Industriespionage
Hallo, Wie häufig kommt es zu Industriespionage, und wie geht ihr damit um? Woran merkt man, dass sie stattfindet?
antwortenHallo, Wie häufig kommt es zu Industriespionage, und wie geht ihr damit um? Woran merkt man, dass sie stattfindet?
antwortenkommt relativ häufig vor im Schiffbau
antwortenWiWi Gast schrieb am 28.04.2025:
Hallo, Wie häufig kommt es zu Industriespionage, und wie geht ihr damit um? Woran merkt man, dass sie stattfindet?
Ob es sich um eine Form von Industriespionage handelt, kann ich nicht sagen. In meinem Betrieb gab es einen Bewerber, der aufgrund seiner Noten, seines Studienfachs, seiner Berufserfahrung und seiner Kompetenzen problemlos 100.000 Euro Jahresgehalt hätte fordern können. Als er jedoch nach seinem Wunschgehalt gefragt wurde, antwortete er lediglich: 'Geld ist mir nicht so wichtig, ich kann es mir leisten, nicht für Geld zu arbeiten.' Ein Jahr später wurde der Betrieb von einem Hedgefonds übernommen. Nachdem dies geschehen war, arbeitete dieser Bewerber nicht mehr dort. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr im Unternehmen, diese Informationen wurden mir von ehemaligen Kollegen berichtet. Aus reiner Neugier versuche ich bis heute, mehr über diesen Mann herauszufinden, er scheint jedoch nicht Existent zu sein bzw großen Wert auf Anonymität zu legen. Es könnte natürlich reiner Zufall sein, aber dennoch bleibt es eine merkwürdige Geschichte. Was rückblickend seltsam war, versuchte er seine Leistung Kleinzureden und machte keinen Anschein zu verhandeln. Wirkte sehr Bescheiden und eher introvertiert. Er hatte noch angeboten unbezahlte Überstunden zu machen.
antwortenHellofresh schrieb am 29.04.2025:
Ob es sich um eine Form von Industriespionage handelt, kann ich nicht sagen. In meinem Betrieb gab es einen Bewerber, der aufgrund seiner Noten, seines Studienfachs, seiner Berufserfahrung und seiner Kompetenzen problemlos 100.000 Euro Jahresgehalt hätte fordern können. Als er jedoch nach seinem Wunschgehalt gefragt wurde, antwortete er lediglich: 'Geld ist mir nicht so wichtig, ich kann es mir leisten, nicht für Geld zu arbeiten.' Ein Jahr später wurde der Betrieb von einem Hedgefonds übernommen. Nachdem dies geschehen war, arbeitete dieser Bewerber nicht mehr dort. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr im Unternehmen, diese Informationen wurden mir von ehemaligen Kollegen berichtet. Aus reiner Neugier versuche ich bis heute, mehr über diesen Mann herauszufinden, er scheint jedoch nicht Existent zu sein bzw großen Wert auf Anonymität zu legen. Es könnte natürlich reiner Zufall sein, aber dennoch bleibt es eine merkwürdige Geschichte. Was rückblickend seltsam war, versuchte er seine Leistung Kleinzureden und machte keinen Anschein zu verhandeln. Wirkte sehr Bescheiden und eher introvertiert. Er hatte noch angeboten unbezahlte Überstunden zu machen.
Darauf erstmal ein kühles Paulaner
antwortenWir waren dieses Jahr auf der Hannover Messe und es kamen scharenweise Leute und haben jedes Produkt haarklein gefilmt, fotografiert und dokumentiert. Teilweise auch mit Badge vom Wettbewerber.
Ist das Industriespionage?
antwortenWiWi Gast schrieb am 28.04.2025:
Hallo, Wie häufig kommt es zu Industriespionage, und wie geht ihr damit um? Woran merkt man, dass sie stattfindet?
Ist in Deutschland legal und gibts mehrere Möglichkeiten. Ein Beispiel wäre Mitarbeiter abwerben.
antwortenJa voll die Spionage, wenn ich auf einer Fachmesse mal bei der Konkurrenz reingucke und mir Infomaterial geben lasse und ein Foto mache... Nach meiner Erkenntnis ist selbst reverse Engineering nicht automatisch illegal. Wo ist da nun das Problem? Als ob in der Wirtschaft alle Heilige sind... :D
antwortenWiWi Gast schrieb am 29.04.2025:
Wir waren dieses Jahr auf der Hannover Messe und es kamen scharenweise Leute und haben jedes Produkt haarklein gefilmt, fotografiert und dokumentiert. Teilweise auch mit Badge vom Wettbewerber.
Ist das Industriespionage?
Nein es sind influencer.
antwortenWiWi Gast schrieb am 28.04.2025:
Hallo, Wie häufig kommt es zu Industriespionage, und wie geht ihr damit um? Woran merkt man, dass sie stattfindet?
Ich werde zu wenig bezahlt das es mich interessiert. Der Arbeitgeber trägt das Risiko.
Ist vergleichbar mit an der Kasse sitzen und sehen das jemand was klaut.
Bei den Automobil OEMs werden regelmäßig Wettbewerber Autos bis auf die Schraube zerlegt und analysiert. Ist auch keine "Spionage". Macht man halt.
Genau so wie man auf den Messen sich die Konkurrenz en detail anschaut.
Wer einiges vom Wettbewerber erfahren will, kann natürlich Leute von dort abwerben. Passiert ständig.
Einfacher heutzutage ist es, mit Hilfe von Expertennetzwerken (oder über den Umweg: UB--> Expertennetzwerk) alles in Erfahrung zu bringen was das Herz begehrt. Idealerweise sollte man dabei nur mit "recent former" Arbeitnehmern des Wettbewerbers sprechen.
antwortenWenn man eine UB beauftragt die Branchen bekannt ist, kauft man sich eigentlich Wissenstransfer ein.
Ich habe mal irgendwo gelesen dass deutsche Produktionsleiter gerne in Bars in Asien verführt wurden, was da Schluss endlich an relevanten Material dadurch erbeutet wurde, lass ich mal einfach so stehen.
Gibt es da eine romantische Hoffnung ? Jemand der mit einem dicken Geld Umschlag winkt um geheime Patente zu erhalten ?
Ich glaube solche Zeiten sind vorüber. Vieles dreht sich nur noch um Effizienz.
Es gilt nicht als Industriespionage, wenn ausländische Unternehmen, die in deinem Land operieren, dazu verpflichtet werden, ihre Geheimnisse preiszugeben. Diese Informationen können anschließend an einheimische Unternehmen unter staatlicher Kontrolle weitergegeben werden, um sie durch Subventionen zu stärken und den westlichen Markt mit subventionierten Produkten zu überschwemmen.
www.uscc.gov/research/how-chinese-companies-facilitate-technology-transfer-united-states
WiWi Gast schrieb am 30.04.2025:
Es gilt nicht als Industriespionage, wenn ausländische Unternehmen, die in deinem Land operieren, dazu verpflichtet werden, ihre Geheimnisse preiszugeben. Diese Informationen können anschließend an einheimische Unternehmen unter staatlicher Kontrolle weitergegeben werden, um sie durch Subventionen zu stärken und den westlichen Markt mit subventionierten Produkten zu überschwemmen.
www.uscc.gov/research/how-chinese-companies-facilitate-technology-transfer-united-states
Das hört sich zu trocken an, ich bin für die Variante mit den Bars und der zugehörigen Begleitung
antwortenIch werde zu wenig bezahlt das es mich interessieren sollte.
antwortenIch sehe es als Bonus Zahlung wenn ich der Konkurrenz wissen zu spiele und ich dafür bezahlt werde.
antwortenWer will von Deutschland dem hochtechnologischen Land der Welt Faxgeräte klauen ?
antwortenWiWi Gast schrieb am 15.05.2025:
Wer will von Deutschland dem hochtechnologischen Land der Welt Faxgeräte klauen ?
Immer diese dümmliche Polemik.
Deutschland, global drittgrößte Volkswirtschaft und #9 in Innovation...
Anekdoten aus den 90ern:
Damals bei einem sehr großen Autohersteller war es so, dass die japanischen Kunden natürlich sehen wollten, wie ihre Komponenten hergestellt werden. Die haben sich neben den offensichtlichen Infos wie Maschinenhersteller und -typen auch jeden Scheiß aufgeschrieben, wie z.B. Drücke an Leitungen, Warnhinweise, etc.. Man hat halt immer versucht, die Leute bei den Werksführungen zusammenzuhalten, damit die sich nicht alles angucken und es wurde auch einiges abgedeckt oder abgeklebt.
Bei meinem ersten Job musste ich in China Pumpen reparieren. Da kam dann am Ende ein Chinese und fragte mich, ob er die Prüfspezifikation haben könnte, denn sie würden die Pumpen gerne selber herstellen und bräuchten das dafür. Es Ich war echt baff, dass es offensichtlich überhaupt kein Bewusstsein für geistiges Eigentum gab.
Es gab dann noch ziemlichen Wirbel, weil ein deutscher Kunde plötzlich von einem geheimen Projekt eines anderen deutschen Kunden erfahren hatte, und dieses Datenleck an uns gemeldet hat. Das war also das Gegenteil von Industriespionage und ich fand das Verhalten ziemlich ehrenhaft. Nachdem sich das Management der drei Unternehmen untereinander ausgetauscht hatten wurde bei uns lediglich noch ins Gewissen geredet und darum gebeten, dass so etwas nicht wieder vorkommt.
antworten+1!
ist so ein erbärmlicher Trend geworden, das Land schlecht zu reden.
Auf LinkedIn beobachte ich das viel. Sind dann meistens Leute die seit 40 Jahren in Thailand leben, oder Schweizer/Österreicher die gern den großen Nachbarn ärgern. Bei anderen Profilen drängt sich auch mal der Verdacht Richtung Russland auf.
WiWi Gast schrieb am 15.05.2025:
antwortenImmer diese dümmliche Polemik.
Deutschland, global drittgrößte Volkswirtschaft und #9 in Innovation...
WiWi Gast schrieb am 28.04.2025:
Hallo, Wie häufig kommt es zu Industriespionage, und wie geht ihr damit um? Woran merkt man, dass sie stattfindet?
Ich weiss nicht, ob man das als Industriespionage sehen kann, ich hatte einmal den Fall, dass jemand das geistige Eigentum des Kunden geklaut hat, in dem Fall waren es der Programm-Code. Spionage war das nicht, sondern Diebstahl.
In einem Fall habe ich Betrug erlebt, wurde auch von der Kripo vorgeladen für eine Zeugenvernehmung und in einem anderen Fall Betrug, Korruption und Veruntreuung.
Wen sowas interessiert, der sollte mal bei den Big4 nach Forensic Services googlen. Die beschäftigen sich hauptsächlich mit der Analyse und dem Finden von Beweisen im Bezug auf Wirtschaftskriminalität.
antwortenPwC-Studie zur Wirtschaftskriminalität 2011: Deutsche Unternehmen melden insgesamt weniger Wirtschaftsdelikte, aber die fürchten zunehmend Imageschäden durch kriminelle Handlungen.
In einer internationalen Studie hat KPMG das Durchschnittsprofil eines Wirtschaftsbetrügers ermittelt: Dieser ist männlich, arbeitet seit mehreren Jahren im Unternehmen und handelt selten allein. Der Täteranteil hat in der obersten Führungsebene, aber auch unter den Angestellten zugenommen.
Jedes zweite große Unternehmen war in den vergangenen drei Jahren Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen. Die Dunkelziffer wird auf über 80 Prozent geschätzt.
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