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Umsatzrekord: Digitalisierung treibt ITK-Branche auf 160-Milliarden Euro

Durch die Digitalisierung dürften die Umsätze der deutschen ITK-Branche in 2016 um 1,7 Prozent über die Rekordmarke von 160 Milliarden Euro klettern. Die Umstellung der gesamten Wirtschaft auf digitale Geschäftsmodelle beflügelt vor allem das Softwaregeschäft, das dieses Jahr um mehr als sechs Prozent zulegen könnte. Durch den Smartphone-Boom schufen die ITK-Unternehmen im Vorjahr 23.000 neue Arbeitsplätze. In 2016 werden durch die Digitalisierung erneut 20.000 neue Jobs erwartet, so der ITK-Branchenverband Bitkom.

Umsatzrekord: Digitalisierung treibt ITK-Branche auf 160-Milliarden Euro
Berlin, 11.03.2016 (itk) - Im laufenden Jahr 2016 wird der deutsche Markt für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik erstmals die Rekordmarke von 160 Milliarden Euro knacken. Die Umsätze wachsen verglichen zum Vorjahr voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 160,2 Milliarden Euro. Diese Prognose veröffentlichte der Digitalverband Bitkom im Vorfeld der CeBIT Messe, die am Montag, den 14. März 2016, in Hannover beginnt.

Umsatz der deutschen ITK-Branche von 2012-2016.

„Treiber des erfreulichen Wachstums ist das Softwaregeschäft, das um mehr als sechs Prozent zulegen kann. Die Softwarehäuser profitieren davon, dass derzeit die gesamte Wirtschaft auf digitale Geschäftsmodelle umstellt“, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Entsprechend positiv ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Nachdem 2015 bereits 23.000 neue Arbeitsplätze in den ITK-Unternehmen geschaffen wurden, werden der Prognose zufolge in diesem Jahr erneut 20.000 zusätzliche Jobs entstehen. „Mit 1,022 Millionen Beschäftigten festigt die Bitkom-Branche ihre Position als zweitgrößter industrieller Arbeitgeber, nur knapp hinter dem Maschinenbau, aber deutlich vor anderen Leitbranchen wie der Automobilindustrie oder der chemischen Industrie“, so Dirks.

Deutscher ITK-Markt 2016 nach Segmenten mit Umsatzanteil in Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr ist der ITK-Markt deutlich stärker gewachsen als erwartet. Statt um 1,9 Prozent sind die Umsätze 2015 um 2,8 Prozent gewachsen, auf 157,4 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für diesen deutlichen Anstieg war ein regelrechter Smartphone-Boom in der zweiten Jahreshälfte. Der Umsatz mit den Geräten hat um 22,1 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zugelegt - und damit fast dreimal so stark wie erwartet.
 

IT-Arbeitsmarkt im Jahr 2016
Angesichts der weiterhin positiven Entwicklung auf dem IT-Arbeitsmarkt und 43.000 offenen und nur schwer zu besetzenden Stellen für IT-Experten forderte Dirks entschiedenere Maßnahmen zur Modernisierung des Bildungssystems. „Wir müssen in der Schule die Grundlage für die künftige Aus- und Weiterbildung schaffen“, so Dirks. Nur wenn sich die Menschen während ihres gesamten Berufslebens weiterqualifizieren könnten, seien sie in der Lage, die Veränderungen durch die Digitalisierung zu verstehen und vor allem mitzugestalten. Bitkom fordert dazu die Einführung eines Pflichtfachs Informatik sowie von der ersten Grundschulklasse an Englisch-Unterricht. Dirks: „Englisch ist die Weltsprache der digitalen Wirtschaft. Nach der Grundschule sollten alle Kinder flüssig Englisch sprechen können.“

Personalplanung für die Jahre 2011-2016 mit Anteil fallend und steigend.


Zuwanderung von IT-Experten erforderlich
Da Änderungen im Bildungssystem erst nach Jahren greifen, benötigt die deutsche Wirtschaft nach Ansicht des Bitkom kurz- und mittelfristig weiter Zuwanderung von IT-Experten. „Ohne die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften, ohne ausländische Studierende, ohne den internationalen Austausch können wir die digitale Transformation nicht erfolgreich gestalten“, mahnte Dirks. Angesichts einer wachsenden rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Stimmung warnte der Bitkom-Präsident auch vor den Folgen für die international ausgerichtete IT- und Telekommunikationsbranche. „In einer fremdenfeindlichen und gewalttätigen Atmosphäre werden es Unternehmen sehr schwer haben, die international gefragten Spezialisten zu gewinnen“, so Dirks.

Zahl der Informatik-Studierenden im 1. Hochschulsemester in den Jahren 2011-2014 mit Anteil Männer und Frauen.


Download ITK-Markt Marktprognose CeBIT 2016 [PDF, 18 Seiten - 317 KB]
Deutscher ITK-Markt 2016

Im Forum zu Digitalisierung

2 Kommentare

Master im Bereich Digitalisierung?

WiWi Gast

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2 Kommentare

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WiWi Gast

Also wenn dann ja wohl Info Bachelor und nicht Winfo. Wozu willst du jetzt noch Bachelor-Bwl Module? Und grundsätzlich finde ich die Angst unbegründet. Das ist nur die Wahnvorstellung der Informatik ...

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