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WissenschaftskarriereAbsage

Bewerbungsabsage für Professorenstelle: Bestgeeigneter Bewerber kann allenfalls Schadensersatz verlangen

War das Auswahlverfahren fehlerhaft können Bewerber Schadensersatz nach einer Ablehnung erhalten. Dafür muss der Bewerber niederlegen, dass er der bestgeeignete Bewerber war. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat im Fall einer zu vergebenen Professorenstelle gegen den Kläger entschieden.

Leerer Hörsaal mit Sprechblasen

Schadensersatzanspruch für abgelehnte Bewerber
Gemäß Art. 33 Abs. 2 GG hat jeder Deutsche nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amt (Bewerbungsverfahrensanspruch). Der Bewerbungsverfahrensanspruch besteht allerdings nur solange, wie die Stelle noch nicht besetzt ist. Mit der endgültigen Übertragung der Stelle auf den Mitbewerber geht der Anspruch unter. Der unterlegene Bewerber kann allenfalls Schadensersatz verlangen. Dies setzt voraus, dass bei ordnungsgemäßer Durchführung des Auswahlverfahrens ihm als Bestgeeignetem die Stelle hätte übertragen werden müssen.

Sachverhalt: Besteht Schadensersatzanspruch für den Bewerber?
Der Kläger hatte sich erfolglos um die öffentlich ausgeschriebene Stelle eines Professors an einer evangelischen Hochschule beworben. Diese ist eine staatlich anerkannte Körperschaft des öffentlichen Rechts in kirchlicher Trägerschaft. Ihr Personal wird allein aus Landesmitteln finanziert. Die Stelle wurde mit einer Mitbewerberin besetzt. Der Kläger verlangte, das Besetzungsverfahren zu wiederholen, hilfsweise, ihm Schadensersatz zu leisten.

Der Senat hat die abweisenden Entscheidungen des Arbeitsgerichts und Landesarbeitsgerichts bestätigt.

Die von den Vorinstanzen aufgeworfene Frage, ob eine staatlich anerkannte Fachhochschule in kirchlicher Trägerschaft an die verfassungsrechtlichen Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG gebunden ist, konnte der Senat offenlassen. Mit der endgültigen Besetzung der Stelle war das Auswahlverfahren beendet. Die Arbeitgeberin war nicht verpflichtet, das Verfahren zu wiederholen. Ein Schadensersatzanspruch bestand nicht, da der Kläger nicht geltend gemacht hat, dass er der bestgeeignete Bewerber gewesen sei.

Informationen zum Urteil Schadensersatz für Bewerber

Im Forum zu Absage

6 Kommentare

Absage IB M&A

WiWi Gast

TE: wie ist dein Profil?

2 Kommentare

Absage nach mündlicher Jobzusage

WiWi Gast

Folge deinem Herzen!

7 Kommentare

Bewertung Absage

WiWi Gast

Welchen Sinn soll es haben, jetzt auch Absagen zu interpretieren? Absage ist Absage, egal ob Einzeiler oder Roman. Ziel verfehlt ganz klar.

13 Kommentare

Versagt, wie damit umgehen?

WiWi Gast

Du bist seit 1,5 Jahren fertig mit dem Studium und wunderst dich, warum du als Berufsanfänger ohne relevante BE keine Chance auf dem Markt hast und warum deine selektive Auswahl von Premiumstellen nic ...

17 Kommentare

Absage - was tun?

MünchenIstTeuer

0rbit schrieb am 06.06.2019: Bei meinem Bereich meiner big4 ist mittlerweile der Plan für das Kalenderjahr praktisch erreicht (1-2 Stellen vielleicht noch Luft oder so) und wenn es keine Abgän ...

13 Kommentare

Absagen in der 2. runde wegen zu hohen Gehalt?

Brezel88

Nur aufgrund des Gehalts wird niemand abgelehnt bzw. wenn es komplett drüber ist, wird man gar nicht erst eingeladen oder e wird versucht zu handeln. Man sollte das immer aus Unternehmenssicht sehe ...

8 Kommentare

Nach Absage Stelle wieder offen

WiWi Gast

Dies ist die sicherste variante dir abzusagen, Es geht den Personalern auch darum nicht verklagt werden zu können. Stell dir mal vor es würde dir in der Absage tatsächlich dargelegt warum man sich geg ...

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