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WissenschaftskarriereBWL-Professor

Deutschlands jüngster Professor für Betriebswirtschaft

Anfang Oktober hat der 27-jährige Prof. Dr. Dr. Georg Schneider den Ruf an die Universität Paderborn angenommen, an der er den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Externes Rechnungswesen übernommen hat.

Ein Feldhase, der sich putzt.

Deutschlands jüngster Professor für Betriebswirtschaft
Paderborn, 30.10.2007 (idw) - Anfang Oktober hat der 27-jährige Prof. Dr. Dr. Georg Schneider den Ruf an die Universität Paderborn angenommen, an der er den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Externes Rechnungswesen übernommen hat. Damit ist er zugleich der jüngste Professor, der jemals einen Lehrstuhl an der Universität Paderborn innehatte.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Prof. Schneider liegt im Schnittfeld von Mathematik, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft. Seine interdisziplinäre Ausrichtung zeigt sich daran, dass er in zwei dieser Fächer promoviert hat: Im Anschluss an ein in Rekordzeit absolviertes Diplomstudium der Mathematik an der Universität Wien promovierte er in diesem Fach bereits im Alter von 22 Jahren mit einer Arbeit aus dem Bereich der Komplexen Analysis. Für seine Dissertation »The d-bar Neumann problem and Spaces of Holomorphic Functions« erhielt er die vom Präsidenten der Republik Österreich verliehene Auszeichnung »sub auspiciis praesidentis rei publicae«. Diese besondere und seltene Art der Promotion ist die höchstmögliche Auszeichnung von Studienleistungen in Österreich, die neben einer mit »Sehr gut« bewerteten Dissertation u.a. auch ein »Sehr gut« bei der Diplomarbeit sowie allen Diplomprüfungen voraussetzt.

Nach seiner Promotion war Schneider im Institut für Mathematik der Uni Wien als wissenschaftlicher Assistent tätig. 2003 wechselte er als Assistent an das dortige Institut für Betriebswirtschaftslehre. Seine Forschungsschwerpunkte bildeten die optimale Ausgestaltung von Entlohnungsschemata und die Leistungsbewertung von Managern. In diese Zeit fällt auch ein Aufenthalt in Stanford (USA), wo er 2004/05 als Visiting Scholar tätig war. Gleichzeitig arbeitete er an seiner zweiten Dissertation »Real Options, Residual Income and Information System Design«, in der es um die Bewertung von Realoptionen geht. Auch für sein Zweitstudium wurde er, im Alter von 25 Jahren, mit einer Promotion »sub auspiciis praesidentis rei publicae« ausgezeichnet. Damit ist er erst die vierte Person seit 1952, die für zwei Promotionen diese Auszeichnung erhielten. Zusätzlich zum Ehrenring der Republik Österreich, die mit einer Promotion »sub ausspiciis« regelmäßig verbunden ist, erhielt er für beide Dissertationen und seine Diplomarbeit außerdem je einen Würdigungspreis des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst.

Am Lehrstuhl für externes Rechnungswesen der Universität Paderborn setzt der jüngste Professor der Paderborner Hochschule nun seine wissenschaftliche Arbeit fort, wobei mikroökonomische Modelle auf Fragestellungen des Externen Rechnungswesens angewendet werden sollen. Konkret beschäftigt sich Prof. Schneider insbesondere mit der Bilanzierung von Investitionen, die mit Risiko verbunden sind. Schneider: »Hier möchte ich mit meiner Forschung dazu beitragen, die Theorie der Realoptionen mit der so genannten Agency Theorie zusammenzuführen.« Einen konkreten Anwendungsbezug seiner Arbeiten sieht Schneider u. a. im Rahmen der Diskussion um die Rechnungslegungsstandards für die Ölindustrie, die derzeit vor allem in den USA geführt wird.

An der Uni Paderborn und ihrer Fakultät für Wirtschaftswissenschaften lobt Prof. Schneider das freundliche Klima. Da er an seinem neuen Lehrstuhl seit dem Sommersemester im Rahmen einer Vertretungsprofessur tätig war, hatte Schneider, der sich hier von Anfang an persönlich wie auch wissenschaftlich zu Hause fühlte, bereits seit April die Möglichkeit, seine neue Wirkungsstätte kennen zu lernen. So sagt er auch mit einem Augenzwinkern, dass »ich nach einem halben Jahr in Paderborn bereits feststellen konnte, dass meine Mentalität gut mit der westfälischen harmoniert.«

 

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