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Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

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WiWi Gast

Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Hallo zusammen, ich habe seit Jahren vor Wirtschaftsprüfer (in Kombination mit Steuerberater) zu werden. Je länger ich jedoch hier im Forum unterwegs bin, komme ich ins Grübeln. Hier scheinen viele die UB als den heiligen Gral anzusehen.
Mal unabhängig von Inhalt und Aufgaben her, lohnen sich WP/StB verglichen mit UB (Gehalt, Work-Life-Balance, Exit)? Schließlich sind die Berufsexamen alles andere als spaßig und gehaltstechnisch scheint man in der UB ebenfalls besser zu fahren.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ich weiß nur, dass einmal einer einer größeren Kanzlei aus Nürnberg bei uns einen Vortrag hielt. Bzgl Einstiegsgehalt meinte der ernsthaft 38.000. Da kann ich gleich Marketing machen und mein Leben stattdessen genießen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Nur Tier 1 fährt besser der Rest nicht

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Stelle mir dieselbe Frage. Ich denke, am Anfang fährst mit UB besser da die Examen hart sind und die Einstiegsgehälter als Assi bescheiden. Später kann sich das aber ändern, da man als fertiger WP/StB evtl. bessere Arbeitsbedingungen als in der UB hat (wobei, hängt vmtl. von Exits ab).

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Mh viele scheinen hier was misszuverstehen:
Die Arbeitszeiten nehmen mit steigendem Rang in der WP eher zu... Jedenfalls bis zum Partner, ab dann geht es wieder runter. Die Manager bei uns (PwC) arbeiten an vielen verschiedenen Mandaten und haben eine extrem hohe Reisetätigkeit unter der Woche. Verdienst ist im Vergleich zur Wirtschaft oder UB viel schlechter, aber auch nicht unterdurchschnitt.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

So richtig Geld verdient man erst ab Manager-Level. Ich frage mich, wer mindestens 5 Jahre Luft hat und bereit ist, seine 1-2 Freistellungen weitgehend selbst (aus Überstunden) zu finanzieren?

Die Arbeitsbedingungen als Staff werden auch nicht mehr besser. Also wer im Studium sagt, er macht das bewusst, kann meiner Meinung nach nicht ernst genommen werden ;-)

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Wirtschaftsprüfung ist ja auch ne Art Unternehmensberatung..

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Na dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Einstiegsgehalt für Bachelor bei Big4 im Audit liegt bei 38.400.
Mit einem Master sind es 41.000 - 42.000.

Wen man nicht gerade in einem Tarifkonzern oder IB/UB landet, liegt man als Einsteiger noch meist unter den genannten Gehältern. Vor allem im Marketing, HR, usw.

Lounge Gast schrieb:

Ich weiß nur, dass einmal einer einer größeren Kanzlei aus
Nürnberg bei uns einen Vortrag hielt. Bzgl Einstiegsgehalt
meinte der ernsthaft 38.000. Da kann ich gleich Marketing
machen und mein Leben stattdessen genießen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Auf der anderen Hand bekommst du ein Budget (6.500 StB, 8.500 WP bei KPMG) für die Examen. Die Big4 greifen diesbezüglich schon ordentlich unter die Arme. Im Leben gibt es nichts geschenkt ;-)

Lounge Gast schrieb:

So richtig Geld verdient man erst ab Manager-Level. Ich frage
mich, wer mindestens 5 Jahre Luft hat und bereit ist, seine
1-2 Freistellungen weitgehend selbst (aus Überstunden) zu
finanzieren?

Die Arbeitsbedingungen als Staff werden auch nicht mehr
besser. Also wer im Studium sagt, er macht das bewusst, kann
meiner Meinung nach nicht ernst genommen werden ;-)

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ähm, nein? WP können auch beraten, im Kern prüfen Sie aber JA u.a.
Wenn ich nur beraten will (wenn auch zu WP-relevanten Themen wie Accounting, Bewertung etc.) muss ich mir ernsthaft die Frage stellen, ob ich den Stress der Examen auf mich nehmen will.

Lounge Gast schrieb:

Wirtschaftsprüfung ist ja auch ne Art Unternehmensberatung..

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ist denn den Leuten, die hier vom Marketing reden, schon mal in den Sinn gekommen, dass es auch durchaus Menschen geben sollte, die nicht rein monetär getrieben sind und tatsächlich Spaß an der Tätigkeit haben?!?

Bin seit ein paar Jahren im Audit hab letztes Jahr den WP geschrieben und bin zufrieden. Keiner bei einer Big4 Gesellschaft muss am Hungertuch nagen! Das schöne Forum hier ist zum Großteil wieder komplett an der Realität vorbei!

Es wird immer irgendwelche Jobs geben wo jemand mehr verdient! Genauso ist es auch anders herum!

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Naja ihr verschweigt hier jedoch, dass es nicht direkt geschenkt wird :D es ist ein zinsloses Darlehen das ihr abstottert. Am Ende zahlen die Big 4 also eigentlich nur die Zinsen

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Danke, aber für 38.000 mit einem sehr guten Master mit anspruchsvollen Schwerpunkt würde ich allerdings nicht einmal den Wecker stellen. Die Big 4 zahlen so schlecht? Ich wundere mich immer mehr, wieso man sich für so ein mickriges Gehalt verheizen lassen möchte.

Zum anderen Schreiber, der Eröffner fragte danach, ob es sich lohnt. Angesichts der Arbeitsbedingungen und dem Lohn auch nach dem Examen lohnt es sich meiner Meinung nicht. Jeder wie er mag.

Lounge Gast schrieb:

Na dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Einstiegsgehalt für Bachelor bei Big4 im Audit liegt bei
38.400.
Mit einem Master sind es 41.000 - 42.000.

Wen man nicht gerade in einem Tarifkonzern oder IB/UB landet,
liegt man als Einsteiger noch meist unter den genannten
Gehältern. Vor allem im Marketing, HR, usw.

Lounge Gast schrieb:

Ich weiß nur, dass einmal einer einer größeren Kanzlei aus
Nürnberg bei uns einen Vortrag hielt. Bzgl Einstiegsgehalt
meinte der ernsthaft 38.000. Da kann ich gleich Marketing
machen und mein Leben stattdessen genießen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Inwiefern wird das denn abgestottert? Ich zahle nichts zurück sofern ich zwei Jahre im Unternehmen verbleibe.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ich bin Steuerberater und habe auch immer mit dem Gedanken gespielt das WP Examen abzulegen. Aus den folgenden Gründen kommt für mich das Examen aber nicht in Betracht:

  • Enormer Preisdruck in der Branche
  • Bei einem Exit in die Industrie ist der Titel weg (zumindest für die Zeit)
  • Schwierig sich selbstständig zu machen

Als Steuerberater ist es (noch) nicht ganz so schlimm. In bestimmten Bereichen werden noch ordentliche Sätze bezahlt, man kann in die Industrie wechseln und weiterhin im Versorgungswerk bleiben und Steuerberatung kann man leichter selbstständig anbieten wie Wirtschaftsprüfung.

Gehaltstechnis sind die Big 4 im übrigen nicht das Maß aller Dinge. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass in der WP sogar noch schlechter gezahlt wird als in der Steuerberatung. Und das bei deutlich mehr Stress. Zudem ist der Weg zum Manager länger.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Nach bestandenem Examen ist das ein toller Beruf mit viel Verantwortung, Reisetätigkeit und auf jeden Fall kein 9-5 Job. Der Weg zum Wirtschaftsprüfer ist hart und verglichen zu UB ist die compensation nicht wirklich hoch.

Zudem sehe ich in dem examinierten Wirtschaftsprüfer einen der krisensichersten Jobs der Welt. Eine Maschine wird niemals haften können.

Exits sind auch nicht allzu schlecht:
-Transaction Abteilung (Financial Due Diligence, Valuation)
-FRW in einem Unternehmen
-Revision in einem Unternehmen
-Compliance
-...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Mit Master kriegt man mehr als deine 41-42k.

Ich bin bspw. mit 44k fix eingestiegen (keine Big4).
Mit Zulagen dann wie 46-47k brutto. Ja ich rechne Spesen mit ein und lüge nicht.

Ansonsten würde ich persönlich vom WP Titel abraten, zu hoher Aufwand für zu geringen Ertrag. Lohnt sich nur halbwegs wenn man in einer WP bleibt und aufsteigt, dann aber viel Reisetätigkeit.

Arbeite einfach mindestens 2 busy seasons dort und dann kannst dich nach einem Exit umschauen. Ich hab meinem Partner schon gesagt das ich eher auf CFA abziele, ist günstiger und einfacher und bringt mehr hinsichtlich Exit.

Lounge Gast schrieb:

Na dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Einstiegsgehalt für Bachelor bei Big4 im Audit liegt bei
38.400.
Mit einem Master sind es 41.000 - 42.000.

Wen man nicht gerade in einem Tarifkonzern oder IB/UB landet,
liegt man als Einsteiger noch meist unter den genannten
Gehältern. Vor allem im Marketing, HR, usw.

Lounge Gast schrieb:

Ich weiß nur, dass einmal einer einer größeren Kanzlei aus
Nürnberg bei uns einen Vortrag hielt. Bzgl Einstiegsgehalt
meinte der ernsthaft 38.000. Da kann ich gleich Marketing
machen und mein Leben stattdessen genießen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Aufwand und Nutzen der Examen stehen meines Erachtens in keinem akzeptablen Verhältnis zueinander. Man muss wohl schon, wie der Kollege oben, sehr intrinsisch motiviert sein.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

WP lohnt sich heutzutage m.E. nur noch für Leute, die sich wirklich fachlich stark für Bilanz-, Steuer- und Wirtschaftsrecht, Prüfungs- und Bewertungstheorie interessieren. Wer stark gesetzesbasiert arbeiten möchte, ist in der WP gut aufgehoben. Das Gehalt, das einen nach bestandenem Examen erwartet, ist gemessen an den hohen Examens- und Berufsanforderungen nicht besonders gut.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Für die Exits brauchst du aber sicherlich kein Examen.
Einfach Berufserfahrung in der WP Branche sammeln, je länger desto besser.

Jeder versteht es wenn man nach 3-4 Jahren sich aus dem Audit heraus bewirbt und sich das Examen ersparen zu wollen.

Lounge Gast schrieb:

Nach bestandenem Examen ist das ein toller Beruf mit viel
Verantwortung, Reisetätigkeit und auf jeden Fall kein 9-5
Job. Der Weg zum Wirtschaftsprüfer ist hart und verglichen zu
UB ist die compensation nicht wirklich hoch.

Zudem sehe ich in dem examinierten Wirtschaftsprüfer einen
der krisensichersten Jobs der Welt. Eine Maschine wird
niemals haften können.

Exits sind auch nicht allzu schlecht:
-Transaction Abteilung (Financial Due Diligence, Valuation)
-FRW in einem Unternehmen
-Revision in einem Unternehmen
-Compliance
-...

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Wie wär's damit, einfach das zu machen, worauf du mehr Bock hast? Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung sind einfach zwei verschiedene Dinge. Mach halt das, was dir eher zusagt. Es ist reichlich naiv, die beiden Felder aufgrund von Verdienstaussichten gegeneinander auszuspielen.

antworten
taxman

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Lounge Gast schrieb:

Ich bin Steuerberater und habe auch immer mit dem Gedanken
gespielt das WP Examen abzulegen. Aus den folgenden Gründen
kommt für mich das Examen aber nicht in Betracht:

  • Enormer Preisdruck in der Branche
  • Bei einem Exit in die Industrie ist der Titel weg
    (zumindest für die Zeit)
  • Schwierig sich selbstständig zu machen

Als Steuerberater ist es (noch) nicht ganz so schlimm. In
bestimmten Bereichen werden noch ordentliche Sätze bezahlt,
man kann in die Industrie wechseln und weiterhin im
Versorgungswerk bleiben und Steuerberatung kann man leichter
selbstständig anbieten wie Wirtschaftsprüfung.

Gehaltstechnis sind die Big 4 im übrigen nicht das Maß aller
Dinge. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass in der WP
sogar noch schlechter gezahlt wird als in der Steuerberatung.
Und das bei deutlich mehr Stress. Zudem ist der Weg zum
Manager länger.

Ich unterschreibe das komplett!

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Lohnt sich m.E. auch nicht. Wie die Vorredner schon sagten, ist der Aufwand und Ertrag in keinem gesundem Verhältnis. Im Falle, dass du das WP-Examen bestehst und Manager wirst, hättest du ein Gehalt von ca. 65 Fix + 15-20% Bonus. Das Verdienst du auch in der Industrie alle Male nach 5 - 6 Jahren Berufserfahrung.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

ein wichtiger Punkt: "Schwierig sich selbstständig zu machen" bzw. es ist schieriger geworden. Die kleinen WP-Buden und Einzel-WPs machen tendenziell überwiegend Steuerberatung. Wozu also das WP-Examen. Man ist als Wirtschaftsprüfer also auf die Big4 + vl die nächsten 10-15 größeren WP-Firmen beschränkt, wenn man als Wirtschaftsprüfer arbeiten will.

Lounge Gast schrieb:

Ich bin Steuerberater und habe auch immer mit dem Gedanken
gespielt das WP Examen abzulegen. Aus den folgenden Gründen
kommt für mich das Examen aber nicht in Betracht:

  • Enormer Preisdruck in der Branche
  • Bei einem Exit in die Industrie ist der Titel weg
    (zumindest für die Zeit)
  • Schwierig sich selbstständig zu machen

Als Steuerberater ist es (noch) nicht ganz so schlimm. In
bestimmten Bereichen werden noch ordentliche Sätze bezahlt,
man kann in die Industrie wechseln und weiterhin im
Versorgungswerk bleiben und Steuerberatung kann man leichter
selbstständig anbieten wie Wirtschaftsprüfung.

Gehaltstechnis sind die Big 4 im übrigen nicht das Maß aller
Dinge. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass in der WP
sogar noch schlechter gezahlt wird als in der Steuerberatung.
Und das bei deutlich mehr Stress. Zudem ist der Weg zum
Manager länger.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Hinzu kommt die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung. Natürlich wird keine Maschine/Software jemals den Wirtschaftsprüfer ersetzen können. Jedoch vereinfacht sie deren Geschäft (v.a. quantitativ). Da der Markt nicht wächst, wie auch die deutsche Wirtschaft kaum noch wächst, nimmt der Bedarf an Wirtschaftsprüfern ab. Natürlich sinken dann bei einer gleichbleibenden Anzahl an Wirtschaftsprüfern auch die Gehälter - ganz einfach.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Forensic wird auch nicht weniger bedeutend.

Aber: wenn einer gut in WP-Themen ist, soll er es doch machen. Wenn es ihm leichtfällt, dann wird er auch erfolgreich sein, und dann kommt auch das Geld.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Sorry aber keiner steigt bei den Big 4 mit einem Master bei 38k ein. Ich bin im Audit mit knapp 45k eingestiegen und 42-44k sind bei uns für Masterabsolventen das übliche.

Lounge Gast schrieb:

Danke, aber für 38.000 mit einem sehr guten Master mit
anspruchsvollen Schwerpunkt würde ich allerdings nicht einmal
den Wecker stellen. Die Big 4 zahlen so schlecht? Ich wundere
mich immer mehr, wieso man sich für so ein mickriges Gehalt
verheizen lassen möchte.

Zum anderen Schreiber, der Eröffner fragte danach, ob es sich
lohnt. Angesichts der Arbeitsbedingungen und dem Lohn auch
nach dem Examen lohnt es sich meiner Meinung nicht. Jeder wie
er mag.

Lounge Gast schrieb:

Na dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Einstiegsgehalt für Bachelor bei Big4 im Audit liegt bei
38.400.
Mit einem Master sind es 41.000 - 42.000.

Wen man nicht gerade in einem Tarifkonzern oder IB/UB
landet,
liegt man als Einsteiger noch meist unter den genannten
Gehältern. Vor allem im Marketing, HR, usw.

Lounge Gast schrieb:

Ich weiß nur, dass einmal einer einer größeren
Kanzlei aus
Nürnberg bei uns einen Vortrag hielt. Bzgl
Einstiegsgehalt
meinte der ernsthaft 38.000. Da kann ich gleich
Marketing
machen und mein Leben stattdessen genießen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Oder man wählt den goldenen Mittelweg und geht in die prüfungsnahe Beratung :)

Lounge Gast schrieb:

Wie wär's damit, einfach das zu machen, worauf du mehr
Bock hast? Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung sind
einfach zwei verschiedene Dinge. Mach halt das, was dir eher
zusagt. Es ist reichlich naiv, die beiden Felder aufgrund von
Verdienstaussichten gegeneinander auszuspielen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Welche Aufgabe sollen denn noch weiter automatisiert werden? Solange eine Kanzlei nicht immer noch vollständig mit Papier arbeitet, gibt es da keine weiteren Möglichkeiten mehr und ob solche Kanzleien überhaupt noch akzeptieren, bezweifle ich einfach einmal. Belegprüfung, Qualitätssicherung, Bilanzprüfung oder Mandantenbesuch ist nicht automatisierbar. Da fallen allenfalls Stellen auf dem Level eines Sekretärs weg, aber keine, für die es ein WP Examen braucht.

Lounge Gast schrieb:

Hinzu kommt die fortschreitende Digitalisierung und
Automatisierung. Natürlich wird keine Maschine/Software
jemals den Wirtschaftsprüfer ersetzen können. Jedoch
vereinfacht sie deren Geschäft (v.a. quantitativ). Da der
Markt nicht wächst, wie auch die deutsche Wirtschaft kaum
noch wächst, nimmt der Bedarf an Wirtschaftsprüfern ab.
Natürlich sinken dann bei einer gleichbleibenden Anzahl an
Wirtschaftsprüfern auch die Gehälter - ganz einfach.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Oder so. Wobei dabei auch der Wirtschaftsprüfer sehr gerne gesehen sein dürfte.

Lounge Gast schrieb:

Oder man wählt den goldenen Mittelweg und geht in die
prüfungsnahe Beratung :)

Lounge Gast schrieb:

Wie wär's damit, einfach das zu machen, worauf du
mehr
Bock hast? Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung
sind
einfach zwei verschiedene Dinge. Mach halt das, was dir
eher
zusagt. Es ist reichlich naiv, die beiden Felder
aufgrund von
Verdienstaussichten gegeneinander auszuspielen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Wobei Forensic zunehmend ja eher was für IT-Experten ist.

Lounge Gast schrieb:

Forensic wird auch nicht weniger bedeutend.

Aber: wenn einer gut in WP-Themen ist, soll er es doch
machen. Wenn es ihm leichtfällt, dann wird er auch
erfolgreich sein, und dann kommt auch das Geld.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

WP ist sicher nicht der leichteste Weg aber lohnen tut er sich (im Vergleich) finanziell bestimmt.

Wie man im anderen Thread StepStone Gehaltsreport sieht, verdient ein WP nach 10 Jahren Berufserfahrung 90k+. Ausserhalb von Wiwitreff (wo jeder SB 100k verdient) und auch gemäss Gehaltsreport ist das noch immer eines der höchsten Durchschnittsgehälter in der Wirtschaft.

Ich würde also sagen, viel Aufwand für guten Ertrag. Aber bestimmt auch nicht das beste Aufwands-/Ertragsverhältnis das man erreichen kann.

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taxman

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Lounge Gast schrieb:

Welche Aufgabe sollen denn noch weiter automatisiert werden?
Solange eine Kanzlei nicht immer noch vollständig mit Papier
arbeitet, gibt es da keine weiteren Möglichkeiten mehr und ob
solche Kanzleien überhaupt noch akzeptieren, bezweifle ich
einfach einmal. Belegprüfung, Qualitätssicherung,
Bilanzprüfung oder Mandantenbesuch ist nicht automatisierbar.
Da fallen allenfalls Stellen auf dem Level eines Sekretärs
weg, aber keine, für die es ein WP Examen braucht.

Du solltest wirklich mal bei den entsprechenden Verbänden und Kammern (IDW, WPK, BStBK, LSWB etc.) nach Digitalisierung und den Auswirkgungen auf die Berufstände von WP und StB recherchieren.

Es gibt KEINEN WP oder StB (unter 60 Jahren) der nicht davon überzeugt ist, dass sich unsere Tätigkeit in 5-10 Jahren maßgeblich von der heutigen Tätigkeit unterscheidet. Das soll auf keinen Fall heißen, dass der WP ( & StB )keine Zukunft hat, die Arbeit schaut dann einfach anders aus. Die Assistenen-Ebene bei den WPG's wird meiner Meinung nach (und das ist keine Mindermeinung)jedoch zahlenmäßig deutlich abnehmen.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

das stimmt ja was du sagst, aber die Zahlen sind Vergangenheitswerte. Die Frage ist doch: sind die 90k bei WPs auch zukünftig im Durchschnitt drin.

Lounge Gast schrieb:

WP ist sicher nicht der leichteste Weg aber lohnen tut er
sich (im Vergleich) finanziell bestimmt.

Wie man im anderen Thread StepStone Gehaltsreport sieht,
verdient ein WP nach 10 Jahren Berufserfahrung 90k+.
Ausserhalb von Wiwitreff (wo jeder SB 100k verdient) und auch
gemäss Gehaltsreport ist das noch immer eines der höchsten
Durchschnittsgehälter in der Wirtschaft.

Ich würde also sagen, viel Aufwand für guten Ertrag. Aber
bestimmt auch nicht das beste Aufwands-/Ertragsverhältnis das
man erreichen kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Naja und wird dann bezahlt wie ein reiner Auditmensch, muss aber am WE teilweise arbeiten wenn Projekt ist und busy season ist dann auch das ganze Jahr.

Lounge Gast schrieb:

Oder man wählt den goldenen Mittelweg und geht in die
prüfungsnahe Beratung :)

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ich weiß nicht von welcher Big 4 du sprichst, aber ich bin bei einer Big 4 in die prüfungsnahe Beratung eingestiegen und verdiene mehr als die Audit Einsteiger. Und nein es sind nicht nur 50 ? mehr. Aber natürlich sind es immer noch Big 4 Gehälter.

Busy season ist bei uns nicht das ganze Jahr. Es ist viel zu tun wenn Projekte sich dem Ende zu neigen. Und ja ein paar Mal im Jahr arbeiten wir auch mal am Wochenende aber das kommt im Audit auch mal vor.

Lounge Gast schrieb:

Naja und wird dann bezahlt wie ein reiner Auditmensch, muss
aber am WE teilweise arbeiten wenn Projekt ist und busy
season ist dann auch das ganze Jahr.

Lounge Gast schrieb:

Oder man wählt den goldenen Mittelweg und geht in die
prüfungsnahe Beratung :)

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Gern gesehen ja aber ein muss ist es nicht. Manager und Senior Manager geht definitiv ohne Titel. Beim Partner wäre es aber denke ich schwierig.

Lounge Gast schrieb:

Oder so. Wobei dabei auch der Wirtschaftsprüfer sehr gerne
gesehen sein dürfte.

Lounge Gast schrieb:

Oder man wählt den goldenen Mittelweg und geht in die
prüfungsnahe Beratung :)

Lounge Gast schrieb:

Wie wär's damit, einfach das zu machen, worauf
du
mehr
Bock hast? Wirtschaftsprüfung und
Unternehmensberatung
sind
einfach zwei verschiedene Dinge. Mach halt das, was
dir
eher
zusagt. Es ist reichlich naiv, die beiden Felder
aufgrund von
Verdienstaussichten gegeneinander auszuspielen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Das ist schon bemerkenswert, dass hier die Leute ihre Jobwahl nach dem Verhältnis Aufwand/Ertrag in den ersten 3 berufsjahren wählen wollen. Und das bei 35 bis 40 Jahren ! Gesamtarbeitszeit. Damit wird man langfristig keinen Erfolg haben.

Ich würde aber keinem empfehlen im Audit anzufangen, um auf einen möglichst attraktiven Exit nach 2 bis 3 Jahren zu hoffen. Das wird nicht passieren. Bei den meisten, die es bei uns so gemacht haben war der exit nach so kurzer Zeit faktisch ein Neuanfang im Controlling, rewe etc. und die drei Jahre waren verschwendet. Wenn man da hin will, sollte man bloß nicht in die WP gehen, sondern direkt nach der Uni bereits in die "Wirtschaft".

Für mich persönlich ist WP eine optimale Kombination von recht und BWL. Es macht Spaß und am Hungertuch nagt man auch als assi nicht. Als Master sollten in Großstädten locker 42k drin sein. Klar gibt es attraktivere Einstiege, aber die Optionen nach dem Examen sind enorm (fast nie davor). Die WPs, die bei uns den exit wählten sind gegangen, weil sie finanzvorstand oder Leiter Finanzen sonst wo wurden. Mit einem Gehalt von deutlich über 100k.

Lange Rede kurzer Sinn. Wer Wirtschaftsprüfer werden will, weil ihn das interessiert, sollte im Audit anfangen. Wen das nicht sonderlich interessiert, sollte einen riesen Bogen um WP Gesellschaften machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Bei uns sind die definitiv jetzt noch drin. Später wird das nicht anders sein. Wir haben im Moment einen akuten Mangel an Assistenten, die mal länger als 1 Jahr bleiben. Bis vor wenigen Jahren war das noch anders. Da sind die Leute überwiegend mindestens bis zum StB geblieben. Das Gehalt zu drücken wäre fatal. Deswegen steigt es bis zum StB an und der Sprung von Assistent auf stb ist nicht mehr so hoch. Das führt dazu, dass man als assi bereits relativ gut verdient und nur die Leute gehen, die kein Audit machen wollen und nicht die, denen das Geld zu wenig ist.

Der Preiskampf ist im Audit noch immer hoch. Aber man verdient mittlerweile wieder zunehmend Geld damit. Insbesondere kmu wenden sich zunehmend von den preislich billigen big 4 ab, weil sie gemerkt haben, dass die Leistung nicht stimmt, wenn von 4 Wochen Prüfung, an 3 Wochen zwei assis im Unternehmen rum turnen und nur in einer Woche mal ein richtiger WP da ist. Das hat sich häufig für die Unternehmen gerächt.

Diese Unternehmen sind zunehmend bereit auch was für die Prüfung zu zahlen.

Lounge Gast schrieb:

das stimmt ja was du sagst, aber die Zahlen sind
Vergangenheitswerte. Die Frage ist doch: sind die 90k bei WPs
auch zukünftig im Durchschnitt drin.

Lounge Gast schrieb:

WP ist sicher nicht der leichteste Weg aber lohnen tut er
sich (im Vergleich) finanziell bestimmt.

Wie man im anderen Thread StepStone Gehaltsreport sieht,
verdient ein WP nach 10 Jahren Berufserfahrung 90k+.
Ausserhalb von Wiwitreff (wo jeder SB 100k verdient) und
auch
gemäss Gehaltsreport ist das noch immer eines der höchsten
Durchschnittsgehälter in der Wirtschaft.

Ich würde also sagen, viel Aufwand für guten Ertrag. Aber
bestimmt auch nicht das beste
Aufwands-/Ertragsverhältnis das
man erreichen kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Aber du argumentierst auch nur mit Vergangenheitsbetrachtungen. Die Frage ist, sind WPs auch zukünftig noch Gutverdiener.

Lounge Gast schrieb:

Das ist schon bemerkenswert, dass hier die Leute ihre Jobwahl
nach dem Verhältnis Aufwand/Ertrag in den ersten 3
berufsjahren wählen wollen. Und das bei 35 bis 40 Jahren !
Gesamtarbeitszeit. Damit wird man langfristig keinen Erfolg
haben.

Ich würde aber keinem empfehlen im Audit anzufangen, um auf
einen möglichst attraktiven Exit nach 2 bis 3 Jahren zu
hoffen. Das wird nicht passieren. Bei den meisten, die es bei
uns so gemacht haben war der exit nach so kurzer Zeit
faktisch ein Neuanfang im Controlling, rewe etc. und die
drei Jahre waren verschwendet. Wenn man da hin will, sollte
man bloß nicht in die WP gehen, sondern direkt nach der Uni
bereits in die "Wirtschaft".

Für mich persönlich ist WP eine optimale Kombination von
recht und BWL. Es macht Spaß und am Hungertuch nagt man auch
als assi nicht. Als Master sollten in Großstädten locker 42k
drin sein. Klar gibt es attraktivere Einstiege, aber die
Optionen nach dem Examen sind enorm (fast nie davor). Die
WPs, die bei uns den exit wählten sind gegangen, weil sie
finanzvorstand oder Leiter Finanzen sonst wo wurden. Mit
einem Gehalt von deutlich über 100k.

Lange Rede kurzer Sinn. Wer Wirtschaftsprüfer werden will,
weil ihn das interessiert, sollte im Audit anfangen. Wen das
nicht sonderlich interessiert, sollte einen riesen Bogen um
WP Gesellschaften machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Man achtet als guter Ökonom immer auf Aufwand und Ertrag.
Zum Ertrag kann man ja auch den Spaß dazuzählen.
Das Examen ist aber nunmal wirklich für keinen spaßig...

Kenne genug Leute die ohne den WP sehr gute Exits in die Industry hatten, wieso auch nicht? Außerdem fängt man auch als WP in der Industry neu an.

Zudem gibt es für Abolventen nicht viele Stellen direkt in den Konzernen etc., darum schuften ja so viele in den ganzen Beratungen bspw....

Lounge Gast schrieb:

Das ist schon bemerkenswert, dass hier die Leute ihre Jobwahl
nach dem Verhältnis Aufwand/Ertrag in den ersten 3
berufsjahren wählen wollen. Und das bei 35 bis 40 Jahren !
Gesamtarbeitszeit. Damit wird man langfristig keinen Erfolg
haben.

Ich würde aber keinem empfehlen im Audit anzufangen, um auf
einen möglichst attraktiven Exit nach 2 bis 3 Jahren zu
hoffen. Das wird nicht passieren. Bei den meisten, die es bei
uns so gemacht haben war der exit nach so kurzer Zeit
faktisch ein Neuanfang im Controlling, rewe etc. und die
drei Jahre waren verschwendet. Wenn man da hin will, sollte
man bloß nicht in die WP gehen, sondern direkt nach der Uni
bereits in die "Wirtschaft".

Für mich persönlich ist WP eine optimale Kombination von
recht und BWL. Es macht Spaß und am Hungertuch nagt man auch
als assi nicht. Als Master sollten in Großstädten locker 42k
drin sein. Klar gibt es attraktivere Einstiege, aber die
Optionen nach dem Examen sind enorm (fast nie davor). Die
WPs, die bei uns den exit wählten sind gegangen, weil sie
finanzvorstand oder Leiter Finanzen sonst wo wurden. Mit
einem Gehalt von deutlich über 100k.

Lange Rede kurzer Sinn. Wer Wirtschaftsprüfer werden will,
weil ihn das interessiert, sollte im Audit anfangen. Wen das
nicht sonderlich interessiert, sollte einen riesen Bogen um
WP Gesellschaften machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Wirtschaftsprüfer bzw Steuerberaterexamen macht nur sinn wenn man:

  1. Partner werden will bei den Big4 oder auch kleinerer in einer kleineren Gesellschaft
  2. Sich selbstständig machen will mit einem Steuerberaterbüro

Exit in die Industrie ist für 90% der Leute ein Graus. Oft landen die dann in der Accounting Abteilung und versauern dort. Gibt Ausnahmen aber das ist leider die Regel.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Die Prüfung ist ein notwendig Übel, das so billig wie nur möglich über die Bühne laufen soll und gleichzeitig muss der Name/Reputation gut genug sein, um den Bericht den Banken/Shareholdern vorzeigen zu können.

Nicht mehr, nicht weniger.

Lounge Gast schrieb:

Bei uns sind die definitiv jetzt noch drin. Später wird das
nicht anders sein. Wir haben im Moment einen akuten Mangel an
Assistenten, die mal länger als 1 Jahr bleiben. Bis vor
wenigen Jahren war das noch anders. Da sind die Leute
überwiegend mindestens bis zum StB geblieben. Das Gehalt zu
drücken wäre fatal. Deswegen steigt es bis zum StB an und der
Sprung von Assistent auf stb ist nicht mehr so hoch. Das
führt dazu, dass man als assi bereits relativ gut verdient
und nur die Leute gehen, die kein Audit machen wollen und
nicht die, denen das Geld zu wenig ist.

Der Preiskampf ist im Audit noch immer hoch. Aber man
verdient mittlerweile wieder zunehmend Geld damit.
Insbesondere kmu wenden sich zunehmend von den preislich
billigen big 4 ab, weil sie gemerkt haben, dass die Leistung
nicht stimmt, wenn von 4 Wochen Prüfung, an 3 Wochen zwei
assis im Unternehmen rum turnen und nur in einer Woche mal
ein richtiger WP da ist. Das hat sich häufig für die
Unternehmen gerächt.

Diese Unternehmen sind zunehmend bereit auch was für die
Prüfung zu zahlen.

Lounge Gast schrieb:

das stimmt ja was du sagst, aber die Zahlen sind
Vergangenheitswerte. Die Frage ist doch: sind die 90k
bei WPs
auch zukünftig im Durchschnitt drin.

Lounge Gast schrieb:

WP ist sicher nicht der leichteste Weg aber lohnen
tut er
sich (im Vergleich) finanziell bestimmt.

Wie man im anderen Thread StepStone Gehaltsreport
sieht,
verdient ein WP nach 10 Jahren Berufserfahrung 90k+.
Ausserhalb von Wiwitreff (wo jeder SB 100k
verdient) und
auch
gemäss Gehaltsreport ist das noch immer eines der
höchsten
Durchschnittsgehälter in der Wirtschaft.

Ich würde also sagen, viel Aufwand für guten
Ertrag. Aber
bestimmt auch nicht das beste
Aufwands-/Ertragsverhältnis das
man erreichen kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Was ist so schlimm an einem Exit in die Accounting Abteilung? Wie soll der Exit ausschauen? Direkter Sprung zum CFO oder was

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Lounge Gast schrieb:

Insbesondere kmu wenden sich zunehmend von den preislich
billigen big 4 ab, weil sie gemerkt haben, dass die Leistung
nicht stimmt, wenn von 4 Wochen Prüfung, an 3 Wochen zwei
assis im Unternehmen rum turnen und nur in einer Woche mal
ein richtiger WP da ist. Das hat sich häufig für die
Unternehmen gerächt.

Stimmt so natürlich nicht. Testat ist Testat. Mir ist das auch ganz lieb, wenn nur ein paar Wochen Hilfskräfte da sind und die Abläufe möglichst wenig stören.

Was mir aber aufgefallen ist, die bleiben seit ein paar Jahren wirklich nicht mehr bis Ultimo. Aber das liegt wohl auch am Managerwechsel bei uns bezüglich des prüfenden WPs. Denen geht es nur noch um das Belege sammeln und fertig. Letzte Prüfung vor paar Wochen lag der finale Prüfbericht bereits vor und die 2 Wochen danach gab es immer noch einige Prüfanfragen. Das macht ja echt nur Sinn, wenn es rein um der Erfüllen von Prüfnormen geht, oder? Sammle 25 Stichproben hier, 30 Stichproben da und 50 Stichproben dort?

Und nein, solche Dilettanten von 2nd Tier WPs brauchen wir hier nicht. Die sich aufspielen und am Ende doch keine Ahnung haben. Unsere Prozesse hier sind rund und die Zahlen spiegeln ein realistisches Bild wieder. Die lieben Prüfer haben möglichst unauffällig ihre Belege zusammensuchen und dabei möglichst wenig zu stören und wenig zu kosten. Und da ist ein unaufgeregter Big4-Prüfer für welchen wir nur eine Nummer sind schon das richtige und kein Wichtigtuer, welcher 30% seiner Jahresarbeitszeit auf uns konzentriert.

Etwas anderes wäre dann Beratung, aber es liegen bei den Big4 Welten zwischen den Audit-Leuten und beratenden Sparten wie Steuerberatung. Auch hier sind wir dann sehr zufrieden mit den Big4 wenn es mal wieder Spezialthemen wie Umsatzsteuer oder latente Steuern gibt. Aber eben auf ganz andere Art zufrieden als mit den Audit-Leuten die das "wenig stören" perfektioniert haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Das ist von solchen Unternehmen, wie du sie beschreibst viel zu kurz gedacht. Sicher ist testet gleich testet. Aber schätzungsweise über 90 % der unternehmen
wollen, dass ihr Abschluss auch stimmt. Wenn es nicht so ist, sind die Konsequenzen häufig erst nach Jahren spürbar und teilweise unumkehrbar.

Es hat auch nichts mit wichtigtuerei zu tun, wenn der WP seinen Job ordentlich macht und im besten Fall auch wertvolle Hinweise geben kann. Mich persönlich würde als Unternehmer extrem stören, wenn der Prüfer alles abhakt und sich das kaum im Detail angesehen hat.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Insbesondere kmu wenden sich zunehmend von den preislich
billigen big 4 ab, weil sie gemerkt haben, dass die
Leistung
nicht stimmt, wenn von 4 Wochen Prüfung, an 3 Wochen zwei
assis im Unternehmen rum turnen und nur in einer Woche mal
ein richtiger WP da ist. Das hat sich häufig für die
Unternehmen gerächt.

Stimmt so natürlich nicht. Testat ist Testat. Mir ist das
auch ganz lieb, wenn nur ein paar Wochen Hilfskräfte da sind
und die Abläufe möglichst wenig stören.

Was mir aber aufgefallen ist, die bleiben seit ein paar
Jahren wirklich nicht mehr bis Ultimo. Aber das liegt wohl
auch am Managerwechsel bei uns bezüglich des prüfenden WPs.
Denen geht es nur noch um das Belege sammeln und fertig.
Letzte Prüfung vor paar Wochen lag der finale Prüfbericht
bereits vor und die 2 Wochen danach gab es immer noch einige
Prüfanfragen. Das macht ja echt nur Sinn, wenn es rein um der
Erfüllen von Prüfnormen geht, oder? Sammle 25 Stichproben
hier, 30 Stichproben da und 50 Stichproben dort?

Und nein, solche Dilettanten von 2nd Tier WPs brauchen wir
hier nicht. Die sich aufspielen und am Ende doch keine Ahnung
haben. Unsere Prozesse hier sind rund und die Zahlen spiegeln
ein realistisches Bild wieder. Die lieben Prüfer haben
möglichst unauffällig ihre Belege zusammensuchen und dabei
möglichst wenig zu stören und wenig zu kosten. Und da ist ein
unaufgeregter Big4-Prüfer für welchen wir nur eine Nummer
sind schon das richtige und kein Wichtigtuer, welcher 30%
seiner Jahresarbeitszeit auf uns konzentriert.

Etwas anderes wäre dann Beratung, aber es liegen bei den Big4
Welten zwischen den Audit-Leuten und beratenden Sparten wie
Steuerberatung. Auch hier sind wir dann sehr zufrieden mit
den Big4 wenn es mal wieder Spezialthemen wie Umsatzsteuer
oder latente Steuern gibt. Aber eben auf ganz andere Art
zufrieden als mit den Audit-Leuten die das "wenig
stören" perfektioniert haben.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Das gilt aber für jeden Beruf. Alle berufe wandeln sich. Was feststeht ist, dass die Anforderungen an Wirtschaftsprüfer sicher nicht geringer werden. Vgl. mal die gesetzlichen Anforderungen an einen Jahresabschluss vor BiRiLiG mit heute. Das sind Welten. Es gibt heute keine Hinweise darauf, dass man in Zukunft weniger als Wirtschaftsprüfer verdient als heute, weniger Wirtschaftsprüfer gebraucht werden etc.

taxman schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Welche Aufgabe sollen denn noch weiter automatisiert
werden?
Solange eine Kanzlei nicht immer noch vollständig mit
Papier
arbeitet, gibt es da keine weiteren Möglichkeiten mehr
und ob
solche Kanzleien überhaupt noch akzeptieren, bezweifle ich
einfach einmal. Belegprüfung, Qualitätssicherung,
Bilanzprüfung oder Mandantenbesuch ist nicht
automatisierbar.
Da fallen allenfalls Stellen auf dem Level eines Sekretärs
weg, aber keine, für die es ein WP Examen braucht.

Du solltest wirklich mal bei den entsprechenden Verbänden und
Kammern (IDW, WPK, BStBK, LSWB etc.) nach Digitalisierung und
den Auswirkgungen auf die Berufstände von WP und StB
recherchieren.

Es gibt KEINEN WP oder StB (unter 60 Jahren) der nicht davon
überzeugt ist, dass sich unsere Tätigkeit in 5-10 Jahren
maßgeblich von der heutigen Tätigkeit unterscheidet. Das soll
auf keinen Fall heißen, dass der WP ( & StB )keine
Zukunft hat, die Arbeit schaut dann einfach anders aus. Die
Assistenen-Ebene bei den WPG's wird meiner Meinung nach
(und das ist keine Mindermeinung)jedoch zahlenmäßig deutlich
abnehmen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Jahresabschlussprüfung ist eine Pflichtprüfung - viele Firmen würden es nicht machen lassen, wenn sie nicht müssten. Daher wird es eben so günstig wie möglich eingekauft und die Prüfer sollen möglichst nicht nerven und bitte keine unangenehmen Fragen stellen. Uneingeschränktes Testat ist auch fast immer all-inclusive.
Mag vielleicht bei börsennotierten Firmen etwas ander sein, denen schaut ja auch noch die DPR auf die Finger. Da hört man dann vielleicht doch lieber auf seinen Wirtschaftsprüfer und lässt den mal machen - denn wenn später die DPR was findet, wird es öffentlich und somit peinlich und teuer.

Lounge Gast schrieb:

Das ist von solchen Unternehmen, wie du sie beschreibst viel
zu kurz gedacht. Sicher ist testet gleich testet. Aber
schätzungsweise über 90 % der unternehmen
wollen, dass ihr Abschluss auch stimmt. Wenn es nicht so ist,
sind die Konsequenzen häufig erst nach Jahren spürbar und
teilweise unumkehrbar.

Es hat auch nichts mit wichtigtuerei zu tun, wenn der WP
seinen Job ordentlich macht und im besten Fall auch wertvolle
Hinweise geben kann. Mich persönlich würde als Unternehmer
extrem stören, wenn der Prüfer alles abhakt und sich das kaum
im Detail angesehen hat.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Insbesondere kmu wenden sich zunehmend von den
preislich
billigen big 4 ab, weil sie gemerkt haben, dass die
Leistung
nicht stimmt, wenn von 4 Wochen Prüfung, an 3
Wochen zwei
assis im Unternehmen rum turnen und nur in einer
Woche mal
ein richtiger WP da ist. Das hat sich häufig für die
Unternehmen gerächt.

Stimmt so natürlich nicht. Testat ist Testat. Mir ist das
auch ganz lieb, wenn nur ein paar Wochen Hilfskräfte da
sind
und die Abläufe möglichst wenig stören.

Was mir aber aufgefallen ist, die bleiben seit ein paar
Jahren wirklich nicht mehr bis Ultimo. Aber das liegt wohl
auch am Managerwechsel bei uns bezüglich des prüfenden
WPs.
Denen geht es nur noch um das Belege sammeln und fertig.
Letzte Prüfung vor paar Wochen lag der finale Prüfbericht
bereits vor und die 2 Wochen danach gab es immer noch
einige
Prüfanfragen. Das macht ja echt nur Sinn, wenn es rein
um der
Erfüllen von Prüfnormen geht, oder? Sammle 25 Stichproben
hier, 30 Stichproben da und 50 Stichproben dort?

Und nein, solche Dilettanten von 2nd Tier WPs brauchen wir
hier nicht. Die sich aufspielen und am Ende doch keine
Ahnung
haben. Unsere Prozesse hier sind rund und die Zahlen
spiegeln
ein realistisches Bild wieder. Die lieben Prüfer haben
möglichst unauffällig ihre Belege zusammensuchen und dabei
möglichst wenig zu stören und wenig zu kosten. Und da
ist ein
unaufgeregter Big4-Prüfer für welchen wir nur eine Nummer
sind schon das richtige und kein Wichtigtuer, welcher 30%
seiner Jahresarbeitszeit auf uns konzentriert.

Etwas anderes wäre dann Beratung, aber es liegen bei den
Big4
Welten zwischen den Audit-Leuten und beratenden Sparten
wie
Steuerberatung. Auch hier sind wir dann sehr zufrieden mit
den Big4 wenn es mal wieder Spezialthemen wie Umsatzsteuer
oder latente Steuern gibt. Aber eben auf ganz andere Art
zufrieden als mit den Audit-Leuten die das "wenig
stören" perfektioniert haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Was daran so schlimm ist in der Accounting Abteilung zu landen?

Also ich weiss nicht wie es bei euch ist aber bei mir (Dax30 Unternehmen) ist die Accounting Abteilung keine Karriereschmiede und überhaupt nicht angesehen im Finanzbereich. Die die dort von den Big4 landen sehen auch nicht wirklich glücklich aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Lounge Gast schrieb:

Das ist von solchen Unternehmen, wie du sie beschreibst viel
zu kurz gedacht. Sicher ist testet gleich testet. Aber
schätzungsweise über 90 % der unternehmen
wollen, dass ihr Abschluss auch stimmt. Wenn es nicht so ist,
sind die Konsequenzen häufig erst nach Jahren spürbar und
teilweise unumkehrbar.

Es hat auch nichts mit wichtigtuerei zu tun, wenn der WP
seinen Job ordentlich macht und im besten Fall auch wertvolle
Hinweise geben kann. Mich persönlich würde als Unternehmer
extrem stören, wenn der Prüfer alles abhakt und sich das kaum
im Detail angesehen hat.

Unsere Abschlüsse stimmen ja auch. Ob ein Leasing-Fahrzeug jetzt aktiviert wird oder nicht, ob etwas in der Anlagenbuchhaltung aktiviert wird oder direkt in den Aufwand, ob wir eine Rückstellung bilden oder nicht. Das alles ist am Ende wirklich egal. Oder ob etwas als sonstiger Ertrag oder Umsatz erfasst wird. Aber das sind so die Klecker-Themen der WPs, welche niemand interessieren. Macht euren Haken und nervt nicht weiter. An der Aussage des Abschlusses ändern diese geringwertigen Kinkerlitzchen nichts. Und für interne Steuerungszwecke ist die HGB-Bilanz aber sowas von egal. Du gehst davon aus, dass die Bilanzierung nach gesetzlichen Richtlinien irgend einen internen Nutzen für das Unternehmen hat. So ist das aber nicht. Es geht um die Erfüllung notwendiger, gesetzlicher Standards mit den geringstmöglichen Mitteln (Zeitlich & Finanziell).

Wenn die Steuerabteilung uns vor Doppelbesteuerung, Strafen oder ähnlichem bewahrt, dann hat das in der Tat einen finanziellen Nutzen für uns. Aber nicht die Häkchen-Macher. Ob die 20 oder 500 Stichproben machen, solange am Ende ein Testat da ist, ist der Nutzen der gleiche.

Und im Zweifelsfall sitzen bei den Big4 übrigens auch die deutlich kompetenteren Leute als bei kleineren WP-Buden. Aber nicht diese Kompetenz ist das Argument, sondern ein schneller, reibungsloser Ablauf mit geringen Kosten und geringem zeitlichen Einsatz unserer Mitarbeiter.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Natürlich achtet man auf Aufwand und Ertrag. Aber entscheidend ist der Betrachtungszeitraum ;) welchen Ertrag hat man denn in den ersten Jahren des Studiums? Bestimmt keinen, der höher ist als die Kosten. Trotzdem studiert man. Auch als guter Ökonom. Der Ertrag kommt erst später. Das ist beim WP Examen ebenso. Die Jahre bis zum Examen sind bestimmt nicht sonderlich ertragreich im vergleich zum Aufwand. Man muss das betrachten, was in den kommenden 30 Jahren danach kommt. Alles andere wäre zu kurz gedacht. Es ist eben eine Investition. Auszahlung heute und Ertrag erst später. Das wissen gute Ökonomen ;)

Zudem fangen fertige WPs eben nicht von vorne an, wenn sie den exit wählen, sondern steigen in entsprechenden Positionen ein, Leiter Finanzen, Geschäftsführer, finanzvorstand etc. Selten auf irgendwelchen sacharbeiterstellen mit 60 k Jahresgehalt. Wer das als wp macht, hat meist ganz andere Motive, zb. ab punkt 17.00 jeden tag zuhause bei Frau und Kind sein zu wollen. Wer aber nach 2 oder 3 Jahren geht, ohne auch nur stb zu sein, bekommt meist stellen, die auch frische Uni Absolventen mit master bekommen würden. So sieht es zumindest bei fast allen assis aus, die bei uns nach 2 bis 3 Jahren gingen. Ich finde nicht, dass es ein sehr guter exit ist, wenn man nach 2 bis 3 Jahren audit als Controller für 45k anheuert oder für 50k im Vertrieb anfängt. "Schlecht" ist das sicher nicht. Aber eben auch kein guter exit, der die 2 bis 3 Jahre davor benötigt hätte.

Lounge Gast schrieb:

Man achtet als guter Ökonom immer auf Aufwand und Ertrag.
Zum Ertrag kann man ja auch den Spaß dazuzählen.
Das Examen ist aber nunmal wirklich für keinen spaßig...

Kenne genug Leute die ohne den WP sehr gute Exits in die
Industry hatten, wieso auch nicht? Außerdem fängt man auch
als WP in der Industry neu an.

Zudem gibt es für Abolventen nicht viele Stellen direkt in
den Konzernen etc., darum schuften ja so viele in den ganzen
Beratungen bspw....

Lounge Gast schrieb:

Das ist schon bemerkenswert, dass hier die Leute ihre
Jobwahl
nach dem Verhältnis Aufwand/Ertrag in den ersten 3
berufsjahren wählen wollen. Und das bei 35 bis 40 Jahren !
Gesamtarbeitszeit. Damit wird man langfristig keinen
Erfolg
haben.

Ich würde aber keinem empfehlen im Audit anzufangen, um
auf
einen möglichst attraktiven Exit nach 2 bis 3 Jahren zu
hoffen. Das wird nicht passieren. Bei den meisten, die
es bei
uns so gemacht haben war der exit nach so kurzer Zeit
faktisch ein Neuanfang im Controlling, rewe etc. und die
drei Jahre waren verschwendet. Wenn man da hin will,
sollte
man bloß nicht in die WP gehen, sondern direkt nach der
Uni
bereits in die "Wirtschaft".

Für mich persönlich ist WP eine optimale Kombination von
recht und BWL. Es macht Spaß und am Hungertuch nagt man
auch
als assi nicht. Als Master sollten in Großstädten locker
42k
drin sein. Klar gibt es attraktivere Einstiege, aber die
Optionen nach dem Examen sind enorm (fast nie davor). Die
WPs, die bei uns den exit wählten sind gegangen, weil sie
finanzvorstand oder Leiter Finanzen sonst wo wurden. Mit
einem Gehalt von deutlich über 100k.

Lange Rede kurzer Sinn. Wer Wirtschaftsprüfer werden will,
weil ihn das interessiert, sollte im Audit anfangen. Wen
das
nicht sonderlich interessiert, sollte einen riesen Bogen
um
WP Gesellschaften machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Was man auch beachten muss, ist, dass man, wenn man die Examen in der Tasche hat, garantiert ein gutes Salär erzielt. Um vergleichbare Saläre zu erzielen, muss man in der Industrie auf Teamleiter oder Abteilungsleiter Stufe sein. Es gibt keine Garantie, dass man Ende 20 oder Anfang 30, wenn man die Examen bereits in der Tasche hätte, auf diesen Positionen ist, bzw. ob man sie überhaupt je erreicht.

Während die Examen von einem selbst abhängen spielen bei Führungsrollen in der Industrie auch immer externe und nicht beeinflussbare Faktoren mit.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

"Und im Zweifelsfall sitzen bei den Big4 übrigens auch die deutlich kompetenteren Leute als bei kleineren WP-Buden."

Ich verstehe gar nicht, wo dein Hass auf die externe Rechnungslegung herrührt. Ich werde auch gar nicht versuchen dich davon zu überzeugen, dass Abschlussprüfung und ext. Rechnungslegung nicht ganz so unwichtig sind, wie du das darstellst. Verstehe nur nicht, wieso man so eine Ignoranz gegenüber einer ganzen Fachrichtung zeigt. Deine Ausführungen sind einfach unfassbar engstirnig, einseitig und bringen die Diskussion nicht voran. Die Aussage über Mitarbeiter kleinerer WPG und Big4 Mitarbeiter ist darüber hinaus einfach nur lächerlich.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ich bin mal so frech und meine, dass es soviele Leitungsstellen gar nicht gibt, wie Wirtschaftsprüfer mit Examen ausscheiden wollen. Wieso sollte ein Wirtschaftsprüfer ausgerechnet Leiter der Finanzen werden? Ohne Erfahrungen? Wohl eher im Bereich der externen Rechnungslegung. Mit Finanzen hatte die klassische WP Abteilung, in der ich länger gearbeitet habe, ja nun wirklich gar nichts zu tun.

Gute Ökonomen betrachten übrigens auch die Opportunitätskosten. So rosig sieht es da dann meiner Meinung nach dann nicht mehr aus. Wenn es einem gefällt, soll man es aber natürlich machen! Keine Frage.

Lounge Gast schrieb:

Natürlich achtet man auf Aufwand und Ertrag. Aber
entscheidend ist der Betrachtungszeitraum ;) welchen Ertrag
hat man denn in den ersten Jahren des Studiums? Bestimmt
keinen, der höher ist als die Kosten. Trotzdem studiert man.
Auch als guter Ökonom. Der Ertrag kommt erst später. Das ist
beim WP Examen ebenso. Die Jahre bis zum Examen sind bestimmt
nicht sonderlich ertragreich im vergleich zum Aufwand. Man
muss das betrachten, was in den kommenden 30 Jahren danach
kommt. Alles andere wäre zu kurz gedacht. Es ist eben eine
Investition. Auszahlung heute und Ertrag erst später. Das
wissen gute Ökonomen ;)

Zudem fangen fertige WPs eben nicht von vorne an, wenn sie
den exit wählen, sondern steigen in entsprechenden Positionen
ein, Leiter Finanzen, Geschäftsführer, finanzvorstand etc.
Selten auf irgendwelchen sacharbeiterstellen mit 60 k
Jahresgehalt. Wer das als wp macht, hat meist ganz andere
Motive, zb. ab punkt 17.00 jeden tag zuhause bei Frau und
Kind sein zu wollen. Wer aber nach 2 oder 3 Jahren geht, ohne
auch nur stb zu sein, bekommt meist stellen, die auch frische
Uni Absolventen mit master bekommen würden. So sieht es
zumindest bei fast allen assis aus, die bei uns nach 2 bis 3
Jahren gingen. Ich finde nicht, dass es ein sehr guter exit
ist, wenn man nach 2 bis 3 Jahren audit als Controller für
45k anheuert oder für 50k im Vertrieb anfängt.
"Schlecht" ist das sicher nicht. Aber eben auch
kein guter exit, der die 2 bis 3 Jahre davor benötigt hätte.

Lounge Gast schrieb:

Man achtet als guter Ökonom immer auf Aufwand und Ertrag.
Zum Ertrag kann man ja auch den Spaß dazuzählen.
Das Examen ist aber nunmal wirklich für keinen spaßig...

Kenne genug Leute die ohne den WP sehr gute Exits in die
Industry hatten, wieso auch nicht? Außerdem fängt man auch
als WP in der Industry neu an.

Zudem gibt es für Abolventen nicht viele Stellen direkt in
den Konzernen etc., darum schuften ja so viele in den
ganzen
Beratungen bspw....

Lounge Gast schrieb:

Das ist schon bemerkenswert, dass hier die Leute ihre
Jobwahl
nach dem Verhältnis Aufwand/Ertrag in den ersten 3
berufsjahren wählen wollen. Und das bei 35 bis 40
Jahren !
Gesamtarbeitszeit. Damit wird man langfristig keinen
Erfolg
haben.

Ich würde aber keinem empfehlen im Audit
anzufangen, um
auf
einen möglichst attraktiven Exit nach 2 bis 3
Jahren zu
hoffen. Das wird nicht passieren. Bei den meisten,
die
es bei
uns so gemacht haben war der exit nach so kurzer Zeit
faktisch ein Neuanfang im Controlling, rewe etc.
und die
drei Jahre waren verschwendet. Wenn man da hin will,
sollte
man bloß nicht in die WP gehen, sondern direkt nach
der
Uni
bereits in die "Wirtschaft".

Für mich persönlich ist WP eine optimale
Kombination von
recht und BWL. Es macht Spaß und am Hungertuch nagt
man
auch
als assi nicht. Als Master sollten in Großstädten
locker
42k
drin sein. Klar gibt es attraktivere Einstiege,
aber die
Optionen nach dem Examen sind enorm (fast nie
davor). Die
WPs, die bei uns den exit wählten sind gegangen,
weil sie
finanzvorstand oder Leiter Finanzen sonst wo
wurden. Mit
einem Gehalt von deutlich über 100k.

Lange Rede kurzer Sinn. Wer Wirtschaftsprüfer
werden will,
weil ihn das interessiert, sollte im Audit
anfangen. Wen
das
nicht sonderlich interessiert, sollte einen riesen
Bogen
um
WP Gesellschaften machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Keine Ahnung wohin die ganzen WPs alle ihr Exit machen sollen. Ich zumindest hatte in meiner kurzen WP/Audit Laufbahn das Gefühl das alle auf den Sprung in den Fachbereich (Geschäftsleitung) warten, nur die meisten WPs wollten sich nicht unter Wert verkaufen und warten schon zu lange auf den Absprung.

In meinem Unternehmen (350.000 Mitarbeiter) gibt es genau 2 WPs. Niemand muss dort soll an haben neu erfinden und auch die AfA Tabellen werden nicht jährlich neu erfunden. Um als Teamleiter in der Buchhaltung zu fungieren sind WPs zu teuer und um Prozesse neu zu gestalten haben diese oftmals zu wenig Ahnung von SAP und Co. Selbst die Grundsatzfragenabteilung kommt ohne gut zurecht und sollte mal eine Fragestellung die Kompetenzen überschreiben, dann kauft man sich vorübergehend Know-How von Extern ein.

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Zum Thema Einstiegsgehalt: Bachelor 41-42 und Master 45-46 jeweils plus rund 10% Bonus. Hinzu kommen hohe Rentenansprüche, wenn man Stb oder WP ist. Interessante Aufgabengebiete mit immer wechselnden Mandaten in unterschiedlichsten Branchen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Jede Abteilung schaut doch auf irgendeine andere Abteilung herab. Fakt ist, dass am Ende alle Abteilungen eine Rolle spielen, um den Unternehmenserfolg zu sichern.

Und für jemanden der Accounting interessant findet und Bock auf den Job hat, ist es definitiv nicht negatives in der Accountingabteilung eines DAX Unternehmens zu landen. Wenn ich einen Exit in den Finance Bereich plane, dann steige ich auch nicht bei ner Big 4 im Audit ein...

Lounge Gast schrieb:

Was daran so schlimm ist in der Accounting Abteilung zu landen?

Also ich weiss nicht wie es bei euch ist aber bei mir (Dax30
Unternehmen) ist die Accounting Abteilung keine
Karriereschmiede und überhaupt nicht angesehen im
Finanzbereich. Die die dort von den Big4 landen sehen auch
nicht wirklich glücklich aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Sind die Gehälter gestiegen? 46k habe ich im Audit noch nicht gehört

Lounge Gast schrieb:

Zum Thema Einstiegsgehalt: Bachelor 41-42 und Master 45-46
jeweils plus rund 10% Bonus. Hinzu kommen hohe
Rentenansprüche, wenn man Stb oder WP ist. Interessante
Aufgabengebiete mit immer wechselnden Mandaten in
unterschiedlichsten Branchen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

"Sind die Gehälter gestiegen? 46k habe ich im Audit noch nicht gehört"

Man hört es oft.
Stimmt aber nie.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Naja wenn man bei jeder Kleinigkeit Fehler machst dann addiert sich das und am Ende hast du einen großen Haufen Mist...
Egal ist sowas eben nicht weil der WP am Ende dafür geradesteht aber du bist ja anscheinend ganz ein Schlauer.

Lounge Gast schrieb:

Unsere Abschlüsse stimmen ja auch. Ob ein Leasing-Fahrzeug
jetzt aktiviert wird oder nicht, ob etwas in der
Anlagenbuchhaltung aktiviert wird oder direkt in den Aufwand,
ob wir eine Rückstellung bilden oder nicht. Das alles ist am
Ende wirklich egal. Oder ob etwas als sonstiger Ertrag oder
Umsatz erfasst wird. Aber das sind so die Klecker-Themen der
WPs, welche niemand interessieren. Macht euren Haken und
nervt nicht weiter. An der Aussage des Abschlusses ändern
diese geringwertigen Kinkerlitzchen nichts. Und für interne
Steuerungszwecke ist die HGB-Bilanz aber sowas von egal. Du
gehst davon aus, dass die Bilanzierung nach gesetzlichen
Richtlinien irgend einen internen Nutzen für das Unternehmen
hat. So ist das aber nicht. Es geht um die Erfüllung
notwendiger, gesetzlicher Standards mit den geringstmöglichen
Mitteln (Zeitlich & Finanziell).

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ich glaube du hast einfach noch nie eine WP-Gesellschaft von innen gesehen. Als WP ist man gerne gesehen und man ist ständig an Beratungsthemen mit dran. Wenn das Unternehmen etwas nicht weiss ruft es lieber den WP an als die internen Rechtsabteilung um eine Einschätzung zu bekommen. Weiterhin wird in Abschlusspräsentationen mit dem Vorstand & AR alles genaustes kommuniziert was für Schwachstellen man entdeckt hat. Und diese Instanzen sind sehr froh dass es einen WP gibt, da sie sonst selber keine Ahnung hätten was deren Accounting Abteiung macht. Natürlich sind die Sachbearbeiter (Buchhaltung) genervt weil wir viele Fragen stellen, aber ich bin überzeugt dass ohne die Audits vieles nicht laufen würde in Unternehmen. Zumindest nicht nach gesetzlichen Vorschriften (insbesondere in Spezialgebieten wie z.B. Bilanzierung nach KAGB)

Bei uns (Big 4) ist ein normales Einstiegsgehalt 45k All-In ohne Spesen für jemand mit Master drin ohne dass man auch nur ein Fünkchen verhandeln muss. Letztes Jahr gabs noch nen tausender Sonderzahlung obendrauf womit man bei 46k landet. Und dabei handelt es sich nur um ein Einstiegsgehalt die Gehaltssteigerungen sind sehr gut wenn du entsprechende Performance zeigst und dich von dem Rest abhebst.

Viele vergessen bei der Gehaltsdisskusion auch dass bei den großen UB/IB's ein All-In Gehalt gezahlt wird. Bei den Big 4 wird mittlerweile jede Überstunde aufgeschrieben die abgefeiert oder ausbezahlt werden kann was das Gehalt nochmal deutlich aufwertet.

Zu Zukunftsthema wird sich die WP natürlich ändern, aber gerade da stehst du als junger WP super da mit der entsprechenden Anpassungsfähigkeit an neue Zeiten im Vergleich zu dem Durchschnitts-WP der um die 50 ist.

Wenn Ihr bock auf financial accounting habt geht in die WP und macht vorher ein Praktikum ob es euch zu sagt. Hier in diesem Forum scheint es nur IB/UB/WP zu geben, aber macht doch das was euch Spaß macht und dann werdet ihr auch gut sein und Erfolg haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Senior Manager ohne Titel,wer unterschreibt dann den Prüfungsbericht?

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3117

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

sollte man sich seine Karriere nicht eher nach dem aussuchen, was einem Spaß macht?

(Strategische) UB und WP im Audit sind inhaltlich und null vergleichbar - war früher bei einer Big 4 im Restructuring und dann bei A.T. Kearney

Abgesehen davon sind die goldenen Zeiten in der WP vermutlich vorbei - Audit wird von den Kunden als reine Commodity ohne Mehrwert angesehen, dementsprechend brutal ist der Preisdruck

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

push

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

push it real good

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WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Ich befürchte auf viele der Schreibenden hier wird nach dem Studium eine böse Realität warten - insbesondere wenn ich mir die Gehaltsphantasien ansehe. In der freien Wirtschaft liegt das Einstiegsgehalt nach dem Studium selten deutlich über TEUR 3 p. m.

In der Wirtschaftsprüfung ist das Einstiegsgehalt insbesondere bei den Big4 vergleichsweise hoch, birgt jedoch auch alle Vor- und Nachteile (Nachteil z. B.: Saisonal keinerlei Freizeit dafür Arbeitsstunden innerhalb der Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (60 h/Woche) abrechenbar). Das Einstiegsgehalt von 40-45k ist realistisch. Es gibt WP-Gesellschaften, in denen das Einstiegsgehalt höher liegt, diese sind jedoch zumeist branchenspezifisch spezialisiert und zum Einstieg ist neben einem Hochschulstudium noch eine fachspezifische Ausbildung erforderlich. In einer solchen WP-Gesellschaft bin ich selbst tätig. Wir legen nach drei Jahren eine rechtformspezifische Prüfung ab (Lehrgänge hierfür sind in die Assistenten-Ausbildung integriert). Danach steigt das Gehalt automatisch auf 60k plus Spesen, Überstunden sind weiterhin voll abrechenbar. Durch Berufsjahre und weitere Spezialisierungen mit Beratungsanteil ist eine Steigerung bis max. etwa 80k p. a. drin - auch ohne WP-Titel. Dann ist allerdings auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei den Big4 ist ohne WP-Titel im Bereich Audit sehr viel früher Schluss.

Wer von Work-Life-Balance spricht, diese in Zukunft auch erwartet und kein intrinsisch motiviertes Interesse an der Fachmaterie hat, sollte seine Pläne WP zu werden generell überdenken.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

WiWi Gast schrieb am 20.07.2018:

Ich befürchte auf viele der Schreibenden hier wird nach dem Studium eine böse Realität warten - insbesondere wenn ich mir die Gehaltsphantasien ansehe. In der freien Wirtschaft liegt das Einstiegsgehalt nach dem Studium selten deutlich über TEUR 3 p. m.

In der Wirtschaftsprüfung ist das Einstiegsgehalt insbesondere bei den Big4 vergleichsweise hoch, birgt jedoch auch alle Vor- und Nachteile (Nachteil z. B.: Saisonal keinerlei Freizeit dafür Arbeitsstunden innerhalb der Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (60 h/Woche) abrechenbar). Das Einstiegsgehalt von 40-45k ist realistisch. Es gibt WP-Gesellschaften, in denen das Einstiegsgehalt höher liegt, diese sind jedoch zumeist branchenspezifisch spezialisiert und zum Einstieg ist neben einem Hochschulstudium noch eine fachspezifische Ausbildung erforderlich. In einer solchen WP-Gesellschaft bin ich selbst tätig. Wir legen nach drei Jahren eine rechtformspezifische Prüfung ab (Lehrgänge hierfür sind in die Assistenten-Ausbildung integriert). Danach steigt das Gehalt automatisch auf 60k plus Spesen, Überstunden sind weiterhin voll abrechenbar. Durch Berufsjahre und weitere Spezialisierungen mit Beratungsanteil ist eine Steigerung bis max. etwa 80k p. a. drin - auch ohne WP-Titel. Dann ist allerdings auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei den Big4 ist ohne WP-Titel im Bereich Audit sehr viel früher Schluss.

Wer von Work-Life-Balance spricht, diese in Zukunft auch erwartet und kein intrinsisch motiviertes Interesse an der Fachmaterie hat, sollte seine Pläne WP zu werden generell überdenken.

Du bist (angehende) Verbandsprüferin, richtig??

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Kannst du hierzu noch ein paar Details geben?

WiWi Gast schrieb am 20.07.2018:

Ich befürchte auf viele der Schreibenden hier wird nach dem Studium eine böse Realität warten - insbesondere wenn ich mir die Gehaltsphantasien ansehe. In der freien Wirtschaft liegt das Einstiegsgehalt nach dem Studium selten deutlich über TEUR 3 p. m.

In der Wirtschaftsprüfung ist das Einstiegsgehalt insbesondere bei den Big4 vergleichsweise hoch, birgt jedoch auch alle Vor- und Nachteile (Nachteil z. B.: Saisonal keinerlei Freizeit dafür Arbeitsstunden innerhalb der Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (60 h/Woche) abrechenbar). Das Einstiegsgehalt von 40-45k ist realistisch. Es gibt WP-Gesellschaften, in denen das Einstiegsgehalt höher liegt, diese sind jedoch zumeist branchenspezifisch spezialisiert und zum Einstieg ist neben einem Hochschulstudium noch eine fachspezifische Ausbildung erforderlich. In einer solchen WP-Gesellschaft bin ich selbst tätig. Wir legen nach drei Jahren eine rechtformspezifische Prüfung ab (Lehrgänge hierfür sind in die Assistenten-Ausbildung integriert). Danach steigt das Gehalt automatisch auf 60k plus Spesen, Überstunden sind weiterhin voll abrechenbar. Durch Berufsjahre und weitere Spezialisierungen mit Beratungsanteil ist eine Steigerung bis max. etwa 80k p. a. drin - auch ohne WP-Titel. Dann ist allerdings auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei den Big4 ist ohne WP-Titel im Bereich Audit sehr viel früher Schluss.

Wer von Work-Life-Balance spricht, diese in Zukunft auch erwartet und kein intrinsisch motiviertes Interesse an der Fachmaterie hat, sollte seine Pläne WP zu werden generell überdenken.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

WiWi Gast schrieb am 27.07.2018:

Kannst du hierzu noch ein paar Details geben?

Ich bin zwar nicht die Kollegin, aber selber auch WP/StB und kenne mich in dem Bereich etwas aus. Welche Fragen sind denn noch offen?
Vorab kurz noch meine 2 cents zu der obigen Diskussion: Digitalisierung schadet nicht, WP braucht man weiterhin, Big4 WPs sind nicht per se besser als andere WPs, Gehalt als Assi ist bescheiden, Work-Life-Balance insb. bei den Big4 auch.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

WiWi Gast schrieb am 27.07.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.07.2018:

Ich befürchte auf viele der Schreibenden hier wird nach dem Studium eine böse Realität warten - insbesondere wenn [...] sollte seine Pläne WP zu werden generell überdenken.

Du bist (angehende) Verbandsprüferin, richtig??

=> Richtig (schon ne ganze Weile)

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

push

antworten
Ceterum censeo

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

WiWi Gast schrieb am 11.01.2019:

push

Wie genau lautet denn deine Frage? "Push" das doch bei Gelegenheit mal dazu.
Wenn es um das Thema geht: "Lohnt es sich noch?"
Aufgrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen und den gesunkenen Zahlen WP-Anwärter, sucht die Branche derzeit händeringend Nachwuchs.
Aufgrund o. g. Entwicklung hat auch die WPK reagiert und das Berufsexamen am dem Prüfungstermin II/2019 modernisiert:

  • Das Examen wurde modularisiert. Man kann die einzelnen 4 Prüfungsgebiete (mit insg. 7 Klausuren) nun über bis zu 6 Jahre verteilen und es werden zusätzliche Prüfungstermine für die Examen ABWL/VWL und WiRe angeboten. Dies soll zu einer deutlichen Reduzierung bzw. Verteilung des Zeitaufwandes führen. Das Niveau bleibt jedoch unverändert (anspruchsvoll).
  • Die Prüfungsgebühren wurden von fix 3,5k auf 500 € pro Klausur "reduziert" (gilt zumindest, wenn man nicht alle 7 Klausuren schreibt).
    Falls du noch eine konkrete Frage hast, helfe ich gerne weiter.
    Liebe Grüße
antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Wenn du es aus rein ökonomischer Sicht siehst, lohnt es sich aus meiner Sicht nicht mehr. Schon vor 8 Jahren hat ein sehr guter Freund von mir als StB/WP bei Ernst & Young bereits gesagt: Wir sind Idealisten. Wir arbeiten soviel wie Berater und verdienen wie Prüfer.

Die fetten Jahre sind einfach vorbei. Im WP-Markt wird kein Geld mehr verdient. Allenfalls ist das ein Türöffner für lukrative Beratungsaufträge, die weitaus höhere Margen abwerfen.

In den 70er/80er Jahren war das WP sowie StB-Geschäft ein absolutes Gelddrucken.

Die WPK und das IDW machen sich nur noch lächerlich mit ihren Vorhaben und Kampagnen. Da werden Millionen an Beiträgen verbrannt für diese lachhafte WP-Kampagne vom IDW. Vielleicht sollten die Firmen einfach mal die Gehälter um 30 % anheben und ehrlich sein, dass für diese Ochsentour zum WP zu wenig bezahlt wird.

Die Ausbildung und, vor allem, das Aufrechterhalten der Qualifikation mit Fortbildungen etc. rechtfertigt in keinster Weise diese miese Bezahlung.

Dazu kommt noch die Reputation, die doch aufgrund der Bilanzskandale erheblich gelitten hat.

Ceterum censeo schrieb am 15.01.2019:

WiWi Gast schrieb am 11.01.2019:

push

Wie genau lautet denn deine Frage? "Push" das doch bei Gelegenheit mal dazu.
Wenn es um das Thema geht: "Lohnt es sich noch?"
Aufgrund der gestiegenen regulatorischen Anforderungen und den gesunkenen Zahlen WP-Anwärter, sucht die Branche derzeit händeringend Nachwuchs.
Aufgrund o. g. Entwicklung hat auch die WPK reagiert und das Berufsexamen am dem Prüfungstermin II/2019 modernisiert:

  • Das Examen wurde modularisiert. Man kann die einzelnen 4 Prüfungsgebiete (mit insg. 7 Klausuren) nun über bis zu 6 Jahre verteilen und es werden zusätzliche Prüfungstermine für die Examen ABWL/VWL und WiRe angeboten. Dies soll zu einer deutlichen Reduzierung bzw. Verteilung des Zeitaufwandes führen. Das Niveau bleibt jedoch unverändert (anspruchsvoll).
  • Die Prüfungsgebühren wurden von fix 3,5k auf 500 € pro Klausur "reduziert" (gilt zumindest, wenn man nicht alle 7 Klausuren schreibt).
    Falls du noch eine konkrete Frage hast, helfe ich gerne weiter.
    Liebe Grüße
antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

Wie läuft das ab mit den WP Examen, kann man die so oft schreiben, wie man eben Geld dafür hat, oder gibt es nur eine bestimmte Anzahl an Versuchen?

Überlege mir nach dem CFA vielleicht stückchenweise noch den WP zu machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lohnt sich der Wirtschaftsprüfer (noch)?

"...oder gibt es nur eine bestimmte Anzahl an Versuchen?"
Natürlich gibt es die. Es gilt nach wie vor, dass bei Nichtbestehen 2x wiederholt werden kann; nur zukünftig modularisiert.

Die WPK ist für Durchführung der Berufsexamen zuständig. Alle nötigen Informationen wie auch die Klausuren aus Vorjahren finden sich dort.

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