DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Berufs- & Studienwahl Studierende

12. Studierendensurvey 2014 - Drei Viertel der Hochschüler studieren gerne

Im Studierendensurvey werden alle drei Jahren fast 30.000 Studierende an 15 ausgewählten Universitäten und 10 Fachhochschulen zu ihrer sozialen Herkunft, ihren Studienplänen, Studienfächern und ihrer Studiensituation befragt.

Blick aus der letzten Reihe in einen leeren Hörsaal der älteren Generation mit Kreidetafeln.

12. Studierendensurvey 2014 - Drei Viertel der Hochschüler studieren gerne
Studentinnen und Studenten in Deutschland erwarten von ihrem Studium nicht nur eine gute fachliche Ausbildung, sondern verbinden mit der akademischen Qualifizierung immer stärker auch die Hoffnung auf einen sicheren, interessanten Arbeitsplatz sowie die Aussicht auf ein hohes Einkommen im späteren Berufsleben. Gleichzeitig nimmt aber auch die Erwartung unter den Studierenden zu, über ein Studium zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse beitragen zu können. Diese Entwicklung ist ein Ergebnis des 12. Studierendensurveys, den Bundesbildungsministerin Johanna Wanka heute in Berlin vorgestellt hat.

Laut der Studie ist es der Mehrheit der Studierenden wichtiger, gute Abschlussnoten zu erzielen als schnell das Studium zu beenden. Im Schnitt wenden Studierende 33 Wochenstunden für ihr Studium auf. Sie sehen sich zunehmend hohen Leistungsanforderungen gegenüber, attestieren aber zugleich eine verbesserte Gliederung des Studiums. Die Ziele der Bologna-Reform wie Qualitätskontrolle der Lehre, Internationalisierung sowie Modularisierung der Studiengänge, sind aus Sicht der Mehrheit überwiegend umgesetzt. In Bezug auf ihr Studium wünschen sich die Befragten vor allem stärkeren Praxisbezug. Die Qualität der Lehre und des Lehrangebots bewerten die Studierenden mit großer Mehrheit positiv, die Studienqualität hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. So beurteilten etwa 67 Prozent der Befragten Aufbau und Struktur ihres Studiengangs positiv, 2001 taten dies nur 54 Prozent. Auch die Lehrveranstaltungen werden heute von 65 Prozent der Studierenden positiv bewertet, 2001 lag dieser Wert bei 46 Prozent. 73 Prozent der Befragten gaben an, gerne zu studieren.

„Der Studierendensurvey ist ein wichtiges Barometer dafür, wie die Hochschulpolitik bei den Studentinnen und Studenten ankommt. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die vom Bund geförderten Programme wie etwa der Hochschulpakt oder der Qualitätspakt Lehre geholfen haben, die Studiensituation an den Hochschulen zu verbessern“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Gleichzeitig gibt der Survey wichtige Hinweise, in welchen Bereichen die Hochschulen noch differenzierter nachsteuern müssen, etwa durch mehr Praxiselemente in den Studiengängen.“

Eine Besonderheit des Surveys ist auch die Untersuchung der politischen Orientierung und der demokratischen Einstellung unter Studentinnen und Studenten. So zeigt die aktuelle Befragung einen Rückgang des allgemeinen politischen Interesses. Stuften 2001 noch 45 Prozent ihr politisches Interesse als sehr stark ein, taten dies 2013 nur 32 Prozent. Auch studentische Politik an der eigenen Hochschule interessiert nur ein Drittel der Studierenden. „Dieser Befund ist sehr bedauerlich. Gerade zum 25. Jahrestag des Mauerfalls möchte ich eindringlich an die junge Generation appellieren, die politische Freiheit in unserem Land zu nutzen und gerade auch für die Belange von Studierenden aktiv zu werden“, sagte Wanka.

Bereits seit Beginn der 1980er-Jahre fördert die Bundesregierung die Langzeitstudie „Studierendensurvey - Studiensituation und studentische Orientierungen“. Etwa alle drei Jahre werden in diesem Rahmen Studentinnen und Studenten an Universitäten und Fachhochschulen zur Studiensituation befragt. Erstellt wird die Studie durch die Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz, sie ist neben der Sozialerhebung die umfangreichste Dauerbeobachtung der Studiensituation in Deutschland.

Für den aktuellen 12. Studierendensurvey wurden im Wintersemester 2012/13 rund 5000 Studierende an 25 Hochschulen befragt. Der fast 500 Seiten umfassende Bericht enthält ein breites Themenspektrum: Es reicht von Fragen der Fachwahl und Motivation bis zu Erwartungen an den Arbeitsmarkt, von den Studienanforderungen und eigenen Ansprüchen an das Lernen zum Zeitaufwand im Studium, von Promotionsvorhaben und Auslandserfahrungen bis zur Einschätzung des sozialen Klimas an den Hochschulen.

Download 12. Studierendensurvey 2014 [PDF, 106 Seitem - 2,2 MB]
http://www.bmbf.de/pub/12._Studierendensurvey_barrierefrei.pdf

Download 12. Studierendensurvey 2014 - Langfassung [PDF, 506 Seitem - 4,9 MB]
http://www.bmbf.de/pub/12._Studierendensurvey_Langfassung_bf.pdf

Im Forum zu Studierende

16 Kommentare

Woher kommt diese große Hass gegenüber BWL-/WiWi-Studenten?

WiWi Gast

Guten Abend. Frage siehe oben. Warum werden BWLer und Studenten von fachverwandten Fächer teilweise so sehr verachtet? Ich lese in Foren ständig, dass BWLer und Co Versager wären, die keine Fähi ...

14 Kommentare

Re: Masterwahl für Dualstudent der Wirtschaftsinformatik mit No Budget und Blick auf UB/IB

3mals

Hallo WIWI, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich möchte nach meinem Dualen Bachelor gerne in Richtung UB oder IB schauen, da mir besonders die finanziellen und betriebswirtschaftlichen Aspekte meine ...

3 Kommentare

UB/IB-Excel skills

WiWi Gast

Hey, mich würde mal interessieren, wie gut eure Excel-Skills waren, als ihr bei UB bzw IB - oder jedem anderen Excel-lastigen Job - angefangen habt. Außerdem würde mich mal interessieren, wie ...

4 Kommentare

IB mit Winfo

WiWi Gast

Hey, in den USA & UK ist es ja üblich, dass man mit so ziemlich jeden Studium den Weg ins IB schaffen kann, solange man zu den besten gehört und relevante Praktika hat. Wie sieht das in DE aus vo ...

1 Kommentare

Schiffsmakler/Reedereien - Berufsbild, Aufstiegschancen, Vergütung

WiWi Gast

Hallo Zusammen, ich spiele derzeit mit dem Gedanken, mich bei einem der recht zahlreichen norddeutschen Schiffsmakler bzw. allgemein in Reedereien auf diese Position zu bewerben. Kennst sich jem ...

1 Kommentare

Uniwechsel im höheren Semester

WiWi Gast

Hey, wisst ihr ob die Unis in den höheren Semestern ( 3,4) ihre Plätze nachfüllen oder ob sie nicht nachfüllen, weil sie mit hohen Abbrecherzahlen rechnen. Es geht mir vorallem um Köln, Münster, b ...

4 Kommentare

Welcher dieser Studiengänge eignet sich am Besten für eine spätere Karriere in der Unternehmensberatung?

A123MIR

Hallo zusammen, ich werde dieses Jahr meine Hochschulreife erlangen und da ich schon seit Jahren nicht ausschließen kann, welcher dieser Studiengänge für eine spätere Tätigkeit in der Unternehmensber ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Studierende

Voll mit Studenten besetzter Hörsaal an der Technischen Universität München (TUM)

Rekordhoch von 2.8 Millionen Studierenden im Winter­semester 2016/2017

Mit gut 2.8 Millionen Studierenden sind aktuell so viele Studentinnen und Studenten wie nie zuvor an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. Damit erhöhte sich die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr im Wintersemester 2016/2017 um 48 300. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger ging leicht um 0,1 Prozent auf 505 900 zurück. An Verwaltungsfachhochschulen stieg die Zahl dagegen um 7,9 Prozent.

Cover Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

Online-Studienselbsttests fallen durch die Prüfung

Studieninteressenten, die im Internet mit Studienselbsttests ihren optimalen Studiengang finden wollen, werden meist enttäuscht. Das zeigt eine Untersuchung vom Stifterverband, die sechs Online-Tests auf den Prüfstand stellte. Der Verband fordert deshalb einen bundesweit zentral entwickelten Orientierungs- und Eignungstest und mehr professionelles Beratungspersonal an Schulen und Hochschulen.

Informationen zum Studium fördern die Studienabsichten von Nichtakademiker-Kindern

Wer in der Schule Informationen zum Nutzen und zur Finanzierung eines Studiums erhält, will nach dem Abitur eher studieren. Studienberechtigte die besser informiert sind, bewerben sich nach dem Abitur zudem tatsächlich häufiger auf Studienplätze. Dieser Effekt gilt insbesondere bei Abiturienten, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben. Das zeigt erstmals das Studienberechtigten-Panel „Best Up“ in einer Langzeit-Befragung von mehr als 1.500 Berliner Schülern.

Auf einer kleiner Tafel stehen, mit Kreide geschrieben, die Worte Job und Studium.

Studium ohne Abi: Rekordhoch von 50.000 Studenten ohne Abitur

Noch nie zuvor studierten so viele Personen ohne allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife in Deutschland. Ihre Zahl hat sich von 2010 bis 2014 nahezu verdoppelt. Dies ergeben Berechnungen des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Die Nachfrage nach einem Studium ohne Abitur steigt seit Jahren konstant an. Studierten 1997 noch rund 8.500 Personen ohne Abitur oder Fachabitur in Deutschland, waren es 2014 bereits 49.800 Studierende dieses Typs.

Das Schild mit den Buchstaben für ABI plastisch mit Metall dargestellt.

Statistik: Abiturientenzahl 2015 um 1,9 Prozent gestiegen

Im vergangenen Jahr 2015 haben rund 443 000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die allgemeine Hochschulreife und die Fachhochschulreife erworben. Gut Dreiviertel der Studienberechtigten erwarb die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Abiturienten und Fachabiturienten um 1,9 Prozent. In Hessen erreichte letztmals ein Doppeljahrgang das Abitur.

Weiteres zum Thema Berufs- & Studienwahl

Der Kopf einer Frau mit einer Pagenfrisur.

Lebenseinkommen: Wirtschaftsstudium bringt Männern 529.000 Euro mehr als Ausbildung

Mit einem Universitätsabschluss steigt das Lebenseinkommen um durchschnittlich etwa 390.000 Euro und mit einem Fachhochschulabschluss um 270.000 Euro gegenüber einer Ausbildung. Durch ein Wirtschaftsstudium wächst das Lebenseinkommen bei Männern um durchschnittlich gut 529.000 Euro und bei Frauen um knapp 248.000 Euro. Ein Studium schützt zudem besser vor Arbeitslosigkeit. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie 2017 vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.

Online-Studienführer studieren-ohne-abitur.de

Online-Studienführer »studieren-ohne-abitur.de«

Es gibt so viele Hochschulabsolventen ohne Abitur wie noch nie. Die Anzahl der Studierenden ohne Abitur und Fachhochschulreife hat sich seit 2007 auf 45.900 in 2013 nahezu verdreifacht. Mit 4.400 Absolventen haben 2013 so viele Studierende ohne Abitur wie noch nie erfolgreich ihr Studium beendet. Über 6.500 solcher Studiengänge verzeichnet der Online-Studienführer »studieren-ohne-abitur.de«.

Beliebtes zum Thema Studienwahl

Header Bilder der Wiwi-Studiengänge / Betriebswirtschaftslehre BWL

Wirtschaft studieren: Das Studium Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre ist mit Abstand am beliebtesten in Deutschland. Nicht ohne Grund, denn BWL-Absolventen haben im Gesamtvergleich beste Job-Aussichten. Im Jahr 2013 haben 72.700 Studienanfänger und damit sechs Prozent mehr ein BWL-Studium begonnen. Dabei ist Betriebswirtschaftslehre bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt: Beinahe die Hälfte der Studienanfänger war weiblich. Insgesamt waren 222.600 Studierende in BWL eingeschrieben und rund 42.400 Abschlussprüfungen wurden in 2013 erfolgreich abgelegt. Mehr als zwei Drittel bestanden die Bachelor-Prüfung in BWL. Der Anteil der Masterabsolventen lag in BWL bei 21 Prozent.

HHL Leipzig Graduate School of Management

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an privaten Hochschulen

Private Hochschulen sind für ihren Innovationsgeist im deutschen Hochschulsystem bekannt. Als nichtstaatliche Hochschulen setzen private Hochschulen auf einen starken Praxisbezug und eine internationale Ausrichtung. In enger Zusammenarbeit mit Kooperationen aus Wirtschaft und Industrie wird Studenten der Berufseinstieg schon im Studium erleichtert. Damit wächst der Attraktivitäts-Index von privaten Hochschulen für Studieninteressierte, besonders für die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und andere Management-Fächern. Mehr als 60 Prozent der privaten Hochschulen bieten aktuell Studiengänge in den Wirtschaftswissenschaften an.

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Fachhochschule (FH)

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer Fachhochschule ist in Deutschland sehr gefragt. Der anhaltende Aufwärtstrend an einer Fachhochschule (FH) ein Studium aufzunehmen, hat vor allem einen Grund: der anwendungsbezogene Lehrunterricht. Derzeit studieren rund 63.089 Studenten an Fachhochschulen in Studiengängen aus den Fächern Recht-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Wichtige Branchen für Wirtschaftswissenschaftler

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen: Absolventen mit Abschlüssen in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienfach stehen fast alle Branche in Deutschland offen, um den Berufseinstieg zu schaffen. Einige Branchen in Deutschland sind dabei umsatzstärker als andere oder haben bessere Renditen. Es bieten sich zahlreiche Berufsfelder und Jobs an, die es zu entdecken gilt.

Screenshot Homepage freie-studienplaetze.de

freie-studienplaetze.de - Offizielle Studienplatzbörse bis Ende Oktober 2017 geöffnet

Die bundesweite Studienplatzbörse »freie-studienplaetze.de« ist seit dem 1. August 2017 wieder online. Sie informiert Studieninteressierte tagesaktuell über noch verfügbare Studienplätze für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Deutschland für das Wintersemester 2017/18. Das Angebot umfasst Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern, die noch im Losverfahren vergeben werden und in zulassungsfreien Fächern, die einfach frei geblieben sind.

Der Kopf einer Frau mit einer Pagenfrisur.

Lebenseinkommen: Wirtschaftsstudium bringt Männern 529.000 Euro mehr als Ausbildung

Mit einem Universitätsabschluss steigt das Lebenseinkommen um durchschnittlich etwa 390.000 Euro und mit einem Fachhochschulabschluss um 270.000 Euro gegenüber einer Ausbildung. Durch ein Wirtschaftsstudium wächst das Lebenseinkommen bei Männern um durchschnittlich gut 529.000 Euro und bei Frauen um knapp 248.000 Euro. Ein Studium schützt zudem besser vor Arbeitslosigkeit. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie 2017 vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.

Die bunt angeleuchtete Oper von Sydney.

Deutsch-australischer Doppel-Abschluss Bachelor of Business Management

An der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) profitieren Studierende von dem Double Degree-Austauschprogramm mit dem International College of Management Sydney (ICMS). Während des Studiums gehen Studierende für drei Semester nach Sydney in Australien und erlangen neben dem Bachelor of Arts an der FHWS, an der ICMS den Bachleor of Business Management (BBM).

Feedback +/-

Feedback