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Betreuungsverhältnis an Universitäten verschlechtert sich weiter

An den deutschen Universitäten betreut ein(e) Professor(in) im Schnitt 60 Studierende. Zwar steigt die Zahl der Professoren an, die Zahl der Studierenden wächst jedoch in noch weit höherem Maße. Dadurch hat sich das Betreuungsverhältnis weiter verschlechtert.

Eine runde Wendeltreppe.

Betreuungsverhältnis an Universitäten verschlechtert sich weiter
Hannover, 09.01.2012 (his) - Diese aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes veröffentlichte die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ exklusiv in ihrer Januarausgabe als „Uni-Barometer 2011“. Demnach hat sich die Zahl der Universitätsprofessor(inn)en im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht von 24.270 auf 24.934 erhöht. Seit 2000 sind rund 1.000 Professuren hinzugekommen.

Mit dem Zuwachs bei den Studierendenzahlen konnten die Professorenzahlen allerdings nicht Schritt halten. Im Jahr 2010 waren ca. 1.503.840 Studierende an Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen immatrikuliert. Dies sind gut 55.220 mehr als 2009. Gegenüber dem Jahr 2000 stieg die Zahl der Studierenden um mehr als 160.000.

Damit hat sich das Betreuungsverhältnis an den deutschen Universitäten weiter verschlechtert. Im Durchschnitt liegt es bei 60 Studierenden je Professor(in). Im Jahr zuvor betreute ein(e) Professor(in) im Durchschnitt 59 Studierende, vor zehn Jahren waren es 56 Studierende.

Erheblich angestiegen ist mit der Umstellung auf die gestufte Studienstruktur die Zahl der Abschlussprüfungen an den Universitäten. Sie hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt und erreichte im Jahr 2010 mit 279.820 einen neuen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um mehr als 39.000. (tm)

 

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