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Uni- oder FH-StudiumFH

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

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DerBachelor

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Hey ich hätte mal eine Frage. Und ich bitte hier einfach um sachliche Argumentation.
Man bekommt hier ja immer den Eindruck, dass der FH Bachelor einfach viel weniger Wert ist, als einer von einer Uni. Man ließt ja auch gerne, dass der Einstieg in einer T1 im IB, UB einem damit immer verwehrt bleibt. Aber wieso ist das so?

Ich komme von einer FH aus dem Süden, uns wurde immer das Gefühl suggeriert "Target" zu sein. Personaler lieben unsere Absolventen und das die Chancen gut stehen. Ich selbst hatte auch immer das Gefühl, dass man super Praktika abstauben konnte und der Einstieg danach auch gut möglich ist, auf Grund großer Namen auf unserer Berufsmesse etc, und den guten Beziehungen zu großen Namen in der Industrie.

Weiterhin hat man als Fhler ein Praxissemester, welches viele aus der Uni nicht vorweisen können, meist kürzere Praktika zwischen den Semestern. Hatte den Schwerpunkt Controlling/Finance/Accounting und war immer 100% zufrieden mit der Qualität des Studium. Auslandsemester war ebenso Pflicht. Auch in Gesprächen, während meines Praktikums oder jetzt nach meinem Einstieg, hab ich oft das Gefühl dass ich viel tiefer in der Materie bin als ein anderer mit einem Uni-Abschluss.

Dennoch hab ich manchmal das Gefühl, beim Lesen, hier im Forum, dass ich einen Abschluss 2. Klasse habe, was ich irgendwie nicht akzeptieren will.
Bin jetzt selbst bei einer Big4. Frage mich halt nur, ist dass das Ende meiner Reise. IB, UB bleiben einem damit ja für immer verschlossen? Beraten möchte ich dennoch.

Was sind eure Meinungen hierzu?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

DerBachelor schrieb am 19.08.2018:

Hey ich hätte mal eine Frage. Und ich bitte hier einfach um sachliche Argumentation.
Man bekommt hier ja immer den Eindruck, dass der FH Bachelor einfach viel weniger Wert ist, als einer von einer Uni. Man ließt ja auch gerne, dass der Einstieg in einer T1 im IB, UB einem damit immer verwehrt bleibt. Aber wieso ist das so?

Ich komme von einer FH aus dem Süden, uns wurde immer das Gefühl suggeriert "Target" zu sein. Personaler lieben unsere Absolventen und das die Chancen gut stehen. Ich selbst hatte auch immer das Gefühl, dass man super Praktika abstauben konnte und der Einstieg danach auch gut möglich ist, auf Grund großer Namen auf unserer Berufsmesse etc, und den guten Beziehungen zu großen Namen in der Industrie.

Weiterhin hat man als Fhler ein Praxissemester, welches viele aus der Uni nicht vorweisen können, meist kürzere Praktika zwischen den Semestern. Hatte den Schwerpunkt Controlling/Finance/Accounting und war immer 100% zufrieden mit der Qualität des Studium. Auslandsemester war ebenso Pflicht. Auch in Gesprächen, während meines Praktikums oder jetzt nach meinem Einstieg, hab ich oft das Gefühl dass ich viel tiefer in der Materie bin als ein anderer mit einem Uni-Abschluss.

Dennoch hab ich manchmal das Gefühl, beim Lesen, hier im Forum, dass ich einen Abschluss 2. Klasse habe, was ich irgendwie nicht akzeptieren will.
Bin jetzt selbst bei einer Big4. Frage mich halt nur, ist dass das Ende meiner Reise. IB, UB bleiben einem damit ja für immer verschlossen? Beraten möchte ich dennoch.

Was sind eure Meinungen hierzu?

UB geht auch mit FH, nur Tier1 wird halt schwer. Aber gibt ja genügend andere Strategieberatungen die FHler nehmen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Weil das Studium auf der FH halt super easy im Vergleich zu Uni ist. Ich habe selbst einen FH Bachelor mit 1,4 und einen Uni Master mit 2,5 gemacht. Im Master musste ich !deutlich! mehr tun, um überhaupt zu bestehen.

Persönlich hat es mir an der FH allerdings besser gefallen. Man hatte ein schönes Leben neben dem Studium und auch die Leute waren nicht so eingebildet und wanna be Elitäre aus reichen Elternhäusern.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Weil das Studium auf der FH halt super easy im Vergleich zu Uni ist. Ich habe selbst einen FH Bachelor mit 1,4 und einen Uni Master mit 2,5 gemacht. Im Master musste ich !deutlich! mehr tun, um überhaupt zu bestehen.

Persönlich hat es mir an der FH allerdings besser gefallen. Man hatte ein schönes Leben neben dem Studium und auch die Leute waren nicht so eingebildet und wanna be Elitäre aus reichen Elternhäusern.

Wo hast du deinen Master gemacht und in was?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Wenn du zu Tob UBs willst kannst du immer noch einen Master bzw. MBA an einer Target (Universität) machen. Bei kleineren Beratungen sollte man aber auch mit FH unterkommen. Big4 Advisory sollte auch gehen.

Ich komme selber von einer FH und habe meinen Master dann an einer Target gemacht um das auszugleichen. Ich kann die Beratungen dabei aber auch verstehen - man kann einen Tagessatz von 1500-2500 Euro sicher besser rechtfertigen, wenn man sagt "unser Team besteht aus Beratern die in Mannheim, Oxford und an der WHU studiert haben - und da waren sie i.d.R. unter den Top 10%" als wenn man mit irgendeiner FH ankommt die keiner kennt.

Dazu kommt, dass das Arbeitspensum an Unis i.d.R. höher ist als an FHs (zumindest mein persönlicher Eindruck), was natürlich hilft wenn man in einem Beruf arbeiten möchte, der eine sehr hohe Arbeitsbelastung hat.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Dir wird halt selbst an einer ISM suggeriert Target zu sein. Das allein ist kein Kriterium. Auch gibt es bei jeder Hochschule der Welt das ein oder andere Unternehmen, das sich dort mal auf einer Jobmesse präsentiert und selbstverständlich werden die Absolventen der jeweiligen Hochschule dabei immer in den Himmel gelobt - was sollen die Personaler dort auch anderes erzählen? Praxissemester wird einem stets als riesiges Plus einer FH verkauft, das Argument zieht aber halt auch nur, wenn man sich mit Uni Absolventen ohne Praktika vergleicht - wie sinnvoll dieser Vergleich ist sei mal dahingestellt. Dass du im Ausland warst ist gut, an dem Großteil der FHs aber deutlich schwieriger realisierbar als an einer Uni.

Insgesamt bleiben damit einfach wenige bis keine Vorteile, die für die FH sprechen. Dafür hat man auf der anderen Seite die klaren Nachteile: Das Studium ist weniger anspruchsvoll, man lernt den Stoff nicht in der selben Tiefe und erwirbt wichtige Kompetenzen (Research, hypothesenbasiertes Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Problemlösungskompetenzen) entweder gar nicht oder weniger stark. Dass die Unternehmen diese Faktoren bei der Auswahl der Bewerber berücksichtigen erscheint folgerichtig einfach nur konsequent.

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DerBachelor

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Dir wird halt selbst an einer ISM suggeriert Target zu sein. Das allein ist kein Kriterium. Auch gibt es bei jeder Hochschule der Welt das ein oder andere Unternehmen, das sich dort mal auf einer Jobmesse präsentiert und selbstverständlich werden die Absolventen der jeweiligen Hochschule dabei immer in den Himmel gelobt - was sollen die Personaler dort auch anderes erzählen? Praxissemester wird einem stets als riesiges Plus einer FH verkauft, das Argument zieht aber halt auch nur, wenn man sich mit Uni Absolventen ohne Praktika vergleicht - wie sinnvoll dieser Vergleich ist sei mal dahingestellt. Dass du im Ausland warst ist gut, an dem Großteil der FHs aber deutlich schwieriger realisierbar als an einer Uni.

Insgesamt bleiben damit einfach wenige bis keine Vorteile, die für die FH sprechen. Dafür hat man auf der anderen Seite die klaren Nachteile: Das Studium ist weniger anspruchsvoll, man lernt den Stoff nicht in der selben Tiefe und erwirbt wichtige Kompetenzen (Research, hypothesenbasiertes Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Problemlösungskompetenzen) entweder gar nicht oder weniger stark. Dass die Unternehmen diese Faktoren bei der Auswahl der Bewerber berücksichtigen erscheint folgerichtig einfach nur konsequent.

Danke für deine sachliche Argumentation.
Zum Thema Berufsmesse, bei uns sind halt ständig Unternehmen wie Daimler, Bosch, Porsche, alle Big4s, Siemens, Kärcher um nur ein paar zu nennen. Irgendwie spricht das ja irgendwo für ein gewisses Interesse.

Zum Thema fachbezogen. Ich finde das gerade eher ist die Stärke der FH, Villt aber auch einfach weil ich keinen Vergleich kenne. Ich hatte ca. 44 ETCS in meinem Spezialisierungsfach, ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass ein Uni-Absolvent hier viel mehr haben kann, um behaupten zu können, dass er tiefer in der Materie sei. Ich spreche hier natürlich aus einer sehr subjektiven Position, da ich nunmal lediglich mein Studium kenne und meine FH, möglicherweise ist das wirklich so beim Rest.

Ich hab den Praxisbezug der FH, mit zahlreichen Professoren, die entweder in der Industrie waren oder es sogar immer noch sind, als sehr positiv empfunden. Den Uni Absolventen wurde dann eher immer hinterhergesagt, dass sie mit Theorie gefüttert worden sind, damit jedoch nichts anfangen konnten, weil die praktische Umsetzung nicht gelehrt wurde.
Ich denke mal das ist ein Thema welches nie wirklich beendet wird. Ich tue mich nunmal einfach schwer damit, dass mir irgendwo die Hochschule auf dem selben Level wie die Uni suggeriert wird, aber mir dann z.B das Master Studium an vielen Universitäten verwehrt wird. Und das zahlreiche Unis, hier auch wahrscheinlich die meisten Targets, wie sie hier genannt werden, bevorzugt ihre Bachelor wählen und den Fh Absolventen mit Voraussetzungen steine in den Weg legen, finde ich dennoch falsch.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Die Frage ist komisch. FH ist nicht schlecht, erfüllt aber eben den Zweck, Berufe auszuüben, die weniger anspruchsvoll sind als für Uni-Absolventen. Genauso wie Unis wie Mannheim oder Goethe unter Topunis wie WHU oder EBS angesiedelt sind, sind eben FHs unterhalb von Unis angesiedelt.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

DerBachelor schrieb am 19.08.2018:

Hey ich hätte mal eine Frage. Und ich bitte hier einfach um sachliche Argumentation.
Man bekommt hier ja immer den Eindruck, dass der FH Bachelor einfach viel weniger Wert ist, als einer von einer Uni. Man ließt ja auch gerne, dass der Einstieg in einer T1 im IB, UB einem damit immer verwehrt bleibt. Aber wieso ist das so?

Ich komme von einer FH aus dem Süden, uns wurde immer das Gefühl suggeriert "Target" zu sein. Personaler lieben unsere Absolventen und das die Chancen gut stehen. Ich selbst hatte auch immer das Gefühl, dass man super Praktika abstauben konnte und der Einstieg danach auch gut möglich ist, auf Grund großer Namen auf unserer Berufsmesse etc, und den guten Beziehungen zu großen Namen in der Industrie.

Weiterhin hat man als Fhler ein Praxissemester, welches viele aus der Uni nicht vorweisen können, meist kürzere Praktika zwischen den Semestern. Hatte den Schwerpunkt Controlling/Finance/Accounting und war immer 100% zufrieden mit der Qualität des Studium. Auslandsemester war ebenso Pflicht. Auch in Gesprächen, während meines Praktikums oder jetzt nach meinem Einstieg, hab ich oft das Gefühl dass ich viel tiefer in der Materie bin als ein anderer mit einem Uni-Abschluss.

Dennoch hab ich manchmal das Gefühl, beim Lesen, hier im Forum, dass ich einen Abschluss 2. Klasse habe, was ich irgendwie nicht akzeptieren will.
Bin jetzt selbst bei einer Big4. Frage mich halt nur, ist dass das Ende meiner Reise. IB, UB bleiben einem damit ja für immer verschlossen? Beraten möchte ich dennoch.

Was sind eure Meinungen hierzu?

Bist du an der HS Pforzheim?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

DerBachelor schrieb am 19.08.2018:

Und das zahlreiche Unis, hier auch wahrscheinlich die meisten Targets, wie sie hier genannt werden, bevorzugt ihre Bachelor wählen und den Fh Absolventen mit Voraussetzungen steine in den Weg legen, finde ich dennoch falsch.

Es geht um die Vergleichbarkeit der Module. Die Unis legen FH Studenten keine Steine in den Weg. Du hast ja die Chancen, die fehlende ECTS nachzuholen. Wenn ich von einer ausländischen Uni an eine deutsche Uni den Master absolvieren will, muss ich die passende ECTS Bedingungen erfüllen und kann mich nicht auf Diskriminierung berufen. Viele BSc Studenten an guten Unis beklagen sich, dass sie trotz Fleiss nur maue Noten bekommen und nicht ins hausinterne Master reinkommen. Stattdessen kommen dann DHBW/FH Studenten mit Kuschelnoten rein. Ist es fair?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Die meisten mir bekannten FHler haben schneller eine Stelle gefunden als Uniabsolventen. Allerdings weniger in hier so beliebten Banken und Beratungen sondern viel mehr bei den Automobil OEM und T1-Zulieferen.

Von daher glaube ich kaum das FHler in der Realität unbeliebter sind sondern das überwiegend die Forenpräferenz hier ausdrückt.

Ach und mit FH Bachelor und Uni Master auch Angebote von PwC und Deloitte bekommen...

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Sie werden nicht schlechter angesehen, sie sind nur qualitativ den Uni Abschlüssen untergeordnet. Du möchtest ja als Maschinenbauer auch nicht auf einer Stufe mit dem Handwerksmeister stehen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich glaube die ganze Diskussion entsteht durch den Eindruck, dass es an der FH schlicht einfacher ist, einen guten Abschluss zu machen als an einer Uni.

In der Regel sind Betreuung und Organisation an der FH besser, dazu praktischer Unterricht/Vorlesung/Seminare. Dagegen steht die Anonymität und die Theorie sowie der Zustand, dass du nur eine Nummer bist an der Uni. Ergo schwerere Studienbedingungen. Geht weiter mit den Abschlussarbeiten. Was ich da teilweise gesehen habe. 50 Seiten und nur 6 Quellen... Das ist halt nicht wirklich wissenschaftlich.

Kenne selbst einige Leute, die an der Uni abgebrochen haben und dann plötzlich an der FH perfomed haben. Dazu musst du auch Mal sehen wie die Zulassungsbedingungen sind. An die Uni kommen in der Regel nur Abiturienten. An die FH Schüler mit FH Reife. Da fängt doch schon die erste Selektion an. Ich wundere mich immer noch, wie einige bekannte von mir überhaupt ein Studium geschafft haben, wo sie doch in der schule wahrlich nicht die hellsten Kerzen waren. Dann habe ich schon vermehrt gehört, wie Leistungen aus Schulzeiten an der FH angerechnet werden können (Konnte es selbst nicht glauben). Oder Verbesserungsversuche angeboten werden. Das gibt es so an Unis in der Regel nicht. Habe auch viele Prüfungen gesehen, die schlicht viel einfacher vorzubereiten waren, insbesondere dann, wenn der Prof noch die Übungen selbst gestaltet.

Nicht falsch verstehen, spreche hier nur von Tendenzen und meinen eigenen Erfahrungen. Gibt sicherlich "bessere" FHs als Unis und an den FHs sicherlich "bessere" Studenten als an den Unis. Die Regel ist es in meinen Augen aber nicht.

PS: Im Nachhinein würde ich wahrscheinlich an eine FH gehen, da man für den gleichen Abschluss weniger Steine in den Weg gelegt bekommt und Praxis auch noch gefördert wird. T1 oder IB ist natürlich ein Argument. Aber selbst da landen nur paar wenige Prozent von den Unis. Von daher relativ unbedeutendes Argument. Es sei denn natürlich, man will dort unbedingt hin. Dann kann man aber immer noch den Umweg über den Master gehen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Gerade beim Bachelor muss man auch Folgendes sehen: An FHs würde da üblicherweise das Diplom um ein Praxissemester gekürzt und das war es schon. Geblieben ist ein inhaltlich rundes Studium, dass sich über Jahrzehnte entwickelt und bewährt hat.

An Unis wurde dagegen oftmals das Vordiplom übernommen und um 1,5 Semester etwas Spezialisierung und 0,5 Semester Bachelorarbeit aufgebohrt. Das Problem dabei ist, dass die ersten 4 Semester dabei zum in die Tonne kloppen ist, da man gerade da sehr viele Inhalte als Basis lernt, die in der Praxis niemanden interessieren.

Ich bin deshalb mittlerweile der Meinung, ein FH-Bachelor ist für einen normalen Job das passendere Studium mit mehr praxisrelevanten Inhalten und präferiere diese Abschlüsse bei der Einstellung von Absolventen. Wenn es um den Master geht sieht die Sache aber wieder anders aus.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Das mit dem Praxissemester spricht auf den ersten Blick für die FH. Auf den zweiten Blick allerdings erkennt man, dass motivierte Uni-Studenten das "Praxissemster" als normales Praktikum in den Semesterferien dazwischen schieben. Bei uns i.d.R. im Bachelor bei den motivierten Leuten 2-3 Praktika. Zudem musst du bedenken, dass der FH-Student dafür ein Semester also i.d.R. 30 ECTS fachlich weniger macht. Das Praxissemester geht also zulasten der theoretischen Ausbildung.

Der Praxisbezug mag in manchen Fächern tatsächlich an der FH höher sein, aber nicht im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich.

Die Betreung an der FH ist besser, allerdings lernt man so an der Uni sich selbstständig zu organisieren..

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Eine gewisse Naivität kommt beim TE deutlich hervor, wenn er behauptet, dass mehr ECTS in den Spezialisierungsfächern nützlich seien. Die Realität: Von dem Kram, den du in der Uni (der FH) lernst, kannst du 90 % wieder vergessen. Du glaubst doch nicht, dass im Berufsleben jemand die Herleitung von Black-Scholes und Co interessiert. Langfristig nimmt man vor allem aus den Grundlagenfächern viel mit.

Die Kompetenz, Probleme zu lösen, bekommt man vor allem an der Uni, da die Aufgaben dort nicht auf dem untersten Niveau sind.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Also zuerst einmal werden hier sehr viele plakative Behauptungen in den "Ring" geworfen, die so weder in der Realität vorkommen noch pauschale Gültigkeit besitzen.

Obgleich manche meiner Uni-Kollegen sich hier überheblich geben, können sie kausale Zusammenhänge nicht erkennen. Um hier mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und etwas Klarheit zu schaffen.

  1. In der Praxis kann ganz klar gesagt werden, dass vielleicht 5% aller Personaler FH-Abschlüsse als "minderwertig" klassifizieren. Überhaupt schon, dass das Wort "minderwertig" oder Phrasen wie "qualitativ unter einem Uni-Studium" in diesen Foren gepostet werden, bestätigt mal wieder meine Meinung zu dem Großteil der User. Zu den 5% der Personaler: Hier geht es tatsächlich bspw. um die Unternehmensberatungen oder Angestellte/Assistenzen/Professoren einer Universität. Wer sich so um eine Doktorandenstelle an einer Uni bewirbt, da hat eventuell schlechtere Chancen als ein Absolvent mit einem Universitätsabschluss. Das wird auch dadurch gekennzeichnet, dass in Stellenbeschreibungen häufiger von einem "guten Hochschul- oder sehr gutem Fachhochschulabschluss" die Rede ist. Für die 95% der anderen Berufe, inklusive IB, Vorstandsassistenzprogramme oder jegliche Industrie, wird der Fhler bei gleichen Noten nicht schlechter gestellt sein.

  2. Universitätsabsolventen sind weder im Durchschnitt smarter noch besitzen sie für die Unternehmen relevantere Eigenschaften als Fachhochschulabsolventen. Als ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter einer deutschen - wie es das Forum klassifiziert - Target Universität, habe ich neben Tutorien auch diverse Vorlesungen gehalten und Prüfungen sowie Hausarbeiten korrigiert. Sowohl auf Bachelor als auch auf Master Niveau. Hier sei gesagt, dass es mehr als genug ziemlich schwache Studenten gibt. Besonders im Bachelor sind häufig Defizite in der Sprachbildung als auch der Abstraktionskompetenz zu erkennen. Hierbei sei aber auch erwähnt. dass es auch immer sehr gute Studenten gibt, die wirklich beeindrucken. In unserem BWL Master ist die Studentenschaft gemischt. Sowohl FH als auch Universität. Sowohl in den Tutorien als auch den Hausarbeiten gibt es hier eigentlich wieder das gleiche Bild: Es gibt gute und schlechte. Jedoch konnte ich nicht erkennen, dass ein Fachhochschulstudent schlechter ausgebildet wäre als ein Universitätsstudent. Häufig haben FH-Studenten sogar deutlich mehr Hausarbeiten im Studium, als das Uni-Pendant. Dort beginnt wissenschaftliches Arbeiten - besonders bei BWL - erst mit der Thesis oder ein Semester davor. Sprachliche Defizite sind bei beiden vorhanden. Kommen wir darüber hinaus zu den Eigenschaften, die für nahezu 100% aller BWL-Einstiegspositionen von großer Wichtigkeit sind: Analytisches Denken in Verbindung mit einer angemessenen Auffassungsgabe, strukturiertes Denken und Vorgehen, "Teamfähigkeit", Engagement und Eigenständigkeit. Eine Universität bildet weder besser noch schlechter als eine Fachhochschule in solchen "Eigenschaften" aus. Ganz im Gegenteil wird man bei einer Universität durch die entsprechende Betreuungsquote eher allein gelassen - hier kann man klar sagen, dass das für die persönliche Kompetenz bei den meisten Studenten nicht von Vorteil ist. Darüber hinaus ist das tiefere "Wissen" an den Universitäten ein Pseudo-Niveau. Obgleich die mathematische Ausbildung klar besser ist, so wird durch ebenjene schlechte Betreuungsquoten und die oft schlechte Vermittlung des Stoffes ein Lerndruck erzeugt, der zu weniger Nachhaltigkeit bei dem aufgenommen Wissen führt. In der Folge werden die Details daher bis zum Abschluss bei den meisten Studenten verwässern. Hier bringt das oberflächliche Wissen über einen zweiseitigen T-Test oder eine GARCH-Modellierung in der Praxis nichts. Die Schwerpunktsetzung gg. Studienende und im Master spielt eine viel größere Rolle. Bei Interesse für ein Fach und entsprechendem Engagement nivellieren sich auch hier - besonders im Master- eventuell(!) bestehende Tiefenunterschiede des Stoffes zwischen FH- und Universitätsabsolvent. Abschließend kann auch dazu gesagt werden, dass in der Praxis wieder eine neue Art von Wissen und besonders Transfer benötigt wird. Unsere Alumni, zu denen ich auch gehöre, "performen" mit beiden Hintergründen gut. In der Praxis bin ich zudem selbst Absolventen begegnet, die ihre komplette akademische Laufbahn auf der Fh absolviert haben. Auch hier konnte ich weder bei der Problemlösungskompetenz noch anderen Faktoren einen Unterschied feststellen.

  3. Die Mär der Wiederholungsprüfungen etc. stimmt für beide Bildungseinrichtungen. So zählen an der Goethe-Universität in Frankfurt die ersten drei Semester nicht in den Abschlussschnitt, was einen signifikanten Vorteil darstellt. In nahezu allen Fällen verbessert es den Schnitt, da das Grundstudium klar als schwierigster Teil eines Studiums anzusehen ist. Ob man sich damit für das Ausland bewerben muss, spielt keine Rolle, da bei zukünftigen Bewerbungen für Masterprogrammen der Gesamtschnitt zählt. Weiterhin darf ein Student an der LMU in München Prüfungen wiederholen, selbst wenn er diese bestanden hat. Quasi eine Art "Freischuss". Das Gleiche gilt auch für einige Fachhochschulen. Solche "Vorteile" gibt es also in beiden Lagern. Was allerdings völliger Unfug ist: Keine Bildungseinrichtung mit akademischem Anspruch wird Leistungen aus dem Abitur anrechnen lassen. Das ist, mit Verlaub, absoluter Unsinn und plakative Stimmungsmache.

  4. Die Korrelation zwischen der Qualität der Lehre und ihrer Härte bzw. dem Schwierigkeitsgrad in Abschlussprüfungen ist ein Trugschluss. Es gibt mehr als genug sog. "Curve grading", wo die Professoren aus Prinzip bestimmte Durchfallquoten festsetzen. Ich habe das selbst erlebt und durchführen dürfen. Die Lehre selber ist dann häufig immens schlecht. Jetzt kann angeführt werden, dass die sich selbst überlassenen Studenten an einer Universität durchbeißen müssen, sich ihr Wissen selbstständig aneignen und daher gelernt haben, solchen widrigen Bedingungen die Stirn zu bieten. So etwas könnte dann mit einem Pseudo-Performing Spruch wie "Diamonds are only formed under Pressure" von so manchem Investmentbanker begleitet werden. In der Realität allerdings wieder Unfug, da Studenten genau deswegen häufig nicht in der Lage sind, ihr Wissen zu transferieren und den Stoff nicht nachhaltig verinnerlichen. Darüber hinaus gibt es aber letzten Endes die ECTS-Grades, um eine Beurteilung über Bildungseinrichtungen hinweg zu ermöglichen. Natürlich kann hier noch das Peegroup-Argument angeführt werden ("smartere Studenten gehen nach Mannheim -> höhere Konkurrenz) aber auch dabei sei gesagt, dass sich die "guten" Studenten schon nach oben orientieren werden.

  5. Letzten Endes sei gesagt, dass viele Dinge trotzdem auch einen Funken Wahrheit besitzen. Natürlich zieht es sehr engagierte und begabte Studenten und Schüler häufig auch zu Einrichtungen mit gewisser Repräsentanz. Da viele Abiturienten aber meistens ihre wirkliches Interesse für eine Materie erst später entdecken (können) und nicht jeder zur gesellschaftlichen Leistungselite gehören möchte, nivelliert sich das Ganze ebenfalls,. Bei meiner Alma Mater im Bachelor müssten ziemlich viele Abiturienten mit einem Schnitt von kleiner als 1,5 herumgelaufen sein. Wie ich aber bereits angeführt habe, gab es dort auch genügend erschütternde Qualität ebenjener. Auch hier kann man sich die Frage nach der Kausalität stellen (Niveau des Gymnasiums etc,). Für einige Berufe empfiehlt es sich schlussendlich aber trotzdem, mindestens im Master auf eine Universität zu wechseln. Dass ein solches Selektionskriterien - zumindest in meinen Augen - stark zweifelhalft für praktische(!) Berufe ist, sei einmal dahingestellt.

Letzten Endes sollte sich diese Forum-Community aber eins merken: Mehr miteinander und weniger gegeneinander!

Zu mir: 32, promoviert (magna cum laude), tätig bei einem großen amerikanischen Asset Manager seit 5 Jahren. Wer fragen hat, raus damit!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ich glaube die ganze Diskussion entsteht durch den Eindruck, dass es an der FH schlicht einfacher ist, einen guten Abschluss zu machen als an einer Uni.

In der Regel sind Betreuung und Organisation an der FH besser, dazu praktischer Unterricht/Vorlesung/Seminare. Dagegen steht die Anonymität und die Theorie sowie der Zustand, dass du nur eine Nummer bist an der Uni. Ergo schwerere Studienbedingungen. Geht weiter mit den Abschlussarbeiten. Was ich da teilweise gesehen habe. 50 Seiten und nur 6 Quellen... Das ist halt nicht wirklich wissenschaftlich.

Kenne selbst einige Leute, die an der Uni abgebrochen haben und dann plötzlich an der FH perfomed haben. Dazu musst du auch Mal sehen wie die Zulassungsbedingungen sind. An die Uni kommen in der Regel nur Abiturienten. An die FH Schüler mit FH Reife. Da fängt doch schon die erste Selektion an. Ich wundere mich immer noch, wie einige bekannte von mir überhaupt ein Studium geschafft haben, wo sie doch in der schule wahrlich nicht die hellsten Kerzen waren. Dann habe ich schon vermehrt gehört, wie Leistungen aus Schulzeiten an der FH angerechnet werden können (Konnte es selbst nicht glauben). Oder Verbesserungsversuche angeboten werden. Das gibt es so an Unis in der Regel nicht. Habe auch viele Prüfungen gesehen, die schlicht viel einfacher vorzubereiten waren, insbesondere dann, wenn der Prof noch die Übungen selbst gestaltet.

Nicht falsch verstehen, spreche hier nur von Tendenzen und meinen eigenen Erfahrungen. Gibt sicherlich "bessere" FHs als Unis und an den FHs sicherlich "bessere" Studenten als an den Unis. Die Regel ist es in meinen Augen aber nicht.

PS: Im Nachhinein würde ich wahrscheinlich an eine FH gehen, da man für den gleichen Abschluss weniger Steine in den Weg gelegt bekommt und Praxis auch noch gefördert wird. T1 oder IB ist natürlich ein Argument. Aber selbst da landen nur paar wenige Prozent von den Unis. Von daher relativ unbedeutendes Argument. Es sei denn natürlich, man will dort unbedingt hin. Dann kann man aber immer noch den Umweg über den Master gehen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Dieser Spezialisierungswahn der FHs auf Bachelor-Ebene ist auch ein Grund, warum FHs so belächelt werden. Man versucht eben alles, um den quantitativen und theoretischen Grundlagenfächern aus dem Weg zu gehen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Schön zu sehen wie sich hier die Uni-Absolventen was auf ihren "Status" einbilden. Genau wie die ganzen TU-Darmstadt Studenten die großkotzig die Hochschule Darmstadt schlecht geredet haben. Und jetzt habe ich trotzdem eine Trainee Stelle, und vorher bei 2 DAX Unternehmen Praktika gemacht.

Mag sein dass es in der Schein-Welt UB so ist dass der Name der Uni zählt, aber das ist sicher nicht allgemeingültig. Wenn es keine Rumpel-FH ist (die es natürlich gibt, bei Unis ebenso, nur haben die einen schöneren Namen) geht auch mit einem FH-Master eine gute Karriere.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Die Frage ist komisch. FH ist nicht schlecht, erfüllt aber eben den Zweck, Berufe auszuüben, die weniger anspruchsvoll sind als für Uni-Absolventen. Genauso wie Unis wie Mannheim oder Goethe unter Topunis wie WHU oder EBS angesiedelt sind, sind eben FHs unterhalb von Unis angesiedelt.

Danke für den lachkick. Mannheim > WHu > Rest

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Also zuerst einmal werden hier sehr viele plakative Behauptungen in den "Ring" geworfen, die so weder in der Realität vorkommen noch pauschale Gültigkeit besitzen.

Obgleich manche meiner Uni-Kollegen sich hier überheblich geben, können sie kausale Zusammenhänge nicht erkennen. Um hier mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und etwas Klarheit zu schaffen [...]

Als ehemaliger FH-Bachelor, langjähriger Praktiker und Lehrbeauftragter (post) an einer Universität kann ich meinem Kollegen nur Recht geben; beide Einrichtungen haben ihre Vor- und Nachteile, die kognitive Leistungsfähigkeit und der berufliche Erfolg der Absolventen unterscheiden sich jedoch nicht messbar.

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Das Grundproblem geht eigentlich noch tiefer: Fächer, die auch an FHs angeboten werden, haben per se auch an der Uni studiert - mit einem geringeren Prestige zu kämpfen im Vergleich z.B. zu Jura oder Medizin. In der Praxis ist es doch eher nicht so, dass der FH-Abschluss kein Ansehen hat, sondern dass ein Fach wie BWL, egal wo man studiert hat, wenig Ansehen genießt. Ein Mediziner aus Rostock/Greifswald/Gießen etc. hat doch immer noch weit mehr Ansehen als ein BWLer von Mannheim/Köln.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Das Grundproblem geht eigentlich noch tiefer: Fächer, die auch an FHs angeboten werden, haben per se auch an der Uni studiert - mit einem geringeren Prestige zu kämpfen im Vergleich z.B. zu Jura oder Medizin. In der Praxis ist es doch eher nicht so, dass der FH-Abschluss kein Ansehen hat, sondern dass ein Fach wie BWL, egal wo man studiert hat, wenig Ansehen genießt. Ein Mediziner aus Rostock/Greifswald/Gießen etc. hat doch immer noch weit mehr Ansehen als ein BWLer von Mannheim/Köln.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Sehe nicht, wo du nun besonders auf meine Punkte eingegangen bist. Ich sage selbst, dass ich lieber auf eine FH gegangen wäre, da man dort den Unsinnstheoriekram von der Uni nicht hat und eine bessere Betreuung und Organisation. Dazu förderliche Praxiskultur. Insgesamt ist es in meinen Augen und gemessen an meinem Umfeld einfacher dort einen guten Abschluss zu bekommen, da die Rahmenbedingungen förderlicher sind. Anders kann ich mir auch nicht erklären warum plötzlich schwächere Schüler relevant besser im Studium sind. Aber vielleicht spielt da auch Eitelkeit mit.

Das mit dem Anerkennen von Leistungen aus der Schule ist keine stimmungsmache. Meine Freundin konnte sich etwas anrechnen und bei meinem besten Freund ging es auch. Das waren zwei unterschiedliche Hochschulen. Wobei es bei der einen Hochschule intern selbst in Frage gestellt wird.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Also zuerst einmal werden hier sehr viele plakative Behauptungen in den "Ring" geworfen, die so weder in der Realität vorkommen noch pauschale Gültigkeit besitzen.

Obgleich manche meiner Uni-Kollegen sich hier überheblich geben, können sie kausale Zusammenhänge nicht erkennen. Um hier mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und etwas Klarheit zu schaffen.

  1. In der Praxis kann ganz klar gesagt werden, dass vielleicht 5% aller Personaler FH-Abschlüsse als "minderwertig" klassifizieren. Überhaupt schon, dass das Wort "minderwertig" oder Phrasen wie "qualitativ unter einem Uni-Studium" in diesen Foren gepostet werden, bestätigt mal wieder meine Meinung zu dem Großteil der User. Zu den 5% der Personaler: Hier geht es tatsächlich bspw. um die Unternehmensberatungen oder Angestellte/Assistenzen/Professoren einer Universität. Wer sich so um eine Doktorandenstelle an einer Uni bewirbt, da hat eventuell schlechtere Chancen als ein Absolvent mit einem Universitätsabschluss. Das wird auch dadurch gekennzeichnet, dass in Stellenbeschreibungen häufiger von einem "guten Hochschul- oder sehr gutem Fachhochschulabschluss" die Rede ist. Für die 95% der anderen Berufe, inklusive IB, Vorstandsassistenzprogramme oder jegliche Industrie, wird der Fhler bei gleichen Noten nicht schlechter gestellt sein.

  2. Universitätsabsolventen sind weder im Durchschnitt smarter noch besitzen sie für die Unternehmen relevantere Eigenschaften als Fachhochschulabsolventen. Als ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter einer deutschen - wie es das Forum klassifiziert - Target Universität, habe ich neben Tutorien auch diverse Vorlesungen gehalten und Prüfungen sowie Hausarbeiten korrigiert. Sowohl auf Bachelor als auch auf Master Niveau. Hier sei gesagt, dass es mehr als genug ziemlich schwache Studenten gibt. Besonders im Bachelor sind häufig Defizite in der Sprachbildung als auch der Abstraktionskompetenz zu erkennen. Hierbei sei aber auch erwähnt. dass es auch immer sehr gute Studenten gibt, die wirklich beeindrucken. In unserem BWL Master ist die Studentenschaft gemischt. Sowohl FH als auch Universität. Sowohl in den Tutorien als auch den Hausarbeiten gibt es hier eigentlich wieder das gleiche Bild: Es gibt gute und schlechte. Jedoch konnte ich nicht erkennen, dass ein Fachhochschulstudent schlechter ausgebildet wäre als ein Universitätsstudent. Häufig haben FH-Studenten sogar deutlich mehr Hausarbeiten im Studium, als das Uni-Pendant. Dort beginnt wissenschaftliches Arbeiten - besonders bei BWL - erst mit der Thesis oder ein Semester davor. Sprachliche Defizite sind bei beiden vorhanden. Kommen wir darüber hinaus zu den Eigenschaften, die für nahezu 100% aller BWL-Einstiegspositionen von großer Wichtigkeit sind: Analytisches Denken in Verbindung mit einer angemessenen Auffassungsgabe, strukturiertes Denken und Vorgehen, "Teamfähigkeit", Engagement und Eigenständigkeit. Eine Universität bildet weder besser noch schlechter als eine Fachhochschule in solchen "Eigenschaften" aus. Ganz im Gegenteil wird man bei einer Universität durch die entsprechende Betreuungsquote eher allein gelassen - hier kann man klar sagen, dass das für die persönliche Kompetenz bei den meisten Studenten nicht von Vorteil ist. Darüber hinaus ist das tiefere "Wissen" an den Universitäten ein Pseudo-Niveau. Obgleich die mathematische Ausbildung klar besser ist, so wird durch ebenjene schlechte Betreuungsquoten und die oft schlechte Vermittlung des Stoffes ein Lerndruck erzeugt, der zu weniger Nachhaltigkeit bei dem aufgenommen Wissen führt. In der Folge werden die Details daher bis zum Abschluss bei den meisten Studenten verwässern. Hier bringt das oberflächliche Wissen über einen zweiseitigen T-Test oder eine GARCH-Modellierung in der Praxis nichts. Die Schwerpunktsetzung gg. Studienende und im Master spielt eine viel größere Rolle. Bei Interesse für ein Fach und entsprechendem Engagement nivellieren sich auch hier - besonders im Master- eventuell(!) bestehende Tiefenunterschiede des Stoffes zwischen FH- und Universitätsabsolvent. Abschließend kann auch dazu gesagt werden, dass in der Praxis wieder eine neue Art von Wissen und besonders Transfer benötigt wird. Unsere Alumni, zu denen ich auch gehöre, "performen" mit beiden Hintergründen gut. In der Praxis bin ich zudem selbst Absolventen begegnet, die ihre komplette akademische Laufbahn auf der Fh absolviert haben. Auch hier konnte ich weder bei der Problemlösungskompetenz noch anderen Faktoren einen Unterschied feststellen.

  3. Die Mär der Wiederholungsprüfungen etc. stimmt für beide Bildungseinrichtungen. So zählen an der Goethe-Universität in Frankfurt die ersten drei Semester nicht in den Abschlussschnitt, was einen signifikanten Vorteil darstellt. In nahezu allen Fällen verbessert es den Schnitt, da das Grundstudium klar als schwierigster Teil eines Studiums anzusehen ist. Ob man sich damit für das Ausland bewerben muss, spielt keine Rolle, da bei zukünftigen Bewerbungen für Masterprogrammen der Gesamtschnitt zählt. Weiterhin darf ein Student an der LMU in München Prüfungen wiederholen, selbst wenn er diese bestanden hat. Quasi eine Art "Freischuss". Das Gleiche gilt auch für einige Fachhochschulen. Solche "Vorteile" gibt es also in beiden Lagern. Was allerdings völliger Unfug ist: Keine Bildungseinrichtung mit akademischem Anspruch wird Leistungen aus dem Abitur anrechnen lassen. Das ist, mit Verlaub, absoluter Unsinn und plakative Stimmungsmache.

  4. Die Korrelation zwischen der Qualität der Lehre und ihrer Härte bzw. dem Schwierigkeitsgrad in Abschlussprüfungen ist ein Trugschluss. Es gibt mehr als genug sog. "Curve grading", wo die Professoren aus Prinzip bestimmte Durchfallquoten festsetzen. Ich habe das selbst erlebt und durchführen dürfen. Die Lehre selber ist dann häufig immens schlecht. Jetzt kann angeführt werden, dass die sich selbst überlassenen Studenten an einer Universität durchbeißen müssen, sich ihr Wissen selbstständig aneignen und daher gelernt haben, solchen widrigen Bedingungen die Stirn zu bieten. So etwas könnte dann mit einem Pseudo-Performing Spruch wie "Diamonds are only formed under Pressure" von so manchem Investmentbanker begleitet werden. In der Realität allerdings wieder Unfug, da Studenten genau deswegen häufig nicht in der Lage sind, ihr Wissen zu transferieren und den Stoff nicht nachhaltig verinnerlichen. Darüber hinaus gibt es aber letzten Endes die ECTS-Grades, um eine Beurteilung über Bildungseinrichtungen hinweg zu ermöglichen. Natürlich kann hier noch das Peegroup-Argument angeführt werden ("smartere Studenten gehen nach Mannheim -> höhere Konkurrenz) aber auch dabei sei gesagt, dass sich die "guten" Studenten schon nach oben orientieren werden.

  5. Letzten Endes sei gesagt, dass viele Dinge trotzdem auch einen Funken Wahrheit besitzen. Natürlich zieht es sehr engagierte und begabte Studenten und Schüler häufig auch zu Einrichtungen mit gewisser Repräsentanz. Da viele Abiturienten aber meistens ihre wirkliches Interesse für eine Materie erst später entdecken (können) und nicht jeder zur gesellschaftlichen Leistungselite gehören möchte, nivelliert sich das Ganze ebenfalls,. Bei meiner Alma Mater im Bachelor müssten ziemlich viele Abiturienten mit einem Schnitt von kleiner als 1,5 herumgelaufen sein. Wie ich aber bereits angeführt habe, gab es dort auch genügend erschütternde Qualität ebenjener. Auch hier kann man sich die Frage nach der Kausalität stellen (Niveau des Gymnasiums etc,). Für einige Berufe empfiehlt es sich schlussendlich aber trotzdem, mindestens im Master auf eine Universität zu wechseln. Dass ein solches Selektionskriterien - zumindest in meinen Augen - stark zweifelhalft für praktische(!) Berufe ist, sei einmal dahingestellt.

Letzten Endes sollte sich diese Forum-Community aber eins merken: Mehr miteinander und weniger gegeneinander!

Zu mir: 32, promoviert (magna cum laude), tätig bei einem großen amerikanischen Asset Manager seit 5 Jahren. Wer fragen hat, raus damit!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ich glaube die ganze Diskussion entsteht durch den Eindruck, dass es an der FH schlicht einfacher ist, einen guten Abschluss zu machen als an einer Uni.

In der Regel sind Betreuung und Organisation an der FH besser, dazu praktischer Unterricht/Vorlesung/Seminare. Dagegen steht die Anonymität und die Theorie sowie der Zustand, dass du nur eine Nummer bist an der Uni. Ergo schwerere Studienbedingungen. Geht weiter mit den Abschlussarbeiten. Was ich da teilweise gesehen habe. 50 Seiten und nur 6 Quellen... Das ist halt nicht wirklich wissenschaftlich.

Kenne selbst einige Leute, die an der Uni abgebrochen haben und dann plötzlich an der FH perfomed haben. Dazu musst du auch Mal sehen wie die Zulassungsbedingungen sind. An die Uni kommen in der Regel nur Abiturienten. An die FH Schüler mit FH Reife. Da fängt doch schon die erste Selektion an. Ich wundere mich immer noch, wie einige bekannte von mir überhaupt ein Studium geschafft haben, wo sie doch in der schule wahrlich nicht die hellsten Kerzen waren. Dann habe ich schon vermehrt gehört, wie Leistungen aus Schulzeiten an der FH angerechnet werden können (Konnte es selbst nicht glauben). Oder Verbesserungsversuche angeboten werden. Das gibt es so an Unis in der Regel nicht. Habe auch viele Prüfungen gesehen, die schlicht viel einfacher vorzubereiten waren, insbesondere dann, wenn der Prof noch die Übungen selbst gestaltet.

Nicht falsch verstehen, spreche hier nur von Tendenzen und meinen eigenen Erfahrungen. Gibt sicherlich "bessere" FHs als Unis und an den FHs sicherlich "bessere" Studenten als an den Unis. Die Regel ist es in meinen Augen aber nicht.

PS: Im Nachhinein würde ich wahrscheinlich an eine FH gehen, da man für den gleichen Abschluss weniger Steine in den Weg gelegt bekommt und Praxis auch noch gefördert wird. T1 oder IB ist natürlich ein Argument. Aber selbst da landen nur paar wenige Prozent von den Unis. Von daher relativ unbedeutendes Argument. Es sei denn natürlich, man will dort unbedingt hin. Dann kann man aber immer noch den Umweg über den Master gehen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Es muss erstmal grundlegend gesagt werden dass ein Großteil der Absolventen, FH Absolventen sind. Deshalb wird es in diesem Thread auch nicht objektiv zugehen, sondern es wird versucht sein Abschluss zu „retten“. Im wesentlichen haben die Unis/FH‘s Ihre Diplom Inhalte auf den Bachelor übertragen und die Master meist neu konzipiert. Jetzt kann man es natürlich versuchen wegzudiskutieren aber es blieb im Grunde sehr ähnlich vom Niveau her. Jetzt schreibt ein und derselbe Student dadurch natürlich die viel besseren Noten an der FH, hat mehr Zeit für Praktika und kann sich anderweitig karriereförderlich engagieren. Der Uni Kollege hat dagegen meist massive Probleme durch das Studium mit gute Noten zu kommen. Freiwillige Praktika sind Wunschdenken. Das ist sicher der Grund warum FH Absolventen meist nur etwas weniger verdienen. Sie können ihre Defizite ausgleichen. Als Personaler der viele Unis und auch andere Personaler kennt, kann ich sagen dass bei ansonsten gleichen Voraussetzungen und gleicher Note der FH Absolvent bei weitem das Nachsehen hat. In gewissen Unternehmen wird dir Bewerbung sogar noch bevor der Personaler sie in die Hand bekommt geschreddert. Da könnte man auch 5 Praktika haben + 1.0.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Es muss erstmal grundlegend gesagt werden dass ein Großteil der Absolventen, FH Absolventen sind. Deshalb wird es in diesem Thread auch nicht objektiv zugehen, sondern es wird versucht sein Abschluss zu „retten“. Im wesentlichen haben die Unis/FH‘s Ihre Diplom Inhalte auf den Bachelor übertragen und die Master meist neu konzipiert. Jetzt kann man es natürlich versuchen wegzudiskutieren aber es blieb im Grunde sehr ähnlich vom Niveau her. Jetzt schreibt ein und derselbe Student dadurch natürlich die viel besseren Noten an der FH, hat mehr Zeit für Praktika und kann sich anderweitig karriereförderlich engagieren. Der Uni Kollege hat dagegen meist massive Probleme durch das Studium mit gute Noten zu kommen. Freiwillige Praktika sind Wunschdenken. Das ist sicher der Grund warum FH Absolventen meist nur etwas weniger verdienen. Sie können ihre Defizite ausgleichen. Als Personaler der viele Unis und auch andere Personaler kennt, kann ich sagen dass bei ansonsten gleichen Voraussetzungen und gleicher Note der FH Absolvent bei weitem das Nachsehen hat. In gewissen Unternehmen wird dir Bewerbung sogar noch bevor der Personaler sie in die Hand bekommt geschreddert. Da könnte man auch 5 Praktika haben + 1.0.

+1

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Eine gewisse Naivität kommt beim TE deutlich hervor, wenn er behauptet, dass mehr ECTS in den Spezialisierungsfächern nützlich seien. Die Realität: Von dem Kram, den du in der Uni (der FH) lernst, kannst du 90 % wieder vergessen. Du glaubst doch nicht, dass im Berufsleben jemand die Herleitung von Black-Scholes und Co interessiert. Langfristig nimmt man vor allem aus den Grundlagenfächern viel mit.

Die Kompetenz, Probleme zu lösen, bekommt man vor allem an der Uni, da die Aufgaben dort nicht auf dem untersten Niveau sind.

Unterstes Niveau also..
Ich bin an ner FH und bekomme von einer ehemaligen OGH Richterin im Modul Wirtschaftsrecht aktuelle Fälle vom OGH angelernt.

Definitiv unterstes Niveau :D

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Du studierst also in Österreich.

WiWi Gast schrieb am 13.11.2018:

Unterstes Niveau also..
Ich bin an ner FH und bekomme von einer ehemaligen OGH Richterin im Modul Wirtschaftsrecht aktuelle Fälle vom OGH angelernt.

Definitiv unterstes Niveau :D

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

An der Uni würdest du Jura studieren und dich im Wirtschaftsrecht spezialisieren..

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 13.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Eine gewisse Naivität kommt beim TE deutlich hervor, wenn er behauptet, dass mehr ECTS in den Spezialisierungsfächern nützlich seien. Die Realität: Von dem Kram, den du in der Uni (der FH) lernst, kannst du 90 % wieder vergessen. Du glaubst doch nicht, dass im Berufsleben jemand die Herleitung von Black-Scholes und Co interessiert. Langfristig nimmt man vor allem aus den Grundlagenfächern viel mit.

Die Kompetenz, Probleme zu lösen, bekommt man vor allem an der Uni, da die Aufgaben dort nicht auf dem untersten Niveau sind.

Unterstes Niveau also..
Ich bin an ner FH und bekomme von einer ehemaligen OGH Richterin im Modul Wirtschaftsrecht aktuelle Fälle vom OGH angelernt.

Definitiv unterstes Niveau :D

Dass du ein solches Beispiel anführst, verdeutlicht den Wahrheitsgehalt der zitierten Aussage doch nur...

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Bis auf wenigen Ausnahmen (Jura) kann man nur qualitativ hochwertige Sachen an einer Uni studieren. An einer FH ist gibt es keine Mathematik oder Medizin und das ist auch gut so, denn von so einem Arzt will keiner behandelt werden!

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

MSc Finance an ner Target - der Rest ist doch sowieso nur heiße Luft.

Marketing, HR, Eventmanagement und wie sie nicht alle heißen, da krieg ich Plaque.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Schlecht angesehen, scheint es nur hier im elitären wiwitreff zu sein, anders lässt es sich nicht erklären dass in den DAX Konzernen jeder Wald und Wiesn FHler genommen wird, sofern er sich einigermaßen ein Netzwerk aufgebaut hat, während alle Uni Studenten sich durch ACs durchprügeln lassen...

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Bis auf wenigen Ausnahmen (Jura) kann man nur qualitativ hochwertige Sachen an einer Uni studieren. An einer FH ist gibt es keine Mathematik oder Medizin und das ist auch gut so, denn von so einem Arzt will keiner behandelt werden!

An der Hochschule Regensburg kann man Mathematik an einer "FH" studieren.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Bis auf wenigen Ausnahmen (Jura) kann man nur qualitativ hochwertige Sachen an einer Uni studieren. An einer FH ist gibt es keine Mathematik oder Medizin und das ist auch gut so, denn von so einem Arzt will keiner behandelt werden!

An der Hochschule Regensburg kann man Mathematik an einer "FH" studieren.

Das ist kein klassischer Mathestudiengang, sondern ein Anwendungsorientierter. Einfach einen kurzen Blick auf den Studienplan werfen. Das ist etwas völlig Anderes.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Bis auf wenigen Ausnahmen (Jura) kann man nur qualitativ hochwertige Sachen an einer Uni studieren. An einer FH ist gibt es keine Mathematik oder Medizin und das ist auch gut so, denn von so einem Arzt will keiner behandelt werden!

An der Hochschule Regensburg kann man Mathematik an einer "FH" studieren.

Das ist angewandte Mathematik und wird auch so explizit auf der Webseite erwähnt. Was versucht man mit der Desinformation zu bezwecken?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Habe selbst einige Semester an einer Uni studiert, bin dann aber an die örtliche FH gewechselt, weil sich die offenen Zweit- und Drittversuche mit der Zeit gehäuft haben.
An der FH läuft es nun deutlich besser, wobei ich das (zumindest bei mir) nicht hauptsächlich auf den Anspruch der Fächer, sondern eher auf das "verschultere" Studium zurückführen würde.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Einzige Target FH für Tier 1 UB in Deutschland ist und bleibt die ESB

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Bis auf wenigen Ausnahmen (Jura) kann man nur qualitativ hochwertige Sachen an einer Uni studieren. An einer FH ist gibt es keine Mathematik oder Medizin und das ist auch gut so, denn von so einem Arzt will keiner behandelt werden!

Oha! Ich bin zwar vom WiWi-Treff einiges gewohnt, aber diese Aussage ist dann sogar mir zu steil. Als Lehrender an einer staatlichen Universität mit 30k Studierenden kann ich sagen: Auch an einer solchen Institution lernt man nicht "nur qualitativ hochwertige Sachen". Hier werden ganze Studiengänge angeboten, die zu 80% aus heißer Luft bestehen und auch in unserem Fachbereich (WiWi) sind genug der angebotenen Veranstaltungen alles andere als "hochwertig" sowie die Struktur der meisten Studiengänge ziemlicher Murks. Das ist einfach gelebte Hochschulpolitik - die Ausbildung der Studierenden ist da zweitrangig.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich denke ein Grund der mangelnden Anerkennung (wobei ich das nur zum Teil unterschreiben würde, in sehr vielen Bereich wird da nicht mehr unterschieden) liegt darin, dass die Studenten an der FH "mehr an die Hand genommen werden". Das ist auch kein Vorurteil, sondern ein Fakt, mit den FHs zum Teil sogar werben (natürlich formulieren sie es anders als ich jetzt). An der Uni ist dem nicht so (Medizin und Pharmazie mal ausgenommen, ist ja auch sehr verschult), entsprechend hat ein Uni Absolvent im Gegensatz zum FHler ein hohes Maß an Selbstständigkeit bewiesen. (Was natürlich nicht ausschließt, dass der FHler das auch mitbringt)

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Außerdem oft zu beobachten, Leute packen bei uns an der Uni das Studium nicht, wechseln dann auf die FH und sind auf einmal vorne dabei. Und auch Kollegen von mir die an der FH studieren haben das über zwei bis drei Umwege gemacht, ich mag sie sehr aber akademisch ist das halt naja...

Das Problem ist dabei die Akademisierung in Deutschland. Gerade bei den privaten!! FH´s geht da wohl einiges schief. Aber jetzt kommen ja bestimmt gleich wieder die Leute von der FOM, Fresenius etc. aus der Ecke und erzählen wie hart es ist.

Vor 10 Jahren hätten diese Leute halt den Betriebswirt gemacht. Mittlerweile machen sie den Bachelor und meinen er wäre einem guten Universitären Studium ebenbürtig.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Bis auf wenigen Ausnahmen (Jura) kann man nur qualitativ hochwertige Sachen an einer Uni studieren. An einer FH ist gibt es keine Mathematik oder Medizin und das ist auch gut so, denn von so einem Arzt will keiner behandelt werden!

Oha! Ich bin zwar vom WiWi-Treff einiges gewohnt, aber diese Aussage ist dann sogar mir zu steil. Als Lehrender an einer staatlichen Universität mit 30k Studierenden kann ich sagen: Auch an einer solchen Institution lernt man nicht "nur qualitativ hochwertige Sachen". Hier werden ganze Studiengänge angeboten, die zu 80% aus heißer Luft bestehen und auch in unserem Fachbereich (WiWi) sind genug der angebotenen Veranstaltungen alles andere als "hochwertig" sowie die Struktur der meisten Studiengänge ziemlicher Murks. Das ist einfach gelebte Hochschulpolitik - die Ausbildung der Studierenden ist da zweitrangig.

Gut, vielleicht hätte ich das auch zu überspitzt gesagt. Das allgemeine Niveau ist einfach höher und man muss eher selbstständig sich organisieren. Dann gibt es meist noch feine Unterschiede, wie das man oft das Praktikum in den Semesterferien machen muss und die Durchschnittsnote meist wesentlich schlechter ist.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 14.11.2018:

Einzige Target FH für Tier 1 UB in Deutschland ist und bleibt die ESB

Ich dachte das wäre die WHU?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Die Ausgangsfrage finde ich per se schon interessant: Wird ein FH-Abschluss schlecht angesehen? Falls ja, von wem?

Aus meiner Sicht wird der FH-Abschluss nicht schlecht angesehen.
Es gibt allerdings ein gewisses Klientel, das diese Art des Abschlusses schlecht darstellen möchte.

Wenn ich den Abschluss als solches betrachte, ist er für mich, die logische Fortführung der Schule: Alles wird auf dem Silbertablett präsentiert und in klein(er)en Gruppen gelehrt. Die unterrichteten (Hoch-)Schüler kommen auf dem zweiten Bildungsweg und über Gymnasien.

Jetzt besteht die Frage: Wer benötigt die fertig studierten Menschen und da gibt es eben einen Markt. Das sind tendenziell Industrieunternehmen.

So weit, so neutral. Auf der anderen Seite kann jeder auch die Frage stellen: "Warum wird der Doktorgrad so schlecht angesehen?" Auch hier gibt es eben Menschen, die in einem Gesamtpaket von Anforderungen, Erwartungen und ggf. sogar Vorurteilen eben genau zu diesem Schluss kommen.
Wenn ich z.B. jemanden brauche, der lösungsorientiert "mit anpacken" soll, ist der FH-Bachelorand eher geeignet als der Doktorand. Wenn ich aber hochkomplexe wissenschaftliche Studien durchgeführt werden sollen, dreht sich das Thema...

Es gibt immer ein Pro&Contra und es gibt immer Menschen, die euch triggern (wollen).
Etwas mehr durchatmen und es besteht keine wirkliche Aufregung.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Vielen hier geht einer ab, wenn sie über ihre Uni reden, wo sie im Hörsaal aufm Boden sitzen, weil es keine Plätze mehr gibt und der Prof im selben Tonfall 90min vom Skript abliest.

Dann am Ende des Semesters gibt es die schriftliche Klausur und auf ins nächste Semester. Das kann man dann 3 Jahre machen ohne auch nur einmal zwischenmenschlich gefordert gewesen zu sein und man hat seinen Bachelor mit einem Haufen Theorie, die man im Berufsleben größtenteils eh nicht braucht. (an der FH, bzw wahrscheinlich allgemein im Studium lernt man viel, das man eben nur in der Prüfung anwendet und dann bestenfalls alle Jubeljahre mal)

An der FH hast du kleinere Gruppen und öfter mal Diskussionen und bearbeitest case studies, du hast Gruppenarbeiten, wo du zusammen paper schreibst und Präsentationen vorbereitest. Sowas finde ich für die persönliche Entwicklung tausend Mal wichtiger.

Dann hast du halt nicht 2-3 Semester reine Mathematikfächer, sondern nur 1-2 Statistikfächer und Intro in VWL und danach dann je nach Schwerpunkt bspw. Marketing oder Accounting/Finance eben mehr oder weniger Quantitatives. Aber was bringen dir die Semester Mathematik? Wer wendet das wohl im Beruf noch an? Nur ein kleiner Prozentsatz.

Ein Studium an der Uni bereitet für die Forschung vor, ein Studium an der FH für den Beruf. So und nicht anders ist es. Es gibt gute und schlechte Unis, gute und schlechte FHs und dann noch gute und schlechte Fächer und Professoren. So pauschal wie das alle User hier immer von sich geben, ist das einfach nur Schwachsinn und zeigt, dass sich hier nur Leute im Grundstudium profilieren wollen, weil sie sonst nix zu melden haben.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich hatte meinen Bachelor an einer FH und meinen Master an einer Uni gemacht. Der Anspruch auf der Uni war definitiv höher und das die FH praxisnah ist stimmt nur bedingt. Der FH Abschluss wird meiner Meinung als "schlecht" angesehen, weil die Absolventen von einer Uni wissen, dass die Abschlüsse nicht vergleichbar sind. Für die spätere Karriere spielt es aber meistens keine Rolle, ob FH oder UNI.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

War im Bachelor an der FH und im Master nun an einer Uni, wobei mein Schnitt an der Uni ein bisschen besser ist.

FH und Uni sind in etwa gleich schwer, nur ist die Uni da etwas methodischer in allen Belangen. Für mich ist eine Kombination aus FH und Uni eine perfekte Ergänzung gewesen.
Ich kann auf jeden Fall nicht nachvollziehen, warum manche Leute hier FH's bashen. Einen wirklichen Unterschied zwischen FH und Uni gibt es heutzutage nicht mehr wirklich.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Zum Thema Akzeptanz am Arbeitsmarkt: Die örtliche Uni hier placed deutlich schlechter bei UB/IB so wie Big4. Obwohl die FH viel kleiner ist, sins auf LinkedIn deutlich mehr Leute bei Big4 TAS und IB Buden zu finden. Zugegebenermaßen sind aber sowihl von Uni als auch der FH keiner bei BB und MBB.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Kenne beide Seiten, sowohl FH (Bachleor) als auch Uni (Master) und das ist meine Meinung dazu:

"Praxisorientierter" bei einer FH bedeutet eigentlich nichts weiter als dass Theorie weggelassen wird und da aufgehört wird, wo es anfängt schwer zu werden.
Zudem ist ein Praktikum Pflicht und da man in kleinen Gruppen ist, gibt es auch mal Diskussionen mit dem Prof. Das wars aber auch schon.

Zum Thema Niveau lässt sich eigentlich auch grundsätzlich sagen, dass eine FH im Durchschnitt vom Studenten weniger abverlangt als eine Uni und das ist auch ganz plausibel.

An den meißten FHs studieren mittlerweile 70%~ Studenten, die nicht auf den ersten Bildungsweg ihre Hochschulzulassung erhalten haben und das merkt man in der Regel dann auch am Niveau und an dem Können der Studenten - die meißten halten dich für Gott, wenn du im ersten Semester eine Geradengleichung aufstellen kannst und in Mikro die Kostenfunktion richtig ableitest.

Dass eine Klausur, die 50% solcher Leute rausprüft, nicht so schwer sein kann wie eine Klausur, die 50% von 1er und 2er Abiturienten rausprüft, ist dann nur noch die logische Konsequenz.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Finde das mit dem praxisorientiert ist auch ein fadenscheiniges Argument. Wenn es auf Praxis ankommt kann man eine Berufsausbildung machen und bei Bedarf noch Fortbildungen. Ein FH Abschluss ist halt unter einem Uni Abschluss, wie eben ein Master unter einem Dr. ist und eine Ausbildung unter FH.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

"Praxisorientiert" bedeutet, dass sich auf das Wesentliche und damit die Massage konzentriert wird. Warum muss man an der Uni in der Mikroklausur Nutzenfunktion differenzieren, wenn man doch in der Praxis die Nutzenfunktion eh nicht kennt? Und wenn man das (triviale) Prinzip der Maximierung durch Nullsetzen der ersten Ableitung abprüfen will, warum kann man dann statt der Wurzelfunktion (abnehmender Grenznutzen und so) nicht eine lineare nehmen? Oder kommt es in Mikro letztlich auf das Abprüfen mathematischer Methoden an? Sollte die knappe Zeit nicht für tatsächliche Mikroinhalte genutzt werden?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich meinte natürlich Message... :)

WiWi Gast schrieb am 15.11.2018:

"Praxisorientiert" bedeutet, dass sich auf das Wesentliche und damit die Massage konzentriert wird. Warum muss man an der Uni in der Mikroklausur Nutzenfunktion differenzieren, wenn man doch in der Praxis die Nutzenfunktion eh nicht kennt? Und wenn man das (triviale) Prinzip der Maximierung durch Nullsetzen der ersten Ableitung abprüfen will, warum kann man dann statt der Wurzelfunktion (abnehmender Grenznutzen und so) nicht eine lineare nehmen? Oder kommt es in Mikro letztlich auf das Abprüfen mathematischer Methoden an? Sollte die knappe Zeit nicht für tatsächliche Mikroinhalte genutzt werden?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich weiß nicht wo der FH-Abschluss in der realen Unternehmens-Welt angeblich überall so "schlecht" angesehen sein soll und lese derartiges ausschließlich in diesem Forum.

Ich arbeite seit nun 11 Jahren in einem Dax30-Konzern und habe dort insgesamt 4 verschiedene Jobs und einige Karrierestufen durchlaufen, außerdem habe ich durch Netzwerke und Konferenzen einen ganz guten Einblick in die Struktur einiger anderer Konzerne. Es juckt schlichtweg keinen Recruiter welchen Abschluss von welcher Hochschule man hat, wenn es um eine zu besetzende Stelle MIT BERUFSERFAHRUNG geht.

Der Recruiter weiß nämlich ganz genau, dass es seinen Kunden nur interessiert ob der Kandidat z.B. bisher nachweislich erfolgreich im Leiten internationaler Projekte war und entsprechende smarte Soft-Skills sowie Führungsqualitäten mitbringt. Das ist es was dann über den Karriereweg entscheidet, und nicht ob derjenige vor 8 Jahren irrelevantes Theoriewissen an einer FH oder einer Uni gepaukt hat.
Meiner Erfahrung nach gehen demnach gute Leute so oder so ihren Weg, unabhängig davon was auf Seite 2 ihres CVs ganz unten im Abschnitt "Education" aufgelistet ist.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich denke, dass es auch einfach ein Unterschied ist, ob einem im Studium theoretische Modelle um die Ohren gehauen werden oder nicht. Ein Praktikum kann man sich auch ausweisen lassen, obwohl man unmotiviert war oder "nicht viel tun musste" (häufig gehen Praktika ja nicht über Kaffee kochen, ausdrucken und bei Konferenzen dabei sitzen hinaus). Hauptsache man ist anwesend. Die Credits kriegt man an der FH trotzdem.

In der Vorlesung kann man zwar auch nur anwesend sein, wenn man aber in der Klausur sitzt und die Modelle, Theorien etc. nicht verstanden hat fällt man durch und kriegt halt nichts bescheinigt. Um den Stoff zu kapieren wenns schwer wird (und das sind idR abstrakte Modelle, Theorien etc.) muss man was tun.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich denke dass es auch einfach ein Unterschied ist, ob einem im Studium theoretische Modelle um die Ohren gehauen werden oder nicht. Ein Fhler kann sein Praktikum absolvieren und kriegt die Credits dafür bescheinigt, fraglich bleibt aber, ob das Praktikum wirklich dem Workload eines Moduls mit anspruchsvoller Prüfung entspricht. Häufig ist es ja so, dass man während der Praktika Kaffee kocht, ausdruckt oder bei Konferenzen dabei sitzt. Die Bescheinigung für die Teilnahme kriegt man am Ende trotzdem, auch wenn die Arbeit nicht besonders anspruchsvoll war.

Wenn man aber in der Klausur sitzt und den schwierigen Stoff (und das sind idR abstrakte Modelle und Theorien) nicht verstanden hat, fällt man halt durch. Es wird einem nichts geschenkt und theoretisches Wissen ist geistiger einfach schwieriger zu "verarbeiten", als wenn es einem praktisch beigebracht wird. Leuten, denen schlicht und ergreifend die nötige Intelligenz fehlt um sich in die trockene Materie an der Uni hineinzudenken und diese zu verstehen, bleibt die Bewältigung solcher Arbeit verwehrt.

Und ich denke auch, dass die Uni Absolventen mehr Wissen haben. Ein Praktikum kann man immer im Urlaubssemester einschrieben, denn heutzutage sollte jeder Student eins gemacht haben, völlig egal ob man von der Uni oder Fh kommt. Nur an den Fhs ist es halt integriert, weshalb sie im Wissen gegenüber den Uni Absolventen dann einen Nachteil haben. Und ja es stimmt, an den Fhs hört der Stoff auf, wenn es schwierig wird.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Eine gewisse Naivität kommt beim TE deutlich hervor, wenn er behauptet, dass mehr ECTS in den Spezialisierungsfächern nützlich seien. Die Realität: Von dem Kram, den du in der Uni (der FH) lernst, kannst du 90 % wieder vergessen. Du glaubst doch nicht, dass im Berufsleben jemand die Herleitung von Black-Scholes und Co interessiert. Langfristig nimmt man vor allem aus den Grundlagenfächern viel mit.

Die Kompetenz, Probleme zu lösen, bekommt man vor allem an der Uni, da die Aufgaben dort nicht auf dem untersten Niveau sind.

Genau. Als ob die 3-5 Jahre hier für die Berufspraxis relevant sind. Das Studium an einer Uni ist die Gelegenheit sich zu beweisen und zu den Top 1% der Studenten zu gehören. Darum geht es! Internationale Spitzenforschung und der Drang nach mehr, Dies gibt es an FHs nicht. Klar sind die FH Absolventen gerne gesehen, da diese gute Arbeitsbienen werden. Für Höheres sind sie selten bestimmt.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Frage mich inwiefern man über andere Hochschularten urteilen kann, wenn man nur eine Form von innen gesehen hat. Unabhängig ob diese jetzt gut oder schlecht ist. Aber immer schön das nach sagen, was man so gehört hat.....

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Das Forum ist in Uni/FH Themen einfach lächerlich.
Der FH Abschluss wird nicht weniger angesehen. So ein Blödsinn, dass FH Leute nur Arbeitsbienen sind. Uns selbst wenn? Dann bin ich halt gerne ne Arbeitsbiene die über 60k nach dem fh bachelor kriegt:)

Es ist alles einfach sehr individuell. Du wirst immer jemanden finden der einen Absolventen von uni x oder fh y bevoruugt oder sonst was.
Was mir bei uns im master an der fh mittlerweile aufgefallen ist: Die Leute von der Uni sind echt hart am kämpfen. Ich checks gar nicht was die da so gemacht haben. Aber da sitzen Leute von renommierten unis wie VWL in Bonn etc. und in den mathe/statistik Fächern sieht es sehr dünn aus. Lasst euch mal nicht kirre machen. Ich habe immens von meiner FH bisher profitiert und es geht immer weiter:)

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Das fängt doch schon mit dem Fachabitur an, das ein Witz gegenüber dem (für jeden durchschnittlichen intelligenten Schüler) auch gut machbaren Abitur.
Kannte an meiner Schule einige, die am Gymnasium gescheitert sind, dann aber ein 1,x Fachabitur gemacht haben.

Jetzt fangen also Leute an zu studieren, die keine linearen Gleichungen lösen können oder einen Sachtext auf Englisch verstehen. Trotzdem müssen sie aber irgendwie durchgeschleust werden - da muss man doch nicht auf einer FH gewesen sein um logisch deduzieren zu können, dass das Niveau nicht gleich sein kann. Hier schreiben einige von der Uni auf die FH gewechselt zu sein und bestätigen genau das (obwohl sie eigentlich ihr Niveau verteidigen müssten).

Zum Thema Berufseinstieg mag es tatsächlich so sein, dass einen ein FH-Studium mit Schwerpunkt Finance/Accounting deutlich besser auf einen Controller Job im KMU vorbereitet. Eine Elektrikerausbilung bereitet auch viel besser auf den Einsatz auf einer Baustelle vor als ein Elektrotechnik-Studium.

Wenn es aber um BWL Jobs mit täglich wechselnden Herausforderungen und Problemlösungskompetenz geht, ist natürlich der Uni Absolvent im Vorteil. Man lernt doch die Theorie nicht weil man sie praktisch braucht, sondern weil man dadurch einen Business Sense entwickelt, den man in verschiedesten Situationen anwenden kann. Man zeigt, dass man auch abstrakte Sachverhalte schnell lernen und verstehen kann - wer das kann, kann auch wesentlich unkompliziertere "Praxis" schnell lernen. Wenn man Black Scholes herleitet geht es nicht darum, dass man das irgendwann mal können muss, sondern darum tiefer zu verstehen wie Optionen funktionieren.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Ich denke dass es auch einfach ein Unterschied ist, ob einem im Studium theoretische Modelle um die Ohren gehauen werden oder nicht. Ein Fhler kann sein Praktikum absolvieren und kriegt die Credits dafür bescheinigt, fraglich bleibt aber, ob das Praktikum wirklich dem Workload eines Moduls mit anspruchsvoller Prüfung entspricht. Häufig ist es ja so, dass man während der Praktika Kaffee kocht, ausdruckt oder bei Konferenzen dabei sitzt. Die Bescheinigung für die Teilnahme kriegt man am Ende trotzdem, auch wenn die Arbeit nicht besonders anspruchsvoll war.

Wenn man aber in der Klausur sitzt und den schwierigen Stoff (und das sind idR abstrakte Modelle und Theorien) nicht verstanden hat, fällt man halt durch. Es wird einem nichts geschenkt und theoretisches Wissen ist geistiger einfach schwieriger zu "verarbeiten", als wenn es einem praktisch beigebracht wird. Leuten, denen schlicht und ergreifend die nötige Intelligenz fehlt um sich in die trockene Materie an der Uni hineinzudenken und diese zu verstehen, bleibt die Bewältigung solcher Arbeit verwehrt.

Und ich denke auch, dass die Uni Absolventen mehr Wissen haben. Ein Praktikum kann man immer im Urlaubssemester einschrieben, denn heutzutage sollte jeder Student eins gemacht haben, völlig egal ob man von der Uni oder Fh kommt. Nur an den Fhs ist es halt integriert, weshalb sie im Wissen gegenüber den Uni Absolventen dann einen Nachteil haben. Und ja es stimmt, an den Fhs hört der Stoff auf, wenn es schwierig wird.

Jetzt haben hier wieder 2 Irre n zwei Jahre alten Thread mit der lächerlichsten Diskussion des gesamten Forums ausgegraben, um sich Absolution zu holen weil sie in der Uni nur 4en schreiben. Aber man ist ja immer noch besser als der FHler. Absolution erteilt, morgen Abend 20 ave Maria. Und jetzt wieder ab ins WG-Zimmer und pauken

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Sorry Leute aber ich hab Bachelor und Master an einer Eliteuni gemacht und die Realität sieht so aus, dass es die Unternehmen am Ende gar nicht juckt.
Der FHler, der sein Leben schön gechillt hat und beim OEM eingestiegen ist hat ein deutlich höheres Gehalt als ich und ich hab mir meinen Kopf mit Formeln zerbombt.

Wenn ich alles zurückdrehen könnte, hätte ich DHBW oder FH gemacht und wäre direkt nach dem Bachelor beim OEM eingestiegen.

Profil: Elite Uni, Top Noten, 2 Praktika OEM, Masterarbeit OEM, Auslandssemester und trotzdem Einstiegsgehalt unter 53k. How about that? Und ja, mir gehts scheisse

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Das fängt doch schon mit dem Fachabitur an, das ein Witz gegenüber dem (für jeden durchschnittlichen intelligenten Schüler) auch gut machbaren Abitur.
Kannte an meiner Schule einige, die am Gymnasium gescheitert sind, dann aber ein 1,x Fachabitur gemacht haben.

Jetzt fangen also Leute an zu studieren, die keine linearen Gleichungen lösen können oder einen Sachtext auf Englisch verstehen. Trotzdem müssen sie aber irgendwie durchgeschleust werden - da muss man doch nicht auf einer FH gewesen sein um logisch deduzieren zu können, dass das Niveau nicht gleich sein kann. Hier schreiben einige von der Uni auf die FH gewechselt zu sein und bestätigen genau das (obwohl sie eigentlich ihr Niveau verteidigen müssten).

Zum Thema Berufseinstieg mag es tatsächlich so sein, dass einen ein FH-Studium mit Schwerpunkt Finance/Accounting deutlich besser auf einen Controller Job im KMU vorbereitet. Eine Elektrikerausbilung bereitet auch viel besser auf den Einsatz auf einer Baustelle vor als ein Elektrotechnik-Studium.

Wenn es aber um BWL Jobs mit täglich wechselnden Herausforderungen und Problemlösungskompetenz geht, ist natürlich der Uni Absolvent im Vorteil. Man lernt doch die Theorie nicht weil man sie praktisch braucht, sondern weil man dadurch einen Business Sense entwickelt, den man in verschiedesten Situationen anwenden kann. Man zeigt, dass man auch abstrakte Sachverhalte schnell lernen und verstehen kann - wer das kann, kann auch wesentlich unkompliziertere "Praxis" schnell lernen. Wenn man Black Scholes herleitet geht es nicht darum, dass man das irgendwann mal können muss, sondern darum tiefer zu verstehen wie Optionen funktionieren.

Ach, lass das doch. Das ist doch alles Hörensagen und es kommen immer die gleichen Antworten:

  • Das Fachabitur hat in manchen Bundesländern einen höheren Wert als das normale Abitur in anderen. Guter Vergleich wären da Bayern und Berlin. Das liegt auch daran, dass man im normalen Abitur heute alles abwählen kann, während das Fachabitur halt friss oder stirbt in einem Bereich heißt.

  • Heute haben sowieso 75% der jungen Leute irgendeine Hochschulzugangsberechtigung. Damit können sowieso fast alle studieren, was automatisch heißt, dass gut und gerne 40% noch 2006 für ein Studium ungeeignet gewesen wären. Das Niveau wurde überall gesenkt.

  • Die guten alten Märchen, dass irgendwer irgendwo an irgendwas gescheitert ist und dann woanders geglänzt haben soll, ist doch peinlich und wird hier nicht mehr ernstgenommen, weil das Argument ein Strohmann ohne wert ist. Behaupten kann das jeder. Warum, man das behauptet ist auch klar: Selbstaufwertung. Denkt man darüber aber mal nach, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass es irgendwelche Bekannte einem Dritten dauerhaft seine Noten offenlegt. Laut Statistik gibt es auch eher wenige Wechsel zwischen den Formen pro Jahr und natürlich kennt man genau die. Mal davon abgesehen, wäre Korrelation auch nicht Kausalität.

  • Genauso dämlich ist die ewig miefende Behauptung, dass jemand von der FH auf die Uni wäre und dann vom Niveau geplättet gewesen wäre. Das sind in der Regel auch nur Erfindungen, um seine eigene Ausbildung hochleben zu lassen, denn selbst wenn der Bachelor auf der FH gemacht worden wäre und der Master auf der Uni, wäre das kein Vergleich, denn Bachelor ist Bachelor und Master ist Master.

  • Der relevante Vorteil von Uni-Absolventen in der Praxis ist doch hier auch schon Hundertmal widerlegt worden. Zumindest für BWL. Uni und FH bietet beide heute Bulemie-Lernen und die Arbeitgeber unterscheiden bei der Einstellung gar nicht zwischen beiden Formen. Warum auch? 70% aller Absolventen landen sowieso auf Stellen, für die man früher eine Lehre haben musste, weil die Lehrstellen unbesetzt bleiben, da jeder studiert und an die restlichen 30% kommt nur die Elite ran und die kann sowohl auf der Uni, als auch auf der FH sein. Da kommt es dann halt auf das persönliche Profil, das Netzwerken und Glück an.

So und damit sollten wir die Diskussion beenden, denn die ist so 2015.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Ich finde die Diskussion eigentlich fast schon witzig. Ich habe Vollabitur mit einem 1.5er Schnitt gehabt und mich dazu entschieden, an einer großen FH zu studieren da mir der Schwerpunkt hier am besten gefiel. Unterfordert war ich an der FH nie, überfordert auch nicht.

Ende der Geschichte: Sitze in einem Konzern als AL, verdiene meine 180k bei einer offiziellen 40h (bzw. Realistischen 50h) Woche. Firmenwagen on top.

So, und nun denkt ihr es interessiert heutzutage wirklich jeden ob man an einer FH oder Uni studiert hat? Bei reinem BWL vielleicht, aber bei ING/Informatikern/NaWis ist das den AG i.d.R total egal.

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Lange Rede kurzer Sinn, in der Industrie ist ein FH-Abschluss nicht schlechter angesehen und es macht keinen Unterschied. Das bestätigen euch auch Personaler und HR-Praktis von süddeutschen Autobauern beispielsweise.

In klassischen Akademikerberufen wie Consulting, wo das fast das komplette Unternehmen studiert hat (Office Management etc. mal außen vor), sind noch immer Uniabsolventen lieber gesehen, was sich auch bestätigt wenn man die Hintergründe der dort arbeitenden Leute ansieht. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass man nicht auch dort als FHler reinkommt, gerade bei kleinen, regionalen Buden ist das der Fall. Meine vorherige Aussage bezieht sich daher vor allem auf T1-3.

Richtig ist auch, dass es klassische akademische Studiengänge gibt, die nicht von FHs angeboten werden (Jura, Medizin, VWL u.ä.). Bitte nagelt mich auch hier nicht auf ein paar Ausnahmen fest.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Ich finde die Diskussion eigentlich fast schon witzig. Ich habe Vollabitur mit einem 1.5er Schnitt gehabt und mich dazu entschieden, an einer großen FH zu studieren da mir der Schwerpunkt hier am besten gefiel. Unterfordert war ich an der FH nie, überfordert auch nicht.

Ende der Geschichte: Sitze in einem Konzern als AL, verdiene meine 180k bei einer offiziellen 40h (bzw. Realistischen 50h) Woche. Firmenwagen on top.

So, und nun denkt ihr es interessiert heutzutage wirklich jeden ob man an einer FH oder Uni studiert hat? Bei reinem BWL vielleicht, aber bei ING/Informatikern/NaWis ist das den AG i.d.R total egal.

Gerade bei Informatik, welche wie Mathe eigentlich nicht an eine FH gehört, wird sehr stark differenziert.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Ich denke dass es auch einfach ein Unterschied ist, ob einem im Studium theoretische Modelle um die Ohren gehauen werden oder nicht. Ein Fhler kann sein Praktikum absolvieren und kriegt die Credits dafür bescheinigt, fraglich bleibt aber, ob das Praktikum wirklich dem Workload eines Moduls mit anspruchsvoller Prüfung entspricht. Häufig ist es ja so, dass man während der Praktika Kaffee kocht, ausdruckt oder bei Konferenzen dabei sitzt. Die Bescheinigung für die Teilnahme kriegt man am Ende trotzdem, auch wenn die Arbeit nicht besonders anspruchsvoll war.

Wenn man aber in der Klausur sitzt und den schwierigen Stoff (und das sind idR abstrakte Modelle und Theorien) nicht verstanden hat, fällt man halt durch. Es wird einem nichts geschenkt und theoretisches Wissen ist geistiger einfach schwieriger zu "verarbeiten", als wenn es einem praktisch beigebracht wird. Leuten, denen schlicht und ergreifend die nötige Intelligenz fehlt um sich in die trockene Materie an der Uni hineinzudenken und diese zu verstehen, bleibt die Bewältigung solcher Arbeit verwehrt.

Und ich denke auch, dass die Uni Absolventen mehr Wissen haben. Ein Praktikum kann man immer im Urlaubssemester einschrieben, denn heutzutage sollte jeder Student eins gemacht haben, völlig egal ob man von der Uni oder Fh kommt. Nur an den Fhs ist es halt integriert, weshalb sie im Wissen gegenüber den Uni Absolventen dann einen Nachteil haben. Und ja es stimmt, an den Fhs hört der Stoff auf, wenn es schwierig wird.

Dir ist bewusst, dass FHler das Praktikum zusätzlich machen und die Regelstudienzeit 7. Semester beträgt und nicht 6. Semester wie an der Universität?

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Schöne Diskussion hier.
Meine Meinung dazu: Ja, an der FH ist zumindest BWL tendenziell leichter, wobei der Unterschied zumindest bei einer anständigen FH nicht so riesig ist. Vielen hilft auch, dass es verschulter ist. Wer nicht so selbstständig ist (und das sind mit Anfang 20 einige), der ist an einer FH einfach besser aufgehoben.
Dazu gibt es viele private FHs (FOM, Fresenius etc.), die akademisch einfach nur ein Witz sind. Da gibt es Geld gegen Abschluss, fertig.

Beim Berufseinstieg ist es in 90% der Fälle aber ziemlich egal, wo man studiert hat. Wenn man nicht gerade ins UB/IB will oder auf eine Stelle, wo viel Fachwissen gefragt ist, bringt einem die Eliteuni keinen wesentlichen Vorteil. Und nach 5 Jahren BE ist es eh egal. Dann geht es darum, was man an Leistung im Job bringt und nicht, was auf dem Abschluss steht. Ich bin WP/Stb und da muss ich allerdings behaupten, dass ein fachlich hartes Unistudium schon einen Vorteil im Hinblick auf die Examensvorbereitung bringt. Nicht nur fachlich (Beim WP mehr als beim Stb), sondern vor allem in Bezug auf Selbstorganisation und Disziplin. Hier nimmt einen eben niemand mehr an die Hand.

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich definitiv auf eine FH gehen. Da bekommt man wesentlich bessere Noten bei geringeren Aufwand.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Ich denke dass es auch einfach ein Unterschied ist, ob einem im Studium theoretische Modelle um die Ohren gehauen werden oder nicht. Ein Fhler kann sein Praktikum absolvieren und kriegt die Credits dafür bescheinigt, fraglich bleibt aber, ob das Praktikum wirklich dem Workload eines Moduls mit anspruchsvoller Prüfung entspricht. Häufig ist es ja so, dass man während der Praktika Kaffee kocht, ausdruckt oder bei Konferenzen dabei sitzt. Die Bescheinigung für die Teilnahme kriegt man am Ende trotzdem, auch wenn die Arbeit nicht besonders anspruchsvoll war.

Wenn man aber in der Klausur sitzt und den schwierigen Stoff (und das sind idR abstrakte Modelle und Theorien) nicht verstanden hat, fällt man halt durch. Es wird einem nichts geschenkt und theoretisches Wissen ist geistiger einfach schwieriger zu "verarbeiten", als wenn es einem praktisch beigebracht wird. Leuten, denen schlicht und ergreifend die nötige Intelligenz fehlt um sich in die trockene Materie an der Uni hineinzudenken und diese zu verstehen, bleibt die Bewältigung solcher Arbeit verwehrt.

Und ich denke auch, dass die Uni Absolventen mehr Wissen haben. Ein Praktikum kann man immer im Urlaubssemester einschrieben, denn heutzutage sollte jeder Student eins gemacht haben, völlig egal ob man von der Uni oder Fh kommt. Nur an den Fhs ist es halt integriert, weshalb sie im Wissen gegenüber den Uni Absolventen dann einen Nachteil haben. Und ja es stimmt, an den Fhs hört der Stoff auf, wenn es schwierig wird.

Dir ist bewusst, dass FHler das Praktikum zusätzlich machen und die Regelstudienzeit 7. Semester beträgt und nicht 6. Semester wie an der Universität?

+1
Das vergessen die meisten. Dann bleiben trotz Praxissemester 180 ECTS für Theorie

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Ach, lass das doch. Das ist doch alles Hörensagen und es kommen immer die gleichen Antworten:

  • Das Fachabitur hat in manchen Bundesländern einen höheren Wert als das normale Abitur in anderen. Guter Vergleich wären da Bayern und Berlin. Das liegt auch daran, dass man im normalen Abitur heute alles abwählen kann, während das Fachabitur halt friss oder stirbt in einem Bereich heißt.

  • Heute haben sowieso 75% der jungen Leute irgendeine Hochschulzugangsberechtigung. Damit können sowieso fast alle studieren, was automatisch heißt, dass gut und gerne 40% noch 2006 für ein Studium ungeeignet gewesen wären. Das Niveau wurde überall gesenkt.

  • Die guten alten Märchen, dass irgendwer irgendwo an irgendwas gescheitert ist und dann woanders geglänzt haben soll, ist doch peinlich und wird hier nicht mehr ernstgenommen, weil das Argument ein Strohmann ohne wert ist. Behaupten kann das jeder. Warum, man das behauptet ist auch klar: Selbstaufwertung. Denkt man darüber aber mal nach, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass es irgendwelche Bekannte einem Dritten dauerhaft seine Noten offenlegt. Laut Statistik gibt es auch eher wenige Wechsel zwischen den Formen pro Jahr und natürlich kennt man genau die. Mal davon abgesehen, wäre Korrelation auch nicht Kausalität.

  • Genauso dämlich ist die ewig miefende Behauptung, dass jemand von der FH auf die Uni wäre und dann vom Niveau geplättet gewesen wäre. Das sind in der Regel auch nur Erfindungen, um seine eigene Ausbildung hochleben zu lassen, denn selbst wenn der Bachelor auf der FH gemacht worden wäre und der Master auf der Uni, wäre das kein Vergleich, denn Bachelor ist Bachelor und Master ist Master.

  • Der relevante Vorteil von Uni-Absolventen in der Praxis ist doch hier auch schon Hundertmal widerlegt worden. Zumindest für BWL. Uni und FH bietet beide heute Bulemie-Lernen und die Arbeitgeber unterscheiden bei der Einstellung gar nicht zwischen beiden Formen. Warum auch? 70% aller Absolventen landen sowieso auf Stellen, für die man früher eine Lehre haben musste, weil die Lehrstellen unbesetzt bleiben, da jeder studiert und an die restlichen 30% kommt nur die Elite ran und die kann sowohl auf der Uni, als auch auf der FH sein. Da kommt es dann halt auf das persönliche Profil, das Netzwerken und Glück an.

So und damit sollten wir die Diskussion beenden, denn die ist so 2015.

Kann man alles zu 100% unterschrieben. Das ist ein reines Forenphantom auf dem Niveau dieser komischen Target-Diskussionen, die es in der Realität einfach nicht gibt.

In der Realität wählen wir für unsere Stellen zuerst nach quantiativen Kriterien aus: Noten, Studiendauer, ggf. Alter, Anzahl der Praktika, deren Qualität sowieso niemand überprüfen kann usw..
Manche Dinge wie Noten werden natürlich deutlich mehr gewichtet und da auch einzelne Noten mehr als andere. Das alles macht die Software auf einen Knopfdruck, wobei die Bewerber bei uns schon alles in eine Maske laden müssen, damit da keiner mehr ewig nachkorrigieren lässt. Die Uni/FH ist dabei kein Kriterium.

Wer diese Hürde passiert, ist fachlich geeignet. Ab jetzt sind die quantitativen Kriterien völlig egal. Jetzt geht es darum als Person zu überzeugen. Im Gespräch. Im AC. Und dann wird ausgewählt.

Die Uni/FH spielt in dem Vorgang keine Rolle und hat es auch nie und im Berufsleben sowieso nicht. Da weiß ich teilweise nicht einmal, ob ein Kollege studiert hat. Es ist einfach ein Nichtthema, das keinen interessiert und für den internen Aufstieg auch irrelevant ist. Wenn ich also die Stories höre, dass hier angeblich jeder weiß, was der Kollege an welcher Uni mit welchen Noten studiert hat, dann weiß ich, dass da ein Student schreibt, der von der Wirklichkeit träumt, aber noch nicht da angekommen ist.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich definitiv auf eine FH gehen. Da bekommt man wesentlich bessere Noten bei geringeren Aufwand.

Nein

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Au weia. Krude Sicht und mal wieder nur Behauptungen...

Übrigens mein Beileid: Nur Kaffee kochen und ausdrucken? Wo hast du Praktikum gemacht? Bei Papa in der Versicherungsvermittlung?

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Ich denke dass es auch einfach ein Unterschied ist, ob einem im Studium theoretische Modelle um die Ohren gehauen werden oder nicht. Ein Fhler kann sein Praktikum absolvieren und kriegt die Credits dafür bescheinigt, fraglich bleibt aber, ob das Praktikum wirklich dem Workload eines Moduls mit anspruchsvoller Prüfung entspricht. Häufig ist es ja so, dass man während der Praktika Kaffee kocht, ausdruckt oder bei Konferenzen dabei sitzt. Die Bescheinigung für die Teilnahme kriegt man am Ende trotzdem, auch wenn die Arbeit nicht besonders anspruchsvoll war.

Wenn man aber in der Klausur sitzt und den schwierigen Stoff (und das sind idR abstrakte Modelle und Theorien) nicht verstanden hat, fällt man halt durch. Es wird einem nichts geschenkt und theoretisches Wissen ist geistiger einfach schwieriger zu "verarbeiten", als wenn es einem praktisch beigebracht wird. Leuten, denen schlicht und ergreifend die nötige Intelligenz fehlt um sich in die trockene Materie an der Uni hineinzudenken und diese zu verstehen, bleibt die Bewältigung solcher Arbeit verwehrt.

Und ich denke auch, dass die Uni Absolventen mehr Wissen haben. Ein Praktikum kann man immer im Urlaubssemester einschrieben, denn heutzutage sollte jeder Student eins gemacht haben, völlig egal ob man von der Uni oder Fh kommt. Nur an den Fhs ist es halt integriert, weshalb sie im Wissen gegenüber den Uni Absolventen dann einen Nachteil haben. Und ja es stimmt, an den Fhs hört der Stoff auf, wenn es schwierig wird.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Lange Rede kurzer Sinn, in der Industrie ist ein FH-Abschluss nicht schlechter angesehen und es macht keinen Unterschied. Das bestätigen euch auch Personaler und HR-Praktis von süddeutschen Autobauern beispielsweise.

In klassischen Akademikerberufen wie Consulting, wo das fast das komplette Unternehmen studiert hat (Office Management etc. mal außen vor), sind noch immer Uniabsolventen lieber gesehen, was sich auch bestätigt wenn man die Hintergründe der dort arbeitenden Leute ansieht. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass man nicht auch dort als FHler reinkommt, gerade bei kleinen, regionalen Buden ist das der Fall. Meine vorherige Aussage bezieht sich daher vor allem auf T1-3.

Richtig ist auch, dass es klassische akademische Studiengänge gibt, die nicht von FHs angeboten werden (Jura, Medizin, VWL u.ä.). Bitte nagelt mich auch hier nicht auf ein paar Ausnahmen fest.

Nein, deine Behauptung kann durch eine angebliche Stichprobe nicht erwiesen werden. Vielleicht werden FHler einfach von Anfang an - und vor allem durch Praktika - auf ganz andere Stellen gepolt und IB/UB interessiert sie gar nicht? Vielleicht gibt es regional große Arbeitgeber, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen? Das ist übrigens kein FH/Uni-Ding und bei vielen regionalen Hochschulen ist das kein seltenes Phänomen.

Ich war an einer großen Uni und haben von IB/UB, wo vielleicht 0.00001% aller Absolventen landen, dort nie gehört. Sie spielten bei uns einfach keine Rolle und ihre Stände auf der Messe habe ich auch nie wirklich wahrgenommen, obwohl sie da waren. Bei uns wollten alle zu den großen Autobauern in der Nähe oder zu Zuliferern. DIe waren auch immer präsent. Deine Behauptung lässt sich daher nicht verifizieren, da es zig Gründe geben kann, wenn deine Behauptung denn überhaupt stimmt.

Vielleicht stimmt es auch nicht, und das Verhältnis ist ausgeglichen? Hast du alle durchgesehen? Wohl kaum. Nur, weil du einen Zusammenhang fühlst und er in deine Meinung passt, muss sie nicht stimmen.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Schöne Diskussion hier.
Meine Meinung dazu: Ja, an der FH ist zumindest BWL tendenziell leichter, wobei der Unterschied zumindest bei einer anständigen FH nicht so riesig ist. Vielen hilft auch, dass es verschulter ist. Wer nicht so selbstständig ist (und das sind mit Anfang 20 einige), der ist an einer FH einfach besser aufgehoben.
Dazu gibt es viele private FHs (FOM, Fresenius etc.), die akademisch einfach nur ein Witz sind. Da gibt es Geld gegen Abschluss, fertig.

Beim Berufseinstieg ist es in 90% der Fälle aber ziemlich egal, wo man studiert hat. Wenn man nicht gerade ins UB/IB will oder auf eine Stelle, wo viel Fachwissen gefragt ist, bringt einem die Eliteuni keinen wesentlichen Vorteil. Und nach 5 Jahren BE ist es eh egal. Dann geht es darum, was man an Leistung im Job bringt und nicht, was auf dem Abschluss steht. Ich bin WP/Stb und da muss ich allerdings behaupten, dass ein fachlich hartes Unistudium schon einen Vorteil im Hinblick auf die Examensvorbereitung bringt. Nicht nur fachlich (Beim WP mehr als beim Stb), sondern vor allem in Bezug auf Selbstorganisation und Disziplin. Hier nimmt einen eben niemand mehr an die Hand.

Zitat:

"Personalerin Anne Schmitz von McKinsey versichert: "An welcher Hochschule jemand studiert, ist für uns in der Beurteilung einer Bewerbung nebensächlich."

Damit sollte deine Behauptung widerlegt sein, da sich McKinsey offiziell positioniert hat.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich definitiv auf eine FH gehen. Da bekommt man wesentlich bessere Noten bei geringeren Aufwand.

Nein

Wieso wechseln alle dann von der Uni an die Fh und nicht umgekehrt?
Und wieso sind die Leute an der Uni in x dritt Versuchen und kriegen dann an der FH viel bessere Noten, mit weniger Aufwand?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Schöne Diskussion hier.
Meine Meinung dazu: Ja, an der FH ist zumindest BWL tendenziell leichter, wobei der Unterschied zumindest bei einer anständigen FH nicht so riesig ist. Vielen hilft auch, dass es verschulter ist. Wer nicht so selbstständig ist (und das sind mit Anfang 20 einige), der ist an einer FH einfach besser aufgehoben.
Dazu gibt es viele private FHs (FOM, Fresenius etc.), die akademisch einfach nur ein Witz sind. Da gibt es Geld gegen Abschluss, fertig.

Beim Berufseinstieg ist es in 90% der Fälle aber ziemlich egal, wo man studiert hat. Wenn man nicht gerade ins UB/IB will oder auf eine Stelle, wo viel Fachwissen gefragt ist, bringt einem die Eliteuni keinen wesentlichen Vorteil. Und nach 5 Jahren BE ist es eh egal. Dann geht es darum, was man an Leistung im Job bringt und nicht, was auf dem Abschluss steht. Ich bin WP/Stb und da muss ich allerdings behaupten, dass ein fachlich hartes Unistudium schon einen Vorteil im Hinblick auf die Examensvorbereitung bringt. Nicht nur fachlich (Beim WP mehr als beim Stb), sondern vor allem in Bezug auf Selbstorganisation und Disziplin. Hier nimmt einen eben niemand mehr an die Hand.

Zitat:

"Personalerin Anne Schmitz von McKinsey versichert: "An welcher Hochschule jemand studiert, ist für uns in der Beurteilung einer Bewerbung nebensächlich."

Damit sollte deine Behauptung widerlegt sein, da sich McKinsey offiziell positioniert hat.

Und VW hat sich offiziell von jeglicher Betrugssoftware distanziert. Merkste selber oder?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

  • Das Fachabitur hat in manchen Bundesländern einen höheren Wert als das normale Abitur in anderen. Guter Vergleich wären da Bayern und Berlin. Das liegt auch daran, dass man im normalen Abitur heute alles abwählen kann, während das Fachabitur halt friss oder stirbt in einem Bereich heißt.

Meinst du das ernst? Wenn man nach der Q1 vom Gymnasium abgeht (also 1 Jahr vor dem Abitur) braucht man nur ein Praktikum und hat Fachabi. Spart sich also alle Abiturprüfungen und ein Jahr Schule.
Man kann Fachabi in Fächern wie Ernährung oder Pädagogik machen (mit deutlich reduziertem Anteil in allgemeinen Fächern) - noch Fragen?
Mathe, Deutsch und Englisch kann man übrigens nicht abwählen und ansonsten gibt es strikte Vorgaben dass man ein Minimum an NaWi etc. braucht

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Weil das Studium auf der FH halt super easy im Vergleich zu Uni ist. Ich habe selbst einen FH Bachelor mit 1,4 und einen Uni Master mit 2,5 gemacht. Im Master musste ich !deutlich! mehr tun, um überhaupt zu bestehen.

Persönlich hat es mir an der FH allerdings besser gefallen. Man hatte ein schönes Leben neben dem Studium und auch die Leute waren nicht so eingebildet und wanna be Elitäre aus reichen Elternhäuser

Sorry aber das gilt ja wohl nur für dich. Bei mir fh Bachelor 2,0 und T9 Uni Master 1,3

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Bei mir war es FH Bachelor 1,7 (dual) und Target Uni Master 1,4

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Berufakademie Bachelor mit 2,9 und Uni-Master mit 1,2. Es gibt alle Extreme und Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Man sollte schon Bachelor (FH) mit Bachelor (Uni) vergleich weil hier die größten Differenzen sind.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Während die Zielsetzung einer FH klar auf der direkten Berufsvorbereitung liegt, lernt man auf der Uni wissenschaftliches Arbeiten und es wird auf eine wissenschaftliche Karriere hin vorbereitet. Da Letzteres natürlich akademisch anspruchsvoller ist, wird die Uni als “schwerer” angesehen und damit “mehr Wert”. Dieser Rückschluss ist meiner Meinung mach falsch, denn die FH hat überhaupt nicht den Anspruch die Top Akademiker von Morgen auszubilden, sondern will Grundlagen vermitteln, die im Beruf wichtig sind (daher auf verpflichtendes Praxissemester etc.).

Der Vergleich hinkt vorne und hinten und es gibt einen Grund wieso Studiengänge wie Physik oder VWL in der Regel nicht an einer FH angeboten werden, da es keine direkten Berufe gibt die daran anschließen würden.

Weder das eine noch das andere ist besser, das ist völlig subjektiv und abhängig von den eigenen Zielen. Das wäre wie: “Was ist besser, Äpfel oder Cola?”

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Selbstverständlich verfolgen Uni und FH seit Bologna das selbe Ziel.
Seit dem gibt es faktisch auf keinen Unterschied mehr zwischen beiden.
Außer hier im Forum - weil jeder sich selbst pushen will.
Kann man machen.
Interessiert aber außerhalb des Forums keinen :-)

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Selbstverständlich verfolgen Uni und FH seit Bologna das selbe Ziel.
Seit dem gibt es faktisch auf keinen Unterschied mehr zwischen beiden.
Außer hier im Forum - weil jeder sich selbst pushen will.
Kann man machen.
Interessiert aber außerhalb des Forums keinen :-)

Na dann erklär mir doch mal wieso man Physik, VWL, Biologie, Chemie etc. Im Normalfall nicht an der FH studieren kann...

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Selbstverständlich verfolgen Uni und FH seit Bologna das selbe Ziel.
Seit dem gibt es faktisch auf keinen Unterschied mehr zwischen beiden.
Außer hier im Forum - weil jeder sich selbst pushen will.
Kann man machen.
Interessiert aber außerhalb des Forums keinen :-)

Na dann erklär mir doch mal wieso man Physik, VWL, Biologie, Chemie etc. Im Normalfall nicht an der FH studieren kann...

Die Frage macht keinen Sinn. Lies dir einfach durch was Bologna ist. Wilkommen in der Realität

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Selbstverständlich verfolgen Uni und FH seit Bologna das selbe Ziel.
Seit dem gibt es faktisch auf keinen Unterschied mehr zwischen beiden.
Außer hier im Forum - weil jeder sich selbst pushen will.
Kann man machen.
Interessiert aber außerhalb des Forums keinen :-)

Na dann erklär mir doch mal wieso man Physik, VWL, Biologie, Chemie etc. Im Normalfall nicht an der FH studieren kann...

Die Frage macht keinen Sinn. Lies dir einfach durch was Bologna ist. Wilkommen in der Realität

Natürlich macht die Frage sinn. Wieso haben denn FHs im Zuge der Bologna Reformen kein Promotionsrecht verliehen bekommen...?
Deine Behauptung hinkt vorn und hinten

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Man... sie haben Promotionsrecht.

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Wenn es dann aber plötzlich um den Master geht, wollen sie ihn alle an der Uni machen. Seid einfach ehrlich, FH gibt einem den besseren Schnitt bei gleichem Aufwand und das ist der Grund wieso man den Bachelor nicht gleich an einer Uni macht

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

Kurz und knapp:
Ist ein Universitätsstudium anspruchsvoller? Ja.
Ist es für einen Großteil der Arbeitgeber wichtig ob der Bewerber einen Uni- oder FH-Abschluss hat? Nein.

antworten
WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Selbstverständlich verfolgen Uni und FH seit Bologna das selbe Ziel.
Seit dem gibt es faktisch auf keinen Unterschied mehr zwischen beiden.
Außer hier im Forum - weil jeder sich selbst pushen will.
Kann man machen.
Interessiert aber außerhalb des Forums keinen :-)

Na dann erklär mir doch mal wieso man Physik, VWL, Biologie, Chemie etc. Im Normalfall nicht an der FH studieren kann...

Die Frage macht keinen Sinn. Lies dir einfach durch was Bologna ist. Wilkommen in der Realität

Natürlich macht die Frage sinn. Wieso haben denn FHs im Zuge der Bologna Reformen kein Promotionsrecht verliehen bekommen...?
Deine Behauptung hinkt vorn und hinten

Die Behauptung war, dass FH´s und Uni´s ein unterschiedliches Ziel verfolgen.
Wer darf promovieren? Master von Unis und Fhs. Thats it

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Die Frage macht keinen Sinn. Lies dir einfach durch was Bologna ist. Wilkommen in der Realität

Natürlich macht die Frage sinn. Wieso haben denn FHs im Zuge der Bologna Reformen kein Promotionsrecht verliehen bekommen...?
Deine Behauptung hinkt vorn und hinten

Haben sie doch..

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Wenn es dann aber plötzlich um den Master geht, wollen sie ihn alle an der Uni machen. Seid einfach ehrlich, FH gibt einem den besseren Schnitt bei gleichem Aufwand und das ist der Grund wieso man den Bachelor nicht gleich an einer Uni macht

Wer so eine Behauptung aufstellt, sollte sie belegen und auch mal nachdenken, ob sie nicht die eigene These sogar widerlegt.

Wenn die FHler doch so ein niedriges Niveau gewohnt sind, warum sind sie dann plötzlich auf der Uni so erfolgreich, denn in der Statistik ist der Master-Abschluss mehrere Zehntel besser als der Bachelor.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Selbstverständlich verfolgen Uni und FH seit Bologna das selbe Ziel.
Seit dem gibt es faktisch auf keinen Unterschied mehr zwischen beiden.
Außer hier im Forum - weil jeder sich selbst pushen will.
Kann man machen.
Interessiert aber außerhalb des Forums keinen :-)

Na dann erklär mir doch mal wieso man Physik, VWL, Biologie, Chemie etc. Im Normalfall nicht an der FH studieren kann...

Weil die FHs ursprünglich eingerichtet wurden, um dringend benötigte Spezialisten, die man in großen Mengen brauchte, auszubilden und es noch nie so viele Physiker, Biologen usw.. wie Ingenieure und Diplom-Betriebswirte gab?

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Verstehe gar nicht wieso das überhaupt verglichen wird. Auch wenn es anscheinend viele immer noch nicht begriffen haben: FH und Uni verfolgen NICHT das selbe Ziel.

Während die Zielsetzung einer FH klar auf der direkten Berufsvorbereitung liegt, lernt man auf der Uni wissenschaftliches Arbeiten und es wird auf eine wissenschaftliche Karriere hin vorbereitet. Da Letzteres natürlich akademisch anspruchsvoller ist, wird die Uni als “schwerer” angesehen und damit “mehr Wert”. Dieser Rückschluss ist meiner Meinung mach falsch, denn die FH hat überhaupt nicht den Anspruch die Top Akademiker von Morgen auszubilden, sondern will Grundlagen vermitteln, die im Beruf wichtig sind (daher auf verpflichtendes Praxissemester etc.).

Der Vergleich hinkt vorne und hinten und es gibt einen Grund wieso Studiengänge wie Physik oder VWL in der Regel nicht an einer FH angeboten werden, da es keine direkten Berufe gibt die daran anschließen würden.

Weder das eine noch das andere ist besser, das ist völlig subjektiv und abhängig von den eigenen Zielen. Das wäre wie: “Was ist besser, Äpfel oder Cola?”

Wäre schön, wenn du im Jahr 2020 ankommen würdest. Die FHs wurden eingerichtet, um mehr Spezialisten in bestimmten Bereichen, bei denen die Nachfrage gigantisch war, auszubilden. Deswegen gab es die am Anfang auch nur in bestimmten Bereichen. Das haben die Unis nicht mehr geschafft. Sie sollten ergänzen und standen nicht in Konkurrenz.
Wissenschaftlich tätig waren die wenigsten Absolventen. Weder an FH noch an Uni.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Wenn es dann aber plötzlich um den Master geht, wollen sie ihn alle an der Uni machen. Seid einfach ehrlich, FH gibt einem den besseren Schnitt bei gleichem Aufwand und das ist der Grund wieso man den Bachelor nicht gleich an einer Uni macht

Wie schafft es dann aber ein FHler, plötzlich an der Uni beim Master genauso zu performmen, wie der Uni-Bachelor? In der Statistik gibt es keinen Unterschied. Vermutlich ist der Unterschied im Stoff doch sehr gering.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Wenn es dann aber plötzlich um den Master geht, wollen sie ihn alle an der Uni machen. Seid einfach ehrlich, FH gibt einem den besseren Schnitt bei gleichem Aufwand und das ist der Grund wieso man den Bachelor nicht gleich an einer Uni macht

Wie schafft es dann aber ein FHler, plötzlich an der Uni beim Master genauso zu performmen, wie der Uni-Bachelor? In der Statistik gibt es keinen Unterschied. Vermutlich ist der Unterschied im Stoff doch sehr gering.

Wann habe ich die Performance im Master erwähnt? Wir reden hier über die Gründe warum man einen Bachelor an der FH machen sollte -> Note als Hürde für den Master, der danach reine Formsache ist.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Das fängt doch schon mit dem Fachabitur an, das ein Witz gegenüber dem (für jeden durchschnittlichen intelligenten Schüler) auch gut machbaren Abitur.
Kannte an meiner Schule einige, die am Gymnasium gescheitert sind, dann aber ein 1,x Fachabitur gemacht haben.

Jetzt fangen also Leute an zu studieren, die keine linearen Gleichungen lösen können oder einen Sachtext auf Englisch verstehen. Trotzdem müssen sie aber irgendwie durchgeschleust werden - da muss man doch nicht auf einer FH gewesen sein um logisch deduzieren zu können, dass das Niveau nicht gleich sein kann. Hier schreiben einige von der Uni auf die FH gewechselt zu sein und bestätigen genau das (obwohl sie eigentlich ihr Niveau verteidigen müssten).

Zum Thema Berufseinstieg mag es tatsächlich so sein, dass einen ein FH-Studium mit Schwerpunkt Finance/Accounting deutlich besser auf einen Controller Job im KMU vorbereitet. Eine Elektrikerausbilung bereitet auch viel besser auf den Einsatz auf einer Baustelle vor als ein Elektrotechnik-Studium.

Wenn es aber um BWL Jobs mit täglich wechselnden Herausforderungen und Problemlösungskompetenz geht, ist natürlich der Uni Absolvent im Vorteil. Man lernt doch die Theorie nicht weil man sie praktisch braucht, sondern weil man dadurch einen Business Sense entwickelt, den man in verschiedesten Situationen anwenden kann. Man zeigt, dass man auch abstrakte Sachverhalte schnell lernen und verstehen kann - wer das kann, kann auch wesentlich unkompliziertere "Praxis" schnell lernen. Wenn man Black Scholes herleitet geht es nicht darum, dass man das irgendwann mal können muss, sondern darum tiefer zu verstehen wie Optionen funktionieren.

Ach, lass das doch. Das ist doch alles Hörensagen und es kommen immer die gleichen Antworten:

  • Das Fachabitur hat in manchen Bundesländern einen höheren Wert als das normale Abitur in anderen. Guter Vergleich wären da Bayern und Berlin. Das liegt auch daran, dass man im normalen Abitur heute alles abwählen kann, während das Fachabitur halt friss oder stirbt in einem Bereich heißt.

  • Heute haben sowieso 75% der jungen Leute irgendeine Hochschulzugangsberechtigung. Damit können sowieso fast alle studieren, was automatisch heißt, dass gut und gerne 40% noch 2006 für ein Studium ungeeignet gewesen wären. Das Niveau wurde überall gesenkt.

  • Die guten alten Märchen, dass irgendwer irgendwo an irgendwas gescheitert ist und dann woanders geglänzt haben soll, ist doch peinlich und wird hier nicht mehr ernstgenommen, weil das Argument ein Strohmann ohne wert ist. Behaupten kann das jeder. Warum, man das behauptet ist auch klar: Selbstaufwertung. Denkt man darüber aber mal nach, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass es irgendwelche Bekannte einem Dritten dauerhaft seine Noten offenlegt. Laut Statistik gibt es auch eher wenige Wechsel zwischen den Formen pro Jahr und natürlich kennt man genau die. Mal davon abgesehen, wäre Korrelation auch nicht Kausalität.

  • Genauso dämlich ist die ewig miefende Behauptung, dass jemand von der FH auf die Uni wäre und dann vom Niveau geplättet gewesen wäre. Das sind in der Regel auch nur Erfindungen, um seine eigene Ausbildung hochleben zu lassen, denn selbst wenn der Bachelor auf der FH gemacht worden wäre und der Master auf der Uni, wäre das kein Vergleich, denn Bachelor ist Bachelor und Master ist Master.

  • Der relevante Vorteil von Uni-Absolventen in der Praxis ist doch hier auch schon Hundertmal widerlegt worden. Zumindest für BWL. Uni und FH bietet beide heute Bulemie-Lernen und die Arbeitgeber unterscheiden bei der Einstellung gar nicht zwischen beiden Formen. Warum auch? 70% aller Absolventen landen sowieso auf Stellen, für die man früher eine Lehre haben musste, weil die Lehrstellen unbesetzt bleiben, da jeder studiert und an die restlichen 30% kommt nur die Elite ran und die kann sowohl auf der Uni, als auch auf der FH sein. Da kommt es dann halt auf das persönliche Profil, das Netzwerken und Glück an.

So und damit sollten wir die Diskussion beenden, denn die ist so 2015.

Nein. Bachelor ist eben nicht Bachelor und Master ist nicht Master. Es ist vom geistigen Anspruch her ein Unterschied, ob ich mir im Bachelor den Kopf über Formeln, Modelle und Theorien zerbrechen musste oder Cases lösen durfte

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich definitiv auf eine FH gehen. Da bekommt man wesentlich bessere Noten bei geringeren Aufwand.

Nein

Wieso wechseln alle dann von der Uni an die Fh und nicht umgekehrt?
Und wieso sind die Leute an der Uni in x dritt Versuchen und kriegen dann an der FH viel bessere Noten, mit weniger Aufwand?

So ist es.

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

WiWi Gast schrieb am 27.01.2020:

Das fängt doch schon mit dem Fachabitur an, das ein Witz gegenüber dem (für jeden durchschnittlichen intelligenten Schüler) auch gut machbaren Abitur.
Kannte an meiner Schule einige, die am Gymnasium gescheitert sind, dann aber ein 1,x Fachabitur gemacht haben.

Jetzt fangen also Leute an zu studieren, die keine linearen Gleichungen lösen können oder einen Sachtext auf Englisch verstehen. Trotzdem müssen sie aber irgendwie durchgeschleust werden - da muss man doch nicht auf einer FH gewesen sein um logisch deduzieren zu können, dass das Niveau nicht gleich sein kann. Hier schreiben einige von der Uni auf die FH gewechselt zu sein und bestätigen genau das (obwohl sie eigentlich ihr Niveau verteidigen müssten).

Zum Thema Berufseinstieg mag es tatsächlich so sein, dass einen ein FH-Studium mit Schwerpunkt Finance/Accounting deutlich besser auf einen Controller Job im KMU vorbereitet. Eine Elektrikerausbilung bereitet auch viel besser auf den Einsatz auf einer Baustelle vor als ein Elektrotechnik-Studium.

Wenn es aber um BWL Jobs mit täglich wechselnden Herausforderungen und Problemlösungskompetenz geht, ist natürlich der Uni Absolvent im Vorteil. Man lernt doch die Theorie nicht weil man sie praktisch braucht, sondern weil man dadurch einen Business Sense entwickelt, den man in verschiedesten Situationen anwenden kann. Man zeigt, dass man auch abstrakte Sachverhalte schnell lernen und verstehen kann - wer das kann, kann auch wesentlich unkompliziertere "Praxis" schnell lernen. Wenn man Black Scholes herleitet geht es nicht darum, dass man das irgendwann mal können muss, sondern darum tiefer zu verstehen wie Optionen funktionieren.

Ach, lass das doch. Das ist doch alles Hörensagen und es kommen immer die gleichen Antworten:

  • Das Fachabitur hat in manchen Bundesländern einen höheren Wert als das normale Abitur in anderen. Guter Vergleich wären da Bayern und Berlin. Das liegt auch daran, dass man im normalen Abitur heute alles abwählen kann, während das Fachabitur halt friss oder stirbt in einem Bereich heißt.

  • Heute haben sowieso 75% der jungen Leute irgendeine Hochschulzugangsberechtigung. Damit können sowieso fast alle studieren, was automatisch heißt, dass gut und gerne 40% noch 2006 für ein Studium ungeeignet gewesen wären. Das Niveau wurde überall gesenkt.

  • Die guten alten Märchen, dass irgendwer irgendwo an irgendwas gescheitert ist und dann woanders geglänzt haben soll, ist doch peinlich und wird hier nicht mehr ernstgenommen, weil das Argument ein Strohmann ohne wert ist. Behaupten kann das jeder. Warum, man das behauptet ist auch klar: Selbstaufwertung. Denkt man darüber aber mal nach, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass es irgendwelche Bekannte einem Dritten dauerhaft seine Noten offenlegt. Laut Statistik gibt es auch eher wenige Wechsel zwischen den Formen pro Jahr und natürlich kennt man genau die. Mal davon abgesehen, wäre Korrelation auch nicht Kausalität.

  • Genauso dämlich ist die ewig miefende Behauptung, dass jemand von der FH auf die Uni wäre und dann vom Niveau geplättet gewesen wäre. Das sind in der Regel auch nur Erfindungen, um seine eigene Ausbildung hochleben zu lassen, denn selbst wenn der Bachelor auf der FH gemacht worden wäre und der Master auf der Uni, wäre das kein Vergleich, denn Bachelor ist Bachelor und Master ist Master.

  • Der relevante Vorteil von Uni-Absolventen in der Praxis ist doch hier auch schon Hundertmal widerlegt worden. Zumindest für BWL. Uni und FH bietet beide heute Bulemie-Lernen und die Arbeitgeber unterscheiden bei der Einstellung gar nicht zwischen beiden Formen. Warum auch? 70% aller Absolventen landen sowieso auf Stellen, für die man früher eine Lehre haben musste, weil die Lehrstellen unbesetzt bleiben, da jeder studiert und an die restlichen 30% kommt nur die Elite ran und die kann sowohl auf der Uni, als auch auf der FH sein. Da kommt es dann halt auf das persönliche Profil, das Netzwerken und Glück an.

So und damit sollten wir die Diskussion beenden, denn die ist so 2015.

Nein. Bachelor ist eben nicht Bachelor und Master ist nicht Master. Es ist vom geistigen Anspruch her ein Unterschied, ob ich mir im Bachelor den Kopf über Formeln, Modelle und Theorien zerbrechen musste oder Cases lösen durfte

Warum wird hier jetzt plötzlich so gegen die WHU gehatet? :O

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WiWi Gast

Warum wird der FH Abschluss so schlecht angesehen?

WiWi Gast schrieb am 28.01.2020:

Wenn es dann aber plötzlich um den Master geht, wollen sie ihn alle an der Uni machen. Seid einfach ehrlich, FH gibt einem den besseren Schnitt bei gleichem Aufwand und das ist der Grund wieso man den Bachelor nicht gleich an einer Uni macht

Ich habe tatsächlich bei einem ähnlichen Aufwand eine bessere Note an der Uni im Master (ja, wir sollten nicht Bachelor und Master vergleichen). Wieso ich das gemacht habe? Weil ich einen Master an einer "Targetuni" machen konnte und gleichzeitig das Ziel habe zu promovieren. Hätte ich keinen Platz an der guten sondern nur an einer normalen Uni bekommen, wäre ich wahrscheinlich an der FH geblieben.

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