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Gold oder Goldwertpapiere: Wo gibt es die größere Rendite?

Wie kein anderes Material fasziniert Gold die Menschheit seit Jahrtausenden. Der Handel mit dem Edelmetall war in der Vergangenheit schon häufig Auslöser von Intrigen, Konflikten und Kriegen. Denn wer den seltenen Rohstoff besitzt, hat augenscheinlich finanziell nichts mehr zu befürchten. Bis heute ist der Bann des edlen Rohstoffs ungebrochen. Der Handel mit dem wertvollen Metall liegt wieder schwer im Trend und Händler erhoffen sich glänzende Renditen. Doch was ist dran am Hype um den Bodenschatz? Wirft er tatsächlich lohnenswerte Renditen ab oder versprechen stattdessen Goldwertpapiere den größeren Erfolg? Ein Vergleich.

Vermögensstruktur: Geld, Aktien, Anleihen, Gold

Vor- und Nachteile des physischen Kaufs
Gold gilt gemeinhin als sichere Methode der Geldanlage. Was für das Edelmetall spricht, ist, dass es seinen Wert nie völlig verloren hat und vermutlich niemals komplett wertlos sein wird. Dafür sorgen alleine schon die begrenzten Vorkommen auf der Erde. Somit ist es im Fall von wirtschaftlichen Krisen oder Währungseinbrüchen ein verhältnismäßig zuverlässiges Zahlungsmittel. Die Entwicklungen der Vergangenheit zeigen außerdem, dass der Kurs seit Anfang der 1980er Jahre konstant angestiegen ist.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wer Barren oder Münzen kauft, der muss in den meisten Fällen erst einmal investieren: Entweder in einen robusten Safe oder in ein Bankschließfach. Zudem kann unter Umständen eine neue Versicherung fällig werden, falls Haftplicht oder die Bank im Schadensfall nicht hundertprozentig haften. Dazu kommt, dass Anlagen in Edelmetall im Vergleich zu Wertpapieren keine Zinsen oder Dividenden abwerfen. Die letztendliche Rendite erwirtschaften Anleger in erster Linie durch Kursgewinne, die sich durch strategischen Einkauf und Verkauf erzielen lassen. Dafür braucht es neben ausreichend Branchenkenntnis auch eine große Portion Glück, denn der Preis ist von vielen Faktoren (globale Wirtschaftsentwicklung, Kriege, Rohstoffknappheit etc.) abhängig und daher Schwankungen unterworfen.
 

Der Handel mit dem „unsichtbaren“ Rohstoff
Eine bequeme Alternative zu Barren und Münzen ist die Investition in Wertpapiere. Hier gibt es für Anleger verschiedene Optionen:

  1. Zertifikate und –fonds: Lagerkosten fallen hier schon einmal weg. Die Renditen sind im Vergleich zu physischem Edelmetall Währungsschwankungen nicht so stark ausgesetzt. Dafür fallen jährliche Gebühren an. Außerdem bergen Zertifikate sowie Fonds ein großes Risiko: Geht der Emittent (Ausgeber der Wertpapiere) pleite, geht der Anleger am Ende ebenfalls leer aus.
     
  2. Investition in ETCs: Die Abkürzung steht für „Exchange Traded Commodities“, also börsengehandelte Rohstoffe. Ähnlich wie bei Aktien investieren Anleger in die Entwicklung des globalen Goldpreises. Das bringt den Vorteil mit sich, dass Investoren bei Geschäften jederzeit ein- oder aussteigen können. Zudem fällt bei den Haltungskosten nur ein kleiner, jährlicher Betrag an. Es gibt jedoch einen großen Haken: ETCs wirken wie eine Art Schuldverschreibung. Geht wie bei Zertifikaten und Fonds das ausgebende Finanzinstitut bankrott, verliert der Anleger alle seine Investitionen. Für diesen Fall sind ETCs meist noch zusätzlich mit physischem Gold besichert.


Der Bodenschatz gehört immer in ein leistungsstarkes Portfolio
Alles in allem bietet sowohl die Investition in physisches Metall als auch der Kauf von speziellen Wertpapieren Vor- und Nachteile. Wer auf der Suche nach kurzfristigen Investitionsmöglichkeiten ist, sollte vor allem auf spezielle Fonds oder Aktien setzen. Durch die schnelle Ausstiegsmöglichkeit, ist das finanzielle Risiko geringer. Gold ist dagegen ein Rohstoff, der seinen Wert nie verlieren wird, krisensicher ist und auf lange Sicht Renditen verspricht. Zudem zeichnet sich ein gutes Portfolio immer durch einen gewissen Edelmetall-Anteil aus, da dieser die schwächere Leistung anderer Anlagefelder ausbalancieren kann.

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