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Konstruktion - Der Wirtschafts-Thriller: Teil 18

Projekt M - Das Meeting

Wie viele der wohl im Raum Anwesenden wussten Bescheid über die wahren Gründe, die zum Tod Fraziers geführt hatten? Wie viele der im Raum Anwesenden wussten, dass er sozusagen in der Rolle des Unglücksboten das tödliche Verderben gebracht hatte? Er suchte Mc Grogan direkt in die Augen zu sehen. Mc Grogan aber schien seinem Blick auszuweichen. Auch das war auf gewisse Weise rätselhaft. Was wusste Mc Grogan, wie tief war er eingeweiht in die Pläne Seymours. Welche Trümpfe hielt Seymour auch vor diesem Mann verborgen. Philipp konnte von dem Gedanken nicht lassen, dass Seymour Mc Grogan in voller Absicht in den vergangenen Tagen abkommandiert hatte. Vielleicht betrachtete er ihn als eine Art Joker, den er irgendwann unversehens aus dem Ärmel holen würde. Oder hatte Seymour ihn einfach nur in weiser Voraussicht aus der Schusslinie bringen wollen? Er kam zu keinem zufriedenstellendem Schluss. Es wollte ihm nicht gelingen.

So betrüblich die ganze Sache auch ist. Wir müssen jetzt an das Unternehmen denken. Das Projekt ist bereits in die entscheidende Bauphase getreten. Kommen wir also zu Punkt eins auf der Tagesordnung, der Nachfolge von Frazier.“ Die Anwesenden mit Ausnahme von Mc Grogan, der irgendwie in Gedanken versunken aus einem der Fenster starrte, sahen jetzt interessiert zu ihrem Chef auf. Philipp schloss aus dem Verhalten Mc Grogan und der Anwesenden, dass nur Mc Grogan in die Pläne von Seymour eingeweiht war. Andererseits mochte es etwa so sein, dass die anderen einfach nur ihr Wissen um die Ereignisse im Unternehmen zu verbergen verstanden. Es erschien Philipp trotzdem ratsam das Szenario, die Gesten und Blicke im Auge zu behalten.

Als Ersatz für Ralph Frazier habe ich Philipp Geiger vorgesehen!“ Erneut unterbrach er sich und ließ seine Worte auf die Versammelten wirken. Keiner schien wesentlich von der Entscheidung überrascht bis auf eine Person. „Was hat er gemacht dieser Herr Geiger. Was kann er, wie hat er sich um die Cymatrix Company verdient gemacht?“ Das Englisch des Mannes, der seine Bedenken in hektischer, aufgebrachter Weise einräumte war gebrochen und durchzogen von einem Dialekt. Philipp fiel es nicht schwer, seine Ausdrucksweise zuzuordnen. Er war offensichtlich Italiener. Eine gedrungene Gestalt mit einem akkurat gekämmten Seitenscheitel, einem derben Vollbart und Augen, die wie Stecknadelköpfe wirkten. Es war da ein irgendwie wildes aber zugleich nervöses Flackern in diesen Augen. Er war von seinem Platz aufgesprungen.

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