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Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich überlege, nach nunmehr 5 Jahren in der "Wirtschaft" an eine FH zu gehen und dort Professor zu werden (bin 36 Jahre alt). Die Einstiegs"hürden" kenne ich und kann sie formal erfüllen.

Was ich mich frage, ist, ob es sinnvoll ist, jetzt "schon" zu wechseln oder lieber noch etwas zu warten. Aus meiner Sicht sind die Pros und Cons für einen jetzigen Wechsel:

Pro:

  • noch nicht zu lange von der Uni weg, somit keine großen Probleme beim Erstellen von Vorlesungen und Übungen
  • deutlicher Gehaltssprung nach oben
  • mehr Selbstbestimmtheit in der Arbeits(zeit)gestaltung

Cons:

  • noch keine verantwortungsvolle Position in der "Wirtschaft" innegehabt
  • erst 5 Jahre BE außerhalb der Uni
  • sehe keine Möglichkeit, neben der Professorentätigkeit Kontakt zur Wirtschaft zu halten mittels Projekten etc (arbeite bei einer Versicherung)

Klar ist: mit spätestens 42 muss man anfangen, sich zu bewerben (Verbeamtung), aber das wären ja noch 6 Jahre. Dann hätte ich über 10 Jahre BE.

Ich bin gespant auf _reflektierte_ Einschätzungen dazu und neue Anregungen / Denkanstöße

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

wenn die Fhs Interesse hätten , dann würden sie dich von alleine ansprechen.
Nur Top Leute können Professor werden.Wenn du Partner bei einer Big 4 gewesen wärst , dann hättest du deutlich bessere Chancen und ein besseres Netzwerk.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Muss man als FH Professor nicht mindestens 10 Jahre Erfahrung in der Industrie gesammelt haben?
Oder regelt das jede FH/Land anderst?

Wenn es einem Spass macht kann man ja wechseln.
Grundsätzlich solltest du dich fragen, wohin du dich in den weiteren 5 Jahren in der Wirtschaft entwickeln würdest.

Mein ehemaliger Prof. meinte aber die Stellen seien knapp und sehr begeehrt.

Lounge Gast schrieb:

Ich überlege, nach nunmehr 5 Jahren in der
"Wirtschaft" an eine FH zu gehen und dort Professor
zu werden (bin 36 Jahre alt). Die Einstiegs"hürden"
kenne ich und kann sie formal erfüllen.

Was ich mich frage, ist, ob es sinnvoll ist, jetzt
"schon" zu wechseln oder lieber noch etwas zu
warten. Aus meiner Sicht sind die Pros und Cons für einen
jetzigen Wechsel:

Pro:

  • noch nicht zu lange von der Uni weg, somit keine großen
    Probleme beim Erstellen von Vorlesungen und Übungen
  • deutlicher Gehaltssprung nach oben
  • mehr Selbstbestimmtheit in der Arbeits(zeit)gestaltung

Cons:

  • noch keine verantwortungsvolle Position in der
    "Wirtschaft" innegehabt
  • erst 5 Jahre BE außerhalb der Uni
  • sehe keine Möglichkeit, neben der Professorentätigkeit
    Kontakt zur Wirtschaft zu halten mittels Projekten etc
    (arbeite bei einer Versicherung)

Klar ist: mit spätestens 42 muss man anfangen, sich zu
bewerben (Verbeamtung), aber das wären ja noch 6 Jahre. Dann
hätte ich über 10 Jahre BE.

Ich bin gespant auf _reflektierte_ Einschätzungen dazu und
neue Anregungen / Denkanstöße

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Was bedeutet, dass du die Einstiegshürden formal erfüllst? Ein Doktortitel und 5 Jahre BE lassen dich ja nicht automatisch FH-Prof werden. Hast du bereits Kontakte zu gewissen FHs? Ist dein Schwerpunkt an FHs gefragt? Wieso siehst du keine Möglichkeit die Professorentätigkeit mit deiner Arbeit zu verbinden? Meiner Meinung nach ist das eine wichtige Voraussetzung für einen FH-Prof. Du sollst doch gerade in einem eher speziellen Feld Praxis und Wissenschaft verbinden. Fast jeder FH-Prof, den ich kenne, übt mindestens eine Nebentätigkeit in der Wirtschaft aus (und sei es nur Beratung oder Mandate in Aufsichtsgremien o.ä.). Generell ist ein BWL-Prof ohne Kontakte zur Wirtschaft für mich unvorstellbar.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Ne W2 Professur ist doch nicht die Welt gehaltstechchnisch. Bist du dir da wirklich sicher, dass du da so einen großen Sprung machen würdest?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Erstmal ist die Entscheidung Industrie oder FH wichtig. Zurück von der FH in die Industrie kann sehr schwer sein. Da das aber nicht Thema zu sein scheint, gehen wir davon aus du willst an die FH, und zwar jetzt oder in paar Jahren.

Dann gibt es nur eine sinnvolle Antwort: bewirb dich auf jede Stelle und zwar ab jetzt.

Wenn sie dich nicht nehmen: dann musst du wohl noch an Erfahrung und Netzwerk arbeiten.

Wenn sie dich nehmen: auch super, Stelle auf Lebenszeit sicher. Mit Konferenzbesuchen, Klinkenputzen etc. musst du dann ggf. dein Netzwerk verbessern, kannst dann aber auch direkt was anbieten (offizielle Betreuung studentischer Arbeiten, die im Unternehmen geschrieben werden, z.B.).

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Ich weiß nicht, ob wir über dasselbe reden, aber eine W2-Professur mit "normalen" Zulagen kommt an die 4k netto im Monat dran.

Für mich wäre das ein Sprung um 30% nach oben.

Lounge Gast schrieb:

Ne W2 Professur ist doch nicht die Welt gehaltstechchnisch.
Bist du dir da wirklich sicher, dass du da so einen großen
Sprung machen würdest?

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Ich hatte doch um _reflektierte_ Rückmeldungen gebeten...

Lounge Gast schrieb:

wenn die Fhs Interesse hätten , dann würden sie dich von
alleine ansprechen.
Nur Top Leute können Professor werden.Wenn du Partner bei
einer Big 4 gewesen wärst , dann hättest du deutlich bessere
Chancen und ein besseres Netzwerk.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Danke für die Antwort.

Mit "formale Erfüllung" meine ich genau das: Die formalen Einstellungsvoraussetzungen sind

  • Promotion : check
  • 5 Jahre Berufserfahrung außerhalb der Uni : check
  • Lehrerfahrung : habe ich in der Promotionszeit gemacht, nun Lehrauftrag

Dass mich das nicht automatisch zum FH-Prof macht, ist klar: Das Abitur ist formale Voraussetzung für ein Studium, trotzdem studiert nicht jeder Abiturient.

Ich habe einen quantitativen Schwerpunkt (Studium Mathematik, Promotion BWL mit quantitativer Ausrichtung), der ist durchaus gefragt, wenn ich mir die FH-Stellenanzeigen so ansehe.

Verbindung von Arbeit und Prof-Tätigkeit: Ich wüsste halt nicht, wie man das macht. Hier im Unternehmen habe ich noch nie gesehen, dass ein FH-Prof irgendwo Berater wäre. Dass man Bachelor-Arbeiten betreuen kann oder bei berufsqualifizierenden Maßnahmen als Dozent auftreten kann, ist klar und das würde ich auch anstreben. Allerdings meine ich eher, wie man als Berater im Tagesgeschäft für die Unternehmen auftreten kann - das stelle ich mir schwer vor...

Lounge Gast schrieb:

Was bedeutet, dass du die Einstiegshürden formal erfüllst?
Ein Doktortitel und 5 Jahre BE lassen dich ja nicht
automatisch FH-Prof werden. Hast du bereits Kontakte zu
gewissen FHs? Ist dein Schwerpunkt an FHs gefragt? Wieso
siehst du keine Möglichkeit die Professorentätigkeit mit
deiner Arbeit zu verbinden? Meiner Meinung nach ist das eine
wichtige Voraussetzung für einen FH-Prof. Du sollst doch
gerade in einem eher speziellen Feld Praxis und Wissenschaft
verbinden. Fast jeder FH-Prof, den ich kenne, übt mindestens
eine Nebentätigkeit in der Wirtschaft aus (und sei es nur
Beratung oder Mandate in Aufsichtsgremien o.ä.). Generell ist
ein BWL-Prof ohne Kontakte zur Wirtschaft für mich
unvorstellbar.

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checker

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Finde das gut. Mich hat das auch immer interessiert. Habe aber keine Lust auf die Promotion.

Mit 36 bist du natürlich noch recht jung. Als FH-Absolvent habe ich die Erfahrung unserer Professoren geschätzt. Wenn man kaum welche hat, ist der Vorteil der FH ja eher weg.

Ein erster Schritt wäre ja, dass du Kontakte in den Hochschulen aufbaust und mal vorfühlst, wie da der (informelle) Prozess ist.

Nur wegen dem Geld solltest du es nicht machen. Wenn Geld der Motivator ist, dann versuche doch eher einen Karriereschritt wo du jetzt bist.

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WiWi Gast

Re:FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Gehaltssprung nach oben? Wirklich?
Dann machst du mit Promotion und 5 Jahren Berufserfahrung aber eindeutig was falsch.

Davon abgesehen: Klar, bewirb dich. Ich sehe das junge Alter nicht als Hinderniss. An der FH werden auch gute "Lehrer" gesucht und keine "Forscher".

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Eine W2 Proffesur hat als Grundgehalt je nach Bundesland so ca. 5000 Euro brutto. So viele Zulagen gibt es auch wieder nicht.

Lounge Gast schrieb:

Ich weiß nicht, ob wir über dasselbe reden, aber eine
W2-Professur mit "normalen" Zulagen kommt an die 4k
netto im Monat dran.

Für mich wäre das ein Sprung um 30% nach oben.

Lounge Gast schrieb:

Ne W2 Professur ist doch nicht die Welt
gehaltstechchnisch.
Bist du dir da wirklich sicher, dass du da so einen großen
Sprung machen würdest?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Danke, daran habe ich auch schon gedacht. Ggf. schreibe ich mal "artverwandte" Professoren an (die entweder das von mir angestrebte Lehrgebiet vertreten oder eine ähnliche Berufspraxis hatten wie ich sie gerade erwerbe.

Dass man mit 36 "jung" für einen Prof-Posten ist, habe ich auch gedacht, allerdings sehe ich immer öfter noch deutlich jüngere Leute in die Kamera lächeln, wenn ich die FH-Seiten durchforste...

checker schrieb:

Finde das gut. Mich hat das auch immer interessiert. Habe
aber keine Lust auf die Promotion.

Mit 36 bist du natürlich noch recht jung. Als FH-Absolvent
habe ich die Erfahrung unserer Professoren geschätzt. Wenn
man kaum welche hat, ist der Vorteil der FH ja eher weg.

Ein erster Schritt wäre ja, dass du Kontakte in den
Hochschulen aufbaust und mal vorfühlst, wie da der
(informelle) Prozess ist.

Nur wegen dem Geld solltest du es nicht machen. Wenn Geld der
Motivator ist, dann versuche doch eher einen Karriereschritt
wo du jetzt bist.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Ich weiß nicht, ob Du es schon gelesen hast, aber W2 sind ca. 4k/Monat. Wüsste nicht, welcher "normale" Mitarbeiter (Stkl 1) soviel Kohle bekommt...

Lounge Gast schrieb:

Gehaltssprung nach oben? Wirklich?
Dann machst du mit Promotion und 5 Jahren Berufserfahrung
aber eindeutig was falsch.

Davon abgesehen: Klar, bewirb dich. Ich sehe das junge Alter
nicht als Hinderniss. An der FH werden auch gute
"Lehrer" gesucht und keine "Forscher".

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Ich hatte die Frage schon eingangs gestellt: W2 ist nicht die Welt und 4000 Euro netto finde ich mit 36 in der freien Wirtschaft auch nicht unerreichbar? Vielleicht spielt auch die LSt-Klasse eine Rolle, aber in der Steuerklasse 3 sind 4000 Euro netto mit Promotion und 5 Jahre Berufserfahrung sicherlich drin. Ich denke mal da unterhalten wir uns über ein Bruttogehalt von 80k-90k in der freien Wirtschaft.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Hmmm - ich nehme an, Du bist jetzt Anfang/Mitte 20 und die 36 ist noch weit weg. Zum Einen bin ich erst mit 31 eingestiegen in das Berufsleben.

Und überleg mal: Du steigst demnächst mit 2k netto (3,3k brutto) ein mit z.B. 25Jahren. Das ist ein typisches Einstiegsgehalt bei z.B. Big4.

Um 4k netto zu erreichen, musst Du ca. 7,4k brutto haben.Du musst mehr als verdoppeln innerhalb von 10 Jahren...

Also ich kenne nicht so viele, die das haben. Auch in meinem Alter nicht.

Lounge Gast schrieb:

Ich hatte die Frage schon eingangs gestellt: W2 ist nicht die
Welt und 4000 Euro netto finde ich mit 36 in der freien
Wirtschaft auch nicht unerreichbar? Vielleicht spielt auch
die LSt-Klasse eine Rolle, aber in der Steuerklasse 3 sind
4000 Euro netto mit Promotion und 5 Jahre Berufserfahrung
sicherlich drin. Ich denke mal da unterhalten wir uns über
ein Bruttogehalt von 80k-90k in der freien Wirtschaft.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Wechsel jetzt, wenn sich die Chance ergibt, oder lass es sein. Bekomme gerade von einigen Ex-Kollegen mit, dass sie sich auch nach FH-Professuren umschauen. Das ist kein einfacher Gang. Das einzige was ich nicht ganz verstehe, sind die Zahlen, die hier so im Raum stehen. Natürlich verdient ein FH-Prof gut, v.a. für den Fall, dass er verbeamtet wird. Aber ich sehe nur Zahlen zwischen 3,5k und 4k netto. Auch wenn das viel ist, es ist halt was anderes, als in der Wirtschaft zu arbeiten.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Gutes Thema.

Ich frage mich allerdings, was die meisten hier verdienen, wenn sie 4000 Euro netto im Monat als "nicht die Welt" bezeichnen.

Übrigens wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass diese 4000 bei Lohnsteuerklasse 1 entstehen. Bei Lohnsteuerklasse 3 (verheiratet) sind es ohne Zulagen bereits 4500 netto im Monat.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Ok, ich habe mich vielleicht schlecht ausgedrückt: Der Titel des Beitrags suggeriert, dass eine FH-Professur mit einem "normalen" Job verglichen wird. Grundsätzlich gebe ich euch da natürlich Recht, dass 4000 Euro sehr gutes Geld sind und man in einem "normalen" Job dafür über 7000 Euro brutto verdienen müsse. Alles schön und gut, aber kann man eine FH-Professur tatsächlich mit einem normalen Job vergleichen?

Meiner Meinung nach, muss man eine Professur immer mit einem Fachexperten auf dem jeweiligen Gebiet oder mindestens einen Gruppenleiter/Teamleiter etc. gleichsetzen. Hier sprechen wir dann in den meisten Betrieben von AT-Verträgen, die meistens mit einem Bruttojahreslohn von 85k beginnen. Gut, mit 85k kommt man vielleicht noch nicht auf 4000 netto in Stk. I, aber man ist nah dran und hat noch ein gewisses Entwicklungspotenzial.

Es kommt grundsätzlich auf dem Background an, aber jemand der es in Erwägung zieht sich auf eine FH-Prof. zu bewerben hat mit Sicherheit eine herausragende Promotion hinter sich und wird sich normalerweise auch in der freien Wirtschaft für höhere Aufgaben qualifizieren. Ein Vergleich zwischen "normalen" Job und FH-Prof. hinkt an dieser Stelle aus meiner Sicht etwas!

Und zum Thema 4000 Euro sind nicht die Welt, möchte ich nur anmerken, dass 4000 Euro schon viel Geld sind und auch schwer zu erreichen sein werden. Das ist mir bewusst, aber der Aufwand einer FH-Prof. sollte man nicht unterschätzen. Während meiner Promotion hatte ich mal einen FH-Prof. besucht, um ein paar Daten etc. auszutauschen und er hat mir offen erzählt, dass er den Weg nicht nochmal einschlagen würde, da die Bezahlung für die Anzahl an Stunden die er schiebt ganz schön bescheiden ist. Seine ehemaligen Kollegen, welche in die freie Wirtschaft gegangen sind, verdienen allesamt deutlich mehr. Der Typ war ca. 55 Jahre alt und kurz vor der Pensionierung und klagte darüber, dass er keine wissenschaftl. MA hat etc. und seine Prüfungen für über 100 Studenten selbst korrigieren muss usw. Ein Prof. kommt mit Sicherheit auf ne 50h Woche. Das sollte man wissen und relativiert das Gehalt schon etwas.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Du listest im Einführungspost unter PRO perspektivische Gründe auf, während du unter CON Einstellungskriterien listest.
Nach dieser Liste wäre für mich die Entscheidung für den Job schon gefallen, ich hätte ggf. aber Sorge, dass ich keine Stelle bekomme. Da ich diesen Punkt aber nur herausfinden kann, wenn ich mich bewerbe...-> Schick eine Bewerbung los ;). Dagegen würden nur Gründe in der Wirtschaft sprechen, die dir deine unter PRO genannten Vorteile ermöglichen.

Falls deine Frage ist, ob du Chancen auf den Job hast - ich würde eher zu nein tendieren. Hauptgrund hierfür ist, dass sich die Unis und Fhs mit den Professoren meistens gute Kontakte zur Wirtschaft ins Haus holen möchten, entweder für Fördergelder, oder des Prestiges halber. Nach deiner bisherigen Aussage bringst du diese Punkte nicht mit. Solange du also keine Koryphäe auf deinem Gebiet bist, oder gute Kontakte (Vitamin B) hast, würde ich meinen Atem nicht anhalten.
Dennoch würde ich eine Bewerbung schreiben, alleine schon um eine Chance auf Feedback zu bekommen, was mir denn jetzt genau fehlt. Mit diesem Wissen kann man dann sinnvoll auf die nächste Bewerbung hinarbeiten. Und wer weiß evtl. hat man ja Glück und bekommt die Stelle doch jetzt schon.

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checker

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Die Diskussion über das Gehalt driftet ab. Es sei dem TE überlassen, ob er das als viel ansieht. Zumal ich das Gefühl habe niemand hier weiß wirklich, wie viel bei einer solchen Stelle beim Gehalt netto raus kommt.

Hinzu kommt, dass die meisten meiner Professoren was nebenbei am laufen hatten. Oft war das gar gewünscht, um dauerhaft den Praxisbezu aufrecht zuerhalten. Da kommt auch der eine oder ander Schein rum.

Der wesentliche Faktor dürfe - wenn man das Gehalt als Maßstab nimmt - die Entwicklúng sein. Also Professor kann man sein Gehalt nicht groß steigern. In der "Wirtschaft" schon. Immerhin sprechen wir noch über ca. 30 Berufsjahre. D.h. die Frage ist, welche Annahmen man für eine Entwicklung da zugrunde legt. Und nicht nur die nächsten 2-3 Jahre.

Zum Thema "jung": Klar wirbt man mit jungen Professoren. Ist ja "cool". Aber wenn es nicht um Forschung geht, sondern wie an FHs üblich um anwendungsorientiere akademische Wissensvermittlung zählt Praxiserfahrung mehr. - Sage ich als FH-Absolvent. Aus deiner Sicht ist das ja nicht dein Problem, wenn man dich will.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Das kann auch GANZ anders aussehen. Es gibt genug FH-Profs die im Grunde eine halbe Stelle bei vollem Gehalt ausüben und nebenher mit Beratungsaufträgen, Gremien etc. richtig Geld scheffeln. Die haben aber auch die entsprechende Ausstattung an Mitarbeitern, welche ihnen fast alle Aufgaben abnehmen. Was noch an Arbeit übrig bleibt, sind die Lehrveranstaltungen und ein bisschen Koordination/Kontaktpflege.

Natürlich muss die Uni den Prof. entsprechend ausstatten. Das tut sie nur bei Top-Leuten mit guten Kontakten und beeindruckender Vita. FH-Professoren, die "gerade so" die Kriterien erfüllen kriegen diese Ausstattung nicht und müssen richtig arbeiten.

Fazit: Der lockere Lifestyle mit wenig Arbeit, sicherem Job und viel Zeit für Nebenbeschäftigungen gibt es nur für Leute, die schon sehr erfolgreich im Berufsleben waren und den Professoren-Job eigentlich nicht mehr brauchen. Geld ist nicht deren Hauptmotiv, sondern vielmehr Sicherheit, Prestige und Spaß an der Lehre.

Letztlich wird keiner an der FH pro Stunde mehr verdienen als er in der Wirtschaft könnte.

Lounge Gast schrieb:

Ein Prof. kommt mit
Sicherheit auf ne 50h Woche. Das sollte man wissen und
relativiert das Gehalt schon etwas.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

pushy push

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

weitere meinungen?

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Netzer

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Coole Idee,
ich bin für machen!

Ich selbst bin zwar (noch) ncht mit einem Doktor gesegnet, dass mir die Option offen steht, bin aber selbst schon als Referent und Dozent an einer FH tätig und das Unterrichten macht mir sehr viel Spaß. Hätte ich die Option als Prof zu arbeiten, würde ich es ernsthaft in Betracht ziehen.

Kommt halt auf deinen Fokus an, wo du hin willst...

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Das wichtigste ist eigenlich, dass du dein eigener Chef bist (den Gehaltsneidern hier ohne Berufserfahrung sei das mal angemerkt).

Das heißt, du kannst dir deine Arbeitszeiten selbst einteilen und auch noch nebenbei was anderes machen. Wer das nicht haben möchte, macht es halt nicht. Ich schiele jedenfalls auch auf diese Möglichkeit.
Man benötigt übrigens nicht fünf Jahre Berufserfahrung, wenn man promoviert da. Es werden zwei Jahre der Zeit i.d.R. angerechnet.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Wer hat diese absolute Phantasiezahl 4k netto und 7,2K brutto in den Raum geworfen?

Das ist absoluter Schwachsinn. Macht euch die Mühe und googelt das Gehalt. Da ein FH Professor öffentlicher Dienst ist, ist das das Gehalt veröffentlicht. Wie schon erwähnt sind das ca. 5k brutto.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. "normaler" Job

Danke für diesen sehr konstruktiven Beitrag, auch der "über" Dir.

Ich weiß, dass man bei den 5 Jahren BE "nur" 3 außerhalb der Hochschule braucht. Aber ich will nicht irgendwann vor den Studenten stehen und eigentlich keine Ahnung von der Anwendung haben. Berufserfahrung und echte Routine beginnen m.E. nicht nach einem so kurzen Zeitraum. 10 Jahre fänd ich schon gut. Zudem: Die vielzitierten Nebenbeschäftigungen wird man ohne _ausreichend_ BE wohl kaum machen können.

Ansonsten hast Du genau recht, und das hatte ich im Eröffnungsbeitrag ja schon beschrieben: Sein eigener Chef zu sein, und das bei der Sicherheit, die eine Stelle im Öffentlichen Dienst bietet, ist perfekt! Und ich merke während meiner Zeit seit der Uni immer mehr, wie krass es ist, "fremdbestimmt" arbeiten zu müssen...

Lounge Gast schrieb:

Das wichtigste ist eigenlich, dass du dein eigener Chef bist
(den Gehaltsneidern hier ohne Berufserfahrung sei das mal
angemerkt).

Das heißt, du kannst dir deine Arbeitszeiten selbst einteilen
und auch noch nebenbei was anderes machen. Wer das nicht
haben möchte, macht es halt nicht. Ich schiele jedenfalls
auch auf diese Möglichkeit.
Man benötigt übrigens nicht fünf Jahre Berufserfahrung, wenn
man promoviert da. Es werden zwei Jahre der Zeit i.d.R.
angerechnet.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Selbständig arbeiten und sich komplett zu organisieren, das will auch gekonnt sein. Ich könnte es nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, verbeamtet?

Ist ein FH Professor verbeamtet oder nicht?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Natürlich ist ein Professor an einer staatlichen Hochschule und Fachhochschule verbeamtet. In der Regel in Besoldungsgruppe W2 oder W3

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, verbeamtet?

Hmmm - lass uns zu diesem Zweck noch einmal schauen, was der intelligente Thread-Eröffner im Eröffnungsthread dazu schreibt:

"(...)
Klar ist: mit spätestens 42 muss man anfangen, sich zu bewerben (Verbeamtung), aber das wären ja noch 6 Jahre. Dann hätte ich über 10 Jahre BE.

Ich bin gespant auf _reflektierte_ Einschätzungen dazu und neue Anregungen / Denkanstöße "

D.h. also, es ging ihm um eine _verbeamtete_ Professur.

Zudem ging es dem edlen Schreiber um _reflektierte_ Einschätzungen - Dein Post gehört offensichtlich nicht dazu...

Lounge Gast schrieb:

Ist ein FH Professor verbeamtet oder nicht?

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Weitere Dimensionen, die hier nicht beleuchtet werden, sind die folgenden:

Jobsicherheit und Pension.

Die Jobsicherheit ist maximal, denn als verbeamteter Professor kannst Du nicht gekündigt werden. Im Gegenteil, Du kannst ab 60 halbtags arbeiten und das dann bis 70 (wenn Du Lust drauf hast) weitermachen.

Dass die Pension dick ist, darüber brauchen wir hier nicht zu reden. Bei einem Gehalt von 5.700 Euro brutto im Monat plus ruhegehaltsfähiger Zulagen bleiben zwischen 3.500 und 4.000 Euro brutto pro Monat als Pensionär übrig, davon träumen "normale" Rentner.

Man sollte aber die finanziellen Erwägungen bei der Entscheidung nicht zu hoch hängen.

Die eigentliche Frage ist: Kannst Du Dir vorstellen, auf Dauer mit jungen Leuten zu arbeiten, die gerade aus der Schule kommen und nicht den Horizont haben, den Du selbst nach Studium, Promotion, Berufserfahrung und Lebenserfahrung mitbringst.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Pension

Die Pension ist ja auch abhängig von den geleisteten Dienstjahren. Ein FH-Professor, der erst mit Anfang 40 Beamter wird, kommt ja nur auf die Hälfte der Dienstzeit wie z.B. ein Polizeibeamter. Eine Angestellten-Rente kommt natürlich noch dazu. Die dürfte aber sehr gering sein.

Lounge Gast schrieb:

Weitere Dimensionen, die hier nicht beleuchtet werden, sind
die folgenden:

Jobsicherheit und Pension.

Die Jobsicherheit ist maximal, denn als verbeamteter
Professor kannst Du nicht gekündigt werden. Im Gegenteil, Du
kannst ab 60 halbtags arbeiten und das dann bis 70 (wenn Du
Lust drauf hast) weitermachen.

Dass die Pension dick ist, darüber brauchen wir hier nicht zu
reden. Bei einem Gehalt von 5.700 Euro brutto im Monat plus
ruhegehaltsfähiger Zulagen bleiben zwischen 3.500 und 4.000
Euro brutto pro Monat als Pensionär übrig, davon träumen
"normale" Rentner.

Man sollte aber die finanziellen Erwägungen bei der
Entscheidung nicht zu hoch hängen.

Die eigentliche Frage ist: Kannst Du Dir vorstellen, auf
Dauer mit jungen Leuten zu arbeiten, die gerade aus der
Schule kommen und nicht den Horizont haben, den Du selbst
nach Studium, Promotion, Berufserfahrung und Lebenserfahrung
mitbringst.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Pension

Ja, das hab ich auch immer gedacht.

Das "Krasse" ist aber: Da Du 5 Jahre Erfahrung außerhalb der Uni mitbringen musst, werden Dir (mindestens!) diese 5 Jahre angerechnet auf die Pension. D. h. bei Arbeit von 40 bis 65 als FH-Prof bekommst Du 30 Jahre (anstatt 25) angerechnet. Bringst Du mehr als die 5 Jahre mit, kann es (je nach Verhandlung) auch mehr sein.

Rechnet man nun die Rentenansprüche drauf, kommt man in die von mir genannten Dimensionen.

Lounge Gast schrieb:

Die Pension ist ja auch abhängig von den geleisteten
Dienstjahren. Ein FH-Professor, der erst mit Anfang 40
Beamter wird, kommt ja nur auf die Hälfte der Dienstzeit wie
z.B. ein Polizeibeamter. Eine Angestellten-Rente kommt
natürlich noch dazu. Die dürfte aber sehr gering sein.

Lounge Gast schrieb:
(...)

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

"Die Pension ist ja auch abhängig von den geleisteten Dienstjahren."

nein ist sie nicht. Oder kannst du eine Rechtsgrundlage nennen?

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Natürlich ist sie davon abhängig - bei 40 anrechenbaren Dienstjahren gibt es die volle Pension, bei weniger wird halt anteilig gekürzt.

Quelle: einfach mal googlen

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

"Jobsicherheit und Pension."

Versprechen verpflichten nur denjenigen, der an sie glaubt, du sorgst besser zusätzlich privat vor. Jeder wiwi sollte doch wissen, dass bei dem was aktuell in den Sozialsystemen passiert, das auch mit "Professorenpensionen" passieren wird was z.B. mit den sowjetischen Professorenpensionen passiert ist.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Unsachlicher Beitrag.

Schon jetzt gilt: Gesetzliche Rente ist maximal 2500 Euro brutto, wenn man 35 Jahre gearbeitet hat und das Maximum (also bis zur Beitragsbemessungsgrenze) eingezahlt hat.

Gleichzeitig gilt jetzt aber auch: Pension ist maximal 70,25% der letzten ruhegehaltsfähigen Bezüge, es kommt auf die Dienstjahre an. Selbst bei A9 (Polizeibeamter) sind dies schon die 2500 brutto, die man bei gesetzlicher Rente MAXIMAL beziehen kann.

Für den W2-Prof gilt hingegen (wie oben beschrieben) Pension von mind. 4000 brutto, mit Zulagen mehr. Und jetzt komm mir bitte nicht mit der privaten Krankenkasse, die diesen Pensionsvorteil auffräße!

Nun ist es in der Tat so, dass die Altersbezüge absinken werden. Das gilt aber für gesetzliche Rente und (hoffentlich) für Pensionen gleichermaßen. Die Abstände werden ähnlich bleiben.

Lounge Gast schrieb:

"Jobsicherheit und Pension."

Versprechen verpflichten nur denjenigen, der an sie glaubt,
du sorgst besser zusätzlich privat vor. Jeder wiwi sollte
doch wissen, dass bei dem was aktuell in den Sozialsystemen
passiert, das auch mit "Professorenpensionen"
passieren wird was z.B. mit den sowjetischen
Professorenpensionen passiert ist.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Gibt es noch Meinungen zur Ausgangsfragestellung?

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Dann rechne mal die Pension aus, wenn der Prof. erst mit 40 Beamter wird!

Lounge Gast schrieb:

Unsachlicher Beitrag.

Schon jetzt gilt: Gesetzliche Rente ist maximal 2500 Euro
brutto, wenn man 35 Jahre gearbeitet hat und das Maximum
(also bis zur Beitragsbemessungsgrenze) eingezahlt hat.

Gleichzeitig gilt jetzt aber auch: Pension ist maximal 70,25%
der letzten ruhegehaltsfähigen Bezüge, es kommt auf die
Dienstjahre an. Selbst bei A9 (Polizeibeamter) sind dies
schon die 2500 brutto, die man bei gesetzlicher Rente MAXIMAL
beziehen kann.

Für den W2-Prof gilt hingegen (wie oben beschrieben) Pension
von mind. 4000 brutto, mit Zulagen mehr. Und jetzt komm mir
bitte nicht mit der privaten Krankenkasse, die diesen
Pensionsvorteil auffräße!

Nun ist es in der Tat so, dass die Altersbezüge absinken
werden. Das gilt aber für gesetzliche Rente und (hoffentlich)
für Pensionen gleichermaßen. Die Abstände werden ähnlich
bleiben.

Lounge Gast schrieb:

"Jobsicherheit und Pension."

Versprechen verpflichten nur denjenigen, der an sie
glaubt,
du sorgst besser zusätzlich privat vor. Jeder wiwi sollte
doch wissen, dass bei dem was aktuell in den
Sozialsystemen
passiert, das auch mit "Professorenpensionen"
passieren wird was z.B. mit den sowjetischen
Professorenpensionen passiert ist.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Siehe erster Beitrag vom 12.11.2015 :-D

Lounge Gast schrieb:

Dann rechne mal die Pension aus, wenn der Prof. erst mit 40
Beamter wird!

Lounge Gast schrieb:

Unsachlicher Beitrag.

Schon jetzt gilt: Gesetzliche Rente ist maximal 2500 Euro
brutto, wenn man 35 Jahre gearbeitet hat und das Maximum
(also bis zur Beitragsbemessungsgrenze) eingezahlt hat.

Gleichzeitig gilt jetzt aber auch: Pension ist maximal
70,25%
der letzten ruhegehaltsfähigen Bezüge, es kommt auf die
Dienstjahre an. Selbst bei A9 (Polizeibeamter) sind dies
schon die 2500 brutto, die man bei gesetzlicher Rente
MAXIMAL
beziehen kann.

Für den W2-Prof gilt hingegen (wie oben beschrieben)
Pension
von mind. 4000 brutto, mit Zulagen mehr. Und jetzt komm
mir
bitte nicht mit der privaten Krankenkasse, die diesen
Pensionsvorteil auffräße!

Nun ist es in der Tat so, dass die Altersbezüge absinken
werden. Das gilt aber für gesetzliche Rente und
(hoffentlich)
für Pensionen gleichermaßen. Die Abstände werden ähnlich
bleiben.

Lounge Gast schrieb:

"Jobsicherheit und Pension."

Versprechen verpflichten nur denjenigen, der an sie
glaubt,
du sorgst besser zusätzlich privat vor. Jeder wiwi
sollte
doch wissen, dass bei dem was aktuell in den
Sozialsystemen
passiert, das auch mit
"Professorenpensionen"
passieren wird was z.B. mit den sowjetischen
Professorenpensionen passiert ist.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

mehr Meinungen, bitte!

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich denke du solltest dich bewerben, um ein realistisches Bild zu bekommen. Die Erfüllung formaler Kriterien bedeutet nicht, dass man realistische Chancen auf einen Job hat. Wie ein Vorschreiber bereits meinte, denke ich auch: du hast mit deinem Profil soweit man das erkennen kann keine realistische Chance. Von daher würde ich dir raten, erstmal den "reality check" zu machen, bevor du weiter darüber fantasierst was die Pros und Cons sein könnten.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Eine interessante Frage, die ich mir zurzeit auch stelle. Dem Thread-Starter rate ich, sich einfach mal zu bewerben. Sollte er eine Zusage bekommen, kann er immer noch abwägen, ob er die Stelle annimmt oder nicht. Sollte er abgelehnt werden, hat er wenigstens ein paar Erfahrungen für die Zukunft gewonnen. Ein Bewerbungsprozess für eine Professur läuft ja doch etwas anders ab als für eine Stelle in der Wirtschaft.

Ich bin ein paar Jahre jünger als der Thread-Starter und habe auch entsprechend weniger Berufserfahrung. Allerdings erfülle ich mittlerweile die Mindestanforderungen an einen FH-Professor. Ob die am Ende ausreichen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Ausschlaggebend dürfte hierbei vorrangig die Qualität der anderen Bewerber sein. (In seltenen Fällen verzichten Hochschulen aber auch darauf, Stellen zu besetzen und warten lieber ab, ob sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht vielleicht doch ein besserer Bewerber findet.) Wie stark die Konkurrenz ist, hängt wahrscheinlich sehr vom Fachbereich ab. Für BWL bewerben sich wahrscheinlich weniger Leute als für Sozialpädagogik. Im BWL-Bereich auf eine Finance-Professur wahrscheinlich weniger Leute als auf eine Marketing-Professur. Eine Provinz-FH zieht wohl auch weniger Bewerber an als eine FH in Hamburg oder Köln.

Für eine Professur sprechen aus meiner Sicht die Möglichkeit, mit (jungen) Menschen arbeiten zu können, Spaß an der Lehre und die wissenschaftliche Tätigkeit. Letztere an der FH aufgrund des hohen Lehrpensums natürlich nur in eingeschränktem Umfang. Außerdem sind die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Urlaub, Selbstbestimmtheit) deutlich besser als in der freien Wirtschaft.

Allerdings habe ich auch gewisse Bedenken, ob ein Wechsel (zumindest zu einem derart frühen Zeitpunkt) schon richtig für mich ist. Mal davon abgesehen, dass nur wenige Jahre Praxis eher dünn sind, könnte ich mir vorstellen, dass die Lehre nach einigen Jahren doch irgendwann langweilig wird. Anstatt in den Sphären der kaum lösbaren Spezialfälle unterrichtet man an der FH doch eher Grundlagen (an der Uni übrigens auch). Die Professsoren-Besoldung ist ebenfalls recht bescheiden und liegt schon deutlich unterhalb meines derzeitigen Gehalts (netto!). Die Tatsache, dass in der freien Wirtschaft noch deutliches Entwicklungspotential besteht, während die Professoren-Besoldung faktisch stagniert, darf man dabei auch nicht vernachlässigen.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Hier der TE.

Mal mein Kommentar zu den Beiträgen vom 24.11. und von heute (28.12.):

Zum 24.11.:
Woher weißt Du denn, was mein Profil ist? Im Eröffnungsbeitrag (ich denke mal, das ist der einzige, den Du gelesen hast), habe ich lediglich mein Alter und meine Berufserfahrung dargelegt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man daraus meine Chancen auf eine FH-Professur ableiten kann. Aber vielleicht besitzt Du ja eine Glaskugel...

zum 28.12.:
Du bist "ein paar Jahre jünger" und erfüllst die Mindestanforderungen - daraus lese ich, dass Du ca. 33 bist, seit 3 Jahren arbeitest und inkl. der Unizeit die 5 Jahre Berufspraxis erfüllst. Sofern Du in Deutschland arbeitest, ist mir schleierhaft, wie Du auf deutlich über 4k netto pro Monat ("liegt schon deutlich unterhalb meines derzeitigen Gehalts (netto!)") kommst, nach 3 Jahren Arbeit abseits der Uni. Vielleicht möchtest Du Dich hierzu äußern?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Hallo TE,

bin der Poster vom 28.12.

Zunächst erachte ich 4k netto pro Monat für eine W2-Professur als zu hoch. Die Bruttobesoldung beläuft sich auf gut 5k pro Monat. Auch wenn man berücksichtigt, dass man als Beamter nicht in die Renten- und Arbeitslosenversicherung einzahlt, bleiben davon nur etwa 3,6k pro Monat übrig. Davon geht dann noch die private Krankenversicherung ab, die allerdings faktisch der Arbeitgeber zur Hälfte finanziert. Insgesamt bleiben dann aber nur noch 3,4k pro Monat übrig. Zwar gibt es noch allerhand Zulagen (sogar für Kinder und Heirat), allerdings dürfte man selbst damit nur schwerlich auf 4k netto pro Monat kommen. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren...

Ansonsten verdiene ich etwas mehr als 100k brutto im Jahr. Das macht mehr als 4,5k netto im Monat.

Damit beträgt die Netto-Gehaltsdifferenz schon gut 1k pro Monat bzw. mehr als 20 %. Selbst wenn die W2-Besoldung tatsächlich zu 4k netto führen würde, bestünde immer noch eine Differenz von gut 500 Euro. Das ist natürlich nur der Status Quo. Sehe grundsätzlich noch die Möglichkeit, deutlich mehr zu verdienen. Ob das jetzt notwendig ist, sei mal dahingestellt.

NB: Ich denke übrigens nicht, dass Deine Chancen auf eine Professur so schlecht stehen. Teilweise haben die FHs sogar Schwierigkeiten, überhaupt geeignete Bewerber zu finden. Natürlich wollen die am liebsten nur Überflieger mit 15 Jahren Berufserfahrung, aber für die gibt es bekanntlich auch noch andere Interessenten ;-)

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

@Vorposter:

Ich bin zwar nicht derjenige aus dem ersten Beitrag vom 28.12., aber weshalb sollte das Gehalt so unrealistisch sein? Ich bin aktuell auch auf Jobsuche und bin frisch promoviert. Die Einstiegsgehälter liegen zwischen 65k und 75k ? in IGM-Konzernen mit 35 h Woche. Bei einem wurde mir sogar ein 40 h Vertrag angeboten, was mir zu Beginn nochmals 14 % mehr Gehalt bringen würde. Nach drei Jahren halte ich 90-100k ? für möglich. Gleichzeitig möchte ich aber betonen, dass es sehr sportlich ist dies zu erreichen und sicherlich eine Ausnahme darstellen dürfte. Aber möglich ist es doch allemal. Viele Konzerne zahlen 13,8 oder mehr Gehälter und dann eben noch einen 40h-Vertrag und schon ist man dabei.

Allgemein möchte ich den Poster vom 28.12. ebenfalls beipflichten. Ich befinde mich selbst in der beruflichen Orientierungsphase und ich habe mich parallel zur Industrie auch für eine W1-Juniorprofessur beworben. Die Stagnation des Gehalts an der Universität und die fehlende Persepktive aufgrund von befristeten Verträgen sind allerdings zwei Argumente, die momentan dagegen sprechen. Aufgrund der Verbeamtung auf Zeit müsste ich mich zudem privat krankenversichern etc. Das sollte man alles mitberücksichtigen. Das W1 Gehalt stagniert drei Jahre lang bevor es nach der Evaluierung eine kleine Gehaltssteigerung von ca. 250 Euro gibt. Die Vergütung einer W1-Professur liegt bei ca. 4000 Euro brutto, was als Beamter netto in Stk. 1 ca. 3250 Euro macht, davon muss man dann noch die Krankenversicherung bezahlen.

Mir macht die Forschung an sich schon Spaß und auch die Lehre ist etwas ganz wunderbares, wo ich mich sehe, allerdings schrecken mich doch die Entwicklungsmöglichkeiten etwas ab und die Aufgaben, welche man zugeteilt bekommt sind denke ich auch nicht ohne! Man muss ja ne komplette Lehre aufbauen, Studenten betreuen, Gutachten schreiben und ganz nebenher natürlich auch noch forschen, d.h. publizieren und Forschungsgelder eintreiben. Das ganze dann noch in 40,1 h die Woche schaffen. Ich bin der Überzeugung, dass in die freien Wirtschaft die Bezahlung deutlich besser wäre, aber gleichzeitig wird man wohl immens an Freiheiten einbüßen. Das coolste an der Uni ist, dass man sein eigener Chef ist und als Professor kann einem kaum jemand reinreden oder in die Suppe spucken! Das darf man auch nicht unterschätzen.

Ich frage mal in die Runde: Wenn ihr die Mindestanforderungen erfüllt, wird ihr ja schon in der Industrie Fuß gefasst haben. Wie läuft es denn da? Kommt man da zurecht, als "Nerd" von der Uni oder hat man es eher schwer, weil man sich mit vielen "schwierigen" Charakteren herumärgern darf?

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

Allgemein möchte ich den Poster vom 28.12. ebenfalls
beipflichten. Ich befinde mich selbst in der beruflichen
Orientierungsphase und ich habe mich parallel zur Industrie
auch für eine W1-Juniorprofessur beworben. Die Stagnation des
Gehalts an der Universität und die fehlende Persepktive
aufgrund von befristeten Verträgen sind allerdings zwei
Argumente, die momentan dagegen sprechen. Aufgrund der
Verbeamtung auf Zeit müsste ich mich zudem privat
krankenversichern etc. Das sollte man alles
mitberücksichtigen. Das W1 Gehalt stagniert drei Jahre lang
bevor es nach der Evaluierung eine kleine Gehaltssteigerung
von ca. 250 Euro gibt. Die Vergütung einer W1-Professur liegt
bei ca. 4000 Euro brutto, was als Beamter netto in Stk. 1 ca.
3250 Euro macht, davon muss man dann noch die
Krankenversicherung bezahlen.

Mir macht die Forschung an sich schon Spaß und auch die Lehre
ist etwas ganz wunderbares, wo ich mich sehe, allerdings
schrecken mich doch die Entwicklungsmöglichkeiten etwas ab
und die Aufgaben, welche man zugeteilt bekommt sind denke ich
auch nicht ohne! Man muss ja ne komplette Lehre aufbauen,
Studenten betreuen, Gutachten schreiben und ganz nebenher
natürlich auch noch forschen, d.h. publizieren und
Forschungsgelder eintreiben. Das ganze dann noch in 40,1 h
die Woche schaffen. Ich bin der Überzeugung, dass in die
freien Wirtschaft die Bezahlung deutlich besser wäre, aber
gleichzeitig wird man wohl immens an Freiheiten einbüßen. Das
coolste an der Uni ist, dass man sein eigener Chef ist und
als Professor kann einem kaum jemand reinreden oder in die
Suppe spucken! Das darf man auch nicht unterschätzen.

Interessanter Beitrag, der allerdings nicht ganz das Thema trifft. Dem TE geht es um eine W2-Professur an einer FH. Du bewirbst Dich auf eine W1-Juniorprofessur an einer Uni. Das sind zwei ganz verschiedene Laufbahnen. Der W2-Professor ist und bleibt normalerweise sein ganzes Leben auf einer solchen Stelle. Hingegen ist die W1-Professur als Qualifikationsstelle im Hinblick auf eine spätere W3-Professur ausgelegt. Damit liegt auch der Fokus auf der Forschung, während der W2-Professor (FH) sich deutlich stärker auf die Lehre konzentriert. Der Wechsel von einer Junior-Professur auf eine FH-Professur dürfte übrigens kaum möglich sein, da Letztere Praxiserfahrung voraussetzt. Daher völlig unterschiedliche Laufbahnen...

Das Risiko ist bei einer W1-Professur/Juniorprofessur recht hoch, da man für sehr wenig Geld tätig wird und im Falle des Scheiterns die Jahre als Professor in der freien Wirtschaft meist nicht voll angerechnet bekommt. Umgekehrt ist die Chance der W3-Professur natürlich nicht zu verachten. An der Uni lebt es sich als Professor deutlich besser als an der FH. Weniger Lehrverantwortung, mehr Personal und bessere Bezahlung.

Letztlich solltest Du Dir die Frage stellen, wie wichtig Dir eine Professur ist und wie hoch Du Deine Chancen einstufst, nach der Zeit als Juniorprofessor eine "richtige" Professur zu ergattern.

Ich frage mal in die Runde: Wenn ihr die Mindestanforderungen
erfüllt, wird ihr ja schon in der Industrie Fuß gefasst
haben. Wie läuft es denn da? Kommt man da zurecht, als
"Nerd" von der Uni oder hat man es eher schwer,
weil man sich mit vielen "schwierigen" Charakteren
herumärgern darf?

Naja, schwierige Charakter gibt es an den Hochschulen auch genügend. Keine Besonderheit der freien Wirtschaft also ;-). Ansonsten kommt man als Promovierter in meinem Umfeld sehr gut an (Beratung).

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ist doch wohl in der freien Wirtschaft auch so, dass der Arbeitgeber ungefähr die Hälfte des Krankenkassenbeitrags übernimmt?

Lounge Gast schrieb:

Hallo TE,

bin der Poster vom 28.12.
Davon geht dann noch die private Krankenversicherung ab, die allerdings faktisch der Arbeitgeber zur Hälfte finanziert.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

Ist doch wohl in der freien Wirtschaft auch so, dass der
Arbeitgeber ungefähr die Hälfte des Krankenkassenbeitrags
übernimmt?

Das stimmt. Bei Beamten übernimmt der Dienstherr (Bund, Land, Kommune) allerdings einen Großteil der Kosten im Krankheitsfall (Beihilfe). Dadurch zahlen Beamte meistens nur sehr niedrige Beiträge für die private Krankenversicherung.

Wenn man also 5000 Euro brutto verdient, gehen beim Angestellten zB noch 600 Euro für die Krankenversicherung weg, wobei 300 der Arbeitgeber und 300 der Arbeitnehmer zahlt. Macht dann noch 4400 Euro. Der Beamte zahlt alles selbst, aber insgesamt evtl. nur 300 Euro. Da bleiben 4700 Euro netto übrig.

Ansonsten ist die Krankenversicherung für Beamte hier sicher nicht Diskussionsgegenstand.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

OK, erstmal danke für die Rückmeldung @28.12.

Hier nochmal der TE. Falls Du wirklich 100k verdienst in Deutschland nach 3 Jahren BE, dann kann Dir niemand ernsthaft raten, eine W2 Professur anzutreten.

Als langjähriger Leser / Schreiber in diesem Forum weiß ich leider nur allzu gut, dass meistens eine Art "Beißreflex" ausgelöst wird, sobald man ein Gehalt bzw. einen Gehaltsvergleich postet. Deshalb war es mir wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen.

Kurz zur Sache: wie man z.B. auf
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/nw?id=beamte-nrw&g=W_2&s=2&f=1&z=100&zulage=&stj=2015&stkl=1&r=0&zkf=
nachlesen kann, ist das Netto eines W2-Profs 3.880 Euro, VOR Abzug der PKV, allerdings auch OHNE Berücksichtigung von Zulagen. Zulagen werden aber immer gewährt (sei es der familienzuschlag, der Berufungszuschlag, der Leistungszuschlag etc.). Ich denke, auch ohne die genaue Höhe zu wissen, kann man hier von ein paar Hundert Euro ausgehen, sodass sich ein Nettoverdienst von (meinetwegen knapp) 4k pro Monat ergibt.

Wie gesagt, wenn jemand hier in Deutschland bereits mit 3 Jahren BE schon 100k+ verdient, dann ist diese Option uninteressant für ihn - denn er dürfte nach 10 Jahren BE ja 150k+ verdienen.
Ich persönlich merke allerdings (nach knapp 5 Jahren BE), dass ich mit (meinetwegen knapp) 4k netto und einem selbstbestimmten Job mehr als zufrieden wäre, da es deutlich mehr ist als mein jetziges Gehalt. Aber es ging mir von Anfang an nicht nur um das Gehalt, sondern auch darum, dass man selbstbestimmt arbeiten kann, echte Zeitautonomie hat und am Ende des Tages auch das Gefühl, etwas Sinnvolles gemacht zu haben.

Zum 4. Poster vom 28.12. (der mit "@Vorposter" beginnt):
75k bei 35h-Woche und nach 3 Jahren 100k. Ich war ja auch mal frisch promoviert und habe sowas geglaubt. Ohne selbst in den Beißreflex zu verfallen, rate ich Dir mal, folgendes Gedankenexperiment anzustellen: Was glaubst Du, was Du nach 8 Jahren verdienst? Oder nach 10 Jahren?
Nach Deiner Logik müssten das ja 150k+ sein bei 35h. Merkst Du nicht vielleicht selber, dass da was nicht stimmen kann?

Letztens war ein Thread aktuell, in dem ein Promovierter (Quant) nach 3 Jahren seine erste Teamleiterstelle antreten sollte (ggf. noch zu finden unter dem Suchwort "Risikomanagement" in der Forensuche, falls es interessiert). Da war jemand auch auf dem Boden der Tatsache angelangt, denn die Quintessenz war: Kein Arbeitszeitkonto mehr, 75k inkl. Bonus. Das bei Personalverantwortung und nach 3 Jahre BE.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich gebe dir Recht, dass mein Weg mit der W1-Juniorprof. ein anderer sein wird, als der des Threaderstellers. Ich wollte nur allgemein die Gehaltsentwicklungen etc. aufzeigen. Außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, ob es nicht sogar "Schlupflöcher" gibt, so dass man von einer W1 zu einer W2-Professur wechseln kann. Häufig liest man ja auch etwas von industrienahen Projekten, welche zwar an der Hochschule bearbeitet wurden, aber als Berufserfahrung für eine FH-Professur ausreichen würden. Man kann ja auch eine W2-Professur an der Universität erhalten, dann ist man eben kein Lehrstuhlinhaber. Die Frage ist nur, ob sich das ganze tatsächlich finanziell lohnt.

Ich bin mit deinem Beitrag völlig bei dir. Was mich so abschreckt, ist einfach das Risiko welches ich mit der W1-Professur eingehe. Wenn ich dann nicht mal im Ernstfall für eine W2-Professur an einer FH in Frage komme, dann ist es ein weiterer Nachteil den ich aktuell sehe. Ob ich im Falle des Scheiterns die Jahre als W1-Prof. angerechnet bekomme oder nicht wäre mir fast schon Schnuppe. Ich bin nämlich äußerst skeptisch, ob man mit Mitte 30 überhaupt noch in einen Konzern Anschluß findet...

Man darf auch nicht vergessen, welch eine Berufserfahrung Gleichaltrige haben, welche nach dem Master mit 26 oder nach Promotion mit ca. 30 Jahren ins Berufsleben eingestiegen sind. Das Risiko teile ich also vollkommen mit dir.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Bin noch mal der vom 28.12.

Lounge Gast schrieb:

OK, erstmal danke für die Rückmeldung @28.12.

Hier nochmal der TE. Falls Du wirklich 100k verdienst in
Deutschland nach 3 Jahren BE, dann kann Dir niemand ernsthaft
raten, eine W2 Professur anzutreten.

Aus rein finanzieller Sicht macht eine W2-Professur aus meiner Sicht natürlich kaum Sinn. Es gibt aber durchaus noch andere Aspekte in der Rechnung.

Kurz zur Sache: wie man z.B. auf
nachlesen kann, ist das Netto eines W2-Profs 3.880 Euro, VOR
Abzug der PKV, allerdings auch OHNE Berücksichtigung von
Zulagen. Zulagen werden aber immer gewährt (sei es der
familienzuschlag, der Berufungszuschlag, der
Leistungszuschlag etc.). Ich denke, auch ohne die genaue Höhe
zu wissen, kann man hier von ein paar Hundert Euro ausgehen,
sodass sich ein Nettoverdienst von (meinetwegen knapp) 4k pro
Monat ergibt.

Ok, hast natürlich recht. Ich habe mit 5k brutto gerechnet, was etwas niedrig war. Die W2-Besoldung unterscheidet sich offensichtlich extrem zwischen den Bundesländern. Brandenburg zahlt nur 4,7k brutto, andere hingegen 5,7k. In einigen Ländern gibt es je nach Erfahrungsstufe sogar fast 6k. Diese Unterschiede waren mir gar nicht bewusst ;-).

Wie gesagt, wenn jemand hier in Deutschland bereits mit 3
Jahren BE schon 100k+ verdient, dann ist diese Option
uninteressant für ihn - denn er dürfte nach 10 Jahren BE ja
150k+ verdienen.
Ich persönlich merke allerdings (nach knapp 5 Jahren BE),
dass ich mit (meinetwegen knapp) 4k netto und einem
selbstbestimmten Job mehr als zufrieden wäre, da es deutlich
mehr ist als mein jetziges Gehalt. Aber es ging mir von
Anfang an nicht nur um das Gehalt, sondern auch darum, dass
man selbstbestimmt arbeiten kann, echte Zeitautonomie hat und
am Ende des Tages auch das Gefühl, etwas Sinnvolles gemacht
zu haben.

Klar, ich habe jetzt schon +100k. Ich halte es auch nicht für abwegig, mittelfristig 150k oder 200k zu verdienen. Langfristig sind sogar noch höhere Gehälter möglich. Allerdings muss man das auch schaffen und wollen. Mit 37,5h die Woche kommt man nicht weit. Auch wenn ich fachlich (zumindest für meine kurze Berufserfahrung) wahrscheinlich sehr stark bin, erfordert der berufliche Erfolg am Ende aller Tage auch noch andere Eigenschaften (extreme Arbeitsbereitschaft, Härte) und eine Menge Glück. Bin mir nicht sicher, wie es bei mir um diese Eigenschaften bestellt ist und das "Glück" kann ich ohnehin nicht beeinflussen.
Zum Thema Arbeitseinsatz: Brauche zwar keine 35h oder 40h-Woche, 60h oder 70h sollten es aber auch nicht sein.
Zum Thema Härte: Bin zwar kein Weichei, aber auch kein "Meuchelmörder", der beim Kollegen am Stuhl sägt...
Spaß an der Arbeit sollte man zuletzt auch haben. Bringt ja nichts, wenn man sein Gehalt nur noch als Schmerzensgeld einstuft ;-).

Zum 4. Poster vom 28.12. (der mit "@Vorposter"
beginnt):
75k bei 35h-Woche und nach 3 Jahren 100k. Ich war ja auch mal
frisch promoviert und habe sowas geglaubt. Ohne selbst in den
Beißreflex zu verfallen, rate ich Dir mal, folgendes
Gedankenexperiment anzustellen: Was glaubst Du, was Du nach 8
Jahren verdienst? Oder nach 10 Jahren?
Nach Deiner Logik müssten das ja 150k+ sein bei 35h. Merkst
Du nicht vielleicht selber, dass da was nicht stimmen kann?

150k+ sind durchaus möglich, 35h sind ebenfalls nicht abwegig. Aber die Kombination aus beidem erscheint mir auch sehr unwahrscheinlich. Nach meiner Einschätzung sind die meisten Industriejobs bis ca. 80k noch recht entspannt. Darüber wird die Luft meist aber dünn und der Wind rauer.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

Ich gebe dir Recht, dass mein Weg mit der W1-Juniorprof. ein
anderer sein wird, als der des Threaderstellers. Ich wollte
nur allgemein die Gehaltsentwicklungen etc. aufzeigen.
Außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, ob es nicht sogar
"Schlupflöcher" gibt, so dass man von einer W1 zu
einer W2-Professur wechseln kann. Häufig liest man ja auch
etwas von industrienahen Projekten, welche zwar an der
Hochschule bearbeitet wurden, aber als Berufserfahrung für
eine FH-Professur ausreichen würden.

Das stimmmt. Die klassische Berufserfahrung lässt sich auch mitunter ersetzen, z.B. durch Projekte oder eine Habilitation. Wie großzügig die FHs bei der Anerkennung solcher Leistungen vorgehen, hängt natürlich von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt natürlich von der Qualifikation der Konkurrenten. Wenn die alle 15 Jahre in der Industrie gearbeitet haben, ist ein Entgegenkommen sicher weniger wahrscheinlich, als wenn du der einzige Kandidat bist.

Ich bin mit deinem Beitrag völlig bei dir. Was mich so
abschreckt, ist einfach das Risiko welches ich mit der
W1-Professur eingehe. Wenn ich dann nicht mal im Ernstfall
für eine W2-Professur an einer FH in Frage komme, dann ist es
ein weiterer Nachteil den ich aktuell sehe. Ob ich im Falle
des Scheiterns die Jahre als W1-Prof. angerechnet bekomme
oder nicht wäre mir fast schon Schnuppe. Ich bin nämlich
äußerst skeptisch, ob man mit Mitte 30 überhaupt noch in
einen Konzern Anschluß findet...

Man darf auch nicht vergessen, welch eine Berufserfahrung
Gleichaltrige haben, welche nach dem Master mit 26 oder nach
Promotion mit ca. 30 Jahren ins Berufsleben eingestiegen
sind. Das Risiko teile ich also vollkommen mit dir.

Ich kenne einige gescheiterte "Möchtegern-Profs" die alle noch ganz vernünftig untergekommen sind. Einer hat sogar nach dem Absprung Mitte/Ende 30 noch richtig Karriere gemacht. Ist aber sicher von Branche zu Branche verschieden.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Sorry, habe Deine Berechnung leider nicht verstanden. Wenn ein Angestellter brutto 5.000 hat und der Krankenkassenbeitrag 600 ist, dann zahlt der Arbeitgeber doch 300 und der Angestellte auch? also zahlt der Angestellte selbst nur 300? Die Beihilfe übernimmt bei ledigen Beamten ca. 50% der Kosten, sehr oft aber auch weniger. Die Summe aus Beihilfe und Leistung der privaten Krankenkasse ist normalerweise weniger als 100% des Rechnungsbetrags. Manchmal bleibt so ein großer Betrag übrig, den der Beamte selbst bezahlen muss. Beamter und Angestellter haben bei dem Beispiel jeder 300 Euro an die Krankenkasse als Beitrag zu bezahlen.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Ist doch wohl in der freien Wirtschaft auch so, dass der
Arbeitgeber ungefähr die Hälfte des Krankenkassenbeitrags
übernimmt?

Das stimmt. Bei Beamten übernimmt der Dienstherr (Bund, Land,
Kommune) allerdings einen Großteil der Kosten im
Krankheitsfall (Beihilfe). Dadurch zahlen Beamte meistens nur
sehr niedrige Beiträge für die private Krankenversicherung.

Wenn man also 5000 Euro brutto verdient, gehen beim
Angestellten zB noch 600 Euro für die Krankenversicherung
weg, wobei 300 der Arbeitgeber und 300 der Arbeitnehmer
zahlt. Macht dann noch 4400 Euro. Der Beamte zahlt alles
selbst, aber insgesamt evtl. nur 300 Euro. Da bleiben 4700
Euro netto übrig.

Ansonsten ist die Krankenversicherung für Beamte hier sicher
nicht Diskussionsgegenstand.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Kannst du mir etwas mehr von den Möchtegern Profs und ihren anschließenden Karrieren erzählen? Bei mir sieht es so aus, dass ich mich auf Fragen im Energiewirtschaftlichen Bereich konzentrieren müsste wobei ich eigentlich für die Automobilindustrie forschen möchte... Ich denke der Wechsel würde jetzt schon schwer werden. In ein paar Jahren jedoch unmöglich.

Außerdem würde mich der Begriff Karriere interessieren?! Sind die Bereichsleiter geworden im Konzern? Oder eher in einem KMU eingestiegen oder sich gar selbstständig gemacht? Ich würde als Alternative klar die Konzernkarriere bevorzugen.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

Kannst du mir etwas mehr von den Möchtegern Profs und ihren
anschließenden Karrieren erzählen? Bei mir sieht es so aus,
dass ich mich auf Fragen im Energiewirtschaftlichen Bereich
konzentrieren müsste wobei ich eigentlich für die
Automobilindustrie forschen möchte... Ich denke der Wechsel
würde jetzt schon schwer werden. In ein paar Jahren jedoch
unmöglich.

Außerdem würde mich der Begriff Karriere interessieren?! Sind
die Bereichsleiter geworden im Konzern? Oder eher in einem
KMU eingestiegen oder sich gar selbstständig gemacht? Ich
würde als Alternative klar die Konzernkarriere bevorzugen.

Hmmm, allzu breit möchte ich es hier im Forum nicht treten. Man weiß nie, wer hier alles reinschaut ;-).

Klassische Konzernkarrieren mit größerer Führungsverantwortung waren das definitiv nicht. Bereichsleiter im Großkonzern ist also keiner geworden. Sieht eher so aus, dass in dem Tätigkeitsfeld Fachwissen und Intelligenz gefragt sind. Darüber verfügen bekanntlich nur wenige Leute, sodass man in dem Tätigkeitsfeld mitunter auch untypische Lebenswege akzeptiert. Gehälter bei fast allen mittlerweile über 100k, bei einem vermutlich deutlich. Nur einer dürfte weniger haben. Der ist allerdings auch W2-Professor ;-). Bei dem frage ich mich allerdings, wo die drei Jahre Praxiserfahrung herkommen sollen...

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich frag mich immer, woher Leute sowas wissen.

Ich weiß nicht mal, was die Kollegen verdienen, die neben mir in der Abteilung sitzen und mit denen ich seit 4 Jahren zusammenarbeite.

Ansonsten: "Fachwissen und Intelligenz" ist eben _NICHT_ der Garant für eine Führungsposition (es gibt ohnehin keinen Garanten), sondern Netzwerk, Glück und Durchsetzungsvermögen.

Scheint mir nicht, als ob da jemand aus Erfahrung schreibt, sondern eher vom Hörensagen...

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Kannst du mir etwas mehr von den Möchtegern Profs und
ihren
anschließenden Karrieren erzählen?
(...)
Hmmm, allzu breit möchte ich es hier im Forum nicht treten.
Man weiß nie, wer hier alles reinschaut ;-).

Klassische Konzernkarrieren mit größerer
Führungsverantwortung waren das definitiv nicht.
Bereichsleiter im Großkonzern ist also keiner geworden. Sieht
eher so aus, dass in dem Tätigkeitsfeld Fachwissen und
Intelligenz gefragt sind. Darüber verfügen bekanntlich nur
wenige Leute, sodass man in dem Tätigkeitsfeld mitunter auch
untypische Lebenswege akzeptiert. Gehälter bei fast allen
mittlerweile über 100k, bei einem vermutlich deutlich. Nur
einer dürfte weniger haben. Der ist allerdings auch
W2-Professor ;-). Bei dem frage ich mich allerdings, wo die
drei Jahre Praxiserfahrung herkommen sollen...

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

Ich frag mich immer, woher Leute sowas wissen.

Ich weiß nicht mal, was die Kollegen verdienen, die neben mir
in der Abteilung sitzen und mit denen ich seit 4 Jahren
zusammenarbeite.

Naja, für bestimmte Positionen gibt es durchaus gewisse Bandbreiten, in denen sich das Gehalt bewegt.

Ansonsten: "Fachwissen und Intelligenz" ist eben
_NICHT_ der Garant für eine Führungsposition (es gibt ohnehin
keinen Garanten), sondern Netzwerk, Glück und
Durchsetzungsvermögen.

Scheint mir nicht, als ob da jemand aus Erfahrung schreibt,
sondern eher vom Hörensagen...

Es ging gerade nicht um Führungsposition à la Bereichsleiter, sondern um Positionen für Fachleute.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

(...)
Naja, für bestimmte Positionen gibt es durchaus gewisse
Bandbreiten, in denen sich das Gehalt bewegt.

Mit anderen worten: Hörensagen. Du weißt es also nicht.

(...)

Es ging gerade nicht um Führungsposition à la Bereichsleiter,
sondern um Positionen für Fachleute.

Positionen für Fachleute - alles klar. In der Tat gibt es dafür "gewisse Bandbreiten" - nämlich 20k - 200k.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Gibt es weitere Meinungen / Ansatzpunkte zur Ausgangs-Fragestellung?

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

(...)
Naja, für bestimmte Positionen gibt es durchaus gewisse
Bandbreiten, in denen sich das Gehalt bewegt.

Mit anderen worten: Hörensagen. Du weißt es also nicht.

(...)

Es ging gerade nicht um Führungsposition à la
Bereichsleiter,
sondern um Positionen für Fachleute.

Positionen für Fachleute - alles klar. In der Tat gibt es
dafür "gewisse Bandbreiten" - nämlich 20k - 200k.

Abgesehen davon, dass du das Thema für deinen Spam missbrauchst, ging es dem anderen Poster wohl um die Gehälter promovierter Betriebswirte und nicht um die Gehälter von Fachkräften für Raumpflege. Ansonsten füttere ich den Troll lieber nicht weiter...

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ach so, und jeder promovierte Betriebswirt verdient automatisch 100k?

Und diejenigen, die mit Ende 30 vor den Scherben ihrer Unikarriere stehen und in die Wirtschaft wechseln müssen (um die ging es in dem Beitrag), verdienen nochmal deutlich drüber?

Bitte erst die ganze Diskussion lesen, auf die hier Bezug genommen wird!

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

(...)
Naja, für bestimmte Positionen gibt es durchaus
gewisse
Bandbreiten, in denen sich das Gehalt bewegt.

Mit anderen worten: Hörensagen. Du weißt es also nicht.

(...)

Es ging gerade nicht um Führungsposition à la
Bereichsleiter,
sondern um Positionen für Fachleute.

Positionen für Fachleute - alles klar. In der Tat gibt es
dafür "gewisse Bandbreiten" - nämlich 20k -
200k.

Abgesehen davon, dass du das Thema für deinen Spam
missbrauchst, ging es dem anderen Poster wohl um die Gehälter
promovierter Betriebswirte und nicht um die Gehälter von
Fachkräften für Raumpflege. Ansonsten füttere ich den Troll
lieber nicht weiter...

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Um mal wieder von dem OT-Getrolle wegzukommen:

Wenn ich das richtig sehe, sind Deine einzigen Bedenken gegen eine Bewerbung auf eine FH-Professur, dass Du noch nicht so viel Berufserfahrung hast. Bist Du denn sicher, dass ein paar zusätzliche Jahre Berufserfahrung wirklich so viel helfen? Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen, dass man das meiste in den ersten zwei bis drei Jahren lernt. Wirklich große Unterschiede sehe ich dann erst wieder zu den Leuten, die deutlich mehr als zehn Jahre Berufserfahrung haben und daher für die Professur oftmals fast schon zu alt sind.

Lounge Gast schrieb:

Gibt es weitere Meinungen / Ansatzpunkte zur
Ausgangs-Fragestellung?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Danke für die Rückmeldung. Wie du aus meinem Eröffnungsthread lesen kannst, wäre ich mit 10 Jahren BE Anfang 40 - das ist doch nicht zu alt. Selbst mit 15 Jahren BE bin ich dann 46, als Professor wäre das immer noch "relativ jung".

Jemand, der 2 Jahre BE mitbringt, kann den Studenten zwar trotzdem was erzählen (geht schließlich um FH-Leute, die meist heutzutage auch direkt von der Schule an die FH gehen. Früher hatte man dort häufiger Leute, die nach mehreren Jahren BE studieren wollen.) - aus meiner Sicht kann so jemand aber nicht wirlich aus der Praxis berichten. Auch auf die Gefahr hin, dass hier gleich wieder der Shitstorm losbricht, in dem die 3-Jahre-MBB-Berater darlegen, dass ihre 3 Jahre soviel wert sind wie 30 Jahre Linienfunktion...

Was Du auch nicht unterschätzen darfst, ist das Netzwerk. Nach 3 Jahren kenne ich x Leute aus der Branche. Nach über 10 Jahren (und damit verbundenen zwei Unternehmenswechseln als Beispiel), kennst Du wahrscheinlich 5 bis 10 mal soviel Leute.

Deshalb ist aus meiner Sicht der "3-Jahre-BE-und-dann-FH-Professor-werden"-Lehrende nicht so gut geeignet wie jemand mit deutlich mehr BE. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit nur 3 Jahren BE Nebentätigkeiten in der Industrie knicken kann.

Lounge Gast schrieb:

Um mal wieder von dem OT-Getrolle wegzukommen:

Wenn ich das richtig sehe, sind Deine einzigen Bedenken gegen
eine Bewerbung auf eine FH-Professur, dass Du noch nicht so
viel Berufserfahrung hast. Bist Du denn sicher, dass ein paar
zusätzliche Jahre Berufserfahrung wirklich so viel helfen?
Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen, dass man das
meiste in den ersten zwei bis drei Jahren lernt. Wirklich
große Unterschiede sehe ich dann erst wieder zu den Leuten,
die deutlich mehr als zehn Jahre Berufserfahrung haben und
daher für die Professur oftmals fast schon zu alt sind.

Lounge Gast schrieb:

Gibt es weitere Meinungen / Ansatzpunkte zur
Ausgangs-Fragestellung?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

weitere Meinungen - schließlich ist nun schon 2017!

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich kenne FH Profs die nebenbei noch eigene Beratungsfirmen haben und damit sehr viel Geld verdienen. FH Prof ist eigentlich deren Nebenjob, des Prof Titels wegen und nebenbei sind sie Unternehmensberater und fakturiern wegen ihres Prof Titels gerne mal 2000-3000 Euro auf Prozessberatungsebene. Dank Semesterferien und Freiheit wie und was man in seinen Veranstalltungen macht, kann sich ein Prof das Leben schon bequem machen wenn er will. Dazu kommt das total sichere Grundeinkommen als Beamter + Pension, das fließt immer, selbst wenn die Selbständigkeit nebenbei nicht läuft. So eine Absicherung nach "unten" kombiniert mit diesen Verdienstchancen nebenberuflich hat sonst eigentlich keiner.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Naja, aber mehr als 120k macht das doch insgesamt auch nicht (auf Angestellten-Brutto-Sicht gerechnet)...

Lounge Gast schrieb:

Dazu kommt das total sichere
Grundeinkommen als Beamter + Pension, das fließt immer,
selbst wenn die Selbständigkeit nebenbei nicht läuft. So eine
Absicherung nach "unten" kombiniert mit diesen
Verdienstchancen nebenberuflich hat sonst eigentlich keiner.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

120k nach 5 Jahren BE als Dr.?

Das scheint aber ein bisschen mager...

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Für den typischen Wiwi Treff IB oder Tier1 UBler natürlich Witzbeträge. Man muss es aber mal so sehen. Um an einer FH Kleinklecklersheim Prof zu werden, bedarf es meist nicht soooo viel. Dafür hat man oft einen chilligen Job, überschaubare Verpflichtungen, viel Ferien, Pension, planbares Gehalt und nebenbei oft noch viel Zeit um nebenbei was zu machen.

Ein normaler Unternehmer hat diese Sicherheit nicht. Wenn sein Laden nciht läuft, verdient er eben nix. Der Prof hat immer noch sein planbares Grundeinkommen + Pension, dazu noch den Status als Prof, was gerade in der "Signaling" Welt der Beratung oft noch was zählt.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Hat jemand Erfahrung wie es aussieht nebenberuflich als Dozent zu lehren? Ich rede nicht von FHs sondern diesen privaten Titelschmieden a la BITS, ISM, etc?

Ist es finanziell attraktiv oder lohnt sich der Mehraufwand nicht?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Naja, so gering sind die Anforderungen an einen FH-Prof dann auch nicht. Nur wenige Wiwis promovieren, sodass auch nur entsprechend wenige als FH-Prof in Betracht kommen. Die promovierten Wiwis sind meist auch deutlich intelligenter als der Durchschnitt. UB und IB sind zwar auch keine Berufe für Volltrottel. Gleichwohl steht dort aber eher der Fleiß im Vordergrund und weniger der Verstand.

Lounge Gast schrieb:

Für den typischen Wiwi Treff IB oder Tier1 UBler natürlich
Witzbeträge. Man muss es aber mal so sehen. Um an einer FH
Kleinklecklersheim Prof zu werden, bedarf es meist nicht
soooo viel.

Da stimme ich Dir zu.

Dafür hat man oft einen chilligen Job,
überschaubare Verpflichtungen, viel Ferien, Pension,
planbares Gehalt und nebenbei oft noch viel Zeit um nebenbei
was zu machen.

Ein normaler Unternehmer hat diese Sicherheit nicht. Wenn
sein Laden nciht läuft, verdient er eben nix. Der Prof hat
immer noch sein planbares Grundeinkommen + Pension, dazu noch
den Status als Prof, was gerade in der "Signaling"
Welt der Beratung oft noch was zählt.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Mein Kumpel (33 J.; verheiratet; 2 kleine Kinder) ist seit knapp einem Jahr als Professor an einer Hochschule tätig. Vorher war er 6 Jahre bei einer kleinen Prozess-UB und hat nebenher promoviert.

Für ihn war es "die beste Entscheidung seines Lebens", da er nun morgens und abends (teilweise auch mittags) seine Kinder sehen kann. Auch gehaltstechnisch musste er keine Einbußen hinnehmen: Vorher verdiente er ca. 4500? netto und nun ebenfalls ca. 4500? netto (inkl. privater Familienversicherung) im Monat. Wohlgemerkt hat sich seine wöchentliche Arbeitszeit von früher 50-60h auf 20-25h halbiert. Zusätzliche Tätigkeiten/Verantwortungsbereiche an der Hochschule ,ohne viel Aufwand, bringen ihm im kommenden Semester nochmals ein "paar hundert ?" an Zulagen im Monat ein. Ebenfalls hat er gute Kontakte um als freiberuflicher Prozessberater für einen relativ niedrigen Tagessatz von ca. 600? den ein oder anderen Tag in der Woche zu arbeiten.
All das könnte ich mir mehr und mehr auch für mich vorstellen. Ich bin selber Berater in der gleichen UB, nur ein paar Jahre jünger, aber auch verheiratet, jedoch ohne Kinder (wird dran gearbeitet). Die nächste Hürde wäre jetzt die nebenberufliche Promotion entweder in Deutschland oder an einer Uni in UK.

Gerne würde ich hier weitere Erfahrungsberichte lesen, spezielle bzgl. Wechsel von UB > Hochschule!

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Das ist interessant. Ist er an einer Staatlichen FH oder an einer privaten?

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WiWi Gast

Dauer einer berufsbegleitenden Promotion?

Wie lange muss man den ca. für eine berufsbegleitende Promotion einplanen?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Schwer zu sagen. Was ich so mitbekommen habe kann es in Deutschland relativ fix gehen (2-4 Jahre). In UK soll der PhD etwas aufwendiger sein (4-6 Jahre).

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Welche Optionen gibt es denn für eine berufsbegleitende Promotion?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Seit wann gibt es in UK berufsbegleitende Promotionen?!

Lounge Gast schrieb:

Schwer zu sagen. Was ich so mitbekommen habe kann es in
Deutschland relativ fix gehen (2-4 Jahre). In UK soll der PhD
etwas aufwendiger sein (4-6 Jahre).

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Bei einer berufsbegleitenden Promotion gibt es zunächst zwei Hürden zu nehmen:

1) Du musst einen Prof. finden, der Dich betreut. Da Du nicht für ihn am Lehrstuhl arbeitest, hat er von Dir tendenziell wenig. Daher haben viele Professoren eine gewisse Abneigung gegen externe Doktoranden. Zudem versuchen auch einige Universitäten den externen Doktoranden durch Graduate Schools das Leben schwer zu machen.

2) Du musst einen Arbeitgeber finden, der Dir Zeit für Deine Promotion gibt. Nur am Wochenende schafft man es nicht. Interessierte Arbeitgeber bieten meist zwei Modelle an. Entweder Teilzeitverträge, bei denen Du zB nur drei Tage die Woche im Büro ist oder Teilzeitverträge, bei denen sich Praxisphasen und Freistellung abwechseln. Viele Arbeitgeber neigen leider dazu, sich nicht so ganz an die getroffenen Vereinbarungen zu halten.

Die Abbrecherquote bei externen Doktoranden ist nach meiner Erfahrung sehr hoch. Das liegt zum einen daran, dass oft weniger Zeit zur Verfügung steht, zum anderen daran, dass die besseren Absolventen eher am Lehrstuhl promovieren.

Vor dem Hintergrund "FH-Professur" hat eine externe Promotion Vor- und Nachteile. Als Vorteil erweist sich, dass man die Praxiszeit schneller zusammenhat (5 Jahre Berufserfahrung, davon mindestens 3 außerhalb der Hochschule). Nachteilig ist, dass man das System "Hochschule" nur als Student, nicht aber als Dozent kennt und man daher auch keine Erfahrung im Unterrichten hat.

Lounge Gast schrieb:

Welche Optionen gibt es denn für eine berufsbegleitende
Promotion?

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

D.h., er hat bei StKl 3 mit 2 Kindern ca. 5k im Monat bei einer 25h-Woche?

Das hört sich nett an...

Lounge Gast schrieb:

Mein Kumpel (33 J.; verheiratet; 2 kleine Kinder) ist seit
knapp einem Jahr als Professor an einer Hochschule tätig.
Vorher war er 6 Jahre bei einer kleinen Prozess-UB und hat
nebenher promoviert.

Für ihn war es "die beste Entscheidung seines
Lebens", da er nun morgens und abends (teilweise auch
mittags) seine Kinder sehen kann. Auch gehaltstechnisch
musste er keine Einbußen hinnehmen: Vorher verdiente er ca.
4500? netto und nun ebenfalls ca. 4500? netto (inkl. privater
Familienversicherung) im Monat. Wohlgemerkt hat sich seine
wöchentliche Arbeitszeit von früher 50-60h auf 20-25h
halbiert. Zusätzliche Tätigkeiten/Verantwortungsbereiche an
der Hochschule ,ohne viel Aufwand, bringen ihm im kommenden
Semester nochmals ein "paar hundert ?" an Zulagen
im Monat ein. Ebenfalls hat er gute Kontakte um als
freiberuflicher Prozessberater für einen relativ niedrigen
Tagessatz von ca. 600? den ein oder anderen Tag in der Woche
zu arbeiten.
All das könnte ich mir mehr und mehr auch für mich
vorstellen. Ich bin selber Berater in der gleichen UB, nur
ein paar Jahre jünger, aber auch verheiratet, jedoch ohne
Kinder (wird dran gearbeitet). Die nächste Hürde wäre jetzt
die nebenberufliche Promotion entweder in Deutschland oder an
einer Uni in UK.

Gerne würde ich hier weitere Erfahrungsberichte lesen,
spezielle bzgl. Wechsel von UB > Hochschule!

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Weiß jemand zufällig wie das Gehalt an privaten FHs im Angestelltenverhältnis aussieht? Oftmals steht in Stellenausschreibungen "W2-Äquivalent". Frage wäre jetzt brutto oder netto? Brutto wäre natürlich nicht so attraktiv.
Gleiches betrifft die SWS - An einer staatlichen max. 18 Std und an einer privaten?

Es wird immer davon gesprochen das FHs händeringend Professoren suchen. Im Bereich Wing/WIWI sind das aber zu 80% private Institutionen.

Mit privaten FHs meine ich eher die größeren, bereits "etablierten" wie Fresenius, Cologne Busines School, ISM, Steinbeis, Munich Business School etc.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Gehaltsangaben sind doch immer brutto.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich selbst bin Professor für Mathematik (Informatikfakultät FH). Obwohl es eine relativ kleine Hochschule ist und der Ort auch im Vergleich zu anderen Städten nicht viel zu bieten hat, gibt es für eine Professur im Bereich Mathematik für Informatiker ca. 50 Bewerbungen auf eine Stelle. Damit will ich sagen, so leicht wie viele denken, ist der Wechsel aus der Industrie nicht, da es selbst an den kleineren FH's viele Bewerber auf eine Professur gibt.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job, Gehalt W2

Leider zahlen die meisten privaten Hochschulen nur ein W2-Brutto-Äquivalent. Die gewählte Formulierung ist daher nur eine schlechte Werbung. Für 60-70k würde ich jedenfalls nicht an eine Hochschule gehen. Das Beamtengehalt entspricht hingegen eher 80-90k in der freien Wirtschaft. Nicht unbedingt viel, aber zumindest nicht total schlecht.

Arbeitszeiten sollen dem Vernehmen nach auch etwas schlechter sein als an den staatlichen Hochschulen. Wobei die Unterschiede da meist nicht gravierend sind. Im Vergleich zu einem "normalen" Job verbessert man sich auch an der privaten Hochschule.

Lounge Gast schrieb:

Weiß jemand zufällig wie das Gehalt an privaten FHs im
Angestelltenverhältnis aussieht? Oftmals steht in
Stellenausschreibungen "W2-Äquivalent". Frage wäre
jetzt brutto oder netto? Brutto wäre natürlich nicht so
attraktiv.
Gleiches betrifft die SWS - An einer staatlichen max. 18 Std
und an einer privaten?

Es wird immer davon gesprochen das FHs händeringend
Professoren suchen. Im Bereich Wing/WIWI sind das aber zu 80%
private Institutionen.

Mit privaten FHs meine ich eher die größeren, bereits
"etablierten" wie Fresenius, Cologne Busines
School, ISM, Steinbeis, Munich Business School etc.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Was soll man in einem Forum, in dem es explizit immer nur um das Geld geht, schon dazu schreiben?

Ihr verdient weniger als im normalen (nicht-FH-)Job, also warum wollt ihr hin?

Zum Thema Anzahl der Bewerbungen: In der Tat - es ist nicht so, dass euch jede FH mit Kusshand nimmt, nur weil ihr promoviert seid und nun frustriert im Industriejob hängt.

Im BWL-Bereich sind es in den "netten", also größeren Städten, auch gerne mal 100 Bewerbungen pro Stelle. Natürlich sind da auch viele dabei, die die formalen Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen (keine Promotion, v.a. keine Berufserfahrung außerhalb der Hochschule), aber auch unter den restlichen gibt es einen Haufen Leute, die einfach nur ihren Uni-Alltag vermissen und glauben, durch eine FH-Professur kehre diese zurück.

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WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Nicht nur in der großen Städten gibt es 100 Bewerbungen auf eine Stelle. Von Kollegen habe ich schon mitbekommen, dass auf beliebtere Fächer, vor allem im BWL Bereich bei uns auch schon 100-150 Bewerbungen kommen und wir sind bei weitem noch keine große Stadt, die viel zu bieten hätte.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Aber ich habe auch Kollegen, die keine Promotion haben, aber trotzdem Professor geworden sind. Liegt aber daran, dass diese Personen in ihren Diplomarbeiten bereits als erster Mensch weltweit etwas bewiesen haben o.Ä. und sie somit auch ohne genommen wurden.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ja, ganz bestimmt hast Du das.

Und ich hab Arbeitskollegen mit einem IQ von 210, die aber lieber ppt erstellen und sich vom Chef rumschubsen lassen.

Außerdem sind 3 Kollegen Milliardäre, die aber gerne als Sachbearbeiter arbeiten für 2k brutto im Monat.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ich hatte auch (FH) Professoren, welche keinen Doktor hatten.

Bin aber Wirt. Ing. und die Profs ohne Dr. hatte ich ausnahmslos nur in technischen Fächern.
Auf ihrem Gebiet waren das halt aber absolute Brains; einer hatte z.B. auf seinem Gebiet technische Pionierarbeit geleistet und auch als Unternehmer erfolgreich. Da hatte eben auch schon der Dipl. Ing. als Voraussetzung gereicht.

Bei den BWL Fächern hatten ausnahmslos alle Profs einen Dr und viele auch Aufenthalte in Harvard, Cambridge oder waren Partner bei größeren UB. Die Voraussetzungen scheinen da deutlich ?höher? zu liegen.

Aber BWL kann eben auch jeder, der halbwegs Grips hat und entsprechend Fleiß an den Tag legt. Bei Technik kommt man nur mit Fleiß nicht weiter, zumindest in der Forschung nicht.

Lounge Gast schrieb:

Ja, ganz bestimmt hast Du das.

Und ich hab Arbeitskollegen mit einem IQ von 210, die aber
lieber ppt erstellen und sich vom Chef rumschubsen lassen.

Außerdem sind 3 Kollegen Milliardäre, die aber gerne als
Sachbearbeiter arbeiten für 2k brutto im Monat.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Ganz interessante Informationen zur Bewerberlage bei FH-Professuren liefert die folgende Untersuchung:

http://www.dzhw.eu/pdf/pub_brief/dzhw_brief_01_2017.pdf

In den Wirtschaftswissenschaften kommen auf eine Professur im Schnitt 23,5 Bewerbungen. Einige dieser Bewerbungen darf man natürlich nicht zählen, da die Kandidaten nicht einmal die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Gleichwohl ist die Konkurrenz offenkundig erheblich. Der Einstieg bei UB/IB dürfte wohl leichter sein...

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Was hier eine echte "Sauerei" ist:

unter den untersuchten über 16.000 Bewerbungen für eine FH-Professur hatten wohl knapp die Hälfte keine außerhochschulische Berufserfahrung.

Dennoch heißt es weiter, dass nur 29% wegen formaler Gründe nicht berücksichtigt werden konnten.

Im Klartext heißt das also: Durch Netzwerken werden auch bestehende, in Gesetzen formulierte Anforderungen umgangen. Denn in den Hochschulpersonalgesetzen steht eindeutig drin, dass "mindestens 3 Jahre der Berufserfahrung außerhalb des Hochschulbereiches" erbracht sein müssen.

Lounge Gast schrieb:

Ganz interessante Informationen zur Bewerberlage bei
FH-Professuren liefert die folgende Untersuchung:

http://www.dzhw.eu/pdf/pub_brief/dzhw_brief_01_2017.pdf

In den Wirtschaftswissenschaften kommen auf eine Professur im
Schnitt 23,5 Bewerbungen. Einige dieser Bewerbungen darf man
natürlich nicht zählen, da die Kandidaten nicht einmal die
gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Gleichwohl ist die
Konkurrenz offenkundig erheblich. Der Einstieg bei UB/IB
dürfte wohl leichter sein...

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

20 Bewerbungen auf eine Stelle sind zwar nicht ganz wenig, aber auch nicht unglaublich viel, wenn davon noch ein Drittel aus formalen Gründen wegfällt, dann finde ich die Bewerberzahlen überschaubar.
Vor allem in den Ingenieurwissenschaften sind es wohl noch weniger.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

Naja, wir suchen auch promovierte BWLer und sind schon froh, wenn sich überhaupt jemand bewirbt.

Die meisten Bewerbungen auf Professuren dürften zudem ernst gemeint sein. In der freien Wirtschaft bewerben sich viele Leute nur, um ihren Marktwert zu prüfen. Außerdem bewerben sich die Kandidaten gerne auf mehrere vergleichbare Stellen. Hingegen werden nur wenige Professuren ausgeschrieben. Da nimmt man als Bewerber, was man eben kriegen kann.

Lounge Gast schrieb:

20 Bewerbungen auf eine Stelle sind zwar nicht ganz wenig,
aber auch nicht unglaublich viel, wenn davon noch ein Drittel
aus formalen Gründen wegfällt, dann finde ich die
Bewerberzahlen überschaubar.
Vor allem in den Ingenieurwissenschaften sind es wohl noch
weniger.

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

weitere Meinungen, bitte

antworten
WiWi Gast

Re: FH BWL-Professor vs. normaler Job

WiWi Gast schrieb am 17.08.2017:

weitere Meinungen, bitte

Ich will diesen älteren thread einmal beleben. Hat jemand hier im Forum kürzlich so einen Wechsel durchgeführt oder Informationen darüber?

antworten

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