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VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

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WiWi Gast

VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi!

erstmal bitte keine Häme / Gehässigkeit / Bösartigkeiten - Ich weiß selber, dass man über meine Situation "blöde" Kommentar verlieren könnte. Aber nun gut, ich leg mal los:

Ich bin 24 Jahre alt und habe jüngst meinen Bachelor in VWL an der Universität zu Köln mit einer 1,9 abgeschlossen. Ich gehöre noch zu dem Jahrgang der 13 Jahre in die Schule gegangen ist und erst mit Ende 19/ Anfang 20 an die Hochschule gegangen ist.
Nach der Schule war mir eigentlich nicht so richtig klar, was ich machen will, außer dass ich studieren möchte. Ich war immer sehr gut in Mathe, konnte aber auch Deutsch und Englisch gut. Ich entschloss mich dann damals per Ausschließungsverfahren für VWL. Jura wollte ich nicht, Arzt will ich auch nicht sein, Lehrer auch nicht und BWL war mir zu trocken.
VWL erschien mir als cool. - Das war der BWLer nur mit mehr mathematischem Können wurde mir gesagt. Außerdem ging es hier um makroökonomische Theorien. Fand ich super spannend!

Ich habe dann 8 Semester lang VWL studiert. - bin im ersten und zweiten Semester teilweiße durch Prüfungen gerasselt und hatte erst nach ner Zeit gelernt wie man "richtig" studiert. Nun ja hab mich dann gesammelt und kam auf meine 1.9!

Während meines Studiums habe ich durchgängig gearbeitet: In der LanxessArena als Würstchen-Dreher, in einem Supermarkt als Lagerarbeiter und schließlich 2 1/2 Jahre in einem bekannten deutschen Turnschuhladen!

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Ich habe einmal ein Praktikum in den Semesterferien gemacht, das in etwa in die Richtung geht, die ich studiert habe. Ich habe 3 Monate bei einer Finanzberatung hospitiert.

War total schrecklich! Da saßen nur Typen im Anzug, teilweiße Studienabbrecher oder gescheiterte Lehrer/ Sportstudenten, die jetzt doch nochmal die große Kohle machen wollten! Haben die auch gemacht! - Die haben alle eigentlich dicke Autos gefahren und haben alle so um ihre 3000-4000 Euro rausgehauen. Alle Anfang 30. Aber es ging eigentlich immer nur darum, wer die meiste Kohle schöffelt und wer in der Disko mit seiner Golduhr die besseren Schnecken abschleppt.
In meinen letzten zwei Wochen im Praktikum bin ich dann nicht mehr gegangen. Ganz ganz komisches Buisness! Ganz komische Welt!
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Ansonsten war ich immer sehr beschäftigt mit Prüfungen schreiben und arbeiten gehen, sodass ich nach der Erfahrung in der Versichungswelt kein weiteres Praktikum mehr gemacht habe.

In meiner Gedankenwelt war ich dann immer sehr leichtsinnig. Ich studiere jetzt mal und danach dreht sich die Welt erst weiter und ich schaue, was ich dann mache.
Im Nachhinein denk ich "WOW, wie konntest du so blöde sein!!!!" - aber je mehr ich hier in dem Forum lese, sehe ich, dass es super super vielen anderen Absolventen genau so geht. Studieren studieren studieren und dann mal gucken. Also ich bin wohl definitiv nicht der einzige! (Was aber die Situation nicht besser macht)

2015 war ich 10 Wochen lang backpacking in Togo und Ghana. War ne super Erfahrung! Da kam mir dann auch die Idee mit der Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit. Ich hatte irgendwie einen Sinn gefunden meine analytischen Fähigkeiten, die ich im Studium mir angeeignet habe, sinnvoll später für eine Sache, die mich brennend interessiert, einzusetzen!

Nun habe ich 2016 Oktober mein Studium abgeschlossen. 1,9. Ich bin damit mehr als zufrieden, nachdem ich am Anfang des Studiums zu abgeschmiert bin. Seitdem renne ich auf viele Infoveranstaltungen - "Master and More Messen" "Career-Tuesdays" "Jobmessen" "Tag der offenen Tür von Universitäten" und so weiter.

Ich war auch letzten Monat in Berlin im Auswärtigen Amt, wo sich große Nicht Regierungsorganisationen, wie die United Nations, die Weltbank und die Europäische Union vorgestellt haben. Ich muss sagen: Seit der Messe ist mir der Wunsch international zu arbeiten ein wenig vergangen. Überall heißt es nur "Wir brauchen die besten! Sie müssen das , das , das ,das und das können! Sie müssen Auslandserfahrung haben,sie müssen 4 Sprachen können, sie müssen einen Doktortitel haben" - Sie müssen, Sie müssen und sie müssen.

Und alle prahlen mit ihren unmenschlichen Bewerbungsverfahren: Bei der Europäischen Union bewerben sich jährlich 40.000 Bewerber auf deren Karrierelaufbahn. Jedes Jahr werden von 40.000 Bewerber 50 ausgewählt. Im Auswärtigen Amt bewerben sich 20.000 Bewerber auf 18 Plätze pro Jahr!

  • Das sind alles Zahlen, die sind abartig! - Da denkt man sich, wenn man von so einer Veranstaltung kommt! "Einen scheiß muss ich, ich muss gar nix" Und dann kommt dazu, dass die Gehälter in der Entwicklungszusammenarbeit im Vgl. mit der Freienwirtschaft sehr sehr bescheiden sind. Da komm ich zum Ergebnis, dass obwohl ich wohltätig sein möchte, dann doch lieber in der "freien Wirtschaft" mich versuche und mich privat weiter engagiere.

Irgendwie ist es so als ob ein ganz großen Kartenhaus gerade in sich zusammenfällt. Ich habe mir mein "Gap Year" zwischen Master und Bachelor ganz anders vorgestellt. Ich habe gerade echt eine ganz große "Schaffenskrise".

Auf der anderen Seite bin ich froh, dass es jetzt bei mir mit 24 so ist. Ich habe mich angefangen mit vielen Leuten zu unterhalten und in die "hineinzuhorchen". Wow, wie viele einfach mal studieren und dann gucken was kommt. Da denkt man sich nur "Was???"

Eines meiner Problem ist, dass meine "Jobrealität" die gleiche ist, wie die eines Hauptschülers. Ich meine ich war Würstchen Umdreher in der Kölnarena, ich habe Kisten im Supermarkt verräumt und momentan verkaufe ich Schuhe. Ich kann eigentlich gar nix!

Mein 2 Jahre älterer Bruder ist Polizist. Meine 16 Jahre ältere Schwester ist Zahnärztin. Die sind schon "da"!

Ich habe auch jetzt mit 25 mir gedacht alles zu schmeißen und auch zur Polizei zu gehen. Da verdient man ja ganz gut. Mein Bruder verdient mit 27 Jahren 2300 Euro Netto! Und wenn der irgendwann mal 20 Jahre im Dienst ist landet der auch bei seinen 4300 Euro Netto! Ist schon ganz viel ! (finde ich) Allerdings fährt der auch die ganze Zeit im Winter Nachtdienst und musste letztes Wochenende mit einer Maschinenpistole in Köln Sülz auf eine Tür halten, weil ein Mann damit gedroht hat, jemanden zu erschießen, wenn er in seine Wohnung betritt.

(Nicht so ganz witzig)
Gibt bei der Polizei wohl auch 'ne große Kehrseite der Medaillie - und ich wüsste nicht ob mich das auf Dauer glücklich machen würde. Außerdem würde das bedeuten, dass ich ein lebenlang an NRW bzw. an ganz Deutschland gebunden bin und nie ins Ausland gehen kann. Es sei denn, ich würde das irgendwann auch wieder schmeißen. Außerdem wird man in der Univeristät ja so sozialisiert, dass man alles hinterfragen sollte. Wenn ich meinen Bruder sehe, dann sehe ich einen Ausführer. Er redet immer von "Gehorsamkeit" und blindes Ausführen. Ich glaube aber an die Macht der Bildung. Ich war immer stolz darauf zu studieren und mich weiter zu bilden. Dem würde ich damit ein Ende setzen.

Ich glaube mein größtes Problem ist diese Unwissenheit: Was kommt später auf mich zu? Was mache ich eigentlich genau später?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen 24/7 an einem Computer zu hocken. Klar weiß ich, dass man um Schreibtisch arbeit nicht drumherum kommt... aber den ganzen Tag von 8-18 Uhr am Schreibtisch 5x die Woche. Wow! Das wär schon arg hart und das würde ich sicherlich irgendwann schmeißen.

Ich habe aber auch keinen blassen Schimmer was es bedeutet Controller/ Consultant/ Vorstandsvorsitzender/ Wirtschaftsprüfer usw. zu sein. Ich hätte keinen blasen Schimmer was die alle machen. Alles was ich habe ist einen 1,9er Abschluss. Meine Realität ist die Ausführung einer Arbeit, die auch ein Hauptschüler machen kann.

Mich macht das total fertig.

Meine Freunde und Familie raten mir einfach jetzt mal irgendwo ein längeres Praktikum zu starten und den Master im September zu beginnnen. Ich muss sagen- Den Ehrgeiz, den Master zu machen, den hab ich. Ich habe kein Problem damit jetzt nochmal 2 Jahre fleißig zu lernen.

Ein guter Freund meinte "Mach doch jetzt erstmal den Master. Ob du danach KFZ Mechaniker wirst oder Busfahrer ist doch egal. Aber mach doch den Master"

Ich weiß gerade nicht mehr so Recht wohin mit mir. Ich habe wirklich das Gefühl, dass mein Abschluss völlig wertlos ist. Aber irgendwie innerlich sagt mir etwas, dass es da draußen irgendwo nen Job gibt, der mich glücklich machen wird.

Was könnt ihr mir raten?

lg Martin

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Du solltest auf jeden fall Prakitka machen. Ich würde in deinen Gap year aber nicht ein längeres Prakitkum (6 Monate) machen sondern 2-3 kürzere (10-12 Wochen) in verschiedenen Berufen/Unternehmensgrößen/Branchen die dich interessieren und du wissen möchtest wie die Arbeit dort eigentlich wirklich aussieht. Bei mir haben Praktika und generell praktische Erfahrungen extrem viel dazu Beigetragen, das zu finden was ich machen will.
Du wirst nach deinem ersten Praktikum nicht sofort die Erleuchterung haben, aber es beginnt ein langsamer Prozess der dich Stück für Stück sortieren lässt auf was du Lust hast und auf was nicht.

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich schließe mich der ersten Antwort an. Praktika sind vmtl. das beste, das du in deiner jetzigen Situation machen kannst. Offensichtlich bist du ein Mensch, der seinen Job wirklich mögen muss, um ihn mindestens zu ertragen. Sich also blind (ohne Erfahrung in diesem Bereich) zu bewerben, kann bei dir egtl. nur nach hinten losgehen.
Master machen, einfach nur um beschäftigt zu sein, erscheint mir wenig sinnvoll. Sicher, lieber einen Master haben als keinen Master haben, aber wenn du danach am selben Punkt wie jetzt stehst, bringt dir der auch nichts. Und am Ende machst du dann ganz was anderes, als du studiert hast, dann war es "verlorene" Zeit.

PS: Kompliment für einen ausführlichen Beitrag, gut geschrieben, ohne überzogene Ego-Spielereien und keine 'Special Snowflake' Attitüde!

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi! Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich glaube das ist auch mein großes Problem. Die wirkliche Arbeitswelt ist mir einfach ein ganz großes Mysterium.
Gut ich weiß wie die Arbeitswelt eines Schuhverkäufers oder eines angestellten in der Gastronomie ist.
Aber ich weiß nicht wie die Arbeitswelt im Bereich Wirtschaft ist. Das fuchst mich total.

Gibt es denn Unternehmen die "Schnupper" Praktika anbieten? Ich meine die meisten Unternehmen suchen doch eher Leute, die wirklich schon arbeiten wollen und sich verpflichten 3-6 Monate irgendwo dabei zu sein. Dafür werden die dann auch entlohnt.
Gibts Schnupperpraktika?

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Erst einmal: Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Ich kann die meisten deiner Punkte nachvollziehen, allerdings sehe ich die Situation längst nicht so kritisch wie Du selbst. Ja, deine Praxiserfahrung ist nicht gerade überdurchschnittlich. Allerdings hast du einen (sehr) guten Abschluss an einer renommierten Universität absolviert und währenddessen scheinbar durchgängig gearbeitet. Damit hast du vielen Leuten einiges voraus.

Was nun? Nutz' das Gap Year um die fehlende Praxiserfahrung nachzuholen. Wenn Du deine Unterlagen vernünftig zusammenstellst, bin ich mir sicher, dass einige Einladungen dabei rausspringen werden. Deinem Text nach scheinst du nicht gerade der langweiligste Bewerber zu sein. Bereit dich vernünftig auf die Unternehmen und Stellenausschreibungen vor und dann wird es klappen.

Wo bewerben? Überall wo du Lust drauf hast. Mehr als eine Absage können sie dir auch nicht schicken. Bis auf UB sehe ich aber alles im Bereich des möglichen. Wie sieht es mit Audit bei dir aus? Sollte mit Sicherheit klappen und ist ein solides erstes Praktikum.

Stichwort Schnupperpraktikum. Das ist der einzige Punkt, der mich bei deinen Schilderungen irritiert. Möchtest du lieber weitere 3 Monate als Schuhverkäufer arbeiten oder das Mysterium Wirtschaft ein wenig entschlüsseln? 3 Monate sind nun wirklich nicht die Welt und ein vernünftiges Praktikum öffnet dir ganz neue Wege zu anderen und für dich vielleicht spannenderen Jobs/Praktika.

Vergiss das mit dem den "Schnupperpraktika" und such dir ein vernünftiges Praktikum und alles wird gut ;)

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Was meinst du mit Schnupperpraktika? 2-3 Wochen? Davon würde ich dir abraten. Nach so einer kurzen Zeit kennst du nicht wirklich was von dem Berufsfeld oder den typischen Aufgaben. Ich halte "Schnupperpraktika" mit einer Länge von 10-12 Wochen als das Beste. In dieser Zeit kriegst du einen Einblick in die Tätigkeit und das Umfeld und wenn es dir nicht gefallen sollte, ist die Praktikumszeit auch nicht so ewig lang das man sich nur noch hinschleppt.
Ich würde mich auch von dem Gedanken verabschieden einen Beruf zu finden der die Jederzeit zu 100% gefällt und sich wie ein hobby oder Spaß anfühlt. Wenn du eine Tätigkeit findest die dir überwiegend gefällt oder mit der du dich anfreunden könntest, hast du schonmal viel gewonnen.

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi! Auch an dich! Danke für die schnelle Antwort!

Da hab ich gleich noch ein Anliegen:

... Ich bin mit meinem Bachelor letztes Jahr im November fertig geworden. Allerdings hab ich an einem Lehrstuhl hier in Köln geschrieben, der anscheinend es nicht so eng sieht mit Terminen und Fristen(!!!!!!). Ich weiß von meinem Betreuer und von meiner Professorin, dass ich eine 1,3 für meine Bachelorthesis bekommen habe und somit habe ich wie gesagt den Schnitt 1,9.

Leider ist aber immer noch keine Post bei mir zu Hause angekommen, in der mein vorläufiges Abschlusszeugnis liegt. Wenn ich mich jetzt also anfange irgendwo zu bewerben würde ich eine Leistungsübersicht aller meiner abgelegter Prüfungen hinzulegen in der lediglich steht: Ihre Bachelorthesis wird noch korrigiert.
Kommt das nicht einfach sau doof? Ich meine ich warte jetzt schon 3 1/2 Monate dadrauf!!!

Weiteres Problem ist, dass ich auch seit 2 Monaten auf mein Arbeitszeugnis von dem Schuhladen warte, in dem ich arbeite. Ich hab das erste mal mitte November nachgeharkt in der Hoffnung dass es dann im Januar hier liegt. Die kommen da einfach nicht zu potte in der Personalabteilung.
Von dem Filialleiter im Schuhladen werde ich immer wieder vertröstet. "Die kümmern sich drum... Ist in Bearbeitung"

Ich habe lediglich als Referenz die Arbeitszeugnisse von der Gastronomie und der Arbeit im Supermarkt.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt einfach anfangen soll halbfertige Bewerbungen los zu schicken. Immer wieder werde ich vertröstet.

Mich macht das auch ganz fuchsig!
Ich möchte im September spätestens nächstes Jahr (2018) Frühjahr mit dem Master einsteigen. Aber ich sitze hier und drehe Däumchen, weil mein Lehrstuhl das nicht hinbekommt und das Abschlusszeugnis ans Prüfungsamt schickt. Genauso wie im Schuhladen. Dem Regionalleiter ist das sch**ß-egal, wann und wie ich mein Zeugnis bekomme. Das wäre für den einfach ne Arbeit von 10 Minuten.

Soll ich einfach Bewerbungen rausschicken, dass als einzigen Anhang eine Leistungsübersicht beinhaltet von vor 4 Monaten und nichtmal ein Arbeitszeugnis meiner aktuellen Tätigkeit beinhaltet?

Und nochmals vielen Dank an alle Vorschreiber für eure Tipps! Ich weiß das sehr zu schätzen!

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Lounge Gast schrieb:

ohne überzogene Ego-Spielereien und keine
'Special Snowflake'; Attitüde!

Doch, genau die legt der TE an den Tag.

@TE: Du schreibst selbst, dass du an makroökonomischen Themen und Entwicklungshilfe interessiert bist. Dass du lieber in die Finanzberatung in den Vertrieb gehst ist deine eigene Schuld. Es gibt zig hunderte Praktikanten-Stellen für deinen Interessensbereich. Vorallem hast du dich nicht mal um eine relevante Stelle bemüht. Du tust das von vornherein ab mit "ah die nehmen mich sowieso nicht. Alles blöd". Sorry, aber bei so einem Verhalten kann ich dir nicht positiv zusprechen. Meiner Meinung nach dient dieser Thread nur dazu, deine Ansichten bestätigt zu bekommen.

Mein Tipp: Hinter hochbekommen und auf Praktika bewerben die einen interessieren.

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich denke mal, dass die meisten Studenten nicht viel mehr "reale" Vorstellungen haben von der realen Wirtschaft. Wenn du nicht mindestens ein Praktikum gemacht hast wird sich das nicht ändern. Ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht zum Industriekaufmann... Nach m Abi stand ich genauso dar wie du jetzt. Das wichtigste was ich dort gelernt habe ist : Berufsanfänger wissen meistens fast nichts... Ähnlich ist es nach dem Studium. Ich habe zum Ende des Studiums ein Praktikum in der WP gemacht und dann auch dort angefangen. Ich treffe hier täglich auf andere BWLer auf der anderen Seite des Schreibtisches, von dessen Arbeit ich auch wenig verstehe. Also frage ich nach. Das muss man am Anfang denke ich in jedem Bereich machen um voran zu kommen.

Meine Empfehlung ist recht einfach. Es gibt tolle gap year Programme oder normale Praktika die dir einen guten ersten Eindruck verschaffen ohne vollumfängliches Wissen voraus zu setzen. Mach ein zwei drei Praktika und schreibe dich für den Master ein. Wenn dir einer der Jobs viel Spaß macht, berwerbe dich a7f solche stellen. Wenn nicht, mach den Master und schaue weiter. Suche dann eventuell Werksstudenten stellen um weiter Bereiche kennenzulernen und relevante Erfahrungen zu sammeln. Dein Lebenslauf klingt doch sonst super interessant. Kann mir nicht vorstellen, dass es so schwer sein wird Praktika zu finden.

Sorry für die Tippfehler... Handy Bildschirm ist winzig;)

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ist doch absolut plausibel. Das sind die am besten bezahlten Stellen im Bereich Öffentlichen Dienst und somit ähnlich begehrt wie McKinsey u.a.

Lounge Gast schrieb:

Ich war auch letzten Monat in Berlin im Auswärtigen Amt, wo
sich große Nicht Regierungsorganisationen, wie die United
Nations, die Weltbank und die Europäische Union vorgestellt
haben. Ich muss sagen: Seit der Messe ist mir der Wunsch
international zu arbeiten ein wenig vergangen. Überall heißt
es nur "Wir brauchen die besten! Sie müssen das , das ,
das ,das und das können! Sie müssen Auslandserfahrung
haben,sie müssen 4 Sprachen können, sie müssen einen
Doktortitel haben" - Sie müssen, Sie müssen und sie
müssen.

Und alle prahlen mit ihren unmenschlichen
Bewerbungsverfahren: Bei der Europäischen Union bewerben sich
jährlich 40.000 Bewerber auf deren Karrierelaufbahn. Jedes
Jahr werden von 40.000 Bewerber 50 ausgewählt. Im Auswärtigen
Amt bewerben sich 20.000 Bewerber auf 18 Plätze pro Jahr!

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Vielleicht solltest du schriftsteller werden :D

jetzt zum eig. thema:

es ist insgesamt schwierig, ohne relevante praktika einen ordentlichen einblick in die wirtschaft zu bekommen. bin selber an einer fh, da sind 2 praktika mit schwerpunkt steuern/controlling/ accounting oder wp verpflichtend. Das hat mich vorher gestört, da ich eher der gechillte student war, allerdings konnte ich dadurch (zwanghaft) einen einblick ins arbeitsleben und jobperspektiven bekommen
habe dann mein erstes praktikum bei big4 audit gemacht und danach noch eins bei einer anderen und es war richtig interessant (zum mandanten reisen, aus dem koffer leben etc.)

Mein Rat:
nutze das gap year wirklich sinnvoll, und pfeif auf würsten dreher etc. und such dir 2 - 3 anständige praktika bei big4, kleinere boutiquen , dax größere kmu etc. und jeweils mind. 3 Monate.
Lege deinen schwerpunkt fest, damm richte die praktika dementsprechend aus, so hast du ein gap year mit viel erfahrung
-> die muss aber wohl bewusst sein, dass vwl/ bwl etc. ein fach ist, wo man ständig am schreibtisch vor dem lapi hängst, abgesehen von der zeit, in der du reisen musst oder so

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Also sich damit abfinden, dass man etwas finden muss, was einem halbwegs Spaß macht. - Das sehe ich komplett auch so!
Ich habe letztens auch einen interessanten Bericht darüber gelesen, dass man heutzutage viel größere Ansprüche an seinen Beruf stellt als früher:
"Arbeit muss Spaß" machen. Früher hat man einfach den Betrieb seines Vaters übernommen oder ist Handwerker, Schneider oder Feuerwehrmann geworden. Heute muss man sich "selber verwirklichen".
Wie gesagt, sehe dass genauso. Man muss etwas finden was einem halt überwiegend intressiert. Klar gibt es auch Zeiten wo man es nicht mag.

Aber im Studium gab es auch ätzende Zeiten.
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Neben der Tätigkeit als Schuhverkäufer, arbeite ich noch 1x die Woche als Nachhilfelehrer in Mathematik. Da gibts auch manchmal Tage wo ich mir denke, kann der Schüler das jetzt mal checken und Tage da unterrichte ich ganz aufgeweckte Kinder. Das gibt mir dann auch ein tolles Gefühl!
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Nochmal zum Thema meiner fehlenden Dokumente - Also wie gesagt: Ich hab noch kein Dokument von der Uni was mir den Studienabschluss bestätigt und auch von dem Schuhladen, bei dem ich momentan arbeite, habe ich wie gesagt kein Zeugnis. Einfach weil die blöde Personalabteilung sich keine 5 Minuten Zeit für mich nehmen kann und mir das ausdrucken kann.

Was denkt ihr? Einfach wirklich Bewerbungen fertig machen mit vorläufigem Abschlusszeugnis? Also einfach meine Leistungsübersicht + Lebenslauf+ Anschreiben. Und dann nur ein Arbeitszeugnis von den zwei Jobs, die ich vor diesem ausgeführt habe?

Liebe Grüße

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

das arbeitszeugnis von dem schuhladen wird nicht den unterschied machen ob du irgendwo einen platz bekommst oder nicht. genauso wie die noch nicht erhaltende note der BA. such nicht länger nach ausreden oder gründen das du dich jetzt noch nicht bewerben kannst sondern erst in punkt x in der zukunft.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

"Im Auswärtigen Amt bewerben sich 20.000 Bewerber auf 18 Plätze pro Jahr!"

Die Zahl ist etwas zu hoch gegriffen. Es sind eher 2000 Bewerber. Also ist die Chance etwa 1:10. Was glaubst du, wie die Bewerbersituation bei Tier1-UB/IB, DAX30 aussieht?

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Das Zeugnis eines Schuhladens juckt niemanden :D Viel wichtiger ist es jetzt einfach mal was zu machen, anstatt sich ständig in Ausreden zu flüchten.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi Martin,

vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Wir beide haben ein ziemlich ähnliches Profil :-)

Habe auch im Oktober meinen Bachelor in VWL an der Uni Köln (mit 2,0) abgeschlossen. Bin aber im Gegensatz zu dir schon 27 Jahre alt. Habe vor meinem Studium Abi + Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht. Da mir der Beruf aber nicht gefallen hat und ich mich weiterbilden wollte, habe ich mich aus exakt den gleichen Gründen wie du für ein VWL-Studium entschieden. Da ich nebenher auch immer gearbeitet habe (zum Schluss am Lehrstuhl), hat es auch bei mir ein paar Semester länger gedauert.

Ich habe schon einige praktische Erfahrungen sammeln können, ob in der Bank, am Lehrstuhl, bei einem Softwareentwickler und aktuell bei einem großen OEM in Süddeutschland.

Und ehrlich gesagt, ich weiß bis heute nicht was ich nach meinem Studium machen soll!

ABER... ich weiß was ich nicht machen will :-) und das ist auch eine wichtige Erfahrung die man aus einem Praktikum mitnehmen kann.

Im April beginne ich mit meinem Masterstudium an der WWU in Münster. Nochmal 2 Jahre lang studieren, die potentielle Position am Arbeitsmarkt verbessern. Mein Wissen weiter in Makro, Ökonometrie und Finance vertiefen, ein Auslandssemester mitnehmen und ein weiteres Praktikum machen....

Es ist nicht schlimm, wenn du jetzt noch nicht weiß was du später machen willst. Du weißt aber, dass das was du jetzt machst, dir Spaß macht. Und im Master triffst du auch nochmal auf ganz andere Leute, die dir auch wichtigen Input geben können.

Als Vorschlag für dein Gap-Year schließe ich mich meinen Vorrednern an. Mache 2-3 Praktika in großen bekannten Unternehmen in verschiedenen Bereichen. Auch wenn es dir im Nachhinein dort nicht gefällt, machen Sie sich gut auf deinem Lebenslauf und verbessern evtl. deine Chancen auf deine zukünftige Wunschposition.

Zu deiner Sache mit dem Bachelorzeugnis, das ist kein Problem! Rein interessehalber, an welchem Lehrstuhl hast du geschrieben? ;-)

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, sobald der Prüfer die endgültige Note beim Prüfungsamt in Köln eingereicht hat, bekommst du per Brief Note + Bestätigung zugeschickt. Bei meiner Freundin war es so, dass das Prüfungsamt auch direkt das vorläufige Bachelorzeugnis mit in den Umschlag gepackt hat. Wie du weißt ist die Zeugnisverleihung in Köln nur 2 mal im Jahr. Also ist die nächste erst im Juli, wo wir beide auch erst die "Urkunde" erhalten werden. Ist aber kein Problem, da das vorläufige für alle Arten von Bewerbungen, ob Uni oder Unternehmen, reicht. Da ist alles drauf mit Siegel etc. Falls dein Lehrstuhl WIRKLICH schon das Ergebnis beim Prüfungsamt eingereicht hat, solltest du die Tage Post erhalten, ansonsten nachhaken!

Auf die Arbeitszeugnisse aus Gastro und Schuhladen kann erstmal verzichtet werden. In deinem Lebenslauf gehst du ja kurz auf die beiden Stellen ein, auch schon alleine um diesen ein bisschen zu füllen. Den Rest kann sich ein Personaler auch denken. Ich persönlich glaube kaum, dass sich einer aus dem HR schonmal eins meiner Arbeitszeugnisse durchgelesen hat -.-'

Falls du sonst noch Fragen hast, raus damit!

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi!
Find deine ausführliche Antwort mega cool! Dann sind wir ja an der gleichen Hochschule gewesen! Wie cool!!

Ich war am Lehrstuhl für Europäische Politik. Lehrstuhl Maatsch. Das ist aber ein ganz neuer Lehrstuhl. Ich gehörte zu einem der ersten "Bachelorthesis"-schreibern bei ihrem Lehrstuhl.
Ich hatte aber trotzdem das Gefühl, dass da einiges drunter und drüber ging. Zumindest organisatorisch! Naja ich war halt einer der ersten der da seine Abschlussarbeit abgelegt hat. Daher kann ich dem nachsehen. Der Lehrstuhl Maatsch war aber alles in allen sehr sehr nett und hilfreich. Also kein weiteres "schlechteres" Wort mehr.

Hast du Facebook? Schreib mir doch mal per email. Würde mich freuen mein Netz weiter auszubauen : Christian-rossbach@hotmail.com

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WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich finde den Beitrag auch prima formuliert (von ein paar Rechtschreibfehlern abgesehen) und sehr ehrlich.

Gerne möchte ich meine Geschichte kurz skizzieren:
Ich bin jetzt Mitte 30 mit einem für mich traumhaften Job mit prima Gehalt, einem fantastischen Bekannten- und Freundeskreis, einer wunderbaren Frau, Hobbys, die ich mit Leidenschaft ausübe und einer prima inneren Einstellung zum Leben.

Nach dem Abi und Bundeswehr nicht gewusst was machen, also BWL studiert. Angefangen und die Maximalzeit von 6 Semestern für das Vordiplom gebraucht. Schnitt: 3,3. Es gab sogar ein Semester, an dem ich nicht ein einziges Mal in einer Vorlesung, Übung, Tutorium war. Mich daheim eingedbuddelt, PC Spiele gespielt und TV geschaut und am Wochenende/Semesterferien zu den Eltern (200 km) gefahren und Zeit mit der Pseudo-Freundin verbracht. Nie Anschluss gesucht, nie Anschluss gefunden. Am alten Freundeskreis festgehalten (bzw. sogar geklammert), keinen neuen gesucht. Kein Nebenjob oder sowas, bin mit Bafög über die Runden bekommen und habe ja wenig gebraucht. Einmal sogar eine Woche lang nicht aus dem Zimmer des Studentenwohnheims gegangen. Praktikum? Daran habe ich nichtmal gedacht. Nach 7 Semestern ist mir eingefallen, dass ich vielleicht mal die Uni wechseln sollte, sonst zieht das Leben weiter an einem vorbei. Dann eine Bewerbung an die angeblich beste BWL-Uni (Mannheim) rausgeschickt und sogar eine Zusage bekommen. Das war vor über 10 Jahren. 1 Nacht überlegt und zugesagt. Ich stand mit 24, einem Vordiplom von 3,3 einer Agrar-Uni, keinen Plan vom Leben (Wäsche wurde am Wochenende immer Mami gebracht), wenig sozialen Fertigkeiten, keinerlei Praxiserfahrung vor einem totalen Neuanfang. Komplett fremde Stadt, null Kontakte und nichtmal im Ansatz eine Idee, warum ich studiere und was ich nach dem Studium bzw. aus meinem Leben überhaupt machen will.

Jetzt meine Frage. Ist die von dir beschriebene Situation objektiv wirklich so schlecht oder ist das nur deine subjektive Gedankenwelt / Interpretation?

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi danke für die netten Worte! Besonders das mit dem "ehrlich" formuliert freut mich sehr.
Gut. Ich glaube meine innere subjektive Wahrnehmung macht grade alles so schlimm.
Ich wäre gerne mit 24 schon etwas weiter als jetzt.

Ich habe schon eingangs beschrieben, dass ich einen Bruder und eine Schwester habe.

Meine Schwester hat bis 29 Medizin studiert. Danach hat sie sich ausnutzen lassen in einer Zahnarzt Praxis.
Die haben ihr damals als fertige Zahnärztin im ersten Jahr 1200 Netto bezahlt! Sie meint auch immer Kopf hoch, ich habe auch erst richtig Geld verdient mit 32/33.

Mein Bruder ist knapp zwei Jahre älter als ich. Er war immer schlecht in der Schule. Hat gerade mit Mühe und Not ein Abitur von 3,8 hinbekommen. Meine Eltern waren damals schon sehr traurig darüber, weil sie immer wollten, dass wir alle studieren. Der wusste damals nach der Schule gar nicht wohin mit sich. Und dann kam die Bundeswehr. Die hat dem einfach super gut getan! Der hat nachdem Wehrdienst sich für zwei weitere Jahre verpflichtet. Er war in der Kaserne mit 21 Jahren schon richtig angesehen und hat administrative Aufgaben übernommen. Er scherzt natürlich immer darüber und sagt, dass die anderen alle Hauptschulhirnis waren und es nicht schwer war mit ein wenig Interlekt da hinauszustechen.
Weil mein Bruder aber nicht in den "Krieg ziehen" wollte, hat er sich dann bei der Polizei beworben. Die Bundeswehr hat ihm wohl ein super duper Zeugnis ausgestellt. Bei der Polizei wurde er dann genommen.
Drei Jahre Ausbildung im gehobenen Dienst.
Als ich mich letztens mit der Besoldungstabelle von NRW beschäftigt habe, da staunte ich nicht schlecht.
Er verdient jetzt zum Einstieg 2300 Euro Netto mit 27! Er sagt, dass man im Laufe seiner Laufbahn sicher bis A11 aufsteigt und am Schluss ganz sicher seine 4000-4200 Netto raushat (Wenn man dann 55+ ist).
Da hab ich echt nicht schlecht gestaunt!
Nicht, dass ich es ihm nicht gönne. Nachdem er sein Abitur gemacht hat, da war ich auch traurig, weil ich immer der Ansicht war, dass er was auf dem Kasten hat, aber Schule so gar nicht sein Ding war. Ich hatte immer die Befürchtung aus dem wird nichts. Aber es ist aus ihm was geworden! Und das Gehalt ist ja schon echt stark!

Und dann beginnt man auf sich selber zu schauen...
Ich war immer der, der in der Schule die guten Noten nach Hause gebracht hat.
Ich hab scherzend und ohne viel Mühe die 1er in Mathe nach Hause gebracht. War immer der ganze Stolz meiner Eltern, weil ich so fleißig war.

VWL Studieren! Wow! Das haben meine Eltern immer stolz erzählt.

Aber jetzt hab ich meinen Abschluss und muss wie schon zuvor erwähnt sagen, dass ich glaube, dass es noch ewig (denke 3Jahre mind.) dauert bis ich auch anfange Geld zu verdienen. Und ob ich dann mit meinem M.Sc. ( so Gott will) auch irgendwann meine 2300 Netto /2400 Netto mit nach Hause bringe. Und mal abgesehen vom Geld (!) - wer weiß, ob ich bis dahin was gefunden hab, womit ich mich anfreunden kann..

Mein Bruder ist jetzt ausgezogen. Der lebt mit seiner Freundin zusammen und die teilen sich ne schicke große Wohnung. Ich bin in ner ganz kleinen Wohnung und muss immer noch meine Eltern anpumpen gehen, wenns wieder eng wird mit dem Geld.

Man hofft, dann einfach, dass sich das später alles mal auszahlt!

Soviel dazu.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

"Ich wäre gerne mit 24 schon etwas weiter als jetzt."

Ich habe dir oben beschrieben, wo ich mit 24 stand.
Du wärst gerne etwas weiter. Ist das Leben ein Wettlauf? Was gewinnt derjenige, der als erster durchs Ziel kommt?

Was mir auffällt ist dein ständiges Vergleichen mit deinen Geschwistern. Sämtliche Vergleiche mit Mitmenschen sind ziemlich sinnlos, weil sie meist als Resultat nur eines bringen - und zwar dass man sich schlecht fühlt, weil man sich immer nur mit Besseren vergleicht. Wenn du ehrlich bist würdest du dich deutlich besser fühlen, wenn deine Geschwister auf der schiefen Bahn wären. Dann wärst du mit deinem VWL-Abschluss derjenige, der es zu etwas "gebracht" hätte. Stimmts?
Warum vergleichst du deine Wohnverhältnisse mit denen deines Bruders? Es geht einzig und allein darum, ob du mit deinen Wohnverhältnissen zurecht kommst. Ob dein Bruder in einer Burg oder auf der Straße wohnt is völlig unerheblich.
Warum nimmst du die 2300 / 2400 netto deines Bruders als Meßlatte? Reichen dir vielleicht auch 1800, um sehr gut leben zu können? Oder bewerten Eure Eltern Dich und deine Geschwister anhand der Gehaltsüberweisung?

Mein Tipp ist inzwischen der, dass du dich erstmal frei machen solltest von dem ständigen Vergleichen und Erwartungen erfüllen.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich verstehe dein Problem nicht. Du scheinst mir gerade eine melancholische Phase in deinem Leben durchzumachen, wo du mit Mitte 20 auf dein bisheriges Leben ''zurückblickst''. Ich habe auch erst mit 30 angefangen, erwähnenswert zu verdienen. so what? Bei der Berufssuche würde ich nach Arbeitszeit, Gehalt und der Wahrscheinlichkeit gehen, diesen Job dann auch wirklich ergattern zu können. Es bringt nichts, wenn du promovierter Experte in was auch immer bist und dich damit für fast alle Sachbearbeiter Funktionen disqualifizierst. Keiner will einen promovierten Buchhalter im Team haben, der dann anfängt zu heulen, wenn eine Person mit Berufsausbildung und 10 jähriger, relevanter Berufserfahrung statt ihm befördert wird. Was ich damit sagen will: Such wenn möglich einen relativ nachgefragten Job raus und fange einfach an zu arbeiten. Du hast als Absolvnent ohne BE eh noch so viele falsche Vorstellungen von der Welt , dass sich ein derartiges Herumdenken sowieso nicht lohnt. aber noch viel Glück!

Lounge Gast schrieb:

Hi!

erstmal bitte keine Häme / Gehässigkeit / Bösartigkeiten -
Ich weiß selber, dass man über meine Situation
"blöde" Kommentar verlieren könnte. Aber nun gut,
ich leg mal los:

Ich bin 24 Jahre alt und habe jüngst meinen Bachelor in VWL
an der Universität zu Köln mit einer 1,9 abgeschlossen. Ich
gehöre noch zu dem Jahrgang der 13 Jahre in die Schule
gegangen ist und erst mit Ende 19/ Anfang 20 an die
Hochschule gegangen ist.
Nach der Schule war mir eigentlich nicht so richtig klar, was
ich machen will, außer dass ich studieren möchte. Ich war
immer sehr gut in Mathe, konnte aber auch Deutsch und
Englisch gut. Ich entschloss mich dann damals per
Ausschließungsverfahren für VWL. Jura wollte ich nicht, Arzt
will ich auch nicht sein, Lehrer auch nicht und BWL war mir
zu trocken.
VWL erschien mir als cool. - Das war der BWLer nur mit mehr
mathematischem Können wurde mir gesagt. Außerdem ging es hier
um makroökonomische Theorien. Fand ich super spannend!

Ich habe dann 8 Semester lang VWL studiert. - bin im ersten
und zweiten Semester teilweiße durch Prüfungen gerasselt und
hatte erst nach ner Zeit gelernt wie man "richtig"
studiert. Nun ja hab mich dann gesammelt und kam auf meine 1.9!

Während meines Studiums habe ich durchgängig gearbeitet: In
der LanxessArena als Würstchen-Dreher, in einem Supermarkt
als Lagerarbeiter und schließlich 2 1/2 Jahre in einem
bekannten deutschen Turnschuhladen!

---------
Ich habe einmal ein Praktikum in den Semesterferien gemacht,
das in etwa in die Richtung geht, die ich studiert habe. Ich
habe 3 Monate bei einer Finanzberatung hospitiert.

War total schrecklich! Da saßen nur Typen im Anzug, teilweiße
Studienabbrecher oder gescheiterte Lehrer/ Sportstudenten,
die jetzt doch nochmal die große Kohle machen wollten! Haben
die auch gemacht! - Die haben alle eigentlich dicke Autos
gefahren und haben alle so um ihre 3000-4000 Euro
rausgehauen. Alle Anfang 30. Aber es ging eigentlich immer
nur darum, wer die meiste Kohle schöffelt und wer in der
Disko mit seiner Golduhr die besseren Schnecken abschleppt.
In meinen letzten zwei Wochen im Praktikum bin ich dann nicht
mehr gegangen. Ganz ganz komisches Buisness! Ganz komische
Welt!
-------

Ansonsten war ich immer sehr beschäftigt mit Prüfungen
schreiben und arbeiten gehen, sodass ich nach der Erfahrung
in der Versichungswelt kein weiteres Praktikum mehr gemacht
habe.

In meiner Gedankenwelt war ich dann immer sehr leichtsinnig.
Ich studiere jetzt mal und danach dreht sich die Welt erst
weiter und ich schaue, was ich dann mache.
Im Nachhinein denk ich "WOW, wie konntest du so blöde
sein!!!!" - aber je mehr ich hier in dem Forum lese,
sehe ich, dass es super super vielen anderen Absolventen
genau so geht. Studieren studieren studieren und dann mal
gucken. Also ich bin wohl definitiv nicht der einzige! (Was
aber die Situation nicht besser macht)

2015 war ich 10 Wochen lang backpacking in Togo und Ghana.
War ne super Erfahrung! Da kam mir dann auch die Idee mit der
Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit. Ich hatte
irgendwie einen Sinn gefunden meine analytischen Fähigkeiten,
die ich im Studium mir angeeignet habe, sinnvoll später für
eine Sache, die mich brennend interessiert, einzusetzen!

Nun habe ich 2016 Oktober mein Studium abgeschlossen. 1,9.
Ich bin damit mehr als zufrieden, nachdem ich am Anfang des
Studiums zu abgeschmiert bin. Seitdem renne ich auf viele
Infoveranstaltungen - "Master and More Messen"
"Career-Tuesdays" "Jobmessen" "Tag
der offenen Tür von Universitäten" und so weiter.

Ich war auch letzten Monat in Berlin im Auswärtigen Amt, wo
sich große Nicht Regierungsorganisationen, wie die United
Nations, die Weltbank und die Europäische Union vorgestellt
haben. Ich muss sagen: Seit der Messe ist mir der Wunsch
international zu arbeiten ein wenig vergangen. Überall heißt
es nur "Wir brauchen die besten! Sie müssen das , das ,
das ,das und das können! Sie müssen Auslandserfahrung
haben,sie müssen 4 Sprachen können, sie müssen einen
Doktortitel haben" - Sie müssen, Sie müssen und sie
müssen.

Und alle prahlen mit ihren unmenschlichen
Bewerbungsverfahren: Bei der Europäischen Union bewerben sich
jährlich 40.000 Bewerber auf deren Karrierelaufbahn. Jedes
Jahr werden von 40.000 Bewerber 50 ausgewählt. Im Auswärtigen
Amt bewerben sich 20.000 Bewerber auf 18 Plätze pro Jahr!

  • Das sind alles Zahlen, die sind abartig! - Da denkt man
    sich, wenn man von so einer Veranstaltung kommt! "Einen
    scheiß muss ich, ich muss gar nix" Und dann kommt dazu,
    dass die Gehälter in der Entwicklungszusammenarbeit im Vgl.
    mit der Freienwirtschaft sehr sehr bescheiden sind. Da komm
    ich zum Ergebnis, dass obwohl ich wohltätig sein möchte, dann
    doch lieber in der "freien Wirtschaft" mich
    versuche und mich privat weiter engagiere.

Irgendwie ist es so als ob ein ganz großen Kartenhaus gerade
in sich zusammenfällt. Ich habe mir mein "Gap Year"
zwischen Master und Bachelor ganz anders vorgestellt. Ich
habe gerade echt eine ganz große "Schaffenskrise".

Auf der anderen Seite bin ich froh, dass es jetzt bei mir mit
24 so ist. Ich habe mich angefangen mit vielen Leuten zu
unterhalten und in die "hineinzuhorchen". Wow, wie
viele einfach mal studieren und dann gucken was kommt. Da
denkt man sich nur "Was???"

Eines meiner Problem ist, dass meine "Jobrealität"
die gleiche ist, wie die eines Hauptschülers. Ich meine ich
war Würstchen Umdreher in der Kölnarena, ich habe Kisten im
Supermarkt verräumt und momentan verkaufe ich Schuhe. Ich
kann eigentlich gar nix!

Mein 2 Jahre älterer Bruder ist Polizist. Meine 16 Jahre
ältere Schwester ist Zahnärztin. Die sind schon "da"!

Ich habe auch jetzt mit 25 mir gedacht alles zu schmeißen und
auch zur Polizei zu gehen. Da verdient man ja ganz gut. Mein
Bruder verdient mit 27 Jahren 2300 Euro Netto! Und wenn der
irgendwann mal 20 Jahre im Dienst ist landet der auch bei
seinen 4300 Euro Netto! Ist schon ganz viel ! (finde ich)
Allerdings fährt der auch die ganze Zeit im Winter
Nachtdienst und musste letztes Wochenende mit einer
Maschinenpistole in Köln Sülz auf eine Tür halten, weil ein
Mann damit gedroht hat, jemanden zu erschießen, wenn er in
seine Wohnung betritt.

(Nicht so ganz witzig)
Gibt bei der Polizei wohl auch 'ne große Kehrseite der
Medaillie - und ich wüsste nicht ob mich das auf Dauer
glücklich machen würde. Außerdem würde das bedeuten, dass ich
ein lebenlang an NRW bzw. an ganz Deutschland gebunden bin
und nie ins Ausland gehen kann. Es sei denn, ich würde das
irgendwann auch wieder schmeißen. Außerdem wird man in der
Univeristät ja so sozialisiert, dass man alles hinterfragen
sollte. Wenn ich meinen Bruder sehe, dann sehe ich einen
Ausführer. Er redet immer von "Gehorsamkeit" und
blindes Ausführen. Ich glaube aber an die Macht der Bildung.
Ich war immer stolz darauf zu studieren und mich weiter zu
bilden. Dem würde ich damit ein Ende setzen.

Ich glaube mein größtes Problem ist diese Unwissenheit: Was
kommt später auf mich zu? Was mache ich eigentlich genau
später?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen 24/7 an
einem Computer zu hocken. Klar weiß ich, dass man um
Schreibtisch arbeit nicht drumherum kommt... aber den ganzen
Tag von 8-18 Uhr am Schreibtisch 5x die Woche. Wow! Das wär
schon arg hart und das würde ich sicherlich irgendwann
schmeißen.

Ich habe aber auch keinen blassen Schimmer was es bedeutet
Controller/ Consultant/ Vorstandsvorsitzender/
Wirtschaftsprüfer usw. zu sein. Ich hätte keinen blasen
Schimmer was die alle machen. Alles was ich habe ist einen
1,9er Abschluss. Meine Realität ist die Ausführung einer
Arbeit, die auch ein Hauptschüler machen kann.

Mich macht das total fertig.

Meine Freunde und Familie raten mir einfach jetzt mal
irgendwo ein längeres Praktikum zu starten und den Master im
September zu beginnnen. Ich muss sagen- Den Ehrgeiz, den
Master zu machen, den hab ich. Ich habe kein Problem damit
jetzt nochmal 2 Jahre fleißig zu lernen.

Ein guter Freund meinte "Mach doch jetzt erstmal den
Master. Ob du danach KFZ Mechaniker wirst oder Busfahrer ist
doch egal. Aber mach doch den Master"

Ich weiß gerade nicht mehr so Recht wohin mit mir. Ich habe
wirklich das Gefühl, dass mein Abschluss völlig wertlos ist.
Aber irgendwie innerlich sagt mir etwas, dass es da draußen
irgendwo nen Job gibt, der mich glücklich machen wird.

Was könnt ihr mir raten?

lg Martin

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi!
Danke Leute für die ausführlichen Antworten!!!
Und ja ich bin schon in einer sehr melancholischen phase. Definitiv! Auf der anderen Seite habt ihr hier mit allem was ihr sagt recht. Es bringt nix sich mit anderen zu vergleichen! Aber ich gönne meinem Bruder das zu 100 Prozent. Er haf sehr dafür gearbeitet. Wie gesagt hatte früher immer sie sorge dass aus ihm nix wird.
Ich denke ich hab wohl einfach zu viel Freiraum nachzudenken.

Der beste rat war wirklich: arsch hoch und bewerben.

Danke Leute!

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi noch ne Frage:
Was bedeutet "UB" und "Audit"?

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Was bedeutet KMU? Was bedeutet ein "DAX"-Unternehmen? Ein größeres Unternehmen was an der Börse gelistet ist?

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich möchte allem gesagten noch hinzufügen, dass du dich bei der Entscheidung nicht so unter Druck setzen solltest. Du studierst mit VWL etwas extrem breit gefächertes, das dich trotz Studienschwerpunkt nicht auf einen bestimmten Bereich einschränkt. Mach deinen Master in dem Schwerpunkt, der dir am spannendsten erscheint und such dir anschließend nen Job in diesem Bereich.

Wenn Du dann feststellst, dass das nix ist, dann weißt du zumindest, was dein nächster Job anderes aufweisen muss. Also einfach Trial and Error. Das Problem an Praktika ist, dass du auch dabei nicht wirklich einen Einblick in die Tätigkeit bekommst. Die Realität der dauerhaft Angestellten lässt sich in einem Praktikum nicht erfassen (wobei Praktika unstrittig deine Jobchancen steigern).

Das wird mit Sicherheit von vielen karriereorientierten Postern, die mit 18 angefangen haben, an ihrer Karriere zu feilen, nicht gerne gelesen. Aber zu denen gehörst du offenbar nicht - was auch gut ist.

Und noch Respekt dafür, dass du durchgehend gearbeitet hast und dein Studium an der Uni Köln so gut abgeschlossen hast. Das schafft längst nicht jeder.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi!
Danke auch für deine Antwort, die Tipps und die netten Worte!

Nunja, ich bewundere eigentlich jeden der irgendwie seinem Ziel hinterher Jagd.
Ich bewundere auch Leute die mit 18 wissen was sie in 10 Jahren unbedingt machen wollen und seit Punkt X akribisch darauf hin arbeiten.

Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass in meinem Umfeld persönlich sehr viele Leute sind bis auf (2-3 Ausnahmen) die genauso vorgehen wie ich das bis vor kurzem getan habe. "Die studieren erstmal. Mal sehen was danach so geht"

Inzwischen denk ich aber, dass das nicht der glücklichste Ansatz war. Das war einfach so schön einfach. Nach der Schule nicht wissen was man machen will, dann also wieder in die Schule (also Uni).

Letztlich: Ich bin kein fauler Mensch. Eher im Gegenteil. Nix zutun zu haben. Sowas macht mich richtig fertig. Und momentan 20h im Schuhladen + 4-5 Stunden als Mathelehrer. Da hat man einfach viel zu viel Zeit.

Ich kenne Leute die studieren und von den Eltern komplett finanziert werden. Dann sagen die mir "Meine Eltern haben gesagt ich soll mich erstmal auf mein Studium konzentrieren." Dann denke ich mir, dass ich denen auch wenigstens ein wenig voraus bin. Ich meine wirklich noch nie in der Arbeitswelt gestanden zu haben ist auch nicht das beste. Ich habe wenigstens ein paar Softskills aus meinen jetztigen Tätigkeitsbereichen gelernt. Ich persönlich finde auch wenn ein "Vollzeitstudium" als Vollzeitstudium ausgewiesen ist, beansprucht das definitiv keine 40 Stunden Woche. Vielleicht 20 - 25 h Woche (wenn man fleißig durchzieht und sich wirklich jeden Tag noch hinsetzt und vor- und nachbereitet). Ich habe eigentlich immer jede Vorlesung/Übung + Tutorium besucht und bin zusätzlich noch ca. 15 Stunden arbeiten gegangen. Und ich hatte immer noch Freizeit on mass (!)

Gut wenn dann Klausurphase war, hab ich mich nochmal 2 Wochen vor der entsprechenden Klausur 12-14 Tage eingesperrt und dann jeden Tag Hardcore 9-12 Stunden durch gepaukt. Ging aber voll klar, wenn man bedenkt, wie viel Freizeit man sonst so hatte. Ich mein mal in den sauren Apfel beißen ist ja nicht schlimm.
Sowas könnte ich mir auch im Berufsleben später vorstellen. Ich könnte sicherlich an einem Projekt mal durch knallen und da 65h die Woche dran arbeiten. Aber das kann auch nicht länger als 5-6 Wochen gehen, danach bräuchte ich definitiv meine Pause.

Und übrigens:
Die Arbeit im Schuhladen hat mir immer super viel Freude bereitet. Ich habe das gerne gemacht. Ich hatte super nette Kollegen. Wir haben viel Spaß auf der Arbeit.
ABER: Und jetzt kommt das große aber. Als Student bzw. jemand der da nur "jobbt" ist es sehr viel erträglicher als jemand der da fest arbeitet. Ich komm da 2x die Woche für 9 Stunden hingetingelt. 10-20 Uhr oder 3x 12/13-18/19 Uhr.

Die Vollzeitkräfte leben da aber quasi wie im Gefängnis: Ich meine die Arbeiten da 5x die Woche. Die Schichten sind so scheiße: 10-19 Uhr / 11-20 Uhr / 12- 21 Uhr. Die arbeiten 5x die Woche da.
Die meisten von denen haben keinen Abschluss oder nen Hauptschulabschluss. Einige haben eine Ausbildung im Einzelhandel. Letztlich gibt's auch wirklich Leute die "Mode studiert" haben und dann da landen. !?!
Die Löhne in dem Unternehmen sind einfach schei*e. Ich meine die verdienen so 1500 Brutto und bekommen dann ihre 1,1 oder 1,2.

Das ist die absolute Armutsgrenze!!!
Man könnte in dem Unternehmen in dem ich jetzt bin auch in die Zentral wechseln und da ein Praktikum machen.
Aber das schließe ich aus. Weil ich einfach weiß wie es bei uns in der Chefabteilung abgeht. Die verdienen sich da einen scheiß. Alle anderen kriegen nix.
Wenn man da in der Zentral arbeitet, dann bekommt man vielleicht auch so um die 2000-2100 brutto. Da arbeiten aber auch eher Leute, die auf irgendwelchen Privatunis sich die Abschlüsse schenken gelassen haben......

Vielleicht noch 'ne Frage die mir immer wieder auf kommt.
Wechselt man als Wiwi auch mal die komplette "Branche"? Heißt man arbeitet beispielweiße lange im Consulting , danach wechselt man aber ins Controlling / Human Resource oder in einen Financebereich. Und soweiter und sofort?

Ich muss sagen, dass selbst mein VWL Studium das widerspiegelt wie jetzt meine Situation aussieht.
Ich hab quasi überall mal reingeschaut.
Ich habe als Hauptfach klar VWL Studiert. 72 ECTS meines Studiums
Als Nebenfach habe ich BWL gemacht: 32 ECTS
Da habe ich die ersten 4 Semester gemacht.. dann kam aber auch das Interesse für politische Themen hinzu:
Ich habe dann noch meine Profilgruppen auf Poltikwissenschaften ausgerichtet: 24 ECTS

D.h. ich habe mich eigentlich bishier nirgendwo spezialisiert. Sondern mir alles im Studium so ein wenig angesehen.

Über Rückmeldungen würde ich mich freuen

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Sehr ansprechend formulierte Problematik.

Entscheidend ist folgende Aussage:
"Ich habe aber auch keinen blassen Schimmer was es bedeutet Controller/ Consultant/ Vorstandsvorsitzender/ Wirtschaftsprüfer usw. zu sein. Ich hätte keinen blasen Schimmer was die alle machen. Alles was ich habe ist einen 1,9er Abschluss. Meine Realität ist die Ausführung einer Arbeit, die auch ein Hauptschüler machen kann.
"
Dass ist ein Problem unserer Wirtschaft. Aufgeblähte Job-Bezeichnungen, mysteriöse Stellenausschreibungen und dubiose Tätigkeiten suggerieren, wie toll ein Unternehmen ist und wie geil und nachhaltig Kapitalismus ist. Auf solche Tätigkeiten hat man als Absolvent keine Lust, wenn man, wie du, Wert auf hervorragende Bildung legt und sie als Grundstein der Weiterentwicklung sieht. Folglich sind die Stellen in der öffentlichen Verwaltung äußerst attraktiv für diejenigen mit besonderen Ansprüchen an sich und die Welt.

Meine Vita ist etwas anders, das Resultat jedoch das gleiche: Was will ich? Schwieirg zu beantwortende Frage, wenn man das "große Ganze" als Bemessungsgrundlage sieht und nicht in kleinkarierten ökonomischen Bereichen seine absolute Leidenschaft entdeckt.

Was tun also? Uns unterscheiden gute 3 Jahre und ich haben bereits den Master. Den Master zu machen, um dannach KFZ'ler zu werden, ist überflüssig. Dannach kannst du nämlich auch keine Autos reparieren und hast nur 2-3 Jahre verschwendet.
Du musst dir überlegen, was dein absolutes Ziel im Leben ist. Praktika helfen dir und auch ich habe viel zu wenig gemacht (und stattdessen Würstchen und Schweinshaxe gegrillt in einer Nachbararena). Schnuppere in die Entwicklungshilfe rein und in den öffentlichen Dienst sowie bei Stiftungen. Verabschiede dich jedoch vom großen Geld. Das macht dich nicht glücklich und in den Bereichen, in die du möglicherweise passt, wird es auch nicht gezahlt.

Möglicherweise könnte auch eine Promotion dich erfüllen und ggf. die wissenschaftliche Laufbahn?
Vielleicht enziehst du meinen Ausführungen ja ein paar Ideen oder erhältst zumindest neuen Input :)

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich glaube, Du machst dir da einfach zu viele Gedanken. Kurz zu denn Schuh-Thema: 2.000 Euro brutto - wenn du das wirklich meinst - sind natürlich nicht akzeptabel. Mit Master, den du ja machen willst, würde ich deine untere Schranke auf 40.000 brutto setzen - d.h. je nach Job Gehäter ab 3.300 aufwärts akzeptieren.

Zum Thema Schwerpunkt: Es ist normal, das man sich im Bachelorstudium VWL nicht wirklich spezialisiert. Aber auch hier hast du bspw. über deine Thesis einen kleinen Schwerpunkt gesetzt. Das Thema Schwerpunkt bezieht sich auf den Master. Wenn Du Entwicklungshilfe bspw. spannend findest, dann mach doch nen Master in denn Bereich. Oder wenn du die Uni nicht wechseln willst, guck dir an, mit welcher Kurswahl du dich im Master halbwegs spezialisieren kannst, inkl. Thesis. Die Uni Köln nimmt dir das sogar ab, indem sie einen Schwerpunkt mit knapp 40 CP bereits im Studienverlauf integriert hat - etwa Growth, Labor and Inequality in the Global Economy.

Und noch mal: Du musst das nicht so darstellen, als wäre das eine unwiderrufliche Entscheidung fürs Leben. Mach deinen Master so gut du kannst. Dann fang dort an zu arbeiten,wo du ein gutes Buachgefühl hast und wo du auch genommen wirst - sagen wir bei der Welthungerhilfe oder der GIZ (nur exemplarisch, vielleicht wird es ja auch die Deutsche Bank). Dann kannst du für dich beurteilen, was dir gefällt und was in deinem nächsten Job anders sein soll. Es gibt nämlich eine Vielzahl von nicht planbaren Faktoren, die einen riesen Unterschied machen. Dazu zählen Kollegen, deine Führungskraft, die Arbeitsbedingungen (Gleitzeit, Überstundenregelung, Variable Pay - was ist de wichtig?) und sogar sowas wie die Bürokobstellation (Großraum zu nervig? / Einzelbüro zu isoliert?).

Es ist toll, dass du dir so viele Gedanken machst. Aber das ist ein Problem, dass du mit Nachdenken nicht lösen kannst. Einfach loslegen und erst mal den Master mit Vollgas machen.

Zu deiner Frage: Klar wechselt man als Wiwi / VWLer auch komplett die Branche. Ich war erst in der Verlagsbranche als Produktmanger, bin jetzt bei einem großen Automobilhersteller als Bereichsleiter. Als VWLer lernt man im Studium nicht wirklich was jobvorbereitendes. Was der Arbeitgeber von dir will ist deine analytische Kompetenz und das strukturierte Herangehen an Probleme - beides stellst du mit einem sehr guten Studienabschluss unter Beweis.

Häng das Thema nicht höher als es ist. Viel Erfolg.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Gemeint war natürlich: 2.000 Euro brutto sind absolut inakzeptabel. Das "nicht" ist mir da reingerutscht.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

An den TE:
Interessanterweise haben wir einige Parallelen. Auch ich hatte im Bachelor keine richtige Vertiefung, erschwerend dazu noch ein interdisziplinäres Studium, was noch mehr generalistisch ausgelegt ist.
Auch ich bin absolut kein fauler Mensch. Ganz im Gegenteil war ich im Freundeskreis und Familie immer einer der ehrgeizigeren und strebsamerern, dem vieles zugeflogen kam. Umso klarer war es auch, dass ich dann an einer Universität ein Studium aufnehme und keine Ausbildung oder Duales Studium mache.

Nun nach dem Bachelor trifft mich ein wenig der Schlag, wenn ich meine Situation mit denen, die kein Vollzeit Studium an einer Uni aufgenommen haben, vergleiche. Ich hatte ein wesentlich stressigeres Leben, mehr Opfer gebracht und mehr gelernt und doch stehe ich gefühlt nun schlechter dar. Klar, ich habe mein Abschluss, aber ich habe völlig missachtet, wie wichtig Praktika sind. In meinem Bachelor hatte ich dazu auch gar keine richtige Zeit, die kompletten Semesterferien über waren Klausuren angesagt. Dazu war meine "Hauptsorge" überhaupt mein Studium erstmal über die Bühne zu bringen und ich habe zudem nebenbei immer gejobbt.

Es hört sich dumm und naiv an, aber ich war mir auch einfach nicht bewusst, wie wichtig Praxiserfahrung ist. Ich war froh studieren zu können und habe echt gedacht, dass das alleine ausreicht. In der Schulzeit ging man ja auch nur zur Schule und das hat ausgereicht. Eben so wie es früher einmal war.

Im Endeffekt sind genau da Fhs top. In der Regel ein Praxissemester sowie die Thesis im Unternehmen. Oder eben früh genug auf wiwi-treff landen.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Danke für die weiteren Antworten.

Besonders ansprechend finde ich, die Person die die Aussage gemacht hat mit, dass man sich in unserem kapitalistischen System intelligente Bezeichnungen für Tätigkeitsbereiche aussuchen muss:
"Controller" "Audit" "Consulting" "Human Resources" "After Sales Management"
usw. Da wird man ja verrückt! Wirklich! - Das ist wirklich so als würde man sich in einer Freakshow bewegen. Man bekommt da manchmal den Eindruck, dass in den Unternehmen nur Roboter sitzen und keine Menschen. Wirklich grausam!

Ich finde das aber voll interessant: Jemand arbeitet 5 Jahre in der einen Branche und wechselt dann komplett. Solche Vorstellungen hatte ich gar nicht bishierher.

Ich habe inzwischen endlich alle meine Zeugnisse. In erster Linie werde ich mich auf ein Praktikum in der Entwicklungszusammenarbeit bewerben, da hier bis zu meinem jetztigen Standpunkt mein Herz schlägt. Ich werde es aber auch mal bei ein paar größeren Unternehmen versuchen um zu sehen, wie die Arbeit da aussieht.

Weiß einer von euch wie so Gehälterstrukturen in der Entwicklungszusammenarbeit aussehen?
Habe gehört, dass da teilweiße die Leute zwischen 25.000 bis 30.000 Euro brutto zu Beginn verdienen.
Hat da einer einen Einblick?
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Ich habe vor 2 Jahren in der Finanzdienstleitung, in der ich ein Praktikum gemacht habe einen Persönlichkeitstest gemacht.
"Insights" hieß der, soweit ich mich entsinnen kann.
Ich weiß noch, dass als Ergebnis zwei völlig unterschiedliche "Charaktere" in meiner Persönlichkeit steckten.
Als Ergebnis kam raus, dass ich eine sehr helfende / wohltätige Persönlichkeit besitze. Aber auf der anderen Seite bin ich auch ökonomisch versiert.

Was ich damit nochmals unterstreichen will: Ich könnte mir eigentlich nicht vorstellen später in der Entwicklungszusammenarbeit tätig zu sein, aber dann auf dem Konto jeden Monat 1500-1600 Euro zu haben. Dafür hätte ich dann nicht studiert >.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi Threadersteller.

du kannst selbstbewusster sein als du dich gibts:

  • Du bist 24/ Ich war 26 als ich VWL abgeschlossen habe (Uni Heidelberg, 1.8)
  • Du warst 10 Wochen backpacking in Afrika - sau krass. Allein dafür würde ich dich einladen.

Ähnlich wie du hatte ich keinen Plan was ich machen soll - bin als Typ eher links eingestellt und hatte nie Lust auf "Schwanzvergleich" , dicke Autos oder "Schaumschläger". BAnken etc kam für mich nie in Frage da ich eigtl gar keine Lust habe mich mit Finanzanlagen auseinanderzusetzen. Bin also eigentlich ein ganz bodernständiger Mensch. Gelandet bin ich letztenendlich nach meinem Studium in einer Werkstudententätigkeit in einem Dax 30 Chemiekonzern in der Abteilung "Economic Intelligence".
Ich hatte Glück - habe mich gut angestellt und bin übernommen worden. Allerdings nicht in der Abteilung, sondern im Controlling. Controlling?
Zahlen würfeln? 10 Stunden am Tag in einem abgedunkelten Raum Excel schieben? Mitnichten! Investitionsprojekte voran treiben, Managementmeetings vorbereiten, natürlich auch Reporting, eigene Ideen einbringen. Ist super, macht Spaß, bin jetzt Anfang 30. Hätte ich das mit 24 vorausgeahnt? Nöö. Und sitzen hier Maschinen? Ebenfalls nein. Ganz normale Menschen wie du und ich. Manchmal gute Laune, manchmal schlechte Laune, alt, jung, hübsch, hässlich, links, rechts.
Du machst das alles richtig, nur nicht zweifeln!

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Du bist so der typische Uni-Köln-Absolvent (sei mir nicht böse - bin selbst einer). Ich glaub die Uni Köln zeiht diese Leute magisch an. Ich hab selbst im Master Leute sitzen, die 3 Monate vor Abschluss a.) kein Praktikum oder b.) keine Ahnung haben was sie ab Sommer machen.

Ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber mit Uni Köln VWL steht dir ja alles offen, da ihr ja ähnlich wie wir BWLer recht viel ECTS im anderen Bereich habt.

Vergiss das Karriere-Center der Uni Köln. Da sind wir leider so extrem schwach. Ich war letztes Jahr in Mannheim auf der Messe (die müsste jetzt bald wieder sein), wenn du dort informiert hingehst, kannst du sicherlich mal wegen kurzen Praktikas anfragen.

Zur Bachelorarbeit: Ich habe 6 Monate !!!! auf meine Note gewartet damals. Die lag wochenlang im sektretariat. Einfach mal anrufen und Druck machen, sonst erreichst du an der Uni Köln nichts.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Sich selbst als eher links bezeichnen und dann dick im Chemiekonzern einsteigen und Meetings mit Managern abhalten.
Kann man sich nicht ausdenken.

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Nice one

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

Hi!
Ja danke, dass in Togo und Ghana hat super viel spaß gemacht. :-)) Es gehört schon ein wenig Mut dazu. Gerade wenn man das erste Mal rüber fliegt. Aber sobald man aus dem Flugzeug steigt und die herzliche afrikanische Willkommenskultur hautnah miterlebt... dann ist man einfach hin und weg! Würde generell in Westafrika aber auch nur Togo und Ghana empfehlen ( da politisch sicher und stabil ) Also in der Elfenbeinküste oder in Nigeria hätte ich das nicht gemacht!
Danke an alle die hier ein wenig ihre Erfahrungen geschildert haben. Inzwischen habe ich mein Zeugnis und die ersten Bewerbungen auf Praktika sind versendet! - Ich bin sehr gespannt, ob ich irgendwo Anklang erhalte!

Nochmals zur Uni Köln! - Also ich bin Kölner durch und durch! Nach der Schule kam dann das eine zum anderen: Kölner - Uni Köln --> guter Ruf für Wirtschaft. Dann bleib ich doch glatt hier! Der Kölner liebt seine Stadt halt über alles!
Aber - ich gebe hier meinem Vorsprecher recht- Ich glaube ich würde inzwischen eher eine andere Universität wählen. An der Uni Köln machen sich glaube ich von 100 Studenten 20 Studenten Gedanken, was eigentlich nach der Universität kommt !?! Ich glaube ich würde eher an eine FH gehen, wo es ja ein Praxissemester gibt. Finde ich auch im nachhinein super super unglücklich. Es gibt so viele coole Ministerien und Unternehmen, bei denen ich gerne mal angeklopft hätte. Geht aber aber nicht, weil die nur Studenten nehmen, die Pflichtpraktika im Studiengang vorgesehen habe. Große Klasse!

Das gute an der Uni Köln ist halt wirklich die Modulvielfalt!
Career Service habe ich übrigens auch schon aktiviert. Kann meinem Vorredner auch hier nur beipflichten. Wenig Kompetente Hilfe ! - Hatte da mal 'nen Beratungsgespräch. Die Frau hatte nen B.Sc. Pädagogik, war vielleicht 1-2 Jahre älter und sollte mir nen gute Ratschläge geben, wie ich das mit dem Berufseinstieg nun wuppen könnte.
Also nichts gegen die Frau persönlich oder ihre Mühen. Sie hat wirklich ihr bestes gegeben! Aber ich hätte mir da gegenüber lieber einen 60 Jährigen erfahrenen Kautz gewünscht, der mir aus erster Hand sagen kann, wie es abgeht. Die Frau vom Career Service kam dann lediglich mit ein paar Visitenkarten und Terminen um die Ecke.
Na und dann bin ich WiWi-Treff gelandet.
Das positive ist wirklich - das jetzt alle Einsichten kommen und ich weiß ich muss nochmal einen Gang höher schalten. Master machen und nebenbei Praktika oder ne gute Werkstudententätigkeit finden!

Danke an alle Vorsprecher!

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

was ist aus dir geworden, lieber TE? :)

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

WiWi Gast schrieb am 09.04.2020:

was ist aus dir geworden, lieber TE? :)

Push

antworten
WiWi Gast

Re: VWL studiert - was jetzt ? / Gap-Year regt zum Denken an! -

WiWi Gast schrieb am 09.04.2020:

was ist aus dir geworden, lieber TE? :)

Wollte ich auch gerade fragen....Ich stehe aktuell vor dem gleichen Problem wie TE vor 3 Jahren.

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Literatur-Tipp: Lehrbuch »Volkswirtschaftslehre: Grundlagen und Mikroökonomie«

Buchcover Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und Online-Lernumgebung

Das Lehrbuch »Volkswirtschaftslehre: Grundlagen und Mikroökonomie« aus der neuen Reihe „Kiehl Wirtschaftsstudium“ vermittelt die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und Mikroökonomie im Bachelor-Studium BWL. Ein Online-Training mit Übungsaufgaben und Muster-Lösungen erleichtert zudem die Prüfungsvorbereitung auf VWL-Klausuren und Klausuren in Mikroökonomie.

Witze der Woche: Wie VWLer flirten

Ein schick angezogenes Paar schaut sich verliebt an.

Was ist Volkswirtschaftslehre? Was unterschiedet ein VWL- und ein BWL-Studium? Wie lauten die Flirtsprüche von Volkswirtschaftlern. Was lässt sich über das Liebesleben der Ökonomen sagen? Welchen Ansatz Volkswirtschaftler in der (Ehe-)Krise favorisieren.

Klausuren mit Lösungen: HTW, HWR, BHT Berlin, VWL

Ein Bild von der Erde mit drei Zahnrädern und den Buchstaben VWL.

Die Homepage von Ralf Wagner bietet neben VWL-Klausuren mit Lösungen umfangreiche Materialien, Links und Leitfaden zur VWL.

Klausuren mit Lösungen: Uni Leipzig, VWL & Mikroökonomik

Eine Öffnung Richtung Himmel zwischen mehreren gelben Häusern.

Die Homepage der Professur für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomik von Prof. Dr. Harald Wiese bietet 24 Klausuren "Grundzüge der Mikroökonomik" aus den Jahren 2001-2016 mit Lösungen.

Economic Science Slam Video

Screenshot Video

Prof. Ulrich van Suntum karikiert beim Science Slam in Münster die aktuelle Schuldenkrise mit der "kurzen Geschichte einer Währungsunion".

Open-Access-Journal Economics jetzt im SSCI

Open-Access-Journal Economics

Die wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschrift Economics ist in die Champions League der ökonomischen Journals aufgestiegen – rückwirkend mit Beginn des Jahres 2009 werden ihre Beiträge für den Social Science Citation Index (SSCI) ausgewertet.

Literatur-Tipp: Volkswirtschaftslehre

Volkswirtschaftslehre Paul Krugman

Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman eröffnet mit seinem am 17. Mai 2010 erscheinenden neuen Grundlagenwerk »Volkswirtschaftslehre« einen spannenden Zugang zur Ökonomie.

Neuauflage des Klassikers: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre

Grundzüge Volkswirtschaftslehre VWL

Ein Standardwerk der VWL vom Harvard-Professor für Volkswirtschaftslehre N. Gregory Mankiw. Mit Sicherheit eines der besten Lehrbücher für VWL, das zur Grundausstattung jedes Wirtschaftsstudenten gehören sollte.

E-Learning: Podcast Volkswirtschaftslehre - Die Wissenschaft

E-Learning: Podcast Volkswirtschaftslehre - Die Wissenschaft

Der E-Learning Podcast Volkswirtschaftslehre von Prof. Dr. Elisabeth Allgoewer (Uni Hamburg) befasst sich mit VWL als Wissenschaft über »Wesen und Ursachen des Wohlstands«.

Volkswirtschaft - Profil geschärft

Ein Bild von der Erde mit drei Zahnrädern und den Buchstaben VWL.

Mit gleich zwei neuen volkswirtschaftlichen Lehrstühlen startet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena in das kommende Wintersemester.

Bundesbank-Glossar Geld und Währung

Formen entstanden durch Fenster an Gebäuden innen und außen.

Das Glossar der Deutschen Bundesbank umfasst von A wie Abwertung bis Z wie Zinsparitätentheorie etwa 230 Begriffe.

Formelsammlung VWL - Makroökonomik

Makroaufnahme einer silbernen Patronen-Kugel.

Die Formelsammlung wurde auf Grundlage der Vorlesung »Makroökonomik« von Professorin Dr. Kubin aus dem VWL-Grundstudium der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz erstellt.

Formelsammlung VWL - Mikroökonomik

Ein Bild von der Erde mit drei Zahnrädern und den Buchstaben VWL.

Die Formelsammlung wurde auf Grundlage der Vorlesung »Mikroökonomik« von Professorin Dr. Kubin aus dem VWL-Grundstudium der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz erstellt.

Literatur-Tipp: Die unsichtbare Hand

Die unsichtbare Hand Adam Smith

Die unsichtbare Hand vermittelt anhand einfacher Beispielen ein exzellentes Grundverständnis der Volkswirtschaftslehre. In vier Kapiteln werden die Außenwirtschaft, Finanzwissenschaft, Mikro- und Makroökonomie behandelt.

Neuer Bachelor-Studiengang »Internationale Volkswirtschaftslehre«

Ein Bild von der Erde mit drei Zahnrädern und den Buchstaben VWL.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Regensburg bietet ab dem Wintersemester 2004/05 einen neuen Studiengang für Internationale Volkswirtschaftslehre mit Ausrichtung auf Mittel- und Osteuropa (MOE) an.

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Diskussionen zu VWL

9 Kommentare

Wie zu MBB/BB?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 19.04.2020: Wenn es so einfach wäre. Bin den Weg gegangen und nach T2 M&A direkt T2 UB bekommen. Dachte M ...

1 Kommentare

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WiWi Gast

Heyy an alle Vwler, Es gibt schon einige sehr ähnliche threads für BWL Absolventen, jedoch noch keines für die Ökonomen... Wäre i ...

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