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Zahl der Professoren an deutschen Universitäten stagniert

Die Zahl der Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten stagniert. Da die Zahl der Studierenden zugleich in den letzten Jahren gestiegen ist, hat sich das Betreuungsverhältnis wieder verschlechtert.

Ein Stopschild an einer geschlossenen Jalousie.

Zahl der Professoren an deutschen Universitäten stagniert
Bonn, 10.01.2011 (destatis) - Die Zahl der Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten stagniert. Dies geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer Januarausgabe veröffentlicht hat. Da die Zahl der Studierenden zugleich in den letzten Jahren gestiegen ist, hat sich das Betreuungsverhältnis wieder verschlechtert.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, die die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ des Deutschen Hochschulverbands (DHV) in ihrer Januarausgabe exklusiv als „Universitätsbarometer 2010“ veröffentlichte, lehrten an den deutschen Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen im Jahr 2009 24.356 Professorinnen und Professoren. Dies sind 438 mehr als im Jahr zuvor (+ 1,8 %). Im Zehn-Jahres-Vergleich stagniert die Professorenzahl den Angaben zufolge nahezu: 1999 waren 24.205 Professor/inn/en an den deutschen Hochschulen tätig.

Da demgegenüber die Zahl der Studierenden an den Universitäten in den letzten Jahren gestiegen ist, hat sich das Betreuungsverhältnis wieder verschlechtert. Wie „Forschung & Lehre“ berichtet, lag es im Jahr 2009 bei durchschnittlich 59 Studierenden pro Professor/in. 2008 betreute ein/e Professor/in im Schnitt 58, 2007 57 Studierende. Vor zehn Jahren lag das Betreuungsverhältnis bei 55 Studierenden je Professor/in, 2003 erreichte es einen Höchststand von 62 Studierenden je Professor/in.

Ähnliche Entwicklungen werden auch aus anderen Ländern berichtet. So stagnierte in Österreich in den letzten fünf Jahren die Zahl der Professorinnen und Professoren an den Universitäten bei rund 2.200, während sich im gleichen Zeitraum die Studierendenzahlen um mehr als 25 % erhöhten. In der Folge hatte ein/e Professor/in 2005 durchschnittlich 99 Studierende zu betreuen, 2009 waren es bereits 124.

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