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LLM, StB, Jura

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Hi zusammen,
ich bräuchte mal einen anderen neutralen Blick auf die Dinge.

Ich bin bald mit meinem BWL-Bachelor in Münster fertig. Spaß gemacht hat mir das Studium nie wirklich, außer die Module rund um Recht und Steuern. Ich werde notentechnisch wahrscheinlich so im hinteren Mittelfeld landen.
Ich hab schon vor dem Abi eigentlich immer Jura studieren wollen, bin dann aber irgendwie davon abgekommen und hab mich nicht mehr dran getraut. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich gerne noch ein Jura Studium durchziehen würde (bin besten über alles informiert). Recht in allen Bereichen finde ich super interessant und die Motivation, noch ein langes Studium zu machen, habe ich. Ich habe auch keine Zweifel, dass ich Jura nicht bestehen kann. Manchmal kommen mir ein paar Zweifel, weil ich dann doch noch länger nicht im Arbeitsleben ankomme und keine Geld verdiene.

Eine Alternative wäre vielleicht einen Master im Bereich Steuern dranzuhängen und einen LLM zu machen und dann nach Praxis das StB-Examen abzulegen. Allerdings weiß ich nicht so genau, wie meine Chancen da überhaupt stehen, in ein entsprechendes Master-Programm reinzukommen und ob die Steuerberatungsgesellschaften mich aufgrund meiner nicht herausragenden Noten überhaupt einstellen wollen würden. Wie sind bei diesem Weg die Verdienstaussichten?

Ich weiß nicht so ganz, wie mein Weg aussehen soll und wäge das ganze gerade ab. Für ein Jura Studium spricht für mich ganz entscheidend, dass ich eben ein Volljurist wäre, und das im rechtlichen Arbeitsbereichen definitiv vorteilhafter wäre, ich aber trotzdem wirtschaftliche Kenntnisse durch das BWL-Studium hätte. Für Master und StB spricht, dass ich wahrscheinlich schneller im Arbeitsleben bin.

Wie seht ihr das?
Neue Anregungen oder Gedanken von euch wäre ich dankbar

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

auch mit einem schlechten Abschluss kannst du den Einstieg in die Steuerberatung finden. Dann machst du nach 3-4 Jahren deinen StB und keinen interessiert mehr dein Abschluss. Jura dauert locker nochmal 8 Jahre bis zu fertig bist...

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Bwl+ jura ist eine starke Kombi.

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WiWi Gast

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Wenn du wirklich Interesse daran hast lohnt es sich!

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WiWi Gast

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Die wesentlichen Vorteile von beiden Wegen hast du ja schon genannt. Ich stand vor inzwischen 9 Jahren vor einer ähnlichen Entscheidung (VWL-Bachelor) und habe noch Jura mit Schwerpunkt Steuerrecht angehängt. Jetzt werde ich in einer steuerrechtlich ausgerichteten Kanzlei anfangen und voraussichtlich noch den Steuerberater anhängen.
Der Nachteil bei Jura ist halt die lange Studiendauer und dass die Examina schwer "berechenbar" sind, sodass man am Ende womöglich nicht mit der Wunschnote abschließt (so ist es auch mir ergangen). Andererseits bekommt man eine sehr breite juristische Ausbildung, die natürlich auch bei einer Beschäftigung mit dem Steuerrecht vorteilhaft ist und mit gewissenhafter Vorbereitung ist es wahrscheinlich, dass man die Examina zumindest halbwegs solide abschließt. Nicht zu verachten ist auch, dass man als Rechtsanwalt schon steuerlich beraten darf, während man als Wiwi zwingend das StB-Examen bestehen muss (Durchfallquote von ca. 50 %). Als Rechtsanwalt kannst du immer noch den Fachanwalt für Steuerrecht ablegen, die Möglichkeit verbleibt dir als Wiwi natürlich nicht.

Zusammenfassend kann man Jura schon empfehlen, wenn man juristisch breit interessiert ist und bereit ist, die zwei Staatsexamina auf sich zu nehmen, was allerdings für viele eine harte und entbehrungsreiche Zeit bedeutet. Wenn du hingegen lieber schnell ins Berufsleben starten willst und dir der Anwaltstitel nicht wichtig ist, wäre wohl ein Master die bessere Wahl.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Ja, ein Volljurist darf steuerlich beraten, er kann es in der Regel aber nicht. Auch der Fachanwalt macht es nicht besser, da er in Anspruch und Tiefe in keinem Vergleich zum Steuerberater steht. Wenn man in die Steuerberatung will, sehe ich - als Berufsangehöriger - keine Vorteile noch Jura zu studieren, außer man will sich auf Verfahrensrecht spezialisieren.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ja, ein Volljurist darf steuerlich beraten, er kann es in der Regel aber nicht. Auch der Fachanwalt macht es nicht besser, da er in Anspruch und Tiefe in keinem Vergleich zum Steuerberater steht. Wenn man in die Steuerberatung will, sehe ich - als Berufsangehöriger - keine Vorteile noch Jura zu studieren, außer man will sich auf Verfahrensrecht spezialisieren.

+1
Die Frage, die ich mir außerdem stellen würde, ist, warum dir das Studium keinen Spaß gemacht hat. Ich habe tatsächlich BWL und Jura studiert und auch im Jura-Studium wirst du dich mit Dingen beschäftigen müssen, die dir keinen Spaß machen und dich quälen. Vielleicht bist du eher der Praktiker, aber das musst du für dich selbst rausfinden.

Für mich an deiner Stelle wäre wesentlich, wo du dich später im Arbeitsleben (unabhängig vom Zeitpunkt, wann du dort ankommst) mal siehst: im Bereich der Steuerberatung brauchst du zwingend den Steuerberater, wenn du ernstgenommen werden willst. Willst du dagegen in den öD oder zum Finanzgericht, dann ist das Jura-Studium fast unabdingbar. In der Industrie kommst du mit beidem gut klar und selbstständig kannst du dich de jure auch mit beidem machen, wobei de facto hier nur der Steuerberater hilft.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Ich bin’s, die das Thema eröffnet hat. Danke für eure Antworten!
Es ist so, dass ich mich generell für Recht an sich interessiere und mich auch durchaus für Dinge wie Rechtsphilosophie und -geschichte begeistern kann. Also ein breites Interesse für die verschiedenen Richtungen ist bei mir schon gegeben und ich dachte, dass ich das ja beruflich gesehen gut mit dem Gebiet Wirtschafts- und Steuerrecht verbinden kann, da mir das ja bei BWL schon Spaß gemacht hat.

Was mir keinen Spaß gemacht hat ist einfach dieses Gesamtwirtschaftliche „Paket“. Mir fällt auch kein Unternehmensbereich ein, in dem ich gerne im Unternehmen arbeiten würde, weswegen ich ja eben nur mit dem BWL Studium auch in Richtung StB gehen wollen würde. Der Aufwand beider Sachen, Jura sowie StB, sind mir durchaus bewusst. Ein paare enge Freunde studieren Jura, meine Mama ist StB. Daher hab ich etwas Einblick.

Ich hab auf jeden Fall Lust mich in alle Rechtsgebiete im Rahmen eines Jura Studiums einzuarbeiten. Mir ist durchaus bewusst, dass das Studium hart und brutal sein kann. Vielleicht würde mir aber auch der BWL Abschluss etwas Druck aus der Vorbereitung aus Staatsexamen nehmen.
Hast du mit dem VWL Bachelor vor deinem Jura Studium denn hinsichtlich Einstieg ins Berufsleben Vorteile zugeschrieben bekommen bei deinem Arbeitgeber?

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Du solltest erstmal klären, was du willst. Möchtest du in die Steuerberatung, dann fang nach dem Bachelor an, mach einen Master oder fang in Teilzeit in der Steuerberatung an und lass den Master nebenher laufen, bis du Examen machst. Jura macht - Interesse hin oder her - einfach überhaupt keinen Sinn, wenn du nicht Richter oder Anwalt werden willst, sondern steuerberatend tätig werden möchtest.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Der VWL-Bachelor war für meinen Berufseinstieg sicher ein nettes "Plus" rechtfertigt für sich genommen aber nicht den Zeitaufwand, zumal ich parallel zum Jurastudium noch einen Wirtschaftsrechtmaster absolviert habe. Im Nachhinein hätte ich gleich Jura studiert, hatte mich aber ursprünglich für VWL entschieden. Dir sollte aber bewusst sein, dass Rechtsphilosophie und Rechtsgeschichte im Jurastudium nur Randgebiete darstellen, die idR auch nicht examensrelevant sind.

Ein Vorteil des Jurastudiums ist m.E. neben der möglichen Doppelqualifikation als RA/StB eben die breite juristische Ausbildung und das Grundverständnis, was man diesbezüglich mitnimmt. Steuerrecht ist letztendlich eine "Querschnittsmaterie", man hat oft Vorfragen aus bzw. Bezüge zu anderen Rechtsgebieten. Außerdem hält man sich mehr Möglichkeiten offen, wenn man doch auch andere Rechtsgebiete interessant findet oder in den ÖD/zum Finanzgericht will.

Aber die anderen haben schon recht, notwendig ist ein Jurastudium für den Steuerberatertitel natürlich nicht und wahrscheinlich auch der längste Weg. Es gibt sowohl unter Wiwis als auch unter Juristen sehr gute Steuerberater. Von daher machst du mit einem Master auf jeden Fall auch nichts falsch und gehst den "direkten" Weg.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ja, ein Volljurist darf steuerlich beraten, er kann es in der Regel aber nicht. Auch der Fachanwalt macht es nicht besser, da er in Anspruch und Tiefe in keinem Vergleich zum Steuerberater steht. Wenn man in die Steuerberatung will, sehe ich - als Berufsangehöriger - keine Vorteile noch Jura zu studieren, außer man will sich auf Verfahrensrecht spezialisieren.

ein Rechtsanwalt darf steuerlich beraten. Ein Volljurist nicht. Ist es so schwer verschiedene Worte auseinander zu halten?

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Ja, ein Volljurist darf steuerlich beraten, er kann es in der Regel aber nicht. Auch der Fachanwalt macht es nicht besser, da er in Anspruch und Tiefe in keinem Vergleich zum Steuerberater steht. Wenn man in die Steuerberatung will, sehe ich - als Berufsangehöriger - keine Vorteile noch Jura zu studieren, außer man will sich auf Verfahrensrecht spezialisieren.

ein Rechtsanwalt darf steuerlich beraten. Ein Volljurist nicht. Ist es so schwer verschiedene Worte auseinander zu halten?

Jeder Rechtsanwalt, der beraten darf, ist auch ein Volljurist. Von daher ist deine Aussage, ein Volljurist dürfte nicht beraten, nicht besser.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Also wenn du tatsächlich die seltene Gabe besitzt Spaß am Steuerwesen zu haben würde ich dir auch ganz klar einen llm empfehlen, darauf folgend dann die Steuerberaterprüfung. Wenn du gut und fleißig bist wärst du frühstens in 6 Jahren Volljurist, wobei eher 7-7 1/2 realistisch sind (9 Semester Uni, halbes Jahr Wartezeit aufs Ref, 2 Jahre Ref).
In der Zeit kannst du anstatt Jura zu studieren bereits einen llm machen, erste Arbeitserfahrung sammeln, die Steuerberaterprüfung absolvieren oder sogar promovieren, sollte das denn dein Wunsch sein.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Ja, ein Volljurist darf steuerlich beraten, er kann es in der Regel aber nicht. Auch der Fachanwalt macht es nicht besser, da er in Anspruch und Tiefe in keinem Vergleich zum Steuerberater steht. Wenn man in die Steuerberatung will, sehe ich - als Berufsangehöriger - keine Vorteile noch Jura zu studieren, außer man will sich auf Verfahrensrecht spezialisieren.

ein Rechtsanwalt darf steuerlich beraten. Ein Volljurist nicht. Ist es so schwer verschiedene Worte auseinander zu halten?

Jeder Rechtsanwalt, der beraten darf, ist auch ein Volljurist. Von daher ist deine Aussage, ein Volljurist dürfte nicht beraten, nicht besser.

Zumal sie den Kern des Gesagten in keiner Weise ändert. Rechtsanwälte sind in der Regel Graupen im Steuerrecht und die meisten machen es aus diesem Grund auch nicht, weil sie es nicht verstehen, nichtmal auf allerniedrigstem Niveau. Da wäre der Steuerberater eher qualifiziert, im Schuld- oder Sachenrecht zu beraten, als der Rechtsanwalt im Steuerrecht.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Ja, ein Volljurist darf steuerlich beraten, er kann es in der Regel aber nicht. Auch der Fachanwalt macht es nicht besser, da er in Anspruch und Tiefe in keinem Vergleich zum Steuerberater steht. Wenn man in die Steuerberatung will, sehe ich - als Berufsangehöriger - keine Vorteile noch Jura zu studieren, außer man will sich auf Verfahrensrecht spezialisieren.

ein Rechtsanwalt darf steuerlich beraten. Ein Volljurist nicht. Ist es so schwer verschiedene Worte auseinander zu halten?

Jeder Rechtsanwalt, der beraten darf, ist auch ein Volljurist. Von daher ist deine Aussage, ein Volljurist dürfte nicht beraten, nicht besser.

Zumal sie den Kern des Gesagten in keiner Weise ändert. Rechtsanwälte sind in der Regel Graupen im Steuerrecht und die meisten machen es aus diesem Grund auch nicht, weil sie es nicht verstehen, nichtmal auf allerniedrigstem Niveau. Da wäre der Steuerberater eher qualifiziert, im Schuld- oder Sachenrecht zu beraten, als der Rechtsanwalt im Steuerrecht.

Da wären auch Haftungsfälle vorprogrammiert und dass die Versicherung bei so grober Fahrlässigkeit (ein RA ohne Expertise, der z.B. steuerlich gestaltet) zahlt, muss bezweifelt werden.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Der VWL-Bachelor war für meinen Berufseinstieg sicher ein nettes "Plus" rechtfertigt für sich genommen aber nicht den Zeitaufwand, zumal ich parallel zum Jurastudium noch einen Wirtschaftsrechtmaster absolviert habe. Im Nachhinein hätte ich gleich Jura studiert, hatte mich aber ursprünglich für VWL entschieden. Dir sollte aber bewusst sein, dass Rechtsphilosophie und Rechtsgeschichte im Jurastudium nur Randgebiete darstellen, die idR auch nicht examensrelevant sind.

Ein Vorteil des Jurastudiums ist m.E. neben der möglichen Doppelqualifikation als RA/StB eben die breite juristische Ausbildung und das Grundverständnis, was man diesbezüglich mitnimmt. Steuerrecht ist letztendlich eine "Querschnittsmaterie", man hat oft Vorfragen aus bzw. Bezüge zu anderen Rechtsgebieten. Außerdem hält man sich mehr Möglichkeiten offen, wenn man doch auch andere Rechtsgebiete interessant findet oder in den ÖD/zum Finanzgericht will.

Aber die anderen haben schon recht, notwendig ist ein Jurastudium für den Steuerberatertitel natürlich nicht und wahrscheinlich auch der längste Weg. Es gibt sowohl unter Wiwis als auch unter Juristen sehr gute Steuerberater. Von daher machst du mit einem Master auf jeden Fall auch nichts falsch und gehst den "direkten" Weg.

Darf ich fragen an welcher Uni du dann dein Jura Studium gemacht hast und ob du diese weiterempfehlen würdest?
Recht als Marterie finde ich grundsätzlich interessant, nicht nur Steuerrecht. Ich mag auch studieren an sich völlig okay und hätte selbst kein Problem noch 9 Semester zu studieren. Ich will nur nicht als ewiger Student abgestempelt werden, aber auch das kann mir im Grunde egal sein.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ich bin’s, die das Thema eröffnet hat. Danke für eure Antworten!
Es ist so, dass ich mich generell für Recht an sich interessiere und mich auch durchaus für Dinge wie Rechtsphilosophie und -geschichte begeistern kann. Also ein breites Interesse für die verschiedenen Richtungen ist bei mir schon gegeben und ich dachte, dass ich das ja beruflich gesehen gut mit dem Gebiet Wirtschafts- und Steuerrecht verbinden kann, da mir das ja bei BWL schon Spaß gemacht hat.

Was mir keinen Spaß gemacht hat ist einfach dieses Gesamtwirtschaftliche „Paket“. Mir fällt auch kein Unternehmensbereich ein, in dem ich gerne im Unternehmen arbeiten würde, weswegen ich ja eben nur mit dem BWL Studium auch in Richtung StB gehen wollen würde. Der Aufwand beider Sachen, Jura sowie StB, sind mir durchaus bewusst. Ein paare enge Freunde studieren Jura, meine Mama ist StB. Daher hab ich etwas Einblick.

Ich hab auf jeden Fall Lust mich in alle Rechtsgebiete im Rahmen eines Jura Studiums einzuarbeiten. Mir ist durchaus bewusst, dass das Studium hart und brutal sein kann. Vielleicht würde mir aber auch der BWL Abschluss etwas Druck aus der Vorbereitung aus Staatsexamen nehmen.
Hast du mit dem VWL Bachelor vor deinem Jura Studium denn hinsichtlich Einstieg ins Berufsleben Vorteile zugeschrieben bekommen bei deinem Arbeitgeber?

Du bringst die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jurastudium mit (Interesse am Studium und offenbar Talent, sonst hättest die BWL nicht abgeschlossen).

Ich würde Dir vorschlagen, Du machst ein ordentliches Jurastudium mit Schwerpunkt Steuerrecht und gehst danach in die Großkanzlei. Aus eigener Erfahrung (7 Jahre GK, nicht Steuerrecht), kann ich Dir sagen, dass dort Steuerrechtler immer gesucht werden und zwar fast unabhängig von den Noten (zwei mal befriedigend reicht). Und es geht als First Year mit 120k+ los.

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Ceterum censeo

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WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Zumal sie den Kern des Gesagten in keiner Weise ändert. Rechtsanwälte sind in der Regel Graupen im Steuerrecht und die meisten machen es aus diesem Grund auch nicht, weil sie es nicht verstehen, nichtmal auf allerniedrigstem Niveau. Da wäre der Steuerberater eher qualifiziert, im Schuld- oder Sachenrecht zu beraten, als der Rechtsanwalt im Steuerrecht.

Nanana, diese Aussage ist dann doch etwas überzogen. Natürlich ist der gemeine Jura-Absolvent nicht sogleich befähigt, die - zugegebenermaßen etwas spezielle - Anwendungen des deutschen Steuerrechts zu beherrschen, mit entsprechender Ausrichtung und Spezialisierung ist dies jedoch ohne weiteres möglich. Viele der herausragendsten Persönlichkeiten im Steuerrecht sind zudem lediglich Juristen (und keine Steuerberater).

Mir ist der andauernde Streit über die Deutungshoheit im Steuerrecht zwischen Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern ohnehin leicht zuwider, wird er doch ohne Erkenntnisgewinn und aus bloßer Animosität geführt - beide Fachrichtung sind geeignet für eine fundierte Ausbildung und bringen regelmäßig exzellente Persönlichkeiten hervor.
Liebe Grüße

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Eben, zumal der Vergleich auch etwas hinkt. Ein Wirtschaftswissenschaftler, der sich sich nicht auf Steuern spezialisiert hat, wird in dem Bereich sicher auch nicht mehr reißen als ein Rechtsanwalt, der sich nicht auf Steuerrecht spezialisiert hat. Mal abgesehen davon, dass ersterer eben ohnehin nicht steuerlich beraten darf.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Ceterum censeo schrieb am 08.02.2021:

Zumal sie den Kern des Gesagten in keiner Weise ändert. Rechtsanwälte sind in der Regel Graupen im Steuerrecht und die meisten machen es aus diesem Grund auch nicht, weil sie es nicht verstehen, nichtmal auf allerniedrigstem Niveau. Da wäre der Steuerberater eher qualifiziert, im Schuld- oder Sachenrecht zu beraten, als der Rechtsanwalt im Steuerrecht.

Nanana, diese Aussage ist dann doch etwas überzogen. Natürlich ist der gemeine Jura-Absolvent nicht sogleich befähigt, die - zugegebenermaßen etwas spezielle - Anwendungen des deutschen Steuerrechts zu beherrschen, mit entsprechender Ausrichtung und Spezialisierung ist dies jedoch ohne weiteres möglich. Viele der herausragendsten Persönlichkeiten im Steuerrecht sind zudem lediglich Juristen (und keine Steuerberater).

Mir ist der andauernde Streit über die Deutungshoheit im Steuerrecht zwischen Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern ohnehin leicht zuwider, wird er doch ohne Erkenntnisgewinn und aus bloßer Animosität geführt - beide Fachrichtung sind geeignet für eine fundierte Ausbildung und bringen regelmäßig exzellente Persönlichkeiten hervor.
Liebe Grüße

Absolut richtig. Ich wollte damit auch nicht ausdrücken, dass Rechtsanwälte zu dumm sind, um Steuerrecht zu machen. Aber sie können es halt nicht von Natur aus, weil es außer in Bayern (dort auch nur rudimentär) nirgendwo Prüfungsgebiet ist und man sich nicht mal an eben einem Tag da reinfuchsen kann. Deswegen sollte man aus meiner Sicht aus dem in allen Rechtsgebieten beraten „dürfen“ kein beraten „können“ ableiten. Es bedarf - wie du ja zurecht sagst - erheblicher zusätzlicher Qualifikationen und vermutlich jahrelanger Berufspraxis, bis man sich mit einem Steuerberater auf eine Stufe stellen kann.

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WiWi Gast

LLM, StB, Jura

Ersteller des Themas hier:
Ich hab mir in den vergangenen Tagen noch so einige Gedanken gemacht. Wäre es eventuell sinnvoll vielleicht, statt Jura komplett, noch einen LLB im Wirtschaftsrecht zumachen, um mich weiter rechtlich auszubilden, und im Anschluss einen berufsbegleitenden LLM zu machen, danach StB-Examen?

Mein Problem mit dem BWL-Studium ist, dass mir der rechtliche Anteil einfach viel zu gering ist. Ich möchte beruflich rechtlich beratend tätig sein im Steuerrecht (und nicht ausschließlich Steuererklärungen machen).

Ohne Ausbildung im Recht sehe ich nicht, dass ich dorthin komme. Für mich stellt sich nun die Frage, ob zwingend die beiden Staatsexamina her müssen oder es mit wirtschaftlicher, steuerlicher Ausrichtung auch mit LLB+LLM möglich ist beruflich dahin zu kommen.

antworten
WiWi Gast

LLM, StB, Jura

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Ersteller des Themas hier:
Ich hab mir in den vergangenen Tagen noch so einige Gedanken gemacht. Wäre es eventuell sinnvoll vielleicht, statt Jura komplett, noch einen LLB im Wirtschaftsrecht zumachen, um mich weiter rechtlich auszubilden, und im Anschluss einen berufsbegleitenden LLM zu machen, danach StB-Examen?

Mein Problem mit dem BWL-Studium ist, dass mir der rechtliche Anteil einfach viel zu gering ist. Ich möchte beruflich rechtlich beratend tätig sein im Steuerrecht (und nicht ausschließlich Steuererklärungen machen).

Ohne Ausbildung im Recht sehe ich nicht, dass ich dorthin komme. Für mich stellt sich nun die Frage, ob zwingend die beiden Staatsexamina her müssen oder es mit wirtschaftlicher, steuerlicher Ausrichtung auch mit LLB+LLM möglich ist beruflich dahin zu kommen.

Das würde ich nicht machen. Sowohl bwl bachelor als auch ein Wirtschaftsrecht llb sind beides super Anfänge für eine Karriere im Steuerwesen, beides zusammen ist einfach nur unnötig.
In einem guten LLM Programm + der Steuerberaterprüfung hast du genug mit dem Recht zu tun um danach steuerrechtlich zu beraten, darüber musst du dir keine Sorgen machen.

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