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Die wissenschaftliche Karriere

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Hey Leute,

kann mir eine wissenschaftliche Karriere sehr gut vorstellen und plane deshalb schon grob meinen CV um dies möglich zu begünstigen. Hierfür wäre ich sehr dankbar über eure Must-Haves oder was man auf jeden Fall vermeiden sollte. Aktuell bin ich im Bachelor und habe folgende Dinge geplant:

  • Bsc 1,5 oder besser an normaler staatlicher Uni
  • Erasmus Auslandssemester während dem Bachelor (kann mit keine Studiengebühren in den USA leisten und möchte mich hauptsächlich charakterlich weiterbilden)
  • Möglichst viele Kenntnisse in R Bzw. Matlab, Python etc erwerben
  • Praktikum an einem Institut während dem Bachelor um früh einen Einblick zu bekommen und meinen Plan zu bekräftigen oder ggb. falls sogar zu verwerfen
  • Msc an forschungsstarker Uni à la Lmu, Bonn (am besten Quant. Econ bzw. PhD Track)

Das war jetzt so grob meine Planung. Wie schätzt ihr das ein? Bin für jede Art von Input dankbar. Gerne auch Kritik an meinem Plan.
Vielen Dank!

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Wichtigste Frage: Welches Fach?

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Mach den Thread nochmal auf, wenn du dein Auslandssemester hinter dir hast und dich um die Masterplätze bewirbst. Bis dahin kannst du eh nichts tun außer gute Noten zu schreiben und einen Überblick über dein Fach zu bekommen.

Zu planen ist zwar ganz nett, aber du weiß ja noch nicht mal ansatzweise was dich alles interessieren könnte. Als Tipp: Python kannst du später bzw. nebenbei lernen. Am Anfang ist R und Matlab noch in der Forschungslandschaft omnipräsent. Es bringt nichts, wenn du jetzt ohne plan was lernst, wenn die Codes in einer anderen Sprache sind: Das ist dann eher was für die Promotion.

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Von dem was du schreibst scheinst du VWLer zu sein? Du solltest soviel forschungsrelevante Module wie möglich belegen. An meiner Uni geht das auch schon im Bachelor.

Bei uns kann man zB bis zu 90 Credits in Statistik im Bachelor belegen. Auch Kurse wie wissenschaftliches Schreiben auf Englisch oder Research Methods könnten sehr relevant für dich sein.

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

1) Ein kleiner Testlauf, ob Dir Forschung wirklich Spass macht, könnte Deine Bachelorarbeit sein. Frag Deinen Betreuer bzw. den Professor, ob man aus Deiner Bachelorarbeit nicht ein Paper schreiben kann. So gehst Du den ganzen Zyklus eines kleinen Forschungsvorhabens mal durch und schaust, ob Dir wissenschaftliches Schreiben Spass macht, oder nicht. In der Regel sind Professoren für solche Anfragen auch sehr offen und freuen sich über Jeden, der Interesse an Forschung hat.

2) Manche Unis bieten einen verkürzten Masterstudiengang an, wenn man sich für die Forschung entscheidet. Das heisst, dass ein Teil Deines Masters bereits in Deine Promotion hineinzählt. Google mal danach, gerade forschungsstarke Unis bieten das oft an.

3) Achte bei Deiner Promotion auf die Uni und den Prof. Das Branding / Forschungsstärke / bestehendes Netzwerk ist extrem wichtig.

4) Es gibt einige Foren speziell für Forscher (z.B: doktorandenforum). Es kann durchaus Sinn für Dich machen, da nochmal nach spezifischen Sachen zu fragen. Denn dieser Thread wird bald in die Richtung abdriften, ob eine Promotion sinnvoll ist, ob eine Promotion 1k oder 2k mehr Einstiegsgehalt bringt, und ob eine Promotion in Mannheim nicht gleich einer Kaiserkrönung ist.

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Hey Leute,

kann mir eine wissenschaftliche Karriere sehr gut vorstellen und plane deshalb schon grob meinen CV um dies möglich zu begünstigen. Hierfür wäre ich sehr dankbar über eure Must-Haves oder was man auf jeden Fall vermeiden sollte. Aktuell bin ich im Bachelor und habe folgende Dinge geplant:

  • Bsc 1,5 oder besser an normaler staatlicher Uni
  • Erasmus Auslandssemester während dem Bachelor (kann mit keine Studiengebühren in den USA leisten und möchte mich hauptsächlich charakterlich weiterbilden)
  • Möglichst viele Kenntnisse in R Bzw. Matlab, Python etc erwerben
  • Praktikum an einem Institut während dem Bachelor um früh einen Einblick zu bekommen und meinen Plan zu bekräftigen oder ggb. falls sogar zu verwerfen
  • Msc an forschungsstarker Uni à la Lmu, Bonn (am besten Quant. Econ bzw. PhD Track)

Das war jetzt so grob meine Planung. Wie schätzt ihr das ein? Bin für jede Art von Input dankbar. Gerne auch Kritik an meinem Plan.
Vielen Dank!

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

1) Ein kleiner Testlauf, ob Dir Forschung wirklich Spass macht, könnte Deine Bachelorarbeit sein. Frag Deinen Betreuer bzw. den Professor, ob man aus Deiner Bachelorarbeit nicht ein Paper schreiben kann. So gehst Du den ganzen Zyklus eines kleinen Forschungsvorhabens mal durch und schaust, ob Dir wissenschaftliches Schreiben Spass macht, oder nicht. In der Regel sind Professoren für solche Anfragen auch sehr offen und freuen sich über Jeden, der Interesse an Forschung hat.

2) Manche Unis bieten einen verkürzten Masterstudiengang an, wenn man sich für die Forschung entscheidet. Das heisst, dass ein Teil Deines Masters bereits in Deine Promotion hineinzählt. Google mal danach, gerade forschungsstarke Unis bieten das oft an.

3) Achte bei Deiner Promotion auf die Uni und den Prof. Das Branding / Forschungsstärke / bestehendes Netzwerk ist extrem wichtig.

4) Es gibt einige Foren speziell für Forscher (z.B: doktorandenforum). Es kann durchaus Sinn für Dich machen, da nochmal nach spezifischen Sachen zu fragen. Denn dieser Thread wird bald in die Richtung abdriften, ob eine Promotion sinnvoll ist, ob eine Promotion 1k oder 2k mehr Einstiegsgehalt bringt, und ob eine Promotion in Mannheim nicht gleich einer Kaiserkrönung ist.

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Hey Leute,

kann mir eine wissenschaftliche Karriere sehr gut vorstellen und plane deshalb schon grob meinen CV um dies möglich zu begünstigen. Hierfür wäre ich sehr dankbar über eure Must-Haves oder was man auf jeden Fall vermeiden sollte. Aktuell bin ich im Bachelor und habe folgende Dinge geplant:

  • Bsc 1,5 oder besser an normaler staatlicher Uni
  • Erasmus Auslandssemester während dem Bachelor (kann mit keine Studiengebühren in den USA leisten und möchte mich hauptsächlich charakterlich weiterbilden)
  • Möglichst viele Kenntnisse in R Bzw. Matlab, Python etc erwerben
  • Praktikum an einem Institut während dem Bachelor um früh einen Einblick zu bekommen und meinen Plan zu bekräftigen oder ggb. falls sogar zu verwerfen
  • Msc an forschungsstarker Uni à la Lmu, Bonn (am besten Quant. Econ bzw. PhD Track)

Das war jetzt so grob meine Planung. Wie schätzt ihr das ein? Bin für jede Art von Input dankbar. Gerne auch Kritik an meinem Plan.
Vielen Dank!

Vielen Dank erstmal für die ganzen Antworten! Sorry wenn ich manche Dinge unpräzise formuliert habe!
-ja ich studiere VWL und würde auch gerne in der Richtung bleiben
-ich habe nicht vor ziellos Programmiersprachen zu lernen sondern gehe das relativ geplant an. Der Statistik Lehrstuhl bietet beispielsweise wahnsinnig viele Kurse an die einen Großteil an R beinhalten, das ist bei uns an der Uni relativ gut. Außerdem werde ich vermutlich die Seminararbeit in Theoretischer Makro schreiben, dort kann ich mithilfe von wissenschaftlichen MA dynamische Modelle in matlab implementieren (das hab ich etwas falsch ausgedrückt, bzw unpräzise im Ausgangspost)
-Ich nehme mal an die Erasmus-Uni ist relativ egal? Bin leider durch die ganzen Diskussionen hier im Forum doch etwas verunsichert. Würde gerne nach Griechenland, da ich unglaublich gerne mal
eine komplett andere Sicht auf den Euro-Raum kennen lernen würde und die Aspekte wie Migration etc. da bietet meine Wunschuni sehr viele Kurse an in die Richtung.
-Danke für den Tipp mit dem Forum, werde ich probieren! (Ja das ist leider hier auf dem wiwis Treff so, bin aber wirklich überrascht wieviele sinnvolle Beiträge ich zu meinem
Anliegen bekommen habe)

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Ceterum censeo

Die wissenschaftliche Karriere

Eine Karriere in der Wissenschaft ist leider nur bedingt planbar. Während die Zeit bis zur Promotion noch ohne größere Komplikationen möglich sein sollte, wird es hiernach meist recht abenteuerlich. Die Stellenbesetzungsverfahren an deutschen Universitäten im Allgemeinen und Berufungsverfahren im Besonderen sind wie Wurst oder Politik - wenn man weiß, wie es gemacht wird, will man es nicht mehr. ;-)
Daher rate ich dir, zunächst dein Studium (und ggf. deine Promotion) zu beenden und sich dann nochmal Gedanken zu machen.
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

-ich habe nicht vor ziellos Programmiersprachen zu lernen sondern gehe das relativ geplant an. Der Statistik Lehrstuhl bietet beispielsweise wahnsinnig viele Kurse an die einen Großteil an R beinhalten, das ist bei uns an der Uni relativ gut. Außerdem werde ich vermutlich die Seminararbeit in Theoretischer Makro schreiben, dort kann ich mithilfe von wissenschaftlichen MA dynamische Modelle in matlab implementieren (das hab ich etwas falsch ausgedrückt, bzw unpräzise im Ausgangspost)
-Ich nehme mal an die Erasmus-Uni ist relativ egal? Bin leider durch die ganzen Diskussionen hier im Forum doch etwas verunsichert. Würde gerne nach Griechenland, da ich unglaublich gerne mal
eine komplett andere Sicht auf den Euro-Raum kennen lernen würde und die Aspekte wie Migration etc. da bietet meine Wunschuni sehr viele Kurse an in die Richtung.

Ja, haben wir schonmal einmal drei vollkommen unterschiedliche Themengebiete, die praktisch nichts miteinander zu tun haben. ;-)
Makro-Theorie kann sehr gefährlich werden. Wenn du in dem Bereich forschen willst, dann kommst du vermutlich bis zur Professur mit Dynare aus. Außer du willst wirklich aktiv Weiterentwicklung dieser Modelltheorie betreiben. Dann wird es richtig hässlich. Es aber ist wichtig, das mal gesehen zu haben.

antworten
WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Sehe ich genauso. Gerade das Thema um das Thema ist so eine Sache. VWL bzw. Economics ist ein sehr "überlaufenes" Forschungsfeld. Damit meine ich nicht den Anspruch oder die generelle Beliebtheit des Studiengangs, sondern den Absolventenoutput, der in die Forschung geht. Da VWL naturgemäß sehr viel theoretischer als BWL ist und das Studium mit einer sehr starken Methodenausbildung einhergeht, zieht es viel Absolventen in die Wissenschaft. Bei BWL hingegen zieht es viele in die Praxis und an die FHs. Am Ende ist natürlich beides WiWi, aber du wirst dann wohl eher an einen VWL Lehrstuhl.

Darüber hinaus ist die Forschung sehr stark und eine adäquate Lücke für eine kumulative Diss mit Publikationsanspruch (Journal) zu finden, ist kein leichtes Vorgehen. Und für einen guten Start der wissenschaftlichen Laufbahn ist zumindest ein solide veröffentlichtes Paper notwendig. Ansonsten wird der sowieso holprige Weg noch holpriger. Klar, du kannst auch FH-Professur anstreben aber selbst da ist eine Publikation schon ein Plus.

Letzten Endes ist die Konkurrenz einfach enorm. Es ist anders als in der Wirtschaft, da die Szene -besonders für die dann jeweils relevanten Teildiszplinen- viel komprimierter ist und gleichzeitig sehr viele, sehr begabte Kollegen auf dem Markt agieren. Bei uns war vor kurzem eine Professur ausgeschrieben und da haben sich über 200 Leute zum Vorsingen beworben. Da war von Oxford bis Yale alles dabei...und wir sprechen hier nicht von Bonn oder Mannheim.

Deine Vorgehensweise ist an sich nicht falsch, ich würde wirklich erstmal über Forschungsinstitute gehen und ansonsten auch einfach mal mit einem Prof. deiner Wahl sprechen. Mach mal ein halbes Jahr Hiwi, um Einblick in die Arbeit am Lehrstuhl zu gewinnen und Praktika bei den entsprechenden Instituten in deiner Nähe. Mehr kannst du aber, außer noch gute Noten zu schreiben & Promotion, wirklich nicht machen.

Ceterum censeo schrieb am 14.01.2020:

Eine Karriere in der Wissenschaft ist leider nur bedingt planbar. Während die Zeit bis zur Promotion noch ohne größere Komplikationen möglich sein sollte, wird es hiernach meist recht abenteuerlich. Die Stellenbesetzungsverfahren an deutschen Universitäten im Allgemeinen und Berufungsverfahren im Besonderen sind wie Wurst oder Politik - wenn man weiß, wie es gemacht wird, will man es nicht mehr. ;-)
Daher rate ich dir, zunächst dein Studium (und ggf. deine Promotion) zu beenden und sich dann nochmal Gedanken zu machen.
Liebe Grüße

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

-ich habe nicht vor ziellos Programmiersprachen zu lernen sondern gehe das relativ geplant an. Der Statistik Lehrstuhl bietet beispielsweise wahnsinnig viele Kurse an die einen Großteil an R beinhalten, das ist bei uns an der Uni relativ gut. Außerdem werde ich vermutlich die Seminararbeit in Theoretischer Makro schreiben, dort kann ich mithilfe von wissenschaftlichen MA dynamische Modelle in matlab implementieren (das hab ich etwas falsch ausgedrückt, bzw unpräzise im Ausgangspost)
-Ich nehme mal an die Erasmus-Uni ist relativ egal? Bin leider durch die ganzen Diskussionen hier im Forum doch etwas verunsichert. Würde gerne nach Griechenland, da ich unglaublich gerne mal
eine komplett andere Sicht auf den Euro-Raum kennen lernen würde und die Aspekte wie Migration etc. da bietet meine Wunschuni sehr viele Kurse an in die Richtung.

Ja, haben wir schonmal einmal drei vollkommen unterschiedliche Themengebiete, die praktisch nichts miteinander zu tun haben. ;-)
Makro-Theorie kann sehr gefährlich werden. Wenn du in dem Bereich forschen willst, dann kommst du vermutlich bis zur Professur mit Dynare aus. Außer du willst wirklich aktiv Weiterentwicklung dieser Modelltheorie betreiben. Dann wird es richtig hässlich. Es aber ist wichtig, das mal gesehen zu haben.

Ist das denn ein Nachteil? Ich meine ich bin ja noch Mitten im Bachelor und habe viele Module noch garnicht belegt. Daher würde ich gerne so viel wie möglich sehen und auch nicht immer den leichtesten Weg nehmen, sondern auch viel Quantitatives belegen. Das "Festlegen auf einen Bereich" kann ich ja erst machen, wenn ich vieles mal gesehen hab und sagen kann, was mich wirklich interessiert.

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Sehe ich genauso. Gerade das Thema um das Thema ist so eine Sache. VWL bzw. Economics ist ein sehr "überlaufenes" Forschungsfeld. Damit meine ich nicht den Anspruch oder die generelle Beliebtheit des Studiengangs, sondern den Absolventenoutput, der in die Forschung geht. Da VWL naturgemäß sehr viel theoretischer als BWL ist und das Studium mit einer sehr starken Methodenausbildung einhergeht, zieht es viel Absolventen in die Wissenschaft. Bei BWL hingegen zieht es viele in die Praxis und an die FHs. Am Ende ist natürlich beides WiWi, aber du wirst dann wohl eher an einen VWL Lehrstuhl.

Darüber hinaus ist die Forschung sehr stark und eine adäquate Lücke für eine kumulative Diss mit Publikationsanspruch (Journal) zu finden, ist kein leichtes Vorgehen. Und für einen guten Start der wissenschaftlichen Laufbahn ist zumindest ein solide veröffentlichtes Paper notwendig. Ansonsten wird der sowieso holprige Weg noch holpriger. Klar, du kannst auch FH-Professur anstreben aber selbst da ist eine Publikation schon ein Plus.

Letzten Endes ist die Konkurrenz einfach enorm. Es ist anders als in der Wirtschaft, da die Szene -besonders für die dann jeweils relevanten Teildiszplinen- viel komprimierter ist und gleichzeitig sehr viele, sehr begabte Kollegen auf dem Markt agieren. Bei uns war vor kurzem eine Professur ausgeschrieben und da haben sich über 200 Leute zum Vorsingen beworben. Da war von Oxford bis Yale alles dabei...und wir sprechen hier nicht von Bonn oder Mannheim.

Deine Vorgehensweise ist an sich nicht falsch, ich würde wirklich erstmal über Forschungsinstitute gehen und ansonsten auch einfach mal mit einem Prof. deiner Wahl sprechen. Mach mal ein halbes Jahr Hiwi, um Einblick in die Arbeit am Lehrstuhl zu gewinnen und Praktika bei den entsprechenden Instituten in deiner Nähe. Mehr kannst du aber, außer noch gute Noten zu schreiben & Promotion, wirklich nicht machen.

Ceterum censeo schrieb am 14.01.2020:

Eine Karriere in der Wissenschaft ist leider nur bedingt planbar. Während die Zeit bis zur Promotion noch ohne größere Komplikationen möglich sein sollte, wird es hiernach meist recht abenteuerlich. Die Stellenbesetzungsverfahren an deutschen Universitäten im Allgemeinen und Berufungsverfahren im Besonderen sind wie Wurst oder Politik - wenn man weiß, wie es gemacht wird, will man es nicht mehr. ;-)
Daher rate ich dir, zunächst dein Studium (und ggf. deine Promotion) zu beenden und sich dann nochmal Gedanken zu machen.
Liebe Grüße

Erstmal vielen Dank dir und auch an Ceterum censeo! Ist natürlich gut mal eine "kritischere" Sichtweise zu sehen. Vorneweg möchte ich sagen, dass mir durchaus bewusst ist, dass eine derartige Karriere schwer zu planen ist und auch viel Glück dazu gehört. Dennoch macht doch jeder einen groben Plan für sein weiteres Vorgehen und Aspekte wie Auslandserfahrung und Programmiererfahrung sind ja durchaus förderlich für eine akademische Karriere in der Ökonomie (und abgesehen davon auch für jede andere Art von Karriere vermutlich). Die Intention meines Postes war eher einige kleinere "Ziele" festzulegen, die meinen weiteren Weg fördern und nicht eine Schritt für Schritt Anleitung á la "So bekommst du sicher eine Professur".

Die starke Konkurrenz macht das ganze natürlich extrem kompetetiv. Ich sehe das dann auch als Ansporn persönlich noch besser zu werden. Falls es nicht klappt, dann bin ich natürlich auch für andere Lebenswege offen. Da ich ohnehin gerne einen wirklichen VWL-Job haben würde (das kann ich jetzt schon relativ sicher sagen) und nicht im Controlling versauern möchte und auch nicht IB/UB (wie hier eigentlich üblich), ist ein Msc und vermutlich auch eine Promotion schon relativ fest eingeplant.

antworten
WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Bin der Vorposter mit langem Text. Wie gesagt: Die Herangehensweise schadet definitiv nicht und ist gerade zum ergattern einer Promotionsstelle auch sehr gut. Aber es wird - egal wie - ein entbehrlicher weg.

Die Konkurrenz spielt während der Diss eh keine so große Rolle, das sind eher Leidensgenossen. Aber wenn es wirklich um konkreten Forschungsoutput oder Berufungen geht, dann wird das Spiel hart. Denn wie gesagt: Im Vergleich zur freien Wirtschaft bleiben in der Forschung fast ausschließlich sehr, sehr schlaue Menschen, die dazu auch noch für ihr Thema brennen. Ja, am Ende wird auch dort z.T. nur mit Wasser gekocht - insb. in den WiWi - aber es sind einfach die Ideen und Theorien einiger, die mich so beeindrucken (von mikroökonomisch-mathematischen Modellierungen mal ganz abgesehen).

Wenn man sich dann vor Augen führt, wie verhältnismäßig(!) unbedeutend und weniger anspruchsvoll das Ganze dann wieder im Verhältnis Themengebieten wie der Physik oder den Ingenieurswissenschaften ist, ergreift einen öfters die Ehrfurcht. Aber das ist normal und sollte dich nicht abschrecken!

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Sehe ich genauso. Gerade das Thema um das Thema ist so eine Sache. VWL bzw. Economics ist ein sehr "überlaufenes" Forschungsfeld. Damit meine ich nicht den Anspruch oder die generelle Beliebtheit des Studiengangs, sondern den Absolventenoutput, der in die Forschung geht. Da VWL naturgemäß sehr viel theoretischer als BWL ist und das Studium mit einer sehr starken Methodenausbildung einhergeht, zieht es viel Absolventen in die Wissenschaft. Bei BWL hingegen zieht es viele in die Praxis und an die FHs. Am Ende ist natürlich beides WiWi, aber du wirst dann wohl eher an einen VWL Lehrstuhl.

Darüber hinaus ist die Forschung sehr stark und eine adäquate Lücke für eine kumulative Diss mit Publikationsanspruch (Journal) zu finden, ist kein leichtes Vorgehen. Und für einen guten Start der wissenschaftlichen Laufbahn ist zumindest ein solide veröffentlichtes Paper notwendig. Ansonsten wird der sowieso holprige Weg noch holpriger. Klar, du kannst auch FH-Professur anstreben aber selbst da ist eine Publikation schon ein Plus.

Letzten Endes ist die Konkurrenz einfach enorm. Es ist anders als in der Wirtschaft, da die Szene -besonders für die dann jeweils relevanten Teildiszplinen- viel komprimierter ist und gleichzeitig sehr viele, sehr begabte Kollegen auf dem Markt agieren. Bei uns war vor kurzem eine Professur ausgeschrieben und da haben sich über 200 Leute zum Vorsingen beworben. Da war von Oxford bis Yale alles dabei...und wir sprechen hier nicht von Bonn oder Mannheim.

Deine Vorgehensweise ist an sich nicht falsch, ich würde wirklich erstmal über Forschungsinstitute gehen und ansonsten auch einfach mal mit einem Prof. deiner Wahl sprechen. Mach mal ein halbes Jahr Hiwi, um Einblick in die Arbeit am Lehrstuhl zu gewinnen und Praktika bei den entsprechenden Instituten in deiner Nähe. Mehr kannst du aber, außer noch gute Noten zu schreiben & Promotion, wirklich nicht machen.

Ceterum censeo schrieb am 14.01.2020:

Eine Karriere in der Wissenschaft ist leider nur bedingt planbar. Während die Zeit bis zur Promotion noch ohne größere Komplikationen möglich sein sollte, wird es hiernach meist recht abenteuerlich. Die Stellenbesetzungsverfahren an deutschen Universitäten im Allgemeinen und Berufungsverfahren im Besonderen sind wie Wurst oder Politik - wenn man weiß, wie es gemacht wird, will man es nicht mehr. ;-)
Daher rate ich dir, zunächst dein Studium (und ggf. deine Promotion) zu beenden und sich dann nochmal Gedanken zu machen.
Liebe Grüße

Erstmal vielen Dank dir und auch an Ceterum censeo! Ist natürlich gut mal eine "kritischere" Sichtweise zu sehen. Vorneweg möchte ich sagen, dass mir durchaus bewusst ist, dass eine derartige Karriere schwer zu planen ist und auch viel Glück dazu gehört. Dennoch macht doch jeder einen groben Plan für sein weiteres Vorgehen und Aspekte wie Auslandserfahrung und Programmiererfahrung sind ja durchaus förderlich für eine akademische Karriere in der Ökonomie (und abgesehen davon auch für jede andere Art von Karriere vermutlich). Die Intention meines Postes war eher einige kleinere "Ziele" festzulegen, die meinen weiteren Weg fördern und nicht eine Schritt für Schritt Anleitung á la "So bekommst du sicher eine Professur".

Die starke Konkurrenz macht das ganze natürlich extrem kompetetiv. Ich sehe das dann auch als Ansporn persönlich noch besser zu werden. Falls es nicht klappt, dann bin ich natürlich auch für andere Lebenswege offen. Da ich ohnehin gerne einen wirklichen VWL-Job haben würde (das kann ich jetzt schon relativ sicher sagen) und nicht im Controlling versauern möchte und auch nicht IB/UB (wie hier eigentlich üblich), ist ein Msc und vermutlich auch eine Promotion schon relativ fest eingeplant.

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Bin der Vorposter mit langem Text. Wie gesagt: Die Herangehensweise schadet definitiv nicht und ist gerade zum ergattern einer Promotionsstelle auch sehr gut. Aber es wird - egal wie - ein entbehrlicher weg.

Die Konkurrenz spielt während der Diss eh keine so große Rolle, das sind eher Leidensgenossen. Aber wenn es wirklich um konkreten Forschungsoutput oder Berufungen geht, dann wird das Spiel hart. Denn wie gesagt: Im Vergleich zur freien Wirtschaft bleiben in der Forschung fast ausschließlich sehr, sehr schlaue Menschen, die dazu auch noch für ihr Thema brennen. Ja, am Ende wird auch dort z.T. nur mit Wasser gekocht - insb. in den WiWi - aber es sind einfach die Ideen und Theorien einiger, die mich so beeindrucken (von mikroökonomisch-mathematischen Modellierungen mal ganz abgesehen).

Wenn man sich dann vor Augen führt, wie verhältnismäßig(!) unbedeutend und weniger anspruchsvoll das Ganze dann wieder im Verhältnis Themengebieten wie der Physik oder den Ingenieurswissenschaften ist, ergreift einen öfters die Ehrfurcht. Aber das ist normal und sollte dich nicht abschrecken!

Sehe ich genauso. Gerade das Thema um das Thema ist so eine Sache. VWL bzw. Economics ist ein sehr "überlaufenes" Forschungsfeld. Damit meine ich nicht den Anspruch oder die generelle Beliebtheit des Studiengangs, sondern den Absolventenoutput, der in die Forschung geht. Da VWL naturgemäß sehr viel theoretischer als BWL ist und das Studium mit einer sehr starken Methodenausbildung einhergeht, zieht es viel Absolventen in die Wissenschaft. Bei BWL hingegen zieht es viele in die Praxis und an die FHs. Am Ende ist natürlich beides WiWi, aber du wirst dann wohl eher an einen VWL Lehrstuhl.

Darüber hinaus ist die Forschung sehr stark und eine adäquate Lücke für eine kumulative Diss mit Publikationsanspruch (Journal) zu finden, ist kein leichtes Vorgehen. Und für einen guten Start der wissenschaftlichen Laufbahn ist zumindest ein solide veröffentlichtes Paper notwendig. Ansonsten wird der sowieso holprige Weg noch holpriger. Klar, du kannst auch FH-Professur anstreben aber selbst da ist eine Publikation schon ein Plus.

Letzten Endes ist die Konkurrenz einfach enorm. Es ist anders als in der Wirtschaft, da die Szene -besonders für die dann jeweils relevanten Teildiszplinen- viel komprimierter ist und gleichzeitig sehr viele, sehr begabte Kollegen auf dem Markt agieren. Bei uns war vor kurzem eine Professur ausgeschrieben und da haben sich über 200 Leute zum Vorsingen beworben. Da war von Oxford bis Yale alles dabei...und wir sprechen hier nicht von Bonn oder Mannheim.

Deine Vorgehensweise ist an sich nicht falsch, ich würde wirklich erstmal über Forschungsinstitute gehen und ansonsten auch einfach mal mit einem Prof. deiner Wahl sprechen. Mach mal ein halbes Jahr Hiwi, um Einblick in die Arbeit am Lehrstuhl zu gewinnen und Praktika bei den entsprechenden Instituten in deiner Nähe. Mehr kannst du aber, außer noch gute Noten zu schreiben & Promotion, wirklich nicht machen.

Ceterum censeo schrieb am 14.01.2020:

Eine Karriere in der Wissenschaft ist leider nur bedingt planbar. Während die Zeit bis zur Promotion noch ohne größere Komplikationen möglich sein sollte, wird es hiernach meist recht abenteuerlich. Die Stellenbesetzungsverfahren an deutschen Universitäten im Allgemeinen und Berufungsverfahren im Besonderen sind wie Wurst oder Politik - wenn man weiß, wie es gemacht wird, will man es nicht mehr. ;-)
Daher rate ich dir, zunächst dein Studium (und ggf. deine Promotion) zu beenden und sich dann nochmal Gedanken zu machen.
Liebe Grüße

Erstmal vielen Dank dir und auch an Ceterum censeo! Ist natürlich gut mal eine "kritischere" Sichtweise zu sehen. Vorneweg möchte ich sagen, dass mir durchaus bewusst ist, dass eine derartige Karriere schwer zu planen ist und auch viel Glück dazu gehört. Dennoch macht doch jeder einen groben Plan für sein weiteres Vorgehen und Aspekte wie Auslandserfahrung und Programmiererfahrung sind ja durchaus förderlich für eine akademische Karriere in der Ökonomie (und abgesehen davon auch für jede andere Art von Karriere vermutlich). Die Intention meines Postes war eher einige kleinere "Ziele" festzulegen, die meinen weiteren Weg fördern und nicht eine Schritt für Schritt Anleitung á la "So bekommst du sicher eine Professur".

Die starke Konkurrenz macht das ganze natürlich extrem kompetetiv. Ich sehe das dann auch als Ansporn persönlich noch besser zu werden. Falls es nicht klappt, dann bin ich natürlich auch für andere Lebenswege offen. Da ich ohnehin gerne einen wirklichen VWL-Job haben würde (das kann ich jetzt schon relativ sicher sagen) und nicht im Controlling versauern möchte und auch nicht IB/UB (wie hier eigentlich üblich), ist ein Msc und vermutlich auch eine Promotion schon relativ fest eingeplant.

Ja ich verstehe was du meinst. Ich finde das auch sehr sehr beeindruckend, wie du sagst schon fast ehrfürchtig.

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Ist das denn ein Nachteil? Ich meine ich bin ja noch Mitten im Bachelor und habe viele Module noch garnicht belegt. Daher würde ich gerne so viel wie möglich sehen und auch nicht immer den leichtesten Weg nehmen, sondern auch viel Quantitatives belegen. Das "Festlegen auf einen Bereich" kann ich ja erst machen, wenn ich vieles mal gesehen hab und sagen kann, was mich wirklich interessiert.

Bin zwar jemand anders, aber: Wenn du Zeit und Lust hast, nimm alles mit, was dich interessiert oder wo du mal reinschauen möchtest. Selbst wenn du damit deine Regelstudienzeit überschreitest.

In meinem Graduiertenkolleg wussten übrigens viele noch während ihrem ersten Jahr des PhD-Programms noch gar nicht, worüber sie ihr erstes Paper schreiben wollten. Festlegen kannst du dich später. Wenn sich im Bachelor eine Tendenz in Richtung Mikro/Makro/Statistik herausbildet, ist das gut, weil du dann den Master besser aussuchen kannst, aber immernoch nicht tragisch wenn du dich dann noch nicht festgelegt hast. Würde dir in allen Fällen sogar empfehlen, möglichst viele Mathe/Statistik mitzunehmen, brauchst du sowieso später und öffnet dir zusammen mit Programmiersprachen auch viele Türen in der Wirtschaft.

Bezüglich Auslandssemester: Geh dorthin, wo du möchtest. Wird bestimmt noch jemand sagen, du musst unbedingt an eine Ivy-League Uni, aber das interessiert im Bachelor niemanden (zumindest meine bescheidene Erfahrung bisher). Ich war auch an einer Party-Uni in Osteuropa und bin in einem sehr guten PhD-Programm untergekommen, da waren andere Sachen einfach deutlich wichtiger.

Ansonsten kann ich mich den Vorpostern nur anschließen.

antworten
WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Ist das denn ein Nachteil? Ich meine ich bin ja noch Mitten im Bachelor und habe viele Module noch garnicht belegt. Daher würde ich gerne so viel wie möglich sehen und auch nicht immer den leichtesten Weg nehmen, sondern auch viel Quantitatives belegen. Das "Festlegen auf einen Bereich" kann ich ja erst machen, wenn ich vieles mal gesehen hab und sagen kann, was mich wirklich interessiert.

Bin zwar jemand anders, aber: Wenn du Zeit und Lust hast, nimm alles mit, was dich interessiert oder wo du mal reinschauen möchtest. Selbst wenn du damit deine Regelstudienzeit überschreitest.

In meinem Graduiertenkolleg wussten übrigens viele noch während ihrem ersten Jahr des PhD-Programms noch gar nicht, worüber sie ihr erstes Paper schreiben wollten. Festlegen kannst du dich später. Wenn sich im Bachelor eine Tendenz in Richtung Mikro/Makro/Statistik herausbildet, ist das gut, weil du dann den Master besser aussuchen kannst, aber immernoch nicht tragisch wenn du dich dann noch nicht festgelegt hast. Würde dir in allen Fällen sogar empfehlen, möglichst viele Mathe/Statistik mitzunehmen, brauchst du sowieso später und öffnet dir zusammen mit Programmiersprachen auch viele Türen in der Wirtschaft.

Bezüglich Auslandssemester: Geh dorthin, wo du möchtest. Wird bestimmt noch jemand sagen, du musst unbedingt an eine Ivy-League Uni, aber das interessiert im Bachelor niemanden (zumindest meine bescheidene Erfahrung bisher). Ich war auch an einer Party-Uni in Osteuropa und bin in einem sehr guten PhD-Programm untergekommen, da waren andere Sachen einfach deutlich wichtiger.

Ansonsten kann ich mich den Vorpostern nur anschließen.

Vielen Dank für den Input :) Das bestärkt meine bisherige Sichtweise auf das ganze sehr! Und ins Ausland geht’s dann wohl mit Erasmus nach Athen, das wollte ich schon immer einmal erleben! :D

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

Hier der lange Vorposter: Ist nicht nur im Graduiertenkolleg so ;-). Eigentlich ist die Themefindung & -abgrenzung sogar in den meisten Fällen der anspruchsvollste Prozess, insb. bei kumulativen Dissertationen. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen in der Uni oder auf den Konferenzen haben das immer wieder betont. Auch für mich hat es besonders intellektuell eine große Hürde dargestellt. Danach war der Aufwand im Vergleich geringer.

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

WiWi Gast schrieb am 14.01.2020:

Ist das denn ein Nachteil? Ich meine ich bin ja noch Mitten im Bachelor und habe viele Module noch garnicht belegt. Daher würde ich gerne so viel wie möglich sehen und auch nicht immer den leichtesten Weg nehmen, sondern auch viel Quantitatives belegen. Das "Festlegen auf einen Bereich" kann ich ja erst machen, wenn ich vieles mal gesehen hab und sagen kann, was mich wirklich interessiert.

Bin zwar jemand anders, aber: Wenn du Zeit und Lust hast, nimm alles mit, was dich interessiert oder wo du mal reinschauen möchtest. Selbst wenn du damit deine Regelstudienzeit überschreitest.

In meinem Graduiertenkolleg wussten übrigens viele noch während ihrem ersten Jahr des PhD-Programms noch gar nicht, worüber sie ihr erstes Paper schreiben wollten. Festlegen kannst du dich später. Wenn sich im Bachelor eine Tendenz in Richtung Mikro/Makro/Statistik herausbildet, ist das gut, weil du dann den Master besser aussuchen kannst, aber immernoch nicht tragisch wenn du dich dann noch nicht festgelegt hast. Würde dir in allen Fällen sogar empfehlen, möglichst viele Mathe/Statistik mitzunehmen, brauchst du sowieso später und öffnet dir zusammen mit Programmiersprachen auch viele Türen in der Wirtschaft.

Bezüglich Auslandssemester: Geh dorthin, wo du möchtest. Wird bestimmt noch jemand sagen, du musst unbedingt an eine Ivy-League Uni, aber das interessiert im Bachelor niemanden (zumindest meine bescheidene Erfahrung bisher). Ich war auch an einer Party-Uni in Osteuropa und bin in einem sehr guten PhD-Programm untergekommen, da waren andere Sachen einfach deutlich wichtiger.

Ansonsten kann ich mich den Vorpostern nur anschließen.

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WiWi Gast

Die wissenschaftliche Karriere

WiWi Gast schrieb am 15.01.2020:

Hier der lange Vorposter: Ist nicht nur im Graduiertenkolleg so ;-). Eigentlich ist die Themefindung & -abgrenzung sogar in den meisten Fällen der anspruchsvollste Prozess, insb. bei kumulativen Dissertationen. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen in der Uni oder auf den Konferenzen haben das immer wieder betont. Auch für mich hat es besonders intellektuell eine große Hürde dargestellt. Danach war der Aufwand im Vergleich geringer.

Ist das denn ein Nachteil? Ich meine ich bin ja noch Mitten im Bachelor und habe viele Module noch garnicht belegt. Daher würde ich gerne so viel wie möglich sehen und auch nicht immer den leichtesten Weg nehmen, sondern auch viel Quantitatives belegen. Das "Festlegen auf einen Bereich" kann ich ja erst machen, wenn ich vieles mal gesehen hab und sagen kann, was mich wirklich interessiert.

Bin zwar jemand anders, aber: Wenn du Zeit und Lust hast, nimm alles mit, was dich interessiert oder wo du mal reinschauen möchtest. Selbst wenn du damit deine Regelstudienzeit überschreitest.

In meinem Graduiertenkolleg wussten übrigens viele noch während ihrem ersten Jahr des PhD-Programms noch gar nicht, worüber sie ihr erstes Paper schreiben wollten. Festlegen kannst du dich später. Wenn sich im Bachelor eine Tendenz in Richtung Mikro/Makro/Statistik herausbildet, ist das gut, weil du dann den Master besser aussuchen kannst, aber immernoch nicht tragisch wenn du dich dann noch nicht festgelegt hast. Würde dir in allen Fällen sogar empfehlen, möglichst viele Mathe/Statistik mitzunehmen, brauchst du sowieso später und öffnet dir zusammen mit Programmiersprachen auch viele Türen in der Wirtschaft.

Bezüglich Auslandssemester: Geh dorthin, wo du möchtest. Wird bestimmt noch jemand sagen, du musst unbedingt an eine Ivy-League Uni, aber das interessiert im Bachelor niemanden (zumindest meine bescheidene Erfahrung bisher). Ich war auch an einer Party-Uni in Osteuropa und bin in einem sehr guten PhD-Programm untergekommen, da waren andere Sachen einfach deutlich wichtiger.

Ansonsten kann ich mich den Vorpostern nur anschließen.

Hier TE: Das kann ich mir durchaus vorstellen, obwohl der Entscheidungsprozess bei mir noch in weiter Ferne liegt (aktuell am Ende des 3. Bachelor Semesters). Ich versuche einfach so viel wie möglich auszuprobieren und zu sehen. Sei es theoretische Makro, Ökonometrie oder etwas Mikro basiertes. Solange ich ein gewisses Interesse aufweisen kann wüsste ich nicht was dagegen spricht mal etwas genauer reinzuschauen.

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