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Tipps für den erfolgreichen Weg zum Praktikum

Praktika sind zurecht ein fester Bestandteil im Studium geworden. Über 30 Prozent der Akademiker finden ihren beruflichen Einstieg über Kontakte, die sie im Praktikum geknüpft haben. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Praktikum und welcher Zeitraum sollte dafür eingeplant werden?

Ein Holzweg führt über eine Wiesenlandschaft Richtung Meer.

Raus aus dem Hörsaal, rein in den Job
Köln, 07.08.2013 - Durchschnittlich durchläuft jeder Akademiker in Deutschland im Laufe des Studiums 3,2 Praktika. Wer bei Bewerbungen keines vorweisen kann, fällt da natürlich auf. Denn entgegen der oftmals beklagten Ausbeutung der vermeintlichen „Generation Praktikum“, sind solche „Studentenjobs“ für den späteren Einstieg ins Arbeitsleben von großer Bedeutung. Sie geben nicht nur Orientierung über die eigenen Fähigkeiten, sondern dienen gleichzeitig dazu, wichtige Kontakte in die Branche zu bekommen. Über 30 Prozent der Jung-Akademiker finden ihren beruflichen Einstieg über eben diese Kontakte, die sie während eines Praktikums geknüpft haben. Der auf Akademiker spezialisierte Finanzplaner HORBACH gibt Tipps für den erfolgreichen Weg zum Praktikum.

„Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Unüberlegte Praktika bringen die angehenden Akademiker kein Stück näher an den Traumjob, sondern spendieren lediglich dem persönlichen Lebenslauf ein, zwei Zeilen mehr Text“, betont Stefan Mercier, Geschäftsführer des Finanzdienstleistungsunternehmens HORBACH.

Zeitpunkt
Bereits vor dem Studium oder doch gegen Ende? Der Zeitpunkt für Praktika ist natürlich auch vom Studienfach abhängig, in dem die jeweilige Studienordnung vorschreibt, ob ein sogenanntes Pflichtpraktikum zu einem bestimmten Zeitpunkt abzuleisten ist. Gibt es keine Beschränkungen, so kann ein erstes Praktikum zu Beginn Aufschluss über vielleicht noch ungeahnte Fähigkeiten und Neigungen geben. Zur Mitte des Studiums und mit ersten, aber konkreten beruflichen Zielen in der Tasche, sollten die Praktika dann spezieller auf die jeweiligen Berufswünsche und Fähigkeiten zugeschnitten sein. Zum Ende hin sollten Studierende von Praktika absehen, da diese oftmals mit den Prüfungsvorbereitungen kollidieren.

Dauer
Zwei Monate gelten als Minimum, wenn man auch qualifizierte Aufgaben übernehmen und somit erste richtige Berufserfahrung sammeln möchte. Meist entspricht die Dauer des Praktikums auch tatsächlich der Dauer der Semesterferien, da diese vorlesungsfreie Zeit von fast allen Studierenden zur Weiterbildung genutzt wird. Grundsätzlich gilt: je länger das Praktikum, desto interessanter die Aufgaben und desto größer letztlich die Möglichkeit, spezielle Erfahrungen zu sammeln. Doch auch hier gibt es Grenzen: Viel länger als sechs Monate sollten Studierende nicht für ein Praktikum bei ein und demselben Arbeitgeber investieren.

Praktika im Ausland
„Über den Tellerrand studieren“ ist nicht nur eine einzigartige, persönliche Erfahrung, Auslandssemester werden auch bei potenziellen Arbeitgebern gern gesehen. In der eigenen Vita signalisieren sie Mobilitätsbereitschaft, Mut und liefern dem Studierenden interkulturelle und sprachliche Erfahrungen, die bei Arbeitgebern hoch im Kurs stehen. Näher informieren können sich Studierende beim DAAD, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der weltweit größten Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.

Talente binden – studentische Förderprogramme
„Nach dem Praktikum ist vor dem Job“ – Unternehmen mit Firmenförderprogrammen für Studenten binden vielversprechende Nachwuchsakademiker schon während des Studiums an sich, um sie nach ihrem Abschluss mit einem lukrativen Jobangebot als festen Mitarbeiter zu gewinnen. Die Auswahlkriterien sind hoch, eine Aufnahme aber für alle Studierende mehr als lohnenswert. Mitglieder erfahren zum Beispiel vorab von neuen Stellenausschreibungen, überspringen Bewerbungsrunden und bekommen darüber hinaus individuelle Persönlichkeitstrainings und Fachseminare on top. Fast alle großen deutschen Unternehmen bieten mittlerweile vielversprechenden Studenten solch eine Möglichkeit, den Fuß in der Tür zu behalten.

Steuern und Sozialrecht
Bei Pflichtpraktika, die im Rahmen der Studienordnung vorgeschrieben sind, brauchen Studierende keine Sozialabgaben leisten, unabhängig vom Lohn. Bei einem freiwilligen Praktikum gelten dieselben Abgabenregeln wie für alle anderen Arbeitnehmer. Studierende zahlen also Renten-, Krankenkassen-, Pflegeversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge. Wird eine Beschäftigung jedoch nur in den Semesterferien ausgeübt und jährlich höchstens zwei Monate bzw. wenn während des Semesters nicht mehr als 20 Wochenstunden gearbeitet wird, entfallen die Versicherungsbeiträge komplett. Natürlich muss der Studierende aber Steuern zahlen. Bei einem Monatsgehalt unter 450,- € muss lediglich der Arbeitgeber Abgaben entrichten, der Studierende jedoch nicht. Auf das Jahr gerechnet, dürfen angehende Akademiker 8.130,- € steuerfrei verdienen.

Fazit
Der Weg zum Erfolg ist nicht so schwer. Wer zuallererst weiß, was er mit seinem Praktikum erreichen will, der hat die erste Hürde bereits gemeistert. Und dank einer Vielzahl an Online-Jobportalen und entsprechenden Stellenausschreibungen, sollte es dem motivierten Akademikernachwuchs auch nicht schwer fallen, ein umfassendes Bild über die konkreten Bedingungen zu erlangen, die er zum Ende des Studiums erfüllen sollte. Mit dem Kontaktnetzwerk der Hochschule, den Dozenten und natürlich der eigenen Recherche im Internet ist das Traumpraktikum dann meist auch schnell gefunden.

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5 Kommentare

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