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Studenteninitiativen fordern die Sicherstellung von außeruniversitärem Engagement

Die Verkürzung der Studienzeit im Zuge von Bachelor und Master erschwert es Studierenden zunehmend sich außeruniversitär zu engagieren und weiterzubilden. Dabei sind die damit verbundenen zusätzlichen Qualifikationen genau das, was Unternehmen immer stärker von Hochschulabsolventen fordern.

Studenteninitiativen fordern die Sicherstellung von außeruniversitärem Engagement
Berlin, 19.11.2009 (kr) - Das Jahr des Ehrenamtes neigt sich dem Ende zu - außeruniversitäres Engagement genau so? Die Verkürzung der Studienzeit im Zuge von Bachelor und Master erschwert es Studierenden zunehmend sich außeruniversitär zu engagieren und weiterzubilden. Dabei sind die damit verbundenen zusätzlichen Qualifikationen genau das, was Unternehmen immer stärker von Hochschulabsolventen fordern. Die Kölner Runde, der Zusammenschluss der sechs größten studentischen Initiativen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, macht sich daher stark für eine Sicherstellung des Ehrenamts bei Hochschulen. Um in den Dialog mit Universitäten und Fachhochschulen zu treten, präsentiert sie nun Vorschläge zur Unterstützung von ehrenamtlichen Tätigkeiten. Lösungsansätze zur Sicherstellung des studentischen Ehrenamtes:

Das Hochschulstudium nimmt durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge immer mehr Zeit und Energie in Anspruch, welche folglich für weiteres Engagement fehlt. Was früher in acht Semestern vermittelt wurde, wird heute in sechs Semestern gelehrt. Auf Dauer können so weder die lokalen noch die nationalen Vorstandsämter der Initiativen besetzt werden, wodurch ihr Fortbestand gefährdet ist. »Ehrenamtliches Engagement hilft Studierenden soziale Kompetenzen zu entwickeln, dies kann aber nur mit Unterstützung von Seiten der Hochschulen passieren«, erklärt Devorie Klingels (Bundesvorstand von MARKET TEAM 2008/2009). Vielerorts machen die Prüfungsordnungen der Fakultäten es nahezu unmöglich, das Studium zu Gunsten eines regionalen oder nationalen Ehrenamtes zu unterbrechen. »Auf Dauer können so die regionalen und nationalen Vorstandsämter großer studentischer Organisationen nicht mehr besetzt werden und es wird immer schwieriger, ihre Mitglieder auf einem hohen Niveau auszubilden«, beschreibt Devorie Klingels weiter. 

Denn die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten sind mehr als angesehen bei den Personalentscheidern großer Unternehmen: »Außeruniversitäres Engagement erwünscht - kaum eine Stellenausschreibung, die auf diese Formel verzichtet«, so Julia Büttner vom Karrierenetzwerk e-fellows. Als Mitglied einer studentischen Initiative lernt man Dinge, die nicht in der Universität gelehrt werden: organisieren, Geld beschaffen, Verantwortung und Führung übernehmen. »Einfach mal machen, statt nur Bücher zu wälzen.« Studentische Organisationen tragen so wesentlich zu einer fundierten Ausbildung bei – Hochschulen sollten dies auch als Bereicherung sehen.

Die Kölner Runde ist der Zusammenschluss der sechs größten studentischen Organisationen in Deutschland. Mit ca. 15.000 Mitgliedern repräsentieren die Vereine Deutsches Komitee der AIESEC e.V., BDSU e.V., bonding e.V., ELSA-Deutschland e.V., MARKET TEAM e.V. und MTP e.V. einen wesentlichen Anteil der Studierendenschaft aus verschiedenen Fachrichtungen. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder führen jährlich mehr als 1.500 Veranstaltungen durch und sammeln so schon während des Studiums praktische Erfahrungen für das spätere Berufsleben. 

Im Forum zu Studenteninitiativen

4 Kommentare

Studentische Initiative vs Soziales Engagement?

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