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WirtschaftsnobelpreiseYoung Scholar Award

Schweizer Ökonom Stefano Carattini erhält Heinz König Young Scholar Award 2015

Der Heinz König Young Scholar Award des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim geht im Jahr 2015 an Stefano Carattini von der Haute Ecole de Gestion de Genève, Schweiz. Das ZEW würdigt mit dieser Auszeichnung die Untersuchungen des Doktoranden zu den Auswirkungen einer Besteuerung des Abfalls privater Haushalte.

Heinz-König-Young-Scholar Ökonomie-Award 2015

Schweizer Ökonom Stefano Carattini erhält Heinz König Young Scholar Award 2015
Mannheim, 09.07.2015 (zew) - Der jährlich vom ZEW verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet zusätzlich das Angebot eines mehrmonatigen Forschungsaufenthalts am ZEW. Der Forschungspreis wurde in diesem Jahr von dem Unternehmen Fuchs Petrolub SE, Mitglied im Förderkreis Wissenschaft und Praxis am ZEW e.V., gestiftet. Er wurde dem Preisträger vom Präsidenten des ZEW, Prof. Dr. Clemens Fuest, und Dagmar Steinert als Vertreterin der Fuchs Petrolub SE feierlich übergeben.

Die Beseitigung von Abfall verursacht in den industrialisierten Ländern erhebliche Kosten. Diese muss die Gesellschaft als Ganzes und somit jedes einzelne Mitglied in nahezu gleichem Maße schultern. Hinzu kommt das Problem knapper und damit teurer Rohstoffe. Zu einem effizienteren Umgang sowie verstärkten Recycling kostbarer Rohstoffe kann durch entsprechende Preissignale animiert werden.

Das ZEW würdigt mit dieser Auszeichnung die Untersuchungen des Doktoranden zu den Auswirkungen einer Besteuerung des Abfalls privater Haushalte. Carattini betrachtet, wie eine solche Besteuerung das Verhalten privater Haushalte beeinflusst und auf welche Akzeptanz sie stößt. Des Weiteren untersucht er, wie die Wirksamkeit und Fairness einer solchen Besteuerung wahrgenommen wird. Damit leistet die vom ZEW ausgezeichnete Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Effektivität fiskalischer Maßnahmen im Zusammenhang mit Problemen des Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens.

Die prämierte Forschungsarbeit von Stefano Carattini zeigt empirisch, dass eine direkte Besteuerung von Abfall in der Schweiz (in Form von Preisen für Müllsäcke) zu einer etwa 40 Prozent niedrigeren Menge an Müll pro Kopf führt. Noch weitaus interessanter ist allerdings das Ergebnis, dass Haushalte, die einer solchen direkten und mengenabhängigen Abfallsteuer unterworfen waren, diese als fairer und effektiver empfanden als Haushalte in anderen Gemeinden, die von dieser Maßnahme nicht betroffen waren.

Bild: Bei der Preisverleihung des Heinz König Young Scholar Award 2015 (v.l.): ZEW-Geschäftsführer Thomas Kohl, Dagmar Steiner von Fuchs Petrolub SE, Preisträger Stefano Carattini und ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest


Der Heinz König Young Scholar Award ist nach dem im Jahre 2002 verstorbenen Gründungsdirektor des ZEW, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz König, benannt und würdigt hervorragende empirische Arbeiten junger Wirtschaftswissenschaftler. Das ZEW will mit dem Preis der Vielzahl an Auszeichnungen für arrivierte Forscher keine weitere hinzufügen, sondern - ganz im Sinne von Heinz König - der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses den Vorzug geben.

Der Heinz König Young Scholar Award wurde im Rahmen des ZEW Summer Workshops 2015 verliehen. Dieser befasste sich in diesem Jahr mit empirischen Methoden in der Innovations- und Umweltökonomik, und speziell solchen zur Evaluierung politischer Maßnahmen in diesem Bereich. Ziel des ZEW Summer Workshops ist es, den wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs zu qualifizieren. In diesem Jahr wurden aus einer Vielzahl an Bewerbungen 16 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ausgewählt, um während des Summer Workshops ihre Forschungsarbeiten mit anderen Nachwuchswissenschaftlern und renommierten Forschern zu diskutieren. Dieses Jahr waren dies Prof. Dr. Dirk Czarnitzki von der Katholischen Universität Leuven, Antoine Dechezleprêtre, Ph.D., von der London School of Economics und Prof. Mark J. Roberts, Ph.D., von der Pennsylvania State University. Sie boten im Rahmen des Workshops spezielle Vorlesungen für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an.

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