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Leistungen der Universitäten in Lehre und Forschung gestiegen

Zwei wichtige Leistungskennzahlen für Universitäten sind zwischen 2008 und 2010 flächendeckend gestiegen: die Zahl der Absolvent(inn)en je Wissenschaftler(in) sowie die Drittmittel je Professor(in). Die Positionen der Universitäten zueinander sind dabei weitgehend ähnlich geblieben.

Leistungen der Universitäten in Lehre und Forschung gestiegen
Hannover, 29.10.2012 (his) - Zwei wichtige Leistungskennzahlen für Universitäten sind zwischen 2008 und 2010 flächendeckend gestiegen: die Zahl der Absolvent(inn)en je Wissenschaftler(in) sowie die Drittmittel je Professor(in). Die Positionen der Universitäten zueinander sind dabei weitgehend ähnlich geblieben. Dies ist ein zentrales Ergebnis des neuen Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleichs (AKL) für Universitäten, den das HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) bereits zum siebten Mal vorlegt.

Die Auswertungen zeigen auch, dass der Übergang von traditionellen zu neuen Studienabschlüssen zwischen den Fächern und Fächergruppen unterschiedlich verläuft und sich auf deren Kennzahlen auswirkt.

Der AKL will ein möglichst umfassendes Bild über Ausstattung und quantitative Leistung von Universitäten bieten. Dazu gehört, stets mehrere Kennzahlen (und nicht nur eine einzige) im Zusammenhang zu vergleichen. Ein Beispiel hierfür ist die Gegenüberstellung von Absolvent(inn)en je Wissenschaftler(in) und Drittmitteln je Professor(in). Zwischen 2008 und 2010 sind beide Kennzahlen für die meisten Universitäten sowie in fast allen Fächergruppen gestiegen. Die Positionen der Universitäten zueinander sind dabei weitgehend ähnlich geblieben. Nur wenige Universitäten sind – bezogen auf den Mittelwert der jeweiligen Fächergruppe – 2010 ungünstiger positioniert als noch 2008. Zumeist ist dies auch nur eine relative Verschlechterung, da die Leistungskennzahl der einzelnen Universität häufig höher liegt als noch 2008, gleichzeitig aber der Mittelwert noch stärker gestiegen ist.

Beachtenswert ist der Einfluss, den der Übergang zu gestuften Abschlüssen auf die Absolventenquote hat. Die Steigerung der Absolventenquote in fast allen Fächergruppen ist auch durch „doppelte Jahrgänge“ alter und neuer Abschlüsse bedingt. Als einzige hat die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften einen leichten Rückgang der Absolventenquote von 2008 zu 2010 zu verzeichnen. Dieser ist durch einen (gegenüber anderen Fächergruppen überdurchschnittlich) starken Rückgang traditioneller Abschlüsse bedingt, was auf einen fortgeschrittenen Stand des Übergangs zum neuen Studiensystem in dieser Fächergruppe schließen lässt.

Solche Zusammenhänge erforschbar und nachvollziehbar zu machen, ist ein besonderes Merkmal des differenzierten und aufeinander abgestimmten AKL-Kennzahlensets. Ziel des AKL ist es, die Hochschulsteuerung durch eine valide Datenbasis empirisch zu fundieren. Dies wird durch ein kostenrechnerisch orientiertes Kennzahlensystem erreicht, das Kosten und Leistungen hochschul- und länderübergreifend vergleichbar darstellt. Die Kennzahlen stammen aus einer eigenen Erhebung und Aufbereitung von Daten durch HIS-HF. Am AKL sind die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein beteiligt. Länder und Hochschulen arbeiten eng mit HIS-HF in einer gemeinsamen Projektlenkungsgruppe zusammen. Im kommenden Jahr wird HIS-HF die Ergebnisse für die künstlerischen Hochschulen und die Fachhochschulen für das Jahr 2011 vorlegen.

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HIS:Forum Hochschule 12|2012

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