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DATEV überspringt erstmals Umsatzmilliarde

Durch die Digitalisierung betriebswirtschaftlicher Prozesse hat die DATEV eG im Geschäftsjahr 2018 erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Euro erreicht. Damit stieg der Umsatz beim genossenschaftlichen Unternehmen von 978 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,034 Milliarden Euro. Dies entspricht dem stärksten absoluten Wachstum der DATEV eG der vergangenen zehn Jahre.

DATEV Umsatzzahlen der Jahre 2014-2018

DATEV überspringt erstmals Umsatzmilliarde
Nürnberg, 20.03.2019 (datev) - Die zunehmende Digitalisierung der betriebswirtschaftlichen Prozesse hat der DATEV eG im vergangenen Geschäftsjahr (1.1. bis 31.12.2018) einen kräftigen Umsatzschub ermöglicht. Während sich das Marktwachstum etwas verlangsamte (IT-Markt 3,1 Prozent, Bruttoinlandsprodukt 1,5 Prozent), konnte das Nürnberger Softwarehaus sein Wachstum gegen den Trend mit 5,7 Prozent (im Vorjahr 5,4 Prozent) deutlich beschleunigen. Damit übersprang das genossenschaftliche Unternehmen beim Umsatz zum ersten Mal die Schwelle von einer Milliarde (1,034 Mrd.; im Vorjahr 978 Mio.) Euro. Dies entspricht gleichzeitig dem stärksten absoluten Wachstum der vergangenen zehn Jahre.

Die fortschreitende Digitalisierung der betriebswirtschaftlichen Prozesse – zum Beispiel bei der Buchführung, der Bilanzierung und der Steuerdeklaration – verursachte eine steigende Nachfrage nach Softwareprodukten und Cloud-Lösungen mit daraus resultierenden höheren Anwenderzahlen. Mit einem Umsatzplus von 29,4 Mio. Euro sind die Lösungen, die beim steuerlichen Berater eingesetzt werden, absolut betrachtet erneut am stärksten gewachsen. Im Bereich der Lösungen, die direkt von Unternehmen genutzt werden, konnte der Umsatz um 17,7 Mio. Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Plus von 9,1 Prozent. Insgesamt wurde somit ein knappes Drittel des DATEV-Umsatzwachstums (in Höhe von 56,1 Mio. Euro) im Bereich der Lösungen erzielt, die bei Unternehmen eingesetzt werden.

Nach Produktgruppen betrachtet ist das Rechnungswesen absolut am stärksten gewachsen. Mit einem Umsatzplus von 19,2 Mio. Euro (+6,2 Prozent) generierte allein die Produktgruppe Rechnungswesen über ein Drittel des DATEV Umsatzwachstums. Im Bereich Personalwirtschaft konnte mit durchschnittlich 13 Millionen die Zahl der abgerechneten Arbeitnehmer pro Monat weiter gesteigert werden.

Große Zuwächse verbuchten auch die Cloud-Lösungen der DATEV. Beispielsweise nutzten zum Jahresende 312.000 Unternehmen das DATEV-Rechenzentrum für den digitalen Belegaustausch mit ihrem Steuerberater. Dabei erhöhte sich die Zahl der im DATEV-Rechenzentrum gespeicherten Buchungsbelege um rund 250 Mio. auf mehr als 950 Mio. Die Dynamik der Digitalisierung kennzeichnet auch die deutliche Steigerung der Zahl der Unternehmen, die digitales Belegbuchen nutzen. Hier kamen 2018 pro Monat im Schnitt 7.600 Unternehmen hinzu. 2017 betrug der monatliche Zuwachs noch 4.700.

Insgesamt führte der im Vergleich zum Umsatzwachstum geringere Anstieg des Betriebsaufwands im Geschäftsjahr zu einem deutlich höheren Betriebsergebnis. Es lag mit 74,6 Mio. (im Vorjahr 60,5 Mio.) Euro um 14,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

An die Mitglieder können 43,0 Mio. Euro in Form einer genossenschaftlichen Rückvergütung ausgezahlt werden (im Vorjahr 41,2 Mio. Euro). Die Rückvergütungsquote bleibt mit 5,0 Prozent des rückvergütungsfähigen Jahresumsatzes im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Auszahlung der genossenschaftlichen Rückvergütung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch die 50. ordentliche Vertreterversammlung am 28. Juni 2019.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Jahresvergleich um 314 Mitarbeiter auf 7.606. Die Zunahme betrifft vor allem die großen Bereiche Entwicklung, Service und Vertrieb sowie Produktion. Darüber hinaus wurde das Cross Solution Center (XSC) aufgebaut: Hierin befinden sich verschiedene crossfunktionale Teams, um strategische Projekte zu beschleunigen und die Reaktionsfähigkeit der Organisation auf Marktveränderungen zu erhöhen.

Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder – Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte – reduzierte sich um 252 auf 40.303. Dieser Effekt ist vor allem auf Konzentrationstendenzen in der Steuerberaterbranche zurückzuführen. Aussagefähiger angesichts der geschäftlichen Entwicklung ist die Anzahl der Kunden, die sich um über 39.000 auf 301.334 (im Vorjahr 262.075) erhöhte.
 

„Wie erwartet, nimmt die digitale Transformation der betriebswirtschaftlichen Prozesse weiter Fahrt auf. Für die digitale Zusammenarbeit zwischen den steuerlichen Beratern, den Unternehmen und den Arbeitnehmern sind wir mit unseren innovativen, effizienten und rechtssicheren Angeboten bestens positioniert und arbeiten weiter daran“, so Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG. „Als deren genossenschaftlicher Dienstleister wollen wir auch weiterhin unsere Mitglieder und deren Mandanten bestmöglich den Weg in eine erfolgreiche digitale Zukunft ebnen.“

Im Forum zu DATEV

4 Kommentare

Steuersoftware Big 4

WiWi Gast

Haben zum Teil Eigenkreationen. Datev ist bei Big4 nicht der Standard. Bei den next7 aber schon.

4 Kommentare

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Schwierig zu beantworten, tendenziell aber eher weniger; der Sachverhalt läge jedoch anders, wenn dein Arbeitgeber APcomfort (Datev) einsetzt und du hierin bereits geübt wärest. Von einem Praktikanten ...

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