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FH Professur - Vor- und Nachteile

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

ich spiele mit dem Gedanken, aus meinem Bank-job auf eine FH-Professur zu wechseln.

  • Nachteil: Gehalt (im jetztigen Job bei 4,5k netto als verh. Stkl. 3)
  • Vorteil: Vermeintlich mehr Zeit für Familie / Hobbies

Für Meinungen/Ansatzpunkte dankbar!

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Wer den Prof-Job Ernst nimmt und nicht nur eine ruhige Nummer schieben will, kommt auch mit reichlich Berufserfahrung auf mindestens 50 Stunden pro Woche, am Anfang auch deutlich mehr.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Ich stimme zu, wenn es sich um eine Uni-Professur handelt. Es ist aber nun mal so, dass erfahrungsgemäß an der FH weniger große Forschungsprojekte angesiedelt sind und der FH-Prof nicht den gleichen Druck hat wie an der Uni. Das ist ja der große Vorteil an dieser Stelle.

Ich habe eine FH-Prof-Stelle (kleine FH im schwäbischen Ländle) abgelehnt, als ich ca. 3Jahre Projektleiter bei einem OEM war (damals 100k p.a.), weil ich dachte, dass der nächste Karrieresprung schnell kommen würde Richtung Abteilungsleiter. 5Jahre später bereue ich meine Entscheidung. Ich kann Karriere, Familie und Freizeit nicht miteinander vereinbaren. Meine Frau steckt mir zu Liebe zurück, ich sehe meine Kinder nicht viel und auch meine Freunde nur sehr selten. Ich denke mir halt immer "nächstes Jahr ist es so weit mit dem Sprung". Bisher vergeblich.

Gehaltstechnisch wäre es die ersten Jahre sogar besser gewesen, da meine Frau schneller wieder in den Job hätte einsteigen können und so zum Haushaltseinkommen aktiver beigetragen hätte.

Wenn du also wirklich die Chance hast: Mach dir Gedanken, wo du in 5Jahren stehen möchtest - privat und beruflich - und wie deine Chancen stehen, die Ziele zu erreichen.

WiWi Gast schrieb am 17.04.2018:

Wer den Prof-Job Ernst nimmt und nicht nur eine ruhige Nummer schieben will, kommt auch mit reichlich Berufserfahrung auf mindestens 50 Stunden pro Woche, am Anfang auch deutlich mehr.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Hast Du Insight oder ist das geschätzt?

WiWi Gast schrieb am 17.04.2018:

Wer den Prof-Job Ernst nimmt und nicht nur eine ruhige Nummer schieben will, kommt auch mit reichlich Berufserfahrung auf mindestens 50 Stunden pro Woche, am Anfang auch deutlich mehr.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Danke für diese - offensichtlich sehr ehrliche - Meinung.

Hier im Forum ist das wahrscheinlicht oft der Fall. Die Leute sind angetriggert von ihrem ersten Gehaltssprung und extrapolieren die 50%-Gehaltssteigerung in den ersten Jahren. Somit sehen sie sich nach 10/15 Jahren bei dem x-fachen des Einstiegsgehaltes, was - Du beschreibst es selber - selbst bei guter Performance nicht erreicht werden muss (wohl nur bei den allerwenigsten wird es erreicht).

Nun wirst Du Dich gehaltlich nicht beklagen können, als FH-Prof verdient man ca. ein 90k-Brutto-Aquivalent. Aber sicher ist die Selbstbestimmung deutlich größer, denn der FH-Prof kann forschen (muss es aber nicht). Der Projektleiter muss aber das Projekt leiten, ob es ihm passt oder nicht.

Abgesehen davon: Wie kommt ihr darauf, dass ein verbeamteter Uni-Prof forschen "muss"? Ihr verwechselt wohl Junior-Prof mit verbeamtetem W3-Prof.

WiWi Gast schrieb am 17.04.2018:

Ich stimme zu, wenn es sich um eine Uni-Professur handelt. Es ist aber nun mal so, dass erfahrungsgemäß an der FH weniger große Forschungsprojekte angesiedelt sind und der FH-Prof nicht den gleichen Druck hat wie an der Uni. Das ist ja der große Vorteil an dieser Stelle.

Ich habe eine FH-Prof-Stelle (kleine FH im schwäbischen Ländle) abgelehnt, als ich ca. 3Jahre Projektleiter bei einem OEM war (damals 100k p.a.), weil ich dachte, dass der nächste Karrieresprung schnell kommen würde Richtung Abteilungsleiter. 5Jahre später bereue ich meine Entscheidung. Ich kann Karriere, Familie und Freizeit nicht miteinander vereinbaren. Meine Frau steckt mir zu Liebe zurück, ich sehe meine Kinder nicht viel und auch meine Freunde nur sehr selten. Ich denke mir halt immer "nächstes Jahr ist es so weit mit dem Sprung". Bisher vergeblich.

Gehaltstechnisch wäre es die ersten Jahre sogar besser gewesen, da meine Frau schneller wieder in den Job hätte einsteigen können und so zum Haushaltseinkommen aktiver beigetragen hätte.

Wenn du also wirklich die Chance hast: Mach dir Gedanken, wo du in 5Jahren stehen möchtest - privat und beruflich - und wie deine Chancen stehen, die Ziele zu erreichen.

WiWi Gast schrieb am 17.04.2018:

Wer den Prof-Job Ernst nimmt und nicht nur eine ruhige Nummer schieben will, kommt auch mit reichlich Berufserfahrung auf mindestens 50 Stunden pro Woche, am Anfang auch deutlich mehr.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Hast Du Insight oder ist das geschätzt?

WiWi Gast schrieb am 17.04.2018:

Wer den Prof-Job Ernst nimmt und nicht nur eine ruhige Nummer schieben will, kommt auch mit reichlich Berufserfahrung auf mindestens 50 Stunden pro Woche, am Anfang auch deutlich mehr.

Das weiß ich (bzw. zumindest gilt es für meinen Fall), da ich Professor an einer kleinen Hochschule bin, die aber nicht unbedingt mit anderen FHs vergleichbar ist.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Andrerseits sagst Du es selber:

"wenn man nicht nur eine ruhige Nummer schieben WILL,..."

hier ist es das WOLLEN, in der Privatwirtschaft fragt keiner danach, ob Du es willst. Es wird einfach erwartet. Man kann sicher in jedem Job mehr arbeiten, wenn man will.

Die Frage ist aber, wieviel man arbeiten MUSS.

Was ist für diese Frage Deine Einschätzung für die FH-Professur? Bzw. was siehst Du im Durchschnitt für Deine Kollegen als Muss-Arbeitszeit?

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Hast Du Insight oder ist das geschätzt?

WiWi Gast schrieb am 17.04.2018:

Wer den Prof-Job Ernst nimmt und nicht nur eine ruhige Nummer schieben will, kommt auch mit reichlich Berufserfahrung auf mindestens 50 Stunden pro Woche, am Anfang auch deutlich mehr.

Das weiß ich (bzw. zumindest gilt es für meinen Fall), da ich Professor an einer kleinen Hochschule bin, die aber nicht unbedingt mit anderen FHs vergleichbar ist.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Ich bin seit anderthalb Jahren Wiss. Mit. an einer Uni, kann daher das "akademische Leben" ganz gut einschätzen.

FH-Professoren werden meist mit Lehre bis oben hin zugeklatscht (nicht selten über 20 SWS). Dazu kommt, dass du kaum Mitarbeiter/Hilfskräfte hast, auf die du was auslagern kannst, d.h. du korrigierst selber die Klausuren, führst selber Aufsicht usw. Du bist also während der Vorlesungszeiten schon zeitlich ganz gut eingebunden. Vorlesungsfrei ist an einigen Hochschulen 2-3 Monate im Winter, aber dafür nur ein paar Wochen im Sommer, in der Zeit kannst du natürlich mehr oder weniger machen was du willst. Dazu ist die Bezahlung mit W2 regelmäßig schlechter als die von Universitätsprofessoren.

Sicher ein Vorteil ist, dass du idR Beamter wirst und einen sehr sicheren Job hast, was allerdings auch bedeutet, dass du dich für den Rest deines Lebens bindest. Der Hauptpunkt, der für eine FH-Professur spricht, ist m.E. die Flexibilität. Solange du keine Lehre hast, kannst du arbeiten, von wo und wann du willst. Du hast keine Mandanten oder Vorgesetzten, die dir ständig die Tür einrennen, keine ständigen Planänderungen, und wenn du Lust drauf hast, nimmst du dir deinen kompletten Jahresurlaub am Stück und reist zwei Monate durch die Welt. Auch ein Sabbatical ist problemlos möglich.

Das finanzielle sollte nie der Hauptgrund sein, hier ist die Diskrepanz zu vergleichbaren Positionen in der freien Wirtschaft allerdings schon recht hoch. Dennoch solltest du dich davon nicht blenden lassen, da viele FH-Professoren nebenbei noch irgendwo arbeiten (ggf. als Freiberufler).

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Du bist studentische Hilfskraft an einer Uni und meinst, die Arbeit von FH-Professoren einschätzen zu können?

Wie kommst Du dazu? Hast Du Freunde/Bekannte dort, die Prof sind oder woher kommen Deine "Insights"?

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich bin seit anderthalb Jahren Wiss. Mit. an einer Uni, kann daher das "akademische Leben" ganz gut einschätzen.

FH-Professoren werden meist mit Lehre bis oben hin zugeklatscht (nicht selten über 20 SWS). Dazu kommt, dass du kaum Mitarbeiter/Hilfskräfte hast, auf die du was auslagern kannst, d.h. du korrigierst selber die Klausuren, führst selber Aufsicht usw. Du bist also während der Vorlesungszeiten schon zeitlich ganz gut eingebunden. Vorlesungsfrei ist an einigen Hochschulen 2-3 Monate im Winter, aber dafür nur ein paar Wochen im Sommer, in der Zeit kannst du natürlich mehr oder weniger machen was du willst. Dazu ist die Bezahlung mit W2 regelmäßig schlechter als die von Universitätsprofessoren.

Sicher ein Vorteil ist, dass du idR Beamter wirst und einen sehr sicheren Job hast, was allerdings auch bedeutet, dass du dich für den Rest deines Lebens bindest. Der Hauptpunkt, der für eine FH-Professur spricht, ist m.E. die Flexibilität. Solange du keine Lehre hast, kannst du arbeiten, von wo und wann du willst. Du hast keine Mandanten oder Vorgesetzten, die dir ständig die Tür einrennen, keine ständigen Planänderungen, und wenn du Lust drauf hast, nimmst du dir deinen kompletten Jahresurlaub am Stück und reist zwei Monate durch die Welt. Auch ein Sabbatical ist problemlos möglich.

Das finanzielle sollte nie der Hauptgrund sein, hier ist die Diskrepanz zu vergleichbaren Positionen in der freien Wirtschaft allerdings schon recht hoch. Dennoch solltest du dich davon nicht blenden lassen, da viele FH-Professoren nebenbei noch irgendwo arbeiten (ggf. als Freiberufler).

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Du bist studentische Hilfskraft an einer Uni und meinst, die Arbeit von FH-Professoren einschätzen zu können?

Wie kommst Du dazu? Hast Du Freunde/Bekannte dort, die Prof sind oder woher kommen Deine "Insights"?

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich bin seit anderthalb Jahren Wiss. Mit. an einer Uni, kann daher das "akademische Leben" ganz gut einschätzen.

FH-Professoren werden meist mit Lehre bis oben hin zugeklatscht (nicht selten über 20 SWS). Dazu kommt, dass du kaum Mitarbeiter/Hilfskräfte hast, auf die du was auslagern kannst, d.h. du korrigierst selber die Klausuren, führst selber Aufsicht usw. Du bist also während der Vorlesungszeiten schon zeitlich ganz gut eingebunden. Vorlesungsfrei ist an einigen Hochschulen 2-3 Monate im Winter, aber dafür nur ein paar Wochen im Sommer, in der Zeit kannst du natürlich mehr oder weniger machen was du willst. Dazu ist die Bezahlung mit W2 regelmäßig schlechter als die von Universitätsprofessoren.

Sicher ein Vorteil ist, dass du idR Beamter wirst und einen sehr sicheren Job hast, was allerdings auch bedeutet, dass du dich für den Rest deines Lebens bindest. Der Hauptpunkt, der für eine FH-Professur spricht, ist m.E. die Flexibilität. Solange du keine Lehre hast, kannst du arbeiten, von wo und wann du willst. Du hast keine Mandanten oder Vorgesetzten, die dir ständig die Tür einrennen, keine ständigen Planänderungen, und wenn du Lust drauf hast, nimmst du dir deinen kompletten Jahresurlaub am Stück und reist zwei Monate durch die Welt. Auch ein Sabbatical ist problemlos möglich.

Das finanzielle sollte nie der Hauptgrund sein, hier ist die Diskrepanz zu vergleichbaren Positionen in der freien Wirtschaft allerdings schon recht hoch. Dennoch solltest du dich davon nicht blenden lassen, da viele FH-Professoren nebenbei noch irgendwo arbeiten (ggf. als Freiberufler).

Ich glaube, du hast eine Universität noch nie von innen gesehen mein Freund oder deine Lesekompetenz ist einfach auf dem Niveau eines dreijährigen.

Wissenschaftliche Hilfskraft ≠ Wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Aber hauptsache erstmal den Mund aufmachen.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Du bist studentische Hilfskraft an einer Uni und meinst, die Arbeit von FH-Professoren einschätzen zu können?

Wie kommst Du dazu? Hast Du Freunde/Bekannte dort, die Prof sind oder woher kommen Deine "Insights"?

Informier dich mal darüber, was wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten so machen, und wo die Abgrenzung zur studentischen Hilfskraft so liegt. Vielleicht kommst du dann auch selbst auf die Idee, dass man sich als Wiss. Mit. gerade in der akademischen Foschungswelt ein ganz gutes Netzwerk aufbauen kann - zu dem neben Uni- auch FH-Professoren gehören können, da diese sich hin und wieder auch mal auf nem Kongress blicken lassen (insbesondere wenn sie dazu noch mit meiner Chefin verheiratet sind ;)). Selbst dir dürfte dann klar werden, dass man sich mit denen auch mal über ihren Job - und die eigenen zukünftigen Jobmöglichkeiten - austauscht.

Bitte denk nochmal über diese Sätze nach, bevor du hier dein Nichtwissen in einer derart arroganten Art preisgibst und mich persönlich angreifst. Wenn dir nicht mal der Unterschied zwischen SHK und Wiss. Mit. klar ist, dann kannst du noch nicht allzuweit gekommen sein in deinem Studium. Also, Netflix aus und schön auf den Hosenboden setzen und was lernen!

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Würd mich freuen, wenn sich der fh-Prof nochmal äußerte.

Auf 'meine-chefin- ist -mit-einem-fh-prof-verheiratet' geb ich nämlich nicht soviel.

Und ist ja schön für dich, wenn Du Dir auf deine Stelle soviel einbindest- Fakt ist, dass Du keine Insights hast. Anstatt jetzt wilde Behauptungen und Vermutungen über Meine Person anzustellen, bitte entweder inhaltlich argumentieren oder das schreiben den Leuten überlassen, die Ahnung haben.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Würd mich freuen, wenn sich der fh-Prof nochmal äußerte.

Auf 'meine-chefin- ist -mit-einem-fh-prof-verheiratet' geb ich nämlich nicht soviel.

Und ist ja schön für dich, wenn Du Dir auf deine Stelle soviel einbindest- Fakt ist, dass Du keine Insights hast. Anstatt jetzt wilde Behauptungen und Vermutungen über Meine Person anzustellen, bitte entweder inhaltlich argumentieren oder das schreiben den Leuten überlassen, die Ahnung haben.

LOL made my day! Jetzt dreht der Ersti richtig ab.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Würd mich freuen, wenn sich der fh-Prof nochmal äußerte.
Auf 'meine-chefin- ist -mit-einem-fh-prof-verheiratet' geb ich nämlich nicht soviel.

Ich habe ja nicht behauptet, dass das der einzige FH-Prof ist, den ich kenne. Glaub mir mal, ich kenne genug Uni-Profs und auch eine Hand voll FH-Profs, die schon von ihrem Berufsleben (von dem du offensichtlich noch weit entfernt bist) berichtet haben. Abgesehen davon sind die Sachen, die ich hier aufgezählt habe (z.B. das FH-Professoren deutlich mehr Lehre machen als Uni-Profs) well-known-facts, die du auch an zahlreichen anderen Stellen nachlesen kannst.

Und ist ja schön für dich, wenn Du Dir auf deine Stelle soviel einbindest- Fakt ist, dass Du keine Insights hast. Anstatt jetzt wilde Behauptungen und Vermutungen über Meine Person anzustellen, bitte entweder inhaltlich argumentieren oder das schreiben den Leuten überlassen, die Ahnung haben.

Es heißt "Einbilden", nicht "einbinden". Doch, die Insights habe ich. Um Ahnung von den verschiedenen Jobprofilen deutscher Hochschulen zu haben, muss man entsprechende Positionen nicht unbedingt selbst bekleiden. Warum äußerst du dich denn hier noch, wenn du überhaupt nichts zur Sache beitragen kannst, sondern offensichtlich nur provozieren willst?

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Ich bin „der FH-Prof“, der sich nochmals melden soll. Da aber keine Frage offen scheint, wird es offensichtlich aber nur bei dieser Meldung bleiben.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Ich hatte auf deine Antwort mit den 50h geschrieben:
"Die Frage ist aber, wieviel man arbeiten MUSS.

Was ist für diese Frage Deine Einschätzung für die FH-Professur? Bzw. was siehst Du im Durchschnitt für Deine Kollegen als Muss-Arbeitszeit?"

Konkret: arbeiten deine kollegen ebenfalls 50h / Woche? Falls ja: sind Sie dieser Zeit über an der fh anwesend?

Danke!

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich bin „der FH-Prof“, der sich nochmals melden soll. Da aber keine Frage offen scheint, wird es offensichtlich aber nur bei dieser Meldung bleiben.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich hatte auf deine Antwort mit den 50h geschrieben:
"Die Frage ist aber, wieviel man arbeiten MUSS.

Was ist für diese Frage Deine Einschätzung für die FH-Professur? Bzw. was siehst Du im Durchschnitt für Deine Kollegen als Muss-Arbeitszeit?"

Konkret: arbeiten deine kollegen ebenfalls 50h / Woche? Falls ja: sind Sie dieser Zeit über an der fh anwesend?

Danke!

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich bin „der FH-Prof“, der sich nochmals melden soll. Da aber keine Frage offen scheint, wird es offensichtlich aber nur bei dieser Meldung bleiben.

Wie ich schon sagte: Wir sind keine klassische FH, sondern genauer eine duale Hochschule für Beamtenanwärter des gehobenen Dienstes.

Dadurch gibt es bei uns keine Semesterferien, es ist also immer Vorlesungszeit. Pro Woche muss man neben den 16-18 SWS mindestens fünf Stunden für Klausurkorrekturen einplanen. An Vorbereitung benötigt man, wenn man es auf ein Minimum reduzieren will, drei Stunden. Wer es aber anständig macht, bereitet sich mindestens neun Stunden vor, korrigiert ca. acht Stunden Klausuren (und erstellt sie), nochmal ein paar Stunden Hausarbeiten und beschäftigt sich mindestens fünf Stunden die Woche mit sonstigem administrativen Kram und Bachelorarbeiten.

Anwesenheit ist tatsächlich auch bei uns nur für die Vorlesungen nötig. Man erspart sich aber Einiges an Arbeit, wenn man um die Mittagszeit zumindest an vier Tagen pro Woche vor Ort ist.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Danke für die ausführliche Information! Auch wenn Du die Frage nach der durchschnittlichen Arbeitszeit deiner Kollegen unbeantwortet lässt ;-) aber ich gehe dann einfach mal davon aus, dass an Deiner fh alle Lehrenden ungefähr so arbeiten (müssen) wie Du.

Du sagst es selber: es ist eine spezielle Situation. Durch 'normale ' Semesterferien entzerrt sich das ganze wahrscheinlich. Dann hat man die bachelor-/Hausarbeiten und die Klausuren in dem Ferien, während Lehre, Vorbereitung und admin im Semester stattfindet.

Mit geht es auch nicht darum, wieviele Stunden genau mam arbeitet sondern wie so die Arbeitssituation und -lage generell ist.

Danke!

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich hatte auf deine Antwort mit den 50h geschrieben:
"Die Frage ist aber, wieviel man arbeiten MUSS.

Was ist für diese Frage Deine Einschätzung für die FH-Professur? Bzw. was siehst Du im Durchschnitt für Deine Kollegen als Muss-Arbeitszeit?"

Konkret: arbeiten deine kollegen ebenfalls 50h / Woche? Falls ja: sind Sie dieser Zeit über an der fh anwesend?

Danke!

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich bin „der FH-Prof“, der sich nochmals melden soll. Da aber keine Frage offen scheint, wird es offensichtlich aber nur bei dieser Meldung bleiben.

Wie ich schon sagte: Wir sind keine klassische FH, sondern genauer eine duale Hochschule für Beamtenanwärter des gehobenen Dienstes.

Dadurch gibt es bei uns keine Semesterferien, es ist also immer Vorlesungszeit. Pro Woche muss man neben den 16-18 SWS mindestens fünf Stunden für Klausurkorrekturen einplanen. An Vorbereitung benötigt man, wenn man es auf ein Minimum reduzieren will, drei Stunden. Wer es aber anständig macht, bereitet sich mindestens neun Stunden vor, korrigiert ca. acht Stunden Klausuren (und erstellt sie), nochmal ein paar Stunden Hausarbeiten und beschäftigt sich mindestens fünf Stunden die Woche mit sonstigem administrativen Kram und Bachelorarbeiten.

Anwesenheit ist tatsächlich auch bei uns nur für die Vorlesungen nötig. Man erspart sich aber Einiges an Arbeit, wenn man um die Mittagszeit zumindest an vier Tagen pro Woche vor Ort ist.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Danke für die ausführliche Information! Auch wenn Du die Frage nach der durchschnittlichen Arbeitszeit deiner Kollegen unbeantwortet lässt ;-) aber ich gehe dann einfach mal davon aus, dass an Deiner fh alle Lehrenden ungefähr so arbeiten (müssen) wie Du.

Du sagst es selber: es ist eine spezielle Situation. Durch 'normale ' Semesterferien entzerrt sich das ganze wahrscheinlich. Dann hat man die bachelor-/Hausarbeiten und die Klausuren in dem Ferien, während Lehre, Vorbereitung und admin im Semester stattfindet.

Mit geht es auch nicht darum, wieviele Stunden genau mam arbeitet sondern wie so die Arbeitssituation und -lage generell ist.

Danke!

Was glaubst du denn, wie stark sich die Arbeitszeit seiner Kolleginnen und Kollegen wohl unterscheidet? Meinst du, jeweilige Bundesland oder der Träger der Hochschule macht für jeden unterschiedliche Verträge? Es wird dir hier niemand sagen können, wieviele Stunden genau du als FH-Prof. arbeiten musst. Fakt ist, du hast deine Aufgaben und wenn die erledigt sind, kannst du machen, was du willst. Der eine braucht hierfür länger und der andere weniger lang.

Sorry, aber an deinen Fragen merkt man wirklich, dass du noch grün hinter den Ohren bist. Ein passendes Beispiel dafür, dass ein Studium an der WHU und anschließende Tätigkeit als Investmentbanker (mutmaßlich) kein Garant für persönliche Entwicklungen sind.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Sorry - werd erstmal erwachsen. Ich habe hier jemand Erfahrenen gefragt und er hat mir dankenswerter Weise geantwortet.

Dein Störfeuer nervt mich (37 Jahre, studiert, promoviert, seit 8 Jahren privatwirtschaftlich (!) berufserfahren), weil es zeigt, wie arrogant Leute sein können, die gerade mal ihr Studium abgeschlossen haben und noch keinen Tag gearbeitet haben. Die gleichzeitig aber meinen, aus der Kuschelwelt Uni schon die Lebensweisheiten berichten zu könnnen. Akzeptier das mal und melde Dich hier bitte nicht weiter.

An alle anderen, die aus eigenen Erfahrungen etwas zum Thema FH-Prof beitragen können: Meldet euch gerne!

WiWi Gast schrieb am 19.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Danke für die ausführliche Information! Auch wenn Du die Frage nach der durchschnittlichen Arbeitszeit deiner Kollegen unbeantwortet lässt ;-) aber ich gehe dann einfach mal davon aus, dass an Deiner fh alle Lehrenden ungefähr so arbeiten (müssen) wie Du.

Du sagst es selber: es ist eine spezielle Situation. Durch 'normale ' Semesterferien entzerrt sich das ganze wahrscheinlich. Dann hat man die bachelor-/Hausarbeiten und die Klausuren in dem Ferien, während Lehre, Vorbereitung und admin im Semester stattfindet.

Mit geht es auch nicht darum, wieviele Stunden genau mam arbeitet sondern wie so die Arbeitssituation und -lage generell ist.

Danke!

Was glaubst du denn, wie stark sich die Arbeitszeit seiner Kolleginnen und Kollegen wohl unterscheidet? Meinst du, jeweilige Bundesland oder der Träger der Hochschule macht für jeden unterschiedliche Verträge? Es wird dir hier niemand sagen können, wieviele Stunden genau du als FH-Prof. arbeiten musst. Fakt ist, du hast deine Aufgaben und wenn die erledigt sind, kannst du machen, was du willst. Der eine braucht hierfür länger und der andere weniger lang.

Sorry, aber an deinen Fragen merkt man wirklich, dass du noch grün hinter den Ohren bist. Ein passendes Beispiel dafür, dass ein Studium an der WHU und anschließende Tätigkeit als Investmentbanker (mutmaßlich) kein Garant für persönliche Entwicklungen sind.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 19.04.2018:

Sorry - werd erstmal erwachsen. Ich habe hier jemand Erfahrenen gefragt und er hat mir dankenswerter Weise geantwortet.

Dein Störfeuer nervt mich (37 Jahre, studiert, promoviert, seit 8 Jahren privatwirtschaftlich (!) berufserfahren), weil es zeigt, wie arrogant Leute sein können, die gerade mal ihr Studium abgeschlossen haben und noch keinen Tag gearbeitet haben. Die gleichzeitig aber meinen, aus der Kuschelwelt Uni schon die Lebensweisheiten berichten zu könnnen. Akzeptier das mal und melde Dich hier bitte nicht weiter.

An alle anderen, die aus eigenen Erfahrungen etwas zum Thema FH-Prof beitragen können: Meldet euch gerne!

37 Jahre, promoviert und seit 8 Jahren Berufserfahrung, aber kennst den Unterschied zwischen wiss. Mit. und SHK nicht - und hast du keine anderen Quellen, als im WiWi-Forum zu fragen, was FH-Professoren für einen Arbeitsalltag haben? Irgendwas hast du falsch gemacht. Wenn du dich nicht traust, in deinem Leben was neues zu machen, ohne alle Risiken vermeiden zu wollen, dann ist das dein Problem. Du hast hier nach "Meinungen/Ansatzpunkten" gefragt und ich hab mich dazu geäußert. Der einzige, der sich arrogant und undankbar verhält - auch gegenüber dem FH-Prof - bist du. Hier machen sich Leute die Mühe, auf deine Fragen zu antworten und du pinkelst jedem ans Bein, weil dir sowieso niemand sagen kann, was du hören willst.

Bitte bleib in deinem bisherigen Job, mir tun die Studierenden jetzt schon Leid, die dich mal als Dozenten haben.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Das Bedauernswerte daran ist: selbst wenn ich Dir erkläre, dass ich bewusst überspitzt Deine Situation dargestellt habe (SHK vs. WissMA), wirst Du das nicht verstehen.

Du kannst offensichtlich nicht zugeben, dass hier am Keyboard jemand sitzt, der einfach mehr Erfahrung hat, und zwar in allen berufsbezogenen Bereichen (Studium, Promotion, Berufspraxis). Trotzdem versuchst Du krampfhaft, noch einen draufzusetzen, obwohl ich Dir längst Möglichkeit zum würdevollen Rückzug gegeben habe (ich habe Dich GEBETEN, das mal zu AKZEPTIEREN und Dich hier BITTE nicht weiter zu melden).

Ich habe mich mehrmals beim FH-Prof für seinen Kommentar bedankt, wüsste also nicht, inwieweit ich undankbar gewesen sei. Dass ich nochmal nachgefragt habe, ist aus meiner Sicht ein Zeichen von Interesse und Intelligenz - scheinbar bist Du so weit unten in der Hierarchie, dass Deinerseits Nachfragen als Zeichen von Schwäche / mangelndem Respekt angesehen werden.

Erspar uns bitte allen die Peinlichkeit, jetzt noch einmal zu antworten und abermals mit absurd-kindischen Verteidigungen und Anschuldigungen zu kommen.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 19.04.2018:

Das Bedauernswerte daran ist: selbst wenn ich Dir erkläre, dass ich bewusst überspitzt Deine Situation dargestellt habe (SHK vs. WissMA), wirst Du das nicht verstehen.

Du kannst offensichtlich nicht zugeben, dass hier am Keyboard jemand sitzt, der einfach mehr Erfahrung hat, und zwar in allen berufsbezogenen Bereichen (Studium, Promotion, Berufspraxis). Trotzdem versuchst Du krampfhaft, noch einen draufzusetzen, obwohl ich Dir längst Möglichkeit zum würdevollen Rückzug gegeben habe (ich habe Dich GEBETEN, das mal zu AKZEPTIEREN und Dich hier BITTE nicht weiter zu melden).

Ich habe mich mehrmals beim FH-Prof für seinen Kommentar bedankt, wüsste also nicht, inwieweit ich undankbar gewesen sei. Dass ich nochmal nachgefragt habe, ist aus meiner Sicht ein Zeichen von Interesse und Intelligenz - scheinbar bist Du so weit unten in der Hierarchie, dass Deinerseits Nachfragen als Zeichen von Schwäche / mangelndem Respekt angesehen werden.

Erspar uns bitte allen die Peinlichkeit, jetzt noch einmal zu antworten und abermals mit absurd-kindischen Verteidigungen und Anschuldigungen zu kommen.

Du glaubst doch nicht, dass mir jetzt vor Ehrfurcht die Kinnlade runterfällt, oder? Den FH-Prof hast du doch auch belehrt, dass er ja die Frage nach der durchschnittlichen Arbeitszeit seiner Kollegen unbeantwortet gelassen hat. Woher soll er das wissen?? Deine beruflichen Leistungen - sofern sie denn stimmen - in Ehren, aber dein Sozialverhalten ist auf gut-deutsch formuliert unterste Schublade. Deswegen lass dir nen Rat geben (auch wenn du glaubst, dass du den von mir nicht brauchst und sowieso schon alles in deinem Leben erlebt und gelernt hast, was es zu lernen gibt) und arbeite entweder daran, oder werd bitte, bitte, dreimal bitte kein Professor. Typen, die aus Bequemlichkeit und weil sie sich nen ruhigen Lenz schieben wollen Lehrer/FH-Prof werden, für den Job in Wirklichkeit aber null geeignet sind, hat die Welt genug. Aufgrund deiner herablassenden Art würde ich vermuten, dass du so einer bist. Bitte lass es sein.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Bin schon gespannt, wie du im Arbeitsleben ankommst. Immer das letzte Wort haben wollen, auch wenn keine Substanz da ist.

Back2topic:
Für weitere fundierte FH-Professur- Meinungs- und Erfahrungsbilder Bin ich dankbar.

WiWi Gast schrieb am 19.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.04.2018:

Das Bedauernswerte daran ist: selbst wenn ich Dir erkläre, dass ich bewusst überspitzt Deine Situation dargestellt habe (SHK vs. WissMA), wirst Du das nicht verstehen.

Du kannst offensichtlich nicht zugeben, dass hier am Keyboard jemand sitzt, der einfach mehr Erfahrung hat, und zwar in allen berufsbezogenen Bereichen (Studium, Promotion, Berufspraxis). Trotzdem versuchst Du krampfhaft, noch einen draufzusetzen, obwohl ich Dir längst Möglichkeit zum würdevollen Rückzug gegeben habe (ich habe Dich GEBETEN, das mal zu AKZEPTIEREN und Dich hier BITTE nicht weiter zu melden).

Ich habe mich mehrmals beim FH-Prof für seinen Kommentar bedankt, wüsste also nicht, inwieweit ich undankbar gewesen sei. Dass ich nochmal nachgefragt habe, ist aus meiner Sicht ein Zeichen von Interesse und Intelligenz - scheinbar bist Du so weit unten in der Hierarchie, dass Deinerseits Nachfragen als Zeichen von Schwäche / mangelndem Respekt angesehen werden.

Erspar uns bitte allen die Peinlichkeit, jetzt noch einmal zu antworten und abermals mit absurd-kindischen Verteidigungen und Anschuldigungen zu kommen.

Du glaubst doch nicht, dass mir jetzt vor Ehrfurcht die Kinnlade runterfällt, oder? Den FH-Prof hast du doch auch belehrt, dass er ja die Frage nach der durchschnittlichen Arbeitszeit seiner Kollegen unbeantwortet gelassen hat. Woher soll er das wissen?? Deine beruflichen Leistungen - sofern sie denn stimmen - in Ehren, aber dein Sozialverhalten ist auf gut-deutsch formuliert unterste Schublade. Deswegen lass dir nen Rat geben (auch wenn du glaubst, dass du den von mir nicht brauchst und sowieso schon alles in deinem Leben erlebt und gelernt hast, was es zu lernen gibt) und arbeite entweder daran, oder werd bitte, bitte, dreimal bitte kein Professor. Typen, die aus Bequemlichkeit und weil sie sich nen ruhigen Lenz schieben wollen Lehrer/FH-Prof werden, für den Job in Wirklichkeit aber null geeignet sind, hat die Welt genug. Aufgrund deiner herablassenden Art würde ich vermuten, dass du so einer bist. Bitte lass es sein.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Ich hatte zuletzt auf einer Veranstaltung Ende letzten Jahres mit einigen FH Professoren zu tun. Ich interessiere mich auch für eine FH Professur und habe die Gelegenheit genutzt mich mit ihnen auszutauschen.

Die genannten Arbeitsstunden kommen schon hin! Vor allem am Anfang, wo man die Lehre vorbereiten muss. Zwei Kollegen haben mir offen gesagt, dass sie als FH Prof mehr arbeiten als in der freien Wirtschaft zuvor. Dort hatten sie selten mehr als 50 h gearbeitet. Nach ein paar Jahren wurde es aber besser. Großer Vorteil, die Arbeit kann man sich frei einteilen. Man macht sehr viel von zuhause und hat damit mehr von der Familie.

Gehaltstechnisch halte ich angesichts der Ausbildung eine W2 stelle nicht für sehr attraktiv. Ein 90k € Äquivalent kommt gut hin. Das bleibt aber dann auch bis zur Pension so...

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Auf Lehre und Studenten sollte man schon auch Lust haben.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Vielen Dank für Deine Meldung - einige Gedanken/Fragen habe ich einfließen lassen.

WiWi Gast schrieb am 22.04.2018:

Ich hatte zuletzt auf einer Veranstaltung Ende letzten Jahres mit einigen FH Professoren zu tun. Ich interessiere mich auch für eine FH Professur und habe die Gelegenheit genutzt mich mit ihnen auszutauschen.

Das würde mich interessieren - wie bist Du an diese Veranstaltung gekommen und wird sie wiederholt?

Die genannten Arbeitsstunden kommen schon hin! Vor allem am Anfang, wo man die Lehre vorbereiten muss. Zwei Kollegen haben mir offen gesagt, dass sie als FH Prof mehr arbeiten als in der freien Wirtschaft zuvor. Dort hatten sie selten mehr als 50 h gearbeitet. Nach ein paar Jahren wurde es aber besser. Großer Vorteil, die Arbeit kann man sich frei einteilen. Man macht sehr viel von zuhause und hat damit mehr von der Familie.

Ja, das sehe ich auch als großen Vorteil. Freie Zeiteinteilung ist etwas, wofür man Selbstdisziplin braucht, was aber befreit. Das stellt ja gerade den Gegenentwurf zum Hamsterrad dar, in dem man sonst tätig ist. Allerdings wüsste ich doch gerne, wie die Leute, mit denen Du gesprochen hast, in den Semesterferien auf mehr als 50h/Woche kommen. Haben die dazu auch etwas gesagt?

Gehaltstechnisch halte ich angesichts der Ausbildung eine W2 stelle nicht für sehr attraktiv. Ein 90k € Äquivalent kommt gut hin. Das bleibt aber dann auch bis zur Pension so...

Richtig, man muss hier abwägen. Freiheit vs. Gehalt. Nur darf man dabei eines nicht vergessen: Niemand verdient in der Privatwirtschaft 150k und mehr, ohne etwas dafür aufgeben zu müssen. Was nützt mir der Porsche, wenn ich ihn nur Sonntags mal fahren kann? Was nützt mir das Haus, wenn ich abends erst um 20 Uhr zu Hause bin?

Aus dem 90k-Äquivalent dürfte übrigens auch mit dem Gehaltsabschluss des öD bereits (über?)nächstes Jahr ein 95k-Äquivalent geworden sein. Das sollte man nicht vergessen. Sicher ist in der Privatwirtschaft alles aushandelbar und somit größere Gehaltssprünge drin. Der Nachteil ist hier aber gleichzeitig der Vorteil: Ich muss nicht um die 5k verhandeln, sondern sie kommen automatisch. Weitere "Gehaltsaufbesserungen" sind über die Nebentätigkeiten drin und (sehr begrenzt) über Zulagen.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Auf Lehre und Studenten sollte man schon auch Lust haben.

Das ist klar: Niemand sollte, ohne vorher mal etwas Lehre in ernstzunehmendem Umfang geleistet zu haben, FH-Prof werden.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Hallo miteinander,

ich habe seit ein paar Semestern eine Professur an einer FH und kann auch ein paar Punkte beisteuern:

1) Lehre: ist schon relativ viel, v.a. am Anfang. Aber die Belastung lässt mit der Zeit spürbar nach. Nach ein paar Jahren hat man bei 18 SWS genau 13,5h im Hörsaal ohne große Vor- oder Nachbearbeitung. Natürlich erhöht sich der Aufwand wieder, wenn man eine neue Veranstaltung aufbaut etc.

Was man auch nicht vergessen darf: diese 13h Dauerreferat sind anstrengend und sicher ist es nicht für jeden etwas vor einer großen Gruppe souverän zu sprechen (denkt immer daran: langsam, laut und deutlich :-)

Daneben sollte man auch bedenken, dass man es in den Grundlagen Vorlesungen mit sehr jungen Menschen zu tun hat, die gerade bei unbeliebten Pflichtfächern unmotiviert sind.

Bei mir ist es aber zum Glück so, dass ich eine ausgewogene Mischung habe, sprich auch genug Vorlesungen mit anspruchsvolleren Inhalten und sehr motivierten Studenten. Das Arbeiten macht so auf jeden Fall großen Spass, ich stehe gerne im Hörsaal.

2) Wissenschaft/Forschung: kommt immer mehr, v.a. wird bei Berufungsverhandlungen zunehmend auf die Publikationen der Kandidaten Wert gelegt. Ich selbst arbeite auch gerade endlich wieder mal an einer, trotz des noch großen Aufwands bei der Konzeption und Ausarbeitung der Lehrveranstaltungen. Es macht sehr große Freude sich endlich wieder mal mit "tiefen Dingen" beschäftigen zu dürfen. Das war das letzte mal bei der Promotion so. Auch das wieder Konferenzen Besuchen angesagt ist, erfüllt mich ungemein.

In der Wirtschaft hatte ich überspitzt gesagt oft das Gefühl früh mein Gehirn beim Pförtner abgeben zu müssen und Abends durfte ich es wieder abholen.

Daneben war es z.B. neulich ein tolles Gefühl die erste Laborausstattung (sprich mehrere Computer und spezielle Software, bin Mathematiker) auszusuchen und zu bestellen. Hier darf aber kein falscher Eindruck entstehen: die Ausstattung (fängt bei Büromöbel etc. an) war in der Industrie um Klassen besser.

3) Gehalt. Das W2-Einstiegsgehalt (sofort verbeamtet) ohne Zulagen (die man z.B. beim Berufungsgespräch mit dem Präsidenten verhandeln kann) liegt in etwa bei einem 90k äquivalent (Stk. 1, unverheiratet, keine Kinder). Mit Zulagen kann das noch mal gut angehoben werden. Manche Bundesländer haben auch mehrere Stufen.

Interessant für Leute denen Geld nicht unwichtig ist, sind "Nebentätigkeiten". Einige Ing.-Kollegen haben z.B. nebenbei noch ihr eigenes Ing.-Büro. Andere sind im Consulting-Bereich tätig. Diese Kollegen forschen in der Tat nicht, sind aber dafür bei dem für FHn wichtigen Praxistransfer gut dabei. Dies geht aber nur, wenn man die Lehre gut im Griff hat, sprich im laufenden Semster wirklich nur die VL-Stunden "runtergerockt" werden müssen. Ich selbst wurde schon kontaktiert nebenberuflich tätig zu werden (Remote Programmierjob mit gelegentlicher Reisetätigkeit) was ich aber leider aus Zeitgründen (Lehre ist noch sehr arbeitsintensiv) erstmal absagen mussten. Somit kann man wenn man möchte bzw. wenn man die Chance dazu hat sein staatliches Butterbrot noch etwas belegen.

4) WLB/Zufriedenheit.

Ich kann nur für mich sprechen: da mein Fach auch gleichzeitig eines meiner Hobbys ist, bin ich sehr zufrieden.

Und auch wenn ich VL halten und die Vorbereitung etc. viel Zeit kosten und anstrengend sind, sehe ich das nicht als Arbeit an. Vielleicht bis auf die Korrekturen, die nerven echt.

Sicher: der Lehranteil im Grundlagenbereich wird bestimmt auf Dauer langweilig. Das macht aber nichts. In jedem Job gibt es langweilige Themen, diese werden aber durch die enorme Freiheit in der Gestaltung der restlichen Zeit mehr als kompensiert. Wenn ich selbst meinen Kopf anstrengen möchte, widme ich mich eben selbst einem neuen Projekt zu, bei dem evtl. sogar ein Paper rauskommt. Oder wenn ich ein paar Taler mehr verdienen möchte gehe ich einer vielleicht sogar interessanten Nebentätigkeit nach bei der evtl. auch für die FH etwas lukratives dabei herauskommt.

Daneben gibt es neben der rel. freien Zeiteinteilung in der vorlesungsfreien Zeit genug Möglichkeiten private Projekte umzusetzen: ich für meinen Teil versuche mich an einer neuen Fremdsprachen und nehme Flugstunden, dass war früher nur sehr schwer umsetzbar.

Kurz: ich bereue es nicht an die FH gewechselt zu sein. Die enorme Freiheit und die Möglichkeiten was man daraus macht sind schon sehr reizvoll. Das ganz große Geld wird aber auf jeden Fall in der Regel wo anders verdient.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 22.04.2018:

Wie würdest Du aber reagieren, wenn die Wirtschaft (IGM u.s.w.) gute Abschlüsse hat, z.B. 3% Erhöhung, und die Beamten auf 0 % gesetzt werden? Das kommt immer mal wieder vor.

Der aktuelle Abschluss des ÖD wird auch nicht für alle Beschäftigten prozentual gleiche Erhöhungen bringen.

Aus dem 90k-Äquivalent dürfte übrigens auch mit dem Gehaltsabschluss des öD bereits (über?)nächstes Jahr ein 95k-Äquivalent geworden sein. Das sollte man nicht vergessen. Sicher ist in der Privatwirtschaft alles aushandelbar und somit größere Gehaltssprünge drin. Der Nachteil ist hier aber gleichzeitig der Vorteil: Ich muss nicht um die 5k verhandeln, sondern sie kommen automatisch. Weitere "Gehaltsaufbesserungen" sind über die Nebentätigkeiten drin und (sehr begrenzt) über Zulagen.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Auf Lehre und Studenten sollte man schon auch Lust haben.

Das ist klar: Niemand sollte, ohne vorher mal etwas Lehre in ernstzunehmendem Umfang geleistet zu haben, FH-Prof werden.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Danke hierfür.

Die Nebentätigkeiten interessieren mich: Wie sind Deine Kollegen (sicher für jeden individuell, aber vielleich kannst Du doch ein oder zwei Beispiele geben) an die Nebenjobs drangekommen?

Alte Praxiskontakte OK, aber wenn man (wie ich) vorher in einem Konzern gearbeitet hat, dann wüsste ich erstmal nicht, wie ich an diese Jobs kommen sollte.

WiWi Gast schrieb am 23.04.2018:

Hallo miteinander,

ich habe seit ein paar Semestern eine Professur an einer FH und kann auch ein paar Punkte beisteuern:

1) Lehre: ist schon relativ viel, v.a. am Anfang. Aber die Belastung lässt mit der Zeit spürbar nach. Nach ein paar Jahren hat man bei 18 SWS genau 13,5h im Hörsaal ohne große Vor- oder Nachbearbeitung. Natürlich erhöht sich der Aufwand wieder, wenn man eine neue Veranstaltung aufbaut etc.

Was man auch nicht vergessen darf: diese 13h Dauerreferat sind anstrengend und sicher ist es nicht für jeden etwas vor einer großen Gruppe souverän zu sprechen (denkt immer daran: langsam, laut und deutlich :-)

Daneben sollte man auch bedenken, dass man es in den Grundlagen Vorlesungen mit sehr jungen Menschen zu tun hat, die gerade bei unbeliebten Pflichtfächern unmotiviert sind.

Bei mir ist es aber zum Glück so, dass ich eine ausgewogene Mischung habe, sprich auch genug Vorlesungen mit anspruchsvolleren Inhalten und sehr motivierten Studenten. Das Arbeiten macht so auf jeden Fall großen Spass, ich stehe gerne im Hörsaal.

2) Wissenschaft/Forschung: kommt immer mehr, v.a. wird bei Berufungsverhandlungen zunehmend auf die Publikationen der Kandidaten Wert gelegt. Ich selbst arbeite auch gerade endlich wieder mal an einer, trotz des noch großen Aufwands bei der Konzeption und Ausarbeitung der Lehrveranstaltungen. Es macht sehr große Freude sich endlich wieder mal mit "tiefen Dingen" beschäftigen zu dürfen. Das war das letzte mal bei der Promotion so. Auch das wieder Konferenzen Besuchen angesagt ist, erfüllt mich ungemein.

In der Wirtschaft hatte ich überspitzt gesagt oft das Gefühl früh mein Gehirn beim Pförtner abgeben zu müssen und Abends durfte ich es wieder abholen.

Daneben war es z.B. neulich ein tolles Gefühl die erste Laborausstattung (sprich mehrere Computer und spezielle Software, bin Mathematiker) auszusuchen und zu bestellen. Hier darf aber kein falscher Eindruck entstehen: die Ausstattung (fängt bei Büromöbel etc. an) war in der Industrie um Klassen besser.

3) Gehalt. Das W2-Einstiegsgehalt (sofort verbeamtet) ohne Zulagen (die man z.B. beim Berufungsgespräch mit dem Präsidenten verhandeln kann) liegt in etwa bei einem 90k äquivalent (Stk. 1, unverheiratet, keine Kinder). Mit Zulagen kann das noch mal gut angehoben werden. Manche Bundesländer haben auch mehrere Stufen.

Interessant für Leute denen Geld nicht unwichtig ist, sind "Nebentätigkeiten". Einige Ing.-Kollegen haben z.B. nebenbei noch ihr eigenes Ing.-Büro. Andere sind im Consulting-Bereich tätig. Diese Kollegen forschen in der Tat nicht, sind aber dafür bei dem für FHn wichtigen Praxistransfer gut dabei. Dies geht aber nur, wenn man die Lehre gut im Griff hat, sprich im laufenden Semster wirklich nur die VL-Stunden "runtergerockt" werden müssen. Ich selbst wurde schon kontaktiert nebenberuflich tätig zu werden (Remote Programmierjob mit gelegentlicher Reisetätigkeit) was ich aber leider aus Zeitgründen (Lehre ist noch sehr arbeitsintensiv) erstmal absagen mussten. Somit kann man wenn man möchte bzw. wenn man die Chance dazu hat sein staatliches Butterbrot noch etwas belegen.

4) WLB/Zufriedenheit.

Ich kann nur für mich sprechen: da mein Fach auch gleichzeitig eines meiner Hobbys ist, bin ich sehr zufrieden.

Und auch wenn ich VL halten und die Vorbereitung etc. viel Zeit kosten und anstrengend sind, sehe ich das nicht als Arbeit an. Vielleicht bis auf die Korrekturen, die nerven echt.

Sicher: der Lehranteil im Grundlagenbereich wird bestimmt auf Dauer langweilig. Das macht aber nichts. In jedem Job gibt es langweilige Themen, diese werden aber durch die enorme Freiheit in der Gestaltung der restlichen Zeit mehr als kompensiert. Wenn ich selbst meinen Kopf anstrengen möchte, widme ich mich eben selbst einem neuen Projekt zu, bei dem evtl. sogar ein Paper rauskommt. Oder wenn ich ein paar Taler mehr verdienen möchte gehe ich einer vielleicht sogar interessanten Nebentätigkeit nach bei der evtl. auch für die FH etwas lukratives dabei herauskommt.

Daneben gibt es neben der rel. freien Zeiteinteilung in der vorlesungsfreien Zeit genug Möglichkeiten private Projekte umzusetzen: ich für meinen Teil versuche mich an einer neuen Fremdsprachen und nehme Flugstunden, dass war früher nur sehr schwer umsetzbar.

Kurz: ich bereue es nicht an die FH gewechselt zu sein. Die enorme Freiheit und die Möglichkeiten was man daraus macht sind schon sehr reizvoll. Das ganz große Geld wird aber auf jeden Fall in der Regel wo anders verdient.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

s. hier:

https://www.dbb.de/td-dbb-aktuell/news/einigung-silberbach-wir-haben-geliefert-1.html

Mein Punkt dazu war nur einer von mehreren, und er bezog sich eher darauf, dass Erhöhungen - zumindest in diesem speziellen Fall - automatisch kommen.
Ansosnten diskutiere ich hier nicht, ab von den (angenommenen) 3% Erhöhung nun nur 2,9% an Beamte weitergegeben werden und warum das eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber IGM oder so sei.

WiWi Gast schrieb am 23.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.04.2018:

Wie würdest Du aber reagieren, wenn die Wirtschaft (IGM u.s.w.) gute Abschlüsse hat, z.B. 3% Erhöhung, und die Beamten auf 0 % gesetzt werden? Das kommt immer mal wieder vor.

Der aktuelle Abschluss des ÖD wird auch nicht für alle Beschäftigten prozentual gleiche Erhöhungen bringen.

Aus dem 90k-Äquivalent dürfte übrigens auch mit dem Gehaltsabschluss des öD bereits (über?)nächstes Jahr ein 95k-Äquivalent geworden sein. Das sollte man nicht vergessen. Sicher ist in der Privatwirtschaft alles aushandelbar und somit größere Gehaltssprünge drin. Der Nachteil ist hier aber gleichzeitig der Vorteil: Ich muss nicht um die 5k verhandeln, sondern sie kommen automatisch. Weitere "Gehaltsaufbesserungen" sind über die Nebentätigkeiten drin und (sehr begrenzt) über Zulagen.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Auf Lehre und Studenten sollte man schon auch Lust haben.

Das ist klar: Niemand sollte, ohne vorher mal etwas Lehre in ernstzunehmendem Umfang geleistet zu haben, FH-Prof werden.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 23.04.2018:

Danke hierfür.

Die Nebentätigkeiten interessieren mich: Wie sind Deine Kollegen (sicher für jeden individuell, aber vielleich kannst Du doch ein oder zwei Beispiele geben) an die Nebenjobs drangekommen?

Alte Praxiskontakte OK, aber wenn man (wie ich) vorher in einem Konzern gearbeitet hat, dann wüsste ich erstmal nicht, wie ich an diese Jobs kommen sollte.

Zur Info vorab: Mein erster Post in diesem Thread.

Nachdem sich der Kindergarten hier ja offensichtlich endlich wieder beruhigt hat, kann ich auch gerne mal was zu diesem Thema beisteuern. Ist vllt. nur bedingt hilfreich, aber sei's drum:
Kenne es von einigen Kollegen, die eine FH-Professur innehaben [Ich selbst bin leider an der Uni ;-)]. Wie der nette Mathe-Prof erwähnt hat, reduziert sich der Arbeitsaufwand an der FH ziemlich zügig auf die Lehrveranstaltungen +-, wenn man nicht forscht. Daher sind viele meiner Kollegen eher "nebenberuflich" Prof. und hauptberuflich noch selbstständig tätig (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer). Ist natürlich nur begrenzt übertragbar, da in unserem Bereich die Freiberuflichkeit(oder Partnerschaft) mit Berufsexamen kein Problem darstellt, jedoch sehe ich auch für dich einige Möglichkeiten hier.
So ist ein Bekannter nebenberuflich noch als Consultant für div. Banken tätig oder hält dort gerne mal inhouse-Fortbildungen zu Neuerungen rechtlicher Art etc., da er sich (haupt-)tätigkeitsbedingt hiermit entsprechend auskennt.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 22.04.2018:

Vielen Dank für Deine Meldung - einige Gedanken/Fragen habe ich einfließen lassen.

WiWi Gast schrieb am 22.04.2018:

Ich hatte zuletzt auf einer Veranstaltung Ende letzten Jahres mit einigen FH Professoren zu tun. Ich interessiere mich auch für eine FH Professur und habe die Gelegenheit genutzt mich mit ihnen auszutauschen.

Das würde mich interessieren - wie bist Du an diese Veranstaltung gekommen und wird sie wiederholt?

Die genannten Arbeitsstunden kommen schon hin! Vor allem am Anfang, wo man die Lehre vorbereiten muss. Zwei Kollegen haben mir offen gesagt, dass sie als FH Prof mehr arbeiten als in der freien Wirtschaft zuvor. Dort hatten sie selten mehr als 50 h gearbeitet. Nach ein paar Jahren wurde es aber besser. Großer Vorteil, die Arbeit kann man sich frei einteilen. Man macht sehr viel von zuhause und hat damit mehr von der Familie.

Ja, das sehe ich auch als großen Vorteil. Freie Zeiteinteilung ist etwas, wofür man Selbstdisziplin braucht, was aber befreit. Das stellt ja gerade den Gegenentwurf zum Hamsterrad dar, in dem man sonst tätig ist. Allerdings wüsste ich doch gerne, wie die Leute, mit denen Du gesprochen hast, in den Semesterferien auf mehr als 50h/Woche kommen. Haben die dazu auch etwas gesagt?

Gehaltstechnisch halte ich angesichts der Ausbildung eine W2 stelle nicht für sehr attraktiv. Ein 90k € Äquivalent kommt gut hin. Das bleibt aber dann auch bis zur Pension so...

Richtig, man muss hier abwägen. Freiheit vs. Gehalt. Nur darf man dabei eines nicht vergessen: Niemand verdient in der Privatwirtschaft 150k und mehr, ohne etwas dafür aufgeben zu müssen. Was nützt mir der Porsche, wenn ich ihn nur Sonntags mal fahren kann? Was nützt mir das Haus, wenn ich abends erst um 20 Uhr zu Hause bin?

Aus dem 90k-Äquivalent dürfte übrigens auch mit dem Gehaltsabschluss des öD bereits (über?)nächstes Jahr ein 95k-Äquivalent geworden sein. Das sollte man nicht vergessen. Sicher ist in der Privatwirtschaft alles aushandelbar und somit größere Gehaltssprünge drin. Der Nachteil ist hier aber gleichzeitig der Vorteil: Ich muss nicht um die 5k verhandeln, sondern sie kommen automatisch. Weitere "Gehaltsaufbesserungen" sind über die Nebentätigkeiten drin und (sehr begrenzt) über Zulagen.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Auf Lehre und Studenten sollte man schon auch Lust haben.

Das ist klar: Niemand sollte, ohne vorher mal etwas Lehre in ernstzunehmendem Umfang geleistet zu haben, FH-Prof werden.

An die Veranstaltung bin ich gekommen, da ich auf Uni-Seite als JP teilgenommen hatte. Es ging um die engere Vernetzung von Unis und FHs.

Zwei von den Gesprächspartnern waren erst seit 1-2 Semestern FH-Professoren und dementsprechend war das Arbeitspensum auch hoch. Höher als in der Wirtschaft - war die Aussage. Zwei andere waren schon länger dabei. Ich hatte den Eindruck, dass es bei denen schon deutlich entspannter zuging.

Der Trend an der FH geht eher Richtung Forschung. Das hat mir diese Veranstaltung deutlich gemacht. Es waren auch Kollegen da, die ihr Lehrdeputat deutlich auf 11SWS reduzieren konnten, da sie einige Forschungsanträge durchgebracht haben. Forschen muss man eben auch wollen. Das ist auch ein Punkt, weshalb ich die FH gar nicht so schlecht finde. Lehre macht mir persönlich mehr Spaß als Papiere zu schreiben.

Bei dem 90k € Äquivalent ist aber die Krankenversicherung schon bezahlt. Als FH-Prof gehen aber gut und gerne nochmal 300€ im Monat für die PKV weg. Das sollte berücksichtigt werden.

Ich gebe natürlich Recht, dass man in der Wirtschaft auch ein paar Opfer bringen muss. Ich wüsste nicht, ob ich dafür bereit wäre. Andererseits ist eine W3-Professur an der Uni auch kein Zuckerschlecken. Aus diesem Grund würde ich eine W2 nur dann ins Auge fassen, wenn auf Dauer die Work Life Balance deutlich besser als in der Wirtschaft wäre. Als W1 kann ich nicht behaupten, dass man sich in den Semesterferien großartig die Eier schaukeln kann. Da stehen eher Dinge an wie Anträge schreiben, Vorträge halten, Paper schreiben, Lehre vorbereiten, Projektmeetings usw.

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Neologismus

FH Professur - Vor- und Nachteile

Prof ist wohl das Beste, was es gibt.

Nach einigen Jahren und ggfs. guter Nebentätigkeit einfach HiWis bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiter an deinem Lehrstuhl engagieren, die deine VL machen ;)!

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Bitte nicht schreiben, wenn man keine Ahnung hat. Ich musste den "SHK"-Störenfried ja auch ruhigstellen, aber das zerrupft hier den Thread. An einer FH gibt es keine HiWis oder WissMas, zumindest nicht für die allermeisten FH-Profs.

So back2topic, plz.

Neologismus schrieb am 24.04.2018:

Prof ist wohl das Beste, was es gibt.

Nach einigen Jahren und ggfs. guter Nebentätigkeit einfach HiWis bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiter an deinem Lehrstuhl engagieren, die deine VL machen ;)!

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

OK, meine Gedanken dazu weiter unten.

WiWi Gast schrieb am 24.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 22.04.2018:

...

An die Veranstaltung bin ich gekommen, da ich auf Uni-Seite als JP teilgenommen hatte. Es ging um die engere Vernetzung von Unis und FHs.

Zwei von den Gesprächspartnern waren erst seit 1-2 Semestern FH-Professoren und dementsprechend war das Arbeitspensum auch hoch. Höher als in der Wirtschaft - war die Aussage. Zwei andere waren schon länger dabei. Ich hatte den Eindruck, dass es bei denen schon deutlich entspannter zuging.

Das ist erfreulich zu hören!

Der Trend an der FH geht eher Richtung Forschung. Das hat mir diese Veranstaltung deutlich gemacht. Es waren auch Kollegen da, die ihr Lehrdeputat deutlich auf 11SWS reduzieren konnten, da sie einige Forschungsanträge durchgebracht haben. Forschen muss man eben auch wollen. Das ist auch ein Punkt, weshalb ich die FH gar nicht so schlecht finde. Lehre macht mir persönlich mehr Spaß als Papiere zu schreiben.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Wenn Forschen Dir keinen Spaß macht - warum bist Du dann Junior-Prof?

Bei dem 90k € Äquivalent ist aber die Krankenversicherung schon bezahlt. Als FH-Prof gehen aber gut und gerne nochmal 300€ im Monat für die PKV weg. Das sollte berücksichtigt werden.

Geschenkt. Niemand sollte die Entscheidung davon abhängig machen, ob es aus dem Beamtengehalt nun noch die PKV zu bezahlen gilt oder nicht.

Ich gebe natürlich Recht, dass man in der Wirtschaft auch ein paar Opfer bringen muss. Ich wüsste nicht, ob ich dafür bereit wäre. Andererseits ist eine W3-Professur an der Uni auch kein Zuckerschlecken. Aus diesem Grund würde ich eine W2 nur dann ins Auge fassen, wenn auf Dauer die Work Life Balance deutlich besser als in der Wirtschaft wäre. Als W1 kann ich nicht behaupten, dass man sich in den Semesterferien großartig die Eier schaukeln kann. Da stehen eher Dinge an wie Anträge schreiben, Vorträge halten, Paper schreiben, Lehre vorbereiten, Projektmeetings usw.

Hier wäre ich etwas vorsichtig. Als Junior-Prof - nehme ich mal an - kennst Du die "Wirtschaft" doch noch gar nicht. Man sollte sich nicht vertun, was Fremdbestimmtheit und Druck von oben, wie er in der Privatwirtschaft herrscht, so anrichten können. Sicher ist der Druck als JuniorProf auch da (die Situation kenne ich wiederum nicht), aber ich stelle mir den vergleichbar vor zu dem Druck in der Dissertationsphase.

Bei einer FH-Professur ist es zudem unabdingbar, mindestens 3 Jahre (besser natürlich viel mehr) in der Privatwirtschaft gearbeitet zu haben, um eine Ruf zu erhalten. Dieses Kriterium wird leider offensichtlich aufgeweicht (s. z.B. das lächerliche "FH-Nachwuchs-Prof-Modell") und es tummeln sich viele "gescheiterte Habilitanden" und "ewige Post-Docs" an FHs. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die FH - im Gegensatz zur Uni - eigentlich für eine Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft stehen soll und nicht als Auffangbecken für Leute dienen soll, die an der Uni keinen Ruf bekommen haben und dann an der FH über das niedrige Niveau und die verpatzte Karriere jammern.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Neologismus schrieb am 24.04.2018:

Prof ist wohl das Beste, was es gibt.

Nach einigen Jahren und ggfs. guter Nebentätigkeit einfach HiWis bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiter an deinem Lehrstuhl engagieren, die deine VL machen ;)!

So einfach ist es nun auch nicht! Man kann sich zwar vertreten lassen, aber man muss es schon begründen und sogar dem Dekan melden. Selbst bei Dienstreisen muss man angeben, dass die eigene Lehre davon nicht betroffen ist.

Allerdings kann man geschickt durch Seminare usw. sein Lehrdeputat effektiv schon ein wenig drücken.

Darüber hinaus wirst du bei deinen Kollegen auch nicht den besten Ruf genießen, wenn du dich aus der ganzen Fakultätsverwaltung heraushälst, keine Interesse an gemeinsamen Forschungsanträgen usw. hast. Das sollte schon gegeben sein. Klar, man muss sicherlich keine 60h-Wochen schieben, aber es so darzustellen als wäre es nur ein Teilzeitjob ist auch nicht ganz richtig. Zudem musst du um auf eine Professur zu kommen, früher ganz schön viel gemacht haben. Die Jahre als Doktorand und PostDoc sind sicherlich keine schönen Jahre - geprägt von viel Unsicherheit und nicht gerade hohen Gehältern...

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 24.04.2018:

OK, meine Gedanken dazu weiter unten.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Wenn Forschen Dir keinen Spaß macht - warum bist Du dann Junior-Prof?

Das mir forschen keinen Spass macht, habe ich so nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass mir Lehre mehr Spaß als Forschen bereitet. Deshalb schiele ich eben auch auf eine FH-Professur.

Hier wäre ich etwas vorsichtig. Als Junior-Prof - nehme ich mal an - kennst Du die "Wirtschaft" doch noch gar nicht. Man sollte sich nicht vertun, was Fremdbestimmtheit und Druck von oben, wie er in der Privatwirtschaft herrscht, so anrichten können. Sicher ist der Druck als JuniorProf auch da (die Situation kenne ich wiederum nicht), aber ich stelle mir den vergleichbar vor zu dem Druck in der Dissertationsphase.

Bei einer FH-Professur ist es zudem unabdingbar, mindestens 3 Jahre (besser natürlich viel mehr) in der Privatwirtschaft gearbeitet zu haben, um eine Ruf zu erhalten. Dieses Kriterium wird leider offensichtlich aufgeweicht (s. z.B. das lächerliche "FH-Nachwuchs-Prof-Modell") und es tummeln sich viele "gescheiterte Habilitanden" und "ewige Post-Docs" an FHs. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die FH - im Gegensatz zur Uni - eigentlich für eine Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft stehen soll und nicht als Auffangbecken für Leute dienen soll, die an der Uni keinen Ruf bekommen haben und dann an der FH über das niedrige Niveau und die verpatzte Karriere jammern.

Richtig, ich kenne die "Wirtschaft" leider nicht. Die "Wirtschaft" wird es wohl auch nicht geben. Es hängt ja sehr stark von den Themen und der Abteilung ab. Ich gebe dir auch Recht, dass der Druck an der Uni sicherlich ein anderer ist als in der Wirtschaft. Als Junior-Prof. bin ich relativ frei. Ich kann mir meine Termine einteilen und auch sonst kann ich das meiste (wenn auch nicht alles) selbst steuern. Mir ist bewusst, dass dies in der Wirtschaft nicht der Fall sein wird. Problem ist, dass einem das System Uni auch den Charakter ein Stück weit versaut. Ich kann mir immer weniger einen Job in der Wirtschaft vorstellen. Ich bin nicht der Typ, der erst zwischen 18 und 19 Uhr aus dem Büro geht und nur am Wochenende seine Kinder zu Gesicht bekommt.

Für eine FH-Professur müsste ich allerdings 3 Jahre in die Wirtschaft. Das ist mir bewusst. Als JP werde ich die Evaluation noch abwarten und dann entscheiden. Ein vollständiges Urteil kann ich mir erst ohnehin dann bilden, wenn ich die andere Seite kennengelernt habe. Ob mich noch jemand einstellt, ist aber die andere Frage.

antworten
WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 25.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 24.04.2018:

Bei einer FH-Professur ist es zudem unabdingbar, mindestens 3 Jahre (besser natürlich viel mehr) in der Privatwirtschaft gearbeitet zu haben, um eine Ruf zu erhalten. Dieses Kriterium wird leider offensichtlich aufgeweicht (s. z.B. das lächerliche "FH-Nachwuchs-Prof-Modell") und es tummeln sich viele "gescheiterte Habilitanden" und "ewige Post-Docs" an FHs. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die FH - im Gegensatz zur Uni - eigentlich für eine Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft stehen soll und nicht als Auffangbecken für Leute dienen soll, die an der Uni keinen Ruf bekommen haben und dann an der FH über das niedrige Niveau und die verpatzte Karriere jammern.

Richtig, ich kenne die "Wirtschaft" leider nicht. Die "Wirtschaft" wird es wohl auch nicht geben. Es hängt ja sehr stark von den Themen und der Abteilung ab. Ich gebe dir auch Recht, dass der Druck an der Uni sicherlich ein anderer ist als in der Wirtschaft. Als Junior-Prof. bin ich relativ frei. Ich kann mir meine Termine einteilen und auch sonst kann ich das meiste (wenn auch nicht alles) selbst steuern. Mir ist bewusst, dass dies in der Wirtschaft nicht der Fall sein wird. Problem ist, dass einem das System Uni auch den Charakter ein Stück weit versaut. Ich kann mir immer weniger einen Job in der Wirtschaft vorstellen. Ich bin nicht der Typ, der erst zwischen 18 und 19 Uhr aus dem Büro geht und nur am Wochenende seine Kinder zu Gesicht bekommt.

"Die Wirtschaft" ist hier als eine Abgrenzung zu "der Uni" zu sehen.
Das mit dem "zwischen 18 und 19h aus dem Büro kommen" ist aber die Arbeitsrealität für 95% der arbeitenden, studierten Menschen in diesem Land. Und die Kenntnis dieser Realität ist genau der Grund, warum - aus meiner Sicht - nur Leute an der FH unterrichten sollten, die schonmal "draußen" waren und die Verantwortung getragen haben. Niemand studiert an der FH, um später Professor zu werden. An der FH studieren Leute, die später in ganz normalen Jobs arbeiten wollen / müssen.

Für eine FH-Professur müsste ich allerdings 3 Jahre in die Wirtschaft. Das ist mir bewusst. Als JP werde ich die Evaluation noch abwarten und dann entscheiden. Ein vollständiges Urteil kann ich mir erst ohnehin dann bilden, wenn ich die andere Seite kennengelernt habe. Ob mich noch jemand einstellt, ist aber die andere Frage.

Du müsstest MINDESTENS 3 Jahre in die Wirtschaft. Mit der Einstellung auf einen Job würde ich derzeit nicht so schwarz sehen, die wirtschaftl. Lage ist ja nicht schlecht. Allerdings gibt es schon irgendwo eine "gläserne Decke", die aber wohl erst bei ca. 40 liegt. Man darf halt nicht erwarten, dass man - als Post-Doc von der Uni kommend - mit 35 dasselbe Gehalt erwarten/verlangen kann wie als jemand, der schon ein paar Jahre tätig ist. Das ist ja eine weitere "Versauung" des Charakters, der (leider) durch die Uni passiert: Mit 35 oder 40 fangen Uni-Leute an, das Gehalt zu vergleichen und stellen fest, dass sie auf ihrer A13-AR-Stelle ja "sooo wenig verdienen" im Vergleich zu ihren Peers, die seit 15 Jahren im Job sind und wie ungerecht das sei und wie unterbezahlt die Wissenschaft doch sei. Dass sie aber die ganze Zeit selbstbestimmt arbeiten konnten, so gut wie keinerlei Druck hatten und - bei Bedarf - immer auch schon um 15 Uhr zu Hause sein konnten, wird gepflegt ignoriert bzw. als eine "Selbstverständlichkeit" hingestellt.

Ist aber aus meiner Sicht richtig, erstmal die Evaluation abzuwarten. Viel Erfolg!

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 24.04.2018:

Bitte nicht schreiben, wenn man keine Ahnung hat. Ich musste den "SHK"-Störenfried ja auch ruhigstellen, aber das zerrupft hier den Thread. An einer FH gibt es keine HiWis oder WissMas, zumindest nicht für die allermeisten FH-Profs.

So back2topic, plz

Hier der SHK-Störenfried ;) scheinbar musst du ja unbedingt nochmal nachtreten, deswegen nur noch das folgende: das beste am Lesen all dieser Threads von (augenscheinlich) erfahrenen FH-Professoren ist, dass sie letztlich (und sogar bis auf die Lehrverpflichtung) genau das bestätigen, was ich weiter oben auch schon genannt habe. Dein ganzes „du hast eh keine Ahnung“ war also nichts als heiße Luft, auch wenn du das natürlich nie zugeben würdest. Damit verzichte ich mal auf weitere Persönlichkeiten. Peace out!

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Warum soll in Gottes Namen die Arbeitsbelastung - WENN MAN SEHR GUT SEIN WILL- in einem Bereich geringer sein als in einem anderen.

Ruhige Kugel schieben kann man bei Mittelstand, IGM, Uni, Verwaltung. Geht fast überall ausser IB/UB.

Aber wenn man in seinem jeweiligen Umfeld Spitzenleistungen bringen will, dann lässt selbst der Spitzenbeamte und Minister in Spe nicht den Griffel frühzeitig fallen. Warum auch? Die Top-Leute setzen sich in allen Sektoren durch.

Und die Elite in Lehre und Forschung haut auch mächtig rein. Im Bereich der Forschung ist das für den normalen Studi nicht so sichtbar (MPG, Fraunhofer, EMBL usw). Und auch die Business-School-Lecturer haben normalerweise einen vollen Kalender - weil sie es so wollen.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Was genau ist nun die Botschaft, die Du transportieren willst?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2018:

Warum soll in Gottes Namen die Arbeitsbelastung - WENN MAN SEHR GUT SEIN WILL- in einem Bereich geringer sein als in einem anderen.

Ruhige Kugel schieben kann man bei Mittelstand, IGM, Uni, Verwaltung. Geht fast überall ausser IB/UB.

Aber wenn man in seinem jeweiligen Umfeld Spitzenleistungen bringen will, dann lässt selbst der Spitzenbeamte und Minister in Spe nicht den Griffel frühzeitig fallen. Warum auch? Die Top-Leute setzen sich in allen Sektoren durch.

Und die Elite in Lehre und Forschung haut auch mächtig rein. Im Bereich der Forschung ist das für den normalen Studi nicht so sichtbar (MPG, Fraunhofer, EMBL usw). Und auch die Business-School-Lecturer haben normalerweise einen vollen Kalender - weil sie es so wollen.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

Hoch damit.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 17.10.2018:

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Im andere Thread beantwortet.

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WiWi Gast

FH Professur - Vor- und Nachteile

WiWi Gast schrieb am 18.04.2018:

Ich bin seit anderthalb Jahren Wiss. Mit. an einer Uni, kann daher das "akademische Leben" ganz gut einschätzen.

FH-Professoren werden meist mit Lehre bis oben hin zugeklatscht (nicht selten über 20 SWS). Dazu kommt, dass du kaum Mitarbeiter/Hilfskräfte hast, auf die du was auslagern kannst, d.h. du korrigierst selber die Klausuren, führst selber Aufsicht usw. Du bist also während der Vorlesungszeiten schon zeitlich ganz gut eingebunden. Vorlesungsfrei ist an einigen Hochschulen 2-3 Monate im Winter, aber dafür nur ein paar Wochen im Sommer, in der Zeit kannst du natürlich mehr oder weniger machen was du willst. Dazu ist die Bezahlung mit W2 regelmäßig schlechter als die von Universitätsprofessoren.

Das mit 2-3 Monaten im Winter ist in Deutschland nicht üblich.
Von Nachteil an der FH die provinzielle, zweitklassige Arbeitsumgebung. Trotz massiver Drittmitteleinwerbung (also Umsatz wie in der Industrie) und davon bezahlten Mitarbeitern habe ich es nicht geschafft, wieder einer so wirksame (und befriedigende) Teamumgebung aufzubauen ! Alles herum ist zweiklassig ...

Sicher ein Vorteil ist, dass du idR Beamter wirst und einen sehr sicheren Job hast, was allerdings auch bedeutet, dass du dich für den Rest deines Lebens bindest. Der Hauptpunkt, der für eine FH-Professur spricht, ist m.E. die Flexibilität. Solange du keine Lehre hast, kannst du arbeiten, von wo und wann du willst. Du hast keine Mandanten oder Vorgesetzten, die dir ständig die Tür einrennen, keine ständigen Planänderungen, und wenn du Lust drauf hast, nimmst du dir deinen kompletten Jahresurlaub am Stück und reist zwei Monate durch die Welt. Auch ein Sabbatical ist problemlos möglich.

Nein ... das Sabbatical kann ich definitiv nicht bestätigen, Vielleicht Elternzeit ?

Das finanzielle sollte nie der Hauptgrund sein, hier ist die Diskrepanz zu vergleichbaren Positionen in der freien Wirtschaft allerdings schon recht hoch. Dennoch solltest du dich davon nicht blenden lassen, da viele FH-Professoren nebenbei noch irgendwo arbeiten (ggf. als Freiberufler).

Naja, nur im seltenen Fall wirklich finanziell erfolgreich, dann bleib lieber beim gut bezahlten Industrie job.

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