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IAQ-Studie: Dual studieren im Blick

Duale Studiengänge haben sich in Deutschland etabliert. Junge Menschen können dabei ihre berufliche und akademische Ausbildung kombinieren. Der aktuelle Report des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen nimmt den vergleichsweise neuen Bildungsweg in den Blick.

Cover IAQ-Report 2012-03

IQA-Studie: Dual studieren im Blick
Zwei Abschlüsse zur gleichen Zeit: Duale Studiengänge haben sich in Deutschland etabliert und expandieren weiterhin. Junge Menschen können dabei ihre berufliche und akademische Ausbildung kombinieren. Die studierenden Auszubildenden – kurz Studzubis – erwerben parallel den beruflichen Abschluss des Dualen Systems und beispielsweise den Bachelor an einer Hochschule. Der aktuelle Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) nimmt den noch vergleichsweise neuen Bildungsweg in den Blick.

Das Angebot an dualen Studiengängen wurde von 2005 bis 2011 um über 70 Prozent ausgeweitet. Rund 62.000 Jugendliche studieren dual in den 929 Studiengängen überwiegend an Fachhochschulen, über 40.000 Unternehmen sind beteiligt (2011). Gut zwei Drittel des Angebots stellen die Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften; das Fächerspektrum wird aber immer vielfältiger, z.B. in den Gesundheits- und Pflegeberufen oder der Frühpädagogik. In einem BMBF-geförderten Projekt haben die IAQ-Bildungsforscher Dr. Sirikit Krone und Dr. Ulrich Mill an zehn Standorten in Deutschland Studzubis nach ihren Interessen und Erfahrungen im Dualen Studium befragt.

Ergebnisse der Online-Studie zeigen: „Die Studzubis sind jung, deutsch, überwiegend männlich und stammen aus Nicht-Akademiker-Haushalten.“ Sie sind Bildungsaufsteiger, für die der Werdegang ihrer Eltern – meist die klassische Berufsausbildung auf mittlerem Qualifikationsniveau – bei der Berufswahl nicht zur Debatte stand. Gut 80 Prozent der Befragten zeigten eine klare akademische Orientierung und hätten alternativ ein Vollzeitstudium aufgenommen.

Für die Doppelqualifikation mit Fachausbildung und Hochschulabschluss nehmen die Studzubis einiges in Kauf, wie etwa Zeitnot und Abstimmungsprobleme zwischen den Lernorten und Ausbildungsinhalten. Dafür erreichen sie aber oft mehr Praxisnähe und damit bessere Lernbedingungen, was für 94,5 Prozent eine entscheidende Rolle bei der Studienwahl spielte. Weitere Motive sind die Finanzierung des Studiums durch die Betriebe bzw. die Ausbildungsvergütung, die sichere Übernahme und gute Karrierechancen im Lehrbetrieb. Die Unternehmen reagieren mit ihrer Beteiligung an dualen Studiengängen auf den wachsenden Fachkräftebedarf und die gestiegenen Anforderungen in wissensbasierten Berufen. Sie können so frühzeitig qualifizierte Schulabgänger binden und den Personalnachwuchs sichern.

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IAQ-Report 2012-003: Dual studieren im Blick

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