexamen ablegen will (hat auch viel mit Jura zu tun).

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

ja gibt es

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Kannst du bitte Beispiele nennen?

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

ja z.B. bei der TU Kaiserslautern

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

der master an der FH schmalkalden ist sehr neu und hat eine sehr gute reputation, ausserdem entfallen studiengebühren in thüringen und der semesterbeitrag ist sehr wenig

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Wenn ich einen juristischen Background haben will, mache ich doch ein gewisses L.L.M-Studium. Hat jemand da Erfahrung?

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

LL.M. im Anschluss an ein BWL-Studium ist sehr beliebt und für Bewerbungen sicher eine interessante Zusatzqualifikation. Jedenfalls besser als "Mischstudiengänge" wie dieser "Unternehmensjurist" an der Uni Mannheim. Allerdings sollte man sich davon nicht zuviel versprechen. Man bekommt dort Grundkenntnisse. Jura muss sich, wenn man es wirklich verstehen will, angeblich "setzen". Das heißt einmal Grundbegriffe lernen, ständig wiederholen, insbesondere vor den Staatsexamen noch mal extrem und dann noch mal das Wissen fallbezogen anwenden (zweites Staatsexamen). Nicht umsonst sagt man, dass Juristen mit dem Alter immer besser werden. Das kann man nicht in einem LL.M.-Studium abhandeln. Aber wer einen Job anstrebt, bei dem man ständig mit Rechtsfragen in Berührung kommt und mit Juristen redet (z.B. Geschäftsführer, Steuerberater), wird mit ein bisschen Grundverständnis sicher Vorteile haben.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich persönlich würde die Finger von diesem "Unternehmensjuristen" lassen. Es gibt zu viele Ungewissheiten, vor allem aber bist du hinterher:

  1. Kein "richtiger" Jurist. Anwaltszulassung etc. sind nicht möglich. Noch stellen die meisten Arbeitgeber nach dem Motto "dafür nehmen wir einen Juristen und dafür nehmen wir einem BWLer" ein. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen, sind aber selten. Die Anzahl möglicher Arbeitgeber später eher klein.

  2. Kann ich mir nicht vorstellen, dass in diesem Studium rechtliche Kenntnisse auf dem Niveau eines Jurastudiums vermittelt werden (fehlende Staatsexamen, kein Referendariat).

  3. Ist der Studiengang noch neu. Keiner weiß, wie die Berufschancen sind. Ich würde nicht das Versuchskaninchen spielen wollen.
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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. ;)

Lounge Gast schrieb:

Ich persönlich würde die Finger von diesem
"Unternehmensjuristen" lassen. Es gibt zu viele
Ungewissheiten, vor allem aber bist du hinterher:

  1. Kein "richtiger" Jurist. Anwaltszulassung etc.
    sind nicht möglich. Noch stellen die meisten Arbeitgeber nach
    dem Motto "dafür nehmen wir einen Juristen und dafür
    nehmen wir einem BWLer" ein. Ausnahmen mögen die Regel
    bestätigen, sind aber selten. Die Anzahl möglicher
    Arbeitgeber später eher klein.

  2. Kann ich mir nicht vorstellen, dass in diesem Studium
    rechtliche Kenntnisse auf dem Niveau eines Jurastudiums
    vermittelt werden (fehlende Staatsexamen, kein Referendariat).

  3. Ist der Studiengang noch neu. Keiner weiß, wie die
    Berufschancen sind. Ich würde nicht das Versuchskaninchen
    spielen wollen.
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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. ;-)

Richtig! Ich will den Studiengang ja nicht per se verteufeln. Aber jeder sollte sich gut überlegen, ob er eine so wichtige Entscheidung (Studiendauer und Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung) bei den bestehenden Risiken treffen will.

Der Studiengang hat sicher eine interessante Ausrichtung. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob der Arbeitsmarkt damit etwas anfangen kann.

Beachten sollte man auch, dass die Unternehmen für den Rechtsbereich eher selten Absolventen einstellen. Viele Juristen, die in Großkanzleien angefangen haben, wechseln nach ein paar Jahren (up or out-Prinzip) in die Justiz und oft auch in die Rechtsabteilung bei einem Unternehmen (oft Mandanten). Stellt sich die Frage, ob man sich gegen solche Konkurrenz (in der Regel Prädikatsexamen, 2-3 Jahre Berufserfahrung, Promotion) durchsetzen kann.

Laut Infobroschüre hat man nach dem LL.B. noch die Möglichkeit die juristischen Staatsexamen zu machen. Ich gehe davon aus, dass das wegen der oben genannten Risiken viele Absolventen machen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Kommt drauf an in welchen Bereich man später will. Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung ist ein Staatsexamen überflüssig. Personalabteilung ebenso. Auch im Compliance, interne Revision braucht man kein Staatsexamen. Für die ganzen Standard BWL-Abteilungen sowieso nicht.

Examen ist nur notwendig, wenn man wirklich in die Rechtsabteilung will. (meine Meinung). In den Staatsdienst will man nicht, wenn man den Studiengang macht. Ansonsten hat man falsch geplant.

Lounge Gast schrieb:

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. ;-)

Richtig! Ich will den Studiengang ja nicht per se verteufeln.
Aber jeder sollte sich gut überlegen, ob er eine so wichtige
Entscheidung (Studiendauer und Ausgangspunkt für die weitere
Entwicklung) bei den bestehenden Risiken treffen will.

Der Studiengang hat sicher eine interessante Ausrichtung. Ich
bin mir nur nicht so sicher, ob der Arbeitsmarkt damit etwas
anfangen kann.

Beachten sollte man auch, dass die Unternehmen für den
Rechtsbereich eher selten Absolventen einstellen. Viele
Juristen, die in Großkanzleien angefangen haben, wechseln
nach ein paar Jahren (up or out-Prinzip) in die Justiz und
oft auch in die Rechtsabteilung bei einem Unternehmen (oft
Mandanten). Stellt sich die Frage, ob man sich gegen solche
Konkurrenz (in der Regel Prädikatsexamen, 2-3 Jahre
Berufserfahrung, Promotion) durchsetzen kann.

Laut Infobroschüre hat man nach dem LL.B. noch die
Möglichkeit die juristischen Staatsexamen zu machen. Ich gehe
davon aus, dass das wegen der oben genannten Risiken viele
Absolventen machen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

es ist immer ein abschluss aus mannheim. ich glaube, dass wird viele unternehmen später beruhigen. immerhin haben sich mittlerweile auch interdisziplinäre studiengänge wie wirtschaftsmathematik oder wirtschaftsingenieur durchgesetzt.
nachdem mannheim vor jahren ihr studienprogramm konsequent aussortiert hat, werden die sich schon was gedacht haben bei dem studiengang was die zukunftsaussichten angeht

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

werden die sich schon was gedacht haben.

Naja, wer eine Geschäftsidee hat, hat sich auch was gedacht. Und wenn es nur darum geht, Geld zu verdienen. ;-)

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Das Problem an diesen ganzen semi-juristischen Studiengängen ist die Akzeptanz. Viele Wirtschaftsjuristen (FH) sind ganz schön gefrustet, weil sich der Studiengang im Berufsleben schnell zu einer Sackgasse entwickeln kann. Man kann gute Jobs damit bekommen, z.B. als sog. "Transaction-Support-Lawyer" in Großkanzleien (da werden recht gute Gehälter gezahlt) oder als Assistent in einer Big4.

Wenn man den Steuerberater anstrebt, ist so ein verkürzter Studiengang (im Vergleich zu Jura) der schnellere Weg. Man spart sich vor allem das Referendariat. Wenn man im juristischen Bereich bleiben will, bleibt immer ein Manko: keine RA-Zulassung. Gerade die o.g. Transaction-Support-Lawyers haben da ein echtes Akzeptanzproblem. Wenn die verantwortungsvolle Aufgaben wollen, heißt es schnell: "Dafür haben wir sie nicht angestellt."

Und für den Managementbereich bezweifle ich, dass man dort etwas lernt, dass man dann Absolventen anderer Bereiche voraus hat. Ich habe zum Wirtschaftsjuristen ein paar Mal gelesen: 50% Jura, 25% BWL und 25% Soft-Skills wie Präsentationstechniken. Das mag jeder für sich selbst beurteilen. Meine Meinung dazu:

50% Jura und 25% BWL vermitteln allenfalls rudimentäre Fachkenntnisse. 25% Soft-Skills klingt gut. Ist aber nichts, was man Juristen oder BWLern voraus hätte. Bei Seminaren müssen die sich auch mit Präsentationstechniken auseinandersetzen und wenn noch Defizite bestehen, lernen sie das später "on the job". Am Ende hat man dann rudimentäre Fachkenntnisse aus beiden Bereichen und im Vergleich zu anderen keinen relevanten Vorteil mehr.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Läuft eh darauf hinaus, dass die Leute im Anschluss das Staatsexamen machen. Oder wenn nicht, d.h. gleich in den Job wechseln ... naja ... dann muss man schauen, ob das in einer Sackgasse endet.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich würd die Finger davon lassen. Einen Vorteil gegenüber z.B. Jura + betriebswirtschaftliche Weiterbildung oder BWL + LL.M. im Anschluss kann ich da nicht zu erkennen. Dafür hat man dann keine Ausweich-Optionen. Mit einem richtigen Jurastudium + Referendariat hat man zumindest noch die Möglichkeit sich als Rechtsanwalt zuzulassen. Bei einem BWL-Studium kann man sich am Ende Dipl-Kaufmann/Master nennen. Und beim einem Studium "Unternehmensjurist" ist unklar, welche Qualifikation der Bewerber wirklich hat. Wenn die Mischung 50% Jura, 25% BWL und 25% Soft-Skills stimmt, dann ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Oder geht ernsthaft jemand davon aus, dass die Konkurrenz auf dem Bewerbermarkt nicht auch die 25% Soft-Skills drauf hat - dafür das eigene Fach aber zu mehr als 50%...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Einige sollten hier nicht schreiben, wenn sie gar nicht wissen wie der Studiengang aufgebaut ist.

Man macht den Bachelor und kann dann ganz regulär den BWL Master, Master of Law oder das Staatsexamen machen. Man braucht dann übrigens 10 Semster fürs Examen...

Lounge Gast schrieb:

Ich würd die Finger davon lassen. Einen Vorteil gegenüber
z.B. Jura + betriebswirtschaftliche Weiterbildung oder BWL +
LL.M. im Anschluss kann ich da nicht zu erkennen. Dafür hat
man dann keine Ausweich-Optionen. Mit einem richtigen
Jurastudium + Referendariat hat man zumindest noch die
Möglichkeit sich als Rechtsanwalt zuzulassen. Bei einem
BWL-Studium kann man sich am Ende Dipl-Kaufmann/Master
nennen. Und beim einem Studium "Unternehmensjurist"
ist unklar, welche Qualifikation der Bewerber wirklich hat.
Wenn die Mischung 50% Jura, 25% BWL und 25% Soft-Skills
stimmt, dann ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Oder
geht ernsthaft jemand davon aus, dass die Konkurrenz auf dem
Bewerbermarkt nicht auch die 25% Soft-Skills drauf hat -
dafür das eigene Fach aber zu mehr als 50%...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Mannheim wird maßlos überbewertet. So ein Studiengang ist nichts wert, da kommt man bestenfalls in irgendeiner kleinen Mini-Kanzlei als Kopierer unter. Ich meine, wenn man sich mal an der Uni umschaut, dann hat Jura und BWL die höchsten Absolventenzahlen. Das sind Massenstudiengänge. D.h. es gibt mehr als genug Juristen, die einen Job suchen und da nehmen Unternehmen doch lieber einen richtigen Juristen, als irgendso ein komischer hybrider Studiengang, von dem man a) noch nichts gehört hat und b) er sich mehr oder weniger lächerlich macht, da es eben nur Halbwissen ist. Von mir ganz klar keine Empfehlung.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Solange DU dran glaubst, kann ja nichts schief gehen. ;-)

Lounge Gast schrieb:

es ist immer ein abschluss aus mannheim. ich glaube, dass
wird viele unternehmen später beruhigen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Zum Thema Halbwissen, Möglichkeiten und Ausweichoptionen:

Der Studiengang bietet an nach dem Bachelor, einen Master in Wirtschaftsrecht oder in BWL (oder MBA) zu machen, oder eben (und das machen viele) nach einem Aufbaustudiengang mit dem ganz normale ersten und zweiten Staatsexamen abzuschließen, sich dann aber von den vielen Tausend taxifahrenden anderen Volljuristen mit soliden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen der wohl angesehensten und besten staatl. Uni in diesem Bereich zu unterscheiden bzw. hervorzuheben.
Mehr Auswahlmöglichkeit geht eigentlich nicht...

Dazu kommen wirklich gute Professoren wie z.B. Prof. Homburg in Marketing oder Prof. Bitter in Zivilrecht und die Möglichkeit in dem größten Schloss Deutschlands zu studieren und von den vielen Forschungsgeldern, Sponsoren und Reputation der Uni zu profitieren.

Man muss aber bedenken, dass das ganze eine Doppelbelastung darstellt, da man gerade am Anfang viel BWL hat und nach 6 Semestern den Zivilrechtteil (der ca. 50 Prozent ausmacht) des ganz normalen Staatsexamens schreibt.
Darunter leidet vor allem in den ersten Semestern die Freizeit, v.a. im Vergleich zu normalen Jura Studenten (nichts für ungut), zumindest in den ersten 3 Semestern. Das Niveau, gerade durch die guten BWLer (NC min. 1,3), mit denen man viele Vorlesungen und Klausuren hat ist natürlich relativ hoch. Semesterferien sind dieses Jahr zum Beispiel ausgefallen.
Ich will keine Werbung machen, es gibt immer Kritikpunkte, wie die Zukunft aussieht weiß keiner. Aber die "nicht Fisch nicht Fleisch" Debatte wurde auch im Vorfeld des Wirtschaftsing. Studiums geführt, und heute gibts in dem Bereich die größten Einstiegsgehälter.

Die scharfe Kritik beruht leider oft aus Ahnungslosigkeit oder zur Rechtfertigung der eigenen Wahl. Wenn in 2,5 Jahren die ersten Unternehmensjuristen dann die besseren Staatsexamensnoten abgreifen und dann neben Praktikum und Auslandsaufenthalt auch noch einen Wirtschaftsrechtbachelor aufweisen können interessiert sich keiner mehr dafür, dass sie im 2ten Semester eine Vorlesung Rechtsgeschichte weniger hatten.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Wie meinst du das "die semsterferien sind ausgefallen"? gab es keine weil so viele pflichtveranstaltungen darin waren oder weil du einfach für dich viel gelernt hast?

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Das lag an der engen Taktung der Klausuren, in der Zeit in der normalerweise Semesterferien sind, gab es eine 2 wöchige Block AG und dann eine Klausur in der Inhalte aus der Vorlesung BGB AT und Haftungsrecht abgefragt wurden...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich kann da nur zustimmen, in zivilrecht wir ein ziemlich krasses tempo vorgelegt, während sich andere juristen noch mit der Geschichte des Rechts befassen, haben die Ujus schon den Schuldrecht At teil fertig, welcher im 2. Semester 12 SWS ausmacht ( inkl. AG ), im Gespräch mit 'echten' juristen merke ich dass es uns in zivilrecht an nichts fehlt, und der örecht teil auch wenn er nur grob angeschnitten ist auch nicht unbedingt ein zuckerschlecken ist, man bedenke auch den recht hohen nc an der uni mannheim, welcher jedoch nicht hohe Durchfallquoten verhindert, somit denke ich dass aufgund des Druckes dem die Uni ausgesetzt ist, alles dran gesetzt wird dass dieses Jahr die Examenskandidaten gut abschneiden. ( auch wenn es während des Studium zu einer rel. hohen Abbrecherzahl führt ).

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Hallo zusammen,

da ich festgestellt habe, dass es zwar einige Beschreibungen über den Studiengang ?Unternehmensjurist? gibt, aber alles immer aus einer bestimmten Perspektive geschrieben ist, möchte ich euch auch nochmals schreiben, wie ich diesen Studiengang empfinde. Ich hatte besonders als ich mich beworben hatte, Probleme Berichte die ich darüber gelesen hatte, auf mich zu beziehen. Deswegen bin ich der Meinung, ich schreibe erst einmal über meinen Charakter, damit ihr wisst, in wie weit die beschriebenen Dinge vielleicht auch auf euch zutreffen.

Über mich:
Ich habe den Studiengang mit 21 Jahren (fast 22) begonnen, habe mein Abi 2008 in Baden-Württemberg gemacht. Die Schulzeit war mir eigentlich immer relativ egal und sehr einfach. Habe wirklich nie was dafür gelernt und bin trotzdem immer glatt durchgekommen. So konnte ich dann mein Abi mit einem Durchschnitt von 2,4 ohne irgendeinen Lernaufwand über die Bühne bringen. Meine stärken waren Englisch (13 Punkte), meine Schwäche Mathe (4 Punkte), wobei ich eigentlich kein Problem beim mathematischen Verständnis habe. Ich hatte 5 Leistungskurse: Gemeinschaftskunde, Deutsch, Englisch, Mathe und Physik.
Da ich mich in der Schule immer gelangweilt habe, habe ich dann eine Ausbildung zum Finanzassistenten (Bankkaufmann mit Zusatzqualifikation Allfinanz) angefangen und nach 1 Jahr und 9 Monaten als einer der Besten in Deutschland abgeschlossen. Daraufhin wurde ich dann in eine Studienstiftung für kommende Führungskräfte aufgenommen, die mich bis heute fördert.
Ich verbringe gerne viel Zeit mit Freunden, liebe Action und Sport und gehe gerne feiern.
Also kurz: Ich sehe eigentlich immer alles locker, mache mir sehr selten Stress und muss eigentlich nie viel lernen um gut durch Prüfungen zu kommen.

Über den Studiengang:
Eins Vorweg: Der Studiengang treibt auch mich an meine Grenzen, bietet aber auch sehr interessante Inhalte.
Zum ersten Semester ist es in anderen Unis üblich, dass erstmal alle auf einen Stand gebracht werden. Dies ist hier in Mannheim nicht so. Hier geht es gleich zur Sache. Nach den ersten 2 (noch sehr gechillten) Wochen merkt man langsam, wie das Niveau anzieht. Nach 6 Wochen schreibt ihr schon die erste Klausur in Finanzmathematik. Keine Sorge, das ist zwar schwer, die Klausuren sind aber immer ähnlich aufgebaut und deswegen reicht es, nur die alten Klausuren drauf zu haben. Das konnte auch ich ohne Probleme (obwohl nicht so gut in Mathe) bestehen. Natürlich habt ihr aber auch von den sogenannten Arbeitsgemeinschaften und Juravorlesungen relativ viel Druck. Man versucht euch von Anfang an auf viel Arbeit vorzubereiten. So schreibt ihr während der ersten Wochen und Monate immer wieder (auch Samstags) ungünstig gelegene Probeklausuren. Diese sind zwar nicht relevant, aber irgendwo möchte man ja schon wissen wo man steht, d.h. Ihr lernt auch dafür ein bisschen was. Diese Arbeitsgemeinschaften (kleine Gruppen von Maximal 20 Personen) sind sehr gut organisiert und helfen einem unglaublich viel beim Studium. Besonders da die Vorlesungen oft sehr straff gehalten sind, wird einem hier Gelegenheit gegeben, Jura zu üben und zu vertiefen. Die Leiter dieser AG's sind oft sehr kompetent, engagiert und freundlich. Sie sind meist Mitarbeiter der Professoren oder Studenten aus höheren Semestern.
Es gibt eine ?Vorlesung? in englischem und amerikanischem Recht auf englisch. Auch wenn das immer als lächerlich abgetan wird, dafür muss man eine ganze Reihe Arbeiten erledigen. Diese sind zwar alle nicht schwer für jemanden, der halbwegs ok englisch spricht, aber dafür zeitaufwendig. So müsst ihr einen einseitigen Essay über einen amerikanischen Fall schreiben, einen fünfminütigen Vortrag über einen Fall (die Vorbereitung dazu dauert so zwischen 4 Stunden und 10 Stunden) und eine Klausur über juristische Vokabeln mit deren Anwendung im jeweiligen Fall schreiben. Das ist alles nicht arg schwer, aber es gibt schon eine zusätzliche Belastung zum ohnehin schon sehr engen Alltag. Dieser Englischkurs findet nach Zufall im 1. oder 2. Semester statt.
Gegen Ende des Semesters finden dann zwei Klausuren statt: Marketing und VWL. Die Englischklausur ist in der Regel unpassend genau zwischen den beiden Klausuren.
Marketing ist wirklich viel zu lernen. Man hat 1 Vorlesung in der Woche (1 ½ Stunden), eine Übung (45 Min) und ein Tutorium (1 ½ Stunden) die alle Klausurrelevant sind. Zur Prüfung wird von euch verlangt, dass ihr das Buch könnt, allen Stoff der Übungen und Tutorien, und das komplette Skript der Vorlesung auswendig könnt (ca. 450 Powerpointfolien). Dass das viel Zeit in Anspruch nimmt, könnt ihr euch sicherlich denken. Ca. 40% des Marketinginhalts sind Mathe und Statistik. Das war aber zumindest meine Rettung, denn auswendig lernen ist wirklich nicht so mein Ding. Die mathematischen Aufgaben sind zwar wieder relativ komplex, aber auch hier wiederholen sich die Aufgabentypen in der Klausur, d.h. man muss eigentlich nur die Klausurtypen kennen. Um das Auswendiglernen kommt man nicht drum rum. Das ist einfach nur viel und teilweise ohne Zusammenhänge.
Währen der Vorbereitung auf die Marketingklausur muss man zwangsläufig auch noch ca. 600 Seiten VWL Skript und 1000 Seiten aus einem VWL Buch vorbereiten. Hier ist es wirklich so, dass das komplette Buch klausurrelevant ist. Die VWL Klausur ist Multiple Choice, aber so gestellt, dass man verstanden haben muss was man macht, um zu bestehen. Raten funktioniert hier nicht/seltenst. Wenn man sich die Inhalte zusammenfasst, muss man mindestens 1 Stunde für ein Kapitel einrechnen. Das Buch hat 32 Kapitel. Auch hier gilt aber wieder: Unbedingt alte Klausuren angucken, denn auf einmal merkt man, dass erstaunliche viele (kleine) Matheaufgaben dran kommen, die in der Vorlesung gar nicht behandelt wurden. (Vielleicht ist der Aufwand bei anderen auch geringer. Ich war jedenfalls nur in 2 Vorlesungen, da die so schlecht und laut war, dass es meiner Meinung nach nichts gebracht hätte, dorthin zu gehen.)
Das ganze Lernen für das erste Semester geschieht dann so um die Weihnachtszeit rum, wenn die ganzen Weihnachtsmärkte aufgebaut sind. Auf das Glühweintrinken müsst ihr zwar nicht ganz verzichten, aber ihr müsst deutliche Einschnitte hinnehmen.
Um den 20.12. ist das ganze dann vorbei und ihr habt ?Ferien?.
Doch die hat man nicht wirklich (oder nur kurz über Weihnachten), da in den Semesterferien, was in Mannheim auf jeden Fall ?vorlesungsfreie Zeit? genannt werden sollte, die sogenannte ?Orientierungsklausur? in Jura ansteht. Der Stoff umfasst Haftungsrecht und den allgemeinen Teil des BGB (es hat nichts mit dem Jura aus der Ausbildung zu tun).
Dafür trefft ihr euch dann so ab ca. 5.1. wieder jeden Tag für mindestens 6 Stunden, ich würde aber eher behaupten von morgens bis nachts (also 10 bis 23 Uhr) mit vielen Pausen dazwischen, in der Bibliothek (die wirklich supermodern und beeindruckend ist), um zu lernen.
Zusätzlich bekommt man wieder in kleinen Gruppen die Möglichkeit, in Arbeitsgemeinschaften nochmal den gesamten Stoff des vergangenen Semesters aufzuarbeiten. Dies ist bei der Vorbereitung der Klausur eine sehr große Hilfe, die manch einen von uns gerettet hat. Kompetente und freundliche Mitarbeiter der Lehrstühle führen die Seminare. Es handelt sich dabei um eine freiwillige ?Initiative? der Universität, die man so wohl kaum wo anders in Deutschland findet (finanziert durch die Studiengebühren).
Am Ende der Semesterferien schreibt man dann die 90minütige Klausur in BGB AT und Haftungsrecht. Wichtig bei dieser Klausur: die muss man bestehen, zumindest nach dem 2. Versuch.
Generell hat man ganz grob gesagt immer zwei Versuche Klausuren zu bestehen.
Anfang Februar fängt dann auch schon das zweite Semester an, und ums gleich vorweg zu nehmen, es wird nochmals um einiges härter.
Schon im ersten Semester merkt man früh, dass Juraklausuren immer sehr schlecht beurteilt werden. Man fällt sehr leicht durch.
Im 2. Semester schreibt man über das ganze Semester verteilt drei Klausuren in Schuldrecht. Eine Schuldrechtklausur umfasst Schuldrecht Allgemeiner Teil, AGB- und Verbraucherrecht und Leistungsstörungsrecht. Das sind insgesamt 4x90 Min Vorlesung pro Woche. Es ist also ganz schön viel, was man für eine Klausur lernen muss. Zwei Wochen lernen pro Klausur um alles verstanden zu haben sollte man hierfür einplanen (es geht auch kürzer aber dann ist es wirklich nicht nachhaltig). Alles was man in Jura lernt, ist immer Voraussetzung für den Stoff der nächsten Klausuren. Generell sind diese Klausuren aber machbar, denn man muss nur eine dieser drei bestehen.
Nach 2/3 der Vorlesungszeit habt ihr dann zwei Wochen Osterferien. Keine Sorge, auch hier könnt ihr zumindest eine Woche machen was ihr wollt, aber danach fängt der Stress an. Die nächsten zwei Monate ist man Tag für Tag damit beschäftigt Jura zusammenzufassen (Verwaltungsrecht, Europarecht und Wirtschaftsverfassungsrecht werden in einer großen Klausur geschrieben). Das ist übermenschlich viel Stoff. Ab hier lernt man dann ununterbrochen, Tag für Tag.
Dies führte bei mir dann auch zu sehr schlechter Laune. Mein bester Freund, der auch hier in Mannheim studiert, erkannte mich nicht wieder. Meine Freundin hat die Tage runtergezählt, bis ich wieder normal bin.
Zu dem vielem Jura lernen müsst ihr Management und Rechnungswesen ?auswendig? lernen. Das ist ähnlich wie im ersten Semester. Management ca. 600 Seiten, plus Buch, plus Übung, unsinnigstes, nicht zusammenhängendes Zeugs auswendig lernen. Dafür sollte man mindestens 2 Wochen ohne irgendetwas anderes zu lernen, einrechnen. Rechnungswesen ist nicht schwer. Für die unter euch, die eine Ausbildung gemacht haben, ist es ein Witz, für die, die es noch nie gehört haben, machbar. Aber auch hier gilt es den Lernaufwand nicht zu unterschätzen. Denn man sollte zumindest alle Übungen einmal gemacht haben, um die Praxistauglichkeit für die Prüfung zu gewährleisten. Ich persönlich habe so ungefähr 3 Tage mit Rechnungswesen verbracht, aber so 2 Wochen sollte man auch hier eigentlich einplanen. Für manche fällt zu diesem ganzen Lernen noch der Aufwand des Englischkurses, den ja manche bereits im ersten Semester hatten.
Man schreibt dann innerhalb weniger Tage die Klausuren und hat dann, wenn alles geklappt hat erstmal 2 Monate frei. Diese freie Zeit braucht man aber dann auch dringend zur Regeneration, denn unter denen, die Human Recources als BWL Spezialisierung gewählt haben, wird noch vor Anfang des 3. Semesters eine erste Klausur geschrieben.

Was aber wirklich überragend an diesem Studiengang ist, sind die Juraprofessoren und die Arbeitsgemeinschaften. Die Professoren sind nicht nur immer für einen ansprechbar, sie sind immer freundlich, haben großartige rhetorische Fähigkeiten und sehr große Sachkompetenz. Die Vorlesungen sind super gegliedert und genau aufeinander abgestimmt. Außerdem bekommen die Studenten teilweise ganze Skripte, die später als Bücher erscheinen, geschenkt. Auch die meisten Skripte der Powerpointfolien werden meist kostenlos wie ein gebundenes DinA4-Buch ausgehändigt.
Auch in den AG's besteht die Möglichkeit viel mitzuarbeiten. Es wird sehr viel Rücksicht auf einen genommen und speziell das gelernt, wo Nachholbedarf besteht, und das in kleinen Gruppen von maximal 20 Studierenden.

Fazit:
Mit diesem Studiengang hat man es wirklich nicht leicht. Man hat unglaubliche Perspektiven, die Manager kommen zu einem in die Vorlesung und stellen ihre Unternehmen vor, aber der Anspruch ist unglaublich hoch. Viele, auch ich persönlich, denken sehr oft übers Abbrechen nach. Dieser Studiengang ist nicht vergleichbar mit anderen wirtschaftlichen Studiengängen wie z.B. in Hohenheim. Wer hier ist, wird gefordert aber auch gefördert. Wer hier ist, muss sich damit abfinden viel zu lernen und nicht ganz so viel Freizeit zu haben. Man hat hier nicht das typische Studentenleben (bisschen lernen, viel feiern, viel Freizeit). Dafür bekommt man aber persönliche, individuelle Bildung im kleinen Rahmen (nur ca. 200 Studierende pro Semester und Arbeitsgemeinschaften zu ca. 20 Personen).
ABER: Bekommt durch meinen Artikel nicht den Eindruck, als müsse nur gelernt werden! Gerade zum Anfang des Semesters geht man schon öfters auch feiern. Ihr habt zwar nicht wie fast alle anderen Studiengänge Freitags frei, aber das hält einen nicht vom fast traditionellen Schneckenhoffeiern am Donnerstag ab.
Ein sehr anspruchsvoller Studiengang der sehr viel Disziplin erfordert...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Wenn man nach dem Bachelor Abschluss den Aufbaustudiengang belegt und normaler Volljurist wird hat man in wirtschaftlichen Bereichen deutlich bessere Chancen als herkömmliche Jura-Studenten.
Ich selber (Abi 1,1) habe sehr sehr lange überlegt ob ich klassisch Jura in Hamburg(Bucerius)/München/Heidelberg/Freiburg/Münster studiere ein ein Staatsexamen mit zusätzlichem Bachelor der wirtschaftswissenschaftliche Kentnisse attestiert in Mannheim oder Wiesbaden(EBS) ablege (ich habe nur danach gewählt wo ich später die besten Jobaussischten habe). Nach zahlreichen Gesprächen mit Partnern der angesehensten Großkanzleien (Wirtschaft) (Kontakt über meine Familie - alles Top Juristen einschließlich beide Elternteile) und Vorständen von 3 Dax-Unternehmen habe ich mich für Mannheim entschieden. Wenn du das hier liest und selbst vor der Entscheidung stehst weiß ich genau wie es dir geht - 80% der negativen Kritik ('nichts ganzes und nichts halbes') ist für die völlig uninteressant weil du das Staatsexamen machen willst und ein richtiger Volljurist der zusätlich noch BWL-Teile studiert hast werden willst (das machen fast alle in Mannheim). Die Frage die du dir stellen musst ist folgende: Bin ich bereit während des Studiums eine enorme Mehrbelastung auf mich zu nehmen, dafür später bessere Berufsperspektiven zu haben?

Alle die schreiben 'man hat schlechte Berufsperspektiven' / 'das ist nichts ganzes und nichts halbes' / ... haben sich mit dem Studiengang nicht ausreichend auseinandergesetzt. Fast alle machen das Staatsexamen, wollen Volljuristen werden und haben am Ende mehr in der Hand als die Mitbewerber der anderen Unis. Alle Personalchefs der wirklich attraktiven Arbeitgeber schätzen diese wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzkenntnisse sehr! Man hat am Ende alles was der 'normale' Jurastudent hat und dazu noch mehr und hebt sich von der Masse ab.
Du musst nur folgendes Wissen: 'Semesterferien' hast du quasi gar keine, das Tempo ist rasend und du wirst nur noch lernen und das die nächsten Jahre.

Ich selbst studiere in Mannheim, habe zwei ältere Geschwister die Jura studieren (München - Heidelberg) und weiß im Gegensatz zu den meisten die hier etwas schreiben wovon ich rede.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Wenn der normale Volljurist aber 1 oder 2 Punkte mehr im Examen hat wird er trotzdem bevorzugt.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Das sehe ich eher andersrum.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

mein ganzer stammbaum besteht aus volljuritisten - sie haben alle jura sbudiert also weiss ich wovon ich rede.
der studiengang wirtschaftsjuristerei ist das beste was du machen kannst !

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich würde sagen das alles bringt nur was wenn man den BWL Master noch dazu macht. Die paar BWL Module bringen einem nichtmal die Grundlagen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

BWL wird überschätzt. Da reichen meist ein paar Grundlagenfächer (Mathematik etc.) um zu zeigen das man es kann.
Einen Volljuristen mit anständigen Examen (min. 8 Punkte) und einem Master in BWL, der dürfte für die meisten Unternehmen kaum bezahlbar sein. Da wären (Einstiegs-) Gehälter von 80 000 bis 120 000 Euro/Jahresgehalt (brutto) an der Tagesordnung.

Was auch gerechtfertigt wären, denn ein anspruchsvoller Master ist kaum neben einem Jurastudium machbar ist, zumindest nicht dann wenn man das Examen excellent bestehen will. Wir reden hier also schnell mal von gut 10 Jahren Studium (7-8 Jahre für beide Examen und 2 Jahre für den Master).

Zudem wird in einem BWL Master auch nicht so viel unterrichtet. Das sind nur 2-3 Semester mit Unterricht (10-15 Scheine). Ein Semester geht schon für die Masterthesis weg. Zumal im Master oft Kuschelkurse unterrichtet werden, die leichter als im Bachelor sind. Vom vielerorts beschriebenen aufbauenden Studium kann ich an den Hochschulen oft wenig erkennen, die Fächer sind auch ohne bzw. mit wenig Grundlagenfächer gut abhandelbar.

Volljurist + Master in BWL ist ziemlicher Wahnsinn, alleine schon wegen der Studiendauer (10 Jahre Studium). Da empfinde ich einen "Mix" wie den "Unternehmensjurist" in Mannheim keine allzu schlechte Lösung. Sicherlich besser als ein völlig überlaufenes reines Jurastudium, indem nur die besten 20-30 Prozent der Absolventen einigermaßen gute Perspektiven haben.

Ein Freund von mir ist Volljurist mit eigener Kanzlei, der verdient (bekommt) nicht viel mehr Geld im Monat als eine gute Putzfrau. Er kann das nur machen weil er eine Wohnung geerbt hat. Der Markt an (Klein-) Anwaltskanzleien ist total übersättigt, damit kann man kaum Geld verdienen. Man muss sich erstmal einen Kundenstamm aufbauen, zudem gehen die großen Mandate (die mit hohem Streitwert) eh meist nur an Großkanzleien, die wiederum nehmen nur die besten Absolventen.

Jura ist total überlaufen, da finde ich so ein Angebot wie den "Unternehmensjurist" sinnvoll, denn damit ist man flexibler bzw. im Zweifelsfall besser aufgestellt als mit einem durchschnittlichen Examen in Jura.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Dazu mal die Meinung eines BWLers. Da ich Steuerrecht mache, das ja bekanntlich an der Schnittstelle von BWL und Jura liegt, kenne ich viele Wirtschaftsrechtler und auch Unternehmensjuristen. Der Hauptunterschied zum Volljuristen liegt nicht etwa in den BWL-Inhalten (die sind eher marginal), sondern vielmehr im ganz klaren Schwerpunkt im Zivilrecht.
Zum Thema "für BWL reichen ein paar Grundlagenfächer": Was Wirtschaftsrechtler in erster Linie BWL-technisch für die Praxis brauchen ist: Bilanzierung. Aber genau die beherrschen die meisten auch nach einem Studium Wirtschaftsrecht/ Unternehmensjura nicht. Das ist besonders gut zu sehen, wenn es dann mal um Details der Unternehmensbesteuerung geht, wo halt Bilanzierungskenntnisse kritisch für das Verständnis sind.
Dass Grundlagen Personal, Marketing, etc. nicht besonders schwer sind, stimmt. Aber wer braucht schon einen Juristen, der die Vor- und Nachteile der Matrixorganisation aufzählen kann?

Lounge Gast schrieb:

BWL wird überschätzt. Da reichen meist ein paar
Grundlagenfächer (Mathematik etc.) um zu zeigen das man es
kann.
Einen Volljuristen mit anständigen Examen (min. 8 Punkte) und
einem Master in BWL, der dürfte für die meisten Unternehmen
kaum bezahlbar sein. Da wären (Einstiegs-) Gehälter von 80
000 bis 120 000 Euro/Jahresgehalt (brutto) an der Tagesordnung.

Was auch gerechtfertigt wären, denn ein anspruchsvoller
Master ist kaum neben einem Jurastudium machbar ist,
zumindest nicht dann wenn man das Examen excellent bestehen
will. Wir reden hier also schnell mal von gut 10 Jahren
Studium (7-8 Jahre für beide Examen und 2 Jahre für den
Master).

Zudem wird in einem BWL Master auch nicht so viel
unterrichtet. Das sind nur 2-3 Semester mit Unterricht (10-15
Scheine). Ein Semester geht schon für die Masterthesis weg.
Zumal im Master oft Kuschelkurse unterrichtet werden, die
leichter als im Bachelor sind. Vom vielerorts beschriebenen
aufbauenden Studium kann ich an den Hochschulen oft wenig
erkennen, die Fächer sind auch ohne bzw. mit wenig
Grundlagenfächer gut abhandelbar.

Volljurist + Master in BWL ist ziemlicher Wahnsinn, alleine
schon wegen der Studiendauer (10 Jahre Studium). Da empfinde
ich einen "Mix" wie den
"Unternehmensjurist" in Mannheim keine allzu
schlechte Lösung. Sicherlich besser als ein völlig
überlaufenes reines Jurastudium, indem nur die besten 20-30
Prozent der Absolventen einigermaßen gute Perspektiven haben.

Ein Freund von mir ist Volljurist mit eigener Kanzlei, der
verdient (bekommt) nicht viel mehr Geld im Monat als eine
gute Putzfrau. Er kann das nur machen weil er eine Wohnung
geerbt hat. Der Markt an (Klein-) Anwaltskanzleien ist total
übersättigt, damit kann man kaum Geld verdienen. Man muss
sich erstmal einen Kundenstamm aufbauen, zudem gehen die
großen Mandate (die mit hohem Streitwert) eh meist nur an
Großkanzleien, die wiederum nehmen nur die besten Absolventen.

Jura ist total überlaufen, da finde ich so ein Angebot wie
den "Unternehmensjurist" sinnvoll, denn damit ist
man flexibler bzw. im Zweifelsfall besser aufgestellt als mit
einem durchschnittlichen Examen in Jura.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

@Vorredner

Die Frage ist auch wer einen Betriebswirt braucht, der die Vorteile und Nachteile einer Matrixorganisation aufzählen kann (ich glaube kaum einer). Solche Banalitäten sind sicherlich "nett", vielleicht auch vereinzelt nützlich, aber aus meiner Sicht für die eigentliche Arbeit überflüssig. Sie haben sicherlich Recht, dass viele Wirtschaftsjuristen eben bestimmt Kenntnisse nicht haben (so z. B. Bilanzierungskenntnisse, je nach Tiefe), dies trifft aber auch auf zahlreiche Bwler zu. Ich persönlich habe sowohl BWL (L. BB. + LL. M. und M. sc.), als auch Wirtschaftsrecht studiert. Mir sind sehr viele Studenten/Absolventen in beiden Studiengängen untergekommen die einfache Zusammenhänge nicht kapieren, obwohl diese Bestandteil ihres Studiums waren. So kenne ich Bwler die nicht mal einen Buchungssatz (ohne Hilfe) bilden können, sogar einen Betriebswirt (Dipl. (FH)) der nicht mal den Dreisatz fehlerfrei beherrscht (für einfache Rechenoperationen einen Taschenrechner braucht). Muss dieser Absolvent aber auch nicht, denn er arbeitet im Marketing.

Aber es kommt natürlich auch auf die Ausbildung an, denn nicht jedes Programm in Wirtschaftsrecht beinhaltet die selben Schwerpunkte bzw. Fachkenntnisse. Da bestehen teilweise immense Unterschiede. Vergleichen Sie doch bitte mal den Unternehmensjurist in Mannheim mit dem Wirtschftsrechtsprogramm der Universität Salzburg. Da können ganz andere Inhalte und Spezialisierungen vermittelt werden. Zwei "Unternehmensjuristen" die schwerlich vergleichbar sind.

Dinge aus dem Studium sind doch selten sehr gefestigt, dass meiste lernt man doch erst im Job bzw. eignet sich dies (vertieft) an. Viel wichtiger sind doch Methoden und Grundlagen, auf diese man "aufbauen" kann (Methodenkompetenz).

Aus meinem "Wirtschaftrechtstudiengang" sind sowohl nach dem Bachelor als auch nach dem Master etliche Leute in die Unternehmensberatung gegangen (PWC, KPMG etc.), teilweise in unterschiedliche Bereiche (Advisory, HR etc). Zumindest als Grundlage war das Studium für etliche geeignet. Ein Freund von mir ist nach dem LL. B. in Wirtschaftsrecht mit 42 000 Euro/brutto (nach einem dreijährigen Studium) in die Unternehmensberatung gegangen und arbeitet derzeit an seinem Wirtschaftsprüferexamen.

Pauschalisieren würde ich eben nicht. Ich habe den "Part" Steuern immer eher gemieden (nur Grundlagenkurse/Pflichtkurse), denn er hat mich einfach nie interessiert.

Ich denke es kommt immer auf die Person und deren Fähigkeit an, diese ist abhängig von den erlernten Modulen und den persönlichen Interessen. Eine Pauschale Aussage wie "Wirtschaftrechtler" haben keine Ahnung von Bilanzierung (oder umgekehrt) finde ich sehr gewagt, da die Programme und Spezialisierungen eben sehr unterschiedlich sein können.

P.S. Kaum ein Studium bereitet "100 Prozentig" auf den Beruf vor.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

warum stellst du es als beeindruckend dar nach einem BSC 42000 Euro zu verdinen? Es handelt sich dabei um eine Unternehmensberatung und da kann man sich vorstellen wie viele Stunden in der Woche man arbeiten muss. Ein Brummi Fahrer verdient auch nicht schlechter und wird später auch mehr verdienen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Das beeindruckende an dieser Sache ist eben das schnelle Studium. Die 42 000 Euro/brutto sind auch keine Spitze, nicht mal für einen "Wirtschaftsjuristen". Dieser Thread hier hat doch durchaus auch einen Bezug zu Jura. Die Masse der Absolventen in Jura (nach 7 Jahren Studium) wird eben diese Gehaltsstufe nur schwerlich erreichen. Ein (Durchschnitts-) Jurist mit "nur" dem 1. Staatsexamen ist - im Regelfall - auch nicht sonderlich gefragt. Zumal der "Abschluss" etwas von einem "Studienabbruch" hat, sofern man nicht das 2. Staatsexamen absolvieren wird.

Ist ging mir in diesem Zusammenhang nur um die Perspektiven nach dem Studium. Die späteren beruflichen Perspektiven sehe ich mit dem Programm des "Unternehmensjurists" deutlich breiter aufgestellt als mit einem "reinen" Jurastudium, falls der "herausragende" Abschluss ausbleibt. Gerade die Examensnoten sind schwer berechenbar, eben weil die Fülle des Stoffes zu einem Zeitpunkt abgefragt wird. Da sind die Noten in Modulprüfungen wesentlich leichter zu "beeinflussen". Auch die Benotung im Examen ist aus meiner Sicht teilweise recht fragwürdig. Da benötigt man also auch, neben ziemlich viel "Lernschweiß", eine Portion "Glück", um ein wirklich gutes Examen zu machen (nur das bietet im Regelfall gute berufliche Perspektiven).

Es geht um Perspektiven. Angesichts des für Juristen völlig überschwemmten Arbeitsmarktes ist der "Unternehmensjurist" (Mannheim) - aus meiner Sicht - eine sinnige Alternative zu einem reinen Jurastudium.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

ich sehe das genauso. ein jurist mit einem bwl-master sollte mindestens 80 tausend als einstiegsgehalt bekommen ! sollte gesetzlich verankert werden.
ebenfalls ein sozialwissenschaftler. die studieren nähmlcih auch meist 10 jahre !!

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

@Vorposter

Wenn Leute jahrelang studieren und dabei Fleiß, Geld, Lohnausfall etc. in Kauf nehmen, so sollte sich das schon einigermaßen finanziell rentieren. Dies ist eben im Fach Jura relativ häufig nicht der Fall, ähnlich wie in den Sozialwissenschaften. Also sollte man auch Perspektiven betrachten, diese vielleicht auch in Erwägung ziehen, um den eventuell zu entgehen.

Es gibt halt Menschen die nicht in der "Armutsfalle-Altersarmut" enden möchten. Das sollte man auch respektieren. Jura und BWL kann man eben NICHT in 5 Jahren studieren. Man hat quasi 7-10 Jahre kaum Gehalt (bei Jura + BWL), zahlt also eher wenig in die Sozialkassen ein (Stichwort: Rente).

Wenn die Perspektiven nicht stimmen, dann sollte man sich ein Studium gut überlegen. Man kann in Jura schon heute mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es in 5-10 Jahren nicht wesentlich besser auf dem Arbeitsmarkt aussehen wird. Da muss man sich nur die Masse der jetzigen Studenten ansehen.

Nebenbei ist der Vergleich von einem Sozialwissenschaftler und einem Volljuristen ziemlicher Blödsinn, da das Studium der Sozialwissenschaften wesentlich kürzer sein kann. Es geht doch nicht im "Bummelstudenten". Es geht um Menschen die "Gas geben" und dafür dann auch eine "gesunde" Perspektive haben wollen. Da sollte man schon die mögliche Situation nach dem Studium ernsthaft beleuchten dürfen.

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Mir wurde von verschiedenen Juristen die im wirtschaftsrechtlichen Bereich tätig sind (darunter Anwälten aus Großkanzleien, einem Syndikusanwalt in einem großerem Unternehmen, einem deutschen Anwalt der in London arbeitet) und zwei Personalern bestätigt, dass ein Jurist, mit wirklichen guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt (inkl. hohen Einstiegsgehalt und Wahlmöglichkeit was arbeitsgeber- und ort angeht), drei Punkte mitbringen sollte:

Punkt 1: Ein oder besser zwei Prädikatsexamen, Punkt 2: wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse und Punkt 3: Im Ausland erworbene Englischkenntnisse.

Meiner Meinung nach hat ein Jurastudent aus Mannheim der einen Bachelor + Staatsexamen voweisen kann im ersten Punkt einen kleinen Vorteil und kann im gegensatz zu den meisten "klassischen" Jurastudenten Punkte 2 und 3 ohne weiteres abdecken...

Punkt 1: Entscheidend ist letztlich in der Regel die Note im Staatexamen, die widerum ergibt sich natürlich letztlich aus Lernaufwand und Talent des Studierenden. Vielleicht ist auch noch etwas Glück dabei. Durch die sog. Abschichtungsmöglichkeit, besteht allerdings (nur in Mannheim) die Möglichkeit zunächst den Zivilrechtlichen Teil des Staatsexamen "abzuschichten" und den öffentlichen-rechtlichen und den strafrechtlichen Teil später zu schreiben... Das ist meiner Meinung nach ein großer Vorteil, da man so gezielter für ein Fach lernen kann. Die Ergebnisse des letzten Jahres der Mannheimer studenten waren (im bademwürtembergischen vergleich) auch besser als der durchschnitt, u.a. zum Beispiel auch besser als die Ergebnisse der Juristen aus Heidelberg.

Außerdem besteht in Mannheim schon ab dem ersten Semester ein gewisser Prüfungsdruck bzw. Leistungsdruck, der im klassischen Jurastudium oft erst vor dem Staatsexamen einsetzt, da es i.d.R. nur darauf ankommt zu bestehen, nicht aber eine gute Note zu erhalten da letztlich nur die Note im Staatsexamen zählt. In Mannheim stehen alle Noten im Bachelorzeugnis, dadurch sind viele etwas mehr darauf bedacht, nicht immer "nur" zu bestehen sondern auch das bestmöglichste Ergebnis zu erreichen...

Punkt 2: Durch den wirtschaftswissenschaftlichen Teil des Bachelors werden viele wirtschaftswissenschaftlichen Fächer (von Finanzmathe und Finanzwirtschaft über inter. und ext. Rechnungswesen bis hin zu Fächern wie Marketing oder Management) abgedeckt. Oft werden die gleichen Veranstaltungen und Prüfungen wie von den BWLern absolviert, und die Veranstaltungen werden immerhin von den Lehrstühlen der renommiertesten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Deutschland geleistet... Dazu kommt ein Schwerpunkt in HR oder Tax/Accounting. Natürlich sind das letztlich "nur" Grundlagen, immerhin werden aber genug ECTS- Credit points errreicht um nach dem bachelor auch einen "klassischen" BWL-Master zu machen. So wenig kann es also nicht sein.

Punkt 3: Der letzte und hier noch nicht erwähnte Punkt ist die Möglichkeit ins Ausland zu gehen. Der besteht natürlich an allen Universitäten. Von einem Freund der in Mannheim studiert (und jetzt im Ausland ist) habe ich aber erfahren, das im Studiengang "Unternehmensjurist" alle die als Austauschstudent ins Ausland wollten, auch einen Platz an einer der unzähligen Partneruniversitäten erhalten haben. Dazu gab es (innerhalb der EU) ohne weitere Leistungen für jeden auch noch ein Stipendium der europäischen Union (das bedeutete man musste im Ausland keine Studiengebühren zahlen (das wären z.B. in England immerhin 9000(!) Pfund) und erhält pro Monat zusätzlich 150 Euro. Darunter sind viele Unis in England, Irland, Schottland und skandinavischen Ländern, wo es einem leicht fallen sollte seine Englisch-Kenntnisse auszubauen.

Letztlich komme ich deswegen zu einer sehr positiven Bewertung des Studiengangs, wobei natürlich Kritik an mancher Stelle auch angebracht ist. So ist z.B. die Arbeitsbelastung in den ersten Semestern durch die "Zweigleisigkeit" sehr hoch und (zu) viele Studierende werfen vorzeitig das Handtuch... Die teilweise einseitige Kritik in Foren wie diesem stammt meiner Meinung nach vor allem von Leuten, die gerade dabei sind "klassisch" Jura oder BWL zu studieren, und deswegen den Studiengang (ohne sich wirklich zu informieren) als eine Art "Schutz-Reflex" kritisieren... (Nicht Fisch-nicht Fleisch usw.).

Personalverantwortliche kommen offensichtlich zu einem anderen Ergebnis, so ist die Uni im Wiwo-Ranking, für das jedes Jahr mehr als 500 Personalverantwortliche aus allen wichtigen deutschen Unternehmen befragt werden, im Bereich Rechtswissenschaften nach der Umstellung in die Top 10 vorgerückt. Im Bereich BWL und VWL liegt die Uni Mannheim schon seit langem unangefochten und mit großem Abstand auf Platz 1...

Gerade angesichts des "überfüllten" Arbeitsmarktes im Bereich der Rechtswissenschaft hat man so also eine gute Möglichkeit sich von der Masse "abzuheben" (wirtschaftlichen Kenntnisse), wenn man sich für das Staatsexamen entscheidet. Außerdem kann man sich aber auch noch die Option offen halten vielleicht doch einen Master in BWL oder Wirtschaftsrecht zu machen... Ich habe mich lange damit beschäftigt (da ich momentan während meines sozialen jahres viel Zeit habe) und mich letztlich dafür entschieden mich zu bewerben...

Lounge Gast schrieb:

Hallo,

ich bin vor einiger Zeit auf den Studiengang
Unternehmesjurist der Uni Mannheim gestoßen. Im großen und
ganzen hat dich das überzeugt und ich finde das auch
interessant.
Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem Studiengang? Kann
vielleicht jemand was dazu sagen? Wie seht ihr die
Berufschanchen nach dem Studium?

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

wenn man danach geht wie hart und langwirig jura plus bwl zusammen ist und die absolventen doch bitte 80 tausend bekommen sollten dann könnte man annehmen jeder ingenieur sollte auch 80tsd mindestens verdienen. dort ist das studium mindestens genau so hart und lange....

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Lounge Gast schrieb:

Punkt 2: Durch den wirtschaftswissenschaftlichen Teil des
Bachelors werden viele wirtschaftswissenschaftlichen Fächer
(von Finanzmathe und Finanzwirtschaft über inter. und ext.
Rechnungswesen bis hin zu Fächern wie Marketing oder
Management) abgedeckt. Oft werden die gleichen
Veranstaltungen und Prüfungen wie von den BWLern absolviert,
und die Veranstaltungen werden immerhin von den Lehrstühlen
der renommiertesten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in
Deutschland geleistet... Dazu kommt ein Schwerpunkt in HR
oder Tax/Accounting. Natürlich sind das letztlich
"nur" Grundlagen, immerhin werden aber genug ECTS-
Credit points errreicht um nach dem bachelor auch einen
"klassischen" BWL-Master zu machen. So wenig kann
es also nicht sein.

Eigentlich kann man damit nur den Master in Mannheim machen, an 99% aller anderen FHs oder Unis sind das nämlich zu wenig Credits, da man dort mindestens zwischen 60 und 120 braucht.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

was soll der Kommentar? Ein Jura Studium ist schwerer als ein Ingenieurstudium! Da ist es nicht so locker mehrere Klausurtermine im Semester zu haben und so bessere Noten zu bekommen.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

@ Jura so hart wie Ingenieurswesen...

In den Ingenieurswissenschaften hat man heute oft schon nach 3 Jahren einen einigermaßen brauchbaren Abschluss. In Jura erst nach ca. 7 Jahren.

Ein Ing. Studium ist sicherlich sehr hart, härter als ein BWL-Studium. Dennoch finde ich den Vergleich mit Jura, angesichts der "kürzen" (Regel-)Studiendauer, unpassend.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Das stimmt nicht ganz, an vielen Unis genügt die Anzahl der gesammelten Credits. Wenn es aber nicht reichen sollte, ist es für alle die im 2. oder3. Jahr merken dass es eher in richtung BWL gehen soll, zusätzliche Kurse zu belegen... (letztlich machen die meisten aber natürlich Jura, ob Staatsexamen oder Master...)

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

was soll der Kommentar? Ein Jura Studium ist schwerer als ein >Ingenieurstudium! Da ist es nicht so locker mehrere Klausurtermine >im Semester zu haben und so bessere Noten zu bekommen.

ich weiss nicht in welcher wendy du was über das ingenieurstudium gelesen hast aber an richtigen universitaeten laeuft das nicht so ab.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich habe sowohl Ingenieurwissenschaften als auch Jura studiert und kann einen Vergleich bezüglich der härte ziehen.

Jura ist selbstverständlich sehr viel Masse jedoch ist diese mit relativ wenig Grips nachzuvollziehen. Es zählt hier das Sitzfleisch.
Bei Ingenieurwissenschaften ist die Masse auch nicht zu unterschätzen jedoch geringer. Was hier mehr gefordert wird, ist die Intelligenz.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ist doch klar... im Regelfall (vom geistigen Anspruch fernab des "Paukens"):
Mathematik/Physik > Ingenieurswesen>BWL/Jura

Aber was helfen diese Vergleiche (auch wenn sie stimmen mögen) dem Ersteller des Threads bei der Wahl des Studiengangs?

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Ich denke das dies nicht der Fall der ist wie im letzten Post dargestellt. Ein Prädikatsexamen in Jura bekommen weniger Leute als ein Prädikatsexamen in INgs. Fächern. Zusätzlich zu diesem Faktor kommt noch hinzu ,dass Jurastudenten einen besseren ABI Schnitt benötigen als INgenieure. Und ebenfalls zusätzlich kann man Ingenieurwissenschaften auch an der FH studieren und brauch nur FH REIFE. Aber diese Argumentation wird wohl wieder nicht akzeptiert werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Die Frage muss auch gar nicht entschieden werden... 1) da es hier nicht darum geht ob Jura oder Ingenieurwissenschaften der schwierigere Studiengang ist... 2) Diese Studiengänge viel zu verschieden sind um sie zu vergleichen - und die wenigsten sich die Frage stellen werden "soll ich Jura oder Ing. studieren ???" - und erst recht wird dann niemand nach dem Kriterium der Schwierigkeit entscheiden...

Vielmehr geht es hier um den Studiengang "Unternehmensjurist" an der Uni Mannheim. Also würde ich gern nach oben verweisen, ich fand die beiden letzten längeren Beiträge dazu sehr aufschlussreich. Ich denke der Studiengang ist, wenn man die richtige Motivation und Leistungsbereitschaft mitbringt, eine gute Wahl.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

@ Faktor besserer Abi Schnitt für Jura als für Ing.

Für Kommunikationswissenschaften benötigt man auch im Regelfall einen besseren Abi-Schnitt als für Jura. Da geht es nur um Angebot und Nachfrage. Mathematik ist größtenteils zulassungsfrei und ich wage mal die These, dass die meisten Juristen (selbst mit Prädikatsexamen) ein Studium der Mathematik innerhalb der ersten Semester schmeißen würden. Eben weil neben dem fehlenden Interesse auch der dafür nötige "Grips" nicht vorhanden sein dürfte.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Der Studiengang ist vor allem eine gute Wahl, weil man sich eben von der Masse der Juristen abheben kann. Denn gerade wenn die Examen nicht viel taugen (

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

@Faktor besserer Abi schnitt bei Jura als Ings.

So für Jura gibt es einen weit höheren NC als bei ING Fächer. Jedoch sind die Noten trotzdem besser bei den Ing Fächer.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Die Noten sind nicht besser in Ing Fächern, die sind nämlich überhaupt nicht vergleichbar, da bei Jura eine völlig andere Notenskala gibt, die dazu noch nach oben hin aus Tradition nicht ausgereizt wird.

Lounge Gast schrieb:

@Faktor besserer Abi schnitt bei Jura als Ings.

So für Jura gibt es einen weit höheren NC als bei ING Fächer.
Jedoch sind die Noten trotzdem besser bei den Ing Fächer.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

In den Ing. Fächern wird doch ordentlich gesiebt. Da gibt es Grundkurse wo es mehr als 50 Prozent der Studienanfänger endgültig "erwischt". In einigen "Hammer-Klausuren" können es auch mal 80 Prozent oder mehr sein, die durch eine Klausur fallen.
Das die Leute die dann übrig bleiben relativ gut sind, dies ist eben einfach so. Zudem wird in Jura zwar ziemlich streng benotet, aber die endgültigen Durchfallquoten sind eben nicht so hoch (teilweise nur um dir 30 Prozent). Da gibt es eine Menge Leute die eben einfach schlecht sind (zumindest am entscheidenden Examenstag... die Absolventen aus NRW mal außen vor...) und gerade so mit einem "ausreichend" bestehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Fakt ist, dass der Studiengang an der Universität Mannheim in Deutschland einmalig und vor allem hinsichtlich des doch extrem veraltet strukturierten Jurastudiums zeitgemäß ist. Zum einen hat man als Student hier die Absicherung, auch ohne das obligatorische "Vollbefriedigend" im Staatsexamen employable zu sein, da man nach 3 Jahren einen brauchbaren Bachelor-Abschluss in der Hand hat; wer möchte kann dann ja problemlos das Aufbaustudium der Uni Mannheim nutzen (hab gehört, dass das immerhin mehr als 70% machen), welches 2 Jahre lang geht und wie bei regulärem Jura ebenfalls zum ersten Staatsexamen führt. Vorteil ist hier aber, dass man dann nicht nur BWL-Wissen und einen Bachelor hat, sondern auch das Staatsexamen in Stück für Stück schreiben kann? manche Leute haben hier echt keine Ahnung was sie schreiben.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Jura ist schwerer als ING Fächer. Die Notengebung ist defintiv schlechter. ING Fächer an einer FH sind ungefähr so schwer die BWL uni.Aber leichter als VWL UNi. INg UNi oder TU ist dagegen schwerer als BWL/VWL ,aber leichter als Jura. Liebe Grüße von DIplom Volkswirt/ und Volljuristen .Promoviere gerade in Jura

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

push

gibts mittlerweile neue "Erkenntnisse"/ wie sah dass Placement der ersten Absolventen aus?

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

"gibts mittlerweile neue "Erkenntnisse"/ wie sah dass Placement der ersten Absolventen aus? "

Da gabs mal vor nen paar Monaten nen Artikel drüber:

http://www.lto.de/recht/studium-referendariat/s/bwl-vwl-wirtschaft-jura-studium-kombination/

Ums kurz zu machen: Absolventen aus Mannheim oder Wirtschaftsjuristen allgemein finden ihren Studiengang super toll und super wichtig aber in der Arbeitsmarktrealität stellen sogar für Rechtsabteilungen die Personaler wesentlich lieber Volljuristen ein.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

"gibts mittlerweile neue "Erkenntnisse"/ wie sah dass Placement der ersten Absolventen aus? "

Ich glaube manche wollen es einfach nicht verstehen; der Unternehmensjurist alleine ist sicher nicht die Creme de la Creme als alleiniger Abschluss wie das wohl generell auf jeden Bachelorstudiengang zutrifft: Interessant sind aber die Möglichkeiten bzw. Absicherungen die dieser Abschluss ermöglicht - ideal ist die Kombination mit dem 2-jährigen Aufbaustudiengang zum Volljuristen für welchen der Bachelor augenscheinlich entwickelt wurde: Berufsqualifizierender Abschluss (und damit keine verschwendeten 5 Jahre falls es nicht mit der Hürde Vollbefriedigend klappt, man hat dann wenigstens einen Abschluss in der Hand der einem genug Möglichkeiten gibt), Abspaltungsmöglichkeit im Staatsexamen und eine wirtschaftliche Zusatzqualifikation. Der Bachelor alleine wird sicher keinen Volljuristen ersetzen können, dafür wurde er meiner Meinung nach auch nicht konzipiert...

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WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Übrigens hier nochmal ein paar Daten, für diejenigen die sich für den Studiengang interessieren:

Im Jahr 2011 haben im Studiengang "Unternehmensjurist" (erster Jahrgang) im ersten Staatsexamen über 30 Prozent der Studenten eine Note von 9 Punkten oder besser (> 8 Punkte) erhalten. (zum Vergleich "EliteUni" Heidelberg ca. 24 Prozent). Der Landesdurchschnitt in BW betrug ca. 20 Prozent.

http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/unternehmensjuristen-schneiden-bei-examen-gut-ab-1.339918

http://www.azur-online.de/2012/01/31/mannheim-unternehmensjuristen-erzielen-gute-noten/

Auch die Durchfallquote in Mannheim war wesentlich geringer als der Landesschnitt.

Hier normal ein relativ aktueller Artikel der FAZ (05/2012), der einige Informationen über den Studiengang bietet und auch auf die Examensergebnisse eingeht:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/reformstudiengaenge-die-ersten-bologna-juristen-11732084.html

"Weil es so viel Kritik an den Reformjuristen in Mannheim gab, ging das Gerücht um, das Justizprüfungsamt werde besonders tückische Aufgaben ersinnen, mit Bezügen zum Straf- oder Europarecht. Aber nichts dergleichen ist geschehen. Und die Mannheimer Unternehmensjuristen lagen mit ihren Noten deutlich über dem baden-württembergischen Landesdurchschnitt."

Im Jahr 2012 waren die Ergebnisse ebenfalls wesentlich besser als der Durchschnitt und die Durchfallquote ist noch einmal gesunken.

antworten
WiWi Gast

Re: Unternehmensjurist Uni Mannheim

Man liest deutlich heraus, dass du keine Ahnung von einem Jura Studium hast.
Dann überlass die Darstellung, wie dieses (angeblich) abläuft, doch bitte auch denjenigen, die es wirklich studiert haben.

antworten

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Arbeitsvertrag: Textform ersetzt Schriftform – SMS und E-Mail werden rechtskräftig

Eine Hand hält ein Smartphone.

In Zeiten der Digitalisierung ändert sich auch die Kommunikation im Büro. Viele wünschen sich die Forderung nach einer Gehaltserhöhung oder einem Freizeitausgleich per SMS an den Arbeitgeber zu schicken – ist das möglich? Tatsächlich ist dieser Tatbestand seit dem 01. Oktober 2016 rechtskräftig. Durch das Inkrafttreten der Änderungen im deutschen Vertragsrecht ist es ab sofort möglich, Ansprüche auch per Textform gelten zu machen. Dabei muss aber der Unterschied zwischen der „Textform“ und der altbekannten „Schriftform“ beachtet werden. Und reicht die Textform auch bei einer Kündigung aus?

Probezeit: Vorausgegangenes Praktikum zählt nicht zur Probezeit einer Berufsausbildung

Gebäude des Bundesarbeitsgerichtes

Viele beginnen vor einer Berufsausbildung ein Praktikum im Unternehmen. Kann so ein vorangegangenes Praktikum als Probezeit im Anschluss angerechnet werden? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat dazu entschieden: Ein vorausgegangenes Praktikum gilt nicht als Probezeit in einer anschließenden Berufsausbildung.

Anspruch auf Weihnachtsgeld bei gekündigtem Arbeitsverhältnis

In der Regel steht in vielen Arbeits- und Tarifverträgen geschrieben, dass nur ein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht, wenn sich das Arbeitsverhältnis bei der Auszahlung oder zu einem Stichtag in einem unkündbaren Zustand befindet. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass ein Weihnachtsgeldanspruch maßgeblich von der Höhe und wofür abhängt.

Firmenwagen: Kein Anspruch auf private Dienstwagennutzung bei längerer Arbeitsunfähigkeit

Der vordere Innenraum eines Audis.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden: Ist ein Arbeitnehmer dauerhaft erkrankt, darf der Arbeitgeber ihm den Firmenwagen entziehen. Die private Nutzung von Dienstwagen gilt als geldwerter Vorteil und an erbrachter Arbeitsleistung gekoppelt.

Arbeitsvertrag: Bonuszahlungen bei Investmentbank sind nicht immer verpflichtend

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Haben Investmentbanker das Recht Bonuszahlungen einzustreichen, auch wenn sich das Unternehmen in einer wirtschaftlichen Krise befindet? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden: Ob eine Bonuszahlung erfolgt, hängt von den individuellen Zielvereinbarungen im Arbeitsvertrag fest.

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Uni Mannheim

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 29.05.2018: Genau das ist in Mannheim aber doch der Unterschied. Nach 6 Semestern hat man ja den Bac ...

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