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Verbraucher fühlen sich von Wirtschaftskrise kaum betroffen

Die Verbraucher in Deutschland fühlen sich größtenteils nicht von der Wirtschaftskrise betroffen. Rund zwei Drittel sagen, dass die Krise ihr Leben bislang nicht beeinflusst. Dies hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag der SCHUFA ergeben.

Eine Marktszene mit Obst, Gemüse und Einkäufern.

Verbraucher fühlen sich von Wirtschaftskrise kaum betroffen
Wiesbaden, 04.02.2010 (sfa) - Die Verbraucher in Deutschland fühlen sich größtenteils nicht von der Wirtschaftskrise betroffen. Rund zwei Drittel sagen, dass die Krise ihr Leben bislang nicht beeinflusst. Dies hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag der SCHUFA ergeben. Die Auswertungen aus dem Januar 2010 des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigen: 39 Prozent der Befragten fühlen sich von der Krise nicht betroffen und gehen davon aus, dass dies auch so bleibt. 27 Prozent der Verbraucher fühlen sich derzeit nicht berührt, gehen aber davon aus, dass sich dies ändern könnte. Ein Viertel (26 Prozent) fühlt sich leicht betroffen und nur 6 Prozent fühlen sich stark betroffen. Berufstätige fühlen sich stärker von der Krise betroffen als nicht Berufstätige. Insbesondere 30- bis 44-jährige Personen geben an, dass die Krise starken Einfluss auf ihr Leben hat. Dies mag einerseits überraschen - andererseits stehen in dieser Lebensphase häufig große Investitionen etwa bei Immobilienfinanzierungen oder einer Familiengründung an.

Passend dazu wurden für den vierteljährlich erscheinenden SCHUFA Kredit-Kompass auch Zahlen zur tatsächlichen Nachfrage und der Vergabe von Krediten an Privatpersonen für das vierte Quartal 2009 ermittelt. Fazit: Das Interesse der Verbraucher an Krediten und die tatsächliche Kreditvergabe haben im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal leicht nachgelassen, die Zahlen liegen aber auf einem stabilen Niveau. Das Interesse der Menschen an Ratenkrediten hat um rund 4 Prozent abgenommen. Die Zahlen liegen jedoch noch immer etwa 10 Prozent über dem vierten Quartal 2008. Auch die Zahl der abgeschlossenen Kreditverträge ist im vierten Quartal 2009 um 6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen. Nach einem von der Abwrackprämie beeinflussten deutlichen Anstieg der Kreditverträge im ersten Halbjahr 2009 pendelt sich der Wert langsam wieder auf das Niveau aus dem Jahr 2008 ein.

Verbraucher, die im vierten Quartal 2009 einen Kredit aufgenommen haben, waren besonders an Kleinkrediten unter 1.000 Euro interessiert. Der Anteil von Kleinkrediten an allen Krediten ist um rund 6 Prozent gestiegen. Diese stärkere Nachfrage lässt sich auf das Weihnachtsgeschäft mit attraktiven Finanzierungsangeboten des Handels zurückführen. Die Anzahl der ausgefallenen Kredite ist im Vergleich zum Vorquartal um weniger als 1 Prozent gestiegen. Allerdings liegt die Zahl der Kreditausfälle im Gesamtjahr 2009 deutlich über dem Vorjahr (rund 7 Prozent). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass 2009 etwa 10 Prozent mehr Kredite vergeben wurden als noch 2008. Als einer der Hauptauslöser für Überschuldung gilt der Verlust des Arbeitsplatzes. Dazu erklärte der SCHUFA-Vorstandsvorsitzende Rainer Neumann: »Aktuell gibt es verschiedene Prognosen zur Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes. Auch wir werden in unseren regelmäßigen Auswertungen im Laufe des Jahres Anhaltspunkte dafür bekommen, ob und wie sich neue Rahmenbedingungen bei Wirtschaft und Verbrauchern auf die Kreditvergabe und die Ausfallraten auswirken.«

 

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64 Kommentare

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