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Unkluge Entscheidung?

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WiWi Gast

Unkluge Entscheidung?

Servus,

ich mache derzeit ein duales Studium bei einem DAX-Autobauer. In letzter Zeit tendiere ich immer mehr dazu das duale Studium für ein Studium an einer renommierten Universität aufzugeben (irgendwas zwischen VWL-Winfo-Unternehmensjura), weil vieles nicht meinen Erwartungen entspricht. Das komplette Programm geht fast 5 Jahre (da ausbildungsintegriert), Praxisaufenthalt im Ausland nicht möglich, Der Einblick in mehr als 3 Abteilungen eher schwierig und die, die wirklich Potenziell haben werden gebremst, da "Gleichheitsprinzip" gilt.

Natürlich gibt es auch Vorteile, wie bspw. Geld während der Ausbildungszeit und eine unbefristete Übernahme.. genau deshalb frag ich mich, ob es unklug ist an eine Uni zu wechseln und sogesehen den "IGM-Elnstieg" zu verwerfen.. oder kann ich noch mehr rausholen, wenn ich mich in der Uni reinhänge, breit engagiere und gute Praktika mache? Ich hab wirklich Bammel davor, etwas zu bereuen.. ob monetär oder karrieretechnisch.

Vielen Dank für eure Ratschläge!

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WiWi Gast

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Wie lange bist du denn schon dort? Wenn du erst 6 Monate da bist, dann ist das nicht so wild, aber wenn du in einem Jahr fertig wirst solltest du das einfach durchziehen und danach vielleicht noch wechseln. Einmal abbrechen ist für den CV normalerweise kein Problem wenn du nicht gerade zu MBB willst und solange du es glaubwürdig begründen kannst.

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WiWi Gast

Unkluge Entscheidung?

WiWi Gast schrieb am 07.11.2021:

Servus,

ich mache derzeit ein duales Studium bei einem DAX-Autobauer. In letzter Zeit tendiere ich immer mehr dazu das duale Studium für ein Studium an einer renommierten Universität aufzugeben (irgendwas zwischen VWL-Winfo-Unternehmensjura), weil vieles nicht meinen Erwartungen entspricht. Das komplette Programm geht fast 5 Jahre (da ausbildungsintegriert), Praxisaufenthalt im Ausland nicht möglich, Der Einblick in mehr als 3 Abteilungen eher schwierig und die, die wirklich Potenziell haben werden gebremst, da "Gleichheitsprinzip" gilt.

Natürlich gibt es auch Vorteile, wie bspw. Geld während der Ausbildungszeit und eine unbefristete Übernahme.. genau deshalb frag ich mich, ob es unklug ist an eine Uni zu wechseln und sogesehen den "IGM-Elnstieg" zu verwerfen.. oder kann ich noch mehr rausholen, wenn ich mich in der Uni reinhänge, breit engagiere und gute Praktika mache? Ich hab wirklich Bammel davor, etwas zu bereuen.. ob monetär oder karrieretechnisch.

Vielen Dank für eure Ratschläge!

Du hast fomo: fear oft missing out. Das ist ein Denkfehler so a la "grüne Wiese ist drüben grüner". Da DAX auf keinen Fall wechseln, es ist die bestmögliche Basis in D. Von dort aus solltest du dich weiterentwickeln und extracurriculars machen und Netzwerken usw.

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WiWi Gast

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Ich finde duale Studiengänge in Konzernen haben einen Riesenvorteil. Du bist schon im Unternehmen und kannst Kontakte knüpfen.
Solltest du nach dem Studium sowieso einen Konzerneinstieg machen wollen, bleib da. Die meisten Studenten, die normal studieren (egal ob Uni oder FH/TH) bekommen im Durchschnitt schlechtere Jobs als im Konzern. Die zahlen für deutsche Verhältnisse sehr gut bei wenig Arbeitszeit. Es gibt einige wenige Studenten, die mit einem noch besser bezahlten Job einsteigen, aber dafür musst du dann im richtigen Bereich richtig gut sein und Glück haben.

Wäre es denn eine Möglichkeit für dich den Master dann woanders zu machen oder über den Konzern für eine Zeit im Ausland zu leben?

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WiWi Gast

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Kommt finde ich drauf an was du noch vor hast im Leben. Wenn dein Ziel Konzern mit gutem Gehalt, WLB und Perks ist, bleib wo du bist, einfacher steigst du nicht mehr ein. Wenn du in die Beratung und knechten willst, go for it. Gebe aber dem VP recht, wichtig zu wissen wäre wie lang du bereits dabei bist.

Vorteil Uni ist dass du völlig frei bist in dem was du tust, Auslandssemester, Praktika in verschiedenen Branchen (sofern du Plätze kriegst) etc., Nachteil ist du musst dich gegen Zig andere Bewerber um Praktika und Jobs durchsetzen, das musst du jetzt bei einem Traum-AG nicht.

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WiWi Gast

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  1. Dem Logo nach zu urteilen, bist du ein Mann und damit sind deine perspektivischen Chancen auf eine Karriere wesentlich geringer als noch vor 10-20 Jahren, ein Hoch auf Diversität und Quoten.
  2. Du bist deines Glückes Schmied: Ich war ebenfalls bei einem Autobauer dualer Student und habe meinem Personalwesen während meiner Studierendenzeit das Praktikum vor Ort in China vorgestellt (Abteilung, Inhalt, Termine) und das wurde einfach zur Kenntnis genommen. Ich musste zwar für alle Kosten aufkommen, aber grundsätzlich war alles i.O.
  3. Du bist deines Glückes Schmied: Ich habe um anderthalb Semester verkürzt und bei uns war es so, dass ich am Tag nach meinem Kolloquium direkt meinen Arbeitsvertrag unterschreiben konnte, um die aufnehmende Abteilung hatte ich mich natürlich gekümmert.
  4. Deine bisherigen Prüfungsleistungen an der FH/BA werden sicherlich nicht an der "renommierten" Uni anerkannt werden, demzufolge wirft dich der Wechsel um ... Jahre zurück. Ob dein Profil dann noch so gut ist, dass du einen besseren Einstig als bei einem DAX-Autobauer schaffst, ist schwer zu sagen.
  5. Alternativtipp aus eigenem Umfeld: Zieh das Studium durch, mach dann noch einen Master oder mit Konzernbackground direkt eine Promotion: Drei Kollegen aus unserem Kreis sind direkt in Industriepromotionen übernommen worden an den entsprechenden Partnerunis. Du musst dann zwar die Knaller-Prüfungen nachstudieren, das sollte aber, wenn man deinem Selbstvertrauen trauen kann, machbar sein.
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WiWi Gast

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Ich würde das an Deiner Stelle durchziehen anstatt jetzt für die vage Hoffnung, dass ein anderes Studium interessanter ist, alles hinzuwerfen.

Gewöhn Dich an den Gedanken, dass Lehrjahre nunmal keine Herrenjahre sind.

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WiWi Gast

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Absoluter Wahnsinn, das jetzt aufzugeben. Direkteinstiege bei einem Autobauer sind nach dem Studium quasi unmöglich geworden (IT-ler mal ausgenommen). Mach das duale Studium fertig, arbeite da 2-3 Jahre und dann mach deinen Master entweder berufsbegleitend oder kündige und studiere Vollzeit. Die Berufserfahrung und den Namen im CV kann dir dann keiner mehr nehmen.

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WiWi Gast

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Du bist für dich herausfinden, woran deine Unzufriedenheit liegt.

Ist es wirklich das duale Studium und der Konzern oder ist es einfach die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen. Bei mir war es oft letzteres. Ich habe mich bewusst für etwas entschieden. Dies bedeutet, dass man dann zwangsläufig etwas anderes ablehnt. Sobald die Entscheidung getroffen war, habe ich direkt Zweifel bekommen. Ich wollte mir so lange wie möglich alle Türen offen halten. Das geht aber irgendwann nicht mehr. Ich bin aber immer hin und hergesprungen. Wenn du diese Entscheidungsschwäche hast, dann ist das ein tiefergehendes Problem, dass du angehen solltest, sonst wirst du immer diese Zweifel haben.

Ansonsten kann man nur sagen, dass man das machen soll, was einen glücklich macht.

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WiWi Gast

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Ich würde nicht sagen dass Uni interessanter ist. Aber man arbeitet lange genug, deshalb würde ich niemals dual studieren. Ist aber karrieretechnisch der einfachere Weg. Wenn du leben willst, dann Uni. Einzige schöne Zeit im Leben.

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Also noch leichter Karriere machen wirst du nicht können. Du bist bei einem Autobauer, du sammelst praktisch schon jetzt BE und wen du dich clever anstellst, hast du einen enormen Gehaltsanstieg. Falls ihr auch 3-5 Tage HO machen könnt, dann kannst du sogar das Studentenleben light genießen.

Ob du bei uns um 10:00 verkatert anfängst, interessiert niemanden. Als normaler Student kellernst du nebenbei und den Rest studierst du ergo wenn du es richtig planst, dann kannst du alle Welten vereinen. Wenn du das Sausen lässt und dich an die Uni begibst um später beim selben Autobauer um die raren Plätze dich zu bewerben, dann ist dir nicht zu helfen.

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WiWi Gast

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Ich würde so was niemals abbrechen nur um dann ein weltfremdes, theoretisches Studium an einer Uni zu machen. Wenn ich schön höre renommierte Universität. Lass dich doch nicht von so einem Unsinn täuschen wie all die anderen Studenten ohne Ahnung, worauf es in der Praxis ankommt.

Wenn du so sehr auf eine Uni und Ausland etc. aus bist, dann mach das doch im Master. Nach diesen 2 Jahren wirst du dann aufgrund deines dualen Studiums deutlich bessere Chancen haben wieder in die Praxis zu kommen als deine Mitbewerber, die nur theoretisch was vorweisen können.

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WiWi Gast

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DerZynischeAnalytiker schrieb am 09.11.2021:

Ob du bei uns um 10:00 verkatert anfängst, interessiert niemanden.

Da muss man sich nicht wundern, wenn die Automobilzukunft in China und in den USA liegt.

Aber hey, Lastenfahrräder kann man auch noch verkatert zusammenbauen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 09.11.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 09.11.2021:

Ob du bei uns um 10:00 verkatert anfängst, interessiert niemanden.

Da muss man sich nicht wundern, wenn die Automobilzukunft in China und in den USA liegt.

Aber hey, Lastenfahrräder kann man auch noch verkatert zusammenbauen.

Automobilzukunft in den USA? Selten so einen Quatsch gelesen.
Abgesehen davon, keiner der Leute hier im Thread steht am Laufband und schraubt Autos zusammen...

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WiWi Gast

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TE hier: Die Antworten finde ich teilweise wirklich überraschend, weil der Praxisalltag sieht tatsächlich fundamental anders aus.

  1. Die Peer Group besteht aus höchstens 3 Leuten, die wirklich bock haben was zu reißen. Die meisten haben ein durchschnittliches Abi und viele Fachabitur

  2. Abteilungswahl selber beeinflussen sehr schwer

  3. 4,5 Jahre Gesamtdauer; ergo ist Master noch sehr weit entfernt

  4. Gleichheitsprinzip => man ist "Azubi+"

kurze fakten zu mir:

ich bin noch nicht 3 jahre dabei, sondern habe im sep 2021 begonnen; abi 1.0; bereits ein praktikum in einer renommierten institution für das gap year gesichtert

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WiWi Gast

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habe schon oft gehört, dass v.a die überambitionierten, jungen menschen abbrechen, die auch sehr gute abischnitte haben - lässt sich ein muster erkennen

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WiWi Gast

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Moin,

Habe mein duales Studium beim konzern vor 2 Jahren selbst abgeschlossen und bin mittlerweile sehr glücklich darüber.

Hatte ähnliche Gedanken wie du im Studium.

Ein praktisches Beispiel: die Studenten von den "ach so renommierten" Unis habe ich jetzt als Praktikanten bei mir, teilweise sogar älter als ich.

Und so sehr ich es denen gönnen würde, aber ein direkt Einstieg, sogar nach gutem Praktikum in den Konzern ist nahezu unmöglich geworden.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

TE hier: Die Antworten finde ich teilweise wirklich überraschend, weil der Praxisalltag sieht tatsächlich fundamental anders aus.

  1. Die Peer Group besteht aus höchstens 3 Leuten, die wirklich bock haben was zu reißen. Die meisten haben ein durchschnittliches Abi und viele Fachabitur

  2. Abteilungswahl selber beeinflussen sehr schwer

  3. 4,5 Jahre Gesamtdauer; ergo ist Master noch sehr weit entfernt

  4. Gleichheitsprinzip => man ist "Azubi+"

kurze fakten zu mir:

ich bin noch nicht 3 jahre dabei, sondern habe im sep 2021 begonnen; abi 1.0; bereits ein praktikum in einer renommierten institution für das gap year gesichtert

Du hast dir die Antwort doch schon mehr oder weniger selbst gegeben:)

Besser wird das duale Studium nicht und wenn jemand wirklich so motiviert ist wie du es zu sein scheinst, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ein duales Studium nicht so das wahre ist.
Nur muss man bei der Alternative dann auch wirklich performen, denn egal wie unmotiviert die Peer Group ist und wie anspruchslos es zu sein scheint, Geld+Direkteinstieg bei einem DAX Autobauer ist gerade im Bezug auf WLB nur sehr schwer zu toppen. Und für alles, was DAX30 Automobil toppt, muss man eben noten-/und Praktikumstechnisch stark performen

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

habe schon oft gehört, dass v.a die überambitionierten, jungen menschen abbrechen, die auch sehr gute abischnitte haben - lässt sich ein muster erkennen

Selbstverständlich, denn gerade für Ausnahmetalente sind duale Studiengänge eine echte Mogelpackung.
Da werden gute Leute mit einem Azubigehalt gelockt und dann so ausgebildet, dass sie fast nur in diesem spezifischen Unternehmen arbeiten können.
Als Bonus sind dann die Aufstiegschancen und die Vergütung geringer als bei top Leuten die mit einem runden Profil, sehr gutem Vollstudium, vielleicht etwas t1 consulting Erfahrung oder Auslandserfahrung direkt einsteigen.

Gibt es Ausnahmen? Klar. Aber Schweine können auch manchmal fliegen und wenn man sich mal objektiv fragt was die Unternehmen von dem ganzen Geld haben, das sie in duale Studiengänge stecken dem wird das Prinzip schnell klar.

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WiWi Gast

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FAZIT

Da hat's einer leicht, aber noch nicht leicht genug, Auslandsaufenthalt wird nicht auf Silbertablett serviert, allgemein sticht da einen, dem es zu gut geht, der Hafer...

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.11.2021:

habe schon oft gehört, dass v.a die überambitionierten, jungen menschen abbrechen, die auch sehr gute abischnitte haben - lässt sich ein muster erkennen

Selbstverständlich, denn gerade für Ausnahmetalente sind duale Studiengänge eine echte Mogelpackung.
Da werden gute Leute mit einem Azubigehalt gelockt und dann so ausgebildet, dass sie fast nur in diesem spezifischen Unternehmen arbeiten können.
Als Bonus sind dann die Aufstiegschancen und die Vergütung geringer als bei top Leuten die mit einem runden Profil, sehr gutem Vollstudium, vielleicht etwas t1 consulting Erfahrung oder Auslandserfahrung direkt einsteigen.

Gibt es Ausnahmen? Klar. Aber Schweine können auch manchmal fliegen und wenn man sich mal objektiv fragt was die Unternehmen von dem ganzen Geld haben, das sie in duale Studiengänge stecken dem wird das Prinzip schnell klar.

Absolut! Wer richtig Lust hat Karriere zu machen, studiert am besten nicht dual und lässt sich alle Türen offen!!

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.11.2021:

FAZIT

Da hat's einer leicht, aber noch nicht leicht genug, Auslandsaufenthalt wird nicht auf Silbertablett serviert, allgemein sticht da einen, dem es zu gut geht, der Hafer...

TE: Nein, absolut nicht. Man fühlt sich einfach unterfordert und wenig wertgeschätzt, weil Leistung auf der einen Seite nichts bringt und man auf der anderen Seite auch akademisch mit FH + Berufsschule einfach nicht mithalten kann.

Ich tue mich einfach schwer damit zu akzeptieren, dass ich mich wirklich reingehängt und engagiert habe, um zB ein Abi von 1,0 zu machen, um es quasi nicht zu nutzen und auf dem gleichen Level mit durchschnittlichen Fachabiturienten zu sein (das ist wirklich nicht arrogant gemeint, ich hoffe, ihr wisst was ich meine).

Ich will wirklich das Maximum aus meiner Karriere rausholen und habe mich damals für dual DAX30 entschieden, weil es (wie unter diesem Post) absolut vergöttert wurde, was ich aber selber nicht sehen kann. Ein Uni-Student mit Stipendium, diversen Praktika und evtl. Werkstudententätigkeit von einer Top-Uni kommt mir einfach viel besser aufgestellt vor - und hat mehr erleben können.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 14.11.2021:

TE hier: Die Antworten finde ich teilweise wirklich überraschend, weil der Praxisalltag sieht tatsächlich fundamental anders aus.

  1. Die Peer Group besteht aus höchstens 3 Leuten, die wirklich bock haben was zu reißen. Die meisten haben ein durchschnittliches Abi und viele Fachabitur

  2. Abteilungswahl selber beeinflussen sehr schwer

  3. 4,5 Jahre Gesamtdauer; ergo ist Master noch sehr weit entfernt

  4. Gleichheitsprinzip => man ist "Azubi+"

kurze fakten zu mir:

ich bin noch nicht 3 jahre dabei, sondern habe im sep 2021 begonnen; abi 1.0; bereits ein praktikum in einer renommierten institution für das gap year gesichtert

Kleiner Tipp für dein Berufsleben da du sehr Notenbasiert zu urteilen scheinst, auch über deine Kollegen:

Einmal auf einer Stelle angekommen zählen im Berufsleben Arbeitsleistung + Sozialkompetenz. Gibt viele die gute Noten, aber keine gute Arbeitsleistung erbringen können.
Fehlt zudem die Soziale Kompetenz wirst du es in größeren Unternehmen, wo Netzwerken essentiell ist, immer schwierig haben und nicht so voran kommen wie du es vielleicht möchtest.

Von deinen Postings her würde ich eher sagen du bist der Typ
Uni -> Unternehmensberatung und nicht so der Konzernmensch.

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WiWi Gast

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Frag dich doch mal eher was du willst. Renommierte Uni klingt sehr hochtrabend, wo willst du danach hin? MBB? Um dann 60h+ zu arbeiten um nach 3-5 Jahren im Idealfall den Exit zu dem Autobauer zu schaffen, bei dem du jetzt bist? IB, um hier eher Richtung 80h zu knechten um auch von hier irgendeine Art von Exit zu schaffen? Bevor du dir diese Fragen nicht beantwortet hast, würde ich nicht übers abbrechen nachdenken. Ganz ehrlich, dual beim Autobauer ist fast wie Lotto. Du wirst so ein Paket aus Gehalt und WLB nicht mehr erreichen und Karriere kannst du dort auf jeden Fall machen. Bei MBB/IB geht es vielleicht schneller, aber dafür auch mit gefühlt doppelter Arbeitszeit. Ich denke du musst mal für dich selber rausfinden was du willst.

Ich dachte auch immer ich will möglichst schnell hoch hinaus und maximales Geld verdienen. Habe mich letztlich doch für ein Trainee Programm entschieden, weil mir meine Beziehung und Freunde wichtiger waren. Sitze jetzt im Konzern auf einer Stelle die mit fast 100k bewertet ist bei 35-45h Woche je nach Auslastung, 3-4 Tage HO, Benefits etc. und habe festgestellt, dass ich das viele Geld nicht mal bräuchte. Bin heilfroh, dass es so gekommen ist.

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WiWi Gast

Unkluge Entscheidung?

WiWi Gast schrieb am 15.11.2021:

FAZIT

Da hat's einer leicht, aber noch nicht leicht genug, Auslandsaufenthalt wird nicht auf Silbertablett serviert, allgemein sticht da einen, dem es zu gut geht, der Hafer...

TE: Nein, absolut nicht. Man fühlt sich einfach unterfordert und wenig wertgeschätzt, weil Leistung auf der einen Seite nichts bringt und man auf der anderen Seite auch akademisch mit FH + Berufsschule einfach nicht mithalten kann.

Ich tue mich einfach schwer damit zu akzeptieren, dass ich mich wirklich reingehängt und engagiert habe, um zB ein Abi von 1,0 zu machen, um es quasi nicht zu nutzen und auf dem gleichen Level mit durchschnittlichen Fachabiturienten zu sein (das ist wirklich nicht arrogant gemeint, ich hoffe, ihr wisst was ich meine).

Ich will wirklich das Maximum aus meiner Karriere rausholen und habe mich damals für dual DAX30 entschieden, weil es (wie unter diesem Post) absolut vergöttert wurde, was ich aber selber nicht sehen kann. Ein Uni-Student mit Stipendium, diversen Praktika und evtl. Werkstudententätigkeit von einer Top-Uni kommt mir einfach viel besser aufgestellt vor - und hat mehr erleben können.

Ja, ich denke wir wissen was du meinst;)

Lass dir von einem durchschnittlichen Studenten mit schwachem Abi sagen:
die Peer Group ist wichtiger als man denkt, das reicht von "Wieso sollte ich Praktika machen? 4 gewinnt in den Klausuren und dann wird zwei Monate gesoffen" an manchen FHs bis hin zu dem, was auf wiwitreff manche als durchschnittlich betrachten als "Target-Unis".

Die Gründe für ein duales Studium wurden hier schon vielfach beleuchtet und es ist wirklich sehr nahe am Lottogewinn für >95% aller Abiturienten, doch wer wenn nicht der topmotivierter 1.0er Kandidat sollte es versuchen, ein klassisches Studium an einer guten Uni mit motivierten Kommilitonen durchzuziehen und dann danach alle Türen offen zu haben.

Über DAX30 geht vom Ansehen, Gehalt, Sicherheit, WLB nicht viel, aber ein bisschen was ist sicherlich noch offen und ich wünsche dir viel Glück/Erfolg

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WiWi Gast

Unkluge Entscheidung?

Frage an den TE:
Würdest du dich zum nächsten Sommer- oder Wintersemester einschreiben?

antworten
WiWi Gast

Unkluge Entscheidung?

WiWi Gast schrieb am 17.11.2021:

Frage an den TE:
Würdest du dich zum nächsten Sommer- oder Wintersemester einschreiben?

Zum Wintersemester. Für die Zwischenzeit wären bereits Ferienjob und ein Praktikum im Parlament sicher.

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WiWi Gast

Unkluge Entscheidung?

Du hast doch genau diese Frage schonmal gestellt. Auch erwähnt, dass du ja ein 1er Abi hattest, deine Azubi Kollegen Underperformer sind und du nach gerade mal 2 Monaten meinst unterfordert zu sein. Du machst gerade eine Ausbildung, also bist du auch Azubi und wirst so behandelt.

Wirst du die Frage noch ein drittes mal stellen, bis dir jemand schreibt "Omg, ein 1er Abi, kündige sofort und schreib dich in Harvard ein, du bist viel zu gut für ein duales Studium um Konzern!"?

Mach doch erstmal die Ausbildung fertig, wenn du dann weiter übernommen wirst kannst du ja im Bachelor zeigen, was du wirklich kannst.

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