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warum immer 45k?

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WiWi Gast

warum immer 45k?

Hallo zusammen,

ich versuche scon seit längerem zu verstehen, warum Unternehmen die absolventen halbwegs identisch vergüten (zumindest die großen Unternehmen). Wenn man wirklich überlaufene Fächer weglässt.

Dann verdienen irgendwie alle das selbe. Also unabhängig davon ob jemand Mathematik, Physik, Maschinenbau, Informatik, Wiwi usw. studiert hat. Was glaubt ihr woran liegt es?

Des weiteren was mir auffällt. Es wird kaum nach Noten differenziert, d.h. Position -> Gehalt. An sich richtig. Ich frage mich warum Unternehmen trotzdem nicht gezielt sehr gute Leute anlocken (z.B. höhere Einstiegsgehalt bei guttem Abitur oder so...)

was meint ihr?

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Unternehmen sind eine größere Organisation. Zumindest in der unteren Hälfte der Pyramide werden gar keine sehr guten Leute gesucht (auch wenn das Personalmarketing etwas anderes sagt). Es werden in Wirklichkeit austauschbare Durchschnittstypen für Routinetätigkeiten gesucht. Deshalb sind die Gehälter auch nicht so unterschiedlich. Am Ende sind die Menschen austauschbare Ressourcen für das Unternehmen.

An der Spitze der Pyramide mag das wieder etwas anders aussehen, aber das ist für Berufseinsteiger noch lange kein Thema.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Große Unternehmen haben in der Regel eine Tarifbindung und auch die Tarifverträge tendieren dazu nicht mehr nach Abschlüssen gewisse Mindestvorgaben zu machen.

Bspw. IG Metall in Bayern vor der ERA Einführung hatte jemand mit Uni Abschluss wenigstens die Gruppe 5 beim Einstieg so ziemlich egal als was innerhalb des Rahmens.

Stand heute mit ERA kann er 10 Doktortitel haben wenn er sich auf einen Job für ERA 7 bewirbt kriegt er ERA 7 und wenn er sich auf einen Job mit ERA 12 bewirbt kriegt er ERA 12.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Wenn du schon lange drüber nachdenkst: was sind deine Gedanken oder bisherige Ergebnisse?

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ich frage mich warum Unternehmen trotzdem nicht gezielt sehr
gute Leute anlocken (z.B. höhere Einstiegsgehalt bei guttem
Abitur oder so...)

was meint ihr?

Weil man sehr gute Leute nicht anhand von Noten findet. Die sagen nicht viel über dich aus. Richtige gute Leute erkennte man erst nach einer gewissen Zeit in der Praxis und deshalb bekommen am Anfang alles fast das gleiche. Unabhängig ob du bei Top-Unis warst oder sehr gute Noten hast.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Noten sagen nicht viel über die Arbeitsperformance aus. Das Abitur ist ziemlich wertlos, überspitzt lediglich eine Zugangsberechtigung für eine Ausbildung (Studium). Für den Unternehmer zählen oft wichtigere Dinge als Note. Der Arbeitnehmer muss gut performen, da nützen ihm die Noten aus dem Abitur aber nicht viel. Da geht es eben um viel mehr. Schlechte Noten sind höchstens ein Kriterium, um Bewerber auszuschließen. Wer mal außerhalb der Forschung gearbeitet hat wird das auch verstehen. Die beste Theorie bringt nichts, wenn der Arbeiter nicht ins Team passt. Soziale Fähigkeiten und Berufserfahrung sind das A und O. Netzwerken ist oft noch wichtiger als Performance, zumindest wenn man was reißen will.

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DAX Einkäufer

Re: warum immer 45k?

Schon mal was vom "Tarifvertrag" gehört?

Die großen Unternehmen orientieren sich aneinander, wenn sie die Gehälter festlegen. Zu viel bezahlt = Geld verschenkt. Zu wenig bezahlt = keine Leute bekommen. Dazwischen liegt das Marktniveau. Am Ende willst Du auch keine Arbeitnehmer haben, die nur wegen ein paar Euro mehr im Monat zu Dir gekommen sind, die bleiben dann nämlich nicht lange.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ha! Bei mir waren`s 42,5k!

Habe für diese Senkung aber mit harten Bandagen verhandeln müssen.

antworten
WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

War bei mir ähnlich. Ich habe klipp und klar gesagt: "Sie sind auf mich ja wohl nicht angewiesen, aber ich auf Sie! Merken Sie sich das!"

Lounge Gast schrieb:

Ha! Bei mir waren`s 42,5k!

Habe für diese Senkung aber mit harten Bandagen verhandeln
müssen.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Informationsasymmetrie spielt meiner Meinung nach eine wichtige Rolle. Die Abschlussnoten sind an den verschiedenen Unis sehr stark am schwanken (Noteninflation). Die Durchschnittsnoten im Bachelor BWL schwanken beispielsweise an den Unis um eine ganze Note (zwischen 1,5 und 2,5). Noten sind zwar ein guter Indikator, aber aufgrund der schlechten Vergleichbarkeit bei Weitem keine perfekte Maßzahl für deine Fähigkeiten. Die Leute in der HR-Abteilung haben einen gewissen Überblick bei der aktuellen Vergleichbarkeit zwischen den Absolventen verschiedener Universitäten, aber nicht unbedingt deine zukünftigen Vorgesetzten, die am Ende die Entscheidung über deine Einstellung in erster Linie treffen. Hinzu kommt die Problematik der Vergleichbarkeit verschiedener Studiengänge.
Noten alleine sind eher ein KO-Kriterium (schlechte Noten => Nichteinladung). Bei der Einstellungsentscheidung spielen sie zwar eine Rolle, aber das persönliche Gespräch hat einen höheren Wert, da man konkretes Fachwissen abfragen und Softskills testen kann.
Der Intervall für die Bezahlung bei der Einstellung ist ziemlich eng und abhängig von der Stelle, aber es gibt fast immer einen Spielraum: vielleicht so ca. 5k im Jahr bei Einsteigern auf eine Position?
Wer im Gespräch überzeugt und sein Auftreten mit den entsprechenden Noten untermauert, landet im oberen Ende des Intervalls.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ich erkenne in deinem Beitrag überhaupt keinen Sinn.

  • Auf Basis welches Zahlenmaterials kommst du denn auf deine 45k?
  • Welche Fächer hast du willkürlich aussortiert?
  • Du weißt, dass es keine einzige verlässliche Statistik für Einstiegsgehälter für die Breite Masse gibt?
  • Du weißt, dass es vor noch 6 Jahren gerade einmal halb so viele Absolventen gab?
  • Du weißt, dass die Qualität der alten Studiengänge viel höher war, ais die von heute?

Das Gehaltsgefälle ist weitaus größer, als du es beschreibst und berücksichigt die, die überhaupt keinen Einstieg oder irgendeinen Einstieg mit irgendeinem Job schaffen, überhaupt nicht.
Am Ende sind deine Angaben eine Fiktion. Das ist aber keine Grundlage für eine Diskussion.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ok Leute - da habt ihr freilich recht. Aber bitte macht euch bewusst: Nicht jeder ist so knallhart beim Verhandeln.

Außerdem brauchst Du da einen messerscharfen Verstand und auch den Mut, solche Argumente einfach mal vor den Latz zu knallen.

Der durchschnitts-BWLer wird es nur selten schaffen, das Startgehalt unter 44,5k zu drücken.

Lounge Gast schrieb:

War bei mir ähnlich. Ich habe klipp und klar gesagt:
"Sie sind auf mich ja wohl nicht angewiesen, aber ich
auf Sie! Merken Sie sich das!"

Lounge Gast schrieb:

Ha! Bei mir waren`s 42,5k!

Habe für diese Senkung aber mit harten Bandagen verhandeln
müssen.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Die Infos habe ich vor allem aus meinem "privatem" Umfeld. Also natürlich alles andere als quantitativ.

Zum Beispiel in Wirtschaftsinformatik. Alle die ich kenne haben einen Job. Alle verdienen als Einsteiger ca. das Gleiche. Obowhl es da riesen Unterschiede gibt. Leute die sich gerade so Ihr Studium geschafft haben oder Leute die zu den Besten gehört haben.

Aber auch Fächerübergreifend verdienen bei uns auch Mathematiker, Wiwis ca das gleiche als Einsteiger. Obwohl dann im Job es schon wirklich große Unterschiede gibt, die jedoch dann kaum bzw. nur langsam im Gehalt angepasst werden.

Die Erklärung mit dem Durchschnittstyp finde ich gut. ISt plausibel. Man will eig. die gutten Leute garnicht, weil diese dann "unersetzbar" werden und für viele Standartaufgaben reicht halt ein durchschnittlicher Typ.

Weitere Erklärung die ich habe. Ist glaube ich eine Art Oligopol Situation bzw. verdeckte Preisabsprachen. Wenn Unternehmen A Einstiegsgehalt steigert dann muss B nachziehen um die Leute zu kreigen usw...

antworten
WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Die meisten Akademiker-Aufgaben im Beruf sind eher langweilige Routineaufgaben, für die man meistens kaum das Abitur gebraucht hätte. Gilt für BWL und Ingenieure gleicher massen. Spitzenleute (von denen es nur ganz wenige gibt, hat nichts mit Note 1,** zu tun) fühlen sich dann unterfordert, werden unzufrieden und stören im Extremfall noch den Betriebsfrieden. Bei uns hat man mal gesagt "dieses Rennpferd passt nicht in unseren Stall". Die Erfahrung kommt aus Dax30.

Lounge Gast schrieb:

Die Infos habe ich vor allem aus meinem "privatem"
Umfeld. Also natürlich alles andere als quantitativ.

Zum Beispiel in Wirtschaftsinformatik. Alle die ich kenne
haben einen Job. Alle verdienen als Einsteiger ca. das
Gleiche. Obowhl es da riesen Unterschiede gibt. Leute die
sich gerade so Ihr Studium geschafft haben oder Leute die zu
den Besten gehört haben.

Aber auch Fächerübergreifend verdienen bei uns auch
Mathematiker, Wiwis ca das gleiche als Einsteiger. Obwohl
dann im Job es schon wirklich große Unterschiede gibt, die
jedoch dann kaum bzw. nur langsam im Gehalt angepasst werden.

Die Erklärung mit dem Durchschnittstyp finde ich gut. ISt
plausibel. Man will eig. die gutten Leute garnicht, weil
diese dann "unersetzbar" werden und für viele
Standartaufgaben reicht halt ein durchschnittlicher Typ.

Weitere Erklärung die ich habe. Ist glaube ich eine Art
Oligopol Situation bzw. verdeckte Preisabsprachen. Wenn
Unternehmen A Einstiegsgehalt steigert dann muss B nachziehen
um die Leute zu kreigen usw...

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ColinMacLaren

Re: warum immer 45k?

Beim KMU im Osten bekommen Informatik-Einsteiger als Softwarentwickler oder Ingenieure zwischen 30 und maximal 35k und hören nach paar Jahren BE bei 45k auf, ab da gibt es fast nur noch Inflationsausgleich.

Ausgebildete Leute steigen eher bei 20k ein und dann passiert nicht mehr viel.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Mir ist ein niedriges Einstiegsgehalt nicht so wichtig, ich achte eher mehr darauf, dass es möglichst keine inhaltlichen Entwicklungsmöglichkeiten gibt.

Lounge Gast schrieb:

Ok Leute - da habt ihr freilich recht. Aber bitte macht euch
bewusst: Nicht jeder ist so knallhart beim Verhandeln.

Außerdem brauchst Du da einen messerscharfen Verstand und
auch den Mut, solche Argumente einfach mal vor den Latz zu
knallen.

Der durchschnitts-BWLer wird es nur selten schaffen, das
Startgehalt unter 44,5k zu drücken.

Lounge Gast schrieb:

War bei mir ähnlich. Ich habe klipp und klar gesagt:
"Sie sind auf mich ja wohl nicht angewiesen, aber ich
auf Sie! Merken Sie sich das!"

Lounge Gast schrieb:

Ha! Bei mir waren`s 42,5k!

Habe für diese Senkung aber mit harten Bandagen
verhandeln
müssen.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Nice.

Aber hast Du auch das Umfeld im Blick?

Was nützt Dir das niedrige Gehalt und die fehlende Perspektive, wenn das Kollegenumfeld nett und angenehm ist?

Lounge Gast schrieb:

Mir ist ein niedriges Einstiegsgehalt nicht so wichtig, ich
achte eher mehr darauf, dass es möglichst keine inhaltlichen
Entwicklungsmöglichkeiten gibt.

Lounge Gast schrieb:

Ok Leute - da habt ihr freilich recht. Aber bitte macht
euch
bewusst: Nicht jeder ist so knallhart beim Verhandeln.

Außerdem brauchst Du da einen messerscharfen Verstand und
auch den Mut, solche Argumente einfach mal vor den Latz zu
knallen.

Der durchschnitts-BWLer wird es nur selten schaffen, das
Startgehalt unter 44,5k zu drücken.

Lounge Gast schrieb:

War bei mir ähnlich. Ich habe klipp und klar gesagt:
"Sie sind auf mich ja wohl nicht angewiesen,
aber ich
auf Sie! Merken Sie sich das!"

Lounge Gast schrieb:

Ha! Bei mir waren`s 42,5k!

Habe für diese Senkung aber mit harten Bandagen
verhandeln
müssen.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

45k? Also da wo ich lebe steigt man im Durchschnitt mit 35k ein.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Für mich war das Drücken des Gehalts unter die 44,5 noch relativ einfach. Schwieriger wurde es dann aber auch eine negative Gehaltsentwicklung entgegen des Tarifvertrags durchzusetzen. Bis sie mir dann endlich den AT Vertrag mit garantierter negativer Entwicklung gegeben haben, war einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Aber hey, als Berufseinsteiger fehlt es einem nie an Argumenten!

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass es hier doch auch einige User gibt, die nicht nur darauf schauen, dass der Geldbeutel noch in die Hosentasche passt und wissen, was ein negatives Arbeitsumfeld bedeutet.
Schließlich will man sich ja auch auf den Feierabend freuen.

Wichtig ist auch ein Büro. Idealerweise Großraum mit über 15 Personen und Sous-Terrain. Da kann man sich wenigstens auf die Arbeit konzentrieren.

Lounge Gast schrieb:

Mir ist ein niedriges Einstiegsgehalt nicht so wichtig, ich
achte eher mehr darauf, dass es möglichst keine inhaltlichen
Entwicklungsmöglichkeiten gibt.

Lounge Gast schrieb:

Ok Leute - da habt ihr freilich recht. Aber bitte macht
euch
bewusst: Nicht jeder ist so knallhart beim Verhandeln.

Außerdem brauchst Du da einen messerscharfen Verstand und
auch den Mut, solche Argumente einfach mal vor den Latz zu
knallen.

Der durchschnitts-BWLer wird es nur selten schaffen, das
Startgehalt unter 44,5k zu drücken.

Lounge Gast schrieb:

War bei mir ähnlich. Ich habe klipp und klar gesagt:
"Sie sind auf mich ja wohl nicht angewiesen,
aber ich
auf Sie! Merken Sie sich das!"

Lounge Gast schrieb:

Ha! Bei mir waren`s 42,5k!

Habe für diese Senkung aber mit harten Bandagen
verhandeln
müssen.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Die Firma, in der ich kürzlich angefangen habe wollte mir auch "nur" 45K als Einstiegsgehalt zahlen bei einer 39h Woche. Klar, das ist schon mal nicht schlecht für den Anfang, aber ehrlich gesagt habe ich mir schon etwas mehr vorgestellt nach der ganzen Lernerei im Studium. "Nicht mir mir !" dachte ich im Vorstellungsgespräch und bin einfach mal aufs Ganze gegangen (was ich euch übrigens auch empfehlen kann, da die Unternehmen derzeit händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern suchen) ! Nach zähen Verhandlungen mit 2 Personalern und teilweise etwas unangenehmer Stimmung im Raum konnte ich dann schlussendlich meine vertragliche Wochenarbeitszeit auf 48h erhöhen bei etwas geringerem Gehalt ! Gewusst wie !

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ich wünschte, ich könnte so genial verhandeln. Und das Unternehmen hat sich dabei nie gefragt, ob Du vielleicht nicht ausreichend qualifiziert bist? Weil: Wenn man schon um ein recht niedriges Einstiegsgehalt unter dem Angebot der Firma feilscht, ist es besonders schwer, nicht den Eindruck zu erwecken, sich die Aufgaben nicht zuzutrauen.

Ich hab`s immer wie folgt versucht: Auf die Frage, was ich denn gerne jährlich hätte, habe ich immer einen Wert genannt, der mir bereits unrealistisch niedrig bzw. an der Grenze zur Ausbeutung oder darunter lag.
Das Unternehmen antwortet dann meist "Aber Herr XY, bei uns bekommen sie doch [genannten Wert + ca.10%]. Also sind wir im Geschäft?"
Darauf kann man dann wunderbar entgegnen: "Nein. Das war nur eine Einstiegssumme. Ich fange nicht über [genannten Wert -25%] an!"

Das fordert Mut - klar. Aber am Ende hat man oft ein Arbeitsverhältnis mit einer pervers hohen Wochenarbeitszeit zum Gehalt eines Teilzeitverkäufers bei H&M.

Einfach ausprobieren. Wenn`s beim ersten mal nicht klappt: Kopf nicht in den Sand stecken. Übung macht den Meister.

Lounge Gast schrieb:

Die Firma, in der ich kürzlich angefangen habe wollte mir
auch "nur" 45K als Einstiegsgehalt zahlen bei einer
39h Woche. Klar, das ist schon mal nicht schlecht für den
Anfang, aber ehrlich gesagt habe ich mir schon etwas mehr
vorgestellt nach der ganzen Lernerei im Studium. "Nicht
mir mir !" dachte ich im Vorstellungsgespräch und bin
einfach mal aufs Ganze gegangen (was ich euch übrigens auch
empfehlen kann, da die Unternehmen derzeit händeringend nach
qualifizierten Mitarbeitern suchen) ! Nach zähen
Verhandlungen mit 2 Personalern und teilweise etwas
unangenehmer Stimmung im Raum konnte ich dann schlussendlich
meine vertragliche Wochenarbeitszeit auf 48h erhöhen bei
etwas geringerem Gehalt ! Gewusst wie !

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

45k ist wohl der Marktpreis, den größere Unternehmen zu zahlen bereit sind. Dazu kommen Tarifbindungen. Der Uniabsolvent ist im Prinzip ja auch nur eine Ware, die gehandelt wird. Und wie beim im Supermarkt entsteht auch im Arbeitsmarkt ein Preis für die Ressource Mensch.
Und wie der Einzelhandel nicht den Preis dauerhaft reduziert, um Kunden zu gewinnen, erhöhen einzelne Unternehmen auch nicht das Einstiegsgehalt dauerhaft. Stattdessen gibt es "Aktionen" und "Angebote", die sich im Arbeitsmarkt durch Firmenwagen, Sozialleistungen und Kindertagesstätte manifestieren.

Tatsächlich sind diese 45k aber ein Trugschluss (es ist ja auch schließlich ein Durchschnitswert), der entsteht, weil vor allem große Unternehmen in einschlägigen Branchen diese zahlen. Die meisten Absolventen arbeiten im Mittelstand und da liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt weiter unten.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Hättest du wenigstens FH statt Uni, hättest du einen befristeten Vertrag durchboxen können...

Lounge Gast schrieb:

Die Firma, in der ich kürzlich angefangen habe wollte mir
auch "nur" 45K als Einstiegsgehalt zahlen bei einer
39h Woche. Klar, das ist schon mal nicht schlecht für den
Anfang, aber ehrlich gesagt habe ich mir schon etwas mehr
vorgestellt nach der ganzen Lernerei im Studium. "Nicht
mir mir !" dachte ich im Vorstellungsgespräch und bin
einfach mal aufs Ganze gegangen (was ich euch übrigens auch
empfehlen kann, da die Unternehmen derzeit händeringend nach
qualifizierten Mitarbeitern suchen) ! Nach zähen
Verhandlungen mit 2 Personalern und teilweise etwas
unangenehmer Stimmung im Raum konnte ich dann schlussendlich
meine vertragliche Wochenarbeitszeit auf 48h erhöhen bei
etwas geringerem Gehalt ! Gewusst wie !

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

45k ist kein Durschnittswert, sondern eine frei-erfundene Zahl des TE ;)

Lounge Gast schrieb:

45k ist wohl der Marktpreis, den größere Unternehmen zu
zahlen bereit sind. Dazu kommen Tarifbindungen. Der
Uniabsolvent ist im Prinzip ja auch nur eine Ware, die
gehandelt wird. Und wie beim im Supermarkt entsteht auch im
Arbeitsmarkt ein Preis für die Ressource Mensch.
Und wie der Einzelhandel nicht den Preis dauerhaft reduziert,
um Kunden zu gewinnen, erhöhen einzelne Unternehmen auch
nicht das Einstiegsgehalt dauerhaft. Stattdessen gibt es
"Aktionen" und "Angebote", die sich im
Arbeitsmarkt durch Firmenwagen, Sozialleistungen und
Kindertagesstätte manifestieren.

Tatsächlich sind diese 45k aber ein Trugschluss (es ist ja
auch schließlich ein Durchschnitswert), der entsteht, weil
vor allem große Unternehmen in einschlägigen Branchen diese
zahlen. Die meisten Absolventen arbeiten im Mittelstand und
da liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt weiter unten.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Die Unternehmen, die 45k im Einstieg zahlen (also meist größere) brauchen nicht mehr Gehalt zahlen, weil sie auch so auf eine Stelle dutzende Bewerbungen erhalten. Und sehr gute Kandidaten sind da meist immer dabei. Sprich, es verschafft rein finanziell einfach keinen Vorteil.

Ein Geschäft muss ja dessen Preise auch nicht ins Bodenlose senken, wenn es mehr als genug Kundschaft hat.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Wie ist es bei kleinen Unternehmen? Müssten die dann nicht deutlich mehr zahlen um die gutten zu kriegen? Da diese ja sonst in eher größere Unternehmen bei dem gleichen Gehalt abwandern.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Ich würde mich schon bereit erklären, für 45k einzusteigen. Auch wenn ich dann ein echt fies schlechtes Gewissen hätte, soviel Kohle einzusacken.

Aber wenn der Chef ein richtig mieser Hund ist, wäre das schon ok.

Und selbst wenn es nicht gut gehen sollte, kann man ja kündigen und um ein richtig schlechtes Arbeitszeugnis bitten.

Es gibt hier im Forum ja einige Threads, in denen Menschen mit diesbezüglicher Erfahrung gegenlesen um zu prüfen, ob das Zeugnis auch eine ansprechend miese Akzentuierung hat.

Hauptsache, es fällt nicht befriedigend oder gut aus. Sonst schrillen bei den Personalern sofort alle Alarmglocken hinsichtlich einer möglichen Fälschung oder (auch oft) einer möglichen "Fort-Lobung".
Läden, die hohe Gehälter zahlen schreiben meistens gute Arbeitszeugnisse. Daher: Besser gar nicht erst bei solchen Klitschen anfangen.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Für die Masse gilt das halt nicht und die braucht man hier auch nicht zu vera.....denn das macht man, in dem man solche Fabelzahlen in die Welt setzt, die schon zu Diplomzeiten, als Absolventen noch Mangelware waren, unrealistisch waren.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

" Wie ist es bei kleinen Unternehmen? Müssten die dann nicht deutlich mehr zahlen um die gutten zu kriegen? Da diese ja sonst in eher größere Unternehmen bei dem gleichen Gehalt abwandern. "

Kleine und mittelständische Unternehmen können nicht deutlich mehr zahlen (der durchschnittliche Einstieg ist hier ca. 35k) und tun es meist auch nicht. Die Ausbeute wäre wohl selbst dann nicht viel besser, da gute Absolventen meist zu großen Unternehmen alles wegen des Namens.

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WiWi Gast

Re: warum immer 45k?

Die Zahl ist genauso frei erfunden.

Lounge Gast schrieb:

" Wie ist es bei kleinen Unternehmen? Müssten die dann
nicht deutlich mehr zahlen um die gutten zu kriegen? Da diese
ja sonst in eher größere Unternehmen bei dem gleichen Gehalt
abwandern. "

Kleine und mittelständische Unternehmen können nicht deutlich
mehr zahlen (der durchschnittliche Einstieg ist hier ca. 35k)
und tun es meist auch nicht. Die Ausbeute wäre wohl selbst
dann nicht viel besser, da gute Absolventen meist zu großen
Unternehmen alles wegen des Namens.

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