DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Wirtschafts-NewsBIP

Bruttoinlandsprodukt hat sich 2008 auf 1,3 Prozent halbiert

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2008 deutlich schwächer gewachsen als in den beiden vorausgegangenen Jahren. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,3 Prozent höher als im Jahr zuvor.

Eine wehende Deutschlandflagge mit Bundesadler vor blauem Himmel.

Bruttoinlandsprodukt hat sich 2008 auf 1,3 Prozent halbiert
Wiesbaden, 14.01.2009 (destatis) - Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2008 deutlich schwächer gewachsen als in den beiden vorausgegangenen Jahren. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,3 Prozent höher als im Jahr zuvor. 2007 war das BIP noch um 2,5 Prozent und 2006 um 3,0 Prozent gestiegen.



Die Wachstumsimpulse kamen 2008 ausschließlich aus dem Inland. Den größten Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung leisteten die Bruttoinvestitionen. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 5,3 Prozent (nach + 6,9 Prozent im Jahr 2007) und die Bauinvestitionen um 2,7 Prozent. Der Staatskonsum hat  2008 preisbereinigt um 2,2 Prozent zugenommen, während die privaten Konsumausgaben stagnierten. Der Außenbeitrag, also die Differenz zwischen der Aus- und der Einfuhr von Waren und Dienstleistungen, bremste die wirtschaftliche Entwicklung 2008 (Wachstumsbeitrag –0,3 Prozentpunkte). Ursache dafür ist der vergleichsweise geringe Anstieg der Exporte um nur noch 3,9 Prozent (2007: + 7,5 Prozent), während die preisbereinigten Importe mit + 5,2 Prozent sogar noch etwas stärker zugenommen haben als im Jahr 2007 (+ 5,0 Prozent).  Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2008 von 40,4 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 582 000 Personen mehr (+ 1,5 Prozent) als ein Jahr zuvor.
 
Der Staatssektor wies im Jahr 2008 nach vorläufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit von 1,6 Milliarden Euro auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 0,1 Prozent. Der Finanzierungssaldo wurde stark durch Einmaleffekte beeinflusst, ohne die der Staat 2008 einen Finanzierungsüberschuss erzielt hätte. Am 13. Februar wird das Statistische Bundesamt erste Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das vierte Quartal 2008 und die überarbeiteten Ergebnisse für das Jahr 2008 veröffentlichen (nur BIP); am 25. Februar folgen die detaillierten Er­gebnisse. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2008 nur noch moderat gewachsen. Bei kalenderbereinigter Betrachtung − im Jahr 2008 standen 2,7 Arbeitstage mehr zur Verfügung als im Jahr 2007 − ergibt sich eine Wachstumsrate des Bruttoinlandspro­dukts von 1,0 Prozent.


Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2008 von 40,4 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 582 000 Personen mehr (+ 1,5 Prozent) als ein Jahr zuvor. Damit wurde der höchste Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung erreicht. Die Zahl der Erwerbslosen (internationale Abgrenzung) sank nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung um 471 000 (− 13,1 Prozent) auf 3,1 Millionen Personen. Das ist die niedrigste Erwerbslosenzahl seit 1993. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Er­werbstätigen, ist 2008 um 0,2 Prozent und je Erwerbstätigenstunde um 0,1 Prozent gesunken. Zuvor war seit 1992 die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität sowohl je Erwerbstätigen als auch je Erwerbstätigenstunde stets gestiegen.
 
Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen alle Wirtschaftsbereiche positiv zum Wachstum bei. Das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) und der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister verzeichneten allerdings deutlich niedrigere Zuwachsraten als 2007. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Produzierenden Gewerbes stieg um 0,7 Prozent (nach + 5,2 Prozent im Jahr 2007), die des Bereichs Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister um 1,7 Prozent (2007: + 3,6 Prozent). Positiv entwickelt hat sich erneut das Baugewerbe, das seine Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent steigern konnte. Eine deutlich höhere Wirtschaftsleistung als im Vorjahr erzielten auch der Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr (+ 1,9 Prozent) sowie die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+ 4,0 Prozent). Die Bruttowertschöpfung der öffentlichen und privaten Dienstleister war um 0,9 Prozent höher als im Jahr 2007.
 
Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts kamen 2008 die Wachstumsim­pulse ausschließlich aus dem Inland. Die Bruttoinvestitionen, die sich aus den Bruttoanlageinvestitionen – das sind im Wesentlichen Ausrüstungsinvestitionen und Bauinvestitionen – sowie den Vorratsveränderungen zusammensetzen, legten um 6,1 Prozent zu. Im Jahr 2008 erhöhten die Unternehmen erneut ihre Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge (+ 5,3 Prozent), die Investitionsdynamik hat allerdings nachgelassen; 2007 hatten die Ausrüstungsinvestitionen im Vorjahresvergleich noch um 6,9 Prozent und in 2006 sogar um 11,1 Prozent zugenommen. Die Bauinvestitionen stiegen 2008 um 2,7 Prozent. Während sich die Wohnungsbauinvestitionen nur verhalten entwickelten (+ 0,7 Prozent), nahmen die Investitionen in Nichtwohnbauten um 5,6 Prozent zu – das ist die höchste Zuwachsrate seit 1992. Insbesondere die Hochbauinvestitionen verzeichneten dabei mit + 7,8 Prozent eine sehr hohe Steigerung. Die Vorratsveränderungen trugen mit 0,3 Prozentpunkten zum Wirtschaftswachstum bei. Niedrige Rohstoffpreise und eine in einigen Wirtschaftsbereichen schwierige Absatzsituation in der zweiten Jahreshälfte haben bei vielen Unternehmen zu einer kräftigen Erhöhung der Lagerbestände geführt.
 
Die Konsumausgaben nahmen 2008 um 0,5 Prozent zu. Das ist ausschließlich auf eine Erhöhung des Staatskonsums um 2,2 Prozent zurückzuführen. Die privaten Konsumausgaben blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Außenbeitrag, also die Differenz zwischen der Ausfuhr und der Einfuhr von Waren und Dienstleistungen, der in den vergangenen Jahren ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war, verzeichnete 2008 einen negativen Wachstumsbeitrag von 0,3 Prozentpunkten und bremste die wirtschaftliche Entwicklung. Hauptgrund dafür ist vor allem eine im Vergleich zu den vorangegangen Jahren deutlich geringere Zunahme der Auslandsnachfrage bei einer weiterhin ungebrochenen Importneigung der deutschen Wirtschaft. Die deutschen Exporte stiegen 2008 um 3,9 Prozent, nachdem sie im Jahr 2007 noch um 7,5 Prozent und in 2006 sogar um 12,7 Prozent gewachsen waren. Gleichzeitig erhöhten sich die Importe preisbereinigt um 5,2 Prozent und entwickelten sich damit noch etwas stärker als 2007 (+ 5,0 Prozent).
 
Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt und den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, ist 2008 um 2,9 Prozent auf 1.880 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfielen 1 226 Milliarden Euro auf das Arbeitnehmerentgelt – das waren 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen verzeichneten 2008 eine Zunahme von 1,7 Prozent und betrugen 655 Milliarden Euro. Die Lohnquote, die den Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen misst, stieg gegenüber dem Jahr 2007 um 0,4 Prozentpunkte auf nunmehr 65,2 Prozent.
 
Die Bruttolöhne und -gehälter nahmen 2008 um 3,9 Prozent zu und beliefen sich auf rund 996 Milliarden Euro. In diesem kräftigen Zuwachs - es ist der höchste seit 1992 - spiegeln sich sowohl die Lohn- und Gehaltssteigerungen des Jahres 2008 als auch der erneute Beschäftigungszuwachs wider. Die Nettolöhne und -gehälter, die sich nach Abzug der Lohnsteuer und der Sozialbeiträge der Arbeitnehmer ergeben, lagen mit gut 642 Milliarden Euro um 3,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Sowohl die von den Arbeitnehmern abgeführte Lohnsteuer (+ 5,9 Prozent) als auch die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer (+ 5,2 Prozent) sind deutlich angestiegen. Ursache für die höheren Sozialbeiträge sind unter anderem die Erhöhung des Mindestbeitragssatzes zur privaten Altersvorsorge und die Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung.Die Anzahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent. Die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer stiegen um 2,3 Prozent und die durchschnittlichen Nettolöhne und -gehälter um 1,4 Prozent.
 
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm 2008 um 2,6 Prozent auf 1 553 Milliarden Euro zu. Das ist die höchste Wachstumsrate seit 2001. Wie bereits im Jahr 2007 blieb auch 2008 die Entwicklung der in jeweiligen Preisen berechneten Konsumausgaben der privaten Haushalte mit + 2,2 Prozent hinter dem Anstieg des verfügbaren Einkommens zurück. Die Sparquote der privaten Haushalte stieg dementsprechend um 0,6 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent. Einen so hohen Wert gab es zuletzt 1994.
 
Der Staatssektor, der sich aus Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen zusammensetzt, wies im Jahr 2008 nach noch vorläufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 1,6 Milliarden Euro aus. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat eine Defizitquote von 0,1 Prozent. Das Ziel eines ausgeglichenen Finanzierungssaldos wurde vor allem deshalb verfehlt, weil der Finanzierungssaldo des Staates sowohl 2007 als auch 2008 durch Einmaleffekte stark beeinflusst wurde. Diese resultierten zum einen aus den europäischen Regeln zur Buchung bestimmter Stützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzkrise und zum anderen aus dem im Dezember 2008 verkündeten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur so genannten Pendlerpauschale.  Ohne diese Einmaleffekte hätte der Staat 2008 einen Finanzierungsüberschuss erzielt.

 

 

   
 

 

 

Im Forum zu BIP

2 Kommentare

BIP niedrig, BWS hoch ? Interpretation?

WiWi Gast

Na, überleg doch mal, was im BIP so alles registriert wird, was in der BWS nicht drin ist und du hast die Antwort.

2 Kommentare

BIP Währung umrechnen

WiWi Gast

Kurs vom 31.12.2012 nehmen

1 Kommentare

vergleichbare BIP-Zeitreihen in Europa

WiWi Gast

Hallo Forum ich suche nöööötigst einigermaßen vergleichbare BIP-Reihen für die EU-27 ab 1980 (bzw ab Eintrittsdatum, falls Beitritt nach 1980). es ist entsetzlich! nirgends gibt es ein lückenloses Pa ...

2 Kommentare

Makroökon.-Fragen rund ums GDP (English)

WiWi Gast

Hallo Marli, die ersten beiden Fragen kann ich dir (hoffentlich) beantworten: zur 1. Frage: Das BIP stellt ja das Einkommen der Inländer dar, d.h. aller Wirtschaftssubjekte mit (Wohn- bzw. Firmen-) ...

1 Kommentare

Literaturempfehlung Rentensysteme (Altersarmut)

WiWi Gast

Hey, Ich suche (wie oben beschrieben) nach Literatur in der verschiedene Rentensysteme v.a. das deutsche Rentensystem beschrieben werden. Alles im Rahmen einer Wissenschaftlichen Arbeit.

5 Kommentare

Die Wahlprogramme in Kurzform

WiWi Gast

der ist allerdings erst ab dem 30. August mit den ganzen Parteiprogrammen "gefüttert" LINK

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema BIP

Eine wehende Deutschlandflagge mit Bundesadler vor blauem Himmel.

Statistik: Bruttoinlandsprodukt 2016 – Deutsche Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs

Für das Jahr 2016 blickt Deutschland auf ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 fiel laut dem Statistischen Bundesamt um 1,9 Prozent höher aus als im Vorjahr. Bereits in den beiden Vorjahren war das BIP gewachsen: 2015 um 1,7 Prozent und 2014 um 1,6 Prozent. Um 0,2 Prozent war das Bruttoinlandsprodukt damit höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,4 Prozent.

Eine wehende Deutschlandflagge mit Bundesadler vor blauem Himmel.

Statistik: Bruttoinlandsprodukt 2015 - Deutsche Wirtschaft in 2015 weiter im Aufschwung

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2015 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr. Im Vorjahr war das Bruttoinlandsprodukt um 1,6 Prozent gewachsen, 2013 dagegen lediglich um 0,3 Prozent. Um 1,5 Prozent war das Bruttoinlandsprodukt damit höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 Prozent.

Weiteres zum Thema Wirtschafts-News

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2016/17 »Zeit für Reformen« vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2016/17 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Zeit für Reformen«. Das neue Jahresgutachten hat drei Schwerpunktthemen: die Bewältigung der Flüchtlingsmigration, die Stärkung der Architektur der Europäischen Währungsunion und die Schaffung von Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland.

Ein Fenster mit einem Aufkleber: Made in Germany.

Herbstprojektion 2016 der Bundesregierung - Deutsche Wirtschaft wächst solide

In der aktuellen Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,8 Prozent im Jahr 2016, im Jahr 2017 um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wächst solide weiter, etwas weniger, als noch im Frühjahr angenommen. Der niedrige Ölpreis, der Wechselkurs und die Anstrengungen zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms haben dazu beigetragen.

Screenshot Homepage w-wie-wachstum.de

w-wie-wachstum.de - Portal zum Thema Wirtschaftswachstum

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland seit 1991 zwar langsamer gestiegen als im Schnitt der Industrieländer. Doch in mancherlei Hinsicht war und ist das deutsche Wachstum nachhaltiger - zum Beispiel, weil viel Geld in die Forschung fließt. Zu den Schwachstellen zählen die eher niedrige Investitionsquote und der hohe Energieverbrauch. Fakten, Analysen, Grafiken und Videos zum Thema Wachstum bietet ein neues Portal des Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Beliebtes zum Thema News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Drei übereinander gestapelte Pakete von adidas,amazon und outletcity.

Unternehmensranking 2016: Die Top 100 deutschen E-Commerce-Händler

Im Bereich E-Commerce ist Amazon weiterhin der umsatzstärkste Onlinehändler in Deutschland. Mit 7,8 Mrd. Euro Umsatz befindet sich der Internet-Gigant weit vor Otto.de mit 2,3 Mrd. Euro und Zalando.de mit 1 Mrd. Euro Umsatz. Alle Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten 2015 zusammen einen Jahrsumsatz von 24,4 Mrd. Euro und eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Das geht aus der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2016" hervor.

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Beraterhonorare: Tagessätze von Unternehmensberatern gestiegen

Deutsche Unternehmensberater verzeichneten 2015 und 2016 einen Anstieg ihrer Honorare von durchschnittlich 1,3 Prozent. Für 2017 wird von einer ähnlichen Erhöhung der Tagessätze ausgegangen. In der Strategieberatung variiert der Tagessatz für einen Projektleiter der Hierarchiestufe Manager und Senior Manager über alle Größenklassen gesehen von 1.150 bis 2.275 Euro. Vergleichbare Tagessätze in der IT-Beratung liegen zwischen 950 und 1.800 Euro, wie die Studie "Honorare in der Unternehmensberatung 2015/2016" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Viele deutsche Unternehmen ohne Strategie

Neun von zehn deutschen Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance. Aber nur jedes fünfte Unternehmen hat eine Strategie und Verantwortlichkeiten für die Industrie 4.0 definiert. 44 Prozent können zudem keine Fortschritte beim Thema verzeichnen. Vorreiter investieren im Schnitt 18 Prozent ihres Forschungs- und Entwicklungsbudgets im Bereich Industrie 4.0, wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt.

Feedback +/-

Feedback