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HSG MBF - Einschätzung zum Leben

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Hi Leute,

gestern lag etwas unerwartet die Zusage für MBF an der HSG im Postfach. Aktuell zweifle ich aber noch an wenig an der Option, weshalb ich hier mal nach ein paar Erfahrungsberichten fragen möchte.

Für das Programm spricht ganz klar die Auswahl und die Qualität der Financekurse und natürlich die starke Reputation des MBF und der HSG, weniger aber die hier immer vieldiskutierten Exits oder sonst was.

Nun stellt sich aber die Frage, ob sich der (vermutete) Stress, eine eher anstregende Peer-Group und vermutlich alles in allem 20k wirklich für mich lohnen, insbesondere wenn ich nicht 100h die Woche arbeiten will.

Ich würde mich als einigermaßen schlau, aber faul bezeichen. Wie ist der echte Workload an der HSG? Ist man 24/7 mit Lernen beschäftigt oder hat man ein Leben abseits der Uni?

Wie sind die Leute im Studiumgang bzw. hat man auch Kontakt zu Leuten aus anderen Studiengängen? Sind wirklich ausnahmslos alle rein auf IB/MBB bzw. Karriere fokussiert oder findet man auch entspanntere Leute, die noch andere Dinge in ihrem Leben haben?

Zudem habe ich gelesen, dass an der HSG die Noten gecurved werden. Da dort eine vermutlich stärkere Peer-Group sein wird, sind realistisch meine Noten schlechter als zB. in Mannheim. Könnte es sein, dass am Ende mein Profil trotz stärkerer Reputation nicht besser da steht, da die Noten eventuell schlechter als z.B. in Mannheim sind?

Schlussendlich, mein Ziel ist inhaltlich ganz klar die Finance-Welt, ich sehe es persönlich jedoch nicht ein, 90/100+ Stunden die Woche zu buckeln. Lohnt sich dann wirklich der MBF oder kann man es sich ein entspannteres Leben zB. in Mannheim machen?

Danke für eure Einschätzungen und Erfahrungen schonmal

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Das Problem ist nur St. Gallen und die Demographie der Uni und des Studiengangs: die Stadt ist ein Kaff und an der Uni (und insbesondere in dem Studiengang) hast du eine sehr hohe männlich/weblich-Ratio. Falls das beides für dich kein Problem darstellt (insbesondere ersteres ist nicht unbedingt schlecht; die Stadt und Uni haben so eher eine "familäre" Atmosphäre), dir das (insbesondere aktuell) sehr teure Leben in der Schweiz bewusst ist, und du später im Banking arbeiten willst: go for it. Guck dir die Stadt und Uni aber in jedem Fall vorher mal an.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Hey, kannst du mal dein Profil teilen. Würde mich interessieren :)

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hi Leute,

gestern lag etwas unerwartet die Zusage für MBF an der HSG im Postfach. Aktuell zweifle ich aber noch an wenig an der Option, weshalb ich hier mal nach ein paar Erfahrungsberichten fragen möchte.

Für das Programm spricht ganz klar die Auswahl und die Qualität der Financekurse und natürlich die starke Reputation des MBF und der HSG, weniger aber die hier immer vieldiskutierten Exits oder sonst was.

Nun stellt sich aber die Frage, ob sich der (vermutete) Stress, eine eher anstregende Peer-Group und vermutlich alles in allem 20k wirklich für mich lohnen, insbesondere wenn ich nicht 100h die Woche arbeiten will.

Ich würde mich als einigermaßen schlau, aber faul bezeichen. Wie ist der echte Workload an der HSG? Ist man 24/7 mit Lernen beschäftigt oder hat man ein Leben abseits der Uni?

Wie sind die Leute im Studiumgang bzw. hat man auch Kontakt zu Leuten aus anderen Studiengängen? Sind wirklich ausnahmslos alle rein auf IB/MBB bzw. Karriere fokussiert oder findet man auch entspanntere Leute, die noch andere Dinge in ihrem Leben haben?

Zudem habe ich gelesen, dass an der HSG die Noten gecurved werden. Da dort eine vermutlich stärkere Peer-Group sein wird, sind realistisch meine Noten schlechter als zB. in Mannheim. Könnte es sein, dass am Ende mein Profil trotz stärkerer Reputation nicht besser da steht, da die Noten eventuell schlechter als z.B. in Mannheim sind?

Schlussendlich, mein Ziel ist inhaltlich ganz klar die Finance-Welt, ich sehe es persönlich jedoch nicht ein, 90/100+ Stunden die Woche zu buckeln. Lohnt sich dann wirklich der MBF oder kann man es sich ein entspannteres Leben zB. in Mannheim machen?

Danke für eure Einschätzungen und Erfahrungen schonmal

Du wirst von der stärkeren Peer-Group automatisch mitgezogen.

Es wird halt zur Normalität dass du mit deinen Bros die 12 Stunden Bib-Sessions täglich durchziehst.

Aber das macht Spass nach einer Zeit wenn man die Resultate sieht!

Also go for it!

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

TE hier:

Danke euch beiden. Prinzipiell habe ich kein Problem mit einer kleineren Stadt. Mein Problem ist einfach, dass ich, v.a. auf Basis des Forums hier, den Eindruck habe, MBF machen nur die absoluten Karriere-Heinis die sich umbedingt 100h+ die Woche knechten lassen, und das noch gerne. Mich interessieren die Kurse fachlich. Qualitativ sind sie vielleicht über Mannheim, dort würde mich aber ein bisschen mehr die Breite, insb. in Richtung Entrepreneurship reizen.

Kurzum, die Frage die ich mir stelle ist: Wenn die Leute wirklich viel nerviger sind, die Noten tendenziell schlechter und die Stadt nicht mein absoluter Favorit, ist der Brand der HSG wirklich rund 20k (inkl. Preisdifferenz) wert. Insbesondere, wenn ich mir recht sicher bin, nicht das BB M&A geben zu wollen.

Profil ist ehrlich gesagt ziemlich schlecht, deswegen bin ich überrascht, dass ich genommen worden bin.

  • Solide Staatliche Uni (im Forum würde sie vermutlich als schwach angesehen werden)
  • Abi 1,9
  • Bachelor 1,5
  • 2 Praktika, aber strikt nach Arbeitszeiten und Interesse rausgesucht, keine besonderen Brands
  • kein Ehrenamt
  • kein GMAT (da abgesagt, Hauptgrund wieso ich überrascht bin, eine Zusage erhalten zu haben. Hatte nach 2 Wochen lernen 670 im Probetest und dann aufgrund Corona das Lernen eingestellt, schwer zu sagen, wie es nach weiteren 3 Wochen ausgesehen hätte)
  • Offensichtlich recht starkes und nicht ganz übliches Motivationsschreiben.

Grüße

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Du wirst von der stärkeren Peer-Group automatisch mitgezogen.

Es wird halt zur Normalität dass du mit deinen Bros die 12 Stunden Bib-Sessions täglich durchziehst.

Aber das macht Spass nach einer Zeit wenn man die Resultate sieht!

Also go for it!

Das ist ein wenig meine Hoffnung. Realistischer Arbeitsaufwand von mir bisher war unter dem Semester inkl. Vorlesung vielleicht 15h, in der Prüfungsphase meistens Mo-Fr 5-6h Netto-Lernzeit. Damit werde ich nicht weit kommen an der HSG :D

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Ich denke auch, dass es sicht lohnt.

Klar 70-80% pushen auf den Job im IB/ MBB aber es gibt auch die Leute die eher Richtung PhD/ Big4/ Wealth Management wollen. Grds. kann man sich natürlich mit anderen Studenten verknüpfen über Initiativen etc., grds. ist aber MBF aber genau wie der SIM etwas separiert von anderen Studiengängen (eigene Events, eigene Kurse, etc.).

Man sollte aber bedenken, dass sich die Nettozeit in SG gut reduzieren lässt wenn man beispielsweise ein Auslandssemester/ Double Degree anstrebt, verbringt man effektiv in SG 8-9 Monate.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Der MBF hat letzte Woche oder so auf LinkedIn alle Destinationen der 2019 Abschlussklasse gepostet. Das gibt sicher einen guten Eindruck wo man hin möchte. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Leute in diesem Studiengang sehr gerne Geld mögen.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Sehe ehrlich gesagt die 20k extra gegenüber z.b. Mannheim nicht gerechtfertigt. Gerade wenn man bedenkt, dass man in St. Gallen kein wirkliches Studentenleben haben wird. In größeren Deutschen Städten wird man definitiv eine bessere Zeit haben.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Hier MBF Student im dritten Semester (ein Urlaubssemester).

Der MBF hat als einziger Master nur dezentrale Prüfungen, das heißt du hast alle Klausuren im Semester, die meisten in der letzen Woche (sprich die Woche vor Weihnachten und die letze Mai Woche). Die anderen Master haben viele Klausuren in der zentralen Prüfungsphase im Januar/Februar und Juni. Das Resultat davon ist, dass man mehr Ferien/Zeit für Praktika hat aber allein wegen der Organisation von Prüfungen 1-2 Monate weniger zum lernen und somit eine workload hat die im Semester 50-100% höher ist als in allen anderen Master Programmen. Davon abgesehen sind Inhalte komplexer und die Group starker. Man ist schon zum Teil am Limit.

Man versucht das zu umgehen, in dem man Kurse wählt die bereits nach einer semesterhälfte im Oktober/November durch sind und dann dort Klausur zu schreiben.

Im Ergebnis ist es aber so, dass man im MBF einfach ab Semesterwoche 2 12h-14h am Tag arbeitet und das auch Samstag und Sonntag. Weil das 95% machen und viele Leute sehr smart sind ist das nötig um nur solide 5.0-5.2 durchzukommen. Wenn Du gut sein willst, musst du entweder ein Genie sein (think of HSG BA 5.7-5.8, BA in DE 1.1-1.2, GMAT 760+ ohne monatelange Vorbereitung) oder noch mehr machen. Ein Finance Bachelor würde auch zum Teil helfen (bei den Leuten aus dem BA Banking von UZH beispielweise merkt man das), mein HSG BA hilft wenig, er liefert die Vorbereitung aber keinen Vorsprung.

Noten werden gecurved. Du musst relativ also genauso gut sein wie in den einfacheren Master Programmen und die Peer Group ist stark.

Zum Thema Karriere: es stehen einem alle Bereiche offen, insbesondere für komplexere Finance Jobs ist der Master hervorragend geeignet. Die Banken sind sich dem bewusst und alle Türen sind offen. Klar zählen auch Noten aber faktisch bewirbst du dicg ohne Noten für Praktika im Sommer oder in einem der Semester und hoffst davon eine Vollzeit Anstellung zu bekommen. Bei den graduate Programmen kenne ich viele die mit absolut durchschnittlichen Schnitten (4.9,5.0,5.1,5.2) bei UBS, CS, den Privatbanken ohne Probleme reinkommen, ähnlich für BCG (MBF Partner) und Bain (hiren aus irgendeinem Grund unheimlich viel im MBF). IB bei den Großbanken, MBB und Geschichten wie Blackstone ist natürlich 5.5 Voraussetzung, das aber auch nur wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Noten vorliegen. Deine Ba Noten müssen ohnehin so gut sein, dass es auch dafür reicht.

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hier MBF Student im dritten Semester (ein Urlaubssemester).

Der MBF hat als einziger Master nur dezentrale Prüfungen, das heißt du hast alle Klausuren im Semester, die meisten in der letzen Woche (sprich die Woche vor Weihnachten und die letze Mai Woche). Die anderen Master haben viele Klausuren in der zentralen Prüfungsphase im Januar/Februar und Juni. Das Resultat davon ist, dass man mehr Ferien/Zeit für Praktika hat aber allein wegen der Organisation von Prüfungen 1-2 Monate weniger zum lernen und somit eine workload hat die im Semester 50-100% höher ist als in allen anderen Master Programmen. Davon abgesehen sind Inhalte komplexer und die Group starker. Man ist schon zum Teil am Limit.

Man versucht das zu umgehen, in dem man Kurse wählt die bereits nach einer semesterhälfte im Oktober/November durch sind und dann dort Klausur zu schreiben.

Im Ergebnis ist es aber so, dass man im MBF einfach ab Semesterwoche 2 12h-14h am Tag arbeitet und das auch Samstag und Sonntag. Weil das 95% machen und viele Leute sehr smart sind ist das nötig um nur solide 5.0-5.2 durchzukommen. Wenn Du gut sein willst, musst du entweder ein Genie sein (think of HSG BA 5.7-5.8, BA in DE 1.1-1.2, GMAT 760+ ohne monatelange Vorbereitung) oder noch mehr machen. Ein Finance Bachelor würde auch zum Teil helfen (bei den Leuten aus dem BA Banking von UZH beispielweise merkt man das), mein HSG BA hilft wenig, er liefert die Vorbereitung aber keinen Vorsprung.

Noten werden gecurved. Du musst relativ also genauso gut sein wie in den einfacheren Master Programmen und die Peer Group ist stark.

Zum Thema Karriere: es stehen einem alle Bereiche offen, insbesondere für komplexere Finance Jobs ist der Master hervorragend geeignet. Die Banken sind sich dem bewusst und alle Türen sind offen. Klar zählen auch Noten aber faktisch bewirbst du dicg ohne Noten für Praktika im Sommer oder in einem der Semester und hoffst davon eine Vollzeit Anstellung zu bekommen. Bei den graduate Programmen kenne ich viele die mit absolut durchschnittlichen Schnitten (4.9,5.0,5.1,5.2) bei UBS, CS, den Privatbanken ohne Probleme reinkommen, ähnlich für BCG (MBF Partner) und Bain (hiren aus irgendeinem Grund unheimlich viel im MBF). IB bei den Großbanken, MBB und Geschichten wie Blackstone ist natürlich 5.5 Voraussetzung, das aber auch nur wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Noten vorliegen. Deine Ba Noten müssen ohnehin so gut sein, dass es auch dafür reicht.

Einfach mal Danke für den konstruktiven Beitrag.

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Danke für deine Rückmeldung, auf sowas habe ich gehofft.

Leider bestätigen deine Ausführungen aber, dass es abseits der Uni wohl nicht viel gibt (rein zeittechnisch bedingt) und die Meisten nur an ihrer Karriere basteln.

Für mich persönlich haben die längeren freien Zeiten im Vgl. zu anderen Unis nicht so viel Mehrwert, während es gleichzeitig damit für mich unnötigen Stress während des Semester einbringt.

Interessieren würde mich jedoch nochmal explizit, wie sind die Kommilitonen abseit der Vorlesungen, wieviel wird auch mal gemeinsam unternommen, wie ist der Zusammenhalt untereinander (unterstützend oder konkurrierend) und wie findest du das Leben in St. Gallen? Als Bonus vielleicht noch einen kleinen Einblick, wieviel du im Monat ca. ausgibst.

Danke

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hier MBF Student im dritten Semester (ein Urlaubssemester).

Der MBF hat als einziger Master nur dezentrale Prüfungen, das heißt du hast alle Klausuren im Semester, die meisten in der letzen Woche (sprich die Woche vor Weihnachten und die letze Mai Woche). Die anderen Master haben viele Klausuren in der zentralen Prüfungsphase im Januar/Februar und Juni. Das Resultat davon ist, dass man mehr Ferien/Zeit für Praktika hat aber allein wegen der Organisation von Prüfungen 1-2 Monate weniger zum lernen und somit eine workload hat die im Semester 50-100% höher ist als in allen anderen Master Programmen. Davon abgesehen sind Inhalte komplexer und die Group starker. Man ist schon zum Teil am Limit.

Man versucht das zu umgehen, in dem man Kurse wählt die bereits nach einer semesterhälfte im Oktober/November durch sind und dann dort Klausur zu schreiben.

Im Ergebnis ist es aber so, dass man im MBF einfach ab Semesterwoche 2 12h-14h am Tag arbeitet und das auch Samstag und Sonntag. Weil das 95% machen und viele Leute sehr smart sind ist das nötig um nur solide 5.0-5.2 durchzukommen. Wenn Du gut sein willst, musst du entweder ein Genie sein (think of HSG BA 5.7-5.8, BA in DE 1.1-1.2, GMAT 760+ ohne monatelange Vorbereitung) oder noch mehr machen. Ein Finance Bachelor würde auch zum Teil helfen (bei den Leuten aus dem BA Banking von UZH beispielweise merkt man das), mein HSG BA hilft wenig, er liefert die Vorbereitung aber keinen Vorsprung.

Noten werden gecurved. Du musst relativ also genauso gut sein wie in den einfacheren Master Programmen und die Peer Group ist stark.

Zum Thema Karriere: es stehen einem alle Bereiche offen, insbesondere für komplexere Finance Jobs ist der Master hervorragend geeignet. Die Banken sind sich dem bewusst und alle Türen sind offen. Klar zählen auch Noten aber faktisch bewirbst du dicg ohne Noten für Praktika im Sommer oder in einem der Semester und hoffst davon eine Vollzeit Anstellung zu bekommen. Bei den graduate Programmen kenne ich viele die mit absolut durchschnittlichen Schnitten (4.9,5.0,5.1,5.2) bei UBS, CS, den Privatbanken ohne Probleme reinkommen, ähnlich für BCG (MBF Partner) und Bain (hiren aus irgendeinem Grund unheimlich viel im MBF). IB bei den Großbanken, MBB und Geschichten wie Blackstone ist natürlich 5.5 Voraussetzung, das aber auch nur wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Noten vorliegen. Deine Ba Noten müssen ohnehin so gut sein, dass es auch dafür reicht.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Einfach mal Danke für den konstruktiven Beitrag.

Wirklicher Ehrenmann - danke dir

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Vielleicht noch einmal eine andere Perspektive aus St. Gallen, nicht aber dem MBF:

Ich kann dir wirklich nur raten einmal hier vorbei zu schauen (sofern das eben noch vor Deadline möglich sein wird) und dir selbst einen Eindruck von der Stadt zu machen. Viele Leute kommen mit der Erwartung nach St. Gallen, dass die Schweiz am Ende auch nur ein weiteres Bundesland von DE ist - was aber definitiv nicht so ist. Die Schweizer ticken anders als die Deutschen, das passt nicht immer und wer sich als Ausländer - denn ja, das sind wir Deutschen hier trotz ähnlicher Sprache - blöd anstellt, ist hier schnell "unten durch". Die Kohorte ist im MBF natürlich sehr international, dennoch verbringst du defakto mindestens ein Jahr hier im Ort und solltest daher schon wissen, ob es dir wirklich gefällt!

Nach einem Bachelor in einer Großstadt gefällt mir der dörfliche Kontrast von St. Gallen jetzt sehr gut. Ich mag die Nähe zur Natur, zu den Bergen sowie dem Bodensee. Das ist aber natürlich supersubjektiv - wenn du damit nichts anfangen kannst und dich grundsätzlich in bspw. Berlin am wohlsten fühlst, wirst du hier schnell durchdrehen.

Durch die kleine Stadt, kleine Uni sowie kleine Kohorten ist das Leben deutlich studentischer als an einer Massenuni in einer deutschen Großstadt. Man verbringt mehr Zeit auf dem Campus oder allgemein zusammen mit den Kommilitonen.
Auf der anderen Seite ist die Schweiz überhaupt kein "studentenfreundliches" Land. Die Leute gehen deutlich seltener in auswärts Essen und Trinken, es gibt weniger Angebot in diesem Sinne, es ist vor allem überproportional teurer, etc. Anders als z. B. an der NOVA wirst du tendenziell eher weniger in Clubs hängen, etc.

Kannst du dir vorstellen langfristig in der Schweiz zu bleiben? Fall ja, ist die HSG deine beste Wahl in diesem Sinne. Über die Reputation der Uni, insbesondere den MBF braucht man ja nichts sagen. Auch internationa (insbesondere London) wird dir das Studium hier immer einen enormen Boost geben. Wenn du jedoch früher oder später sowieso wieder zurück nach DE möchtest, dann lohnt sich der Master vielleicht nicht mehr unbedingt. Auch aus Mannheim wirst du z. B. jeden Job in Deutschland bekommen können, Noten, etc. vorausgesetzt.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Danke für deine Rückmeldung, auf sowas habe ich gehofft.

Leider bestätigen deine Ausführungen aber, dass es abseits der Uni wohl nicht viel gibt (rein zeittechnisch bedingt) und die Meisten nur an ihrer Karriere basteln.

Für mich persönlich haben die längeren freien Zeiten im Vgl. zu anderen Unis nicht so viel Mehrwert, während es gleichzeitig damit für mich unnötigen Stress während des Semester einbringt.

Interessieren würde mich jedoch nochmal explizit, wie sind die Kommilitonen abseit der Vorlesungen, wieviel wird auch mal gemeinsam unternommen, wie ist der Zusammenhalt untereinander (unterstützend oder konkurrierend) und wie findest du das Leben in St. Gallen? Als Bonus vielleicht noch einen kleinen Einblick, wieviel du im Monat ca. ausgibst.

Danke

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hier MBF Student im dritten Semester (ein Urlaubssemester).

Der MBF hat als einziger Master nur dezentrale Prüfungen, das heißt du hast alle Klausuren im Semester, die meisten in der letzen Woche (sprich die Woche vor Weihnachten und die letze Mai Woche). Die anderen Master haben viele Klausuren in der zentralen Prüfungsphase im Januar/Februar und Juni. Das Resultat davon ist, dass man mehr Ferien/Zeit für Praktika hat aber allein wegen der Organisation von Prüfungen 1-2 Monate weniger zum lernen und somit eine workload hat die im Semester 50-100% höher ist als in allen anderen Master Programmen. Davon abgesehen sind Inhalte komplexer und die Group starker. Man ist schon zum Teil am Limit.

Man versucht das zu umgehen, in dem man Kurse wählt die bereits nach einer semesterhälfte im Oktober/November durch sind und dann dort Klausur zu schreiben.

Im Ergebnis ist es aber so, dass man im MBF einfach ab Semesterwoche 2 12h-14h am Tag arbeitet und das auch Samstag und Sonntag. Weil das 95% machen und viele Leute sehr smart sind ist das nötig um nur solide 5.0-5.2 durchzukommen. Wenn Du gut sein willst, musst du entweder ein Genie sein (think of HSG BA 5.7-5.8, BA in DE 1.1-1.2, GMAT 760+ ohne monatelange Vorbereitung) oder noch mehr machen. Ein Finance Bachelor würde auch zum Teil helfen (bei den Leuten aus dem BA Banking von UZH beispielweise merkt man das), mein HSG BA hilft wenig, er liefert die Vorbereitung aber keinen Vorsprung.

Noten werden gecurved. Du musst relativ also genauso gut sein wie in den einfacheren Master Programmen und die Peer Group ist stark.

Zum Thema Karriere: es stehen einem alle Bereiche offen, insbesondere für komplexere Finance Jobs ist der Master hervorragend geeignet. Die Banken sind sich dem bewusst und alle Türen sind offen. Klar zählen auch Noten aber faktisch bewirbst du dicg ohne Noten für Praktika im Sommer oder in einem der Semester und hoffst davon eine Vollzeit Anstellung zu bekommen. Bei den graduate Programmen kenne ich viele die mit absolut durchschnittlichen Schnitten (4.9,5.0,5.1,5.2) bei UBS, CS, den Privatbanken ohne Probleme reinkommen, ähnlich für BCG (MBF Partner) und Bain (hiren aus irgendeinem Grund unheimlich viel im MBF). IB bei den Großbanken, MBB und Geschichten wie Blackstone ist natürlich 5.5 Voraussetzung, das aber auch nur wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Noten vorliegen. Deine Ba Noten müssen ohnehin so gut sein, dass es auch dafür reicht.

Mache ich gerne.

Wie schon erwähnt Kommilitonen sind durch die Bank die smartestem Leute mit denen ich zu tun hatte und eine richtig internationale Gruppe. Die Leute sind wirklich ausnahmslos sehr ambitioniert, anders kann ich es noch ich beschreiben. Das ist auch schon das Problem, da die Gruppe sehr getrimmt und karriereorrientiert ist. Wenn ich die Leute im MiQEF sehe, so sind dort auch Leute die unheimlich Smart sind, teilweise auch smarter als im MBF, teilweise weniger smart aber die Leute haben noch eine stärker ausgeprägte Begeisterung für das Fach, es ist nicht nur Mittel zum Zweck. Bei uns gibt es schon viele Leute die Kurse nach Noten und WLB nehmen (zur Info: du hast dann trotzdem Deine 12h per day aber halt kein Financial Markets mehr mit quantitativ krasen Leuten)

Trotz alle dem ist die Community stärker als man denkt. Wie hier schon erwähnt wurden sind SIM und MBF etwas isolierter am campus. Innerhalb der Gruppen ist aber eine gute Community. Es gibt 2-3 Social Events im Semester und ansonsten halt individuell. Man ist untereinander kollegial bei allem was nicht Karriere oder Klausuren betrifft, so Lerngruppen etc sind selten, merke auch nicht das man Notizen teilt großartig. Die MBF Alumni sind sehr einem gegenüber sehr offen und kollegial.

Mit anderen Master Programmen haben wir noch mit dem SIM am meisten zu tun. Wir haben eine gemeinsame WhatsApp auch und auch da wird ab und an etwas unternommen. Das ergibt sich wegen den vielen internationals. Die Leute dort unheimlich Smart aber weniger karriereorienitiert, diverser und vielseitiger in ihrem Charakter. Zudem gibts es Events die SIM und MBF exclusiv sind. Die Kurse sind fast nur mit MBF Leuten. Es wird immer so dargestellt, als hätten auch andere Master zum Teil Zugang aber das kommt nicht vor: selbst im MAccFin fehlen den Leuten die Grundlagen um bei uns Kurse erfolgreich zu absolvieren weil Financial Markets und QM vorausgesetzt werden, im Corporate Finance Track auch noch der MBF CF Kurs. Im Kontext Studium trifft man andere Master aber das ist immer sehr kurz und da bilden sich wenig ansvhlusspunkte. Man hat auch wenige zeit als alle anderen. Mit MiQEF hat man noch bisschen zu tun, die sind aber etwas unzufrieden weil sie für Ihre Begriffe zu wenig attention bekommen, da gebe ich Ihnen recht. Die MAccFin Leute mögen uns aus Neid meistens nicht, außer man kennt jemanden bereits zuvor. All in all bin ich aber damit happy, wie es läuft.

Leben in St. Gallen ist soweit ganz gut. Kenne es tatsächlich auch nicht anders, abgesehen vom Austausch in Asien. Im Bachelor und vor allem im Assessment war es halt noch spannender, weil Du abends in Clubs und Bars bist und Du wusstest die sind zu 50% voll mit Deinen peers, es gab bisschen gossip in Deinem Jahrgang. Jetzt hat man aber eh keine Zeit dafür und ich muss sagen, dass ich es nich als störend empfinde. Die Zeit ist einfach eine andere. Ich weiß dass an der HEC genauso gearbeitet wird und da nimmt sich das nicht viel. LBS, LSE ist wohl etwas entspannter. Da ist London dann schon ein klarer Vorteil. Bin sicher man hätte dort eine gute Zeit. Ich hatte aber kein Interesse an einem einjährigen Master und wollte quantitativ so viel wie möglich machen.

Zum Geld: ich habe eine 1-Zimmer, 500m von Campus zahle dafür 700 inkl Strom und Internet. Das ist ein guter Deal. An der Uni gebe ich circa 250-300 pro Monat für Mensa und Kaffe aus. Essen kaufe ich für 100 im Monat, habe allerdings so haltbare Sachen, Getränke, Klopapier etc alle aus Österreich auf Vorrat gekauft und daher spare ich viel. ÖV nutze ich nicht. 100 gehen je nach Situation noch für Dinner mit Freunden, delivery essen weg. Der Rest ist der Ausgaben ist unverändert von meiner Situation in Deutschland.

Hoffe das hilft.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Die Peers sollten nicht das Problem sein. Du studierst da ja keine Raketenwissenschaft. Du hast es also nicht mit krassen Leuten zu tun, als wenn Du z.B. den PPE in Oxford oder Medizin in Heidelberg studieren würdest.

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hier MBF Student im dritten Semester (ein Urlaubssemester).

Der MBF hat als einziger Master nur dezentrale Prüfungen, das heißt du hast alle Klausuren im Semester, die meisten in der letzen Woche (sprich die Woche vor Weihnachten und die letze Mai Woche). Die anderen Master haben viele Klausuren in der zentralen Prüfungsphase im Januar/Februar und Juni. Das Resultat davon ist, dass man mehr Ferien/Zeit für Praktika hat aber allein wegen der Organisation von Prüfungen 1-2 Monate weniger zum lernen und somit eine workload hat die im Semester 50-100% höher ist als in allen anderen Master Programmen. Davon abgesehen sind Inhalte komplexer und die Group starker. Man ist schon zum Teil am Limit.

Man versucht das zu umgehen, in dem man Kurse wählt die bereits nach einer semesterhälfte im Oktober/November durch sind und dann dort Klausur zu schreiben.

Im Ergebnis ist es aber so, dass man im MBF einfach ab Semesterwoche 2 12h-14h am Tag arbeitet und das auch Samstag und Sonntag. Weil das 95% machen und viele Leute sehr smart sind ist das nötig um nur solide 5.0-5.2 durchzukommen. Wenn Du gut sein willst, musst du entweder ein Genie sein (think of HSG BA 5.7-5.8, BA in DE 1.1-1.2, GMAT 760+ ohne monatelange Vorbereitung) oder noch mehr machen. Ein Finance Bachelor würde auch zum Teil helfen (bei den Leuten aus dem BA Banking von UZH beispielweise merkt man das), mein HSG BA hilft wenig, er liefert die Vorbereitung aber keinen Vorsprung.

Noten werden gecurved. Du musst relativ also genauso gut sein wie in den einfacheren Master Programmen und die Peer Group ist stark.

Zum Thema Karriere: es stehen einem alle Bereiche offen, insbesondere für komplexere Finance Jobs ist der Master hervorragend geeignet. Die Banken sind sich dem bewusst und alle Türen sind offen. Klar zählen auch Noten aber faktisch bewirbst du dicg ohne Noten für Praktika im Sommer oder in einem der Semester und hoffst davon eine Vollzeit Anstellung zu bekommen. Bei den graduate Programmen kenne ich viele die mit absolut durchschnittlichen Schnitten (4.9,5.0,5.1,5.2) bei UBS, CS, den Privatbanken ohne Probleme reinkommen, ähnlich für BCG (MBF Partner) und Bain (hiren aus irgendeinem Grund unheimlich viel im MBF). IB bei den Großbanken, MBB und Geschichten wie Blackstone ist natürlich 5.5 Voraussetzung, das aber auch nur wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Noten vorliegen. Deine Ba Noten müssen ohnehin so gut sein, dass es auch dafür reicht.

Off topic:
Aber könntest du sagen, wie du den BA an der HSG fandest? Insbesondere das Assessment?

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Leben in St. Gallen ist soweit ganz gut. Kenne es tatsächlich auch nicht anders, abgesehen vom Austausch in Asien. Im Bachelor und vor allem im Assessment war es halt noch spannender, weil Du abends in Clubs und Bars bist und Du wusstest die sind zu 50% voll mit Deinen peers, es gab bisschen gossip in Deinem Jahrgang. Jetzt hat man aber eh keine Zeit dafür und ich muss sagen, dass ich es nich als störend empfinde. Die Zeit ist einfach eine andere. Ich weiß dass an der HEC genauso gearbeitet wird und da nimmt sich das nicht viel. LBS, LSE ist wohl etwas entspannter. Da ist London dann schon ein klarer Vorteil. Bin sicher man hätte dort eine gute Zeit. Ich hatte aber kein Interesse an einem einjährigen Master und wollte quantitativ so viel wie möglich machen.

Ist es schwer an der HSG nach dem Assessment nen Nebenjob an der Uni zu bekommen?

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hier MBF Student im dritten Semester (ein Urlaubssemester).

Der MBF hat als einziger Master nur dezentrale Prüfungen, das heißt du hast alle Klausuren im Semester, die meisten in der letzen Woche (sprich die Woche vor Weihnachten und die letze Mai Woche). Die anderen Master haben viele Klausuren in der zentralen Prüfungsphase im Januar/Februar und Juni. Das Resultat davon ist, dass man mehr Ferien/Zeit für Praktika hat aber allein wegen der Organisation von Prüfungen 1-2 Monate weniger zum lernen und somit eine workload hat die im Semester 50-100% höher ist als in allen anderen Master Programmen. Davon abgesehen sind Inhalte komplexer und die Group starker. Man ist schon zum Teil am Limit.

Man versucht das zu umgehen, in dem man Kurse wählt die bereits nach einer semesterhälfte im Oktober/November durch sind und dann dort Klausur zu schreiben.

Im Ergebnis ist es aber so, dass man im MBF einfach ab Semesterwoche 2 12h-14h am Tag arbeitet und das auch Samstag und Sonntag. Weil das 95% machen und viele Leute sehr smart sind ist das nötig um nur solide 5.0-5.2 durchzukommen. Wenn Du gut sein willst, musst du entweder ein Genie sein (think of HSG BA 5.7-5.8, BA in DE 1.1-1.2, GMAT 760+ ohne monatelange Vorbereitung) oder noch mehr machen. Ein Finance Bachelor würde auch zum Teil helfen (bei den Leuten aus dem BA Banking von UZH beispielweise merkt man das), mein HSG BA hilft wenig, er liefert die Vorbereitung aber keinen Vorsprung.

Noten werden gecurved. Du musst relativ also genauso gut sein wie in den einfacheren Master Programmen und die Peer Group ist stark.

Zum Thema Karriere: es stehen einem alle Bereiche offen, insbesondere für komplexere Finance Jobs ist der Master hervorragend geeignet. Die Banken sind sich dem bewusst und alle Türen sind offen. Klar zählen auch Noten aber faktisch bewirbst du dicg ohne Noten für Praktika im Sommer oder in einem der Semester und hoffst davon eine Vollzeit Anstellung zu bekommen. Bei den graduate Programmen kenne ich viele die mit absolut durchschnittlichen Schnitten (4.9,5.0,5.1,5.2) bei UBS, CS, den Privatbanken ohne Probleme reinkommen, ähnlich für BCG (MBF Partner) und Bain (hiren aus irgendeinem Grund unheimlich viel im MBF). IB bei den Großbanken, MBB und Geschichten wie Blackstone ist natürlich 5.5 Voraussetzung, das aber auch nur wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung Noten vorliegen. Deine Ba Noten müssen ohnehin so gut sein, dass es auch dafür reicht.

Off topic:
Aber könntest du sagen, wie du den BA an der HSG fandest? Insbesondere das Assessment?

Inwiefern?

Also ich bin froh es gemacht zu haben. Es öffnet einem viele Türen und die HSG Brand ist ein enormer Vorteil. Ich denke nicht, dass man rein von curriculum viel mehr lernt.

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Inwiefern?

Also ich bin froh es gemacht zu haben. Es öffnet einem viele Türen und die HSG Brand ist ein enormer Vorteil. Ich denke nicht, dass man rein von curriculum viel mehr lernt.

Ist das Assessment wirklich so schwer wie hier immer geschrieben wird (täglich 10 Stunden plus wie im MBF?) und ist ein Einstieg nach dem Bachelor bei MBB / BB / Top Trainee möglich mit solidem Schnitt? Oder ist Master trotzdem Pflicht wenn man kein Überflieger (5.5+) ist?

Danke dir!

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Sehr cooler und informativer Thread, danke an alle die bisher sehr gute Fragen und Antworten gepostet haben.

antworten
WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Leben in St. Gallen ist soweit ganz gut. Kenne es tatsächlich auch nicht anders, abgesehen vom Austausch in Asien. Im Bachelor und vor allem im Assessment war es halt noch spannender, weil Du abends in Clubs und Bars bist und Du wusstest die sind zu 50% voll mit Deinen peers, es gab bisschen gossip in Deinem Jahrgang. Jetzt hat man aber eh keine Zeit dafür und ich muss sagen, dass ich es nich als störend empfinde. Die Zeit ist einfach eine andere. Ich weiß dass an der HEC genauso gearbeitet wird und da nimmt sich das nicht viel. LBS, LSE ist wohl etwas entspannter. Da ist London dann schon ein klarer Vorteil. Bin sicher man hätte dort eine gute Zeit. Ich hatte aber kein Interesse an einem einjährigen Master und wollte quantitativ so viel wie möglich machen.

Ist es schwer an der HSG nach dem Assessment nen Nebenjob an der Uni zu bekommen?

Dazu kann ich leider nichts sagen. Kenne einige die an Instituten arbeiten, auch im Bachelor und weiß, dass das gut bezahlt wird (25 CHF / h) aber ich weiß nicht wie schwer es ist da rein zu kommen.

Die Summen von oben sind übrigens alle in CHf

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Inwiefern?

Also ich bin froh es gemacht zu haben. Es öffnet einem viele Türen und die HSG Brand ist ein enormer Vorteil. Ich denke nicht, dass man rein von curriculum viel mehr lernt.

Ist das Assessment wirklich so schwer wie hier immer geschrieben wird (täglich 10 Stunden plus wie im MBF?) und ist ein Einstieg nach dem Bachelor bei MBB / BB / Top Trainee möglich mit solidem Schnitt? Oder ist Master trotzdem Pflicht wenn man kein Überflieger (5.5+) ist?

Danke dir!

Es kommt auf die Ambition an. Bestehen ist mit guter Struktur, laufender Arbeit während Semester, und hartem lernen in Klausurenphase gut zu schaffen, wenn Du intelligent bist. Dazu braucht es nicht 10h am Tag. Du lernst in der Klausuren Phase soviel wie im MBF, im MBF halt das ganze Semester.

Ich kenne Leute die nach dem BA eingestiegen sind. MBB mit guten Noten über ein internship ist nicht viel schwerer als mit Master. BB über SIP, wobei es nicht leicht ist das im vierten zu bekommen. Trainee kenne ich ein paar, es wird aber immer unterschätzt wie schwer es insgesamt ist das zu bekommen, weil alle nur von IB und MBB sprechen. Banking ein paar bei UBS / CS, meist über ein Praktikum, halte das aber abgesehen von RM für schwer, weil Dir im BA einfach die Skills fehlen um in Bereichen wie AM, Derivatives etc. zu überzeugen.

Fazit: leichter nach Master aber alles ist möglich

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Hi Leute,

gestern lag etwas unerwartet die Zusage für MBF an der HSG im Postfach. Aktuell zweifle ich aber noch an wenig an der Option, weshalb ich hier mal nach ein paar Erfahrungsberichten fragen möchte.

Für das Programm spricht ganz klar die Auswahl und die Qualität der Financekurse und natürlich die starke Reputation des MBF und der HSG, weniger aber die hier immer vieldiskutierten Exits oder sonst was.

Nun stellt sich aber die Frage, ob sich der (vermutete) Stress, eine eher anstregende Peer-Group und vermutlich alles in allem 20k wirklich für mich lohnen, insbesondere wenn ich nicht 100h die Woche arbeiten will.

Ich würde mich als einigermaßen schlau, aber faul bezeichen. Wie ist der echte Workload an der HSG? Ist man 24/7 mit Lernen beschäftigt oder hat man ein Leben abseits der Uni?

Wie sind die Leute im Studiumgang bzw. hat man auch Kontakt zu Leuten aus anderen Studiengängen? Sind wirklich ausnahmslos alle rein auf IB/MBB bzw. Karriere fokussiert oder findet man auch entspanntere Leute, die noch andere Dinge in ihrem Leben haben?

Zudem habe ich gelesen, dass an der HSG die Noten gecurved werden. Da dort eine vermutlich stärkere Peer-Group sein wird, sind realistisch meine Noten schlechter als zB. in Mannheim. Könnte es sein, dass am Ende mein Profil trotz stärkerer Reputation nicht besser da steht, da die Noten eventuell schlechter als z.B. in Mannheim sind?

Schlussendlich, mein Ziel ist inhaltlich ganz klar die Finance-Welt, ich sehe es persönlich jedoch nicht ein, 90/100+ Stunden die Woche zu buckeln. Lohnt sich dann wirklich der MBF oder kann man es sich ein entspannteres Leben zB. in Mannheim machen?

Danke für eure Einschätzungen und Erfahrungen schonmal

Herzliche Glückwünsche!
Ich warte immer noch auf die Antwort. Wann haben Sie sich beworben?

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

WiWi Gast schrieb am 24.04.2020:

Herzliche Glückwünsche!
Ich warte immer noch auf die Antwort. Wann haben Sie sich beworben?

29.3

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WiWi Gast

HSG MBF - Einschätzung zum Leben

Zu den Studentenjobs und Schwierigkeit des Assessmentjahrs:

Studentenjobs an der Uni sind sehr leicht zu bekommen. Hatte mich an 2 beworben und 2 Zusagen bekommen. Wenn man einen möchte, kommt man auch einen.

Das Assessmentjahr benötigt sicher keine 10h am Tag. Ich würde sogar sagen, dass wenn man intelligent genug ist die Lernphase gut reicht (6-7h netto). Das ist natürlich eine andere Geschichte, wenn man einen Top-Schnitt anstrebt.

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HSG MBF Chancen

WiWi Gast

Hallo mich würde, da ich in einer ähnlichen Situation bin, ein Update sehr interessieren. ast schrieb am 01.05.2019: ...

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