DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Branchentrends & NewsIndustrie

DIHK-Industriereport 2014 - Industriekonjunktur springt wieder an

"Industrie: Zuversicht steigt, Risiken bleiben" lautet der Titel des aktuellen Branchenreports, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt veröffentlicht hat. Die Auswertung beruht auf mehr als 7.800 Antworten von Industriebetrieben, darunter etwa 5.400 Exportunternehmen.

Vier Industriebehälter mit blauer Farbe vor einem Abendhimmel.

DIHK-Industriereport 2014 - Industriekonjunktur springt wieder an
Berlin, 14.03.2014 (dihk) - "Die Industrie hat das Zeug, 2014 Konjunkturtreiber Nummer eins zu werden", fasste DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Ergebnisse der neuen Umfrage gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" zusammen. "Export und Binnennachfrage gewinnen an Schwung", berichtete er. "Die steigenden Investitionsabsichten signalisieren die aktuelle Zuversicht der Unternehmen. Viele Schlüsselbranchen wollen ihre Produktionskapazitäten erweitern."

Positive Vorzeichen gibt es den Ergebnissen der Umfrage zufolge auch bei der Beschäftigung: Im laufenden Jahr können in der Industrie 40.000 neue Arbeitsplätze entstehen. "Diese Geschäftsperspektiven dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es erhebliche Risiken gibt", relativierte Wansleben. "Die Industrieunternehmen treibt vor allem die Sorge um die Energiepreise. Zudem birgt das geplante Mehr an Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt Rückschlagpotenzial. "

Einem stärkeren Anstieg der Investitionsabsichten wirkt nach Aussage des DIHK-Hauptgeschäftsführers insbesondere die Energiepolitik entgegen. "63 Prozent der Industrieunternehmen sehen in den hohen Energie- und Rohstoffpreisen eine Gefahr für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung – obwohl sich die Weltmarktpreise für viele Rohstoffe derzeit eher moderat entwickeln." Vor allem die erneute Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist laut Wansleben "ein erheblicher Kostentreiber" in Deutschland: "Voraussichtlich 7,5 Milliarden Euro muss allein das Verarbeitende Gewerbe hierzulande in diesem Jahr aufbringen."

Das sei mehr als ein Prozent der gesamten industriellen Wertschöpfung, betonte er. "Daran werden auch die aktuellen Reformpläne des Wirtschaftsministeriums nichts ändern können. Offenbar gibt es noch immer kein überzeugendes Szenario für die Zukunft der deutschen Industrie im Rahmen der Energiewende." Wansleben nannte es "vielversprechend", dass die Industrie Neueinstellungen plane. Zugleich sähen allerdings 39 Prozent der Industriebetriebe in steigenden Arbeitskosten ein Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung.

"Insgesamt ist der Arbeitskostenanstieg nicht nur eine Reaktion auf Fachkräfteengpässe, sondern auch Ergebnis politischer Vorhaben. So begrenzen Einschränkungen bei der Zeitarbeit und ein Rückkehrrecht für Teilzeitbeschäftigte deren Einstellungsmöglichkeiten."

Download [PDF, Seiten 254 KB]
DIHK-Industriereport 2014

Im Forum zu Industrie

4 Kommentare

Mit WP-Titel in die Industrie

WiWi Gast

Der Titel verfällt bei nicht regelmäßiger Prüfungstätigkeit.

5 Kommentare

Goethe WiWi vs LMU BWL für Industrie

WiWi Gast

Beides Top 5 Unis die grundsätzlich alle Türen öffnen, für Industrie ist "Target" sowieso weniger entscheidend. Aber grundsätzlich: für Finance hat die Goethe die Nase vorn, für sonstiges B ...

6 Kommentare

Wer hat Erfahrungen mit Industrie -> Beratung -> Industrie?

WiWi Gast

Wortdefinition, in diesem Zusammenhang sind m.E. Industrie, Branche, Sektor als Synonyme zu verstehen. Banking ist eine "Industry Practice". In einigen kleineren Häusern auch grob unter &quo ...

11 Kommentare

Duales Studium in der Industrie. Chance im IB / UB ?

WiWi Gast

Wieso wird IB mit dualem ausgeschlossen aber UB ist drin? Die letzten Jahre waren die Beiträge hier genau andersherum.

5 Kommentare

Relevanz der Industrie für Berufseinstieg (Bachelor Bwl)

WiWi Gast

Naja, die <5 Milliarden Bilanzsumme ist ja sehr weitläufig. Da ist von 100 Mio bis 4,98999961 Milliarden alles dabei. Da musst du schon etwas genauer werden. Weil wenn du später zu den BIG 4 willst ...

21 Kommentare

Industrie vs. Big4/LowTier

WiWi Gast

Berufseinstieg bei den Big 4 ist derzeit mit ca. 25 Jahren. Tendenz eher noch früher... Nach 5 Jahren bist du Manager, das is bei ca. 90 % aller so, die nicht davor gekündigt haben. Früher wurde man i ...

20 Kommentare

Tarif Obst- und Gemüseverarbeitende Industrie

WiWi Gast

Lounge Gast schrieb: Und bei dem ganzen Stress im IB kann man sich dann eh bald die Radischen von unten ansehen. ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Industrie

Weiteres zum Thema Branchentrends & News

Sechs Hochschulen für digitale Strategieberatung gesucht

Die digitale Lehre schreitet in deutschen Hochschulen zukünftig voran. Die Initiative Hochschulforum Digitalisierung sucht aktuell sechs Hochschulen, um mit ihnen eine digitale Strategie zu erarbeiten und umzusetzen. Mit diesem Projekt soll das digitale Lehren und Lernen in deutschen Hochschulen vorangetrieben werden. Bis zum Jahr 2020 können jährlich sechs Hochschulen an dem Programm teilnehmen.

Prof. Dr. Jürgen Kluge folgt Peter Schmitz als Aufsichtsratsvorsitzender

Ehemaliger McKinsey-Chef Kluge wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender bei Schmitz Cargobull AG

Gleich ein doppelter Wechsel erfolgt im Aufsichtsrat der Schmitz Cargobull AG. Prof. Dr. Jürgen Kluge, der ehemalige Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey, folgt Peter Schmitz als Aufsichtsratsvorsitzender. Der langjährige Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann tritt ebenfalls zurück. Für ihn wechselt Sohn Dirk Hoffmann neu in den Aufsichtsrat.

Eine undurchsichtige Tür mit dem angeklebten Papierschild Prüfung.

Markt für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung: Unternehmen stehen trotz Wachstums vor Herausforderungen

Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften wuchsen 2014 durchschnittlich um 7,1 Prozent gegenüber 4,6 Prozent im Vorjahr. Ein starker organischer Zuwachs durch wirtschaftsprüfungsnahe Beratung, Steuerberatung, Corporate Finance und Unternehmensberatung trug dazu bei. Die Digitalisierung hat zukünftig einen hohen Einfluss auf die Unternehmen.

Zahlungsverkehr Banken Erträge

Zahlungsverkehr: Banken vor dem Umbruch

Regulatorische Vorgaben, ein verschärfter Wettbewerb und veränderte Kundenanforderungen bremsen das Wachstum – Banken müssen reagieren, um ihre Erträge aus dem Zahlungsverkehr zu steigern. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Getting Business Models and Execution Right: Global Payments 2013 der Boston Consulting Group (BCG).

Beliebtes zum Thema News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Drei übereinander gestapelte Pakete von adidas,amazon und outletcity.

Unternehmensranking 2016: Die Top 100 deutschen E-Commerce-Händler

Im Bereich E-Commerce ist Amazon weiterhin der umsatzstärkste Onlinehändler in Deutschland. Mit 7,8 Mrd. Euro Umsatz befindet sich der Internet-Gigant weit vor Otto.de mit 2,3 Mrd. Euro und Zalando.de mit 1 Mrd. Euro Umsatz. Alle Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten 2015 zusammen einen Jahrsumsatz von 24,4 Mrd. Euro und eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Das geht aus der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2016" hervor.

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Beraterhonorare: Tagessätze von Unternehmensberatern gestiegen

Deutsche Unternehmensberater verzeichneten 2015 und 2016 einen Anstieg ihrer Honorare von durchschnittlich 1,3 Prozent. Für 2017 wird von einer ähnlichen Erhöhung der Tagessätze ausgegangen. In der Strategieberatung variiert der Tagessatz für einen Projektleiter der Hierarchiestufe Manager und Senior Manager über alle Größenklassen gesehen von 1.150 bis 2.275 Euro. Vergleichbare Tagessätze in der IT-Beratung liegen zwischen 950 und 1.800 Euro, wie die Studie "Honorare in der Unternehmensberatung 2015/2016" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Viele deutsche Unternehmen ohne Strategie

Neun von zehn deutschen Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance. Aber nur jedes fünfte Unternehmen hat eine Strategie und Verantwortlichkeiten für die Industrie 4.0 definiert. 44 Prozent können zudem keine Fortschritte beim Thema verzeichnen. Vorreiter investieren im Schnitt 18 Prozent ihres Forschungs- und Entwicklungsbudgets im Bereich Industrie 4.0, wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt.

Feedback +/-

Feedback