DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
AuslandsstudiumAuslandsaufenthalt

Auslandsaufenthalte: Studierende ohne Akademiker-Eltern profitieren stärker

Ob größeres Selbstvertrauen oder gewachsene Sprachkenntnisse: Ein Auslandsaufenthalt im Studium sorgt für Verbesserung in vielen Bereichen. Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien empfinden diesen Effekt in bestimmten Bereichen noch etwas stärker. Dies zeigt eine Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Auslandsaufenthalte: Studierende ohne Akademiker-Eltern profitieren am meisten
Gütersloh, 26.05.2017 (che) - Ein Auslandsaufenthalt wirkt sich positiv auf berufsrelevante Kompetenzen und Persönlichkeitseigenschaften aus. Dabei empfinden Studierende ohne akademischen Bildungshintergrund den positiven Effekt von Auslandssemester oder -praktikum sogar noch etwas stärker als ihre Kommiliton(inn)en. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Autorin Nina Horstmann plädiert deshalb für mehr Chancengleichheit im Bereich studentischer Mobilität:

„Gerade weil Studierende ohne akademischen Background von einem Auslandsaufenthalt noch etwas stärker profitieren können, darf es hier keine Zweiklassengesellschaft geben.“
 

Über die Frage, ob Studierende ins Ausland gehen, entscheidet jedoch in Deutschland noch immer die Herkunft. Unter den auslandsmobilen Studierenden ist der Anteil der Akademikerkinder höher. Die Studie des CHE zeigt zudem, dass Studierende aus akademischen Elternhäusern häufiger mehrere Auslandsaufenthalte absolvieren als ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen ohne akademischen Bildungshintergrund.

Umso wichtiger sei es deshalb, die Hürden, die Studierende von einem Auslandsaufenthalt abhalten, zu senken. Laut Studie liegen keine grundsätzlichen herkunftsspezifischen Unterschiede in den Persönlichkeitseigenschaften vor, etwa im Bereich Entscheidungsfähigkeit. Die Barrieren, die Nicht-Akademikerkinder daran hindern, ins Ausland zu gehen, sind vielmehr organisatorischer und finanzieller Art. Besonders abschreckend wirke neben mangelnder Unterstützung bei der Wohnungssuche vor allem die Unsicherheit über die Kosten.

„Nicht mangelndes Selbstvertrauen oder fehlende Neugierde halten Studierende aus nicht-akademischem Elternhaus vom Auslandsstudium ab, sondern die Sorgen um Finanzierung und Wohnraum. Dabei sind dies Hürden, die man vergleichsweise leicht beseitigen kann“, sagt CHE Geschäftsführer Frank Ziegele, der bessere Finanzierungsmöglichkeiten und Serviceangebote fordert.
 

Zusätzlich werteten die CHE Autorinnen in ihrer Studie die Auslandsaufenthalte nach Bildungsherkunft und Programm aus. Hierbei zeigte sich: Beim Erasmus-Programm der EU ist die soziale Selektivität zwischen Akademiker- und Nicht-Akademiker-Kindern geringer ausgeprägt als bei anderen Angeboten. Einen möglichen Grund sehen die CHE Autorinnen in den leichteren Zugangsvoraussetzungen von Erasmus. Möglicherweise weichen aber auch immer mehr Kinder aus akademischem Elternhaus auf alternative, etwa stipendienbasierte Programme aus. Aktuell nutzen rund 40.000 Studierende aus Deutschland Erasmus für einen Studienaufenthalt im Ausland.

Download [PDF, 45 Seiten - 692 KB]
Soziale Selektivität bei Auslandsstudium und Auslandspraktikum
 

Über die Studie
Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung hat gemeinsam mit CHE Consult die soziale Selektivität bei Auslandsstudium und -praktikum untersucht. Grundlage der Untersuchung sind bisher unveröffentlichte Daten für Deutschland aus der Erasmus Impact Studie der EU-Kommission von 2014. Hierfür wurden im Jahr 2013 rund 3.600 deutsche Studierende befragt. Für die Studie „Herkunft macht mobil“ wurden die Daten von den Autorinnen Olivia Key, Pavla Milatova und Nina Horstmann speziell im Hinblick auf das akademische Elternhaus der Studierenden ausgewertet.

Im Forum zu Auslandsaufenthalt

28 Kommentare

Gute Jobs ohne Auslandserfahrung?

WiWi Gast

Wie hoch schätzt ihr denn die Chancen ein, dass man da was kriegt? Wenn es um "richtige" Vollzeitjobs geht verlangen die ja -überspitzt ausgedrückt- 25jährige Doktoren mit 3 Jahren Arbeitserfahrung ...

1 Kommentare

ESADE Master in Marketing Management

WiWi Gast

Hallo! Hat jemand bereits den Marketing Master an der ESADE gemacht und möchte von seinen Erfahrung / Einschätzungen berichten? LG!

1 Kommentare

Strathclyde vs Manchester

WiWi Gast

Hallo, Strathclyde soll ja an sich eine solide Wahl für einen Master in Finance sein - zudem dreifach akkreditiert. Die Module lesen sich jedoch relativ wie Basics. Zudem ist zwar ein angeblich sta ...

3 Kommentare

TCD/Edinburgh > Uni Maastricht

WiWi Gast

und es gibt gras. Standortvorteil maastricht

2 Kommentare

Aufwand Empfehlungsschreiben

WiWi Gast

Also ein versiegeltes Empfehlungsscshreiben ist nichts weiter, als ein Empfehlungsschreiben in einen Umschlag gesteckt, zugeglebt und mit einem Stempel vom Lehrstuhl versehen. War zumindest bei mir so ...

4 Kommentare

Mit DHBW Bachelor an St Andrews?

WiWi Gast

Ist machbar, solange du eine Bachelornote von 2,3 oder besser hast. MSc in St Andrews ist nicht so selektiv. Der undergraduate bachelor ist viel selektiver (AAA oder Abi 1,3). Der MSc Kurs ist recht w ...

3 Kommentare

IELTS-Probetest aussagekräftig?

WiWi Gast

Hi, ich meinte den ersten Link hier: LINK Da bin ich über den Button 'Academic' zu einem Probetest für Hör- und Leseverständnis gekommen. Ich habe aber gerade auch gesehen, dass es noch folgende ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Auslandsaufenthalt

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Von einem Gebäude herunter hängende britische Nationalflagge.

Brexit erschwert Studium in England und deutsch-britische Hochschulforschung

Mit verheerende Konsequenzen für Studium und Forschung nach einem eventuellen Brexit rechnen die Hochschulrektoren aus Deutschland und Großbritannien. Die EU erleichtere die Zusammenarbeit unter Forschern, das gemeinsame Nutzen von Ressourcen und der Austausch wichtiger Daten. Davon profitieren ebenso Studenten aus beiden Ländern. Derzeit sind 13.765 degree-seekings Studenten und 4.428 Erasmus-Studierende aus Deutschland in Großbritannien.

Weiteres zum Thema Auslandsstudium

Die Gradiation Cap mit einigen Münzen vor der Weltkarte

Studienfinanzierung im Ausland

Ein Auslandsstudium oder Auslandssemester kann teuer werden. Dafür das nötige Kleingeld zu sparen, geht über Nebenjobs oder den elterlichen Zuschuss. Das Ersparte reicht jedoch häufig bei Weitem nicht aus. Dafür gibt es in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, sich das Auslandsstudium finanzieren zu lassen. Auslandsbafög, Bildungskredite, Stipendien, Erasmus & Co – WiWi-TReFF zeigt, welche Unterstützung es gibt.

Die rote Golden Gate Brücke in San Fransisco.

IEC Study Guide 2016/2017: Kostenloser Studienführer Auslandsstudium

Für ein Auslandssemester oder für ein Studium ins Ausland zu gehen, dabei hilft der aktuelle IEC Study Guide 2016/2017. Im kostenlosen Studienführer für das Auslandsstudium finden Studieninteressierte hilfreiche Tipps zu 120 Universitäten in mehr als 20 Ländern. Fragen zu Themen der Finanzierung, Bewerbung, Notenanerkennung, Hochschulrankings, Studienländern und Partneruniversitäten werden ausführlich beantwortet.

Die Lexikon-Beschreibung für das englische Wort "focus".

Wichtige Sprachzertifikate für ein Auslandsstudium: Cambridge Certificate, TOEFL, IELTS, DELE, DALF und DELF

Das Ziel eine Sprache intensiv und hautnah zu erlernen ist im Auslandsstudium ein toller Nebeneffekt. Doch bevor die Annahme an einer ausländischen Universität gelingt, müssen Studieninteressenten erst beweisen, ob sie bereits der Sprache mächtig sind. Die sechs Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GES) gibt Aufschluss darüber, inwieweit das Sprachverständnis in einer Fremdsprache reicht. Dafür wurden verschiedene Sprachzertifikate entwickelt, die gegenüber Universitäten, Unternehmen und anderen Institutionen zur Bewerbung anerkannt sind. Je nachdem, welches Land infrage kommt, muss ein Zertifikat in TOEFL, IELTS, DELF, DALF oder DELE nachgewiesen werden.

Beliebtes zum Thema Studium

St-Gallen Wings-Excellence-Award 2015

St. Gallen Wings of Excellence Award 2018

Beim Wings Excellence-Award 2018 versammeln sich vom 2. bis 4. Mai 2018 etwa 600 hochkarätige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft und treffen auf 200 Studierende aus der ganzen Welt. Der St. Gallen Wings of Excellence Award ist mit 20.000 Euro dotiert. Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2018.

Gerhard-Fürst-Preis 2018 für Dissertationen, Masterarbeiten und Bachelorarbeiten

Der Gerhard-Fürst-Preis ist für Dissertationen, Masterarbeiten, Bachelorarbeiten, Diplomarbeiten und Magisterarbeiten mit engem Bezug zur amtlichen Statistik ausgeschrieben. Er ist in der Kategorie Dissertationen mit 5.000 Euro, für Kategorie Bachelorarbeiten und Masterarbeiten mit 2.500 Euro dotiert. Die Ausschreibungsfrist läuft jährlich bis zum 31. März 2018.

Screenshot Homepage karriere-preis.de/

Karriere-Preis der DZ BANK Gruppe 2018

Die besten Diplom-, Magister- und Bachelorarbeiten zum Thema »Banking and Finance« werden mit dem Karriere-Preis der DZ BANK Gruppe prämiert. Der DZ Karriere-Preis ist zur Zeit der höchstdotierte Hochschulpreis der deutschen Wirtschaft für akademische Abschlussarbeiten im Bereich Banking & Finance. Einsendeschluss für den mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Wettbewerb ist der 31. Dezember 2017.