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Freundschaften um die 40

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich werde bald 40 und ziehe gerade eine Art "Bilanz".

Und wenn ich mal ganz ehrlich zu mir bin- wahre Freunde, wie ich es mir wünsche, habe ich nicht.
Dazu muss ich sagen, dass ich gewollt kinderlos bin, aber in einer Beziehung lebe und somit wohl eine sehr seltene Spezies Mensch bin. Die Menschen in meinem Umfeld sind eher verzweifelte Singles, die ganz dringend auf der Suche sind und die abtauchen, sobald sie eine Beziehung haben. Oder halt Eltern, mit denen man auch nichts gemeinsam hat. Dazu kommt, dass ich mich auch sehr weiter entwickelt habe durch meine Beziehung und einen Jobwechsel im letzten Jahr.

Daher habe ich auch mehr und mehr das Interesse daran verloren, überhaupt noch in Freundschaften Zeit und Emotionen zu "investieren".

Beispiele:

  • Eine langjährige Freundin, die ich einmal pro Woche in einer 80km entfernten Stadt besucht habe, hat sich nicht mehr gemeldet, als sie hörte, ich habe einen neuen Freund. Sie selbst ist seit Jahren unglücklicher Single
  • Eine andere Freundin hat sich nicht mehr gemeldet, sobald sie einen Freund hatte. Der wollte am Wochenende mit ihr Segeln gehen und zack brach der Kontakt ab
  • Eine alte Unifreundin ist leider mit Frauen befreundet, die ich nicht leiden kann und die sehr "schlicht" sind. Bei Treffen (nur in großer Runde, auch nicht meins) geht es nur um Männer, es wird viel gesoffen und albern rumgetanzt. Ich trinke nichts und betrunken rumgröhlen ist nicht meins
  • Zwei alte Freunde mit Kindern melden sich kaum noch, sind zu eingebunden
  • Eine Freundin, verzweifelter Single, hat einen Mann aus einem anderen Land kennengelernt und plant, zu ihm zu ziehen. Also wird sich die Freundschaft da wohl auch erledigen... ich war Tag und Nacht für sie da, als ihr Ex sie betrogen hat etc. Jetzt denke ich mir- wozu, sie zieht eh weg

Ist das der Lauf der Dinge oder ist das meine "Schuld"? Wie lebt ihr eure Freundschaften mit 40?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich denke, dass Menschen eher gemütlich sind und die meisten, keine Freundschaften pflegen wollen/können. Das merkt man als junger Mensch weniger, da sich noch viele Bekanntschaften natürlich ergeben. Aber wenn man Leute findet, die selber Wert auf Freundschaften legen und sie auch pflegen, wie in meinem Fall, klappt es auch, wenn die meisten jetzt mittlerweile Kinder haben.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich habe zwar noch ein paar Jahre bis zur 40 aber auch gewollt kinderlos und beaobachte ähnliches. Vorallem das Familie aber teilweise auch schon eine Beziehung ohne Kinder, immer höher priorisiert wird als Freunde. Also so lange keine Familie da war, warst du als Freund super für alles, Freizeitgestaltung, Urlaube, gemeinsame Hobbies. Sobald es dann aber eine Familie gibt, geht diese vor und für dich ist keine Zeit mehr da. Bei manchen reicht dafür auch schon ein Partner.
Bei vielen liegt es glaube ich daran, dass sie im Vergleich zu früher weniger Freizeit haben. Und das was sie haben geht dann zu beinahe 100 % an Partner/Familie, für die alten Freunde bleibt nicht mehr viel übrig.

Ich habe so auf jeden Fall schon ein paar Enttäuschungen. Zum Beispiel eine langjährige beste Freundin mit der ich durch dick und dünn gegangen bin, die aber seit sie Kinder hat nichtmal einen Abend "frei" kriegen kann um etwas mit mir zu unternehmen. Und die dann auf einmal einen gemeinsamen Urlaub auf den letzten drücker absagt, weil der Partner erkältet ist und sich nicht alleine ein Wochenende um die Kinder kümmern kann. Da merkst du halt wie die Prioritäten liegen.

Das Familie vorgeht ist ja kein Thema, das sehe ich auch so. Aber für mich wäre es halt Familie 100 %, Freunde 75 % was die Wichtigkeit angeht. Mir kommt es aber oft eher vor wie Familie 100 %, Freunde 10 %.

Verzweifelte Single habe ich allerdings keine in meinem Freundeskreis, dazu kann ich nichts sagen.

Ob du Schuld hast? Ich glaube nicht, das ist der Lauf der Dinge. Die einzige Schuld die einen treffen könnte, ist sich keinen Freundeskreis gesucht zu haben der eine ähnliche Einstellung hat wie man selber, also bspw. gewollt kinderlos. Aber mal ehrlich: Wer weiß das denn, wenn man die Leute trifft? Und wer kümmert sich da in dem Alter drum?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Das Bild kenne ich auch auch (M, 40). Du bist nicht schuld aus meiner Sicht. Aber die Umstände ändern sich schon sehr und das "High Life" von den 20ern und 30ern ist over irgendwie bei mir.

Siehe hierzu auch den anderen Thread mit Lebensplanung ab Mitte 30.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Das ganze ist kein Thema des Alters, sondern was man macht bzw. wieviel neues man angeht.
Der Freundeskreis ändert sich laufend, das ist ganz natürlich. Gerade nach dem Studium gibt es oft einen großen Bruch, weil die Leute sonst wohin ziehen. Wer dann in neuer Umgebung nur den Job sieht und sonst nichts, steht eben irgendwann alleine da.
Ich habe ab 35 so viele neue Leute kennengelernt und auch Freundschaften geknüpft wie niemals vorher im Leben. Einfach, weil ich mich sportlich umorientiert habe und dadurch viel Kontakt zu neuen Leuten hatte.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Hab noch ein paar Jahre zur 40, aber diese Beobachtungen kenne ich. Hab für mich daraus gelernt, immer wieder Möglichkeiten zum Kennenlernen neuer Menschen nachzugehen. Das gilt auch wenn man bereits einen fixen Freundeskreis hat, es ist nur eine Frage der Zeit bis dieser wieder bröckelt. Allerdings versuche ich dabei effizienter vorzugen.

Ich habe kein Problem damit den ersten Schritt zu machen, zum Zeit einsparen mache ich gerne Guppenevents (zB.: Organisieren einer Bowling-Runde mit guten Freunden, lade dazu aber auch ein paar potenzielle Freunde ebefalls ein). Mit der Zeit kristalliert sich heraus, mit wem man auf einer Wellenlänge ist und ebenso wichtig, wer von sich aus auch Lust aud dicht hat, in dem die Person dich zu irgendwas einlädt (nur gleiche Wellenlänge/gute Zeit zusammen reicht leider nicht, wie ich feststellen musste)

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich bin jetzt auch 40 geworden und Freundschaften sind fast auf 0 gefallen. (Gerade mal noch 2 Freunde, die ich je einmal im Jahr sehe)

Viele Leute sind ganz weit we gezogen, andere haben erst geheiratet, dann Kinder bekommen und mussten dann auch in ländliche Regionen etwas außerhalb ziehen weil die Großstadt nicht mehr finanzierbar war und haben keine Zeit. Die ganz wenigen Singles die ich noch kenne haben sich dann in so ganz komische Richtungen entwickelt, dass der Kontakt auch abgebrochen ist.

Ich finde das echt traurig und hätte gerne mehr Freunde. Im Laufe der Jahre gehen Stück für Stück immer mehr Freunde verloren aber es kommen keine mehr dazu. jeder hat schon sein Leben.

Ich hab vorhin mal drüber nachgedacht, außer mit Arbeitskollegen habe ich dieses Jahr gerade mal mit 2 Menschen geredet. (Mutter und Cousin) (Nachbarn Hallo sagen zählt da nicht)

Jetzt im Home Office sitze ich eigentlich nur 12 Stunden am Tag alleine daheim und dass schon seit über einem Jahr. Eigentlich bin gerne alleine. 90% alleine und 10% mit Freunden wäre optimal. Aber leider keine Ahnung wie man das hinkommt :(

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Freunde sind Menschen die dich ein Stück auf deinem Lebensweg begleiten.
Nicht mehr, nicht weniger.

Ich bin 36, m. Leider kinderlos aber inzwischen bewusst Single. Lebenslange Monogamie ist gleichbedeutend mit Unglücklich sein, serielle Monogamie ist Heuchelei. Bin als Single inzwischen sehr glücklich, hier und da eine Romanze / Affäre, dann und wann ein kleines Abenteuer. Nur dass ich kein eigenes Kind habe(n werde) macht mich etwas traurig.

Mein Problem ist, dass ich an mich nur die höchsten Ansprüche stelle. Und auch an meine Umwelt. Dem können leider kaum Menschen gerecht werden.

Ich war früher jemand der sehr nach Geselligkeit gesucht hat, Parties Donnerstag bis Sonntag jeden Abend, Fußballverein, Musikverein, etc.
Ich habe aber an die Freundschaften (unterbewusst) Anforderungen gestellt, was Loyalität, Zuverlässigkeit etc angeht, die einfach zu hoch waren. Habe sehr viel in die Freundschaften investiert und war oftmals enttäuscht, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Nach dem Studium war ich zunächst in einer UB und später als Projektingenieur (bin WING) quer in Europa unterwegs. Allein. Erst ungewohnt, dann das Beste was mir passieren konnte. Inzwischen hab ich halb Afrika und Ozeanien inkl. Australien alleine bereist.
Super viele Menschen kennengelernt, ne tolle Zeit gehabt. Aber es waren keine neuen Freundschaften. Es waren Bekanntschaften.
Wie sagte Charlie Harper zu seiner Psychologin: "Ich bin Erwachsen, ich habe keine Freunde. Ich habe Bekanntschaften!"

Man macht Bekanntschaften, kann gute Zeiten haben. Aber man sollte nicht zu viel erwarten. Menschen sind alle Opportunisten. So lange die Single sind brauchen die Freunde, sobald ne Beziehung da ist sind Freunde aus den Augen aus dem Sinn. Aber ist normal. Mit jedem Jahr hat man weniger "Freunde", statistisch gesehen hat man mit 40 gar keine mehr.

Stromberg sagte "Freunde sind das Salz in der Suppe des Lebens!".
Ich stimme zu, denn Salz gibt Würze und zu viel Salz macht die Suppe ungenießbar.
--> Nicht an Leute klammern, das machen was man will, einen erfüllt, einem Freude bereitet. Die Menschen drum rum kommen und gehen.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich hab das Gefühl, die Covid Maßnahmen haben das nochmal extrem beschleunigt.

Früher hab ich z. B. meine Abi Kollgen rund 3-4 mal im Jahr getroffen, alle wohnen verteilt, teilweise mit Familie. Jetzt haben wir uns 1 Jahr gar nicht mehr gesehen.
Zwischen den Feiertagen wollten wir Skypen.. nichts geworden.
Jetzt habe ich mal diese 4 Jungs zum gemeinsamen Pokalfinale gucken mit Grillen, guten Wein und kubanischen Siegerzigarren wenn der BVB den Pokal holt, angeboten. Mit Übernachtungsmöglichkeit. Aber keine Lust. Obwohl man ja nicht mal Alternativen hat.
Die werden alle zu Hause das Spiel gucken, auf der Couch gammeln.

Seit Corona haben die Leute irgendwie keinen Bock mehr auf Gesellschaft.
Naja, Cest la vie.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Ich bin jetzt auch 40 geworden und Freundschaften sind fast auf 0 gefallen. (Gerade mal noch 2 Freunde, die ich je einmal im Jahr sehe)

Viele Leute sind ganz weit we gezogen, andere haben erst geheiratet, dann Kinder bekommen und mussten dann auch in ländliche Regionen etwas außerhalb ziehen weil die Großstadt nicht mehr finanzierbar war und haben keine Zeit. Die ganz wenigen Singles die ich noch kenne haben sich dann in so ganz komische Richtungen entwickelt, dass der Kontakt auch abgebrochen ist.

Ich finde das echt traurig und hätte gerne mehr Freunde. Im Laufe der Jahre gehen Stück für Stück immer mehr Freunde verloren aber es kommen keine mehr dazu. jeder hat schon sein Leben.

Ich hab vorhin mal drüber nachgedacht, außer mit Arbeitskollegen habe ich dieses Jahr gerade mal mit 2 Menschen geredet. (Mutter und Cousin) (Nachbarn Hallo sagen zählt da nicht)

Jetzt im Home Office sitze ich eigentlich nur 12 Stunden am Tag alleine daheim und dass schon seit über einem Jahr. Eigentlich bin gerne alleine. 90% alleine und 10% mit Freunden wäre optimal. Aber leider keine Ahnung wie man das hinkommt :(

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Sehr interessant die verschiedenen Ansichten nachzuvollziehen.
Ich bin zwar noch eine ganze Ecke jünger, dennoch kann ich sagen, dass der Punkt der Priorisierung einer der wichtigsten ist.

Nun halte ich schon mein komplettes Leben zu meinen Kumpels Kontakt die ich schon seit je her kenne. manche davon seit der Sandkasten-zeit andere seit der 7. Klasse mit Schulwechsel.
Unsere Väter leben uns unser Leben im Alter vor und wenn es so wird wie ich es heute sehe kann ich mir kein schöneres Leben vorstellen.
Trotz Frau, Kinder, Haus und Hof gibt es regelmäßige Stammtischabende, gemeinsame Ausflüge, Dorffeste und Urlaube.

Diese Auffassung teilen auch alle meine Freunde (Stand heute, da habt ihr schon recht)

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Also ich habe noch meine Freunde mit denen ich seit der Schule befreundet bin. Wir treffen uns immernoch sehr regelmäßig und wir sind ein wilder mix. Singles (aber gewollt und ja die gibts ;) ), Eltern, Beziehung ohne Kinder etc. Alle haben ganz verschiedene Jobs und Karierren hingelegt, aber ich weiss bei allen, dass ich mich bei allem 100% auf sie verlassen könnte. Also ich für meinen Teil pflege diese Freundschaften und sie sind mir extrem wichtig seit fast 30 Jahren jetzt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Der Thread macht mich etwas nachdenklich. Ich bin zwar erst Mitte 30, aber sehe schon langsam die Freundschaften wegschwimmen.
Leider grenzen sich die Singles ab und werden gefühlt verbitterter und beenden im Freundeskreis auf Grund Nichtigkeiten..
Dass jeder seinem Job erstmal hinterherzieht, hat die Sache nicht besser gemacht

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Hier mal die Sicht eines Vierzigjährigen mit Kindern auf das Thema:

Ich hatte seit Schulzeiten, durch das gesamte Studium und danach bis ca. Mitte der Dreißiger einen Super-Freundeskreis. Nach den Studium sind alle in verschiedene Städte gezogen (Düsseldorf, München, Hamburg, Braunschweig, Stuttgart). Da wurde es schwieriger sich zu treffen, aber es hat noch so 3 oder 4 Mal im Jahr geklappt, meist in der "alten Heimat", wenn alle die Eltern besuchten.

Aber jetzt, wo wir (fast) alle Eltern sind, ein Haus bauen/renovieren etc. bleibt das leider auf der Strecke. Warum? Nun ja, wie sieht denn ein normaler Tag aus? Aufstehen, sich um die Kids kümmern, zur Kita bringen, dann arbeiten 8:30 - 18:00 bei mir, dann noch Abend essen, ein wenig mit den Kids spielen (das brauchen die!), dann ins Bett bringen und zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr, wenn die lieben kleinen schlafen, ermattet auf die Couch fallen, die Nachrichten schauen und schnell ins Bett (nur zum Schlafen wohl gemerkt, für alles andere fehlt die Energie ;-) ).

Am Wochenende wird am Haus, im Garten gearbeitet, ein Ausflug mit den kleinen in den Zoo gemacht oder so. Abend feiern gehen mit den Kumpels? Wie denn, wenn Dir um 22:00 Uhr die Augen zufallen vor Müdigkeit? Ein Wochenende mit den Kumpels? Ja wäre toll, nur überleg mal was das für den Partner/die Partnerin bedeutet! Sich rund um die Uhr alleine um die Kids kümmern. Das kann und will man seinem Partner nicht antun.

Nun zum Guten: Wenn man seine Freunde dann nach einem Jahr oder so mal wieder sieht, ist es als hätte man sich gestern zum letzten mal gesehen, man versteht sich blind und alles ist super, keine macht Vorwürfe dass man sich nicht gemeldet hätte etc. Und in ein paar Jahren, wenn die ganz harte Phase mit sehr kleinen Kindern und Hausbau durch ist, wird das Leben sicher wieder etwas entspannter und es ist mehr Zeit für Freunde vorhanden.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich als Frau, 45, Langzeitsingle habe folgende Beobachtungen gemacht:

  • Frauen sehen mich manchmal als Bedrohung ihrer Partnerschaft und Treffen mit Pärchen sind deshalb schwierig (ich gebe aber keinen Anlass zur Eifersucht).
  • Frauen ohne Kinder ohne Partner zu treffen ist manchmal möglich, aber sobald diese Frauen dann doch Kinder kriegen, bricht auch diese Freundschaft weg.
  • Freundschaften mit vergebenen Männern gehen auch nicht, da dann auf kurz oder lang deren Partnerin eifersüchtig wird.
  • Freundschaften mit Singlemännern in meinem Alter kann man komplett vergessen, da es immer auf Partnerschaftsanbahnung rausläuft von deren Seite.
  • selbst ehemalige schwule beste Freunde werden spießig und häuslich und haben weniger Zeit.
  • ich arbeite wahrscheinlich auch in Zukunft viel aus dem Homeoffice. Da habe ich natürlich nicht die Chance, Freundschaften zu knüpfen. Wenn ich dann mal im Office bin, sind die Kollegen da leider größtenteils unsympathisch oder Männer (verzweifelte IT-Singlemänner, nicht mein Typ und jünger als ich).
  • in Vereinen/Clubs gilt man als Single in dem Alter als Freiwild für vergebene Männer, die sich teilweise ungeniert an einen ranmachen (natürlich nur für eine Affaire).
  • andere weibliche Singles sind - wie du ja schon beschrieben hast - sofort weg vom Fenster, wenn sie einen neuen Partner haben. Und die Freundschaften mit denen haben auch etwas sehr Einseitiges, da alles, was man bespricht oder gemeinsam tut die Partnersuche zum Inhalt hat. Da viele in dem Alter dann nicht mehr so wählerisch sind, kann es mit dem neuen Partner schnell gehen und dann ist man abgemeldet.
  • es bleiben als einzige Alternative: Frauen und schwule Männer, die die keinen Partner (mehr) wollen oder die zwar auf der Suche, aber schon lange solo sind (in meinen Augen gibt es in dem Alter nur Langzeitsingles oder welche, die schon nach kurzer Zeit wieder einen neuen Partner haben). Manchmal kann man auch mit Frauen in Partnerschaften befreundet sein, wenn der Kinderwunsch unerfüllt ist bzw. nie da war und sie keine Angst haben, dass man ihnen den Partner wegschnappt.
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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Der Thread macht mich etwas nachdenklich. Ich bin zwar erst Mitte 30, aber sehe schon langsam die Freundschaften wegschwimmen.
Leider grenzen sich die Singles ab und werden gefühlt verbitterter und beenden im Freundeskreis auf Grund Nichtigkeiten..
Dass jeder seinem Job erstmal hinterherzieht, hat die Sache nicht besser gemacht

Stimmt mich als 25jähriger auch traurig. Aber so ist wohl der Lauf der Zeit. Spiele ja auch nicht mehr jeden Tag auf dem Bolzplatz wie als Teenager

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Das ist wohl der Lauf der Dinge, dass Freundschaften vor allem zu Menschen in der eigenen Lebenssituation bestehen. Genauso müssen sich dann diejenigen, die jetzt noch in ihrer Familien-Bubble leben dann damit abfinden, dass sie nach einer zukünftigen Scheidung keine Freunde mehr haben werden. Außer natürlich lockere Zweckbündnisse mit anderen geschiedenen zur gemeinsamen Partnersuche.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Freunde sind Menschen die dich ein Stück auf deinem Lebensweg begleiten.
Nicht mehr, nicht weniger.

Ich bin 36, m. Leider kinderlos aber inzwischen bewusst Single. Lebenslange Monogamie ist gleichbedeutend mit Unglücklich sein, serielle Monogamie ist Heuchelei. Bin als Single inzwischen sehr glücklich, hier und da eine Romanze / Affäre, dann und wann ein kleines Abenteuer. Nur dass ich kein eigenes Kind habe(n werde) macht mich etwas traurig.

Ich habe früher auch mal gedacht, dass Freunde was fürs Leben sind. Wie Partnerschaften. Und dass eine gute Freundschaft ausmacht, dass man sich auch schon lange kennt und viel miteinander erlebt hat.

Aber eine Freundschaft lebt von gemeinsamen Themen, über die man sich austauscht und von gemeinsamen Erlebnissen - wie eine Beziehung. Wenn man gar nichts hat

Mein Problem ist, dass ich an mich nur die höchsten Ansprüche stelle. Und auch an meine Umwelt. Dem können leider kaum Menschen gerecht werden.

Ich war früher jemand der sehr nach Geselligkeit gesucht hat, Parties Donnerstag bis Sonntag jeden Abend, Fußballverein, Musikverein, etc.
Ich habe aber an die Freundschaften (unterbewusst) Anforderungen gestellt, was Loyalität, Zuverlässigkeit etc angeht, die einfach zu hoch waren. Habe sehr viel in die Freundschaften investiert und war oftmals enttäuscht, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Nach dem Studium war ich zunächst in einer UB und später als Projektingenieur (bin WING) quer in Europa unterwegs. Allein. Erst ungewohnt, dann das Beste was mir passieren konnte. Inzwischen hab ich halb Afrika und Ozeanien inkl. Australien alleine bereist.
Super viele Menschen kennengelernt, ne tolle Zeit gehabt. Aber es waren keine neuen Freundschaften. Es waren Bekanntschaften.
Wie sagte Charlie Harper zu seiner Psychologin: "Ich bin Erwachsen, ich habe keine Freunde. Ich habe Bekanntschaften!"

Man macht Bekanntschaften, kann gute Zeiten haben. Aber man sollte nicht zu viel erwarten. Menschen sind alle Opportunisten. So lange die Single sind brauchen die Freunde, sobald ne Beziehung da ist sind Freunde aus den Augen aus dem Sinn. Aber ist normal. Mit jedem Jahr hat man weniger "Freunde", statistisch gesehen hat man mit 40 gar keine mehr.

Stromberg sagte "Freunde sind das Salz in der Suppe des Lebens!".
Ich stimme zu, denn Salz gibt Würze und zu viel Salz macht die Suppe ungenießbar.
--> Nicht an Leute klammern, das machen was man will, einen erfüllt, einem Freude bereitet. Die Menschen drum rum kommen und gehen.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Was du beschreibst, ist die klassische Situation, wie sie früher (vor der Globalisierung) war: man bleibt in dem Dorf, wo man aufgewachsen ist. Da ist man dann tatsächlich nicht einsam, da es immer Leute gibt, die einen irgendwo integrieren (Verein, Stammtisch usw.). Aber während diese Urlaube, Stammtischabende usw. dein Highlight sind, werden die anderen das nur so nebenbei machen. Und in der (Dorf-)gemeinschaft ist man dann trotzdem der Freak, der es nicht geschafft hat, eine eigenen Familie zu kriegen mit 40. Gerade im Umfeld von Kirche und Vereinen finden sich viele ältere Singles zusammen, die dann da eine sinnvolle Aufgabe für die Gemeinschaft übernehmen (wenn sie schon keine Kinder kriegen). Sorry, aber so läuft es :-(

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Sehr interessant die verschiedenen Ansichten nachzuvollziehen.
Ich bin zwar noch eine ganze Ecke jünger, dennoch kann ich sagen, dass der Punkt der Priorisierung einer der wichtigsten ist.

Nun halte ich schon mein komplettes Leben zu meinen Kumpels Kontakt die ich schon seit je her kenne. manche davon seit der Sandkasten-zeit andere seit der 7. Klasse mit Schulwechsel.
Unsere Väter leben uns unser Leben im Alter vor und wenn es so wird wie ich es heute sehe kann ich mir kein schöneres Leben vorstellen.
Trotz Frau, Kinder, Haus und Hof gibt es regelmäßige Stammtischabende, gemeinsame Ausflüge, Dorffeste und Urlaube.

Diese Auffassung teilen auch alle meine Freunde (Stand heute, da habt ihr schon recht)

antworten
WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Der Thread macht mich etwas nachdenklich. Ich bin zwar erst Mitte 30, aber sehe schon langsam die Freundschaften wegschwimmen.
Leider grenzen sich die Singles ab und werden gefühlt verbitterter und beenden im Freundeskreis auf Grund Nichtigkeiten..
Dass jeder seinem Job erstmal hinterherzieht, hat die Sache nicht besser gemacht

same und corona verstärkt das Ganze nur noch

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich finde Treffen mit Freundinnen die Kinder haben mittlerweile mega anstrengend. Anfangs war das ja noch süß, aber mittlerweile ist das so, dass wir uns überhaupt nicht unterhalten können. Alle 2 Minuten macht das Kind irgendwas, wo die Mutter eingreifen muss/will. Und wenn das Kind dann mal schläft/ruhig ist, wird sich trotzdem vor allem über das Kind unterhalten. Sehr einseitig. Stellt euch mal vor, man trifft einen Freund und der erzählt in einer Tour von seiner neuen stressigen, aber erfüllenden Führungsposition. Und man selbst ist gerade arbeitslos.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Mh, hört sich an als könnte man mit dir prima Spaß haben, wenn für dich tanzen direkt albern ist.

WiWi Gast schrieb am 09.05.2021:

Ich werde bald 40 und ziehe gerade eine Art "Bilanz".

Und wenn ich mal ganz ehrlich zu mir bin- wahre Freunde, wie ich es mir wünsche, habe ich nicht.
Dazu muss ich sagen, dass ich gewollt kinderlos bin, aber in einer Beziehung lebe und somit wohl eine sehr seltene Spezies Mensch bin. Die Menschen in meinem Umfeld sind eher verzweifelte Singles, die ganz dringend auf der Suche sind und die abtauchen, sobald sie eine Beziehung haben. Oder halt Eltern, mit denen man auch nichts gemeinsam hat. Dazu kommt, dass ich mich auch sehr weiter entwickelt habe durch meine Beziehung und einen Jobwechsel im letzten Jahr.

Daher habe ich auch mehr und mehr das Interesse daran verloren, überhaupt noch in Freundschaften Zeit und Emotionen zu "investieren".

Beispiele:

  • Eine langjährige Freundin, die ich einmal pro Woche in einer 80km entfernten Stadt besucht habe, hat sich nicht mehr gemeldet, als sie hörte, ich habe einen neuen Freund. Sie selbst ist seit Jahren unglücklicher Single
  • Eine andere Freundin hat sich nicht mehr gemeldet, sobald sie einen Freund hatte. Der wollte am Wochenende mit ihr Segeln gehen und zack brach der Kontakt ab
  • Eine alte Unifreundin ist leider mit Frauen befreundet, die ich nicht leiden kann und die sehr "schlicht" sind. Bei Treffen (nur in großer Runde, auch nicht meins) geht es nur um Männer, es wird viel gesoffen und albern rumgetanzt. Ich trinke nichts und betrunken rumgröhlen ist nicht meins
  • Zwei alte Freunde mit Kindern melden sich kaum noch, sind zu eingebunden
  • Eine Freundin, verzweifelter Single, hat einen Mann aus einem anderen Land kennengelernt und plant, zu ihm zu ziehen. Also wird sich die Freundschaft da wohl auch erledigen... ich war Tag und Nacht für sie da, als ihr Ex sie betrogen hat etc. Jetzt denke ich mir- wozu, sie zieht eh weg

Ist das der Lauf der Dinge oder ist das meine "Schuld"? Wie lebt ihr eure Freundschaften mit 40?

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Voice of Reason

Freundschaften um die 40

Ja, mit Familie verändert sich der Bekannten- und Freundschaftskreis.
Ich bin 40, habe Frau und 2 Kinder mit 5 und 7.
Und ja, die meisten Freunde und Bekannte sind in einer ähnlichen familiären Situation.
Und ja, ich habe noch ein paar Freunde, die entweder Singles oder kinderlose Paare sind und die Häufigkeit der Treffen mit den Freunden ist definitiv seltener geworden. Der Tagesrhytmus ist einfach ein anderer, häufig sind auch die Themen andere.

Ich gehe allerdings davon aus, dass sich das wieder verändern wird, wenn die Kinder erst einmal etwas selbstständiger geworden sind und man auch problemloser ohne die Kinder weggehen kann.

Das ist halt aber ein typisches Lebensphasen-Phänomen.
In welchem Lebensabschnitt sollte man sich sonst (so man denn will) mit Familiengründung beschäftigen?!
Ich versuche die Freunde von mir, von denen ich weiß das die von Kindern genervt sind, natürlich nicht bewußt damit zu konfrontieren. Allerdings sind diese Termine halt schwerer planbar und kommen daher seltener vor, weil ich halt für eine alternative Beschäftigung der Kinder sorgen muss.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Geht mir auch so. Gestern Freundin besucht. Wir hatten keine Sekunde allein. Mann und Kinder waren immer dabei, sogar beim Kaffeekränzchen. Sie und ihr Mann schimpften die ganze Zeit mit den Kindern und ich fühlte mich echt fehl am Platz.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Ich finde Treffen mit Freundinnen die Kinder haben mittlerweile mega anstrengend. Anfangs war das ja noch süß, aber mittlerweile ist das so, dass wir uns überhaupt nicht unterhalten können. Alle 2 Minuten macht das Kind irgendwas, wo die Mutter eingreifen muss/will. Und wenn das Kind dann mal schläft/ruhig ist, wird sich trotzdem vor allem über das Kind unterhalten. Sehr einseitig. Stellt euch mal vor, man trifft einen Freund und der erzählt in einer Tour von seiner neuen stressigen, aber erfüllenden Führungsposition. Und man selbst ist gerade arbeitslos.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Junggeselle sagt man dazu auf dem Dorf :)

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Was du beschreibst, ist die klassische Situation, wie sie früher (vor der Globalisierung) war: man bleibt in dem Dorf, wo man aufgewachsen ist. Da ist man dann tatsächlich nicht einsam, da es immer Leute gibt, die einen irgendwo integrieren (Verein, Stammtisch usw.). Aber während diese Urlaube, Stammtischabende usw. dein Highlight sind, werden die anderen das nur so nebenbei machen. Und in der (Dorf-)gemeinschaft ist man dann trotzdem der Freak, der es nicht geschafft hat, eine eigenen Familie zu kriegen mit 40. Gerade im Umfeld von Kirche und Vereinen finden sich viele ältere Singles zusammen, die dann da eine sinnvolle Aufgabe für die Gemeinschaft übernehmen (wenn sie schon keine Kinder kriegen). Sorry, aber so läuft es :-(

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich (M, Anfang 30, Single) stelle zurzeit leider eine ähnliche Entwicklung fest und spiele zunehmend mit dem Gedanken, nochmal woanders einen Start zu wagen.

  • Die Freunde aus Schule und Studium, die in einer Partnerschaft sind, bekommen zunehmend Nachwuchs und scheinen immer weniger an Treffen interessiert zu sein. Untereinander (bei denjenigen mit Kindern) finden aber weiter Treffen statt
  • Andere schreiben einfach nicht mehr zurück, wenn man mal wieder schreibt, wie es geht und was es Neues gibt.
  • Neue, gleichgesinnte Leute zu finden ist möglich, kostet aber viel Zeit und verläuft auch oft wieder im Sande.

Hätte ich vor 2-3 Jahren tatsächlich nicht gedacht, dass es so schnell geht. War quasi jedes Wochenende mit Freunden unterwegs.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Als Mann Ü30 solltest du auch kein Single sein. Vergiss mal den schwachsinnigen Job und sieh zu, dass du privat mal was wirklich nachhaltiges aufbaust. Nebenbei bist du dann auch nicht mehr der größte Steueridiot im Land.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Mein Problem ist, dass ich an mich nur die höchsten Ansprüche stelle. Und auch an meine Umwelt. Dem können leider kaum Menschen gerecht werden.

Ich war früher jemand der sehr nach Geselligkeit gesucht hat, Parties Donnerstag bis Sonntag jeden Abend, Fußballverein, Musikverein, etc.
Ich habe aber an die Freundschaften (unterbewusst) Anforderungen gestellt, was Loyalität, Zuverlässigkeit etc angeht, die einfach zu hoch waren. Habe sehr viel in die Freundschaften investiert und war oftmals enttäuscht, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Sehe mich darin ein wenig, sowohl was Intention/Gedankengang, als auch Ergebnis (Enttäuschung) angeht, bin aber dabei eine neue Herangehensweise zu entwickeln. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Gedanke "von lebenslangen Freundschaften" sich kontraproduktiv auswirkt. Gewissermaßen eine "romantische" Sichtweise, die schlicht und einfach nix mit der Realität zu tun. Die meisten denken nicht so/haben andere Prioritäten, werden einfach mit der Zeit faul bzw. antriebslos, weil Job/Familiensituation nicht den Vorstellung entspricht.
Ich pflege weiterhin Freundschaften und suche neue Bekanntschaften in der Hoffnung daraus Freundschaften zu entwickeln...

ABER: ich gehe nur noch einen Schritt voran; ich achte darauf, meine Zeit und Energie nicht mehr zu verschwenden. Wenn es nicht gewürdigt wird, zieh ich weiter bzw. fokussiere mich einfach mehr auf meine Themen/Projekte. Ich bin den anderen Menschen aber nicht mehr böse und versuche mich auf das Positive in den (ehemaligen & nun enttäuschten) Beziehungen zu fokusieren, sonst verbittert man nur.

Hoffe dieser Denkanstoß hilft jemanden.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Vielleicht liegt es auch am Land? In Deutschland oder in anderen europäischen Ländern knüpft man schnell Verbindungen in der Schule, Studium und vielleicht noch Bundeswehr.

Was ist denn danach? Danach bist du oft ein Angestellter, Freunde in der Arbeit hast ja nicht wirklich (hier und da natürlich schon).

Vergleich mal mit anderen Ländern wie UK oder Südamerika. Da triffst dich nach der Arbeit, wer kennt wen, etc. Frag doch mal hier Arbeitskollegen, ob sie sich nach der Arbeit treffen. An Begründungen kannst ein Buch schreiben. Kinder, Freundin, Oma pflegen, Hund streicheln, Garten mähen, blabla. Viele Dinge kann man verschieben. Wer investiert denn heute noch Zeit?

Geh in eine Bar und sprich Leute an, Du wirst komisch angeguckt. Mach das mal in Dubai - viel offener. Auch in Thailand und ich rede nicht von Thai Frauen.

Gefühlt sind wir in D kulturell verschlossener und geben keine Einblicke in unser Leben. Nach dem Motto "Was geht dich das an?"

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

M, 33 in den Osten zurück. Vorher 10 Jahre Stuttgart.

Wie oben beschrieben leider war. War eigentlich immer der Treue mit Partnerin etc.

Nun mit 33, keinen Job, ehe kaputt, keine Kinder und Freunde aus der Schule etc. Alle weg oder beschäftigt oder eben verbittert, was man aber nicht verübeln kann.

Ansonsten ist der immer das selbe schema, entweder Familie, Haus und Kinder oder eben erfolgreich im Job und wacht dann dann irgendwann auf.

Es ist nicht einfach heute und corona und Kündigungen machen es nicht leichter.

Ich für meinen Teil werde die strategie ändern und versuchen nochmal die richtige zu finden und dann Nägel mit Köpfen machen. Ab 30 ist es zwar wesentlicher schwieriger, aber ich versuche es einfach. Alleine reisen und sterben kann man immer noch.

Aber an sich ist es leider so wie oben beschrieben, entweder ist es einfach nur sex oder der Wunsch oder bekanntschaft. Es gibt auch wenige die wirklich helfen, wenn die kacke am dampfen ist.

Habe ich leider am eigenen Leib gemerkt und meist realisiert man erst sehr sehr sehr spät, dass man der falschen Möhre nachgelaufen ist.

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Ich (M, Anfang 30, Single) stelle zurzeit leider eine ähnliche Entwicklung fest und spiele zunehmend mit dem Gedanken, nochmal woanders einen Start zu wagen.

  • Die Freunde aus Schule und Studium, die in einer Partnerschaft sind, bekommen zunehmend Nachwuchs und scheinen immer weniger an Treffen interessiert zu sein. Untereinander (bei denjenigen mit Kindern) finden aber weiter Treffen statt
  • Andere schreiben einfach nicht mehr zurück, wenn man mal wieder schreibt, wie es geht und was es Neues gibt.
  • Neue, gleichgesinnte Leute zu finden ist möglich, kostet aber viel Zeit und verläuft auch oft wieder im Sande.

Hätte ich vor 2-3 Jahren tatsächlich nicht gedacht, dass es so schnell geht. War quasi jedes Wochenende mit Freunden unterwegs.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Uffff, wenn man das hier liest, vergeht einem der Spaß am älter werden.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Sucht ihr alle eure Freundschaften nur mit Gleichaltrigen? Ich hatte schon seit dem Teenager alter immer einen Freundschaftskreis der Alterstechnisch sehr weit gestreut war. Warum auch nicht? Desshalb kenne ich viele der geschilterten Probleme hier igendwie gar nicht.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 13.05.2021:

Sucht ihr alle eure Freundschaften nur mit Gleichaltrigen? Ich hatte schon seit dem Teenager alter immer einen Freundschaftskreis der Alterstechnisch sehr weit gestreut war. Warum auch nicht? Desshalb kenne ich viele der geschilterten Probleme hier igendwie gar nicht.

Wenn man ehrlich ist, fallen als langfristig (mind. 5 Jahre) verfügbare Freunde alle weg im Alter von 30-50. Also werden deine verlässlichen Freunde größtenteils 10 Jahre älter oder 10 Jahre jünger sein als du. Und je nach deiner eigenen Laune, kannst du dich dann entweder mit Leuten umgeben, die noch voller Hoffnung dem Endziel Familienleben entgegenfiebern oder mit denen, die schon ernüchtert sind und merken, dass der Partner doch nicht so das gelbe vom Ei war bzw. das reine Familienleben andere Teile der Persönlichkeit verkümmern lässt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Ich (M, Anfang 30, Single) stelle zurzeit leider eine ähnliche Entwicklung fest und spiele zunehmend mit dem Gedanken, nochmal woanders einen Start zu wagen.

  • Die Freunde aus Schule und Studium, die in einer Partnerschaft sind, bekommen zunehmend Nachwuchs und scheinen immer weniger an Treffen interessiert zu sein. Untereinander (bei denjenigen mit Kindern) finden aber weiter Treffen statt
  • Andere schreiben einfach nicht mehr zurück, wenn man mal wieder schreibt, wie es geht und was es Neues gibt.
  • Neue, gleichgesinnte Leute zu finden ist möglich, kostet aber viel Zeit und verläuft auch oft wieder im Sande.

Hätte ich vor 2-3 Jahren tatsächlich nicht gedacht, dass es so schnell geht. War quasi jedes Wochenende mit Freunden unterwegs.

Das habe ich leider auch beobachtet. In der Tat war ich auch erstaunt, wie schnell die Entwicklung geht! auch frühere beste Freunde sehe ich so gut wie kaum noch. Diese machen nun was mit anderen Familien mit Kindern etwas.

Ich habe es für mich so gelöst, dass ich einfach maximal Power in Karriere und Vermögensaufbau investiert habe, mit hier und da Auslandsaufenthalt für einen Konzern und das zusätzliche Geld habe ich investiert, teils Börse, teils Immobilien als diese noch leistbarer waren. Es gibt einfach einen gewissen Typ Mann der ist bei Frauen nicht gefragt, ich gehöre dazu. Das habe ich akzeptiert und mein Ziel ist es jetzt, möglichst früh aufhören können zu arbeiten. Das ist auch gut möglich ohne Familie die man ernähren muss.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ein sehr spannendes Thema.

Durch Threads wie diesen merkt man, dass die Generation Y langsam älter wird :)

Viele hier teilen ein ähnliches Schicksal:
35+, Single und beruflich mehr oder weniger erfolgreich. Viele sind wegen dem Job bereits mehrfach umgezogen und deswegen entwurzelt oder ohne soziales Umfeld.

Gleichzeitig gründet der Großteil der Gleichaltrigen (Geschwister, Bekannte, Kollegen) eine Familie. Gleichgesinnte für Party oder Urlaub werden also immer weniger. Und auf der anderen Seite sieht man, wie die eigenen Eltern alt werden.

Jeder kennt auch einen ewigen Junggesellen oder eine Katzenlady, die bei ehrlicher Betrachtung nicht gerade für ein erstrebenswertes Leben stehen.

Unweigerlich fragt man sich dann selbst, wo die eigene Reise eigentlich hingehen soll.

Man muss halt selbst wissen, was man will. Man kann trotzdem mit Ü35 als Single noch neue Bekanntschaften machen und sich durch Vereine, Ehrenamt oder Hobbys ein soziales Umfeld aufbauen oder einen Partner finden.

Eine andere Möglichkeit ist der Umzug ins Ausland. Dieser krasse Tapetenwechsel sorgt wirklich für frischen Wind, das durfte ich auch selbst erfahren :)

Es ist in vielen Ländern tatsächlich leichter, neue Bekanntschaften zu machen. Man ist auch selbst oft viel offener und mutiger dort, ohne es selbst zu merken. In Deutschland hat man halt echt einen Stock im A**** und bremst sich selbst aus. Corona hat diese Verklemmtheit noch mal verstärkt.

Im Endeffekt hat man es selbst in der Hand. Die anderen sind nämlich nicht schuld. Es liegt an einem selbst, wie man durchs Leben geht. Wer offen ist und die Komfortzone verlässt, wird immer belohnt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

@Ausland ist es leichter:
Welche Länder? wahrscheinlich ausserhalb von Europa? innerhalb Europas ist es nicht unbedingt leichter. Eher im Gegenteil, die Unterschiede sind eher nur marginal. Zumal dieses Problem in anderen europäischen Ländern auch existiert, nämlich viele zwischen 30 und 50 haben Familie und wollen wenig bis nichts privat mit Singlemenschen zu tun haben. In Südeuropa leben viel häufiger als hier noch Generationen unter einem Dach, da gibt es das Problem der Einsamkeit so in der Art gar nicht, andererseits will man da erst recht nichts mit einem zugereisten Single Ausländer zu tun haben.

Es ist in der Tat so, dass es oft schlecht angesehen wird, wenn man einfach neue Leute kennen lernen will. In Vereinen ist es oft so, dass da häufig erstarkte Freundschaftsstrukturen vorhanden sind, Leute zwischen 30-50 die seit 20 oder mehr Jahren da Mitglied sind, sich seit ewig kennen, da hat man es schwer, in einen fremden Freundeskreis rein zu kommen. Spricht man als 35+ Hetero Single Mann fremde Frauen an, vorallem wenn man wie ich nicht gut aussieht, wird man meist angefaucht oder man riskiert des Lokales verwiesen zu werden, spricht man andere Männer an, weil man einfach nur Kontakt für normale Gespräche sucht, wird man gleich als homosexuell abgestempelt.

Ja daher kann man gleich zuhause bleiben und dort seinen Wein trinken, ist auch billiger. Dabei kann man seine Lieblingsmusik hören und muss nicht das anhören was ein DJ ausgewählt hat und das gesparte Geld kann man in Aktien, ETFs und Immobilien stecken. Für mich ist daher seit ca. 5 Jahren Lockdown, Freitag und Samstag Abend alleine verbringen zuhause tue ich seit ca. 5 Jahren meistens, weil weg gehen bringt ja doch nichts, ausser das man sich alleine in einer Bar unter lauten anderen Menschen die nicht mit einem sprechen, noch einsamer fühlt als wenn man alleine zuhause wäre.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 13.05.2021:

Ich (M, Anfang 30, Single) stelle zurzeit leider eine ähnliche Entwicklung fest und spiele zunehmend mit dem Gedanken, nochmal woanders einen Start zu wagen.

  • Die Freunde aus Schule und Studium, die in einer Partnerschaft sind, bekommen zunehmend Nachwuchs und scheinen immer weniger an Treffen interessiert zu sein. Untereinander (bei denjenigen mit Kindern) finden aber weiter Treffen statt
  • Andere schreiben einfach nicht mehr zurück, wenn man mal wieder schreibt, wie es geht und was es Neues gibt.
  • Neue, gleichgesinnte Leute zu finden ist möglich, kostet aber viel Zeit und verläuft auch oft wieder im Sande.

Hätte ich vor 2-3 Jahren tatsächlich nicht gedacht, dass es so schnell geht. War quasi jedes Wochenende mit Freunden unterwegs.

Das habe ich leider auch beobachtet. In der Tat war ich auch erstaunt, wie schnell die Entwicklung geht! auch frühere beste Freunde sehe ich so gut wie kaum noch. Diese machen nun was mit anderen Familien mit Kindern etwas.

Ich habe es für mich so gelöst, dass ich einfach maximal Power in Karriere und Vermögensaufbau investiert habe, mit hier und da Auslandsaufenthalt für einen Konzern und das zusätzliche Geld habe ich investiert, teils Börse, teils Immobilien als diese noch leistbarer waren. Es gibt einfach einen gewissen Typ Mann der ist bei Frauen nicht gefragt, ich gehöre dazu. Das habe ich akzeptiert und mein Ziel ist es jetzt, möglichst früh aufhören können zu arbeiten. Das ist auch gut möglich ohne Familie die man ernähren muss.

Damit ziehst du dann Frauen an, die es auf deine Kohle abgesehen haben. Zeit vielleicht mal lieber in Persönlichkeitsentwicklung/Coach/Therapie investieren?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Äh ja, aber gerade unsere Generation hat doch ständig ihre Komfortzone verlassen in der Vergangenheit. Das schreibst du ja selbst: neuer Job, neues Land, neuer Start. Das Problem ist doch eher, dass nichts Bleibendes da ist. Warum soll da jetzt nochmal ein Wechsel ins Ausland helfen???

WiWi Gast schrieb am 13.05.2021:

Ein sehr spannendes Thema.

Durch Threads wie diesen merkt man, dass die Generation Y langsam älter wird :)

Viele hier teilen ein ähnliches Schicksal:
35+, Single und beruflich mehr oder weniger erfolgreich. Viele sind wegen dem Job bereits mehrfach umgezogen und deswegen entwurzelt oder ohne soziales Umfeld.

Gleichzeitig gründet der Großteil der Gleichaltrigen (Geschwister, Bekannte, Kollegen) eine Familie. Gleichgesinnte für Party oder Urlaub werden also immer weniger. Und auf der anderen Seite sieht man, wie die eigenen Eltern alt werden.

Jeder kennt auch einen ewigen Junggesellen oder eine Katzenlady, die bei ehrlicher Betrachtung nicht gerade für ein erstrebenswertes Leben stehen.

Unweigerlich fragt man sich dann selbst, wo die eigene Reise eigentlich hingehen soll.

Man muss halt selbst wissen, was man will. Man kann trotzdem mit Ü35 als Single noch neue Bekanntschaften machen und sich durch Vereine, Ehrenamt oder Hobbys ein soziales Umfeld aufbauen oder einen Partner finden.

Eine andere Möglichkeit ist der Umzug ins Ausland. Dieser krasse Tapetenwechsel sorgt wirklich für frischen Wind, das durfte ich auch selbst erfahren :)

Es ist in vielen Ländern tatsächlich leichter, neue Bekanntschaften zu machen. Man ist auch selbst oft viel offener und mutiger dort, ohne es selbst zu merken. In Deutschland hat man halt echt einen Stock im A**** und bremst sich selbst aus. Corona hat diese Verklemmtheit noch mal verstärkt.

Im Endeffekt hat man es selbst in der Hand. Die anderen sind nämlich nicht schuld. Es liegt an einem selbst, wie man durchs Leben geht. Wer offen ist und die Komfortzone verlässt, wird immer belohnt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Damit ziehst du dann Frauen an, die es auf deine Kohle abgesehen haben. Zeit vielleicht mal lieber in Persönlichkeitsentwicklung/Coach/Therapie investieren?

Ich habe es vor einigen Jahren aufgegeben, eine Partnerin zu finden. In der Tat, bestenfalls könnte jemand wie ich eine Frau finden, die es wirklich NUR auf mein Geld abgesehen hat und mich dann hinterrücks betrügt und schaut, wie sie an mein Geld kommt um dann wieder abzuhauen. Dann bleibe ich lieber ohne Partnerin.

Daher sehe ich auch keinen Sinn in einer Therapie oder einem Coaching. Besonders letzeres ist meist nur Abzocke. Da investiere ich mein Geld lieber geschickt, dass ich in 5 Jahren als Privatier im Ausland leben kann. Gibt ja nichts was mich hier hält. Für Männer wie mich ist es einfacher reich zu werden als eine Partnerin zu finden. Für letzeres braucht man eine richtig Mischung aus Humor, Charme und Aussehen. Ich besitze alles drei nicht und werde es wohl auch nie besitzen. Daher wozu noch Aufwand betreiben um irgendwelchen Damen zu gefallen, es bringt ja doch nichts.

Ausserdem wollen Frauen heute auch nicht mehr angesprochen werden, wer das tut, der gilt seit metoo doch gleich als Belästiger, Se*ist und was weiss ich alles. Daher lässt man die Frauen am Besten einfach in Ruhe.

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wasmachichhier

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 14.05.2021:

Damit ziehst du dann Frauen an, die es auf deine Kohle abgesehen haben. Zeit vielleicht mal lieber in Persönlichkeitsentwicklung/Coach/Therapie investieren?

Ich habe es vor einigen Jahren aufgegeben, eine Partnerin zu finden. In der Tat, bestenfalls könnte jemand wie ich eine Frau finden, die es wirklich NUR auf mein Geld abgesehen hat und mich dann hinterrücks betrügt und schaut, wie sie an mein Geld kommt um dann wieder abzuhauen. Dann bleibe ich lieber ohne Partnerin.

Daher sehe ich auch keinen Sinn in einer Therapie oder einem Coaching. Besonders letzeres ist meist nur Abzocke. Da investiere ich mein Geld lieber geschickt, dass ich in 5 Jahren als Privatier im Ausland leben kann. Gibt ja nichts was mich hier hält. Für Männer wie mich ist es einfacher reich zu werden als eine Partnerin zu finden. Für letzeres braucht man eine richtig Mischung aus Humor, Charme und Aussehen. Ich besitze alles drei nicht und werde es wohl auch nie besitzen. Daher wozu noch Aufwand betreiben um irgendwelchen Damen zu gefallen, es bringt ja doch nichts.

Ausserdem wollen Frauen heute auch nicht mehr angesprochen werden, wer das tut, der gilt seit metoo doch gleich als Belästiger, Se*ist und was weiss ich alles. Daher lässt man die Frauen am Besten einfach in Ruhe.

Bin in einer ähnlichen Situation als alleinstehender Man mittleren Alters und kann nichts hinzufügen.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich (40m, München, beziehung).

Kann alles was oben steht absolut bestätigen.
Es ist illusorisch dass man in dem Alter den 30ies Lifestly weiterführt weil eifach 95 Prozent der Freunde/ Aktivitäten wegbrechen.

Kenne keinen einzigen Single der damit mit 40+ happy ist.

antworten
WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich (40, in kinderloser Partnerschaft) freue mich über den Thread, weil ich bisher dachte, dass es nur mir so geht. Ich glaube, dass die Themen Single/Kinder/ Familie hier wirklich ausschlaggebend sind. Gibt es denn trotzdem Möglichkeiten, in dem Alter ein neues Netzwerk aufzubauen z.B. über spezialisierte Plattformen? Oder gibt es andere Möglichkeiten?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Habt ihr euch eigentlich mal überlegt, dass ihr eure negativen , komischen Gedanken und Frust auch nach außen ausstrahlt?

Wie wäre es mal bei euch selbst anzufangen und zu erfragen woher das kommt? Das Leben geht immer weiter und man kann viel drauß machen.
Ihr habt „euch“ einfach aufgegeben.

Keine Frau/Mann will egal ob Freundschaft oder Liebesbeziehung solche weinerliche Menschen um sich haben, deren needyness man 10m gegen den Wind riecht.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Nenne mal einen (!) Bereich AUßERHALB der Wirtschaft, in der das internet das soziale Leben verbessert hat.

  • Netflix -> hockst allein vor dem Fernseher. Am nächsten Tag in der Kantine kannst Du nur mit denen drüber sprechen, die selber gebingt haben.

  • Partnerschaft -> Was früher die Kontaktanzeige war ist jetzt die Plattform. Schnelllebiger, im Ergebnis gibt es aber noch weniger Partnerschaften als früher.

Alte Leute sind komplett raus (Corona-App, Amazon, Sterben der Läden)

Zum Thread hier: Ich würde DRINGENDST davon abraten, mit 40+ nochmal einen Versuch im Ausland zu starten. Man kann die Sprache nicht bzw. ist kein Muttersprachler. Wenn man es in seinem Heimatland nicht schafft, warum sollte man es dort schaffen? Wenn man nochmal "neu anfangen" will, dann kann man auch in eine deutsche Großstadt. Aber auch dort ist das Scheitern vorprogrammiert, denn ab ca. 40 ist halt nichts mehr mit neuen Bekanntschaften/Freundschaften.

Bei den Moslems wird man durch Glaubensgemeinschaften und Teestuben "aufgefangen", genauso wie man früher hier durch das "soziale Netz" des Wohnortes (Kirche, Kneipe, Kegelkub) aufgefangen wurde. Aber ist ja alles nicht mehr, sollte alles weg, weil es staubig und unmodern war. Ist wie mit jeder Infrastruktur: Ist sie erstmal weg, dann kommt sie nicht wieder (daran denken, bevor man das Sterben der Innenstädte zulässt).

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

Ich (40, in kinderloser Partnerschaft) freue mich über den Thread, weil ich bisher dachte, dass es nur mir so geht. Ich glaube, dass die Themen Single/Kinder/ Familie hier wirklich ausschlaggebend sind. Gibt es denn trotzdem Möglichkeiten, in dem Alter ein neues Netzwerk aufzubauen z.B. über spezialisierte Plattformen? Oder gibt es andere Möglichkeiten?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Als Mann Ü30 solltest du auch kein Single sein. Vergiss mal den schwachsinnigen Job und sieh zu, dass du privat mal was wirklich nachhaltiges aufbaust. Nebenbei bist du dann auch nicht mehr der größte Steueridiot im Land.

Würde ich so auf keinen Fall unterschreiben. Würdest du auf Teufel komm raus irgendjemanden heiraten, nur um Steuern zu sparen? Die böse Überraschung wird dann bei der Scheidung kommen.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 14.05.2021:

Ich (40m, München, beziehung).

Kann alles was oben steht absolut bestätigen.
Es ist illusorisch dass man in dem Alter den 30ies Lifestly weiterführt weil eifach 95 Prozent der Freunde/ Aktivitäten wegbrechen.

Kenne keinen einzigen Single der damit mit 40+ happy ist.

Was ist denn der 30iger Lifestyle? Ich bin jetzt 40 und mache eigentlich nichts anderes als in den 30igern oder habe ich schon vorher den 40er Lifestyle gepflegt?

Unter dem Jahr bin ich meist zuhause, ab und an mal essen gehen gerade im Sommer gerne mit einer Cabriolet Tour verbunden. Regelmäßig ins Kino.

2 längere Fernreisen pro Jahr entweder städtisch oder ins 5 Sterne aufwärts Ressort Seychellen, Malediven etc.

Im Sommer ein paar kurze Trips in Europa meist Italien, Frankreich und Spanien.

Ich gebe gerne Geld für sehr teure Dinge aus aber bin kein Konsum Junkey, ich kaufe dann halt eher den neutralen Kaschmir Pullover für 800€ und behalte den x Jahre als das ich mir 5 vollgedruckte Saison Artikel kaufe.

In meinem Freundeskreis gibt es kaum Kinder. Der hat sich aber nicht dahingehend entwickelt fast jeder mit dem ich lange Kontakt habe hat keine Kinder.

antworten
WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Wenn das Dein derzeitiger Lifestyle ist, dann wird/muss sich daran auch nichts mehr ändern. Im Job bist du angekommen, Beziehung (ohne Kinder) läuft scheinbar, die Zeit wird mit Autos, Urlauben und Essen verbracht.

Wenn Du zurückschaust (auf Deine bisherige Lebenszeit), dann stellst Du fest, dass es dauernd Änderungen gab. Nun kommt nichts mehr, die nächsten 40 Jahre bleiben so (nur dass die Freunde weniger werden).

Und das wird es dann gewesen sein - ich glaube, hier liegt Deine Verständnisschwierigkeit. Die anderen Diskussionsteilnehmer glauben/hoffen, dass da noch was kommt. Du hast Dich mit Deinem Hedonismus und Deiner absoluten Unwichtigkeit abgefunden. Auch ein Weg.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

Ich (40m, München, beziehung).

Kann alles was oben steht absolut bestätigen.
Es ist illusorisch dass man in dem Alter den 30ies Lifestly weiterführt weil eifach 95 Prozent der Freunde/ Aktivitäten wegbrechen.

Kenne keinen einzigen Single der damit mit 40+ happy ist.

Was ist denn der 30iger Lifestyle? Ich bin jetzt 40 und mache eigentlich nichts anderes als in den 30igern oder habe ich schon vorher den 40er Lifestyle gepflegt?

Unter dem Jahr bin ich meist zuhause, ab und an mal essen gehen gerade im Sommer gerne mit einer Cabriolet Tour verbunden. Regelmäßig ins Kino.

2 längere Fernreisen pro Jahr entweder städtisch oder ins 5 Sterne aufwärts Ressort Seychellen, Malediven etc.

Im Sommer ein paar kurze Trips in Europa meist Italien, Frankreich und Spanien.

Ich gebe gerne Geld für sehr teure Dinge aus aber bin kein Konsum Junkey, ich kaufe dann halt eher den neutralen Kaschmir Pullover für 800€ und behalte den x Jahre als das ich mir 5 vollgedruckte Saison Artikel kaufe.

In meinem Freundeskreis gibt es kaum Kinder. Der hat sich aber nicht dahingehend entwickelt fast jeder mit dem ich lange Kontakt habe hat keine Kinder.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

..... den Kumpels? Ja wäre toll, nur überleg mal was das für den Partner/die Partnerin bedeutet! Sich rund um die Uhr alleine um die Kids kümmern. Das kann und will man seinem Partner nicht antun.

Oh wie schlimm! Der Partner muss sich mal alleine um die "Kids" (ich hasse dieses Wort) kümmern? Ich hoffe das meinst du ironisch, aber ich glaube hier liegt genau das Problem. Die Unfähigkeit und dem Partner nicht auch mal etwas mehr Freiheit geben (auch für eine kurze Zeit, und natürlich beruhend auf Gegenseitigkeit). Kein wunder, dass über 50 % der Ehen auseinandergehen.

Wisst ihr was? Bei mir ist noch nie eine Freundschaft auseinander gegangen und ich glaube fest daran, dass viele Menschen nicht wissen, was eine echte Freundschaft bedeutet und wirklich nie echte Freundschaften hatten. Das kenne ich noch aus dem Studium, die meisten Freundschaften zw. Kommilitonen waren am Ende des Tages dann doch eher oberflächliche Bekanntschaften.

Freunde nehmen sich die Zeit und prioritisieren entsprechend (auch mit Familie, Vollzeitjob und weiteren Verpflichtigungen - das sind verdammt nochmal Ausreden). Zumindest wird das in unserem Freundeskreis so gelebt und wir kennen uns teilweise aus dem Sandkasten.

Haben eure Freunde keine Zeit mehr für euch? Sie sind ja so beschäftigt mit ihren "Kids" (kotz) und ihrer Arbeit? Ohjee so viele Verpflichtungen? Ganz einfach: Eure "Freunde" haben kein wirkliches Interesse mehr an der Freundschaft und keinen Mumm, euch das direkt ins Gesicht zu sagen.

Klar die Treffen nehmen ggf. ab und statt jede Woche, sieht man sich eher 1-2 im Monat, aber auf eine Freundschaft sollte die Frequenz von Treffen keinen negativen Einfluss nehmen, wieso auch? Man freut sich umso mehr auf die Treffen.

Ich habe ein großes Haus, einen Vollzeitjob, drei Kinder (4, 6, 8) und mache berufsbegleitend einen PhD. (eher so aus Interesse/Hobby). Meine Frau arbeit ca. 30h/Woche. Nebenbei zocke ich auch noch regelmäßig und lese viel. Meine Frau und ich fangen uns dabei gegenseitig ab. Wir müssen nicht immer alles gemeinsam machen, wie so viele paare heuzutage, das fängt beim Einkaufen an und geht bis zum Urlaub.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Soweit ich das mit Mitte 30 sehen kann, gibt es keinen 40er Lifestyle, der sich groß vom 30er Lifestyle unterscheidet. Die 20er sind anders, aber dann spaltet es sich auf in Familie und Single/DINK mit sehr unterschiedlichem Lifestyle, der sich aber zwischen den 30ern und 40ern nicht groß ändert.

Eher noch bei denen mit Familie, wo dann in den 40ern die Scheidungen zunehmen.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Der Thread ist der Wahnsinn. Man merkt, dass eine Generation der Selbstoptimierer langsam älter wird und das Leben an sich vorbeiziehen sieht - gleichzeitig erkennt man wohl auch, dass man den falschen Weg eingeschlagen hat. Traurig.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Was wäre an dem Beispiel weniger hedonistisch und unwichtig wenn man ein Kind dazu packt? Das könnte alles auch als Familien Aktivität beschrieben werden.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

Wenn das Dein derzeitiger Lifestyle ist, dann wird/muss sich daran auch nichts mehr ändern. Im Job bist du angekommen, Beziehung (ohne Kinder) läuft scheinbar, die Zeit wird mit Autos, Urlauben und Essen verbracht.

Wenn Du zurückschaust (auf Deine bisherige Lebenszeit), dann stellst Du fest, dass es dauernd Änderungen gab. Nun kommt nichts mehr, die nächsten 40 Jahre bleiben so (nur dass die Freunde weniger werden).

Und das wird es dann gewesen sein - ich glaube, hier liegt Deine Verständnisschwierigkeit. Die anderen Diskussionsteilnehmer glauben/hoffen, dass da noch was kommt. Du hast Dich mit Deinem Hedonismus und Deiner absoluten Unwichtigkeit abgefunden. Auch ein Weg.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

..... den Kumpels? Ja wäre toll, nur überleg mal was das für den Partner/die Partnerin bedeutet! Sich rund um die Uhr alleine um die Kids kümmern. Das kann und will man seinem Partner nicht antun.

Oh wie schlimm! Der Partner muss sich mal alleine um die "Kids" (ich hasse dieses Wort) kümmern? Ich hoffe das meinst du ironisch, aber ich glaube hier liegt genau das Problem. Die Unfähigkeit und dem Partner nicht auch mal etwas mehr Freiheit geben (auch für eine kurze Zeit, und natürlich beruhend auf Gegenseitigkeit). Kein wunder, dass über 50 % der Ehen auseinandergehen.

Wisst ihr was? Bei mir ist noch nie eine Freundschaft auseinander gegangen und ich glaube fest daran, dass viele Menschen nicht wissen, was eine echte Freundschaft bedeutet und wirklich nie echte Freundschaften hatten. Das kenne ich noch aus dem Studium, die meisten Freundschaften zw. Kommilitonen waren am Ende des Tages dann doch eher oberflächliche Bekanntschaften.

Freunde nehmen sich die Zeit und prioritisieren entsprechend (auch mit Familie, Vollzeitjob und weiteren Verpflichtigungen - das sind verdammt nochmal Ausreden). Zumindest wird das in unserem Freundeskreis so gelebt und wir kennen uns teilweise aus dem Sandkasten.

Haben eure Freunde keine Zeit mehr für euch? Sie sind ja so beschäftigt mit ihren "Kids" (kotz) und ihrer Arbeit? Ohjee so viele Verpflichtungen? Ganz einfach: Eure "Freunde" haben kein wirkliches Interesse mehr an der Freundschaft und keinen Mumm, euch das direkt ins Gesicht zu sagen.

Klar die Treffen nehmen ggf. ab und statt jede Woche, sieht man sich eher 1-2 im Monat, aber auf eine Freundschaft sollte die Frequenz von Treffen keinen negativen Einfluss nehmen, wieso auch? Man freut sich umso mehr auf die Treffen.

Ich habe ein großes Haus, einen Vollzeitjob, drei Kinder (4, 6, 8) und mache berufsbegleitend einen PhD. (eher so aus Interesse/Hobby). Meine Frau arbeit ca. 30h/Woche. Nebenbei zocke ich auch noch regelmäßig und lese viel. Meine Frau und ich fangen uns dabei gegenseitig ab. Wir müssen nicht immer alles gemeinsam machen, wie so viele paare heuzutage, das fängt beim Einkaufen an und geht bis zum Urlaub.

Kann dir nur zustimmen. Ich glaube das ist in vielen Fällen reine Bequemlichkeit. Man hat ja sein Nest und seine emotionale Grundversorgung. Warum da vom Sofa aufstehen? Und dann noch so zu tun, als wenn man aus Liebe zu den Kids tut oder aus Liebe zur Partnerin . das ist ja wohl geheuchelt (ich hasse das Wort auch - es ist der verzweifelte Versuch, Kinder als coole "Freunde" zu verkaufen: es sind aber nun mal Schutzbefohlene und man selber ist nicht deren Bro, sondern der Erziehungsberechtigte).

Aber meiner Meinung nach ist eine reine Konzentration auf Familie und Partner ungesund. Allein schon, weil kein Partner alle Bedürfnisse abdecken kann und die Kinder auch genervt sind, wenn die Eltern nur sie als Lebenssinn haben.

Damit ist jetzt natürlich nicht gemeint, dass man als Mann jedes Wochenende mit den Kumpels zum Schalte-Spiel fährt. Eine gewisse Balance muss schon noch sein.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Das kann ich so nicht bestätigen, da ich genau das Gegenteil erlebt habe.

Wer als Single ins Ausland geht, wird dort nicht automatisch sozial erfolgreicher sein. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr hoch, da man gezwungen ist, auf andere Menschen zu zugehen und um Hilfe fragt (neue Sprache, Gesetze, Regeln).

Hinzu kommt, dass die Menschen in vielen Regionen (Lateinamerika, Südostasien, teilweise USA) wesentlich gastfreundlicher, offener und kommunikativer sind. Die Leute gehen dort auch mit Ü40 noch in Restaurants, Kneipen, zum Feiern und Tanzen - obwohl sie Familien haben. Das ist eine andere soziale Kultur, das Leben spielt sich viel mehr draußen ab, nicht in der Neubausiedlung hinter Gardinen und 2 m Hecke :)

Ich kenne es aus Mexiko: Dort laden dich Kollegen zum Geburtstag der Oma ein, zur Hochzeit, zum Grillen, zum Fußball, etc. Oder man geht abends noch in großer, gemischter Runde ein Bier trinken, trotz 48 h Woche dort.

Auch die krasse Trennung zwischen Privatleben und Beruf gibt es dort nicht. Man zieht sich auch nicht komplett in die Familie zurück, obwohl die Familie dort wesentlich wichtiger ist als in Dtl. Man trifft trotzdem andere Menschen.

Natürlich sind diese Kontakte eher oberflächlich. Na und? Diese Ablehnung von sogenannter Oberflächlichkeit oder Small Talk in Dtl. ist doch nur eine Ausrede zur Kontaktvermeidung.

Auch das Thema Einsamkeit ist in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern viel weniger schlimm als in den Industriestaaten, wo Wohlstand und Überfluss die Vereinzelung begünstigen.

Deutschland hat nach Japan nun mal die zweitälteste Bevölkerung weltweit, während das Durchschnittsalter in vielen Ländern im globalen Süden bei unter 30 Jahren liegt. Das macht auch viel aus.

Natürlich sollte man nicht einfach so auf gut Glück nach Mexiko oder Thailand ziehen und hier alles aufgeben. Man kann aber versuchen, über die Firma 1-2 Jahre ins Auslandswerk zu wechseln. Es muss ja nicht der lukrative Expatvertrag sein, da man auch mit lokalem Vertrag über die Runden kommt. Es geht um einen Tapetenwechsel und neue Perspektiven :)

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

Zum Thread hier: Ich würde DRINGENDST davon abraten, mit 40+ nochmal einen Versuch im Ausland zu starten. Man kann die Sprache nicht bzw. ist kein Muttersprachler. Wenn man es in seinem Heimatland nicht schafft, warum sollte man es dort schaffen? Wenn man nochmal "neu anfangen" will, dann kann man auch in eine deutsche Großstadt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Der Kollege dachte eben typisch deutsch.
Der durchschnittliche Deutsche muss sich einfach mal locker machen, gerade im Ausland. Dann klappt das auch.

Ansonsten für Singles auf der Suche nach Freunden: es gibt doch spezielle Apps dafür. Ja klingt blöd, klappt aber recht gut. Bei Spontacts bspw kann man sich zu Aktivitäten anmelden und verabreden. Von Sport bis Abendessen. Ja, Corona ist da natürlich etwas blöd. Sogar Bumble hat doch eine Friendship Funktion.

Also weniger Selbstmitleid und aktiv werden!
Gibt ja genug in derselben Situation.
Wenn die aber auch alle schon so kauzig sind, dann wirds wahrscheinlich schwierig!

WiWi Gast schrieb am 16.05.2021:

Das kann ich so nicht bestätigen, da ich genau das Gegenteil erlebt habe.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

"Deine Erfahrungen in Mexiko" sind Urlaubserfahrungen oder Auslandspraktikum? Davon reden wir hier nicht.

Du willst nicht ernsthaft behaupten, man käme als Deutscher JEMALS sozial in Südostasien an, oder? Man kann nicht mal die Sprache (mit 40+ noch Chinesisch, Thai, Japanisch lernen?), man ist dort in seiner Expat-Bubble und insofern in der Tat nicht mehr allein. Aber diese Art von "Alleinsein-Vermeidung" ist hier im Thread nicht gemeint. Da kann man auch den Puff empfehlen, oder die Kneipe.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2021:

Das kann ich so nicht bestätigen, da ich genau das Gegenteil erlebt habe.

Wer als Single ins Ausland geht, wird dort nicht automatisch sozial erfolgreicher sein. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr hoch, da man gezwungen ist, auf andere Menschen zu zugehen und um Hilfe fragt (neue Sprache, Gesetze, Regeln).

Hinzu kommt, dass die Menschen in vielen Regionen (Lateinamerika, Südostasien, teilweise USA) wesentlich gastfreundlicher, offener und kommunikativer sind. Die Leute gehen dort auch mit Ü40 noch in Restaurants, Kneipen, zum Feiern und Tanzen - obwohl sie Familien haben. Das ist eine andere soziale Kultur, das Leben spielt sich viel mehr draußen ab, nicht in der Neubausiedlung hinter Gardinen und 2 m Hecke :)

Ich kenne es aus Mexiko: Dort laden dich Kollegen zum Geburtstag der Oma ein, zur Hochzeit, zum Grillen, zum Fußball, etc. Oder man geht abends noch in großer, gemischter Runde ein Bier trinken, trotz 48 h Woche dort.

Auch die krasse Trennung zwischen Privatleben und Beruf gibt es dort nicht. Man zieht sich auch nicht komplett in die Familie zurück, obwohl die Familie dort wesentlich wichtiger ist als in Dtl. Man trifft trotzdem andere Menschen.

Natürlich sind diese Kontakte eher oberflächlich. Na und? Diese Ablehnung von sogenannter Oberflächlichkeit oder Small Talk in Dtl. ist doch nur eine Ausrede zur Kontaktvermeidung.

Auch das Thema Einsamkeit ist in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern viel weniger schlimm als in den Industriestaaten, wo Wohlstand und Überfluss die Vereinzelung begünstigen.

Deutschland hat nach Japan nun mal die zweitälteste Bevölkerung weltweit, während das Durchschnittsalter in vielen Ländern im globalen Süden bei unter 30 Jahren liegt. Das macht auch viel aus.

Natürlich sollte man nicht einfach so auf gut Glück nach Mexiko oder Thailand ziehen und hier alles aufgeben. Man kann aber versuchen, über die Firma 1-2 Jahre ins Auslandswerk zu wechseln. Es muss ja nicht der lukrative Expatvertrag sein, da man auch mit lokalem Vertrag über die Runden kommt. Es geht um einen Tapetenwechsel und neue Perspektiven :)

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

Zum Thread hier: Ich würde DRINGENDST davon abraten, mit 40+ nochmal einen Versuch im Ausland zu starten. Man kann die Sprache nicht bzw. ist kein Muttersprachler. Wenn man es in seinem Heimatland nicht schafft, warum sollte man es dort schaffen? Wenn man nochmal "neu anfangen" will, dann kann man auch in eine deutsche Großstadt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 13.05.2021:

@Ausland ist es leichter:
Welche Länder? wahrscheinlich ausserhalb von Europa? innerhalb Europas ist es nicht unbedingt leichter. Eher im Gegenteil, die Unterschiede sind eher nur marginal. Zumal dieses Problem in anderen europäischen Ländern auch existiert, nämlich viele zwischen 30 und 50 haben Familie und wollen wenig bis nichts privat mit Singlemenschen zu tun haben. In Südeuropa leben viel häufiger als hier noch Generationen unter einem Dach, da gibt es das Problem der Einsamkeit so in der Art gar nicht, andererseits will man da erst recht nichts mit einem zugereisten Single Ausländer zu tun haben.

Es ist in der Tat so, dass es oft schlecht angesehen wird, wenn man einfach neue Leute kennen lernen will. In Vereinen ist es oft so, dass da häufig erstarkte Freundschaftsstrukturen vorhanden sind, Leute zwischen 30-50 die seit 20 oder mehr Jahren da Mitglied sind, sich seit ewig kennen, da hat man es schwer, in einen fremden Freundeskreis rein zu kommen. Spricht man als 35+ Hetero Single Mann fremde Frauen an, vorallem wenn man wie ich nicht gut aussieht, wird man meist angefaucht oder man riskiert des Lokales verwiesen zu werden, spricht man andere Männer an, weil man einfach nur Kontakt für normale Gespräche sucht, wird man gleich als homosexuell abgestempelt.

Ja daher kann man gleich zuhause bleiben und dort seinen Wein trinken, ist auch billiger. Dabei kann man seine Lieblingsmusik hören und muss nicht das anhören was ein DJ ausgewählt hat und das gesparte Geld kann man in Aktien, ETFs und Immobilien stecken. Für mich ist daher seit ca. 5 Jahren Lockdown, Freitag und Samstag Abend alleine verbringen zuhause tue ich seit ca. 5 Jahren meistens, weil weg gehen bringt ja doch nichts, ausser das man sich alleine in einer Bar unter lauten anderen Menschen die nicht mit einem sprechen, noch einsamer fühlt als wenn man alleine zuhause wäre.

Hast Du mal Spontacts o.ä probiert? Les auf jeden Fall mal Schopenhauer, das wird deiner Seele gut tun ☺️

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 15.05.2021:

..... den Kumpels? Ja wäre toll, nur überleg mal was das für den Partner/die Partnerin bedeutet! Sich rund um die Uhr alleine um die Kids kümmern. Das kann und will man seinem Partner nicht antun.

Oh wie schlimm! Der Partner muss sich mal alleine um die "Kids" (ich hasse dieses Wort) kümmern? Ich hoffe das meinst du ironisch, aber ich glaube hier liegt genau das Problem. Die Unfähigkeit und dem Partner nicht auch mal etwas mehr Freiheit geben (auch für eine kurze Zeit, und natürlich beruhend auf Gegenseitigkeit). Kein wunder, dass über 50 % der Ehen auseinandergehen.

Wisst ihr was? Bei mir ist noch nie eine Freundschaft auseinander gegangen und ich glaube fest daran, dass viele Menschen nicht wissen, was eine echte Freundschaft bedeutet und wirklich nie echte Freundschaften hatten. Das kenne ich noch aus dem Studium, die meisten Freundschaften zw. Kommilitonen waren am Ende des Tages dann doch eher oberflächliche Bekanntschaften.

Freunde nehmen sich die Zeit und prioritisieren entsprechend (auch mit Familie, Vollzeitjob und weiteren Verpflichtigungen - das sind verdammt nochmal Ausreden). Zumindest wird das in unserem Freundeskreis so gelebt und wir kennen uns teilweise aus dem Sandkasten.

Haben eure Freunde keine Zeit mehr für euch? Sie sind ja so beschäftigt mit ihren "Kids" (kotz) und ihrer Arbeit? Ohjee so viele Verpflichtungen? Ganz einfach: Eure "Freunde" haben kein wirkliches Interesse mehr an der Freundschaft und keinen Mumm, euch das direkt ins Gesicht zu sagen.

Klar die Treffen nehmen ggf. ab und statt jede Woche, sieht man sich eher 1-2 im Monat, aber auf eine Freundschaft sollte die Frequenz von Treffen keinen negativen Einfluss nehmen, wieso auch? Man freut sich umso mehr auf die Treffen.

Ich habe ein großes Haus, einen Vollzeitjob, drei Kinder (4, 6, 8) und mache berufsbegleitend einen PhD. (eher so aus Interesse/Hobby). Meine Frau arbeit ca. 30h/Woche. Nebenbei zocke ich auch noch regelmäßig und lese viel. Meine Frau und ich fangen uns dabei gegenseitig ab. Wir müssen nicht immer alles gemeinsam machen, wie so viele paare heuzutage, das fängt beim Einkaufen an und geht bis zum Urlaub.

So leben wir das auch wobei ich meinen Hut ziehe das mit 3 Kindern so hinzubekommen. Allerdings wohnen bei uns (2 Kinder) auch keine Großeltern ums Eck, dh einer hat dann immer beide Kinder. Bei mir war es übrigens so dass sich die kinderlosen Freunde nach meiner Familiengründung nicht mehr gemeldet haben. Ich wohne aber auch nicht mehr in der Nähe seit einem Jobwechsel was sicherlich auch ein Grund ist. Einer ist nun dieses Jahr ebenfalls Vater geworden und hat sich dann erst 4 Wochen nach der Geburt auf Nachfrage von mir gemeldet und mich über die Geburt seiner Tochter informiert. Und das war mal mein bester Freund seit der Grundschule. Das gibt mir dann doch etwas zu denken 🤔 ich kenn auch einen Single Kumpel der komplett vereinsamt. Daher schätze ich mich schon als sehr glücklich eine Familie zu „haben“. Gerade die emotionale Bindung zu den Kindern hat man wohl letztlich nur in seltenen Glücksfällen mit einem Kumpel.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 09.05.2021:

Ich werde bald 40 und ziehe gerade eine Art "Bilanz".

Und wenn ich mal ganz ehrlich zu mir bin- wahre Freunde, wie ich es mir wünsche, habe ich nicht.
Dazu muss ich sagen, dass ich gewollt kinderlos bin, aber in einer Beziehung lebe und somit wohl eine sehr seltene Spezies Mensch bin. Die Menschen in meinem Umfeld sind eher verzweifelte Singles, die ganz dringend auf der Suche sind und die abtauchen, sobald sie eine Beziehung haben. Oder halt Eltern, mit denen man auch nichts gemeinsam hat. Dazu kommt, dass ich mich auch sehr weiter entwickelt habe durch meine Beziehung und einen Jobwechsel im letzten Jahr.

Daher habe ich auch mehr und mehr das Interesse daran verloren, überhaupt noch in Freundschaften Zeit und Emotionen zu "investieren".

Beispiele:

  • Eine langjährige Freundin, die ich einmal pro Woche in einer 80km entfernten Stadt besucht habe, hat sich nicht mehr gemeldet, als sie hörte, ich habe einen neuen Freund. Sie selbst ist seit Jahren unglücklicher Single
  • Eine andere Freundin hat sich nicht mehr gemeldet, sobald sie einen Freund hatte. Der wollte am Wochenende mit ihr Segeln gehen und zack brach der Kontakt ab
  • Eine alte Unifreundin ist leider mit Frauen befreundet, die ich nicht leiden kann und die sehr "schlicht" sind. Bei Treffen (nur in großer Runde, auch nicht meins) geht es nur um Männer, es wird viel gesoffen und albern rumgetanzt. Ich trinke nichts und betrunken rumgröhlen ist nicht meins
  • Zwei alte Freunde mit Kindern melden sich kaum noch, sind zu eingebunden
  • Eine Freundin, verzweifelter Single, hat einen Mann aus einem anderen Land kennengelernt und plant, zu ihm zu ziehen. Also wird sich die Freundschaft da wohl auch erledigen... ich war Tag und Nacht für sie da, als ihr Ex sie betrogen hat etc. Jetzt denke ich mir- wozu, sie zieht eh weg

Ist das der Lauf der Dinge oder ist das meine "Schuld"? Wie lebt ihr eure Freundschaften mit 40?

Das ist ein altersunabhängiges Phänomen. Schon als ich Anfang 20 war, gab's Menschen, die Kontakte abgebrochen haben, weil sie plötzlich einen Partner hatten oder weil man sich nicht mehr jeden Tag sah. Dass man für die Menschen da war und ihnen stundenlang beim Ausheulen die Hand gehalten hat, spielt für die keine Rolle.

Freundschaften - sowohl wie man sie definiert als auch wie man sie in die Realität umsetzt - sind äußerst individuell. Ich habe Freunde, wo man sich hin und wieder schreibt und sich einmal im Jahr trifft und alles ist tutti, dann gibts wie gesagt auch die Exemplare, mit denen man im regen Kontakt steht, sich oft sieht und plötzlich sind sie verschwunden. Sowas wird es immer geben, denke ich. Man muss sich einfach die Menschen raussuchen, die wirklich an Kontakt/Freundschaft interessiert sind. Dass das Aussieben nicht sonderlich einfach ist, geschenkt.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 12.05.2021:

Freunde sind Menschen die dich ein Stück auf deinem Lebensweg begleiten.
Nicht mehr, nicht weniger.

Ich bin 36, m. Leider kinderlos aber inzwischen bewusst Single. Lebenslange Monogamie ist gleichbedeutend mit Unglücklich sein, serielle Monogamie ist Heuchelei. Bin als Single inzwischen sehr glücklich, hier und da eine Romanze / Affäre, dann und wann ein kleines Abenteuer. Nur dass ich kein eigenes Kind habe(n werde) macht mich etwas traurig.

Mein Problem ist, dass ich an mich nur die höchsten Ansprüche stelle. Und auch an meine Umwelt. Dem können leider kaum Menschen gerecht werden.

Ich war früher jemand der sehr nach Geselligkeit gesucht hat, Parties Donnerstag bis Sonntag jeden Abend, Fußballverein, Musikverein, etc.
Ich habe aber an die Freundschaften (unterbewusst) Anforderungen gestellt, was Loyalität, Zuverlässigkeit etc angeht, die einfach zu hoch waren. Habe sehr viel in die Freundschaften investiert und war oftmals enttäuscht, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Nach dem Studium war ich zunächst in einer UB und später als Projektingenieur (bin WING) quer in Europa unterwegs. Allein. Erst ungewohnt, dann das Beste was mir passieren konnte. Inzwischen hab ich halb Afrika und Ozeanien inkl. Australien alleine bereist.
Super viele Menschen kennengelernt, ne tolle Zeit gehabt. Aber es waren keine neuen Freundschaften. Es waren Bekanntschaften.
Wie sagte Charlie Harper zu seiner Psychologin: "Ich bin Erwachsen, ich habe keine Freunde. Ich habe Bekanntschaften!"

Man macht Bekanntschaften, kann gute Zeiten haben. Aber man sollte nicht zu viel erwarten. Menschen sind alle Opportunisten. So lange die Single sind brauchen die Freunde, sobald ne Beziehung da ist sind Freunde aus den Augen aus dem Sinn. Aber ist normal. Mit jedem Jahr hat man weniger "Freunde", statistisch gesehen hat man mit 40 gar keine mehr.

Stromberg sagte "Freunde sind das Salz in der Suppe des Lebens!".
Ich stimme zu, denn Salz gibt Würze und zu viel Salz macht die Suppe ungenießbar.
--> Nicht an Leute klammern, das machen was man will, einen erfüllt, einem Freude bereitet. Die Menschen drum rum kommen und gehen.

Auf mich wirkt es, als würdest Du von anderen fordern, was Du nicht bereit bist zu geben bzw. selbst nicht erfüllen kannst, Stichwort Treue/Loyalität. Außerdem bildet sich insgesamt ein Bild von self fulfilled prophecy. Deine ganze Situation beruht auf Dich und Deine Einstellung, weniger auf Deine Mitmenschen.
Wir wurden alle von Menschen enttäuscht und haben mehr investiert und mehr erwartet als wir zurückbekamen/bekommen. Trotzdem geben wir nicht auf. Du schon. Bedauerlich.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich hoffe einfach, dass die Paare in der Coronakrise gemerkt haben, dass es eben nicht reicht, wenn man nur sich als Paar hat. Eine gesunde Beziehung braucht Input von außen. Ist hier vielleicht jemand, der was sagen kann, ob er jetzt Freunde für wichtiger oder für weniger wichtig hält nach der Krise?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

antworten
WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

Das klingt doch alles nach Ausrede. Zeit hatte man früher nicht und Zeit hat man heute nicht - Zeit nimmt man sich! Wenn ein Wille da ist, kriegt man auch den Stammtisch oder Sport in die Werktage gepackt. Dann fängt man halt Mal früher an und haut einen Tag in der Woche um 16/16:30 Uhr ab.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich hoffe einfach, dass die Paare in der Coronakrise gemerkt haben, dass es eben nicht reicht, wenn man nur sich als Paar hat. Eine gesunde Beziehung braucht Input von außen. Ist hier vielleicht jemand, der was sagen kann, ob er jetzt Freunde für wichtiger oder für weniger wichtig hält nach der Krise?

Da hat sich bei mir nicht viel geändert. Meine guten Freunde habe ich so oder so getroffen. Nur halt nicht in irgendwelchen Lokalen wie früher, sondern einfach draußen unter Einhaltung aller Regeln. Ich finde, die Krise hat gut gezeigt, wer mit sich selbst unzufrieden ist, denn wenn man zuhause ist, kann man sich viel mit sich selbst beschäftigen und da kommt dann so manches hoch, was man vorher einfach mit Alkohol und Feiern betäubt hat.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Dann reduzier doch einfach deine Arbeitszeit. Problem gelöst.

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Wahre Worte.

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich hoffe einfach, dass die Paare in der Coronakrise gemerkt haben, dass es eben nicht reicht, wenn man nur sich als Paar hat. Eine gesunde Beziehung braucht Input von außen. Ist hier vielleicht jemand, der was sagen kann, ob er jetzt Freunde für wichtiger oder für weniger wichtig hält nach der Krise?

Da hat sich bei mir nicht viel geändert. Meine guten Freunde habe ich so oder so getroffen. Nur halt nicht in irgendwelchen Lokalen wie früher, sondern einfach draußen unter Einhaltung aller Regeln. Ich finde, die Krise hat gut gezeigt, wer mit sich selbst unzufrieden ist, denn wenn man zuhause ist, kann man sich viel mit sich selbst beschäftigen und da kommt dann so manches hoch, was man vorher einfach mit Alkohol und Feiern betäubt hat.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Leute ihr seid um die 40 und hört euch an wie total frustrierte Rentner kurz vor dem letzten Atemzug. Wie wärs mal mit weniger Selbstmitleid und sich selbst Chancen erschaffen? Scheint ja sowieso ein Phänomen der jüngeren Generationen zu sein.

Deutscher Staat regelt alles für einen und am besten noch die eigenen Kontakte. Geht unter Leute. Die Deutschen hocken ja selbst im Sommer nur in der Stube oder im Neubauviertel Garten. Wer in der Woche nichts anderes als arbeiten macht und sogar noch Single ist, braucht sich über wenig Kontakte nicht wundern.

Woher sollen die Leute denn kommen? Ihr verpasst euer Leben und irgendwann kommt die Erkenntnis, wie verdammt unwichtig eigentlich Karriere und Status in diesem Sinne ist.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

Aber habt ihr nicht auch die Möglichkeit euch zwischendurch einen Babysitter zu nehmen oder einfach eine Reinigungskraft einzustellen, damit man Haushalt machen nicht noch seine Freizeit verbringt?

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich hoffe einfach, dass die Paare in der Coronakrise gemerkt haben, dass es eben nicht reicht, wenn man nur sich als Paar hat. Eine gesunde Beziehung braucht Input von außen. Ist hier vielleicht jemand, der was sagen kann, ob er jetzt Freunde für wichtiger oder für weniger wichtig hält nach der Krise?

Da hat sich bei mir nicht viel geändert. Meine guten Freunde habe ich so oder so getroffen. Nur halt nicht in irgendwelchen Lokalen wie früher, sondern einfach draußen unter Einhaltung aller Regeln. Ich finde, die Krise hat gut gezeigt, wer mit sich selbst unzufrieden ist, denn wenn man zuhause ist, kann man sich viel mit sich selbst beschäftigen und da kommt dann so manches hoch, was man vorher einfach mit Alkohol und Feiern betäubt hat.

Zustimmung, ich habe kaum Unterschiede gemerkt, da meine besten Freunde schon vorher in anderen Städten wohnten und man sich unregelmäßig sieht. Lebe aber auch in einer sehr schönen Beziehung.
Das einzige was punktiert auffällt ist, dass ein guter Freund extrem depressiv gewurden ist, da Single Dasein + sonstige Probleme schwer katalysiert wurden. Das fällt dann indirekt schon auf die Freundschaft zurück. Er war aber auch genau einer vom Typ am WE in Kneipe die Sinne betäuben und keine Life Goals verfolgen.

Ansonsten muss man sich eben Zeit für die Freunde nehmen. Auch in einer Beziehung durchaus möglich. Bei frischen Liebschaften im Umfeld ist mir aber auch durchaus bewusst, dass die Honeymoon Phase 1-2 Jahre anhält und man von den Leuten weniger hört. Das gehört zum Leben dazu.
Ich finde es ganz schön egoistisch zu beklagen, dass diese Leute von der Bildfläche verschwinden. Freut euch doch mal mehr für eure Freunde!

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Ich bin Single und mein Tag besteht auch nur aus Haushalt und Arbeit. Bin nach all dem auch so geschafft, dass ich mich oft kaum zum Sport aufraffen kann. Aber: ich mache es dann doch, weil ich weiß, dass es mir gut tut. Keine Zeit für Freunde ist eine Ausrede meiner Meinung nach.

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

Vielleicht liegt da des Rätsels Lösung:
die Berufstätigkeit der Frauen (die entweder wirklich finanziell notwendig ist oder die aus Ego-Gründen betrieben wird und/oder um Luxus und Prestigesachen wie einen SUV oder eine teure Reise zu bezahlen) und die Tatsache, dass junge Leute heute weiter weg vom Geburtsort und damit den Babysittergroßeltern ziehen sorgt dafür dass die Single-Freunde vernachlässigt werden.

Gleichzeitig wollen aber auch die Singlefreunde immer mehr vom Leben und bleiben immer länger ungebunden. Am Ende führt die allgemeine Selbstverwirklichung dazu, dass man nur auf sich selbst fixierte dauergestresste Kleinfamilien hat (die dann anfälliger für Scheidung sind) und einsame Selbstoptimierersingles mit hohen Ansprüchen.

Und natürlich nicht zu vergessen: Einsame Großeltern, die ihre Enkel gerne mal öfter sehen würden. Wir müssen uns alle mal wieder ein Stück weit darüber bewusst werden, dass wir nur gemeinsam stark sind. Jeder soll seine Träume leben, aber dabei darf er nicht vergessen, dass die eigene Freiheit nicht da aufhört, wo die Freiheit eines anderen beginnt, sondern da, wo wir merken, dass es nichts wert ist, wenn man sich total selbst verwirklich hat, wenn keiner da ist, mit dem wir uns selbst teilen können.

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

Das klingt doch alles nach Ausrede. Zeit hatte man früher nicht und Zeit hat man heute nicht - Zeit nimmt man sich! Wenn ein Wille da ist, kriegt man auch den Stammtisch oder Sport in die Werktage gepackt. Dann fängt man halt Mal früher an und haut einen Tag in der Woche um 16/16:30 Uhr ab.

Ich mache zwei Tage die Woche früher Schluss, das sind die, an denen ich dran bin die kleine vom Kindergarten abzuholen.

Ein Wille alleine reicht leider nicht, um den Tag länger zu machen. Du kannst natürlich sagen wir haben uns beide mehr oder weniger dazu entschieden, weil wir beide nicht aufs Arbeiten bzw. eine Karriere verzichten wollen. Allerdings ist das auch keine 100%ig freie Entscheidung, sondern auch der Notwendigkeit geschuldet, das das nötig ist, um den Lebensstil wie wir ihn aus unserer Kindheit kennen halten zu können.

Und es ist ja auch nicht so, dass man nie Zeit hat. Wir versuchen z. B. das jeder einen Abend am Wochenende für sich hat. Aber wenn du den auf ein paar Freunde verteilst, bist du halt wieder dabei dich einmal alle paar Monate zu sehen.

Ich denke aber auch, dass sich das, wie auch schon andere hier geschrieben haben, wieder ändert wenn die Kinder älter sind.

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WiWi Gast

Freundschaften um die 40

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Ich glaube viel liegt aber auch an unserer modernen Zeit. Wenn ich schaue wie viel Freizeit meine Eltern noch hatten, da sind wir jetzt weit von weg.

Ich würde auch gerne mehr mit Freunden machen. Aber da fehlt die Zeit zu. Wir arbeiten 100 % + 75 %. Unter der Woche bestehen die Tage mehr oder weniger nur aus Arbeiten und Kinder versorgen. Wenn die dann im Bett sind haben wir vielleicht noch eine Stunde um runter zu kommen und fallen dann auch ins Bett. Samstag geht dann für Hausarbeit und den großen Einkauf drauf. Und Sonntag ist meistens zumindest noch ein bisschen Wäsche und Bügeln. Sonntagnachmittag unternehmen wir dann tatsächlich schon mal was mit der Familie. Oder auch mal Samstag. Aber dann ist die Woche auch schon rum.

Ich würde da gerne noch einen Abend Stammtisch und ein, zwei Aktivitäten mit Freunden unter kriegen, aber ich weiß nicht wo.

Wenn ich da bei meinen Eltern gucke, meine Mutter hat den Haushalt gemacht und ein paar Stunden zusätzlich gearbeitet. Das Wochenende hatten meine Eltern eigentlich immer komplett frei. Jeden 2. Samstag gab es einen Babysitter. Und auch unter der Woche hat mein Vater wenn er sich nicht um den Garten gekümmert hat Abends Zeit gehabt. Einen Abend hatte er Stammtisch, einen Abend meine Mutter Sport.

Wenn ich jetzt so auf uns gucke, haben wir halt ca. 20 h in der Woche, die wir mehr arbeiten müssen, pro Nase 10. Und ein guter Teil davon ist quasi die Zeit, die wir unseren Freunden abgezogen haben.

Das klingt doch alles nach Ausrede. Zeit hatte man früher nicht und Zeit hat man heute nicht - Zeit nimmt man sich! Wenn ein Wille da ist, kriegt man auch den Stammtisch oder Sport in die Werktage gepackt. Dann fängt man halt Mal früher an und haut einen Tag in der Woche um 16/16:30 Uhr ab.

Ich mache zwei Tage die Woche früher Schluss, das sind die, an denen ich dran bin die kleine vom Kindergarten abzuholen.

Ein Wille alleine reicht leider nicht, um den Tag länger zu machen. Du kannst natürlich sagen wir haben uns beide mehr oder weniger dazu entschieden, weil wir beide nicht aufs Arbeiten bzw. eine Karriere verzichten wollen. Allerdings ist das auch keine 100%ig freie Entscheidung, sondern auch der Notwendigkeit geschuldet, das das nötig ist, um den Lebensstil wie wir ihn aus unserer Kindheit kennen halten zu können.

Und es ist ja auch nicht so, dass man nie Zeit hat. Wir versuchen z. B. das jeder einen Abend am Wochenende für sich hat. Aber wenn du den auf ein paar Freunde verteilst, bist du halt wieder dabei dich einmal alle paar Monate zu sehen.

Ich denke aber auch, dass sich das, wie auch schon andere hier geschrieben haben, wieder ändert wenn die Kinder älter sind.

Klar ist weniger Zeit. Jeder versteht ja auch, dass die Frequenz der Treffen geringer wird. Bei manchen hören die Treffen aber ganz auf. Da fühlt man sich schon abgeschoben zu Gunsten der Verwirklichung des Familientraums. Dabei geht es oft auch nicht darum, den Lebensstandart der Eltern zu halten. Es geht oft darum, im Bekanntenkreis mithalten zu können.

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Talentmanagement

Unternehmen müssen sich deutlich klarer darüber werden, welche Talente sie zukünftig benötigen. Nur jedes dritte Unternehmen bietet Talenten innovative Karrierewege. Strategie für das Talent Management fehlt in jeder zweiten Firma, so lauten die Ergebnisse der Talent-Management-Studie 2018 “Trust in Talent” der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Innovative Unternehmen überlassen den Talenten die Verantwortung für ihre Entwicklung.

Arbeitszeit von Führungskräften: Nur die Hälfte präferiert Vertrauensmodell

Vertrauensarbeitszeit - Beleuchtete Bürogebäude in der Nacht.

Für drei Viertel der im Führungskräfteverband Chemie VAA vertretenen Fach- und Führungskräfte gilt Vertrauensarbeitszeit, aber nur die Hälfte zieht dieses Arbeitszeitmodell der Zeiterfassung vor. Das zeigt eine aktuelle Umfrage zur Arbeitszeit.

KOFA.de – Portal zur Personalarbeit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

KMU-Personalarbeit-Studien  kleine-und-mittlere Unternehmen

Das Portal KOFA.de hilft kleinen und mittleren Unternehmen dabei, ihre Personalarbeit zu verbessern. Ziel des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) ist es, zentraler Ansprechpartner zur Personalarbeit und Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu sein. KOFA bietet Hilfe bei der Auswahl, Planung und Umsetzung von Maßnahmen in der Personalarbeit.

»perso-net.de« Portal zu Personalthemen mittelständischer Unternehmen

perso-net.de - Portal Personalthemen und HRM

Das Online-Portal »perso-net.de« bietet umfassendes Wissen zum Personalmanagement und ist speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.

Coworking: Rasantes Wachstum bei flexiblen Workspaces in Deutschland

Eine Frau auf dem Sofa an einem Coworking-Arbeitsplatz.

Der Markt für flexible Workspaces wächst rapide auf mehr als 500 flexible Workspaces in Deutschland. Neben Business Centern und Coworking Spaces sind vor allem Hybrid-Modelle wie das WeWork auf dem Vormarsch. Fast alle neu angekündigten Standorte fallen in diese Kategorie. Im Vergleich zu Coworking Spaces sind Business Center und Hybrid-Konzepte kommerzieller geprägt, haben größere Fläche, höhere Preise und insbesondere Deutschlands Metropolen im Visier.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung macht Unternehmen familienfreundlicher

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wirkt sich positiv auf Familien aus, denn mobiles Arbeiten ermöglicht Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Wird die Arbeitszeit individuell zugeschnitten, nehmen Beschäftigte ihr Unternehmen familienfreundlicher wahr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zur digitalen Arbeitswelt.

Informationsportal.de - Neues BMAS-Portal unterstützt Arbeitgeber bei Sozialversicherung

Ein Sozialversicherungsausweis in verschiedenen Sprachen.

Existenzgründer und Selbstständige als Arbeitgeber haben Fragen über Fragen, wenn es um die Einstellung von Arbeitnehmern geht. Welche Vorrausetzungen müssen erfüllt sein? Was muss bei einer Einstellung beachtet werden? Was passiert, wenn sich die Umstände ändern? Das neue Online-Angebot „Informationsportal“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unterstützt zukünftige und erfahrene Arbeitgeber in allen relevanten Fragen zum Thema Sozialversicherung.

Pendler: Ab einer Stunde Arbeitsweg wird umgezogen

Pendeln: Eine Stau auf der Autobahn mit entsprechend angezeigten Verkehrsschildern.

56 Prozent der Deutschen nehmen maximal eine Stunde Arbeitsweg in Kauf, bevor sie näher an ihren Arbeitsort ziehen. Das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.de. 22 Prozent der Befragten würden sogar zwei und mehr Stunden Fahrdauer tolerieren. Als wichtigste Motivation zum Pendeln geben die Teilnehmer die Zufriedenheit mit dem Wohnort an. Bei Pendlern mit Kindern sinkt die Motivation schneller und suchen sich näher am Arbeitsplatz ein neues Zuhause.

Rekrutierungsmaßnahmen in Unternehmen: So läuft die moderne Personalsuche mit Headhunter

Personalsuche mit Headhunter: Kontur von einem Mann vor hellem Hintergrund auf dem das Wort "Hunter" steht.

Für Unternehmen egal welcher Größe wird es auf dem heutigen Arbeitsmarkt zunehmend schwer, gutes Personal zu finden. Auch für Betriebe, die im Mittelstand positioniert sind, wird es daher immer interessanter auf Headhunter zurückzugreifen. Was zeichnet einen professionellen Personalberater aus? Welche Aufgaben übernimmt er? Und wie effektiv kann derjenige bei der Auswahl des passenden Mitarbeiters tatsächlich sein?

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