DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Arbeitsleben & HR-NewsArbeitswelt 4.0

Mobiles Arbeiten: Das müssen Arbeitgeber beachten

Dank des Siegeszuges mobiler Endgeräte und öffentlicher WLAN-Netze hat sich in den letzten Jahren ein neues Arbeitsmodell entwickelt: das mobile Arbeiten. Dafür ist kein fester Arbeitsplatz in den Räumen des jeweiligen Unternehmens nötig, auch zuhause muss die Arbeit nicht zwingend erledigt werden. Dieses Modell bietet zwar attraktive Vorteile, dennoch müssen bestimmte Besonderheiten beachtet werden.

Arbeitswelt 4.0: Mobiles Arbeiten in einem WLAN-Hotspot

Was ist mobiles Arbeiten?
Mobiles Arbeiten bedeutet, dass die Arbeit an einem beliebigen Ort unter Einsatz eines mobilen Endgerätes erledigt wird. Im Gegensatz zur klassischen Telearbeit ("Home Office") muss der Arbeitsplatz nicht in der eigenen Wohnung eingerichtet werden. Stattdessen kann die Arbeit an jedem Ort erledigt werden, der WLAN anbietet, beispielsweise in einem Café, einer Hotellounge oder einem Coworking Space.
 

Vorteile des mobilen Arbeitens
Arbeitnehmer, die ihre Arbeit mobil erledigen können, sind dazu in der Lage, Beruf und Familie besser zu vereinbaren als diejenigen, die an einem stationären Arbeitsplatz in ihrer Firma arbeiten. Auch für Arbeitgeber kann dieses Arbeitsmodell sinnvoll sein, denn damit lassen sich Ausfallzeiten reduzieren, die unter anderem durch verspätete öffentliche Verkehrsmittel oder Staus entstehen. Außerdem können sie auf diese Weise die Kosten sparen, die die Aufrechterhaltung eines stationären Arbeitsplatzes mit sich bringt, unter anderem Reinigungs-, Strom- und Wartungskosten.
 

Technische Voraussetzungen
Zum mobilen Arbeiten kann entweder ein Notebook, ein Netbook, ein Tablet-PC oder ein Smartphone zum Einsatz kommen. Weiterhin wird ein kabelloser Internetzugang benötigt, der sowohl über WLAN als auch über das mobile LTE-Netz erfolgen kann. Die Arbeit mit einem Mobilgerät über LTE bietet den Vorteil, dass auch dann weitergearbeitet werden kann, wenn die WLAN-Verbindung plötzlich aussetzt. Im Gegensatz zu einer 3G-Verbindung bietet LTE eine höhere Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. Während bei 3G Geschwindigkeiten bis zu 7,2 MBit/s möglich sind, beträgt die maximale Bandbreite bei LTE bis zu 500 MBit/s. Allerdings ist das LTE-Netz bisher noch nicht in allen Städten in Deutschland verfügbar. Wichtig ist hier auch ein entsprechendes Datenvolumen um unterwegs ohne Einschränkungen arbeiten zu können. Der Anbieter 1&1 bietet Tarife mit bis zu 10 GB monatlichen Inklusivvolumen ganz ohne Vertragslaufzeit an. Je nach Aufgabe kommen unterschiedliche Cloud-Computing-Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise Google Docs, Dropbox oder Trello. Mit diesen Anwendungen können von jedem beliebigen Ort die zur Arbeit benötigten Daten erstellt, bearbeitet und aufgerufen werden.
 

Rechtliche Besonderheiten des mobilen Arbeitens
Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern mobile Arbeit ermöglichen, müssen andere rechtliche Bedingungen als bei stationären Arbeitsplätzen oder Telearbeit beachten. So gilt unter anderem die Arbeitsstättenverordnung in einem kleineren Umfang als beim Home Office. Weiterhin muss beachtet werden, dass die Zeit, die im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses genutzt wird, immer als Arbeitszeit gilt. Unterwegs dürfen Arbeitnehmer nicht mehr arbeiten, als das Gesetz zulässt. Darüber hinaus gilt es, zu beachten, dass der Arbeitnehmer trotz mobiler Verfügbarkeit nicht permanent erreichbar sein muss. Des Weiteren verfügt der Betriebsrat bei der mobilen Arbeit über das Mitbestimmungsrecht. Zur Einführung der mobilen Arbeit gelten die Regelungen in § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Ohne Zustimmung des Betriebsrats darf der Arbeitgeber mobiles Arbeiten nicht einführen, da es mit mobilen Geräten theoretisch möglich ist, die Arbeit des Arbeitnehmers zu überwachen.

Im Forum zu Arbeitswelt 4.0

36 Kommentare

Zukunft der Arbeit!

WiWi Gast

Die zitierte Studie liegt auch weit in der Vergangenheit! Die heutige Absolventenschwemme findet andere Randbedingungen vor. Richtig ist aber, dass ein jüngerer Akademiker im Rhein Main Gebiet sich au ...

1 Kommentare

Umfrage Diplomarbeit - Teilnehmer gesucht

WiWi Gast

Hallo ihr Lieben! Im Rahmen meiner Diplomarbeit an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien führe ich eine Umfrage zum Thema Arbeit im Wandel durch. Es geht um Einschätzungen eurer Arbeitsbed ...

2 Kommentare

Verlängerung eines Befristeten Arbeitsvertrags in Textform

WiWi Gast

Latent bindend da nichts schriftlich. Würde widerrufen und nachbehandeln. Neue Firma hat Interesse, solange du keinen Vertrag hast ist nichts Safe und vorallem bist du dort ohne Schutz da die erst ...

1 Kommentare

Welchen Standort als Erste Arbeitsstätte für Arbeitsvertrag auswählen?

WiWi Gast

Hi, mal eine etwas andere Frage: Habe ein erfolgreiches VG hinter mir und nun würde ich gerne aus "steuerlicher" Sicht wissen, was für mich finanziell "lohnender" wäre? Der zukünftige Arbeitg ...

9 Kommentare

Ist die Kleinberatung seriös?

Himmelfürstin

WiWi Gast schrieb am 12.05.2020: Sind das Konditionen zum Berufseinstieg oder nach ein paar Jahren Consulting Erfahrung. Fakturierte Tage werden mit ca. 800 Euro abgegolten. ...

8 Kommentare

AG will die Kündigungsfrist von einem Monat auf 6 Monate verlängern

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020: Eben, Vertrag sehr genau lesen. ...

1 Kommentare

Arbeitsvertrag - keine Bestätigung?

WiWi Gast

Trete eine neue Stelle an und habe den Arbeitsvertrag per Einwurf Einschreiben versandt. Ich habe aber keine Bestätigung über den Erhalt o.ä. bekommen. Ist das normal?

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Arbeitswelt 4.0

Aufnahmen unter Wasser.

Arbeitswelt: Führungskräfte mit steigender Komplexität und Informationsflut konfrontiert

Die Komplexität der Arbeitswelt hat für Führungskräfte in den vergangen Jahren stark zugenommen. Vor allem die Globalisierung und die vernetzten Wertschöpfungsketten mit der Digitalisierung machen das Arbeitsleben immer komplexer. Führungskräfte sehen sich dadurch mit einer permanent steigenden Flut von Informationen und Aufgaben konfrontiert, wie die aktuelle Analyse von Sopra Steria Consulting zum Reduktionspotenzial von Komplexität zeigt.

Weiteres zum Thema Arbeitsleben & HR-News

KMU-Personalarbeit-Studien  kleine-und-mittlere Unternehmen

KOFA.de – Portal zur Personalarbeit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Das Portal KOFA.de hilft kleinen und mittleren Unternehmen dabei, ihre Personalarbeit zu verbessern. Ziel des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) ist es, zentraler Ansprechpartner zur Personalarbeit und Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu sein. KOFA bietet Hilfe bei der Auswahl, Planung und Umsetzung von Maßnahmen in der Personalarbeit.

perso-net.de - Portal Personalthemen und HRM

»perso-net.de« Portal zu Personalthemen mittelständischer Unternehmen

Das Online-Portal »perso-net.de« bietet umfassendes Wissen zum Personalmanagement und ist speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.

Screenshot Homepage demowanda.de

demowanda.de - Fachportal zum demografischen Wandel der Arbeitswelt

Die Menschen werden älter, die Bevölkerungsentwicklung verändert den Arbeitsmarkt – der demografische Wandel bringt neue Herausforderungen für die Gesellschaft mit sich. Das neue Informationsportal demowanda.de beleuchtet die Arbeitswelt aus verschiedenen Perspektiven unter dem Aspekt des demografischen Wandels. Wie verändert sich der Arbeitsmarkt? Welche Arbeitsbedingungen müssen geschaffen werden? Wie wichtig sind berufliche Aus- und Weiterbildung?

Ein Sozialversicherungsausweis in verschiedenen Sprachen.

Informationsportal.de - Neues BMAS-Portal unterstützt Arbeitgeber bei Sozialversicherung

Existenzgründer und Selbstständige als Arbeitgeber haben Fragen über Fragen, wenn es um die Einstellung von Arbeitnehmern geht. Welche Vorrausetzungen müssen erfüllt sein? Was muss bei einer Einstellung beachtet werden? Was passiert, wenn sich die Umstände ändern? Das neue Online-Angebot „Informationsportal“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unterstützt zukünftige und erfahrene Arbeitgeber in allen relevanten Fragen zum Thema Sozialversicherung.

Finanzbranche: Blick auf das Bankenviertel in Frankfurt am Main.

Spatial Economics: Rekordtief von Entfernungskosten verändert Geschäftsmodelle und Arbeitsleben

In der neuen posturbanen Ökonomie werden sich Menschen und ihre Arbeitsstätten zunehmend voneinander entfernen. Der Technologiewandel verändert, durch extrem gesunkene Kosten der räumlichen Distanz (Spatial Economics), die Lage von Produktionsstandorten und Beschäftigungsschwerpunkten. Das wird auch die Arbeitswelt beeinflussen. Mehr Mitarbeiter werden dadurch aus Vorstädten in ländlichere Gebiete ziehen, so lautet das Ergebnis der Studie "Spatial Economics: The Declining Cost of Distance" der Strategieberatung Bain.

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Schreibtisch mit einem Computer, einem Telefon und einer Kaffeetasse.

Arbeitnehmer halten sich im Home-Office für produktiver

Die Mehrheit der Teilnehmer einer Monster-Jobumfrage in Deutschland und Österreich meint, zu Hause adäquat arbeiten zu können. Jedoch nur drei von zehn der deutschen Großunternehmen glauben, Mitarbeiter seien im Home-Office produktiver als im Büro. Monster gibt Tipps für den richtigen Umgang mit der Home-Office Regelung.

Beliebtes zum Thema News

Coronavirus-COVID-19 Resochin/Chloroquin Malaria-Medikament von Bayer AG

Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert

US-Präsident Donald Trump könnte Recht behalten mit seiner Notfallzulassung des deutschen Arzneimittels Resochin. Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert. Ärzte in Frankreich und Amerika haben Erfolge in der Behandlung von Covid-19 mit dem Medikament signalisiert. Bayer hatte den USA drei Millionen Tabletten des Malaria-Medikaments mit dem Wirkstoff Chloroquin gespendet. Deutschland hat sich das Medikament ebenfalls gesichert.

Coronavirus: Zwei Viren-Zellen unter einem Mikroskop.

UPDATE: Tipps, Links und neue Symptome zum Coronavirus

Was sind neue Symptome beim Coronavirus? Welche Schutzmaßnahmen und Hausmittel empfehlen Experten? Was ist beim Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Virus zu tun? Gibt es Behandlungsmöglichkeiten? Wie viele Coronavirus-Fälle gibt es aktuell in Deutschland? Welche Tipps, Links und Hotlines sind zum Coronavirus in Deutschland besonders hilfreich?

Das Bild zeigt ein Gerät für den COVID-19-Schnelltest auf den Coronavirus der Firma Bosch Healthcare Solutions und Randox Laboratories Ltd.

Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest

Das Unternehmen Bosch Healthcare Solutions hat einen COVID-19-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus entwickelt. Mit dem neuen Analysegerät Vivalytic soll das Test-Ergebnis innerhalb von zweieinhalb Stunden vorliegen. Mit dem COVID-19-Schnelltest will Bosch dazu beitragen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen.

Screenshot der Coronavirus-Karte für Deutschland »corona.rki.de« vom Robert-Koch-Institut.

Coronavirus-Karte: Coronavirus-Fälle in Deutschland

Coronavirus-Karte - Eine neue Karte vom Robert-Koch-Institut zeigt die Coronavirus-Fälle in Deutschland. Die interaktive Deutschland-Karte zeigt für alle Landkreise und Bundesländer, wie viele Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus es dort gibt.

Präsident ifo Institut Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest

Corona-Shutdown wird Deutschland bis zu 729 Milliarden Euro kosten

Das Coronavirus wird die deutsche Wirtschaft durch Produktionsausfälle, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Hunderte von Milliarden Euro kosten. Das zeigt eine Szenarioanalyse des ifo Instituts zur partiellen Stilllegung der Wirtschaft. Bei einem Shutdown von zwei Monaten erreichen die Kosten 255 bis 495 Milliarden Euro und das Bruttoinlandsprodukt sinkt um etwa 7-11 Prozent. Bei drei Monaten erreichen die Kosten 354 bis 729 Milliarden Euro und das BIP fällt um die 10-20 Prozent.

EU-Fahne: Grenze für Staatsdefizite ausgesetzt

EU setzt Schuldengrenze für Staatsdefizite aus

Die Coronavirus-Pandemie ist ein großer Schock für die europäische und globale Wirtschaft, der sich der Kontrolle der Regierungen entzieht. Die EU-Kommission schlägt daher vor, die im fiskalpolitischen Rahmen vorgesehene Ausweichklausel des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu aktivieren.

Covid-19: Sofortpro­gramme in Milliardenhöhe für Deutschland und Europa

Sofortpro­gramme in Milliardenhöhe für Deutschland und Europa

Deutschland hat in der Coronakrise ein Sofortpro­gramm für Beschäftigte und Unternehmen in Milliardenhöhe vorgelegt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigten ein flexibleres Kurzarbeitergeld, steuerliche Liquiditätshilfe und unbegrenzte Kredite für Unternehmen an. Unterstützt wird zudem die gemeinsame "Corona Response Initiative" der Europäischen Kommission von 25 Milliarden Euro.